Spiegel Online Panorama

  • Sharon Stone spricht über ihr Leben nach dem Schlaganfall
    Im Jahr 2001 erlitt Sharon Stone einen Schlaganfall. In einem Interview hat sie nun erzählt, wie dieses Ereignis - aber offenbar auch das Älterwerden - ihr Leben beeinflusst hat. "Manchmal fühlt man sich stark und optimistisch, und in anderen Phasen kostet es einen vielleicht mehr Kraft, sich mit der Vergangenheit und der Zukunft zu beschäftigen", sagte sie der deutschen Ausgabe der "Vogue". Es habe einen Punkt in ihren Vierzigern gegeben, an dem Stone sich mit einer Flasche Wein in ihrem Badezimmer eingeschlossen und sich gesagt habe: "Ich komme erst heraus, wenn ich meinen Körper völlig akzeptieren kann." Das fiel ihr wohl nicht leicht: "Ich fing beim Anblick meines leicht alternden Körpers und Gesichts im Vergrößerungsspiegel zu heulen an." Die 62-Jährige ist jedoch der Meinung, dem Altern nicht "ganz machtlos" gegenüber zu stehen, denn man könne "den Prozess enorm verlangsamen, wenn man sich zusammenreißt, diszipliniert isst und viel trainiert."Um sich fit zu halten setzt Stone demnach vor allem auf ein Workout: "Ich fühle mich am lebendigsten, wenn ich tanze", sagte die US-Amerikanerin. "Ich tanze mir mindestens drei oder vier Nächte pro Woche die Seele aus dem Leib!" Im vergangenen Jahr hatte Stone, in einem Interview erzählt, dass sie den Schlaganfall fast nicht überlebt und mehrere Jahre für die Genesung gebraucht hätte. Berühmt wurde Stone in der Rolle als Catherine Tramell 1992 im Film "Basic Instinct". Zuletzt spielte sie unter anderem in der Satire "Die Geldwäscherei" mit. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Von Israel zurück nach Deutschland: Ich erlag dem Charme der Sperrstunde
    Vor einer Woche rief mich meine Mutter aus Berlin-Steglitz in Tel Aviv an, um mir mitzuteilen, dass Russland seinen Flugverkehr einstellt. Wahrscheinlich war das der Moment, in dem mich die weltweite Pandemie erfasste, am Zipfel meines Schlaf-T-Shirts. Ich putzte mir gerade die Zähne. Meine Mutter hatte die Nachricht auf Deutschlandradio gehört. Sie ist 82 Jahre alt und befindet sich in der Isolierung. In Steglitz, einem Berliner Stadtteil, der für mich auch ohne Coronavirus nach Isolation klingt. Sie liest Kafka, den SPIEGEL, hört Deutschlandradio und sieht aus dem Fenster. Meine Schwester bringt ihr Essen an die Tür. "Was machst du jetzt?", fragt meine Mutter."Mal sehen", sage ich. Ich hatte meine Rückreise nach Berlin gut geplant, zumindest für meine Verhältnisse. Ich hatte ein Umzugsunternehmen bestellt und einen Flug, ich war mit meinem Kater beim Tierarzt in Jaffa und beim Veterinäramt in Aschkelon gewesen, um mir bestätigen zu lassen, dass er gesund genug sei, um nach Deutschland einreisen zu dürfen. Ursprünglich wollten wir mit El Al zurück, aber dieser Flug war vor einer Woche gestrichen worden. Die letzte Möglichkeit, Israel mit Katze zu verlassen, schien Aeroflot. Sechs Stunden Aufenthalt in Moskau. Vorgestern hatte es noch einen Direktflug mit Easyjet gegeben, aber die nehmen keine Haustiere mit. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Bochum: Mädchen betäubt und missbraucht – Mann zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt
    Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen ist nach einer Serie von Missbrauchstaten an betäubten Mädchen und Frauen zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Darüber hinaus ordnete das Bochumer Landgericht die anschließende Sicherungsverwahrung an - zum Schutz der Allgemeinheit. Der Angeklagte hatte seine Opfer mit Medikamenten sediert. Die Taten hatte der 55-Jährige auf Video aufgenommen.Im Prozess war der Mann aus der Stadt Datteln bei Recklinghausen weitgehend geständig. Das Urteil lautet auf Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, gefährliche Körperverletzung und Herstellung von Kinderpornografie.Antidepressiva und Schlafmittel im Getränk"Es liegt auf der Hand, dass Sie ein gefährlicher Hangtäter sind", sagte Richter Stefan Culemann bei der Urteilsbegründung. Die Neigung des Angeklagten, Frauen und Mädchen sexuell zu missbrauchen sei so stark, dass es immer wieder zu weiteren Taten kommen könne. Der angeklagte Briefzusteller hat laut Urteil zwischen 2013 und 2018 mindestens sieben Mädchen und zwei Frauen betäubt, vergewaltigt oder anderweitig sexuell missbraucht. Um sie zu betäuben nutzte er Schlafmittel oder Antidepressiva, die ihm selbst verschrieben worden waren. Diese mischte er seinen Opfern heimlich ins ihr Getränk.Prozess unter Ausschluss der ÖffentlichkeitDie Opfer waren Freundinnen seines Sohnes oder Kinder von Frauen, die er über das Internet kennengelernt hatte. Einige der jüngeren Betroffenen wissen bis heute nicht, was überhaupt mit ihnen passiert ist. Aufgefallen war die Missbrauchsserie nachdem eines der Mädchen am Tag nach einem Übernachtungsbesuch in der Wohnung des Angeklagten noch immer stark benommen war. Zum Schutz der Opfer fand der Prozess vor der 8. Strafkammer fast komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Wetter in Deutschland: Hoch “Keywan” bringt sommerliche Temperaturen
    Deutschland steht ein Wochenende mit fast schon sommerlichen Temperaturen bevor. Vor allem entlang des Rheins locken laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Sonntag Höchstwerte von bis zu 22 Grad und Sonnenschein nach draußen. Politiker, Behörden und Kommunen mahnen jedoch eindringlich, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen einzuhalten und auf Aufenthalte im Freien zu verzichten. Vielerorts wurden die Parkplätze beliebter Ausflugsziele und Naherholungsgebiete daher gesperrt. Ursache für den Wetterumschwung ist Hoch "Keywan", das aus Süden sehr milde Luft nach Deutschland bringt. "Der Zustrom der kalten Luft hat inzwischen nachgelassen, und an diesem Wochenende verlagert sich das Hoch von Westeuropa nun Richtung Mitteleuropa", sagte eine DWD-Meteorologin. Während es am Samstag in der Osthälfte Deutschlands mit 8 bis 14 Grad noch verhältnismäßig kühl ist und sich die Sonne erst im Laufe des Tages gegen die Wolken durchsetzt, steigt in der Westhälfte die Temperatur bereits auf 13 bis 17 Grad.Am Montag bis zu 23 GradAm Sonntag und vor allem am Montag wird in vielen Regionen die 20-Grad-Marke deutlich überschritten. Am Montag können es bei viel Sonne sogar 23 Grad werden. Nur ganz im Nordosten bleibt das Thermometer bei 14 Grad stehen. Selbst nachts gibt es ab Dienstag zunächst keinen Frost mehr. In den meisten Regionen gehen die Temperaturen gerade einmal auf 9 bis 2 Grad zurück. Um mögliche Ausflügler fernzuhalten, riegelt die Polizei im Rheingau die Zufahrten zu Sehenswürdigkeiten ab. Betroffen sind unter anderem das Kloster Eberbach, die Schlösser Vollrads und Johannisberg sowie das Niederwalddenkmal oberhalb der Stadt Rüsselsheim, wie das zuständige Polizeipräsidium in Wiesbaden mitteilte.In den engen Gassen der Touristen-Hochburgen und an den Ausflugszielen am Rhein könnte andernfalls der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden, begründete die Behörde die Maßnahme. In Frankfurt am Main will die Polizei mit einer Drohne kontrollieren, ob sich in den Parks bei dem schönen Frühlingswetter nicht zu viele Menschen auf einmal aufhalten. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Coronavirus: Mann aus Bamberg kommt wegen mehrerer “Corona-Partys” ins Gefängnis
    Ein 34-Jähriger aus Bamberg muss wegen sogenannter Corona-Partys bis zum Ende der bayerischen Ausgangsbeschränkungen im Gefängnis bleiben. Innerhalb der vergangenen Woche seien Polizisten viermal zu der Wohnung des Manns gerufen worden, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken mit. Als er am Donnerstagabend erneut mit vier Bekannten bei Alkohol gefeiert habe, hätten die Beamten den "unbelehrbaren Bewohner" in Gewahrsam genommen. So sollten weitere Delikte unterbunden werden.Ein Richter bestätigte die Verlängerung des Gewahrsams bis zum 19. April. Daraufhin lieferten die Polizisten den 34-Jährigen laut Mitteilung in eine Justizvollzugsanstalt ein. Außer dem Festgenommenen erhielten auch dessen Gäste Anzeigen. Den "wenig kooperativen Personen" drohen Bußgelder wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern nahm die Polizei laut Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) rund 300.000 Kontrollen vor, diese betrafen auch die Gastronomie und Geschäfte. Allein bei der Ausgangsbeschränkung wurden laut Herrmann rund 25.000 Verstöße festgestellt. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Coronavirus: Verband fordert Notfallbetreuung für Kinder von schwer Erkrankten
    Die Berlinerin Maria Z., 50, Mutter einer Sechsjährigen, hat Angst. "Wenn ich an Corona erkranke und plötzlich ins Krankenhaus muss, wer nimmt dann meine Tochter?" Ihre Mutter kommt jetzt nicht über die Grenze: Sie lebt in Italien. Zum Vater des Kindes hat die Journalistin keinen Kontakt. Schon früher, wenn sie bei einer Grippe hohes Fieber hatte, sei wegen der Ansteckungsgefahr niemand gekommen, um sie und das Kind zu versorgen. "Das Problem ist jetzt viel gravierender: Wenn ich notfallmäßig in die Klinik müsste, trüge meine Tochter wahrscheinlich auch schon das für jeden Betreuer potenziell tödliche Virus." Maria und viele andere haben sich mit ihrer Sorge an den Verband der alleinerziehenden Mütter und Väter (VAMV) gewandt. Der Verband fordert dringend Notfällpläne für die Betreuung von Kindern alleinerziehender Eltern, die schwer an Corona erkrankt sind. "Wenn eine Alleinerziehende unverzüglich ins Krankenhaus muss, haben wir ein ernsthaftes Problem", sagt die VAMV-Vorsitzende Daniela Jaspers, "insbesondere wenn kein Kontakt mehr zum anderen Elternteil besteht." Fast ein Fünftel aller alleinerziehenden Mütter haben keinen Kontakt zum Vater des Kindes, wie eine Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach von 2017 zeigt. Inobhutnahme seitens der JugendämterVom SPIEGEL stichprobenartig befragte Bundesländer wirken wenig vorbereitet. Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein verweisen darauf, dass in solchen Fällen etwa eine "Inobhutnahme" seitens der Jugendämter in den dafür zuständigen Kommunen infrage käme. Dabei werden Kinder in der Regel von Erziehern oder in Pflegefamilien betreut. Nicht zu bedenken scheinen Behörden, dass diese Kinder selbst mit Covid-19 infiziert sein könnten. "Zudem wären kleine Kinder völlig verstört, wenn sie plötzlich von einer Mutter getrennt würden, die vielleicht schon seit Tagen Fieber hat", sagt Jaspers, "das ist ein ganz anderes Szenario, als wenn bei der typischen Inobhutnahme ein vernachlässigtes Kind geborgen wird." In Berlin, mit rund 100.000 Alleinerziehenden auch Hauptstadt der Single-Eltern, antwortete die Senatsverwaltung für Familie: "Eine solche Konstellation ist hier bisher nicht bekannt." Je nach Lage der Dinge, hieß es weiter, würden die Kinder wohl selbst in der Quarantänestation eines Krankenhauses behandelt oder aber es würden Maßnahmen der "Hilfen zur Erziehung" greifen. Auf mehrere Bitten um Konkretisierung hin wurde auf die Senatsverwaltung für Gesundheit verwiesen. Doch reagierte diese auf zwei SPIEGEL-Anfragen dazu mehr als 48 Stunden lang nicht. Hamburgs Sozialbehörde schreibt, "dass in dem hypothetischen dargestellten Szenario üblicherweise auf Unterstützung aus dem familiären oder räumlichen Umfeld zurückgegriffen würde". Neben Verwandten würden beispielsweise Bekannte und Nachbarn in Frage kommen. Sorge um das KindeswohlThorsten Claus, 42, alleinerziehender Vater mit alleinigem Sorgerecht, findet diese Vorstellung befremdlich. Als der Lockdown begann, ist er mit schlechtem Gewissen mit seiner zweijährigen Tochter von Berlin zu seinen Eltern nach Westfalen gefahren. "Eigentlich sind doch alle angehalten, Großeltern vor dem Ansteckungsrisiko zu bewahren", sagt Claus. Sobald die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden, will der Blogger mit seinem Kind wieder nach Berlin. Doch auch er macht sich Sorgen, was wäre, wenn er in der Großstadt im Fall einer Ansteckung vom Quarantänefall zum Notfall würde. "In dem Fall hätte ich weder Zeit, noch schnell zu meinen Eltern zu fahren, noch würde ich ihnen oder Freunden das Risiko zumuten wollen, meine infizierte Tochter zu nehmen." Einzig der Stadtstaat Bremen scheint vorbereitet auf dieses Szenario. Dort seien Mitarbeiter der Inobhutnahme bereits "für Infektionsschutzaspekte" geschult. "Summarisch gilt", so ein Sprecher des Bremer Sozialsenats: "In der Abwägung rangiert die Sorge um das Kindeswohl bei einem ansonsten unversorgten Säugling oder Kleinkind höher als die Sorge vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus".Bedingungsloses Grundeinkommen für Alleinerziehende?Alleinerziehende treiben derzeit auch andere existenzielle Sorgen um. Die Initiative Fair für Kinder (FfK) sowie die Mütterinitiative für Alleinerziehende rufen in einem Offenen Brief die SPD-Bundesminister Hubertus Heil und Olaf Scholz dazu auf, Alleinerziehenden während der Dauer der Pandemie ein bedingungsloses Grundeinkommen auszuzahlen, ein "Krisen-BGE plus". Betroffene Mütter und Väter sollten zusätzlich zu einem von einer Bundestagspetition geforderten 1000 Euro Grundeinkommen 200 Euro für jedes ihrer Kinder monatlich erhalten, fordern die Initiativen.Denn diese Gruppe habe schon in normalen Zeiten das höchste Armutsrisiko in Deutschland und sei von den Corona-bedingten Belastungen besonders stark betroffen. Der Brief kann auf der Webseite der Initiative zum Selbstversand abgerufen werden. Zentraler Appell: "Wir fordern jetzt hier und heute von Ihnen ein Notplan für Alleinerziehende!" Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Corona-Krise: Wie soll es an Schulen und Unis weitergehen?
    Bis nach Ostern soll der Shutdown in Deutschland noch dauern. Wann und wie er endet, ist ungewiss. Die Wissenschaftsminister der Länder haben sich dennoch auf einige Eckpfeiler verständigt, ob, wie und wann der Lehrbetrieb an deutschen Unis in den kommenden Wochen aufgenommen werden soll. Das Sommersemester an den Hochschulen soll demnach trotz Coronakrise in ganz Deutschland stattfinden und am 20. April beginnen. Es werde "ein ungewöhnliches, es soll jedoch kein verlorenes Semester sein", teilte die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag nach der Einigung mit. Man wolle die nötigen Rahmenbedingungen für einen möglichst reibungslosen Lehr- und Forschungsbetrieb schaffen."Die Hochschulen und die Studierenden brauchen jetzt Klarheit", sagte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) zu der Einigung. Den Vorlesungsbeginn immer wieder zu verschieben, helfe nicht. Ziel sei aber, dass die Lehrangebote zunächst möglichst umfangreich digital angeboten würden. Studierenden ein Semester "schenken""Aus dem Umstand, dass Leistungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht erbracht werden können, soll den Studierenden kein Nachteil entstehen", heißt es vom Hamburger Senat. Zuvor hatten Verbände und Studierendenvertreter gefordert, das Semester dürfe nicht auf die Regelstudienzeit oder die Förderung beim Bafög angerechnet werden. Der Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, hatte gefordert, den Studierenden solle das Semester "geschenkt" werden.Wie die KMK weiter mitteilte, sollen die Vorlesungen an Universitäten und Fachhochschulen im Wintersemester einheitlich am 1. November beginnen. Die Bewerbungsportale bei der Stiftung für Hochschulzulassung für das Wintersemester würden zudem frühestens am 1. Juli geöffnet, hieß es. Zudem würden Bewerbungs- und Zulassungsfristen für das Wintersemester angepasst, um den nach hinten verlegten Abiturprüfungen Rechnung zu tragen. Mehrere Bundesländer hatten in den vergangenen Tagen den Beginn der schriftlichen Klausuren wegen der Coronakrise verschoben."Schulen werden nicht mehr sein wie vor Corona"Ob und wann die Schulen zu ihrem bisherigen Alltag zurückkehren können, ist derzeit völlig ungewiss. Nach Einschätzung von Lehrerverbänden, Bildungspolitikern und -gewerkschaften wird auch bei Lockerungen der strengen Anti-Corona-Maßnahmen für längere Zeit keine Normalität einkehren. "Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten - das alles werde es erst mal nicht mehr geben.Falls die Schulen nach den Osterferien wieder schrittweise geöffnet werden sollten, könnten laut Meidinger zunächst die Abschlussklassen wieder zurückkommen. Diese Schüler benötigten die Schule jetzt wegen der Prüfungen am dringendsten. Unter Umständen sollten sei mit Mundschutz in die Schulen kommen. "Unterstützend kann man sich vorstellen, die Schüler weiter auseinanderzusetzen", sagte der Schulleiter.Eisenmann: Unterricht im SchichtwechselDie baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann geht ebenfalls davon aus, dass der Unterricht wohl nur schrittweise wieder beginnen kann. "Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass wir direkt nach den Osterferien wieder von null auf hundert starten", sagte die CDU-Politikerin der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Denkbar sei vielmehr, dass zunächst nur einige Klassen in die Schulen zurückkämen, um die Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten. So könnten an den Grundschulen an einigen Tagen die Klassen eins und zwei kommen, an den anderen die Klassen drei und vier. Denkbar sei auch, dass die Abschlussklassen zurückkämen, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten.Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte: "Es bleibt dabei: Wir fahren auf Sicht. Wenn die Bundesregierung derzeit nicht sagen kann, wie es ab dem 20. April weitergeht, können wir auch noch nicht absehen, welche Entwicklungen für das Schulleben wir erwarten."Eine schrittweise Öffnung sei sicherlich ein Weg. "Herausforderung bleibt trotzdem, dass der Platz in den Klassenräumen nicht groß genug ist, um auch nur annähernd einen entsprechenden Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu gewährleisten. Hier braucht es kreative Lösungen, um die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte zu schützen." Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Harald Schmidt über den Formel-1-Chef: Danke, Bernie Ecclestone!
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    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Burg Rheinfels: Haus Hohenzollern und Stadt St. Goar einigen sich auf Vergleich
    Der Rechtsstreit zwischen dem Chef des Hauses Hohenzollern und der Stadt St. Goar um die Burg Rheinfels ist beendet. Die Parteien haben sich gütlich geeinigt, der sechste Zivilsenat hat das Zustandekommen des Vergleichs festgestellt, wie das Oberlandesgericht Koblenz mitteilte. Daher sei der Termin zur mündlichen Berufungsverhandlung in der kommenden Woche aufgehoben worden. Wie die Anwältin von St. Goar mitteilte, hat sich der Vergleich seit Januar nicht mehr wesentlich verändert. Die Stadt wird demnach künftig eng mit der gemeinnützigen Prinzessin-Kira-von-Preußen-Stiftung zusammenarbeiten, die sozial benachteiligte Jugendliche fördert. Zur Unterstützung werde der Eintrittspreis der Burgruine um einen Euro angehoben. Geplant seien Ferienaufenthalte und Projekte für Mädchen und Jungen.Das Land hat sich nach Angaben des rheinland-pfälzischen Kulturministers Konrad Wolf (SPD) mit allen Forderungen durchsetzen können. Dem Haus Hohenzollern stehen demnach keine Ansprüche an der Burgruine, dem Schlosshotel und den umliegenden Grundstücken zu. Burg war bis 1924 im Besitz der HohenzollernDie schräg gegenüber des Loreley-Felsens über dem Rhein thronende Burg war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz der Hohenzollern. 1924 wurde die Stadt St. Goar Eigentümerin, mit der Auflage, das Gemäuer nicht zu verkaufen. 1998 schloss sie mit dem Hotel neben der Burgruine einen Erbpachtvertrag für 99 Jahre - mit der Option auf eine ebenso lange Verlängerung.Dagegen klagte der Prinz von Preußen. Er hatte im Juni 2019 anlässlich des Prozesses am Landgericht Koblenz betont, dass dieser Vertrag einem Verkauf gleichkomme. Das Gericht wies die Klage ab, woraufhin der in Potsdam lebende Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Berufung beim Oberlandesgericht (OLG) Koblenz eingelegt hatte. Rheinfels ist eine der größten Burgruinen am Oberen Mittelrhein und soll bei der dort geplanten Bundesgartenschau 2029 zu einem zentralen Höhepunkt werden. Noch ist die Anlage allerdings ein Sanierungsfall. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Schweinfurt: Mann zerkratzt Hunderte Autos – zweieinhalb Jahre Haft
    Das Landgericht Schweinfurt hat einen jungen Mann zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, weil er hunderte Autos zerkratzt hat. Er sei wegen Sachbeschädigung schuldig gesprochen worden, sagte ein Gerichtssprecher. Nach 24 Verhandlungstagen sah es die Große Strafkammer als erwiesen an, dass der Student insgesamt 406 Autos mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt und dabei einen Schaden von rund 440.000 Euro angerichtet hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.Soko "Lackkratzer"Das Motiv des Täters blieb unklar. Im Prozess hatte der Mann die Aussage verweigert. Auch eine verminderte Schuldfähigkeit sah das Gericht nicht. Ein psychiatrischer Gutachter hatte keine Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Täters festgestellt.Eine Sonderkommission namens "Lackkratzer" hatte wochenlang nach dem Täter gesucht. Schließlich konnte der Angeklagte im April 2018 auf frischer Tat gefasst werden. Eine Anwohnerin hatte nachts in Schweinfurt Kratzgeräusche gehört und die Polizei gerufen. Beamte trafen in Tatortnähe auf den heute 26-Jährigen. Er soll eine Schraube dabei gehabt haben. Aktenzeichen: 5 Js 4541/18 Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Stella McCartney und Drew Barrymore rutschen auf Decken eine Treppe runter
    Wegen der Coronakrise sitzen viele Menschen zu Hause fest. Sie treffen keine Freunde, arbeiten in den eigenen vier Wänden. Doch was fängt man mit der Zeit an, die die soziale Isolation einem bringt? Stella McCartney hat sich da etwas ausgedacht. Was, das zeigte die Designerin vor wenigen Tagen auf Instagram. In einem Video rutscht sie auf einer Decke ihre Treppe herunter. "Versucht das nicht zu Hause!", schrieb sie. "Meine Treppe beschäftigt mich... und was macht ihr so, um die Zeit zu füllen?" Drew Barrymore nahm die Warnung der 48-Jährigen offenbar nicht allzu ernst. Sie folgte McCartneys Beispiel, hüllte sich in einen Teppich und setzte sich an den obersten Absatz ihrer Treppe. Doch der Rutschversuch klappte nicht so rasant wie bei ihrem Vorbild. Das zeigt ein Video, das die Schauspielerin auf Instagram veröffentlichte. "Stella McCartney, für dich werde ich alles ausprobieren", schrieb Barrymore dazu. Außerdem unterließ sie es nicht, Moderator Jimmy Fallon unter dem Hashtag #StellaStaircase challenge für's Treppenrutschen zu nominieren. Wesentlich entspannter geht hingegen Musikerin Patti Smith mit der Treppe in ihrem Haus um. Sie nutzt sie, um darauf zu sitzen und ein Gedicht vorzulesen. Stella McCartney gefällt das. Die Sängerin würde damit die #StellaStaircase-Herausforderung anders und sicherer angehen, schrieb die Designerin.In den USA werden unterdessen die Maßnahmen gegen das Coronavirus hochgefahren. Binnen 24 Stunden verzeichnete das Land die weltweit höchste Zahl von Covid-19-Toten. Laut der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Mittwoch 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Donnerstagabend 1169 Todesfälle registriert.  Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Corona-Krise: Eltern dankbar für digitale Geräte
    "Leg' doch mal das Ding weg": Wenn Kinder und Jugendliche zu viel Zeit mit ihren digitalen Geräten verbringen, sorgt das nicht selten für Streit in der Familie. Doch die Coronakrise scheint dieses Naturgesetz zwischen Eltern und Kindern gerade auszuhebeln. Wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse KKH ergab, zeigen nahezu alle Eltern (93 Prozent) Verständnis dafür, dass der Nachwuchs seit Beginn der Schulschließungen häufiger vor Smartphone, Laptop, Tablet oder Spiele-Konsole hängt als sonst.Jungen sitzen häufiger vor der Spielekonsole95 Prozent der befragten Eltern gab an, ihre Kinder nutzten technische Geräte in der aktuellen Ausnahmesituation häufiger als sie es normalerweise tun. Rund drei Viertel der Kinder und Jugendlichen sitzen vermehrt vor dem Computer, etwa um für die Schule zu arbeiten oder Videos anzuschauen. Gut die Hälfte greift häufiger zum Smartphone als noch vor der Verbreitung des Virus in Deutschland. Vor allem Jungen verbringen mehr Zeit mit ihren Spielekonsolen.Die Eltern reagieren darauf weitgehend gelassen: Jeder Zweite hält die Geräte für eine gute Möglichkeit für das Kind, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, solange sie sich nicht treffen können. Gut jeder Dritte ist sogar froh, dass es diese digitalen Möglichkeiten gibt - schließlich können sich viele Eltern nicht durchgehend mit ihren Kindern beschäftigen, weil sie im Homeoffice arbeiten, sich um kranke Angehörige oder den Haushalt kümmern müssen. Jeder Vierte ärgert sich zwar über die längeren Nutzungszeiten seines Kindes, akzeptiert sie aber notgedrungen. 16 Prozent der befragten Eltern sorgt sich in der aktuellen Situation um die Gesundheit des Nachwuchses, weil Kinder und Jugendliche sich durch Kontakt- und Ausgangssperren häufig weniger bewegen als normalerweise.Gleichzeitig, so zeigt die Eltern-Umfrage, nutzen 52 Prozent der 6- bis 18-Jährigen diese Tage, um bewusst zu entspannen und mehr zu schlafen. Mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen verbringt häufiger Zeit an der frischen Luft, in Gärten oder Parks - sofern keine Ausgangssperre besteht. Rund ein Fünftel treibt mehr Sport - und das, obwohl zahlreiche Vereine und Sport-Clubs ihr Angebot in der Coronakrise stark einschränken mussten.Forsa befragte dafür Ende März mehr als 500 Eltern schulpflichtiger Kinder bis 18 Jahre mithilfe eines Online-Panels. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Coronakrise und Bildungspolitik: Bye bye, Sommerferien
    Normalität. Das ist der Maßstab, an dem die Situation in Klassenzimmern und Hörsälen immer noch gemessen wird: Wie weit sind wir, am Ende von Schulschließungswoche Nummer drei, von einem normalen Unterrichtsalltag entfernt? Und wie kommen wir, möglichst schnell, wieder zurück in diese Normalität mit gemeinsamem Lernen im Klassenverband und Seminargruppen in der Uni, mit Kinderlärm auf dem Schulhof und dem Mensa-Besuch in der Mittagspause? Alles noch in Sichtweite, suggerieren uns die Bildungsministerinnen und -minister der Republik. Und klammern sich krampfhaft an Abiturprüfungstermine, die allenfalls um ein paar Tage verschoben werden, an Arbeits- und Hausaufgaben, bei denen noch ein Hauch von früherem Alltag mitschwingt, und an Regularien, die aus einer ganz anderen Zeit stammen. Wer ausschert aus diesem Chor der Beschwichtiger, wird schnell wieder auf Linie gebracht - so wie die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien, die es gewagt hatte, einen Verzicht auf die abschließenden Schulprüfungen vorzuschlagen. Mehr zum Thema Zwischen Säugling, Skype-Unterricht und Yoga-Tutorial Zwischen Säugling, Skype-Unterricht und Yoga-Tutorial Dabei ist längst klar: Normal ist in diesem Schuljahr überhaupt nichts mehr – nicht das Lernen, nicht das soziale Umfeld, nicht die psychologische Belastung. Das gilt für Grundschüler und Abiturienten, für Studierende und Lehrkräfte in allen Teilen des Bildungssystems. Und selbst wenn Ende April – was ich stark bezweifle – Schulen und Hochschulen wieder geöffnet werden, werden wir Wochen brauchen, um wieder so etwas wie Alltag herzustellen. Deshalb sollten wir aufhören, uns in die Tasche zu lügen: Nein, bis zum Sommer wird es kein normales Lernen mehr geben. Zeit für radikale IdeenVon dieser Illusion können wir uns also verabschieden – und uns stattdessen lieber Zeit nehmen für ungewöhnliche Vorschläge und radikale Ideen: nicht als Anordnung von oben, sondern als Diskussionsmaterial für alle, denen die Bildung wichtig ist und die in der aktuellen Krise nach neuen Wegen suchen. Der Vorschlag, auf die Abitur-Abschlussprüfungen und die des Mittleren Schulabschlusses zu verzichten, war so eine Idee, deren Debatte leider sofort wieder abgewürgt wurde. Und warum eigentlich sollten wir die Sommerferien nicht in den Herbst verschieben? Ob die für Juli oder August gebuchten Reisen überhaupt angetreten werden können, steht völlig in den Sternen. Dass Eltern, die jetzt schon ihre Urlaubstage zur Kinderbetreuung opfern, dann überhaupt noch ein nennenswertes Kontingent an verfügbarer freier Zeit haben, ist ohnehin fraglich. Und auch der Reisebranche wäre geholfen, wenn klar wäre: Die großen Ferien gibt es diesmal im September und Oktober. Selbstverständlich wäre das ein massives Abweichen von der Normalität. Selbstverständlich würde uns das vor riesige Herausforderungen stellen – organisatorisch, aber auch gesellschaftlich und nicht zuletzt innerhalb der Familien.Aber mal ganz ehrlich: Sehen wir uns nicht schon längst solchen riesigen Herausforderungen gegenüber? Bei der Corona-Welle stehen wir noch immer am Anfang, hat das Robert Koch-Institut am Freitag erklärt. Wer da immer noch kommuniziert, dass die Probleme bis Ende April oder Anfang Mai vielleicht geklärt sind und dann wohl der Unterricht wieder starten könnte, hat ganz offenkundig ein Problem mit der Realität.
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    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Seniorenheime in der Corona-Krise: “Oma ging es gar nicht gut”
    Von Felix Bohr, Lisa Duhm, Sarah Heidi Engel, Michael Fröhlingsdorf, Hubert Gude und Katja ThimmDraußen vor der Eingangsschleuse hängt jetzt ein Spender mit Desinfektionsmittel. Jeder, der das Pflegeheim "Haus Ilse" in Norderstedt bei Hamburg betreten will, muss sich gründlich die Hände reinigen. Die meisten der 66 Bewohner sind hochbetagt, dement, pflegebedürftig. Sie brauchen Hilfe im täglichen Leben. In normalen Zeiten verlassen sie das Haus manchmal zu begleiteten Spaziergängen oder Arztbesuchen. Nun müssen alle drinnen bleiben. Die Leiterin Julia Garber hat von der Aufsicht die Anweisung bekommen, die Bewohner am besten in ihren Zimmern zu isolieren. Die Pfleger sollen Schutzkleidung und Masken tragen. "Sonst waren wir immer darauf bedacht, uns nicht selbst mit Keimen anzustecken", sagt Garber. "Jetzt ist es umgekehrt. Wir hoffen, dass wir niemanden infizieren."Jede Ansteckung könnte tödlich sein. Das Coronavirus gefährdet vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Viele leiden an Bluthochdruck, Herz- oder Lungenproblemen. Von den ersten 800 Todesopfern der Seuche in Deutschland waren 70 Prozent über 70 Jahre alt. Besonders Alten- und Pflegeheime sind von Covid-19 bedroht. Rund 14.500 solcher Einrichtungen gibt es hierzulande, 818.000 Senioren leben dort, auf engem Raum. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff in Australien: Deutscher Passagier stirbt in Klinik
    Ein Deutscher ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Der Mann war Passagier des im Westen Australiens festsitzenden Kreuzfahrtschiffs "Artania". Es handele sich um einen Mann in den Sechzigern, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Er gehörte zu den Passagieren, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren. Die Angehörigen seien informiert, hieß es weiter.Die "Artania", bekannt aus der ARD-Dokuserie "Verrückt nach Meer", liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren. Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen, Dutzende kamen in australische Krankenhäuser. Die nähere Zukunft des Kreuzfahrtschiffs ist nach jüngsten Angaben des deutschen Reiseveranstalters Phoenix-Reisen weiter unklar. Es liege noch kein Zeitplan für eine Abreise aus den westaustralischen Gewässern vor. Der Regierungschef des Bundesstaates Westaustralien forderte, dass das Schiff schnellstmöglich zurück nach Deutschland fährt. Man wolle nicht, dass die "Artania" andere Schiffe anziehe, nur weil sie im Hafen von Fremantle habe anlegen dürfen.In Australien machen Fälle von Kreuzfahrtschiffen mindestens 20 Prozent der bisher bestätigten Coronavirus-Fälle aus - dies sind mehr als 5300. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020