Wiessen

  • Flugtaxis: Bahn-Tochter Schenker steigt bei Volocopter ein
    Volocopter-Flugtaxi Das von Alexander Zosel gegründete Unternehmen weitere Branchenexperten einstellen, um die Expansion voranzutreiben. (Foto:& Reuters) Die Bahn-Logistiktochter DB Schenker wird Gesellschafterin des Flugtaxi-Herstellers Volocopter. Wie der Essener Speditionskonzern mitteilte, beteiligt er sich an der dritten Finanzierungsrunde des 2010 gegründeten Start-ups, die dem Bruchsaler Unternehmen weitere 87 Millionen Euro in die Kassen bringt – und damit die Gesamtfinanzierung auf 122 Millionen Euro nach oben treibt.Zu den Geldgebern gehörten in der Vergangenheit schon Daimler, Intel und der chinesische Autobauer Geely. Neben Schenker kommen nun unter anderem die japanische Versicherungsgruppe Mitsui Sumitomo und eine Venture-Capital-Tochter von Japan Airlines hinzu.Ausschlaggebend für den Einstieg Schenkers sind Pläne des badischen Unternehmens, neben seinen elektrisch betriebenen – teilweise autonomen – Personenhubschraubern künftig Frachtdrohnen zu produzieren.Im Oktober 2019 stellte Volocopter ein erstes Modell dieser Art der Öffentlichkeit vor. Die Schwerlastdrohne, die künftig unter dem Namen „VoloDrone“ produziert wird, soll in der Logistik, der Landwirtschaft und der öffentlichen Versorgung eingesetzt werden. Schenker-Vorstandschef Jochen Thewes setzt in das Engagement hohe Erwartungen. „Mit der Integration der VoloDrone in unsere zukünftigen Lieferketten können wir den Wunsch unserer Kunden nach schneller, emissionsneutraler Auslieferung auch an schlecht erreichbaren Orten bedienen“, sagt er. Parallel zum finanziellen Einstieg sicherte sich Thewes eine Mitsprache bei Volocopter. So erhält der 48-Jährige einen Sitz im Advisory Board, dem Aufsichtsrat des Unternehmens. Einzug in das Gremium erhalten nun außerdem Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche und Geely-Finanzvorstand Yifan „Frank“ Li.Mit ihrer Beteiligung wird die Bahn-Tochter erneut zur Vorreiterin in Sachen Verkehrstechnologie. Vergangenen Sommer brachte DB Schenker bereits in Schweden einen autonom fahrenden Lastwagen auf die Straße, der als erster weltweit eine Verkehrszulassung erhielt.Das frische Geld, das Volocopter zufließt, soll unter anderem genutzt werden, um eine zweite Generation der VoloDrone zur Marktreife zu führen. Zudem will das von Alexander Zosel gegründete Unternehmen weitere Branchenexperten einstellen, um die Expansion voranzutreiben. Sogar einen Börsengang wolle man vorbereiten, kündigte Aufsichtsratschef Stefan Klocke am Donnerstag an. Mehr: Toyota investiert fast 400 Millionen Dollar in Flugtaxis. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 21-02-2020By Christoph Schlautmann
  • Mobilfunkmarkt: Deutsche Telekom holt bessere Bedingungen für US-Übernahme heraus
    T-Mobile Eine Filiale von T-Mobile am Times Square in New York: Die Telekom-Tochter gewinnt weiter rasant Kunden. (Foto:& dpa) Die Deutsche Telekom kann in den USA den nächsten Erfolg verbuchen. Der Telekommunikationskonzern hat die Konditionen für die Fusion seiner US-Mobilfunktochter T-Mobile mit dem Konkurrenten Sprint neu verhandelt. Damit erhalten die Deutschen von Sprint-Hauptaktionär Softbank zusätzliche Anteile im Wert von derzeit fünf Milliarden Dollar.Die Nachricht fällt mitten in den Endspurt um die seit zwei Jahren angestrebte Fusion von T-Mobile und Sprint. Grund für das Entgegenkommen von Softbank ist das zuletzt schwächelnde Geschäft bei Sprint. Während T-Mobile weiterhin rasant Kunden gewinnt und den Umsatz steigert, läuft das Geschäft von Sprint seit Bekanntgabe der Fusion immer schlechter. Die Telekom hat diese Lage ausgenutzt, um neu zu verhandeln.Statt 9,75 Sprint-Aktien pro T-Mobile-Aktie wird das Tauschverhältnis nun bei elf Sprint-Aktien pro T-Mobile-Aktie liegen. Damit gibt Softbank knapp 49 Millionen T-Mobile-Aktien ab, die dem japanischen Investor nach den ursprünglichen Konditionen zugestanden hätten. Das entspricht nach dem Schlusskurs vom Donnerstag einem Wert von rund fünf Milliarden Dollar.Wenn die Fusion abgeschlossen ist, würde die Telekom nun 43 Prozent der Anteile des fusionierten Unternehmens halten und Softbank 24 Prozent. Die restlichen 33 Prozent sollen an der Börse gehandelt werden. „Mit dem heutigen Abkommen widmen wir nun unsere Aufmerksamkeit dem Ziel, diese Transaktion abzuschließen und mit der neuen T-Mobile bereits am 1. April zu starten“, sagte der designierte Vorstandsvorsitzende Mike Sievert.Auch bei den Softbank-Aktionären kam das Ergebnis gut an, obwohl die Japaner Zugeständnisse machen mussten. Der Aktienkurs stieg im Morgenhandel zwischenzeitlich um 3,3 Prozent. Der neue Kompromiss hat nun auch die letzten verbliebenen Zweifel über die Zukunft der Fusion ausgeräumt. Für Softbank ist dies ein wichtiger Schritt, auf den Unternehmensgründer Masayoshi Son seit seinem teuren Einstieg bei Sprint gewartet hatte. Sons Plan war immer eine Fusion mit einem Rivalen. Letztlich musste er zwar froh sein, als Juniorpartner in den Bund zu ziehen. Aber Softbank wird so endlich Sprints Schulden aus der Bilanz los – und vor allem das Risiko, dass sich der Mobilfunkanbieter ohne Partner vollends zum Sanierungsfall entwickelt hätte.Gericht lehnte Klage von mehreren Bundestaaten abErst vor wenigen Wochen hatte ein New Yorker Gericht eine Klage von mehr als einem Dutzend Bundesstaaten gegen die 26 Milliarden Dollar schwere Fusion von T-Mobile und Sprint abgelehnt. Auch die zuständigen Kartellbehörden und die Telekommunikationsaufsicht haben ihr Okay unter Auflagen gegeben.Zwei Hürden stehen jedoch noch aus: Es fehlt noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen in Kalifornien sowie die richterliche Genehmigung der Entscheidung der Kartellbehörde, der so genannte 'Tunney Act'. Das ist ein Gesetz, wonach ein Gericht das Okay für die Entscheidungen der Wettbewerbsaufsicht im Justizministerium geben muss. Im Fall von T-Mobile und Sprint waren mit der Genehmigung der Fusion erhebliche Auflagen verbunden: Damit die Verbraucher auch weiterhin zwischen vier Mobilfunkanbietern wählen können, muss Sprint seine Prepaid-Lizenzen an den Fernseh-Satelliten-Betreiber Dish abgeben. Dish bekommt außerdem günstigen Zugang zum Netz der neuen T-Mobile. So soll Dish in der Lage sein, einen schlagkräftigen Wettbewerber aufzubauen.Die Zustimmung des Gerichts gilt so gut wie sicher. Etwas unklarer ist die Lage bei der Zustimmung der Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen in Kalifornien, der California Public Utilities Commission (CPUC).Wie ein CPUC-Sprecher bestätigte, haben T-Mobile und Sprint um eine Entscheidung bis zum 1. April gebeten. Das hat die Behörde bisher noch nicht entschieden. Bislang hatte die Behörde mitgeteilt, dass die Entscheidung voraussichtlich im späten Frühjahr fallen werde, was Juni bedeuten könnte.Die CPUC muss darüber entscheiden, ob die Übertragung der Kontrolle von Sprint auf T-Mobile gut für die kalifornischen Verbraucher ist. Sie kann die Fusion nicht komplett stoppen. Aber sie könnte ihre Genehmigung durchaus an bestimmte Konditionen in dem wichtigen Bundesstaat Kalifornien binden. Je nachdem, welche Konditionen das sind, könnte das eine Übernahme unattraktiv machen.Derzeit befinde man sich noch in der Phase der Zeugenvernehmung, sagte der Sprecher der CPUC. Damit wird die Zeit langsam knapp für den 1. April: Wenn der zuständige Commissioner Clifford Rechtschaffen und der zuständige Richter Karl Bemesderfer ihre Entscheidung veröffentlichen, müssen weitere 30 Tage vergehen, damit sich die Parteien äußern können. Erst danach wird die fünfköpfige Kommission zusammenkommen und darüber abstimmen. Mehr: Die Deutsche Telekom hat bei der Fusion in den USA gezockt und gewonnen – eine große Leistung. Ein Kommentar. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 21-02-2020
  • Softwarekonzern: SAP baut seinen Vorstand um
    SAP Der Softwarekonzern bemüht sich verstärkt um die Kundenzufriedenheit. (Foto:& AFP) Nach dem Führungswechsel im vergangenen Jahr geht bei SAP der Umbau weiter. Der Softwarehersteller löst das Ressort Global Business Services (GBS) auf und verteilt die Aufgaben auf zwei andere Vorstandsbereiche. Ziel sei es, Funktionen „bereichsübergreifend zusammenzuführen“, erklärte Co-Chefin Jennifer Morgan am Donnerstag in einer Mitteilung.In diesem Zuge beendet Michael Kleinemeier, 62, seinen Vorstandsvertrag, der bis Ende des Jahres laufen sollte. Zudem verlässt Personalvorstand Stefan Ries, 53, das Unternehmen mit unbekanntem Ziel und ohne Angabe von Gründen. Er war bis 2024 bestellt. Der Dax-Konzern will die Aufgaben des Managers bis zur Hauptversammlung im Mai neu regeln.SAP bemüht sich unter dem neuen Führungsduo Christian Klein und Jennifer Morgan verstärkt um die Kundenzufriedenheit. Die lässt zu wünschen übrig, wie die geringe Weiterempfehlungsbereitschaft unter den Anwendern zeigt. Dabei spielt die einheitliche Ansprache der Unternehmen eine zentrale Rolle – erst im Januar organisierte das Management deswegen den Vertrieb neu.SAP bündelt nun alle Einheiten, die direkt gegenüber den Kunden auftreten: Adaire Fox-Martin leitet neben dem Vertrieb auch den Service, ihr Vorstandsbereich erhält den Namen „Customer Success“. Thomas Saueressig trägt in seinem Ressort „Product Engineering“ künftig die Verantwortung für alle produktbezogenen Teams, neben Produktmanagement und Entwicklung künftig auch die Wartung. Mehr: SAP erhöht die Dividende um fünf Prozent – und die Aktie steigt auf ein Rekordhoch. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 20-02-2020By Christof Kerkmann
  • Softwarekonzern: Ein Vorstandsressort für Kundenerfolg – SAP strukturiert um
    SAP Der Softwarekonzern bemüht sich verstärkt um die Kundenzufriedenheit. (Foto:& AFP) Nach dem Führungswechsel im vergangenen Jahr geht bei SAP der Umbau weiter. Der Softwarehersteller löst das Ressort Global Business Services (GBS) auf und verteilt die Aufgaben auf zwei andere Vorstandsbereiche. Ziel sei es, Funktionen „bereichsübergreifend zusammenzuführen“, erklärte Co-Chefin Jennifer Morgan am Donnerstag in einer Mitteilung.In diesem Zuge beendet Michael Kleinemeier, 62, seinen Vorstandsvertrag, der bis Ende des Jahres laufen sollte. Zudem verlässt Personalvorstand Stefan Ries, 53, das Unternehmen mit unbekanntem Ziel und ohne Angabe von Gründen. Er war bis 2024 bestellt. Der Dax-Konzern will die Aufgaben des Managers bis zur Hauptversammlung im Mai neu regeln.SAP bemüht sich unter dem neuen Führungsduo Christian Klein und Jennifer Morgan verstärkt um die Kundenzufriedenheit. Die lässt zu wünschen übrig, wie die geringe Weiterempfehlungsbereitschaft unter den Anwendern zeigt. Dabei spielt die einheitliche Ansprache der Unternehmen eine zentrale Rolle – erst im Januar organisierte das Management deswegen den Vertrieb neu.SAP bündelt nun alle Einheiten, die direkt gegenüber den Kunden auftreten: Adaire Fox-Martin leitet neben dem Vertrieb auch den Service, ihr Vorstandsbereich erhält den Namen „Customer Success“. Thomas Saueressig trägt in seinem Ressort „Product Engineering“ künftig die Verantwortung für alle produktbezogenen Teams, neben Produktmanagement und Entwicklung künftig auch die Wartung. Mehr: SAP erhöht die Dividende um fünf Prozent – und die Aktie steigt auf ein Rekordhoch. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 20-02-2020By Christof Kerkmann
  • Softwarekonzern: SAP baut Vorstand um: Ein Ressort für Kundenerfolg
    Führungsduo von SAP Die Manager bemühen sich verstärkt um die Zufriedenheit der Kunden. (Foto:& Sepp Spiegl) SAP bemüht sich unter dem neuen Führungsduo Christian Klein und Jennifer Morgan verstärkt um die Kundenzufriedenheit – an der hat es zuletzt gehapert. Ein großer Kritikpunkt: Die Unternehmen monieren die mangelnde Integration der viele Produkte, die der Softwarehersteller verkauft. Mit einer neuen Aufstellung des Vorstands will SAP die verschiedenen Bereiche besser integrieren. Der Softwarehersteller löst das Ressort Global Business Services (GBS) auf überträgt die Aufgaben auf zwei andere Bereiche. Ziel sei es, die Abläufe stärker an den Kunden zu orientieren, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung. In diesem Zuge verlässt Michael Kleinemeier, 62, nach mehr als 30 Jahren das Unternehmen. Sein Vorstandsvertrag, bis Ende des Jahres terminiert, wird vorzeitig beendet. Zudem geht Personalvorstand Stefan Ries, 53, mit unbekanntem Ziel und ohne Angabe von Gründen. Er war bis 2024 bestellt. Der Dax-Konzern will die Aufgaben des Managers bis zur Hauptversammlung im Mai neu verteilen. Der SAP-Betriebsratsvorsitzende Ralf Zeiger erklärte, dass das Unternehmen den richtigen Weg gehe. „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass der Betriebsrat früher und intensiver in geplante Veränderungsprozesse eingebunden wird“, mahnte er an. Die Arbeitnehmervertretung begrüßte die Umstrukturierung: Es sei der richtige Weg, um „zu stärker kundenorientierten Abläufen und Prozessen zu gelangen“, erklärte Betriebsratsvorsitzender Ralf Zeiger gegenüber dem Handelsblatt. Er mahnte aber: „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass der Betriebsrat früher und intensiver in geplante Veränderungsprozesse eingebunden wird.“SAP bündelt mit dem Umbau nun alle Einheiten, die direkt gegenüber den Kunden auftreten: Adaire Fox-Martin leitet neben dem Vertrieb auch den Service. Ihr Vorstandsbereich erhält den Namen „Customer Success“. Thomas Saueressig wiederum übernimmt die Verantwortung für einen großen Teil der produktbezogenen Teams, neben Produktmanagement und Entwicklung künftig auch die Wartung. Bei der Umstrukturierung bezieht SAP einen Großteil der Tochterunternehmen ein, die der Konzern in den vergangenen Jahren übernommen hat, etwa Ariba, Fieldglass und Concur. In dem Ressort Cloud Business Group, das Co-Chefin Morgan leitet, verbleiben somit nur der Marktforschungsspezialist Qualtrics sowie die Produktstrategie und -entwicklung des Bereiches Customer Experience. Betriebsrat sieht noch BeratungsbedarfDas Ziel: Anwender sollen einen einheitlichen Ansprechpartner haben, wenn es Fragen zu Produkten gibt oder Probleme auftreten. „Unsere Kunden erwarten von uns zu Recht, dass unser Angebotsportfolio nahtlos integriert ist und alle Lösungen reibungslos zusammenarbeiten“, sagte Co-Chef Christian Klein. Das sei maßgeblich für den Erfolg. Für SAP ist die Integration ein wichtiges Verkaufsargument im Wettbewerb mit Salesforce, Workday, Infor und Oracle. Wenn die Systeme des deutschen Konzerns aufeinander abgestimmt sind, müssen Kunden weniger in Einführung und Wartung investieren, zudem können sie leichter Aufgaben automatisieren und neue Geschäftsmodelle einführen. SAP will deswegen im Laufe des Jahres wichtige betriebswirtschaftliche Prozesse über mehrere Produkte hinweg abbilden. Es handle sich „um das größte Engineering-Programm, das wir haben“, sagte Technikchef Jürgen Müller in der vergangenen Woche. Mit der Umstrukturierung vollzieht der Vorstand die Vereinfachungen für die Kunden in der eigenen Organisation nach. Zudem trägt die Umstrukturierung der Tatsache Rechnung, dass sich die Softwareentwicklung in den vergangenen Jahren verändert hat. Bei Cloud-Diensten, wie SAP sie anbietet, leisten die Programmierer in der Regel auch einen großen Teil der Wartung, anders als bei der klassischen Methode. Die Umsetzung dürfte die Organisation indes noch einige Zeit beschäftigen. Es gebe „noch Lücken im Organisationsdesign und bei Beschreibungen von Verantwortungen und Aufgaben“, monierte der Betriebsrat am Donnerstag in einer internen E-Mail an die Mitarbeiter. Auch bei den „geplanten Maßnahmen des nun einsetzenden Change Managements“ sieht die Mitarbeitervertretung Auffälligkeiten. Sie mahnt daher weitere Beratungen an.Mehr: SAP erhöht die Dividende um fünf Prozent – und die Aktie steigt auf ein Rekordhoch. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 20-02-2020By Christof Kerkmann
  • Larry Tesler: Erfinder des „Copy-and-Paste“-Befehls gestorben
    Ausschneiden, kopieren, einfügen Larry Tesler gilt als Erfinder der „Copy-and-Paste“-Zwischenablage. (Foto:& dpa) Der Mann, der eine der wichtigsten Ideen zur Bedienung von Computern hatte, ist tot: Larry Tesler gilt als Erfinder der „Copy-and-Paste“-Zwischenablage. Tesler schrieb den dazugehörigen Software-Code in den 70er-Jahren am Innovationslabor Xerox Parc im kalifornischen Palo Alto. Erstmals in die Hände von Verbrauchern kam die Funktion erst einige Jahre später in Apple-Computern. Apples Gründer Steve Jobs hatte bei einem Besuch in Xerox Parc die Bedeutung vieler dort entstandener Ideen wie der Bedienung des Computers per Maus und grafischem Interface erkannt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 20-02-2020
  • Softwarehersteller: SAP schließt alle Büros in Indien wegen Schweinegrippe-Virus
    Bauarbeiter vor dem SAP-Gebäude in Bangalore Bis auf weiteres sollten die Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten. (Foto:& Imago) Zwei Mitarbeiter des Software-Konzerns SAP in Indien sind positiv auf das Grippe-Virus H1N1 getestet worden. Der Dax-Konzern schließe daher vorsorglich alle Büros in Indien, teilte SAP am Donnerstag mit. Die Büros würden desinfiziert. Bis auf weiteres sollten die Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten. SAP hat Büros in der indischen Techmetrople Bangalore, in der Wirtschaftsmetropole Mumbai und in Gurgaon nahe der Hauptstadt Neu-Delhi. Der H1N1-Virus ist in der Öffentlichkeit auch als Schweinegrippe bekannt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 20-02-2020
  • Bitkom-Umfrage: Lieber bruchfreies Glas als 5G beim Smartphone: Verbraucher zögern bei neuer Technik
    Werbung für Smartphone mit 5G Die Smartphone-Hersteller rüsten sich für den neuen Mobilfunkstandard. (Foto:& AP) Die Smartphone-Hersteller rüsten sich für 5G: Zahlreiche Unternehmen wollen im Laufe des Jahres Geräte auf den Markt bringen, die mit dem neuen Standard kompatibel sind – nach der Absage des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona verbreiten sie die Ankündigungen nun bei separaten Veranstaltungen oder gleich per Pressemitteilung. Auch die Mobilfunkanbieter machen bereits Werbung für die neue Technologie.Die Verbraucher sind bei der neuen Technologie aber noch zurückhaltend, gerade in Deutschland. So spielen bei der Anschaffung neuer Smartphones Faktoren wie Robustheit und Ausdauer die größte Rolle. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Branchenverband Bitkom am Donnerstag veröffentlicht hat. Auch die Zahlungsbereitschaft für 5G-Tarife ist nach wie vor gering. Allerdings ist die Mobilfunktechnik bisher auch nur punktuell verfügbar. „Ein neues Netz entsteht nicht über Nacht“, sagte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland und Mitglied des Bitkom-Hauptvorstands. „Und genauso wenig setzt sich auch eine neue Mobilfunkgeneration im Gebrauch der Menschen gleich in wenigen Monaten durch.“ Wie die Vorgängergenerationen auch werde 5G aber von der Nische in die Masse wandern.5G ist die Abkürzung für die fünfte Mobilfunkgeneration. Sie verspricht deutlich mehr Leistung: Die Geschwindigkeit ist höher, es kommt nur zu geringen Verzögerungen bei der Datenübertragung, und der Stromverbrauch fällt niedriger aus. Zudem können die Mobilfunkanbieter das Netzwerk in unterschiedliche Bereiche aufteilen und Kunden beispielsweise eine zuverlässige Verbindung oder eine hohe Datenübertragung garantieren – etwa für die Industrie 4.0 oder die Telemedizin. Vodafone-Manager Ametsreiter "Ein neues Netz entsteht nicht über Nacht", sagt der Manager. (Foto:& dpa) Die Verbraucher sehen den Nutzen bislang aber offenbar nicht. Laut der Bitkom-Studie halten nur 46 Prozent 5G-Kompabilität für eine wichtige Funktion. Deutlich mehr legen Wert auf einen robusten Bildschirm (86 Prozent), eine lange Akkulaufzeit (82 Prozent) und eine hochwertige Verarbeitung (85 Prozent), zudem auf großen Speicherplatz (73 Prozent). Nicht zuletzt ist der Preis ein Kriterium: Zwar kostete ein Mobiltelefon durchschnittlich 530 Euro und damit noch mehr als im Vorjahr, der Wunschpreis liegt im Mittel aber bei nur 193 Euro.Beobachter erwarten rasante Verbreitung der TechnologieDie Zurückhaltung dürfte damit zu tun haben, dass die kommerzielle Einführung 5G erst im vergangenen Jahr begonnen hat und der schnelle Standard bislang nur in ausgewählten Städten und in ausgewählten Bereichen verfügbar ist. Bei einer 5G-Abdeckung würden sich aber 18 Prozent der Smartphone-Nutzer auf jeden Fall und 38 Prozent möglicherweise ein kompatibles Gerät kaufen, um die Technik nutzen zu können. Zudem ist die Zahlungsbereitschaft für einen entsprechenden Tarif auf durchschnittlich sieben Euro pro Monat gestiegen.Beobachter erwarten allerdings in den nächsten Jahren eine rasante Verbreitung der neuen Technologie. Der Marktforscher Strategy Analytics schätzt, dass in diesem Jahr bereits zehn Prozent der weltweit verkauften Geräte für den neuen Standard gerüstet sein werden. Zum einen, weil Apple Gerüchten zufolge erste iPhone-Modelle damit ausstatten und vielen Kunden damit einen Grund für ein Upgrade bieten wird. Zum anderen, weil bald die Preise vieler Modelle auf unter 500 Euro sinken dürften.Die Nachfrage entwickle sich stärker als gedacht, meinte Analyst Ken Hyers. Das gelte bislang für China und Südkorea, wo der Wettbewerb und Subventionen der Netzbetreiber für Nachfrage sorgen, künftig aber auch für andere Regionen: „Wir erwarten, dass die USA und Europa später in diesem Jahr die Lücke schließen.“ Allerdings sorgt die Verbreitung des Coronavirus für große Unsicherheit: China ist sowohl die wichtigste Produktionsstätte für Smartphones als auch ein wichtiger Absatzmarkt für die Hersteller. Erst kürzlich kassierte Apple wegen der Epidemie den Ausblick fürs laufende Quartal. Marktforscher revidieren daher bereits ihre Prognosen. Mehr: Studie – Sieben von zehn Erwachsenen sind unsicher im Umgang mit digitaler Technik. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 20-02-2020By Christof Kerkmann
  • Chip-Entwickler: Dialog Semiconductor übernimmt US-Firma Adesto für 500 Millionen Dollar
    Dialog-Zentrale in Germering Der Chip-Entwickler zahlt einen Aufschlag von rund 57 Prozent auf den Adesto-Schlusskurs vom Mittwoch. (Foto:& Reuters) Der deutsch-britische Chip-Entwickler Dialog Semiconductor übernimmt für 500 Millionen Dollar die US-Firma Adesto Technologies. Dialog zahle 12,55 Dollar je Aktie, wie Dialog mitteilte. Das ist ein Aufschlag von rund 57 Prozent auf den Adesto-Schlusskurs vom Mittwoch. Für 2019 rechnet Adesto mit Einnahmen von 118 Millionen Dollar. Durch die Übernahme erweitere Dialog sein Angebot um differenzierte Cloud-vernetzte Lösungen, die die Verbreitung von Anwendungen für die Industrie 4.0 vorantreiben. Der Zukauf solle innerhalb des ersten Kalenderjahres nach dem Abschluss, der für das dritte Quartal erwartet wird, einen positiven Beitrag zum Gewinn pro Aktie leisten.Mehr: Das Coronavirus bremst die Chipindustrie. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 20-02-2020
  • Telekommunikation: Mehr Umsatz, mehr Gewinn: Die Telekom ist im Angriffsmodus
    Timotheus Höttges Der Telekom-Vorstandschef legt gute Zahlen vor – steht aber noch vor einer Reihe von Herausforderungen. (Foto:& AFP) Die Deutsche Telekom befindet sich nach Ansicht von Timotheus Höttges im Angriffsmodus. Die Bilanz des vergangenen Jahres feierte der Konzernchef als die beste in der Geschichte des Unternehmens. Einerseits sind Umsatz und Gewinn gestiegen. Andererseits weist der Konzern aber auch gestiegene Schulden aus und senkt die Dividende. Das alles geschieht vor dem Hintergrund, dass die 26 Milliarden Dollar umfassende Fusion der US-Tochter T-Mobile mit dem Rivalen Sprint kurz vor dem Abschluss steht. „Der Deal liegt auf der Straße“, sagte Höttges.Höttges sieht seine Firma damit als Vorbild für die gesamte deutsche Wirtschaft. „Das ist dann die größte Fusion eines deutschen Unternehmens in den USA jemals“, fügte der Telekom-Chef hinzu. T-Mobile US und Sprint bringen es zusammen auf 140 Millionen Kunden und einen Börsenwert von 120 Milliarden Dollar. Die US-Rivalen AT&T und Verizon sind an der Börse indes rund doppelt so viel Wert. Diese Lücke müsse geschlossen werden.In den USA sieht Höttges den Konzern bereits als Marktführer. Auch in Europa steht die Telekom stärker da. Für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte der Konzern ein Plus beim Umsatz von 6,4 Prozent auf 80,5 Milliarden Euro ausweisen. Das ist Rekord. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda), aus denen die Telekom die Leasingkosten rausrechnet, konnte der Konzern um 7,2 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro verbessern. Auch das ist Rekord. Der Konzernüberschuss stieg um fast 80 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Das ist kein Rekord, aber dennoch eine beachtliche Zahl.Bei alldem Jubel in Bonn stehen die Telekom und Konzernchef Höttges jedoch auch vor einer Reihe von Herausforderungen. Dazu gehören offene Fragen in den USA, aber auch Probleme in Europa. Die Fusion in den USA ist noch nicht abgeschlossen. Die Telekom hat viele der Hürden vor Behörden und vor US-Gerichten genommen. Das finale Okay steht aber noch aus. In Bonn glaubt zwar kaum noch jemand, dass der 26 Milliarden Dollar schwere Zusammenschluss von T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint noch scheitern könnte. Aber einige Details sind noch unklar.Verzögerungen in den USAEs fehlt noch eine richterliche Genehmigung zum sogenannten „Tunney Act“. Zudem steht noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen in Kalifornien, der California Public Utilities Commission (CPUC), aus. Die richterliche Genehmigung schätzen Insider als nahezu sicher ein. Die Behörde in Kalifornien könnte zwar nicht den ganzen Deal stoppen, aber neue Auflagen verhängen.Die Telekom strebt einen Abschluss für den 1. April an, sagte Höttges. Doch dieses Ziel dürfte kaum zu halten sein, wenn die Telekom sich nicht über eine Entscheidung aus Kalifornien hinwegsetzen will. Die Prozesse, Zeugenvernehmungen und nötigen Fristen könnten noch deutlich länger als bis Anfang April dauern, sagte ein CPUC-Sprecher.Gleichzeitig steht die Telekom in den USA vor großen Investitionen. Der Konzern erwartet zwar Synergien in Höhe von 43 Milliarden Dollar. Jedoch hatte die Telekom auf Druck der Gerichte, Bundesstaaten und Wettbewerbswächter ihre Ziele für den Netzausbau in den USA weiter nach oben geschraubt. T-Mobile-CEO John Legere hatte versprochen, mehr als 40 Milliarden Dollar zu investieren. Gleichzeitig ist er mit Kampfpreisen in den Markt gegangen. Und er hat versprochen, diese während der kommenden drei Jahre nicht anzuheben.
    Telekom-Chef Höttges stellt am Mittwoch klar, der Konzern werde das Geschäft in den USA nicht mit Geld aus Europa stützen. Dennoch dürfte eine gelungene Fusion den Schuldenstand der Telekom zumindest zwischenzeitlich erhöhen. Zwar werde die Fusion über einen Aktientausch abgewickelt. Gleichzeitig bringe Sprint jedoch erhebliche Schulden mit in das gemeinsame Unternehmen. „Wir haben noch keinen vollen Zugang zu den Büchern von Sprint“, sagte Telekom-Finanzchef Christian Illek. Deshalb könne der komplette Umfang der Schulden von Sprint auch noch nicht vollständig bemessen werden. Die Telekom könnte die Situation nutzen, um die Konditionen für den Deal nachzuverhandeln. Nach derzeitigem Vertrag würde die Telekom 42 Prozent der Aktien am vereinigten Unternehmen bekommen, bei 67 Prozent der Stimmrechte sowie neun der 14 Sitze im Aufsichtsrat. Doch seit der Vertrag geschlossen wurde, hat sich die Sprint-Aktie schleppend entwickelt, während die T-Mobile-US-Aktie stark zugelegt hat. „Wir prüfen das“, sagt Höttges. Die Telekom wolle gleichzeitig nichts unternehmen, was den Abschluss der Fusion weiter verzögern würde.Auf der Aufgabenliste für Höttges steht aber nicht nur die Fusion in den USA, sondern auch einige Herausforderungen in Europa. Deutschlandchef Dirk Wössner wird die Telekom zum Ende des Jahres verlassen. Ausgerechnet der Heimatmarkt ist für die Telekom eine echte Herausforderung. Der 5G-Ausbau wird teuerIn Deutschland muss die Telekom gleich doppelt in ihr Netz investieren. Zum einen will sie den Ausbau des nächsten Mobilfunkstandards 5G vorantreiben. Der Ausbau hat noch gar nicht richtig begonnen, da schlagen sich die Investitionskosten schon deutlich in der Bilanz nieder. 2019 habe die Telekom mehr investiert als je zuvor, sagt Höttges. „13,1 Milliarden Euro, davon in Deutschland rund 5,5 Milliarden.“Aber noch ist nicht klar, ob die Telekom für den Ausbau Technik ihres wichtigsten Lieferanten Huawei verwenden darf. In mehreren EU-Staaten wird ein Ausschluss aufgrund von Sicherheitsbedenken debattiert – auch in Deutschland. „Ich weiß, dass einige von Ihnen die Investitionen kritisch sehen. Aber ich finde, es hat sich gelohnt“, sagt Höttges in einer Telefonkonferenz mit Investoren.Für Deutschland konnte die Telekom für das Jahr 2019 ein moderates Umsatzwachstum um 0,9 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro verbuchen. Das operative Betriebsergebnis (Ebitda) verbesserte sich um 3,8 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Im Mobilfunk wuchs der Kundenstamm um 4,5 Prozent auf rund 46 Millionen. Aber der Zuwachs entfiel vor allem auf das Prepaid-Geschäft. Bei den besonders attraktiven Vertragskunden musste die Telekom einen Rückgang um 0,6 Prozent ausweisen. Im Festnetz baut Vodafone nach der Übernahme von Unitymedia im vergangenen Jahr das Geschäft aus und kann über das Glasfasernetz Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde anbieten, während die Telekom ihren Kunden im besten Fall 250 Megabit bieten kann.Höttges räumt zwar ein, dass das Wettbewerbsumfeld hart sei. Telefónica hatte sich als Netzbetreiber mit dem höchsten abgewickelten Datenvolumen gefeiert. Vodafone hatte hingegen gesagt, der Konzern habe die meisten aktiven SIM-Karten in Deutschland, da aber auch SIM-Karten etwa
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-02-2020By Stephan Scheuer
  • Wachwechsel: So ordnet Ulrich Lehner seine Nachfolge im Aufsichtsrat der Telekom
    Ulrich Lehner Die Leitung des Aufsichtsrats der Telekom ist eine der wichtigsten Funktionen, die in der deutschen Unternehmenswelt zu vergeben sind. (Foto:& Imago) Zwölf Jahre nach der Übernahme des Amts bereitet Ulrich Lehner den Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom vor. Auf der kommenden Hauptversammlung im März werde er den Aktionären den Fahrplan für die Nachfolgeregelung vorstellen, erfuhr das Handelsblatt aus informierten Kreisen. Lehner wird zwar seine Pläne vorstellen, seinen schnellen Abschied von der Position des Aufsichtsratsvorsitzenden wird es aber nicht geben. Seine Amtszeit läuft noch bis zur Hauptversammlung im Jahr 2022 – und die Zeit wolle er auch ausschöpfen, hieß es aus seinem Umfeld. Lehner selbst wie auch die Telekom wollten sich nicht dazu äußern.Dass der 73-Jährige beim nächsten Aktionärstreffen aber nun eine gewisse Klarheit schafft, scheint nötig geworden zu sein. Denn innerhalb des Aufsichtsrats wird laut Beteiligten immer öfter und offener über den künftigen Vorsitz des Kontrollgremiums gesprochen. „Es ist jetzt einerseits nicht so, dass Ulrich Lehner dazu aufgefordert worden wäre, endlich abzutreten. Aber andererseits mehren sich eindeutig die Stimmen, die in Anlehnung an Lehners Alter erwarten, dass er den Übergabeprozess nun zügig einleitet und dann auch umsetzt“, sagte ein Vertreter der Kapitalseite dem Handelsblatt. Die Leitung des Aufsichtsrats des Bonner Konzerns ist eine der wichtigsten Funktionen, die in der deutschen Unternehmenswelt zu vergeben sind. Mehr noch als ihre Marktmacht ist die politische Komponente bedeutsam. Auch Jahrzehnte nach dem Börsengang des Konzerns ist der Bund weiter mit 32 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Lehner mit „richtigem Maß“Zwei Abgesandte der Bundesregierung sitzen im Aufsichtsrat und vertreten dort die Interessen des Landes. Wer auch immer das Amt des Kontrollgremiumvorsitzenden ausübt, muss auf die Befindlichkeiten der Regierung in Berlin Rücksicht nehmen. Lehner selbst hat dabei aus Sicht einiger Aufsichtsratskollegen exakt „das richtige Maß“ gefunden. Die Kommunikation mit dem Bund sei in all den Jahren überraschend geräuschlos gelaufen, sagte ein Kontrolleur. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum Lehner nun auch aktiv die Suche nach seinem Nachfolger betreiben könne. Alternativ wäre denkbar gewesen, dass die Bundesregierung als größter Aktionär die Auswahl für die Position im Alleingang trifft. Wahrscheinlich aber würde eine derart vor allem politisch motivierte Entscheidung bei anderen großen Aktionären wie den Fonds auf scharfe Kritik stoßen, die auch auf einer Hauptversammlung zur Sprache kommen würde, sagte ein Beteiligter.Der zukünftige Aufsichtsratschef müsste neben der Fähigkeit, die Interessen der Politik zu berücksichtigen (Stichwort: Dividendenpolitik), eine Reihe weiterer Kriterien erfüllen. Lehner selbst hat einmal im kleinen Kreis beschrieben, wie er das Profil des idealen Kandidaten sieht. Neben einer breiten Fachkenntnis und Erfahrung in Aufsichtsgremien gehört dazu eine Historie als Vorstandschef in einem Konzern. Eine Jobbeschreibung, die auch auf ihn selbst zutrifft, hatte Lehner doch zuvor den Konsumgüterkonzern Henkel geleitet. Wenn die Aktionäre am 26. März in Bonn zur nächsten Hauptversammlung zusammenkommen, dann dürfte Lehner dort den versammelten Eigentümern seine Vorstellungen für einen geregelten Prozess präsentieren. Ex-BMW-Chef Krüger gilt als FavoritIn den darauffolgenden Monaten würden die Kandidaten gesichtet und würde eine Auswahl getroffen. Bis zur Hauptversammlung im Jahr 2021 würde der Prozess wohl abgeschlossen sein. Und die Aktionäre würden spätestens dann Klarheit haben, wer das wichtige Amt im Jahr 2022 von Lehner übernimmt, wie es in Kreisen des Aufsichtsrats hieß.Der Wachwechsel bei der Telekom würde demnach wohl geräuschlos verlaufen können. Auch wenn weiterhin die Frage im Raum stehen könnte, ob Lehner sich nicht vielleicht doch früher von dem Amt zurückzieht, hieß es.Absehbar ist, dass der Vorsitz von einem Kandidaten besetzt werden dürfte, der bereits jetzt Mitglied des Aufsichtsrats ist. Gleich drei aktuelle Mitglieder erfüllen die Kriterien: erfahren im Umgang mit der Politik, interessiert an Technik und erprobt in der Führung eines Vorstands. Es sind Michael Kaschke, früherer Chef von Carl Zeiss, Ex-Software-Boss Karl-Heinz Streibich sowie der Automanager Harald Krüger. Als Reservekandidat wäre noch Lars Hinrichs zu nennen, der Gründer des Karriereportals Xing.Als Favorit gilt im Kreis der Aufseher der langjährige BMW-Chef Krüger. Dieser genießt im Gremium die allerbeste Reputation – sowohl auf der Kapitalseite wie auch bei den Arbeitnehmern. „Krüger ist als langjähriges Mitglied des Aufsichtsrats mit der Telekomthematik schon bestens befasst und bringt als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von BMW auch die nötige Erfahrung im Umgang mit Aktionären und den Finanzmärkten mit“, lobt ein langjähriges Mitglied des Telekom-Aufsichtsrats.Zwei Amtszeiten für Krüger möglicherAußerdem würde Krüger stark „integrative Eigenschaften“ besitzen sowie genügend Empathie, um den digitalen Transformationsprozess auch mit Blick auf Anpassungen in der Belegschaft voranzutreiben, sagte der Kontrolleur. Mit einem Alter von 54 Jahren wäre Krüger zudem in der Lage, mindestens zwei Amtszeiten als Aufsichtsratsvorsitzender zu übernehmen. Krüger hatte seinen Posten bei BMW im vergangenen Jahr vorzeitig an seinen Nachfolger Oliver Zipse übergeben. Als ein Grund wurde genannt, dass er bei der Transformation des Konzerns womöglich nicht konsequent genug sein könnte. Eine Eigenschaft, die er bei der Telekom allenfalls begleitend und moderierend benötigen würde, verfolgt doch Konzernchef Timotheus Höttges die Firmenziele bereits mit einer gewissen Härte. Bei einer Wahl von Krüger käme es allerdings zu einer in der deutschen Industrie ungewöhnlichen Konstellation: Höttges ist 57 Jahre alt. Der Jüngere würde also den Älteren kontrollieren. Die anderen Kandidaten auf der Liste hätten dieses Problem nicht. Streibich ist 68 Jahre alt, Kaschke 62. Mehr: Im Heimatgeschäft wachsen für den Marktführer die Herausforderungen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-02-2020
  • Softwarehersteller: SAP erhöht Dividende um fünf Prozent – Aktie steigt auf Rekordhoch
    SAP-Vorstände SAP-Finanzvorstand Luka Mucic mit den Co-Chefs Jennifer Morgan und Christian Klein. (Foto:& action press) Trotz hoher Kosten für ein Restrukturierungsprogramm will SAP die Dividende fürs Geschäftsjahr 2019 erhöhen. Der Aufsichtsrat habe am Mittwoch in Abstimmung mit dem Vorstand vorgeschlagen, 1,58 Euro pro Aktie zu zahlen – eine Erhöhung von 5,3 Prozent, hieß es in einer Mitteilung des Softwareherstellers. Die Ausschüttung beläuft sich auf insgesamt 1,89 Milliarden Euro, rund 56 Prozent des Gewinns nach Steuern.Im Zuge einer bereits angekündigten zusätzlichen Kapitalausschüttung hat der Softwarehersteller zudem den Rückkauf eigener Aktien beschlossen. Bis Ende des Jahres sind dafür 1,5 Milliarden Euro vorgesehen. „Unsere Ausschüttungspolitik stellt sicher, dass unsere Aktionäre an unserem Erfolg teilhaben“, erklärte Finanzchef Luka Mucic. Der Aktienrückkauf sei „ein wichtiges Instrument zur Steigerung des Unternehmenswerts“. SAP steigerte 2019 den Umsatz um zwölf Prozent auf 27,55 Milliarden Euro, allerdings sank der Gewinn nach Steuern – vornehmlich wegen eines Restrukturierungsprogramms – um 17 Prozent auf 3,387 Milliarden Euro. Dass der Softwarehersteller trotzdem mehr an die Aktionäre ausschüttet, dürfte mit dem Druck von Investoren wie dem Hedgefonds Elliott Management zu tun haben, der im Frühjahr 2019 einen kleinen Anteil erworben hatte.Der Softwarehersteller aus Walldorf ist mit einer Börsenbewertung von gut 156 Milliarden Euro wertvollster Konzern im Dax. Die Aktie stieg am Mittwochnachmittag auf einen Rekordkurs von mehr als 129 Euro. Die meisten Analysten empfehlen das Papier zum Kauf, das durchschnittliche Ziel liegt bei rund 135 Euro. Mehr: SAP hat einen Zeitplan für die bessere Integration der eigenen Software vorgelegt und verspricht seinen Kunden baldige Verbesserungen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-02-2020By Christof Kerkmann
  • Raumfahrt: Space Adventures will mit SpaceX Touristen ins All schießen
    Falcon Heavy von SpaceX Das US-Unternehmen Space Adventures will zusammen mit SpaceX bis Mitte 2022 Touristen ins Weltall schießen. (Foto:& dpa) Das US-Unternehmen Space Adventures will zusammen mit SpaceX bis Mitte 2022 Touristen ins Weltall schießen. Die Firma teilte mit, dass man sich mit dem privaten Raumfahrtunternehmen von Star-Entrepreneur Elon Musk dafür auf die Benutzung der Raumkapsel „Dragon“ geeinigt habe. Dabei soll die Reise aber nicht wie bei Weltall-Reisenden zuvor zur Internationalen Raumstation ISS in 400 Kilometer Höhe über der Erde gehen, sondern etwa drei Mal höher.Bis zu vier Hobby-Astronauten auf einmal sollen Space Adventures zufolge mit der Falcon-Rakete starten, die ebenfalls von SpaceX produziert wird. Zu einem stolzen Preis: Der „LA Times“ zufolge sprach Space Adventures-Chef Tom Shelley am Dienstag von Dutzenden Millionen Dollar. Die Nasa hatte letztes Jahr geschätzt, dass ein privater Ausflug zur ISS 58 Millionen Dollar kosten würde. Das dürfte die Zahl der Interessenten deutlich einschränken.Dafür könnte der Flug laut einem Werbevideo bis zu fünf Tage dauern - was in der winzigen Transportkapsel eine Herausforderung wäre. Nach zuletzt geglückten Härtetests der „Dragon“ soll sie in den kommenden Monaten zum ersten Mal Astronauten zur internationalen Raumstation bringen.Mehr: In der Raumfahrt entsteht ein neuer Milliardenmarkt – auch in Deutschland. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-02-2020
  • Hewlett Packard Enterprise: Neuer Supercomputer „Hawk“ in Stuttgart soll Pandemien berechnen
    Supercomputer In der jüngsten Liste der weltweit 500 schnellsten Superrechner nehmen Anlagen in den USA, China und in der Schweiz die vordersten Plätze ein. (Foto:& obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH) Im Höchstleistungsrechenzentrum HLRS in Stuttgart geht ein neuer Supercomputer ans Netz. Die Rechenanlage mit dem Projekt-Namen „Hawk“ wurde von dem Hersteller Hewlett Packard Enterprise (HPE) gebaut und ist vier Mal schneller als der bislang an dem Zentrum der Universität betriebene Großrechner namens „Hazel Hen“. Nach Angaben von HLRS-Direktor Michael Resch ist „Hawk“ gemeinsam mit dem „SuperMUC-NG“ in München der schnellste Computer Deutschlands, wenn er voraussichtlich im April/Mai seine volle Leistung entfalten wird. Im weltweiten Vergleich der Superrechner steht „Hawk“ laut Resch dann wohl etwa auf dem zehnten Platz.Die Investitionskosten von rund 44 Millionen Euro werden je zur Hälfte vom Bund und dem Land Baden-Württemberg getragen.Mit dem neuen Superrechner sind noch komplexere Simulationen für Wissenschaft und Industrie möglich. So soll berechnet werden können, wie Windräder gestaltet werden müssen, damit die Anlagen den meisten Strom erzeugen und dabei für die Anwohner den geringsten Lärm machen. Im Flugzeugbau kann „Hawk“ den Windwiderstand von Tragflächen berechnen, um zu sehen, wie diese optimal gestaltet sein müssen. Ziel der Wissenschaftler ist es aber, künftig auch von Menschen beeinflusste Entwicklungen wie Pandemien oder Flüchtlingsströme zu berechnen. Resch hofft, dass man in drei bis fünf Jahren so weit sein wird. Solche Berechnungen sind nach Reschs Angaben besonders anspruchsvoll, weil menschliches Verhalten schwer vorhersehbar ist.„Hawk“ erbringt eine Spitzenleistung von 26 Petaflops. Ein Petaflop entspricht einer Billiarde Fließkomma-Berechnungen pro Sekunde. In der jüngsten Liste der weltweit 500 schnellsten Superrechner nehmen Anlagen in den USA, China und in der Schweiz die vordersten Plätze ein. Demnach ist der bislang schnellste deutsche Rechner der „SuperMUC-NG“ im Leibniz-Rechenzentrum in München. Die Hauptspeicherkapazität von „Hawk“ beträgt 1,4 Petabyte. Das ist etwa 250.000 Mal so viel wie der Speicher eines normalen Arbeitscomputers. Mehr: Lesen Sie hier, warum Quantencomputer in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-02-2020
  • Mobilfunk: Telefónica Deutschland holt gegenüber den Rivalen auf
    Telefónica-Deutschlandzentrale in München Im abgelaufenen Quartal konnte das Unternehmen die Umsätze im Jahresvergleich um 0,8 Prozent auf 1.341 Milliarden Euro steigern. (Foto:& dpa) Telefónica Deutschland war lange Zeit das Sorgenkind in der deutschen Mobilfunkbranche. Bis heute hat der Betreiber das schwächste Netz hierzulande. Aber die deutsche Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns kann aufholen. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen, der unter der Marke O2 auftritt, seinem Umsatz 1,1 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Zudem konnte die Firma mit 1,5 Millionen neuen Vertragskunden so viele Anschlüsse wie seit Übernahme von E-Plus vor mehr als fünf Jahren gewinnen. Entsprechend positiv zeigte sich Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas bei der Vorstellung der Quartalszahlen. „Wir haben geliefert“, sagte er am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten. Die Entwicklung schlägt sich auch in der wichtigen Größe der Serviceumsätze im Mobilfunk nieder. Im abgelaufenen Quartal konnte Telefónica die Umsätze im Jahresvergleich um 0,8 Prozent auf 1.341 Milliarden Euro steigern.Damit liegt Telefónica zwar hinter der Deutschen Telekom, aber vor dem Rivalen Vodafone. Die wichtige Kerngröße der Serviceumsätze im Mobilfunk gingen im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich leicht von 1,299 Milliarden Euro auf 1,273 Milliarden zurück. Vodafone feierte sich als „größter Mobilfunkanbieter Deutschlands“ und versuchte diese Aussage mit 50 Millionen SIM-Karten im Netz zu belegen. Diese Zahl taugt allerdings kaum als Indikator für das Geschäft. Denn anders als andere Netzbetreiber wie die Telekom oder Telefónica weist Vodafone in vernetzten Geräten verbaute SIM-Karten mit aus – zum Beispiel der vernetzen Kaffeemaschine. In der viel wichtigeren Kennzahl der Mobilfunkkunden musste Vodafone einen Rückgang um 2,6 Prozent auf 29.642 im vergangenen Quartal hinnehmen.Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung sitzt weder in der Vodafone-Zentrale in Düsseldorf noch beim Hauptquartier von Telefónica in München, sondern in Montabaur. Dort hat United Internet (1&1, GMX, web.de) seinen Hauptsitz. Der Anbieter hat knapp zehn Millionen Mobilfunkkunden, aber kein eigenes Netz. Gründer Ralph Dommermuth mietet dafür Kapazitäten bei Telefónica und Vodafone an. Aufgrund der Übernahme von E-Plus durch Telefónica bekommt United Internet einen von den Wettbewerbshütern in Brüssel geregelten Zugang zum Netz der Münchener. Bei Vodafone muss er frei aushandeln. Und diese Verhandlungen liefen im vergangenen Jahr über lange Zeit schwierig, wie das Handelsblatt erfuhr. Daraufhin begann Ralph Dommermuth, viele Kunden von Vodafone auf das Netz von Telefónica zu migrieren. Wie viele genau, ist nicht klar. Keines der Unternehmen schlüsselt auf, wie viele der zehn Millionen United-Internet-Kunden letztlich das Netz von Telefónica oder das Netz von Vodafone nutzen. Aber Insider bestätigten dem Handelsblatt, dass der Effekt der Migration von United Internet Vodafone belastet, während der Telefónica nutzt. Mehr: Deutsche Telekom steigert Gewinn, die Verschuldung nimmt zu – die Blitzanalyse. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-02-2020By Stephan Scheuer