Spiegel Online Panorama

  • Die Bilder der Woche: Auf der Suche nach dem glücklichsten Mann der Welt
    Schurz? Egal! Männer in Lendenschurz bereiten sich vor, sich einen Holzstab zu schnappen, der von einem Priester geworfen wird. Die weitgehend nackten Herren, die sich im buddhistischen Saidai-ji-Tempel nahe der Stadt Nara um das Stöckchen bemühen, haben allen Grund dazu: Derjenige, der den Stock fängt gilt als "glücklichster Mann des Jahres".Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 22-02-2020
  • Hanau- und Halle-Anschläge: “Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen”
    SPIEGEL: Herr Cagac, was haben Sie gedacht, als Sie von den Vorfällen in Hanau erfuhren?Cagac: Die Bilder aus Hanau wecken viele negative Gefühle in mir. Es erinnert mich alles an den Anschlag bei uns am 9. Oktober 2019. Mein erster Gedanke war: Jetzt passiert das noch mal! SPIEGEL: Sehen Sie Parallelen zwischen den rechtsextremen Anschlägen auf die Synagoge und Ihren Imbiss in Halle und dem Anschlag auf den Kiosk und die Shishabar in Hanau? Cagac: Ja. Ich denke, der Täter von Halle hat eigentlich nur den Weg frei gemacht für eine weitere Welle von ähnlichen rechtsextremen Tätern in Deutschland. Diese potenziellen Verbrecher haben sich nach Halle gesagt: "Dieser Dummkopf hat es verbockt. Jetzt mach ich's richtig."SPIEGEL: Beide Täter haben ein Video veröffentlicht…Cagac: Das Video des Attentäters von Halle ist im Oktober um die Welt gegangen. Die Leute schauen diese Videos online, radikalisieren sich weiter, teilen Verschwörungstheorien, bauen ihre Waffen selbst. Ich finde es nicht gut, wenn Medien und Redaktionen auch nur Ausschnitte solcher Videos zeigen. SPIEGEL: Bei dem Anschlag in Hanau sind neun Menschen bei einem rassistisch motivierten Attentat getötet worden. Viele sind Deutsche mit ausländischen Wurzeln. Sie, Herr Cagac, sind selbst auch türkisch-kurdisch-stämmiger Deutscher. Was bedeutet das für Sie?Cagac: Ich fühle mit den Familien und Angehörigen der Opfer. In unserer türkischen und kurdischen Gemeinschaft ist der Familienzusammenhalt sehr groß, das wird den Angehörigen jetzt sicher helfen. Aber auch in Deutschland ist die Solidarität enorm hoch. Nach dem Anschlag auf meinen Imbiss im Oktober habe ich überwältigenden Zuspruch und Unterstützung bekommen. Ich bin mir sicher, dass auch die Familien der Opfer in Hanau diese erhalten werden. Früher haben in Halle immer alle gesagt, die Fußballfans des Halleschen FCs - der Lieblingsverein des Opfers Kevin S. - wären alle rechts. Aber dem ist nicht so. Viele kamen jeden Tag vorbei, haben meine Mitarbeiter und mich gefragt, wie es uns geht. SPIEGEL: Sie sind nach dem Anschlag in Halle häufig in die Öffentlichkeit getreten, zuletzt schenkten Sie Ihren Mitarbeitern den Imbiss. Wie macht man nach so einem Anschlag?Cagac: Für meine Mitarbeiter und mich war das alles sehr traumatisierend. Aber ich habe nicht nachgelassen und gekämpft. Nur weil ein Irrer in meinen Laden gekommen ist, kann ich heute nicht immer noch Angst haben. Ich würde den Hanauer Familien sagen: Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen, denn dann hätten die gewonnen.SPIEGEL: Sie haben nach dem Anschlag von Halle auch an den Bundespräsidenten appelliert. Haben Sie eine Forderung an die Politik? Cagac: Ich denke, ich spreche für die meisten in unserer Gesellschaft, wenn ich sage: Wir haben diese Verbrechen jetzt alle gesehen und wissen, so kann es nicht weitergehen. Wir wollen, dass dieser rechte Terror ein Ende hat. Da sind auch die Behörden gefragt, rechte Netzwerke im Internet aufzudecken und illegale Onlinekäufe von Waffen zu unterbinden. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 22-02-2020
  • Die “Ritze” auf der Reeperbahn: Hamburgs berühmteste Kiezkneipe
    Die "Ritze" auf der Reeperbahn Hamburgs berühmteste Kiezkneipe Kampfsport und Feiern gehören in "Ritze" seit mehr als 40 Jahren zusammen. In der Kiezkneipe war das Hamburger Rotlicht Stammgast und im legendären Boxkeller trainierten Sportlegenden. 21.02.2020, 23:34 Uhr Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Prinz Harry und Herzogin Meghan müssen auf Marke “Sussex Royal” verzichten
    Prinz Harry und Herzogin Meghan müssen ab Frühjahr auf ihren Markennamen "Sussex Royal" verzichten. Aufgrund der "spezifischen Regeln der britischen Regierung" für die Verwendung des Wortes "Royal" sei zudem vereinbart worden, dass die neue Stiftung des Paares nicht den Namen "Sussex Royal Foundation" tragen werde, erklärte die Sprecherin von Harry und Meghan. Harry und Meghan hatten die Marke "Sussex Royal" im vergangenen Jahr nach der Trennung ihres Haushalts von dem von Harrys älterem Bruder Prinz William und dessen Frau Kate gegründet. Sie nutzen den Namen bisher für ihr Instagram-Konto, dem 11,2 Millionen Nutzerinnen und Nutzer folgen. Außerdem hatten sie ihn bereits als Markennamen für verschiedene Produkte wie Bücher und Kleidungsstücke angemeldet. Die eingereichten Markenanmeldungen seien zurückgenommen werden, sagte die Sprecherin.Königliche Pflichten enden am 31. MärzDas Paar hatte am Mittwoch angekündigt, sich am 31. März offiziell aus ihren königlichen Pflichten zurückzuziehen und ab dem 1. April keine offiziellen Termine mehr im Auftrag von Königin Elizabeth II. wahrzunehmen. Ihnen steht demnach ab diesem Zeitpunkt auch kein Büro mehr im Buckingham-Palast zur Verfügung. Zudem werden sie künftig offiziell von ihrer Stiftung vertreten. Sie seien "nicht länger aktive Mitglieder der königlichen Familie", hieß es in einer Mitteilung der Queen. Es gab jedoch auch versöhnliche Töne. "Harry, Meghan und Archie werden immer geliebte Mitglieder der Familie bleiben", schrieb die Monarchin weiter.Harry und Meghan hatten zu Jahresbeginn überraschend - und offenbar ohne die Queen vorher zu konsultieren - ihren Rückzug von royalen Aufgaben verkündet. Außerdem plane man, künftig finanziell auf eigenen Füßen stehen zu wollen. Daraufhin begannen fieberhafte Beratungen im Königshaus, an deren Ende der Buckingham-Palast mitteilte, dass Harry und Meghan nicht mehr den Titel "Königliche Hoheit" tragen und keine öffentlichen Gelder mehr erhalten werden. Das Paar lebt seit seinem Rückzug aus der ersten Reihe der Royals gemeinsam mit Sohn Archie hauptsächlich in einer Luxusvilla an der kanadischen Westküste. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Prozess gegen Harvey Weinstein: Geschworene offenbar uneinig
    Im Prozess gegen den ehemaligen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein hat sich die Jury bisher nicht auf ein Urteil einigen können. Am vierten Tag der Beratungen sendeten die zwölf Geschworenen eine Nachricht an das Gericht, wie Medien übereinstimmend berichteten. Darin fragten sie, was passieren würde, wenn sie sich in mehreren Anklagepunkten nicht einig werden könnten. Richter James Burke antwortete den Geschworenen demnach, dass das Gericht keine teilweisen Entscheidungen akzeptiere und die Jury ihre Beratungen fortführen solle. Falls die Jury tatsächlich zu keiner einstimmigen Entscheidung gegen Weinstein kommen würde, droht der Prozess zu platzen und müsste neu aufgerollt werden. In den vergangenen Tagen hatten die Geschworenen über Schuld oder Unschuld Weinsteins beraten und sich dazu die Aussagen zweier mutmaßlichen Opfer noch einmal vorlesen lassen.Meilenstein der MeToo-ÄraSeit 2017 haben Weinstein mehr als 80 Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen. In dem aufsehenerregenden New Yorker Prozess geht es seit Januar aber vor allem um zwei Vorwürfe: Weinstein soll 2006 die Produktionsassistentin Mimi Haleyi zum Oral-Sex gezwungen und die heutige Friseurin Jessica Mann 2013 vergewaltigt haben. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und "predatory sexual assault" - also in etwa "gewalttätiger sexueller Angriff". Der Prozess gilt als Meilenstein der MeToo-Ära, die von dem Fall ausgelöst wurde. In den vergangenen Wochen hatte die Staatsanwaltschaft in dem Verfahren versucht, mithilfe von insgesamt sechs Hauptzeuginnen in teils drastischer Detailtiefe ein Muster Weinsteins offenzulegen - das eines Mannes, der seine Macht in der Filmindustrie systematisch ausnutzte, um sich junge Frauen gefügig zu machen. Eines Mannes, der Frauen für Sex Karrierehilfe versprach und sie bei einem Nein zum Geschlechtsverkehr zwang.Die Verteidigung hingegen hatte den Zeuginnen eine Mitschuld gegeben und Weinstein in einer Opferrolle dargestellt. Frauen hätten ihn über Jahrzehnte wegen seines Einflusses und Geldes ausgenutzt und seien sich ihrer Handlungen und Signale an ihn bewusst gewesen. Jeglicher Sex habe einvernehmlich stattgefunden. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Greta Thunberg bei “Fridays for Future” in Hamburg
    Um "Fridays for Future" war es in letzter Zeit etwas still geworden. Auch deswegen haben die Veranstalter der Großdemo zwei Tage vor der Hamburger Bürgerschaftswahl ein Zeichen gesetzt: Greta Thunberg ist als Ehrengast dabei, die Hiphopper von "Fettes Brot" treten auf. Das hat nach Angaben der Veranstalter 60.000 Menschen mobilisiert. Laut Polizei waren es maximal 20.000. Beim globalen Streik im November zählte die Polizei noch 30.000 Menschen. Und noch etwas ist anders: Die Anwesenden beschäftigt neben dem Klima auch der rassistische Terroranschlag von Hanau in der Nacht zu Donnerstag, es gibt eine Schweigeminute. "Wir sind traurig, wir sind wütend", sagt Yavuz Feroglu vom kurdischen Dachverband Nav-Dem. Auch Luisa Neubauer, Hauptorganisatorin von "Fridays for Future" in Deutschland, kommt in ihrer Rede auf die Tat in Hanau zu sprechen.Als der Demonstrationszug mit Thunberg und Neubauer an der Spitze dann durch die Innenstadt zieht, sehen viele Plakate aber aus wie gewohnt: "The earth is on fire", steht auf einem, "Die Politik lässt uns hängen" auf einem anderen. Viele der Streikenden sind von außerhalb angereist. Emma, 16, und Freya, 16, sind mit dem Zug aus Leer in Ostfriesland gekommen. Aber auch ihnen geht es um die Wahl am Sonntag. "Jedes Bundesland, das klimafreundlich regiert wird, ist gut", sagt Emma. Krise? Nicht, wenn es nach den "Parents for Future" gehtUli Blum, 55, ist gerührt von den vielen anwesenden Schülerinnen und Schülern. "Ich hätte es mir als Kind gewünscht, dass es solche Demos gegeben hätte", sagt er. Auch Kai Röwer, 40, will nichts von abnehmendem Enthusiasmus wissen. Er ist bei "Parents for Future" organisiert und hat seine achtjährige Tochter mitgebracht. "Jede Wahl ist ab jetzt Klimawahl", fordert er, und sagt: "Die nächsten fünf Jahre entscheiden über die nächsten 100 Jahre unseres Lebens."Am Millerntorplatz, wo die Hamburger Neustadt aufhört und der Stadtteil St. Pauli anfängt, hält Greta Thunberg ihre Rede. Es ist die zweite Demo, die sie in Hamburg besucht. "Moin Hamburg, es ist schön hier zu sein", sagt sie auf Deutsch. Der Rest folgt auf Englisch. Wenn man Greta zuhört, erfährt man: Nicht die Bewegung, die sie begründet hat, ist in der Krise - der Planet ist es: "Es ist 2020 und wir müssen genau jetzt handeln. Wir werden nicht aufgeben." Klimaaktivist Jakob Blasel, 19, glaubt, dass "Fridays for Future" inzwischen sogar noch erfolgreicher geworden sei. "Bei der Europawahl im vergangenen Jahr hat uns die Politik nicht ernst genommen", sagt er. "Bei der Hamburg-Wahl steht das Klima ganz weit oben."So positiv sehen es nicht alle. Annika Rittmann, 17, Sprecherin der Hamburger Ortsgruppe von "Fridays for Future", kritisiert das Wahlprogramm der Grünen, der Partei, die der Bewegung vermeintlich am nähesten steht: "Sie setzen sich Ziele, für die es keine Umsetzung gibt."Nach Greta Thunbergs Rede löst sich die Demo auf. In zwei Monaten soll es den nächsten globalen Streik geben. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Prinz Andrew: Schulbus-Aktion fordert ihn auf, mit dem FBI über Jeffrey Epstein zu sprechen
    Mit einer außergewöhnlichen Aktion hat eine Opferanwältin im Fall Jeffrey Epstein Aufsehen erregt: Ein gelber Schulbus mit einer Botschaft an Prinz Andrew ist mehrmals am Buckingham-Palast in London vorbeigefahren. Auf dem Fahrzeug prangt ein großes Plakat, auf dem geschrieben steht: "Wenn Sie diesen Mann sehen, dann bitten Sie ihn, das FBI anzurufen, um Fragen zu beantworten." Neben dem Slogan sind links und rechts Bilder des 60-Jährigen zu sehen, der in den Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verwickelt sein soll. Hinter der Aktion steht die US-amerikanische Juristin Gloria Allred, die mehrere Frauen in dem Skandal vertritt.Epstein nahm sich im vergangenen Sommer in einer Zelle in New York das Leben. Ihm wurde vorgeworfen, über Jahre hinweg Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Andrew war mehrfach Übernachtungsgast in Epsteins Anwesen in den USA und der Karibik. Von den Machenschaften des US-Amerikaners will er nichts mitbekommen haben. Eines der mutmaßlichen Opfer, Virginia Giuffre, wirft dem Herzog von York vor, er selbst habe sie missbraucht. Der Prinz erinnert sich nichtDie US-Amerikanerin gibt an, drei Mal zum Sex mit Andrew gezwungen worden zu sein, in zwei Fällen sei sie erst 17 Jahre alt gewesen. Prinz Andrew will sich nicht an Giuffre erinnern können. Einer der Vorfälle soll sich im März 2001 in London im Haus der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell zugetragen haben. "Es war ekelhaft", sagte Giuffre in einem Interview.Prinz Andrew weist die Vorwürfe zurück. Im November gab er der BBC ein Interview, in dem er versuchte, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Doch der Auftritt wurde zum PR-Desaster, die Kritik an seinem TV-Auftritt war vernichtend. Im Anschluss ließ der Sohn der Queen seine royalen Aufgaben vorerst ruhen. Auch seine Beförderung zum Admiral liegt auf Eis. Andrew hatte im November mitteilen lassen, dass er der amerikanischen Justiz helfen wolle, die Vorwürfe gegen Epstein und mögliche Mittäter aufzuklären. Doch es folgten offenbar keine Taten. Giuffre meldete sich Ende Januar zu dem Fall bei Twitter zu Wort. "Tick, tack Andy - es ist Zeit zu reden!!", forderte sie. "Mach das Richtige, wenn nicht für mich, dann für die unzähligen anderen Epstein-Opfer, die die Wahrheit verdient haben!" Darunter veröffentlichte sie ein Suchplakat mit Foto des Royals und der Frage: "Haben Sie diesen Prinzen gesehen?" Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Chrissy Teigen wehrt sich gegen Kritiker: Mutterschaft ohne Makel genießen
    Chrissy Teigen zeigt ihre Kinder gern auf Instagram: Beim Haareschneiden etwa, beim Tanzen oder auch nur mit einer Windel bekleidet beim Spielen mit Freunden. Die Kritik, die sie dafür erntet, gefällt der 34-Jährigen allerdings weniger - besonders, wenn es um die Ernährung von Luna, drei, und Miles, eins, geht. "Jedes Mal, wenn ich ein Foto von ihnen poste, auf denen sie Grillrippen oder Würstchen essen, bekomme ich jede Menge Kritik", sagte das Model in der US-amerikanischen Fernsehshow "Today". "Veganer und Vegetarier sind wütend und haben das Gefühl, dass wir sie schon im jungen Alter dazu zwingen, Fleisch zu essen. Die drehen total durch", so Teigen weiter.Ein verrutschter Gurt - und schon gibt es ÄrgerAuch sonst erhielten sie und ihr Mann John Legend viele Erziehungstipps. Bilder von unterwegs seien etwa gefährlich: Sei der Kindersitz zu sehen, gebe es immer jemanden, der es besser wisse. "Vielleicht ist für eine halbe Sekunde ein Gurt verrutscht", sagte die 34-Jährige. Schon gebe es Ärger. Ein weiteres Thema, das Kontroversen auslöse: Kinder vor dem Fernseher. "Wir haben häufig den Fernseher an. John und ich arbeiten im Fernsehen, wir lieben es fernzusehen", so Teigen.Inzwischen habe sie aber gelernt, besser mit den Kommentaren umzugehen. "Als Luna ein kleines Baby war, machte mich das so traurig", sagte Teigen. Auch ihre eigenen Ansprüche seien zu hoch gewesen. Doch nun könne sie Kritik besser ignorieren.Ganz auszublenden scheint Teigen die Beanstandungen dennoch nicht: "Die Kommentare treffen mich. Natürlich". Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Kirchenasyl in Deutschland: Anträge finden kaum noch Gnade
    Anträge auf Kirchenasyl finden kaum noch Gnade: Nur 14 von 464 Personen, zu denen die Kirchen im vergangenen Jahr Dossiers einreichten, nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ins nationale Asylverfahren auf. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. "Humanitären Fall-Konstellationen wird nur noch selten Rechnung getragen", kritisiert die Linkenabgeordnete Ulla Jelpke. Fast alle Kirchenasylfälle sind Dublin-Verfahren, bei denen ein anderer EU-Mitgliedstaat für die Asylprüfung zuständig ist. Dieter Müller vom Verein Asyl in der Kirche sagt, es gehe darum, in Einzelfällen unfaire Verfahren zu verhindern. In Griechenland harrten Menschen im Schlamm aus, in Italien lebten Flüchtlinge auf der Straße. Im August 2018 habe das Bamf die Vereinbarungen deutlich verschärft, so Müller, "mit dem Ziel, Kirchenasyl zu erschweren und so die Zahlen zu drücken". Auch Prälat Martin Dutzmann vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland beklagt: "Das Kirchenasyl wird offenbar für überflüssig gehalten." Bamf-Chef Hans-Eckhard Sommer dagegen betont, das Bundesamt prüfe jeden gemeldeten Fall erneut."Wir können viele Begründungen nicht akzeptieren, weil damit das Dublin-System insgesamt infrage gestellt würde", so Sommer. Das betreffe beispielsweise pauschale Vorwürfe zur Unterbringung in Italien. Außerdem verfüge das Bundesamt "über viel mehr Informationsquellen" als nur die Aussagen von Betroffenen.Das weist Prälat Dutzmann zurück: "Wenn die Menschen zu uns kommen, in einer Gemeinde leben und Vertrauen fassen, dann sprechen sie irgendwann auch über Dinge, über die sie vorher gegenüber dem Vertreter des Staates nicht reden konnten. Wir bitten das Bamf, das zu respektieren und auf unseren Hinweis hin Fälle erneut zu prüfen." Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Goldmünzen-Prozess in Berlin: Wer ersetzt den Schaden?
    Eine Axt, ein Seil, eine Schubkarre, genug Adrenalin und Insiderinformationen reichten für den Millionencoup. Niemand hielt es offenbar für möglich, dass die Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen werden könnte. Sie wog 100 Kilogramm und hatte einen Durchmesser von 53 Zentimetern. Schon das sollte reichen, um ihren Diebstahl zu verhindern. Ein Trugschluss. Die Diebe verstanden ein ungesichertes Fenster des Museums offenbar als Einladung, sich im März 2017 den Millionenschatz zu holen. Am Donnerstag hat eine Strafkammer des Landgerichts Berlin drei Männer wegen des Diebstahls der Münze zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Einer der Verurteilten war Aufseher im Museum. An diesem Freitag nun geht es vor einer Zivilkammer des Landgerichts um die Frage, ob Sicherheitsmängel im Museum es den Dieben zu leicht gemacht haben.Wer ihm die Millionen zahlt, spielt für Boris Fuchsmann, 73, keine Rolle. Er möchte es bloß bekommen. Der Immobilienunternehmer und Kunstsammler aus Düsseldorf ist Privateigentümer der verschwundenen Goldmünze. Er ist extra aus Düsseldorf angereist, um der Verhandlung beizuwohnen. Die Münze war bei der Allianz Versicherung mit rund 4,2 Millionen Euro versichert. Gezahlt hat die Versicherung Fuchsmann bisher nur 800.000 Euro. Fuchsmann klagt auf Zahlung der vollen Summe. Mitschuld am VerschwindenDie Versicherung weigert sich, sie zu zahlen. Sie gibt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu der das Bode-Museum gehört, eine Mitschuld am Verschwinden der Münze. Die Goldmünze sei ungenügend gesichert gewesen. Die Stiftung sieht das anders und hat sich der Klage von Fuchsmann angeschlossen. Ihrer Ansicht nach hat die Versicherung den Schaden vollständig zu ersetzen.Die Diebe kamen und flohen durch das einzige ungesicherte Fenster im Museum. Das Fenster im Umkleideraum für Mitarbeiter sollte eigentlich an ein Sicherheitssystem angeschlossen sein, das Alarm schlägt, wenn es geöffnet wird. Doch da es in der Vergangenheit wiederholt zu Fehlern gekommen war, hatte man die Sicherung abgeschaltet. Wie lange schon, ist unklar. Die Mitarbeiter des Bode-Museums wussten um das Problem am Fenster. Sie lösten es unkonventionell, indem sie den Fenstergriff abmontierten. Möglicherweise, so die Vorsitzende Richterin Marianne Voigt, gingen sie davon aus, dass die kaputte Alarmanlage dann keine Rolle mehr spielte - das Fenster ließ sich ja nicht öffnen. Ein Irrtum. Tatsächlich konnte es von innen doch geöffnet werden. "Das war die Achillesferse des Museums", sagt die Richterin.Nach Überzeugung der Kammer öffnete der Museumsmitarbeiter Denis W. das Fenster mit einem Vierkantschlüssel, wodurch er seinen Freunden Wissam Remmo, Ahmed Remmo und einem dritten Dieb den Einstieg ins Museum ermöglichte. So stellte es das Gericht am Donnerstag in seiner Urteilsverkündung dar. In dem Zivilverfahren geht es nun um die Frage, ob das ungesicherte Fenster die Gefahr eines Einbruchs erhöht hat. Und wenn es die Gefahr erhöht hat, ob dies vorsätzlich oder fahrlässig geschehen ist. So sagt es die Vorsitzende Richterin Voigt. Zu einer Entscheidung kommt das Gericht an diesem Tag nicht. Am 17. März soll es weitergehen. Ob dann bereits ein Urteil ergehen wird, steht noch nicht fest.Richterin Voigt deutet an, dass sie von einer sogenannten Gefahrenerhöhung ausgeht. Die entscheidende Frage sei, ob dies vorsätzlich geschah oder ob das Museum die erforderliche Sorgfalt bloß fahrlässig außer Acht gelassen habe. Im Fall des vorsätzlichen Handelns könnte der Versicherungsschutz komplett entfallen, im Falle der Fahrlässigkeit möglicherweise teilweise."Von Vorsatz kann keine Rede sein", sagt Anwalt Ernesto Loh, der das Museum vertritt, vor Gericht. "Kein Mensch hat sich vorstellen können, dass so etwas passiert."" Das sagt auch Eigentümer Fuchsmann. Dass seine 100-Kilogramm-Münze aus einem Museum gestohlen werden könnte, habe er nicht für möglich gehalten."Ein wirklich sehr besonderes Stück"Fuchsmann hatte die Goldmünze im Jahr 2010 gekauft. Er habe die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika besucht und eines Abends im Hotel eine Annonce gelesen, dass eine der weltgrößten Goldmünzen in Wien zu ersteigern sei, sagt er. Fuchsmanns Interesse war geweckt. Zunächst habe ein spanischer Unternehmer die Münze ersteigert, er habe sie dem Käufer aber letztlich für rund 3,4 Millionen Euro abgekauft, so Fuchsmann. Er sammele eigentlich russische Kunst. Doch die Goldmünze habe ihn interessiert, weil es von ihr nur fünf Exemplare auf der Welt gibt. "Es war ein wirklich sehr besonderes Stück."Kurz nach dem Kauf meldete sich das Bode-Museum bei ihm. Die Münze sollte der Star in der Sonderausstellung "Goldgiganten" werden. Fuchsmann willigte ein und überließ dem Museum die Münze noch im selben Jahr als Dauerleihgabe."Herr Fuchsmann ist davon ausgegangen, dass sie da gut aufgehoben ist", sagt sein Anwalt Achim Prior. Er habe ein Museum für einen geeigneten Aufbewahrungsort gehalten. "Es ist ein bisschen schwierig, sie zu Hause zu haben", sagt Fuchsmann und lächelt.Nun ist die Goldmünze verschwunden. Was glaubt er, was mit ihr geschehen ist? "Sie wurde eingeschmolzen und stückweise verkauft", vermutet Fuchsmann: "Die Münze wäre im Ganzen schwer verkäuflich." Ihm jedenfalls wurde sie nach dem Diebstahl nicht erneut zum Kauf angeboten. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Terror in Hanau – die Opfer erzählen: “Ich hätte ihm die Tür aufgemacht”
    Die Mutter weint bitterlich. "Meine Tochter ist gestorben", sagt die ältere Dame ungläubig. Sie trauert um Mercedes K., die am Mittwochabend in Hanau getötet wurde. Die 35-Jährige saß gerade in der Bar "Arena" und aß zu Abend, als Tobias Rathjen um kurz nach 22 Uhr in das Lokal stürmte und das Feuer eröffnete.Zwei Tage nach dem Attentat hat sich vor der "Arena"-Bar eine Menschentraube gebildet. Journalisten aus der ganzen Welt sind gekommen. Nachbarn und Trauernde haben vor dem Laden Blumen niedergelegt. Ein Anwohner sagt: "Wir haben hier immer ruhig zusammengelebt. Der Unfriede ist von außen gekommen." Er könne das alles nicht verstehen. Der Attentäter habe doch alles gehabt, ein Haus, Autos. Neun Menschen mit offenbar sechs verschiedenen Nationalitäten erschoss Tobias Rathjen in Hanau. In seinem Elternhaus tötete er in Anwesenheit seines Vaters seine pflegebedürftige Mutter und sich selbst. Weitere Anschlagsopfer liegen zum Teil noch mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.#WirsindHanauVieles spricht dafür, dass Rathjen nur auf seine Opfer zielte, weil er Menschen hasste, bei denen er einen Migrationshintergrund vermutete. Es sind Menschen mit türkischer, rumänischer, bulgarischer, afghanischer, bosnisch-herzegowinischer und auch mit deutscher Staatsbürgerschaft, die Rathjen attackierte. Doch er traf damit auch das Leben unzähliger Angehöriger und Freunde der Opfer.Auf dem Marktplatz von Hanau haben sich am Freitag Dutzende Menschen zu einem großen Kreis aufgestellt. Sie halten sich an den Händen. In der Mitte steht ein Mann mit einem Schild: "#WirsindHanau". Es gehe darum, ein Zeichen gegen den Hass zu setzen, sagt er.Im Keller verstecktEtwas abseits, ein junger Mann. Er ist 19 und will anonym bleiben. Er hat ein gerahmtes Foto von einem Bekannten dabei, der ermordet wurde. "Gerade ausgedruckt", sagt er. Dann erzählt er, dass er seit einem Monat in dem Laden des Ermordeten gearbeitet habe, der Shisha-Bar "Midnight", dem ersten Ziel des Attentäters in der Hanauer Innenstadt. Er sei während des Angriffs dort gewesen. Eine Heizung habe ihm wohl das Leben gerettet, sagt der hochgewachsene Bursche im Trainingsanzug und kämpft mit den Tränen.  Ein Kollege habe ihm an dem Abend gesagt, er solle helfen, Heizungen in den Keller zu tragen. Im Fernsehen sei Fußball gelaufen, das habe er eigentlich sehen wollen. "Doch dann dachte ich mir: Mach‘ es jetzt, dann hast du es hinter dir." Als sie dabei gewesen seien, den zweiten Heizkörper wegzubringen, habe er die Schüsse gehört. Ein Kollege sei in den Keller gestürmt und habe gerufen, sie sollten sich hier verstecken, oben schieße jemand um sich.Sie hätten sich unten verschanzt und seien nach ein paar Minuten geflüchtet, über den Hinterausgang. Auf dem Rückweg habe er schon die erste Leiche gesehen. Dann habe er die Tür des "Midnight" geöffnet. "Ich sah meinen Chef tot am Boden", sagt er. Der junge Mann ringt mit den Worten: "Irgendwie versucht man, das zu verarbeiten. Aber ich hab es noch gar nicht realisiert." In Kesselstadt, nicht weit von der "Arena"-Bar, trauern Frauen um Gökhan Gültekin. Der 36-Jährige arbeitete in der Bar, als Rathjen dort eindrang und um sich schoss. Hüsna, seine Mutter, hat eines ihrer beiden Kinder verloren. Sie sitzt nun in ihrer Wohnung in einem weißen Sessel, ein Tuch aus dicker Wolle um die Schultern geschlungen und drückt ein Foto ihres Sohnes an die Brust. "Oh Gökhan, mein Gökhan", ruft sie. "Du wirst nie wieder zu uns kommen." Manche der Frauen, die in dem kleinen Wohnzimmer auf dem Boden hocken, schluchzen laut, anderen laufen still die Tränen über die Wangen. Auf einem Regal an der Wand stehen gerahmte Familienbilder. Auf einem ist Gökhan zu sehen, Arm in Arm mit seinem Bruder, beide lachen in die Kamera. "Warum wollte uns jemand so etwas antun?", fragt eine der Frauen. "Warum?"Wie geht es Momo?Muhammed B. liegt in einem blauen Kittel im Krankenhausbett. Der Attentäter hat ihn in der "Arena"-Bar in die Schulter geschossen, der 20-Jährige hat überlebt. "Man kann das alles nicht fassen", sagt Muhammed B. Er ist umringt von Freunden und Bekannten. Sie stehen um sein Bett herum oder sitzen auf Stühlen. Mehr als ein Dutzend Männer haben sich in das kleine Zimmer im Hanauer St-Vinzenz-Krankenhaus gezwängt. Sie wollen wissen, wie es "Momo" geht, das ist sein Spitzname, ihm gute Besserung wünschen. Auch auf dem Flur ist viel los. Mehr als 30 Menschen stehen dort. Viele von ihnen haben kurdische Wurzeln. Alle haben sie das Bedürfnis darüber zu sprechen, was passiert ist, für das Unfassbare Worte finden. "Wir kennen uns alle, wir wollen Momo und seine Familie unterstützen", sagt ein Freund von ihm.Auch Muhammeds B.s Vater, Mahmut, ist da. Er kam einst als Gastarbeiter aus Ostanatolien nach Deutschland. Mahmut sitzt auf der Fensterbank vor dem Krankenhauszimmer. "Mein Sohn hat nur überlebt, weil er sich auf den Boden geworfen hat, erzählt er. "Andere sind auf ihn gefallen, das hat ihn wahrscheinlich gerettet. Es ist alles so schrecklich."Die Nachbarin sagt: "Ich habe Angst"Unter der Tat, dem wahnsinnigen Furor gegen vermeintliche Migranten, leiden auch sehr viele Menschen, die in der Nacht zum Donnerstag nicht vor den Lauf seiner Pistole geraten sind. Nicht nur in Hanau, aber dort besonders. Vier Häuser neben dem Reihenhaus, in dem Tobias Rathjen und seine Mutter am Donnerstagmorgen tot aufgefunden wurden, wohnt eine Familie mit pakistanischen Wurzeln. Beide haben seit vielen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft und sich eine Existenz aufgebaut, ein kleines Taxiunternehmen. Ihren Namen wollen sie nicht veröffentlicht sehen. "Ich habe Angst", sagt die Frau.Im vergangenen Sommer ist das Paar in das Reihenhaus nach Kesselstadt gezogen. Eigentlich eine Siedlung, in der Menschen aus vielen Nationen gut und friedlich zusammenleben, so glaubten sie. Aber mit dem Vater von Tobias Rathjen habe es sofort Unstimmigkeiten gegeben, berichten die beiden. Er sei unfreundlich gewesen, habe sich bei anderen Nachbarn beklagt, dass schon wieder Menschen fremdländischen Aussehens in die Nachbarschaft zögen.Auch Tobias Rathjen hätten sie hin und wieder gesehen, erzählt das Paar. Zuletzt am Mittwochabend, nur wenige Stunden vor der Tat. Rathjen habe das Haus verlassen, offenbar um Zigaretten zu kaufen. Er sei leicht bekleidet gewesen, nur mit Shorts und T-Shirt. Im Februar.Später am Abend muss Rathjen in seinen schwarzen BMW gestiegen sein, der oft vor den Garagen der Reihenhäuser stand,
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Australien: Uni bietet chinesischen Studierenden Geld – wenn sie nicht direkt einreisen
    Die Angst vor dem Coronavirus hat eine der führenden Universitäten Australiens veranlasst, ihre Studierenden aus China ein ungewöhnliches Angebot zu machen: Die Western Sydney University will ihnen 1500 australische Dollar zahlen, umgerechnet rund 900 Euro, wenn sie über ein Drittland einreisen - und sich dort 14 Tage aufhalten, bevor sie wieder zu ihrem Studium an die Hochschule zurückkehren. Hintergrund ist eine allgemeine Regel, die seit dem 1. Februar in Australien gilt: Ausländer dürfen demnach nicht mehr direkt vom chinesischen Festland anreisen.Die australische Regierung will so verhindern, dass sich der Coronavirus im Land ausbreitet. Am Donnerstag hatte sie das Einreise-Verbot bis mindestens 29. Februar verlängert. Studierende dürfen einreisen, solange sie sich zuvor zwei Wochen außerhalb Chinas aufgehalten haben.In China war das Virus Ende vergangenen Jahres zuerst aufgetreten. Seitdem sind dort Zehntausende Menschen erkrankt, mehr als 2000 gestorben. Auch in anderen Ländern gab es etliche Coronavirus-Fälle. "So schnell wie möglich ins akademische Jahr starten""Unsere Studierenden möchten unbedingt nach Australien reisen und so schnell wie möglich in das neue akademische Jahr starten", teilte eine Sprecherin der Western Sydney University mit. Die Hochschule erkenne an, dass bei einer Einreise über Drittländer zusätzliche Kosten anfallen, deshalb biete man den Studierenden die einmalige Zahlung zur Unterstützung an.Dahinter könnte auch die Sorge stecken, dass Tausende Studierende aus China angesichts der strengen Einreisevorschriften gar nicht mehr an ihre australische Uni zurückkehren wollen - sondern sich Hochschulen in anderen Ländern suchen. Ausländische Studierende, darunter etliche Chinesen, sind für Australien in wirtschaftlicher Hinsicht äußerst lukrativ. Von den acht größten australischen Universitäten, an denen 105.000 chinesische Studentinnen und Studenten studieren, hieß es in der vergangenen Woche, das Reiseverbot wegen des Coronavirus' koste die Wirtschaft mehr als eine Milliarde australische Dollar. Zudem seien Tausende Arbeitsplätze gefährdet, wenn chinesische Studierende nicht an ihre australischen Unis zurückkehren würden.Premierminister Scott Morrison steht wegen des Einreiseverbotes und der möglichen wirtschaftlichen Einbußen politisch stark unter Druck. Er teilte mit, seine Regierung arbeite daran, die Belastungen zu verringern - aber nicht durch Finanzspritzen für die Hochschulen. "Wir arbeiten zwar an einigen Ideen für den Bildungssektor", so Morrison, "aber lasst uns nicht vergessen, dass unsere Universitäten finanziell gut ausgestattet sind." Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Jürgen Domian macht im Winter gerne Urlaub in Lappland
    In seinen Shows plaudert Moderator Jürgen Domian mit den unterschiedlichsten Menschen - doch im Urlaub sucht der 62-Jährige das Kontrastprogramm dazu: Er verbringe im Winter gerne mehrere Wochen in einer einsamen Hütte in Lappland, sagte er in einem Interview der Wochenendausgabe der "VRM-Tageszeitungen". "Ich mache dann nichts anderes als schlafen und wandern. Und schweigen. Für mich die beste Form der Kontemplation", sagte Domian. Dort werde ihm immer klar, "welchem Bombardement an Ablenkungen und Eindrücken wir in unserem Alltag ausgesetzt sind". Die ersten Tage in Lappland seien nicht einfach, danach entstehe jedoch "ein Gefühl, das größer ist als Glücklichsein". Domian hatte bis 2016 mehr als 20 Jahre lang nachts in einer Liveshow mit Menschen über die unterschiedlichsten Themen geplaudert. Im November 2019  gab er im WDR mit der Sendung "Domian live" sein Comeback. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Angeblicher Mafiaboss in Hannover: Der Polizeischutz, den keiner wollte
    Im einem Hotelrestaurant in der Nähe der Medizinischen Hochschule Hannover sitzen drei kräftige Personenschützer der Polizei mit Knöpfen in den Ohren. Draußen steht ein Polizeitransporter, die Einsatzkräfte haben Maschinenpistolen dabei. Das Aufgebot gilt einer zierlichen Frau aus Montenegro mit langen schwarzen Haaren. Suzana K. trägt Gucci-Schuhe und ein Mäntelchen mit Pelzkragen. Neben ihr liegt ein Rucksack von Louis Vuitton. Als der SPIEGEL die 32-Jährige am Mittwoch in dem Hotel trifft, wird nebenan in der Klinik gerade ihr Mann zum vierten Mal operiert. Er soll in Montenegro durch neun Schüsse schwer verletzt worden sein, als sein Auto an einem Bahnübergang angegriffen wurde.Am 7. Februar ist sie zusammen mit ihrem Mann in die niedersächsische Landeshauptstadt gekommen. Der Patient aus Montenegro bringt der Medizinischen Hochschule Hannover viel Geld ein – und viel Ärger. Denn nach ein paar Tagen rückten schwer bewaffnete Spezialeinsatzkommandos an, um ihn und seine Frau zu schützen, ein teurer Einsatz auf Staatskosten zum Wohl eines Privatpatienten. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020
  • Lotto: 90-Millionen-Euro-Gewinner weiter nicht bekannt
    Zwei Wochen nach seinem 90-Millionen-Eurojackpot-Gewinn hat sich ein Tipper aus NRW auch weiterhin nicht gemeldet. "Der Gewinner macht es sehr spannend. Wir warten weiter geduldig", sagte ein Sprecher von Westlotto in Münster. Ob es sich um einen einzelnen neuen Multimillionär handele oder ob eine Tippgemeinschaft ins Schwarze getroffen habe, sei ebenfalls noch nicht bekannt. Der Eurojackpot war am 7. Februar geknackt worden - nach einem Spieleinsatz von 18,50 Euro, wie aus der Spielquittung vom 4. Februar hervorgeht. Bei den 90 Millionen Euro handelt es sich um den höchsten jemals in Nordrhein-Westfalen erreichten Lotteriegewinn. Dass sich ein glücklicher Tipper Wochen nach der Bekanntgabe des Millionen-Gewinns noch nicht melde, sei nicht außergewöhnlich. Der Sprecher sagte, es habe Fälle gegeben, in denen Gewinner zunächst ein Abflachen des breiten öffentlichen Interesses abgewartet hätten. Bei Tippgemeinschaften könnten interne Absprachen oder gegenseitiges Absichern womöglich mit einem Notar einige Zeit kosten.Eile ist ohnehin nicht geboten: Der Gewinner hat Westlotto zufolge nach gesetzlichen Vorgaben das gesamte laufende Jahr plus drei weitere Jahre Zeit, um seine Millionen zu kassieren - also bis zum 31. Dezember 2023. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 21-02-2020