Bundesliga

  • DFL senkt Altersgrenze für Bundesligen auf 16 Jahre
    Top-Talente dürfen ab der kommenden Saison schon mit 16 Jahren im deutschen Profifußball eingesetzt werden. Damit können große Nachwuchshoffnungen wie Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund den frühen Schritt in die Bundesliga oder die 2. Liga wagen. Das BVB-Talent kann schon im November auflaufen - falls dann wieder gespielt wird. BVB betont: "Leine Lex Moukoko" Auf Antrag der Borussen wurden die bisherigen Bestimmungen in der "Lizenzordnung Spieler" (LOS) bei der virtuellen Versammlung der Vereine geändert. "Wir sind sehr froh über diese Entscheidung", sagte der Dortmunder Nachwuchs-Koordinator Lars Ricken dem kicker: "Die Mehrheit der Klubs will jetzt jungen, herausragend talentierten Spielern in absoluten Ausnahmefällen die Möglichkeit geben, den nächsten Entwicklungsschritt machen zu können." Schon zuvor hatte der BVB betont, dass es ihm nicht um eine "Lex Moukoko" gehe. Vielmehr sollte laut Ricken ein "großer Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Ligen und internationalen Wettbewerben" beseitigt werden, "weil wir sehr junge Spieler, die über außergewöhnliches Talent verfügen, in Deutschland nicht im Profiteam einsetzen dürfen." Bayern unterstützte BVB Rekordmeister Bayern München hatte sich dem BVB angeschlossen. "Was in anderen Ländern mit Erfolg gemacht wird, sollte doch auch bei uns möglich sein", hatte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge gesagt. Zuvor hatte sich der deutsche Profifußball an den Regelungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) orientiert. Dort ist festgehalten, dass Nachwuchsspieler entweder ihr 18. Lebensjahr vollendet haben oder zum jüngeren Jahrgang der U19 gehören müssen, um bei den Aktiven eingesetzt werden zu können. Nun ändert sich das für die Bundesliga und die 2. Liga. Bisher ist der Deutsch-Türke Nuri Sahin als jüngster Spieler in der Bundesliga-Geschichte für Dortmund aufgelaufen. Der mittlerweile 31-Jährige, der seit 2018 bei Werder Bremen unter Vertrag steht, gehörte dem jüngeren U19-Jahrgang an und war bei seinem Debüt im August 2005 genau 16 Jahre und 335 Tage alt. Ein möglicher neuer Rekordhalter könnte 335 Tage jünger sein. DFL folgt internationalen Ligen Momentan haben zahlreiche Klubs herausragende Talente in ihren Nachwuchsmannschaften, die sie möglicherweise schon mit 16 Jahren zum Einsatz bringen wollen. Der bekannteste Spieler ist Moukoko, der erst 15 Jahre alt ist und im November 16 wird. Der in Kamerun geborene Stürmer lebt seit 2014 in Deutschland, seit 2016 trägt er das BVB-Trikot. Sein Ausbildungsvertrag bei den Westfalen läuft bis 2022, das bisherige Reglement hätte einen Einsatz bei den Profis erst ab August 2021 ermöglicht. Durch die Senkung der Altersgrenze ist die DFL dem Beispiel der anderen europäischen Topligen (England, Spanien, Italien, Frankreich) gefolgt. Für das größte Aufsehen in Europa hatte zuletzt "Wunderkind" Ansu Fati vom spanischen Meister FC Barcelona gesorgt. Mit 17 Jahren und 40 Tagen hat sich das Supertalent aus Guinea-Bissau im Dezember zum jüngsten Torschützen in der Champions League gekrönt. Bei seinem Debüt in der spanischen Liga war Fati erst 16, Ende August 2019 hatte er sich im Alter von 16 Jahren und 304 Tagen als jüngster Liga-Torschütze in die Klubhistorie eingetragen. Die Ausstiegsklausel Fatis wurde daraufhin auf 170 Millionen Euro angehoben. Ähnliches könnte der BVB mit Moukoko planen. Schließlich stellte der Angreifer in der vergangenen Saison mit 50 Toren in der U17-Bundesliga einen Rekord sid | Stand: 02.04.2020, 15:19 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 02-04-2020By sportschau.de
  • DFL-Videokonferenz in Frankfurt: Bundesliga pausiert vorerst bis 30. April
    [unable to retrieve full-text content]Die Bundesligavertreter habern in einer Videokonferenz beschlossen, mindestens bis zum 30. April zu pausieren. Das betrifft die Erste wie die Zweite Liga.
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 31-03-2020By sportschau.de
  • Coronavirus – DFL-Versammlung: Es geht um Verträge, Zeit und Geld
    Bei der Videokonferenz am Dienstag (31.03.2020), die um 10:30 Uhr beginnt, wird über den Vorschlag des Präsidiums der Deutschen Fußball-Liga (DFL) abgestimmt, der die weitere Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 30. April vorsieht. Gegenstimmen sind angesichts der Coronavirus-Pandemie praktisch ausgeschlossen, Fußballspiele sind derzeit nicht möglich. Andere Themen dürften dagegen deutlich lebhafter diskutiert werden. Denn was passiert, wenn auch im Mai nicht gespielt werden kann? Die Saison abzubrechen, gilt in der DFL-Zentrale nach Informationen von sportschau.de als letzte Maßnahme. Die Frage, ob die letzte Tabelle, die Hinrundentabelle oder ein ganz anderes Verfahren die sportlich fairste Lösung wären, könnte zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen. Diese Zerreißprobe will die DFL vermeiden. Eine Aufweichung des offiziellen Saisonendes am 30. Juni, der als Stichtag das Ende vieler Verträge mit Spielern, Sponsoren oder Medienpartnern darstellt, ist daher die bevorzugte Vorgehensweise. Doch auch das bringt Probleme mit sich. Die Verträge: Transferfenster und Vertragsdaten sorgen für Probleme Bei den entscheidenden Akteuren wird das Fragen aufwerfen: Einige Spieler haben Verträge, die auslaufen. Noch komplizierter wird es bei Spielern, die bereits einen Vereinswechsel vereinbart und einen Vertrag zum 1. Juli bei einem anderen Arbeitgeber unterschrieben haben. Und richtig groß wird die Konfusion, wenn der Wechsel zwischen verschiedenen Ländern und Ligen erfolgt. Ein Arbeitskreis der FIFA entwickelte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge einen möglichen Teil der Lösung: Die Transferfenster der Ligen sollen sich an den möglicherweise veränderten Daten ausrichten können. Zudem könnten Verträge verändert werden, indem ihr Ablauf nachträglich auf "Ende der Saison" statt auf "Ende Juni" terminiert ist. Wenn also der 34. Bundesliga-Spieltag beispielsweise am 18. Juli stattfindet, könnten die Klubs mit den bisherigen Kadern antreten. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 30-03-2020By sportschau.de
  • Hausverbot gegen einzelnen Fan: “FC Bayern möchte kritische Stimmen mundtot machen”
    Der Konflikt zwischen dem FC Bayern München und seinen aktiven Fangruppen hat sich nach den "Hurensohn"- Bannern in Hoffenheim noch einmal deutlich verschärft. Ein Sprecher des Club Nr. 12, dem Dachverband der aktiven Bayern Fans, hält das vergangenen Woche bekannt gewordene Hausverbot, dass der Verein gegen einen einzelnen Fan ausgesprochen hat, für "deutlich über das Ziel hinausgeschossen". Nach den Vorfällen in Hoffenheim hatte der Vorstandsvorsitzende, Karl-Heinz Rummenigge, die eigenen Ultras scharf kritisiert. Man habe "viel zu viel gestattet" und nun müsse ein "Umdenken" stattfinden. Als Reaktion wurde eine vereinsinterne Kommission gegründet, die sich mit den Vorkommnissen in Hoffenheim beschäftigen und Maßnahmen erarbeiten sollte. Harmloses Banner – harte Strafe Für ein vergleichsweise harmloses Banner wurde nun ein einzelner Fan der Gruppe "Munich’s Red Pride" hart bestraft. In einem Schreiben, datiert vom 11. März 2020, zehn Tage nach den Vorfällen in Hoffenheim, wird dem Fan seine drastische Strafe mitgeteilt. Mit den Aktionen in Hoffenheim hatte die Fangruppe nichts zu tun. Auslöser für das Hausverbot ist ein Banner der Fan Gruppe "Munich’s Red Pride" mit der Aufschrift: "Bayern Amateure gegen Montagsspiele", dass im Rahmen des Drittligaspiels FC Bayern Amateure gegen den Halleschen FC (17.02.20), entrollt wurde. Die Partie fand an einem Montag statt, ein Termin, der seit Jahren immer wieder von vielen Fanszenen im gesamten Bundesgebiet kritisiert wurde. Hausverbot unbefristet Das Hausverbot ist radikal. Es gilt unbefristet sowohl für alle Heimspiele der Bundesliga, als auch der Amateurmannschaft. Für das Nachwuchsleistungszentrum FC Bayern-Campus und die Geschäftsstelle des Rekordmeisters an der Säbener Straße. Fan hatte Katar-kritische Podiumsdiskussion organisiert Das Vorgehen des Vereins lässt Raum für Spekulationen. Der betroffene Fan hatte sich in der Vergangenheit mehrmals kritisch zur Vereinspolitik und dem Sponsor Katar geäußert. Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Katar und Bayern im Januar in München hielt er den Eröffnungsvortrag. Im vergangenen November hatte der Verein einen Antrag, die Vereinssatzung um ein Bekenntnis zu Menschenrechten zu erweitern, im Vorfeld der Jahreshauptversammlung abgelehnt. In der aktiven Fanszene des FC Bayern ist die Intention des Vereins klar, kritische Fans sollen ausgesperrt werden. "Meiner Meinung nach, ist die Begründung fadenscheinig. Ohne die Katar-Kritik oder andere Banner, hätte es diese Strafe nicht gegeben. Die Botschaft ist klar: der Verein möchte kritische Stimmen mundtot machen", erklärt der Sprecher vom Club Nr. 12. Keine Stellungnahme vom FC Bayern München Einen Fragenkatalog von sportschau.de ließ der Verein unbeantwortet, so auch die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Hausverbot und dem Thema Katar gibt. Nach den Statuten des Vereins müssen auch Spruchbänder, die durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sind, vorab genehmigt werden. Kritische Banner der Bayern-Fans, z.B. gegen die Geschäftsbeziehungen des Vereins mit dem Emirat Katar, wurden aber in  der Vergangenheit auch ohne Genehmigung in der Kurve gezeigt und vom Verein stillschweigend akzeptiert. Der Rechtsanwalt des beschuldigten Fans, Dr. Andreas Hüttl, erklärte gegenüber sportschau.de, dass er "keine rechtliche Grundlage" für das Hausverbot sehe und dass er dem Verein eine zwei Wochenfrist gegeben hat, mit der Aufforderung, das Verbot "umgehend wieder aufzuheben". (Aus Gründen des Quellenschutzes verzichtet die Redaktion auf die Namensnennung des Sprechers vom Club Nr. 12. Der Club versteht sich als unabhängiger Zusammenschluss der aktiven Fans des FC Bayern München, Anm. d. Red.) Disclaimer: Der Autor war Teilnehmer der Podiumsdiskussion "Katar, Menschenrechte und der FC Bayern – Hand auf, Mund zu?" Stand: 30.03.2020, 13:56 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 30-03-2020By sportschau.de
  • Sportschau am Samstag – die Bundesliga spricht über Solidarität, Olympia sucht nach Antworten
    Wenn sich am Dienstag (31.03.2020) Vertreter der 36 Profivereine unter dem Schirm der Deutschen Fußball-Liga zu einer Videokonferenz treffen, werden sie einiges zu besprechen haben. Es wird dann um die Spielzeit 2019/20 gehen, die wegen der Corona-Pandemie derzeit unterbrochen ist. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Vertreter der Klubs einer Empfehlung des DFL-Präsidiums folgen und zustimmen, den Spielbetrieb auch weiterhin und bis zum 30. April auszusetzen. Und noch ist nicht klar, was anschließend passiert: Kann die Saison überhaupt zu Ende gespielt werden? Dafür blieben dann - sollten viele Verträge nicht angepasst werden - nur noch die Monate Mai und Juni. Für die Vereine ist das ein Dilemma, es ließe sich vereinfacht so zusammenfassen: Wenn nicht gespielt wird, fließen keine Fernsehgelder und auch die Zuschauereinnahmen bleiben aus, hier drohen gar Rückzahlungen, Stichwort: Dauerkarten. Und so ist eingetreten, was viele Menschen vor gar nicht allzu langer Zeit noch für gänzlich unmöglich gehalten hätten: Im deutschen Profifußball kämpfen Vereine um das Überleben. Sparen ist die Maxime, und Kurzarbeit oder auch Gehaltsverzicht sind mögliche Maßnahmen. Die neue Solidarität in der Bundesliga? Nun müssten auch im Fußball die "Stärkeren den Schwächeren helfen", sagt Herbert Hainer, der Präsident des FC Bayern München. Solidarität ist das Stichwort - und die vier deutschen Champions-League-Teilnehmer haben sich da etwas überlegt: Die Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen verzichten auf ihren Anteil aus noch nicht verteilten Medienerlösen der DFL (zusammen 12,5 Millionen Euro) und stocken diesen Betrag um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln auf. Da liegen also plötzlich 20 Millionen Euro in einem Topf, der Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga helfen soll, wenn sie durch die Auswirkungen des Coronavirus in finanzielle Schieflage geraten sollten. "Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist", sagt Christian Seifert von der DFL. Vier Klubs, die zugunsten anderer auf Geld verzichten - ein Corona-Bundesliga-Soli, könnte man meinen. Doch ist das wirklich so? Und: Wie weit geht die Solidarität, wenn sich die finanzielle Krise ausweiten sollte? Auch darum wird es am Samstag (28.03.2020) ab 18 Uhr in der Sportschau gehen. In Mainz kritisieren sie die Kommunikation Natürlich könne das ein Ansatz sein, um die finanzielle Krise einiger Vereine ein wenig abzumildern, sagt Stefan Hofmann, der Vorstandschef von Mainz 05, im Interview mit der Sportschau: "Ich hätte mir aber eine andere Kommunikation gewünscht." Dass sie in Mainz davon aus der Zeitung davon erfahren haben, sagt Hofmann, das sei "nicht der Kommunikationsweg, den wir wählen sollten". Fraglich, ob sie in München oder Dortmund offen sind für Kritik dieser Art. Olympia-Verschiebung: Mehr Fragen als Antworten Doch Sorgen, das sollte man in diesen Tagen nicht vergessen, hat in der Sportwelt nicht nur der Fußball. Der Sport pausiert, eigentlich überall auf der Erde. Ein Beispiel, das in diesen Tagen für Aufregung gesorgt hat: Die Olympischen Spiele sollten eigentlich in diesem Sommer in Tokio stattfinden, werden sie aber nicht - das weiß man mittlerweile. Sonst weiß man wenig. "Ich kann keine ideale Lösung versprechen", sagt Thomas Bach, der Präsident des IOC. Die Olympia-Verschiebung war unvermeidlich, das hatten zunächst die Athleten eingesehen und irgendwann auch das IOC. Präsident Bach, der lange an dem ursprünglichen Termin festgehalten hatte, war wegen seiner Hinhaltetaktik zunehmend in die Kritik geraten. Die Sportausschussvorsitzende des Deutschen Bundestages sprach von "Führungsversagen". Und nach der Verschiebung sind viele Fragen noch offen: Wird es 2021 Olympische Sommerspiele geben oder werden daraus Frühjahrsspiele? Und wer darf eigentlich teilnehmen? 57 Prozent der Athleten hatten das Ticket für Tokio schon sicher - nun muss geklärt werden, welche erfüllten Normen und Platzierungen noch Bestand haben.  Und es gibt weitere Probleme. Ein Beispiel: das Olympische Dorf. Ob alle rund 11.000 Olympia-Starter, ihre Betreuer und später rund 4.400 Paralympics-Teilnehmer auch 2021 wie geplant in einem gemeinsamen Athletendorf wohnen können, ist unklar. Ein nicht unerheblicher Teil der über 5.000 Wohnungen ist bereits verkauft. red | Stand: 28.03.2020, 10:30 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 28-03-2020By sportschau.de
  • CL-Quartett zahlt in Topf für bedürftige Klubs: Fußball
    "Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können", wird Hans-Joachim Watzke als Geschäftsführer in einer Mitteilung von Borussia Dortmund zitiert. Der BVB, Bayern München, RB Leipzig und Bayer Leverkusen verzichten laut der Mitteilung "zunächst auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der DFL in der kommenden Saison". Dabei handle es sich um 12,5 Millionen Euro. Aus eigenen Mitteln werde das Quartett die Summe auf insgesamt 20 Millionen Euro erhöhen. DFL soll das Geld verteilen Über die Verteilung des Geldes solle die Deutsche Fußball Liga bestimmen. Deren Präsidiumssprecher Christian Seifert sagte laut Mitteilung des BVB: "Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist. Das DFL-Präsidium ist den vier Champions-League-Teilnehmern sehr dankbar im Sinne der Gemeinschaft aller Klubs." Die Verteilung des Geldes und eine mögliche Aufstockung durch andere potente Klubs könnte am Dienstag (31.03.20) zum Thema werden. Dann stimmt die Vollversammlung der DFL unter anderem über die Empfehlung ab, den Spielbetrieb in den beiden höchsten Ligen bis zum 30. April auszusetzen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 26-03-2020By sportschau.de
  • Gehaltsverzicht? Kurzarbeit? – große Umfrage unter allen DFL-Klubs: Fußball, Bundesliga
    Am Dienstag (31.03.20) werden sich die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften aus der Deutschen Fußball Liga (DFL) wieder beraten. Auch eine Abstimmung über die Empfehlung des DFL-Präsidiums steht an. Die Zustimmung, den Spielbetrieb bis zum 30. April auszusetzen, gilt als sicher. Frühestens im Mai werden also die von den Klubs so dringend benötigten Fernsehgelder fließen. Zuschauereinnahmen dürften die Klubs für die laufende Saison ohnehin schon abgeschrieben haben, es drohen sogar Rückzahlungen. Wie also die hohen Ausgaben senken, wenn die Einnahmen zeitgleich gering sind und sogar wegbrechen? Kurzarbeit ohne Einsparpotenzial bei Topverdienern Die Gehälter für die Fußballer, Trainer und Führungsetagen belasten die Vereine hoch. Es liegt also nah, dort zu sparen. Kurzarbeit ist zumindest bei den üppig bezahlten Spielern aus der Bundesliga kein Mittel, denn es gibt eine Bemessungsgrenze bei einem monatlichen Bruttogehalt von 6.890,- Euro. Topverdiener bei Bayern München und Borussia Dortmund kassieren pro Tag etwa das Vierfache. Das zeigt, welch enormes Einsparpotenzial der sogenannte Gehaltsverzicht birgt. Die Sportschau verschickte an die 36 Klubs der DFL einen Katalog mit Fragen zu den Komplexen Gehaltsverzicht und Kurzarbeit. Diese kann bei zahlreichen Angestellten abseits des Profibereichs die Ausgabenseite entlasten, weil die Bundesagentur für Arbeit Teile der Gehälter zahlt. Hohe Rücklaufquote Die Rücklaufquote war bis zur gesetzten Frist am Mittwoch (25.03.20) hoch, nur acht Klubs reagierten auf die Anfrage nicht - unter ihnen auch der FC Bayern. Somit fehlt eine Bestätigung, dass "Stars und Verantwortliche" der Münchner auf "20 Prozent ihrer Gehälter" verzichten, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. Borussia Dortmund antwortete zunächst, dass "wir unternehmensinterne Vorgänge in der Regel nicht zum Gegenstand unserer Medienarbeit machen". Wenig später verbreitete der BVB dann, dass Spieler, Verantwortliche und Trainer auf "signifikante Teile ihrer Gehälter" verzichteten. So spare der Klub einen "zweistelligen Millionenbetrag" ein. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 26-03-2020By sportschau.de
  • Die Bundesliga kämpft um ein sportliches Saisonende
    Wenn es nach dem 30. April immer noch nicht geht Doch was passiert, wenn die Lage auch nach dem 30. April nicht einmal Geisterspiele zulässt? Pläne, wie mit einem möglichen Saisonabbruch umgegangen wird, bleiben nach Informationen der Sportschau zunächst in der Schublade. Bevor diese diskutiert werden, ist eine Aufweichung des 30. Junis wahrscheinlicher. Das Datum ist für die DFL wichtig, aber nicht heilig. Die Klubs hätten "einstimmig das Ziel vertreten, die Saison bis zum 30. Juni zu Ende spielen zu wollen", hieß es in der Mitteilung der DFL. Das lässt weiter Spielraum nach hinten. Das ist der DFL wohl lieber als ein Streit zwischen den Klubs, wie die abgebrochene Saison bewertet wird: Gilt die Hinrundentabelle und Leipzig ist Meister? Oder gilt die letzte Tabelle und die Bayern haben den Titel? Wer steht im Europapokal? Werden Auf- und Abstieg umgesetzt und wenn ja, auf welche Weise? Einstimmige Entscheidungen sind da kaum zu erwarten, der Streit könnte eine Zerreißprobe für die DFL werden. Er wolle die Saison zu Ende bekommen, "auch wenn wir täglich Spiele spielen müssen", sagte Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic bei "Bild". Diese Einstellung dürfte für einen Großteil der Klubs gelten. Auch denkbar ist eine Verkürzung der Europapokalwettbewerbe durch die UEFA auf ein Spiel pro Runde, um Zeit zu gewinnen. Das könnte eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Ligen noch hinter dem ersten Mai-Wochenende und trotzdem ein pünktliches Saisonende vor dem 30. Juni ermöglichen. Wann nach dem 30. Juni die Zeit knapp wird Trotzdem muss sich die DFL auch mit dem Szenario eines Saisonabbruchs beschäftigen - denn irgendwann geht es nicht weiter. Am 23. Juli stehen die Hinspiele in der 2. Qualifikationsrunde der Europa League an. Das ist der erste Termin der Saison, an dem ein in der Saison 2019/20 festgelegter deutscher Klub an den europäischen Wettbewerben der Saison 2020/21 teilnehmen soll. Vorbehaltlich der Tatsache, dass diese Spiele auf irgendeine Weise durchführbar sind, müsste also Gewissheit herrschen, welcher Klub mitspielen darf. Ansonsten müsste man wiederum mit der UEFA über eine Verschiebung dieser Spiele sprechen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 25-03-2020By sportschau.de
  • Probleme beim Training für den „Tag X“
    Eine Vorbereitung auf den „Tag X“, von der im Sport häufig geredet wird, ist überwiegend eine Vorbereitung auf einen schon exakt bestimmten Tag. In den Zeiten der Corona-Pandemie steht das „X“ aber tatsächlich für eine Variable. Die 36 Vereine, die in der Deutschen Fußball Liga organisiert sind, werden am Dienstag (31.03.20) wahrscheinlich der Empfehlung ihres Präsidiums folgen, den Betrieb bis einschließlich des 30. April auszusetzen. Ob dann am 1. Mai wieder gespielt werden kann, ist fraglich. Vielleicht wird es auch der 15. Mai sein, vielleicht der 31., vielleicht wird es Juni, vielleicht noch später. Training ohne Zieldatum Fußballer kennen es nicht, auf einen „Tag X“ hin zu trainieren. Bei all den physischen und psychischen Belastungen, die wegen der Pandemie auftreten (können), ist die Trainingssteuerung eine weitere. „Das Hauptproblem ist derzeit, dass du nicht weißt, worauf du trainierst“, sagte der ehemalige Bundesligaspieler Ralph Gunesch zur Sportschau. In seinen 15 Profijahren, unter anderem beim FC St. Pauli und 1. FSV Mainz 05, habe er „nach vier, fünf Wochen Sommerpause immer das Gefühl gehabt, drei Jahre nicht mehr Fußball gespielt zu haben“. Dabei habe er nach dem reinen Urlaub auch die Trainingspläne verfolgt, die derzeit zu Hause und allein von den Spielern abgearbeitet werden. Zum Einstieg der Vorbereitung mit der Mannschaft sei es in „einfachen Spielformen“ darum gegangen, „wieder das Gefühl für den Ball zu bekommen“. Gruppentraining frühestens am 20. April möglich Seit Mitte März ruht der Fußball in Deutschland, sollte Anfang Mai wieder gespielt werden können, wäre die Spanne zwischen zwei Spielen ein Mittelding zwischen Sommer- und Winterpause, allerdings unter schwierigsten Bedingungen. In den Bundesländern gelten teils unterschiedliche Regelungen, aber es ist wahrscheinlich, dass frühestens am 20. April zumindest in größeren Gruppen wieder auf dem Platz trainiert werden kann. Gunesch, der 2019 die A-Lizenz als Trainer erwarb und bis zum Stopp als Experte für den Streamingdienst "Dazn" kommentierte: „Am ersten Spieltag brauchst du den besten körperlichen Zustand. Darauf ist der Trainingsplan ausgerichtet. Es geht um eine Periodisierung, die ineinander greift, also um einen richtigen Mix von Belastungen und Pausen, um die richtigen Anteile Kraft und Ausdauer.“ Unterschiedliche Ansätze der Klubs In der aktuellen Phase knapp zwei Wochen nach dem Spielstopp gebe es unterschiedliche Ansätze für Trainerstäbe, so Gunesch: „Es geht um die Frage, körperliche Fitness zu erhalten oder aufzubauen.“ Florian Kohfeldt hat sich für einen Aufbau entschieden. Wir wollen die Zeit nutzen, um individuell konditionelle Reize setzen zu können. Daher haben wir die Spieler bis zum 30. März mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet, die nicht der Erhaltung, sondern der Reizsetzung dienen sollen. „Die Situation ist nicht vergleichbar mit der Sommer- oder Winterpause, bei denen es um Regeneration geht. Wir wollen die Zeit nutzen, um individuell konditionelle Reize setzen zu können. Daher haben wir die Spieler bis zum 30. März mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet, die nicht der Erhaltung, sondern der Reizsetzung dienen sollen“, sagte der Trainer von Werder Bremen den klubeigenen Medien. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 25-03-2020By sportschau.de
  • Deutsche Fußball-Liga berät aufgrund der Corona-Pandemie über möglichen Termin zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison 2019/2020
    Ein kurzer Blick in die Glaskugel - Gedankenspiele sind ja noch erlaubt, auch wenn die Corona-Pandemie das kulturelle und soziale Leben lahmgelegt, inklusive des Fußballs: Die Liga startet wieder mit dem Revierderby. Drei Tage später gibt es gleich das nächste Derby, zwischen den rheinischen Rivalen Köln und Düsseldorf. Zeitgleich empfängt Mönchengladbach Leverkusen zum möglichen vorgezogenen Endspiel um Platz vier. Und keine 72 Stunden später steht auch schon der Liga-Gipfel zwischen Dortmund und dem FC Bayern an. Nachdem oder bevor die Münchner noch schnell das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Chelsea gespielt haben. So oder ähnlich könnte es aussehen, sollte tatsächlich irgendwann der Ball wieder rollen und die Saison zu Ende gespielt werden - wie es ja der erklärte Wille der Mächtigen im deutschen Fußball ist. Mit einem extrem verdichteten Spielkalender aus englischen Wochen. Und, damit haben sich offenbar alle Klubs und Vermarkter schon abgefunden, unter Ausschluss von Zuschauern. Wichtig ist, dass überhaupt gespielt wird und weiter TV-Gelder und Sponsoreneinnahmen fließen. 750 Millionen Euro, so die Schätzungen, werden den 36 Profiklubs im Falle eines Abbruchs der Saison an Einnahmen fehlen. Geisterspiele seien in der nächsten Zeit "für viele Klubs die einzige Überlebenschance", so DFL-Chef Christian Seifert gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Bei einer für Dienstag (24.03.2020) angesetzten Schaltkonferenz der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ging es deshalb auch um die Frage, wie die Liga der drohenden finanziellen Schieflage, vor allem der kleineren Klubs, begegnen kann. Mehrere Klubs haben bereits angekündigt, auf Teile der Gehälter bei Profis und Managern zu verzichten, auch aus Solidarität gegenüber den eigenen Angestellten. Auch ein Solidarfonds, mit dem die Schwergewichte der Liga den finanzschwächeren Klubs unter die Arme greifen, wird als immer konkreteres Modell diskutiert. DFL berät über Fortsetzung der Saison Im Vordergrund steht aber die entscheidende Frage, wann wieder gespielt werden kann. Der ursprünglich anvisierte Termin für eine Saisonfortsetzung am ersten April-Wochenende wurde von der DFL schon vor der Sitzung als unrealistisch eingestuft. Gerechnet wird mit einer Absage aller Spieltage mindestens bis Ende April, so lange setzt - Stand jetzt - etwa die englische Premier League aus. Dann könnte in einer erneuten Bewertung die Pause nochmals bis Ende Mai verlängert werden. Als Deadline für alle Szenarien, die Saison zu Ende zu spielen, gilt weiterhin der 30. Juni, dann laufen erste Verträge mit Spielern, aber auch mit Trainern und Managern, aus. DFL-Vollversammlung am 31. März Erwartet wird, dass die DFL den 36 Profiklubs am Mittwoch eine Absichtserklärung vorlegt, die einen Termin für einen möglichen Wiederbeginn sowie denkbare Spieltags-Szenarien enthält. Ein endgültiger Beschluss soll bei der DFL-Vollversammlung aller Vereine am 31. März fallen - sofern es bis dahin nicht eine neue, bedrohlichere Gesamtlage infolge der Corona-Pandemie gibt. Kontaktsperren verhindern auch Mannschaftstraining Hinzugekommen als neues Problem sind die verschärften Aufenthaltsbeschränkungen, die die Bundesländer am vergangenen Wochenende auf den Weg gebracht haben. Das seitdem geltende Kontaktverbot, wonach Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen untersagt sind, hat "sehr weitreichende Konsequenzen für den deutschen Fußball", sagte Sportjurist Martin Gutzeit gegenüber dem WDR. Die Verordnung, die zunächst bis zum 20. April gilt, bedeute etwa in Nordrhein-Westfalen, dass nicht nur keine Spiele stattfinden dürften. Es könne auch nicht als Mannschaft trainiert werden, noch nicht einmal in Kleingruppen. "Zwingende, berufliche Gründe", die laut Verordnung zu einer Ausnahmeregelung führen könnten, seien für den Fußball nicht gegeben, betont Gutzeit: "Ich sehe im Moment nicht, wie ein Spiel -und Trainingsbetrieb stattfinden kann." Für die Bundesligaklubs, die in der Zwischenzeit das Mannschaftstraining, wenn auch unter Vorsichtsmaßnahmen, wieder aufgenommen haben, bedeutet dies, dass sie die Spieler nun wieder ins Einzeltraining nach Hause schicken müssten - anderenfalls drohen bei Verstößen Bußgelder, im Ernstfall sogar Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Dies könnte wiederum den Termin für eine Fortsetzung der Saison womöglich weiter nach hinten verschieben - ein Kaltstart von null auf hundert ist schwer denkbar, bei aller branchenweit bekräftigten Entschlossenheit, die Saison mit aller Macht zu bringen. Kein Fußball mehr in diesem Jahr? Angesichts nach wie vor steigender Infektionszahlen wächst aber auch der gesellschaftliche Druck auf den Profifußball. Virologen wie Jonas Schmidt-Chanasit haben bereits gefordert, dass frühestens im kommenden Jahr wieder Fußball gespielt werden kann - selbst wenn die Zahl der Infizierten bald zurückgehen sollte. Stand: 24.03.2020, 12:19 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 24-03-2020By sportschau.de
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    Organisierte Fans - "Wir wollen Teil der Lösung sein" Die Fußball-Bundesliga ist durch die Coronavirus-Krise in eine schwere Schieflage geraten. Die organisierten Fans wollen mithelfen, damit sich die Klubs davon erholen können. Markus Sotirianos, Vorstandsmitglied von "Unsere Kurve", im Interview über kurzfristige Hilfen, die Suche nach langfristigen Lösungen und den Wunsch nach neuen Strukturen.  |  mehr Let's block ads! (Why?)

    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 24-03-2020By sportschau.de
  • Coronavirus-Pandemie: Organisierte Fans – “Wir wollen Teil der Lösung sein”
    Herr Sotirianos, wie kann eine Mithilfe der Fans aussehen? Markus Sotirianos: Da sind viele Aktionen denkbar. Man sieht ja schon, wie sich die Fans an verschiedenen Standorten sowohl bei Bundesligaklubs als auch bei kleineren Vereinen aktiv beteiligen. Vor allem mit sozialen Aktionen, mit denen sie dem einzelnen Klub konkret unter die Arme greifen. Diese Hilfe ist nicht zu unterschätzen. Was wird von den unterschiedlichen Fangruppen bereits gemacht? Sotirianos: Es geht in dieser Frage um einen größeren Gesamt-Zusammenhang. Wir stehen ja noch alle am Anfang dieser besonderen Situation. Es gibt viele Aktionen, die jetzt kurzfristig gemacht werden. Es kann ein Verzicht auf Rückerstattungen für Tickets sein. Oder es kann der Verkauf von virtuellen Bratwürsten sein, um kleine Beträge für Klubs zu organisieren. In dieser Richtung gibt es ja schon einige Bestrebungen. Eine richtige Perspektive muss man aber dann mit allen Beteiligten klären, wenn auch wirklich absehbar ist, um welche Dimensionen, um welche Geld-Beträge, es genau geht. Was schwebt Ihnen konkret vor? Sotirianos: Es könnte ja auch so etwas wie eine Mischkalkulation sein. Auf der einen Seite gibt es diejenigen, die durch die Bundesliga finanziell sehr wohlhabend geworden sind wie Spieler, Berater oder andere, die mit Geld unterstützen könnten. Aber es kann auch die ideelle Unterstützung der Fans sein, die sehr wichtig ist. Was macht diese ideelle Unterstützung aus? Sotirianos: Sie zeigt, wie stark der Fußball in der Stadt-Gesellschaft, in der regionalen Gesellschaft verankert ist. Und wenn sich jeder, der mit dem Fußball verbunden ist, engagiert und wenn er auch nur Zeit zur Verfügung stellt, etwa einkaufen geht und schaut, wo Hilfe benötigt wird, dann ist das eine wichtige Funktion. Und der jeweilige Verein kann dabei als wichtige Schnittstelle fungieren. Die Fan-Organisation "Unsere Kurve" fordert von der Liga und den Klubs, besser informiert zu werden. Worüber genau? Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 22-03-2020By sportschau.de
  • Coronavirus – Wann die Bundesligaklubs wieder mit dem Training beginnen
    FC BAYERN MÜNCHEN Die Bayern-Stars trainieren derzeit im "Home Office". Der Verein versuche "auch hier Vorbild zu sein, weil ich das Gefühl habe, dass es immer noch Menschen gibt, die vielleicht nicht umfänglich verstanden haben, wie ernst die Lage ist", betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. BORUSSIA DORTMUND Der für Montag (23.03.2020) geplante Einstieg ins Mannschaftstraining wird verschoben. Weitere Informationen gibt der BVB am Montag nach Rücksprache zwischen dem Trainer- und Ärzteteam bekannt. RB LEIPZIG Das geplante Mannschaftstraining der Sachsen am Freitag fiel wegen zu hoher Ansteckungsgefahr aus. Um die Spieler fitzuhalten, wird RB daher kreativ. "Wir bieten individuelles Training mit Ball an", sagt Sportdirektor Markus Krösche: "Das bedeutet keine Gruppen oder Mannschaftstraining, es ist einfach individuelles Training mit Ball, wo der Torschuss oder Passspiel mit dabei ist - ohne dass es da Körperkontakt gibt." BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH Die Gladbacher setzen derzeit ihr Training fort - natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Es macht keinen Sinn, die Spieler jetzt für einen längeren Zeitraum in den Urlaub zu schicken", sagt Sportdirektor Max Eberl. BAYER 04 LEVERKUSEN Alle Bayer-Profis befinden sich bis auf Weiteres im "Home Office" und wurden mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet. FC SCHALKE 04 Ursprünglich wollten die Königsblauen am Montag wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen, doch der Klub verlängerte das "Home Office". Am Freitag sollen sich die Spieler wieder treffen. VFL WOLFSBURG Nach einem einwöchigen "Home Office" sollte am Montag wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen werden. Doch es wird bis auf Weiteres in den eigenen vier Wänden trainiert. SC FREIBURG Die Profis arbeiten individuell zu Hause. Neben Trainingsplänen wurden die Spieler vom Verein mit Spinning-Rädern ausgestattet. TSG HOFFENHEIM Die TSG lässt auch in der kommenden Woche das Mannschaftstraining vorerst ruhen. Profis und U23-Spieler halten sich weiterhin mit Trainingsplänen individuell zu Hause fit. 1. FC KÖLN Die FC-Profis versammeln sich erst wieder am kommenden Freitag (27. März) wieder auf dem Trainingsplatz. UNION BERLIN Ursprünglich wollte der Aufsteiger am vergangenen Freitag wieder als Mannschaft trainieren, doch einen Tag vorher entschieden sich die Köpenicker dagegen. Stattdessen ist das Mannschaftstraining bis 31. März ausgesetzt und die Profi arbeiten in den eigenen vier Wänden mit individuellen Trainingsplänen. EINTRACHT FRANKFURT Nachdem ein zweiter Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, befindet sich die Mannschaft weiter in Quarantäne. HERTHA BSC Die Berliner befinden sich nach einem positiven Coronafall in der Mannschaft geschlossen in 14-tägiger Quarantäne. Eigentlich sollte das Team am vergangenen Dienstag wieder ins Training einsteigen. Nun arbeitet jeder für sich zu Hause - das Datum für die Rückkehr ins gemeinsame Training ist offen. FC AUGSBURG Die Schwaben wollen das zuletzt ruhende Mannschaftstraining laut Geschäftsführer Stefan Reuter am Montag "in Gruppen auf dem Platz" wieder aufnehmen. "Jeder Profisportler will sich, so gut es geht, fit halten. Wenn er zwei Tage Ruhe geben muss, wird er unruhig, und es kribbelt", sagte der Ex-Profi. FSV MAINZ 05 Die Profis sollen sich weiterhin in "Heimarbeit" fit halten, der geregelte Trainingsbetrieb bleibt auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. FORTUNA DÜSSELDORF Die Spieler trainieren bis auf Widerruf individuell, bereits seit geraumer Zeit gibt es diese Ansage. WERDER BREMEN Bis vorerst 30. März arbeiten die Hanseaten zu Hause an ihrer Fitness - nach Vorgaben von Trainer Florian Kohfeldt: "Die Spieler haben volle Trainingstage. Was wegfällt, ist das taktische Arbeiten auf dem Platz." SC PADERBORN Der normale Trainingsbetrieb ist ausgesetzt. Die Spieler, die sich in Quarantäne befinden, werden bis zum Ende der kommenden Woche zu Hause bleiben. Laut Martin Przondziono, Geschäftsführer Sport, wird es bezüglich der Wiederaufnahme des Trainings "keinen Schnellschuss, sondern besonnene Entscheidungen mit Augenmaß geben". Stand: 22.03.2020, 14:33 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 22-03-2020By sportschau.de
  • Lizenzverfahren in Fußball-Krisenzeiten – Lockerungen gefordert
    In der Lizenzierungsordnung der Deutschen Fußball Liga findet sich überraschend ein Hauch Romantik. Paragraf 8 regelt die Frist zur Abgabe der Bewerbungsunterlagen, und die endet für die "Vereine und Kapitalgesellschaften" der höchsten beiden Profiligen am 15. März um 15.30 Uhr, also zur Kernanstoßzeit der Bundesliga. Da der kürzlich verstrichene 15. März ein Sonntag war, gab es einen Aufschub um 24 Stunden in einer Zeit, in der niemand weiß, wann mal wieder ein Bundesligaspiel um 15.30 Uhr angepfiffen werden wird. Seriöse Vorhersagen sind angesichts der Corona-Pandemie schwierig bis unmöglich. Streng genommen forderte die Lizenzierungsordnung jedoch, dass sie "Konzern-Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen" vorlegen müssen, nicht nur bis zum Ende der offiziell bis zum 2. April ausgesetzten Saison, sondern auch für das erste Halbjahr der folgenden. Fokus: Saubere Finanzierung des Spielbetriebs Im Lizenzierungsverfahren sollen die Vereine nachweisen, dass sie die folgende Spielzeit sauber finanziert bekommen. Außer den zentral vermarkteten Medienrechten fließen vor allem Einnahmen durch Sponsoring und Ticketing in die Berechnungen ein. Wer will das in diesen Tagen kalkulieren? Wer seriös bewerten? Wenn es gut läuft, ist im Herbst ein fundiertes Urteil möglich. Am 31. Oktober läuft eine Frist ab, bis zu der "ein Lizenznehmer seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bestätigen" muss. Die Bewertungsgrundlage ist dann zumindest bedeutend besser als im März. Als die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der höchsten beiden Ligen am Montag (16.03.20) mit ihrer Muttergesellschaft DFL zusammenkamen, sei es nur kurz um das Thema Lizenzierung gegangen, sagte ein Teilnehmer zur Sportschau. "Es wird Auflockerungen geben, der Situation angepasst", fasste er zusammen, was angerissen worden und aufgrund der Selbstverständlichkeit nicht näher besprochen worden sei. Klubs arbeiten mit Hochdruck Zunächst, das hatte Christian Seifert nach dem Treffen erläutert, gehe es darum, ein "Extremstszenario" von jedem Klub erstellen zu lassen. "Wer hält wie lange durch, wenn nicht gespielt wird?", will der DFL-Boss wissen. Die Klubs arbeiten mit Hochdruck an den Antworten, die bis Ende März vorlegen müssen. Dann will die DFL erneut eine Vollversammlung einberufen. In der könnte es dann detaillierter um das geregelte Lizenzierungsverfahren gehen. Dann könnte es um "Liquiditätsunterdeckungen" gehen, mit denen die DFL bislang streng umgegangen sei, das könne aber zumindest für die nächste Lizenzperiode nicht sein, wie der Vertreter eines Zweitligisten sagte. Er sprach nur vertraulich mit der Sportschau, genau wie der Boss eines Drittligisten, bei dem der DFB über die Lizenz entscheidet: "Der DFB muss zeigen, dass er flexibel auf diese Katastrophenlage reagieren kann. Das hat er aber auch schon angedeutet." Da die Satzung direkte Finanzspritzen des Verbandes ausschließe, sei die Lizenzierung das wirksamste Instrument. "Damit können sie uns extrem helfen", so der Klubchef, der forderte: "Es darf beispielsweise nicht den sofortigen automatischen Abzug von neun Punkten geben, wenn ein Verein geordnet in die Insolvenz gehen will. Das muss ein Jahr ausgesetzt werden." Die Sportschau richtete bezüglich der laufenden Lizenzierungsverfahren einen Fragenkatalog an die DFL. Ein Sprecher teilte mit, dass sich die Liga derzeit noch nicht dazu äußern wolle. Ein Antwort des DFB auf eine Anfrage steht aus. In vertraulichen Gesprächen war zu erfahren, dass technisch derzeit ein Verfahren wie in den Vorjahren vorgesehen ist. Heißt: DFL und DFB stellen Rückfragen, in der zweiten Aprilhälfte wird dann im ersten Schritt entschieden, ob ein Klub Auflagen (mildere Form) auferlegt bekommt oder Bedingungen erfüllen muss. Bedingungen sind im Normalfall daran geknüpft, zusätzliche Liquidität bis Ende Mai nachweisen oder zumindest schriftliche Zusagen vorlegen zu können. Dass deswegen nun sehr wohl auch an staatliche Hilfen gedacht wird, wie ein Zweitligavertreter der Sportschau sagte, liegt nahe. Stand: 20.03.2020, 17:12 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 20-03-2020By sportschau.de
  • Christian Seifert – der scharfsinnige Steuermann
    Das Dankeschön an die deutsche Politik schien Christian Seifert wichtig. Am Montag (16.03.2020) saß er in einem Hotel am Frankfurter Flughafen in gehörigem Sicherheitsabstand zu seinem Mediendirektor Christian Pfennig auf dem Podium, als er explizit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für seine ständige Erreichbarkeit dankte. Das sei nicht selbstverständlich in Tagen, in denen das Coronavirus ein ganzes Land in den Krisenmodus stürzt. Auch der DFL-Boss, der vor 15 Jahren als junger Medienmanager zur Liga-Organisation kam, befindet sich in der schwierigsten Phase seines beruflichen Wirkens. Aus dem Chefvermarkter ist der Krisenmanager geworden. Als der 50-Jährige nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Livestream vor acht ausgesuchten Journalisten die dramatische Lage des deutschen Profifußballs mit einer eindringlichen Beschreibung ("Es geht ums Überleben") zusammenfasste, blieb nicht nur diese Botschaft hängen. Er spielt in einem Science-Fiction-Film mit Seifert konnte glaubwürdig vermitteln, wie sich auch seine Prioritäten verschoben haben. Noch am 3. März hatte die DFL zu einem Pressegespräch in die Zentrale in Frankfurt geladen. Seifert stellte die nächste Medienrechte-Ausschreibung vor. Er sprach von der "anspruchsvollsten, kompliziertesten und wertvollsten Rechtevergabe seit Erfindung des Fernsehens". Alle vier Jahre fokussiert sich seine Tätigkeit auf diesen Termin. Normalerweise würde er sich Ende April an einen geheimen Ort in Frankfurt zurückziehen, um möglichst den besten Abschluss auszuhandeln. Aber Seifert gestand nun: "Die Frage ist ehrlich gesagt nicht meine drängendste." Denn auch er wähnt sich inzwischen "wie im Science-Fiction-Film“. Jeden Klub hat die DFL aufgefordert, "Extremszenarien" durchzuspielen, was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit angeht. Er weiß, dass viele Erst- und Zweitligisten am Tropf der Medienerlöse hängen, die im Schnitt ein Drittel der Einnahmen ausmachen. Verantwortung für 56.000 Arbeitsplätze Deshalb soll die Saison zu Ende gespielt werden. Irgendwie. Irgendwann. Die Kritik, dass die DFL kürzlich noch einen Spieltag unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchziehen wollte, nahm er an - und begründete dies mit seiner Verantwortung für 56.000 Arbeitsplätze: "Es wird nicht die letzte Entscheidung sein, die wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten zu revidieren haben." Für ihn ist es ein Zeichen von Verantwortung, seine Beschlüsse den Gegebenheiten anzupassen. Der zweifache Familienvater, der am Wochenende gerne in kurzen Hosen für einen Fernsehabend mit seinen Töchtern die Pizzen holt, ist pragmatischer als viele denken. Fußballerisch geprägt haben ihn eher provinzielle Erfahrungen in den Jugendmannschaften des FV Ottersdorf und des FC Rastatt 04 - aber nur äußerst selten erzählt er noch davon. Ein flinker Denker Kommilitonen von der Universität Essen, wo Seifert einst Kommunikationswissenschaften, Marketing und Soziologie studierte, waren schon damals ob seiner Auffassungsgabe und seinem Scharfsinn verblüfft. Seifert verfügt über eine glänzende Rhetorik. Ironie, Spitzfindigkeiten oder Wortwitz zählen zum Standardrepertoire, um seinen Ausführungen Nachhall zu verleihen. Sein Abitur hatte er an einem technischen Gymnasium gemacht, Hauptfächer Physik und Technik. Die Themengebiete lagen ihm. "Ich denke auch noch heute sehr stark in Prozessen und Strukturen, was mir hilft, in komplexen Situationen den Überblick zu bewahren", sagte er einmal. Bevor Seifert zum "Mr. Bundesliga" wurde, arbeitete er für die MGM Media Gruppe, war Marketingdirektor des Musiksenders MTV und Vorstandsvorsitzender der Karstadt-Quelle New Media AG: "Wenn ich es rückblickend betrachte, war ich erst in der Werbung, dann beim Fernsehen und jetzt im Fußball: Alles Massenphänomene." Nur ist die Bundesliga wohl das größte von allen - und für viele Menschen das wichtigste. Die Akzeptanz war nicht einfach Sein strategisches Denken sollte nach seinem Amtsantritt vor anderthalb Jahrzehnten bald wertvoll werden, um die Bundesliga unternehmerisch besser zu positionieren. Vor seiner Zeit lag die Auslandsvermarktung völlig brach, viele Vereine lebten von der Hand in den Mund. Borussia Dortmund stand beispielsweise nahe am Abgrund. Dass der deutsche Profifußball zuletzt einen Gesamtumsatz von 4,8 Milliarden Euro auswies und die meisten Klubs schwarze Zahlen schrieben, ist auch sein Verdienst. Als er 2013 und 2017 neue Fernsehverträge aushandelte, betrugen die Steigerungsraten 50 beziehungsweise 80 Prozent. Doch es hat gedauert, bis der Mann der klaren Worte wirklich in der bisweilen eigenartigen Welt der Fußball-Funktionäre angekommen war. Inzwischen gibt es keinen mehr, der ihn maßregelt: Karl-Heinz Rummenigge, Fredi Bobic oder Max Eberl - sie sind alle angetan von seinen Fähigkeiten. Seifert outet sich aus Jugendzeiten als Fan von Borussia Mönchengladbach. Das Bekenntnis ist unverfänglich, weil er keiner ist, der sich von Emotionen, von Fans und erst recht nicht von Medien treiben lässt. Wie andere Führungskräfte hat er einen natürlichen Machtanspruch: Der Posten von Liga-Präsident Reinhard Rauball wurde nicht neu besetzt, mit dem Kritiker und Praktiker Andreas Rettig kam er nicht klar. Dafür hat Seifert die wichtigsten Bundesliga-Entscheider ins Boot geholt, als er nach dem WM-Desaster Handlungsbedarf sah. Er erkannte, dass er nicht immer nur den Deutschen Fußball-Bund (DFB) maßregeln kann, sondern ihn sich besser als Partner nimmt: Symbolisch holte er jüngst beim Neujahrsempfang den von ihm über eine Findungskommission mit ausgesuchten DFB-Präsident Fritz Keller auf die Bühne. International ist er bestens vernetzt DFL und DFB ziehen längst an einem Strang, um den deutschen Fußball irgendwann zurück in die Weltspitze zu hieven. Dazu sagte er beim Neujahrstreff: "Wir dürfen bei der Zukunftsfrage nicht den Fehler machen, der in Deutschland bei vielen großen Themen gemacht wird. Dass wir nämlich vieles angeblich besser wissen, aber objektiv nur noch wenig wirklich besser machen." Seifert hat mit der DFL eine Institution geprägt, die international vielleicht sogar noch höher angesehen ist als national:  UEFA-Boss Aleksander Ceferin oder FIFA-Chef Gianni Infantino gehen ans Handy, wenn der Bundesliga-CEO anruft. Auf der außerordentlichen Liga-Versammlung konnte er nach Meinung fast aller Teilnehmer punkten. "Es mag vor dem Treffen unterschiedliche Sichtweisen gegeben haben", sagte Seifert danach, "ich gehe davon aus, dass es jetzt nur noch eine ist." Flotte voller leck geschlagener Schiffe Skeptikern von Geisterspielen schrieb er jetzt ins Stammbuch, dass diejenigen auch damit klarkommen müssten, dass es dann keine 18 Bundesligisten mehr gebe. Er wird die nächsten Wochen Stehvermögen wie Wandlungsfähigkeit beweisen müssen. Viel deutet darauf hin, dass er bei einer langen Spielpause bald eine Flotte voller leck geschlagener Schiffe durch tosende See steuern muss. Es könnte auf dem Kurs viele Richtungsänderungen brauchen, und auch ein Kentern droht einzelnen Booten. Aber es gibt kaum Zweifel, dass er für den Profifußball der richtige Steuermann ist.
    Quelle: Sportschau BundesligaPubliziert am 20-03-2020By sportschau.de