Spiegel Online Panorama

  • Kinder des dänischen Kronprinzen in der Schweiz: Die Schneeschüler
    Am meisten freuen sie sich aufs Skifahren: Die Kinder des dänischen Kronprinzenpaares verbringen die kommenden Monate in der Schweiz - um an einer internationalen Schule Erfahrungen zu sammeln. VALENTIN FLAURAUD/EPA-EFE/REX Auslandserfahrung für den Nachwuchs: Das dänische Kronprinzenpaar und ihre Kinder in Verbier
    Für die Kinder des dänischen Kronprinzen Frederik und seiner Frau Kronprinzessin Mary hat eine zwölfwöchige Schulzeit in der Schweiz begonnen. In Verbier stapften der 14-jährige Prinz Christian, Prinzessin Isabella, 12, und die Zwillinge Josephine und Vincent, 8, gemeinsam mit ihren Eltern durch den Schnee zu ihrem ersten Tag an einer internationalen Schule. Das zeigte ein Video des dänischen Rundfunks. Frederik, 51, und Mary, 47, erhoffen sich von dem längeren Aufenthalt, dass ihre Kinder Erfahrungen in einem internationalen Umfeld sammeln und ihre Sprachkenntnisse ausbauen. Prinz Christian freut sich ganz besonders darauf, ein neues Land und Menschen aus verschiedenen Staaten kennenzulernen - "und selbstverständlich auch, ein wenig mehr auf Skiern zu stehen", wie er sagte. Seine Schwester Isabella geht davon aus, dass sich ihre Englisch- und Französisch-Kenntnisse und auch die ihres Bruders in den kommenden zwölf Wochen deutlich verbessern werden. "Fachlich ist das eine fantastische Schule", sagte Mutter Mary. Sie will während der Zeit nach Angaben des Königshauses weitgehend bei den Kindern bleiben und dafür bei ihren offiziellen Aufgaben etwas kürzertreten. Kronprinz Frederik will nach Möglichkeit in die Schweiz reisen, wenn es seine öffentlichen Termine zulassen. Leben wird die Familie in einem Haus, das sie seit Jahren in dem Gebiet besitzt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Mann versorgt Koala mit Wasser: “Ein kleiner Sonnenstrahl in diesem Albtraum”
    Inmitten der Buschbrände von Australien wurde der Fahrer eines Wassertankwagens zum Retter eines jungen Koalas. Für den Mann offenbar ein berührender Moment inmitten der Katastrophe.
    Seit Monaten leiden Menschen und Tiere in Australien unter außer Kontrolle geratenen Buschbränden. Zu einem Symbol für das Grauen ist das Foto eines verbrannten jungen Kängurus geworden - doch inmitten der Katastrophe gibt es Momente, die einen kleinen Lichtblick bedeuten können. Dazu gehört wohl auch die Geschichte von Damian Campbell-Davys, der einen jungen Koala rettete. Der Fahrer eines Wassertankwagens fand das Tier in der Nähe der Stadt Nerriga im besonders von den Feuern betroffenen Bundesstaat New South Wales, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete. Der Koala sei aus einer Reihe Kiefern hervorgetaumelt, heißt es in dem Bericht. Campbell-Davys, dessen Aufgabe es war, die Tanks der Feuerwehrfahrzeuge mit Wasser zu füllen, hatte plötzlich noch eine weitere Beschäftigung: Er habe das desorientierte und durstige Tier über eineinhalb Stunden mit Wasser aus seiner Flasche versorgt. "Nach den gestrigen Entsetzlichkeiten hat es mich einfach glücklich gemacht", sagte Damian Campbell-Davys. Er nahm das Tier vorübergehend in seinem Führerhaus auf, wie Fotos zeigen, die der Mann auf Facebook veröffentlichte. Es sei "ein kleiner Sonnenstrahl in diesem Albtraum" gewesen. Von Dauer war die Gemeinschaft der beiden allerdings nicht: Wildhüter sollten den Koala namens Tinny Arse aus der Gefahrenzone bringen. Allein in New South Wales sind Schätzungen zufolge bisher rund eine halbe Milliarde Tiere in den Flammen umgekommen. Tausende Australier mussten sich mittlerweile aus Städten im Südosten des Landes in Sicherheit bringen. Mindestens 24 Menschen starben. Zunehmend wird Kritik am Krisenmanagement der Regierung von Premierminister Scott Morrison laut. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Tödlicher Unfall in Südtirol: Fahrer wird in Gefängnis verlegt
    Alkoholisiert und offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr ein 27-Jähriger in eine Gruppe Menschen im Wintersportort Luttach. Sechs Personen starben. Nun kommt der Unfallfahrer in ein Gefängnis. PIERRE TEYSSOT/ AFP Unfallort: Trauer in Luttach
    Der Mann, der in Südtirol einen Unfall mit sechs Toten verursachte, wird aus dem Krankenhaus ins Gefängnis nach Bozen verlegt. Das sagte ein Polizeisprecher. Der 27-Jährige sei aus der Klinik in Bruneck bereits entlassen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft in Südtirol ermitteln weiter zu dem schweren Unglück im Wintersportort Luttach. Der Mann war am Sonntag alkoholisiert in eine Gruppe junger Skitouristen aus Deutschland gefahren. Dabei wurden weitere elf Menschen verletzt, eine Person befindet sich im Krankenhaus in Innsbruck in Österreich noch in Lebensgefahr. Dem Fahrer drohen bis zu 18 Jahre Haft wegen der Schwere des Unfalls. Der Mann aus der Region war stark betrunken, wie ein Bluttest ergab. Nach Angaben der Behörden hatte er einen Alkoholwert von mehr als 1,9 Promille. Am Sonntagabend hatte die Staatsanwaltschaft in Bozen zudem mitgeteilt: "Aufgrund der gesamten Unfalldynamik ist von einer erheblichen Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung auszugehen. Es wird ein Gutachten zur genauen Feststellung der Geschwindigkeit in Erwägung gezogen." An der Unglücksstelle sind 50 Kilometer pro Stunde erlaubt. Die Polizei in Bozen machte am Vormittag keine neuen Angaben zum Zustand der Verletzten. Der 27-Jährige war kurz nach dem Unfall festgenommen und ins Hospital gebracht worden. An der Unfallstelle erinnerten weiter Grablichter, Blumen und Bilder an die Katastrophe. Bürgermeister Helmut Klammer betonte erneut sein Mitgefühl mit den Angehörigen. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien", sagte er. Die jungen Urlauber hatten sich auf dem Heimweg von einem Discobesuch befunden. Gegen 1.15 Uhr stiegen sie aus einem Shuttlebus und überquerten die Hauptstraße, als es zum Unglück kam. Die sechs Toten waren nach Behördenangaben um die 20 Jahre alt. Vier der Toten stammen aus Nordrhein-Westfalen, einer wohnte in Hamburg und der sechste in Niedersachsen. Unter den Verletzten sind zwei Südtiroler, die übrigen stammen den Angaben zufolge aus Deutschland. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Schwarzwald: Brand in Drei-Sterne-Restaurant – Ruine einsturzgefährdet
    Das Feuer flammte in der Nacht wieder auf, Teile des Dachs und der Decken stürzten ein: Die Feuerwehr hält eine Begehung des zerstörten Spitzenrestaurants Schwarzwaldstube derzeit für zu gefährlich. Andreas Rosar/DPA Großeinsatz im Schwarzwald: Einsatzkräfte löschen den Brand in Baiersbronn
    Die Suche nach der Ursache des Brandes im Drei-Sterne-Restaurant Schwarzwaldstube in Baiersbronn in Baden-Württemberg ist zunächst nicht möglich. Die Ruine sei einsturzgefährdet, sagte der Kommandant der Feuerwehr, Martin Frey, am Morgen. "Es ist zu gefährlich." In der Nacht um 4.30 Uhr sei das Feuer noch einmal aufgeflammt, so Frey. Die Feuerwehr war ihm zufolge zunächst noch mit 50 Einsatzkräften am Brandort und reduzierte die Zahl erst am Morgen auf zehn. Immer wieder seien Teile des Daches und der Decken eingestürzt. Im dem rund 230 Jahre alten Stammhaus des Hotels Traube Tonbach war in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude, in dem sich neben der renommierten Schwarzwaldstube weitere Restaurants und Büroräume befanden, wurde komplett zerstört. Der Schaden geht in die Millionen. Insgesamt waren etwa 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Schwarzwaldstube gehört als Drei-Sterne-Restaurant zu einer exklusiven Gruppe von Gaststätten in Deutschland. Küchenchef Torsten Michel ist in der aktuellen Deutschlandausgabe des Restaurantführers "Gault&Millau" mit 19,5 von 20 Punkten ausgezeichnet worden. Er gehört damit deutschlandweit zur Spitzengruppe der Küchenchefs. Der "Gault&Millau" zählt mit dem "Guide Michelin" zu den bekanntesten Gourmetführern weltweit. Über viele Jahre hinweg setzte Harald Wohlfahrt im Restaurant Schwarzwaldstube Maßstäbe und bildete zahlreiche spätere Sterneköche aus, bis er sich mit den Eigentümern überwarf und gehen musste (lesen Sie mehr darüber in diesem SPIEGEL-Interview). Seinem Nachfolger Torsten Michel gelang 2017 der nahtlose Übergang mit drei Sternen - diese trägt das Restaurant bereits seit 1992. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Chadwick Boseman über die Polizei: “Die Ermittler geben einen Teil ihres Lebens auf, um Fälle zu lösen”
    "Black Panther"-Darsteller Chadwick Boseman absolvierte für seinen neuen Film ein Training bei der New Yorker Polizei. Die Erfahrung hat bei dem 42-Jährigen offenbar Eindruck hinterlassen. Chris Pizzello/ Invision/ AP Chadwick Boseman: "Ich habe eine neue Wertschätzung für das, was die Polizei tut"
    Wie bereiten sich Schauspieler auf eine Rolle vor, die mit dem eigenen Leben wenig zu tun hat? Dafür gibt es sicherlich die unterschiedlichsten Wege. Chadwick Boseman spielt in seinem neuen Film einen Polizisten - und absolvierte dafür ein Training bei der New Yorker Polizeibehörde NYPD. Die Erfahrung beeinflusste den 42-Jährigen offenbar nicht nur schauspielerisch. "Es war definitiv eine lehrreiche Erfahrung, und ich habe eine neue Wertschätzung für das, was die Polizei tut", sagte Boseman. "Die Ermittler geben einen Teil ihres Lebens auf, um Fälle zu lösen. Sie verbringen zwei oder drei Tage am Stück ohne ihre Familien, leben praktisch in ihrem Revier und ernähren sich von Kaffee." Der "Black Panther"-Darsteller spielt in dem Thriller "21 Bridges" einen Polizisten, der, nachdem mehrere seiner Kollegen ermordet wurden, nur eine Nacht hat, um die Täter zu schnappen. Da der Film fast ausschließlich in der Nacht spielt, drehte Boseman selbst mehrere Wochen lang nachts und hatte nur einen Tag pro Woche frei. "Auch an dem freien Tag kommt man nicht aus der Nachtroutine raus, weil es ja am nächsten Tag weitergeht", sagte er. "Man geht trotzdem tagsüber ins Bett und bleibt nachts auf. Deshalb weiß ich das zu schätzen, dass sie (die Polizisten) das machen, und bin froh, dass ich das nicht muss." Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Unfall in Bayern: Transporter rammt Auto – Mutter und zwei Kinder sterben
    In Bayern hat sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Eine 35-Jährige und zwei ihrer Kinder starben. Der Gesundheitszustand einer vierjährigen Tochter und des Ehemanns der Frau ist "äußerst kritisch". Alexander Auer/ DPA Unglückstelle in Mittelfranken
    Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B2 bei Georgensgmünd in Mittelfranken ist eine 35-Jährige getötet worden. Zwei ihrer drei lebensgefährlich verletzten Kinder starben in der Nacht zum Montag, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein vier Jahre altes Mädchen und der 35 Jahre alte Ehemann der Mutter befinden sich laut Polizei in einem "äußerst kritischen" Gesundheitszustand. Auch der 19 Jahre alte Unfallverursacher und seine 17-jährige Beifahrerin erlitten demnach schwere Verletzungen. Der junge Mann war am späten Sonntagnachmittag in einem Transporter in Richtung Nürnberg unterwegs, als das Fahrzeug aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet und frontal mit dem Auto der Familie zusammenstieß. Die B2 wurde nach vierstündiger Sperrung in der Nacht wieder für den Verkehr freigegeben. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Tennisspielerin Naomi Osaka: Fluch der Karibik
    Tennisprofi Naomi Osaka hat sich zum Paddleboarden überreden lassen und das offenbar bereut. "Ich wäre fast gestorben", sagt sie - räumt aber ein, dass es vermutlich auch eine andere Version der Geschichte gibt. Tertius Pickard/ AP Naomi Osaka: "Die Strömung zog uns mit."
    Naomi Osaka wird in wenigen Wochen wird als Titelverteidigerin bei den Australian Open antreten. Die Tennisspielerin nutzte die Saisonpause für einen Urlaub in der Karibik - doch dieser war offenbar nicht ausschließlich erholsam für die 22-Jährige. Schuld daran? Ihre große Schwester Mari - das zumindest berichtete Osaka bei einer Pressekonferenz der Women's Tennis Association. "Sie zwang mich zum Paddleboarden, die Strömung zog uns mit und ich wäre fast gestorben", sagte Osaka - räumte allerdings ein, dass ihre Darstellung möglicherweise nicht ganz objektiv sei - wenn man Angst habe, erscheine alles dramatischer: "Mari würde vielleicht sagen, ich lüge, aber das ist das, was mir persönlich passiert ist." Sie möge den Ozean nicht besonders, sagte Osaka. Die beiden Frauen seien dann aber in der Nähe des Hauses Paddleboarden gegangen. Zunächst sei alles gut gewesen, so die Japanerin. "Es war ein wunderschöner Tag. Ich sah Seesterne." Plötzlich seien sie jedoch auf eine Strömung gestoßen. "Ich flippte ein bisschen aus", sagte Osaka. Das Haus sei immer weiter entfernt gewesen und sie könne nicht so gut schwimmen. Noch schlimmer wurde es für Osaka offenbar als sie schließlich ins Wasser fiel: Sie habe an die Haie in der Karibik gedacht und ihre Schwester angeschrien: "Wenn ich sterbe, ist das deine Schuld. Du musst Mama erzählen, wie ich auf den Turks- und Caicosinseln gestorben bin." Mari Osaka ließ sich davon offenbar nicht beeindrucken: Als ihre Schwester es wieder auf das Paddleboard geschafft hatte, sagte die ältere, dass sie einen Hai gesehen habe. Die Folge: Tränen und Geschrei. Mittlerweile kann Naomi Osaka über die Geschichte Lachen, wie ein Video der Pressekonferenz zeigt - doch in der Karibik sah das offenbar noch anders aus: "In dem Moment dachte ich wirklich, dass ich nicht so sterben will." Naomi Osaka steht aktuell auf Platz vier der Weltrangliste. 2018 gewann sie die US- 2019 die Australian Open. Sie war die erste Asiatin an der Weltranglistenspitze. Die 22-Jährige ist Tochter eines Haitianers und einer Japanerin. Lesen Sie hier mehr: "Sie wird als Japanerin gefeiert - solange sie gewinnt." Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Wiederaufbau nach Buschfeuern: Morrison verspricht Milliarden-Hilfsgelder
    Nach massiven Vorwürfen im Umgang mit der Feuerkatastrophe hat Australiens Premier reagiert: Er stellt der Bevölkerung zwei Milliarden Dollar in Aussicht. Noch lodern allerdings mehr als 180 Brände. SAEED KHAN/ AFP Zerstörung nach den Buschfeuern im Südwesten Australiens
    Australiens Premierminister Scott Morrison hat seinem Land einen Wiederaufbau-Fonds von insgesamt zwei Milliarden australischen Dollar (umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro) in Aussicht gestellt, um die durch die Buschfeuer entstandenen Schäden zu bewältigen. Die Regierung werde bezahlen, "was auch immer es kostet", um sich von den Waldbränden zu erholen, sagte Morrison auf einer Pressekonferenz am Montag. Seit Monaten zerstören Buschbrände im Südosten des Kontinents weite Teile des Landes. Aufgrund der hohen Temperaturen und der Trockenheit hat die Feuerwehr kaum eine Chance, gegen die Flammen anzukommen. Der Premierminister war wegen seines Verhaltens in der Krise massiv unter Druck geraten: Opposition, Feuerwehr und Bevölkerung warfen ihm vor, das Ausmaß der Brände herunterzuspielen und sich als Landesoberhaupt unangemessen zu verhalten. Rohan Thomson/Getty Images Australischer Premierminister Scott Morrison: "Was auch immer es kostet" Lesen Sie hier einen Kommentar, warum Scott Morrison das Wohl der heimischen Kohleindustrie über den Schutz der Bürger stellt: Verrat an der Bevölkerung Die Ankündigung der Hilfsgelder könnte nun ein Versuch sein, das Ruder noch herumzureißen. Rund 500 Millionen australische Dollar des Rettungsfonds sollten bis Mitte des Jahres ausgeschüttet werden, sagte Morrison. Danach solle über ein Jahr hinweg eine Milliarde und danach noch einmal 500 Millionen zur Verfügung gestellt werden. Wenn es darüber hinaus noch finanziellen Bedarf gebe, würde auch dieser bereitgestellt werden, versicherte Morrison. Psychologische Unterstützung für Ersthelfer Vor allem die lokalen Regierungen und Landwirte in den betroffenen Gebieten sollten von dem Geld unterstützt werden, berichtete die Tageszeitung "Sydney Morning Herald". Darüber hinaus wolle die Regierung psychologische Hilfe für Ersthelfer bereitstellen und Anlaufstellen in den Orten einrichten, um sicherzustellen, dass jeder dort Zugang zu den staatlichen Diensten haben werde. "Wir werden die Zukunft dieses Landes sichern, indem wir in die zu erledigende Arbeit investieren", sagte Morrison demnach. Von den Regierungen der Bundesstaaten erwarte er, dass sie das Katastrophengeld in den Wiederaufbau von Brücken, Straßen und Schulen investieren würden, die durch die Brände zerstört wurden. Im Video: "Mein Nachbar sagte mir, dass mein Haus brennt"
    Das Ausmaß der Zerstörung für einzelne Unternehmen lässt sich noch nicht abschätzen. Versicherer nannten bisher Verluste von mehr als 375 Millionen australischen Dollar. Normalerweise tummeln sich an der australischen Küste um diese Zeit zahlreiche Touristen, nun mussten Freizeitparks, Urlaubsressorts, Restaurants und Bars schließen. Der Käsehersteller "Bega Cheese" beklagte, dass seine Umsätze um gut neun Prozent gesunken seien. Vor allem die Milchlieferanten seien betroffen, da ein großer Teil der Rinder verbrannt sei. Mehr zum Thema Die Auswirkungen der Feuer scheinen noch längst nicht gebannt. In der Hauptstadt Canberra war die Luft am Montag durch den Rauch gefährlich verschmutzt. Die Stadtregierung rief die Menschen dazu auf, drinnen zu bleiben. Einige Flüge wurden gestrichen. Museen, Geschäfte und Universitäten blieben geschlossen. Das Innenministerium forderte seine Mitarbeiter auf, für 48 Stunden zu Hause zu bleiben. Auch in Sydney warnte das Gesundheitsministerium vor der schlechten Luftqualität, die durch Smogpartikel beeinträchtigt wurde. Immerhin: An der Südostküste gab es ein wenig Regen, was den Kampf der Feuerwehr etwas erleichterte. Doch bereits am Freitag sollen steigende Temperaturen und Wind die Bedingungen für die Feuerwehrleute wieder drastisch verschlechtern. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria lodern noch mehr als 180 Feuer. Einige Gebiete sind weiter abgeschnitten. Seit Beginn der Brände im Oktober sind landesweit 24 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Häuser wurden zerstört. Sieben Millionen Hektar brannten nieder - das ist ungefähr ein Fünftel der Fläche Deutschlands. Eine Entwarnung ist nicht in Sicht. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Sternsinger: Wer waren die Heiligen Drei Könige?
    Zum Jahresbeginn sammeln Sternsinger Spenden für arme Kinder, im Gegenzug segnen sie Häuser mit einem Schriftzug. Was hat es mit dieser Tradition am Dreikönigstag auf sich? Karina Hessland/ imago images Sternsinger in Thüringen: Sie klingeln an Türen und schreiben die Buchstaben "C + M + B" an die Häuser
    Sie singen Lieder und sagen Sprüche für Spenden auf, die armen Kindern auf der ganzen Welt zugute kommen sollen: Anfang Januar verkleiden sich viele Jungen und Mädchen aus Gemeinden als die "Heiligen Drei Könige" namens Caspar, Melchior und Balthasar. Sie ziehen durch die Straßen, klingeln an Türen und schreiben die Buchstaben "C + M + B" an die Häuser. Worum geht es bei diesem Brauch? Der offizielle Name des sogenannten Dreikönigstags lautet "Erscheinung des Herrn". International gebräuchlicher ist Ephiphanie oder Ephiphanias - beides leitet sich vom altgriechischen Wort für Erscheinung ab. Der Brauch der Sternsinger geht auf die drei Könige zurück, die Jesus kurz nach seiner Geburt in Bethlehem besucht haben sollen. Wer waren die drei Könige? Der Überlieferung nach bekam Jesus wenige Tage nach seiner Geburt Besuch von drei Männern aus dem Orient. Martin Luther übersetzte ihre Herkunft aus dem griechischen Originaltext mit "Morgenland". Die im Matthäusevangelium sogenannten "Weisen" wurden im Laufe der Zeit zu den "Heiligen Drei Königen". Obwohl nicht bekannt ist, wer genau die Männer waren, sind sie unter den Namen Caspar, Melchior und Balthasar bekannt. Warum suchten die "Heiligen Drei Könige Jesus auf? Laut Bibel entdeckten sie einen besonders hellen Stern und vermuteten, dass dieser mit der Geburt des Königs der Juden in Verbindung steht. Sie folgten dem Stern - bis nach Bethlehem. Der Bibel zufolge brachten die Könige dem Neugeborenen Gold, Myrrhe und Weihrauch als wertvollen Geschenke. Die Auswahl der Geschenke hat eine Bedeutung: Gold wurde demnach wegen seiner Kostbarkeit mitgebracht, die Heilpflanze Myrrhe sollte das Kind vor Krankheiten schützen und Weihrauch stand als Zeichen dafür, dass Gott bei Jesus ist. Was bedeutet der Schriftzug "C + M + B"? Wenn die Sternsinger durch die Straßen ziehen, klingeln sie an den Türen und schreiben den Schriftzug "C + M + B" auf die Pfosten. Auch wenn es naheliegend zu sein scheint, die Buchstabenkombination bezieht sich nicht auf die Anfangsbuchstaben der Namen der Könige. Sie stehen aber für den Segen, den die Sternsinger bringen: "Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus". Gott soll das Haus durch den Besuch der Sternsinger beschützen. Ist der Dreikönigstag ein gesetzlicher Feiertag? Nicht in allen Bundesländern ist der Gedenktag der "Heiligen Drei Könige" ein gesetzlicher Feiertag, doch der Tag wirkt sich fast überall auf den Schulbeginn nach den Weihnachtsferien aus: Die Schule startet fast immer erst nach dem Dreikönigstag am 6. Januar. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Golden Globes 2020: Australier Russell Crowe nutzt Dankesrede für Klima-Appell
    Wegen der Buschbrände in seiner Heimat Australien ist Schauspieler Russell Crowe nicht zur Verleihung der Golden Globes gereist. Seine Dankesrede trug Jennifer Aniston vor - es wurde eine eindringliche Mahnung. Tiziana FABI/ AFP Russell Crowe (2018 in Rom): "Die Tragödie in Australien basiert auf dem Klimawandel"
    Russell Crowe hat seine Dankesrede bei den Golden Globes für einen eindringlichen Appell zur weltweiten Klimapolitik genutzt. "Die Tragödie in Australien basiert auf dem Klimawandel", ließ der australische Schauspieler von Laudatorin Jennifer Aniston verlesen. Sie erklärte, er sei wegen der Buschbrände bei seiner Familie in Australien geblieben. "Wir müssen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse handeln, weltweit unsere Arbeitskraft auf erneuerbare Energien umstellen und unseren Planeten als den einzigartigen und wunderbaren Ort respektieren lernen, der er ist", zitierte Aniston ihn weiter. Crowe gewann am Sonntagabend in Los Angeles den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie oder einem Fernsehfilm für "The Loudest Voice". Darin spielt er Roger Ailes, Produzent des rechtskonservativen Fernsehsenders Fox News. Die Golden Globes sind nach den Oscars die höchste Auszeichnung. Sie werden vom Verband der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernseh-Kategorien verliehen. In diesem Jahr ging das Beziehungsdrama "Marriage Story" mit sechs Nominierungen als Favorit ins Rennen. Das Mafia-Epos "The Irishman" von Martin Scorsese und Quentin Tarantinos "Once Upon a Time in Hollywood" hatten jeweils fünf Gewinnchancen. Moderiert wird die Gala zum fünften Mal von dem britischen Komiker Ricky Gervais. Die 77. Golden-Globes-Preisverleihung läuft derzeit noch, eine Liste mit den bisherigen Gewinnern finden Sie hier. Mehr zu den Bränden in Australien In Australien wüten seit Oktober verheerende Buschbrände, die Lage hatte sich jüngst noch einmal zugespitzt. Betroffen ist vor allem die Südostküste des Landes. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Brandsaison stieg am Sonntag auf 24. Mehr als 1500 Häuser und Gebäude wurden beschädigt. Im gesamten Land wurde inzwischen eine Fläche von der Größe Irlands zerstört. Auch zahlreiche Prominente nehmen Anteil: Die australische Schauspielerin Nicole Kidman erklärte auf Instagram, ihre Familie habe 500.000 Dollar (rund 448.000 Euro) an die Feuerwehr gespendet. Auch die US-Sängerin Pink kündigte eine solche Spende an. Sie sei beim Anblick der Bilder von den schrecklichen Bränden "völlig verzweifelt", schrieb Pink auf Twitter. Die Spende solle an die Feuerwehrleute gehen, die "an vorderster Front so schwere Arbeit leisten". Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • Nordrhein-Westfalen: Polizist erschießt Mann in Gelsenkirchen
    Ein 23-jähriger Polizeikommissaranwärter hat in Gelsenkirchen einen Mann erschossen: Der hatte zuvor einen Streifenwagen attackiert, er soll zudem mit einem Messer bewaffnet gewesen sein. Rene werner/IDA NewsMedia/ DPA Tatort vor der Polizeiwache-Süd in Gelsenkirchen
    Ein Polizist hat in Gelsenkirchen einen Mann erschossen, der sich mit einem Messer in der Hand Beamten genähert haben soll. Der 37-Jährige habe zunächst mit einem Gegenstand auf einen Streifenwagen geschlagen, der vor der Polizeiwache-Süd geparkt war, sagte Christopher Grauwinkel, Sprecher der Polizei in Gelsenkirchen. Anschließend sei der Mann mit dem Gegenstand in der erhobenen Hand auf die Beamten zugegangen. Dabei sei den Polizisten aufgefallen, dass er in der anderen Hand ein Messer gehalten habe. Der Mann habe trotz mehrerer Aufforderungen nicht gestoppt, hieß es von der Polizei. Daraufhin habe ein 23-jähriger Polizeikommissaranwärter mindestens einen Schuss abgegeben. Dieser sei tödlich gewesen. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern noch an. Geprüft werde auch ein möglicher terroristischer Hintergrund, hieß es von der Polizei. Nähere Details sind noch nicht bekannt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 06-01-2020
  • #MeToo-Prozess gegen Harvey Weinstein: Die Spur der Gewalt
    Dutzende Frauen werfen Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vor. Wegen zweier Fälle muss sich der Ex-Filmproduzent jetzt vor einem New Yorker Gericht verantworten. Weinstein selbst stellt sich als das eigentliche Opfer dar. Mark Lennihan/ AP/ DPA Auf der Anklagebank: Ex-Produzent Harvey Weinstein bei einer Vorab-Anhörung in New York
    Harvey Weinstein ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Bei einem Kautionstermin im Dezember schleppte sich der einst so machtvolle Ex-Filmproduzent mit einer Gehhilfe in den Gerichtssaal. Er war ausgemergelt, blass und kaum mehr wiederzuerkennen. Weinsteins Zustand sei die Folge eines Autounfalls, sagten seine Rechtsanwälte. Doch dank einer Wirbelsäulenoperation hoffe er, alsbald wieder fit zu sein. Wie fit, das wird sich an diesem Montag zeigen, wenn vor einem New Yorker Geschworenengericht der Prozess gegen Weinstein beginnt. Der 67-Jährige, dessen spektakulärer Sturz die #MeToo-Ära begründete, ist wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Ein Schuldspruch könnte ihn für den Rest seines Lebens ins Gefängnis bringen. Es ist das bedeutsamste Strafverfahren seit Beginn von #MeToo vor mehr als zwei Jahren. Beide Seiten erhoffen sich davon auch ein (freilich unterschiedliches) Urteil über die gesamte Bewegung. Mark Lennihan/ AP/ DPA Ausgemergelter Schatten seiner selbst: Weinstein bei einer Kautionsanhörung im Dezember Die Anklage will ein Zeichen setzen: Der Fall - der ganz Hollywood aufwühlte und zu weltweitem Widerstand gegen sexuelle Übergriffe gegen Frauen führte - symbolisiere Gerechtigkeit für alle Opfer sexueller Gewalt, erklärte Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance. Weinsteins Anwältin Donna Rotunno hingegen sieht ihren Mandanten selbst als Opfer einer männerfeindlichen Überreaktion: "Frauen sind verantwortlich für die Entscheidungen, die sie treffen." Der Weinstein-Skandal begann im Oktober 2017 mit Enthüllungen in der "New York Times" und im "New Yorker". Mehr als 80 Frauen, darunter Stars wie Angelina Jolie, Rose McGowan und Salma Hayek, beschuldigten Weinstein seither, sie sexuell angegriffen zu haben. Daraus erwuchsen Dutzende Zivilverfahren, die jetzt mit einem Vergleich enden sollen, der Weinstein finanziell begünstigt. Übrig blieb ein einziges Strafverfahren, das nun zur öffentlichen Verhandlung kommt. Es geht um die mutmaßlichen Übergriffe Weinsteins gegen zwei Frauen. Aus der großen Abrechnung wurde eine Abrechnung light. Abrechnung: Mutmaßliche Weinstein-Opfer Ashley Judd, Annabella Sciorra und Salma Hayek Der Anklage zufolge soll Weinstein Mimi Haleyi, eine damalige Angestellte seiner Produktionsfirma, 2006 in seiner New Yorker Wohnung zum Oralverkehr gezwungen haben. Eine zweite, nicht identifizierte Frau, mit der er eine längere Beziehung unterhalten habe, habe er 2013 in einem Hotelzimmer in Manhattan vergewaltigt. Vier weitere Frauen sollen als Zeuginnen der Anklage auftreten. Die bekannteste ist "Sopranos"-Schauspielerin Annabella Sciorra, die Weinstein beschuldigt, sie 1994 vergewaltigt zu haben. Diese Vorwürfe sind verjährt, könnten aber helfen, ein Verhaltensmuster nachzuweisen. Weinstein, gegen Kaution vorerst frei, behauptet, alle sexuellen Kontakte seien einvernehmlich gewesen. "Für die Staatsanwaltschaft wird es sehr, sehr schwierig, diesen Fall zu gewinnen", sagte der Strafverteidiger Jeffery Greco der Zeitschrift "Variety". Viele Geschworene dürften Weinsteins Verhalten zwar missbilligen, aber den Frauen Mitschuld geben. Diese knallharte Strategie deutete auch Anwältin Rotunno im "Wall Street Journal" an: "Geh doch einfach nicht mit aufs Hotelzimmer", wäre ihre eigene Devise gewesen. Trotzdem entpuppte sich der frühere Hollywood-Mogul Weinstein schon jetzt als schwieriger Mandant, der seine Verteidigung am liebsten selbst inszeniert. So verschliss er bereits zwei Anwaltsteams. Zuletzt warf Starjurist Benjamin Brafman hin, der den Rapper Sean "Diddy" Combs und Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn erfolgreich verteidigt hatte. Seth Wenig/AP Knallharte Strategie: Weinstein-Anwälte Damon Cheronis, Donna Rotunno und Arthur Aidala Richter James Burke will den Prozess, der zwei Monate dauern könnte, nicht zum Spektakel werden lassen. Er hat strikte Benimmregeln erlassen (keine SMS im Saal), für die rund 250 akkreditierten Reporter wie für die Zuschauer. Der erste Tag dient reinen Formalien, am Dienstag beginnt die Auswahl der Geschworenen aus einen Pool von 500 New Yorkern, danach folgen die Eröffnungsplädoyers. Ein Medienzirkus scheint aber unvermeidbar. Weinstein war fest verwurzelt in der New Yorker Society aus Medienmachern, Politikern und Anwälten. Bis heute wird er von manchen verteidigt. Als ihn zwei Frauen neulich in einer Bar beschimpften, wurden sie vor die Tür gesetzt. Prominente Vertreter Hollywoods und der #MeToo-Szene haben sich zum Prozess angesagt. Vor dem Gericht in Lower Manhattan dürfte es zu Kundgebungen kommen. Bei den bisherigen Anhörungen waren unter anderem die Schauspielerinnen Marisa Tomei und Amber Tamblyn dabei, außerdem die Staranwältin Gloria Allred, die mehrere mutmaßliche Weinstein-Opfer vertritt. Allreds Tochter Linda Bloom, ebenfalls eine Anwältin, soll eine Zeitlang für Weinstein gearbeitet haben, wie Reporter Ronan Farrow kürzlich enthüllte. Weinstein - dessen Filmfirma zerschlagen wurde - beklagt sich unterdessen, dass in Wahrheit er es sei, dem hier Unrecht widerfahre. "Ich fühle mich wie der vergessene Mann", sagte er der "New York Post" am Krankenbett. Er habe mehr Filme mit und über Frauen produziert als sonstwer und sein Vermögen oft für wohltätige Zwecke verwandt. "Wegen dem, was passiert ist, wurde das alles vernichtet." Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 05-01-2020
  • WM im Weihnachtsbaumwerfen: Weiter die Bäume nie fliegen
    Frank Schwender ist der offiziell beste Weihnachtsbaumwerfer der Welt: Zum sechsten Mal sicherte er sich am Sonntag den Weltmeistertitel - auch wenn er hinter seiner persönlichen Bestleistung zurückblieb. Uwe Anspac/ DPA
    Im pfälzischen Weidenthal sind am Sonntag die neuen "Weltmeister" im Weihnachtsbaumwerfen gesucht worden. Bei nasskaltem Wetter mussten die Konkurrenten einen Dreikampf absolvieren: Sie warfen etwa 1,50 Meter große Fichten wie einen Speer, schleuderten sie wie einen Leichtathletik-Hammer und bugsierten sie in der Hochsprunganlage über eine Latte. Die einzelnen Werte wurden addiert. Hunderte Zuschauer verfolgten das Spaß-Turnier. Die ausgelobten Preise haben einen eher ideellen Wert: Es handelt sich um Elchfiguren aus Holz. Bei den Herren errang Rekordweltmeister Frank Schwender seinen sechsten Titel. Mit 23,17 Metern gewann der Verkaufsleiter aus Frankeneck vor Clemens Hötger aus Kaiserslautern (22,49 Meter). Seinen 2016 aufgestellten Weltrekord von 25,01 Metern konnte Schwender dieses Jahr allerdings nicht übertreffen. Bei den Damen setzte sich Titelverteidigerin Margret Klein-Raber (17,47 Meter) aus Siersburg (Saarland) gegen Annika Lange aus Kaiserslautern (16,18 Meter) durch. Klein-Raber war im vergangenen Jahr erstmals überhaupt bei dem Wettbewerb angetreten und hatte auf Anhieb in allen drei Einzeldisziplinen Weltrekorde aufgestellt. Der örtliche Fußballklub FC Wacker Weidenthal trug das Turnier in dem Ort mit rund 2000 Einwohnern in Rheinland-Pfalz zum 14. Mal aus. Um Christbäume, die vorher in Wohnzimmern standen, handelt es sich bei den Sportgeräten aber nicht. "Sie stammen aus dem Gemeindewald und werden kurz vor der WM geschlagen", sagte Organisator Herbert Laubscher. "Echte gebrauchte Weihnachtsbäume können wir nicht verwenden, da sie ausgetrocknet sind, ihre Nadeln schnell verlieren und auch die Zweige leichter brechen würden." Im vergangenen Jahr nahmen 55 Männer und 30 Frauen teil. Am Sonntag meldeten sich 92 Männer, 40 Frauen und 35 Kinder an und sorgten damit für einen neuen Rekord. Die Idee zu dem ausgefallenen Wettkampf hatten Laubscher zufolge ehemalige Fußballer des FC Wacker Weidenthal, inspiriert von der Aktion eines Möbelhauses. Den Wettbewerb habe man dann zum Dreikampf ausgebaut. Um dem Klamauk mehr Gewicht zu verleihen, wurde er zur "Weltmeisterschaft" erklärt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 05-01-2020
  • Tödliches Unglück in Südtirol: “Da habe ich die Leute über die Straße fliegen sehen”
    Sechs junge Deutsche starben, als ein Sportwagen in Südtirol in eine Menschengruppe fuhr. Nun werden weitere Details über den Unglückshergang bekannt - und über die Rolle des offenbar betrunkenen Fahrers. Lino Mirgeler/DPA Trauerende am Unglücksort in Luttach: Wie schnell fuhr der Unfallverursacher?
    Die Polizei steht nach dem tödlichen Unglück in Südtirol noch am Anfang ihrer Ermittlungen, doch der Ablauf des Geschehens im Ort Luttach wird schon jetzt klarer. Ein offenbar betrunkener Autofahrer war am frühen Morgen in eine Gruppe junger Urlauber aus Deutschland gefahren. Er war wohl auch deutlich zu schnell unterwegs, wie jetzt ein Augenzeuge sagte. Er habe den Autofahrer mit viel zu hohem Tempo herannahen sehen, habe ihn noch zu warnen versucht und das Licht seines Wagens aufblenden lassen, sagte der Busfahrer, der die Gruppe zuvor transportiert hatte. "Da habe ich schon die Leute über die Straße fliegen sehen." Sechs Menschen starben noch an der Unfallstelle, elf weitere erlitten zum Teil schwerste Verletzungen. Bei einem ersten Test stellten Ermittler beim Unfallfahrer mehr als 1,9 Promille Alkohol im Blut fest. Der Busfahrer sagte, er habe die jungen Leute gerade aussteigen lassen. Die Gruppe habe in ihre Unterkunft gehen wollen, wozu sie demnach die Straße überqueren musste. Die Todesopfer, Touristen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, sollen gerade auf dem Heimweg von einem Discobesuch gewesen sein. Die Mehrzahl der Todesopfer stammt wohl aus Nordrhein-Westfalen. Das gab NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auf Twitter bekannt. "Dieses schreckliche Unglück macht mich fassungslos und unendlich traurig", schrieb der CDU-Politiker. "Nordrhein-Westfalen steht angesichts dieser schlimmen menschlichen Tragödie an der Seite der Angehörigen der Todesopfer und der Verletzten." Das Fahrzeug sei in eine Gruppe aus insgesamt 17 Menschen gefahren, teilte die Polizei mit. Die Ermittler gehen von einem Unfall aus, nicht von einer absichtlichen Tat. Helmut Abfalterer von der Feuerwehr sagte der "Tageszeitung Online": "Es hat ausgesehen wie auf einem Schlachtfeld." Der Fahrer des Autos kam in ein Krankenhaus, wo er unter Polizeibewachung behandelt wird. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der mehrfachen Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Dem Sender Rai Südtirol zufolge drohen ihm im Falle einer Verurteilung bis zu zwölf Jahre Haft. Die Polizei ermittle den Hergang des Unglücks, hieß es beim Landeskommando der Carabinieri. Die Opfer müssten noch identifiziert werden. In der Gruppe hätten sich nicht alle untereinander gekannt und nicht alle hätten Dokumente bei sich gehabt, teilten die Behörden mit. Freiwillige Feuerwehr Luttach/DPA Feuerwehr am Unglücksort: "Es hat ausgesehen wie auf einem Schlachtfeld" Das Auswärtige Amt nahm Kontakt zu den italienischen Behörden auf. Mitarbeiter des Generalkonsulats in Mailand unterstützen bei der Identifizierung der Verunglückten. Sie würden auch bei der Betreuung der Betroffenen helfen. Vertreter der Einsatzkräfte und der örtlichen Behörden zeigten sich auf einer Pressekonferenz am Vormittag entsetzt über den Vorfall. "Das neue Jahr beginnt mit dieser schrecklichen Tragödie", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher laut Rai. "Wir sind alle geschockt." In dem Ort soll es seit Längerem Klagen geben über Autos, die auf der Hauptstraße rasen. Luttach ist ein Dorf der Gemeinde Ahrntal, die etwas mehr als tausend Einwohner hat und im äußersten Norden Südtirols liegt. Die Gegend liegt in Norditalien an der Grenze zu Österreich und ist ein Ski- und Wintersportgebiet. Der Ort ist beliebt bei deutschen Jugendgruppen, die zum Skifahren kommen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 05-01-2020
  • Überschwemmungen in Tel Aviv: Junges Paar ertrinkt im Aufzug
    Selbst Taucher konnten dem eingeschlossenen Paar nicht rechtzeitig helfen: In Israel sind zwei Menschen während Überschwemmungen ums Leben gekommen. Sie waren in einem Fahrstuhl gefangen.
    Ein junges Paar ist bei schweren Überschwemmungen in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv in einem Aufzug ertrunken. Die beiden blieben in der unterirdischen Parkgarage eines Wohnhauses im Lift stecken, als sie zu ihrem Auto gelangen wollten, wie israelische Medien berichteten. Der tödliche Unfall ereignete sich am Samstag im ärmeren Süden der Küstenmetropole. Der Mann und die Frau konnten den Berichten zufolge erst nach längerer Zeit von Tauchern und Feuerwehrleuten aus dem voll gelaufenen Fahrstuhl geborgen werden. Trotz Rettungsversuchen starben sie kurz darauf. Die Hinterbliebenen warfen der Stadtverwaltung vor, sich jahrelang nicht um das marode Abflusssystem in dem Viertel gekümmert zu haben. Wegen ungewöhnlich starker Regenfälle waren am Samstag größere Teile Tel Avivs überschwemmt worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu äußerte sich am Sonntag erschüttert über den Tod des jungen Paares. Er sei in Kontakt mit den zuständigen Behörden, "um sicherzustellen, dass sich so etwas in der Zukunft nicht wiederholen wird", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 05-01-2020