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  • Spanien meldet jetzt mehr Fälle als Italien – Daten, Grafiken, Karten
    Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von einer Million weltweit überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Demnach waren am Freitagnachmittag mehr als 1.033.000 Menschen weltweit von der Krankheit betroffen. An der Lungenkrankheit Covid-19, die das vor drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 auslösen kann, starben demnach bislang weltweit mehr als 54.300 Menschen. In den USA gibt es mit mehr als 245.000 die meisten Infizierten. In Europa war lange Italien mit Abstand am stärksten von dem neuen Virus betroffen. Am Freitagnachmittag dann meldete Spanien nach Angaben der Johns-Hopkins-Universtität mehr Fälle, nämlich über 117.700. Fast 11.000 Menschen starben dort demzufolge an der Krankheit Covid-19. In Italien waren am Donnerstagnachmittag den Daten der Universität zufolge 115.200 Fälle und fast 14.000 Tote bekannt. Mehr als 95 Prozent der am neuen Coronavirus gestorbenen Menschen in Europa waren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation über 60 Jahre alt. Mehr als die Hälfte sei über 80 gewesen. Das Alter sei nicht der einzige Risikofaktor, der eine schwere Form des Virus begünstigen könne, sagte Kluge. „Junge Menschen sind nicht unbesiegbar“ „Die bloße Vorstellung, dass Covid-19 nur ältere Menschen betrifft, ist sachlich falsch“, sagte Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, am Donnerstag. „Junge Menschen sind nicht unbesiegbar.“ Kluge sagte, mehr als 80 Prozent der tödlichen Coronavirus-Fälle hätten mindestens eine chronische Erkrankung gehabt, wie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck oder Diabetes. Was positiv sei: „Es gibt Berichte über Menschen über 100, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden und sich jetzt – seitdem – vollständig erholt haben“, sagte Kluge. Über 245.000 bestätigte Fälle in den USA In den USA stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: Freitagnachmittag) auf über 6000. Insgesamt wurden in den USA bislang mehr als 245.000 Corona-Fälle gemeldet – mehr als in jedem anderen Land. Im Ursprungsland des neuen Coronavirus, China, wurden bis Donnerstagnachmittag mehr als 82.500 Fälle gezählt. Die Infektionen ohne Symptome fließen in diese Gesamtzahl jedoch weiterhin nicht ein, sondern werden separat gezählt. Mehr als 3320 Menschen in China starben an den Folgen der Erkrankung. In Frankreich sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität Stand Freitagmorgen mittlerweile fast 60.000 Personen infiziert, mehr als 5300 Menschen starben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Freitag mit 79.696 angegeben – ein Plus von 6174 seit dem Vortag. Laut Johns Hopkins Universität gab es – Stand Freitagnachmittag – 85.063 bestätigte Infektionen und 1111 Todesfälle. Damit sind in Deutschland mittlerweile mehr Infizierte gemeldet als in China. Der Anteil der verstorbenen Corona-Patienten liege inzwischen bei 1,2 Prozent, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Viele Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 würden noch behandelt. „Wir müssen mit einem weiteren Anstieg der Sterberate rechnen“, betonte Wieler. In Bayern ist ein leicht positiver Trend erkennbar. Die Zahl der Neuinfektionen sei auf 9,4 Prozent gesunken, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag in München. „Die Kurve flacht leicht ab.“ Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten nur noch in mehr als 6 Tagen. Vor den Schulschließungen habe sich die Zahl alle 2,5 Tage verdoppelt, sagte der Ministerpräsident. Das RKI wertet auch die Fallzahlen in den einzelnen Landkreisen und Kreisfreien Städten in Deutschland aus. Die meisten Infektionsfälle weist demnach (Stand: Freitag, 0 Uhr) München (3028) auf, gefolgt von Hamburg mit 2596 Fällen. Verstorben sind bisher laut RKI in München fünf Patienten, in Hamburg 16. Besonders stark betroffen sind neben dem Hotspot Heinsberg (Nordrhein-Westfalen, 1376 Infektionen) auch Köln (1525) und die Region Aachen (976). Die niedrigste Zahl mit bislang sechs Infizierten weist laut RKI die Stadt Eisenach auf. Die meisten Infektionen gemessen an der Einwohnerzahl gibt es inzwischen im Landkreis Tirschenreuth (Bayern), dem Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) und dem Hohenlohekreis (Baden-Württemberg). Alle aktuellen und weltweiten Entwicklungen zum Coronavirus können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen. Haben Sie Fragen zum Coronavirus? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten und Informationen. So verbreitet sich das Coronavirus in Ihrem Bundesland Coronavirus in Bayern: Aktuelle Zahlen und Daten zur Corona-Krise Coronavirus in Baden-Württemberg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Berlin: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hamburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hessen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Thüringen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Bremen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Niedersachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Nordrhein-Westfalen: Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Saarland: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Brandenburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Schleswig-Holstein: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen-Anhalt: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Let's block ads! 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    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Stadt Düsseldorf verbietet Hamsterkäufe
    In einigen Supermärkten gibt es wegen der Corona-Krise kaum noch Nudeln und Toilettenpapier. Damit soll in Düsseldorf nun Schluss sein. Die Stadt verbietet jetzt offiziell das Hamstern von Produkten. © Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Deutschland meldet mehr Infizierte als China – Sterberate steigt – Daten, Grafiken, Karten
    Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von einer Million weltweit überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Demnach waren am Freitag früh 1.015.500 Menschen weltweit von der Krankheit betroffen. An der Lungenkrankheit Covid-19, die das vor drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 auslösen kann, starben demnach bislang weltweit mehr als 53.000 Menschen. In den USA gibt es mit 245.000 die meisten Infizierten. Mehr als 95 Prozent der am neuen Coronavirus gestorbenen Menschen in Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation über 60 Jahre alt gewesen. Jüngste Statistiken zeigten, dass in Europa Berichten zufolge 30.098 Menschen gestorben seien, vor allem in Italien, Frankreich und Spanien, sagte Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, am Donnerstag. Mehr als die Hälfte sei über 80 gewesen. Das Alter sei nicht der einzige Risikofaktor, der eine schwere Form des Virus begünstigen könne, sagte Kluge. „Die bloße Vorstellung, dass Covid-19 nur ältere Menschen betrifft, ist sachlich falsch“, sagte Kluge bei einer im Internet übertragenen Pressekonferenz in Kopenhagen. „Junge Menschen sind nicht unbesiegbar.“ Kluge sagte, mehr als 80 Prozent der tödlichen Coronavirus-Fälle hätten mindestens eine chronische Erkrankung gehabt, wie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck oder Diabetes. Was positiv sei: „Es gibt Berichte über Menschen über 100, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden und sich jetzt – seitdem – vollständig erholt haben“, sagte Kluge. Über 245.000 bestätigte Fälle in den USA In den USA stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: Donnerstagabend) auf über 5983. Insgesamt wurden in den USA bislang mehr als 245.000 Corona-Fälle gemeldet – mehr als in jedem anderen Land. Insgesamt hätten sich bislang mehr als 92.000 Menschen im Bundesstaat New York mit dem Erreger Covid-19 angesteckt, rund 52.000 davon in der Millionenmetropole New York. 13.000 Patienten liegen im Bundesstaat deswegen im Krankenhaus. 2373 Menschen starben nach einer Infektion. Im Ursprungsland des neuen Coronavirus, China, wurden bis Donnerstagnachmittag mehr als 82.400 Fälle gezählt. Die Infektionen ohne Symptome fließen in diese Gesamtzahl jedoch weiterhin nicht ein, sondern werden separat gezählt. Mehr als 3320 Menschen in China starben an den Folgen der Erkrankung. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen Freitag mit 79.696 angegeben – ein Plus von 6174 seit dem Vortag. Laut Johns Hopkins Universität gab es – Stand Freitagmorgen – 84.794 bestätigte Infektionen und 1107 Todesfälle. Damit sind in Deutschland zum ersten Mal mehr Infizierte gemeldet als in China. Der Anteil der verstorbenen Corona-Patienten liege inzwischen bei 1,2 Prozent, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Viele Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 würden noch behandelt. „Wir müssen mit einem weiteren Anstieg der Sterberate rechnen“, betonte Wieler. In Bayern ist ein leicht positiver Trend erkennbar. Die Zahl der Neuinfektionen sei auf 9,4 Prozent gesunken, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag in München. „Die Kurve flacht leicht ab.“ Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten nur noch in mehr als 6 Tagen. Vor den Schulschließungen habe sich die Zahl alle 2,5 Tage verdoppelt, sagte der Ministerpräsident. Am stärksten betroffen in Europa ist weiterhin Italien. Dort gab es Stand Freitag früh mehr als 115.200 bestätigte Fälle. Mehr als 13.900 Menschen starben in Italien – mehr als in jedem anderen Land auf der Welt. Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 932 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.935, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mitteilte. Es war der zweite Tag in Folge mit mehr als 900 und bereits der siebte in Serie mit mehr als 800 Toten in Spanien. In Frankreich sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität Stand Freitagmorgen mittlerweile fast 60.000 Personen infiziert, mehr als 5300 Menschen starben. Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten nur noch in mehr als 6 Tagen. Vor den Schulschließungen habe sich die Zahl alle 2,5 Tage verdoppelt, sagte der Ministerpräsident. Daher sei eindeutig: Ohne die getroffenen Maßnahmen hätte sich die Situation dramatisch entwickelt, so Söder. Das RKI wertet auch die Fallzahlen in den einzelnen Landkreisen und Kreisfreien Städten in Deutschland aus. Die meisten Infektionsfälle weist demnach (Stand: Donnerstag früh) München (3028) auf, gefolgt von Hamburg mit 2596 Fällen. Verstorben sind bisher laut RKI in München fünf Patienten, in Hamburg 16. Besonders stark betroffen sind neben dem Hotspot Heinsberg (Nordrhein-Westfalen, 1376 Infektionen) auch Köln (1525) und die Region Aachen (976). Die niedrigste Zahl mit bislang vier Infizierten weist laut RKI die Stadt Eisenach auf. Die meisten Infektionen gemessen an der Einwohnerzahl gibt es inzwischen im Landkreis Tirschenreuth (Bayern), dem Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) und dem Hohenlohekreis (Baden-Württemberg). Alle aktuellen und weltweiten Entwicklungen zum Coronavirus können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen. Haben Sie Fragen zum Coronavirus? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten und Informationen. So verbreitet sich das Coronavirus in Ihrem Bundesland Coronavirus in Bayern: Aktuelle Zahlen und Daten zur Corona-Krise Coronavirus in Baden-Württemberg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Berlin: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hamburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hessen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Thüringen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Bremen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Niedersachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Nordrhein-Westfalen: Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Saarland: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Brandenburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Schleswig-Holstein: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen-Anhalt: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Let's block ads! 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    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • RKI-Chef fürchtet, dass die Zahl der Intensivbetten nicht reichen wird
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen mit 79.696 angegeben – ein Plus von 6174 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 84.794 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 1017 Todesfälle, die JHU 1107 Tote. Alle aktuellen Entwicklungen in Deutschland und weltweit können Sie im Liveticker verfolgen Alle aktuellen Zahlen, Daten und Karten zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und weltweit finden Sie hier RKI-Chef Lothar Wieler hofft in den nächsten Tagen auf ein Nachlassen der Epidemie. Die Einschränkungen wirkten, sagte er. Es sei gelungen die Reproduktionsrate bei den Infektionen auf eins zu drücken. Das heißt, dass ein Infizierter nur jeweils einen wieder ansteckt. Er hoffe, dass die Zahl in den nächsten Tagen unter eins sinke. In dem Fall geht dann über die Zeit auch die Zahl der Erkrankungen zurück. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber noch nicht.
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    26.03.2020, Berlin: Eine Dummy-Puppe liegt auf einem Bett der der neu eröffneten Intensivstation des Vivantes Humboldt-Klinikum im Stadtteil Reinickendorf an einem Beatmungsgerät der Firma Dräger. Dem Klinikum stehen damit 37 neue Betten auf der Intensivstation für mögliche Covid-19-Patienten zur Verfügung. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Triage-Situation Er denkt, dass die Todesfälle unterschätzt werden. Es würden mehr Menschen am Virus sterben als gemeldet. „Das liegt daran, dass man nicht bei jedem Menschen einen Test schafft.“ Das Virus sei auch bei einer Obduktion nicht immer nachweisbar. „Ich gehe davon aus, dass wir mehr Tote als offiziell gemeldet haben“, sagte Wieler. Er äußerte sich zufrieden darüber, dass die Zahl der Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern erhöht worden sei. Jedoch sei er sich nach wie vor nicht sicher, ob die Kapazitäten ausreichten. „Ich persönlich habe die Einschätzung, dass sie nicht reichen.“ Er würde sich aber sehr freuen, wenn er hier irre. Fazit nach zwei Wochen Der RKI-Chef betonte: „Solange wie wir keinen Impfstoff haben, so lange werden wir die Krankheit in diesem Land haben.“ Deshalb erinnerte er an die wichtigen Maßnahmen, die die Eindämmung unterstützen: Händewaschen, Abstand halten und in die Armbeuge niesen und husten. Sein Fazit nach zwei Wochen war positiv. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung habe sich reduziert. Das würden auch die Mobilitätsdaten zeigen. „In einigen Großstädten hat die Mobilität um 50 Prozent nachgelassen.“ Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Virus-Angst in Tokio – „Wir stehen kurz vor dem Aus“
    Japan bereitet sich auf einen gravierenden Anstieg der Coronavirus-Infektionen vor. Das sagen hochrangige Beamte, während die Regierung darauf verzichtet, den Ausnahmezustand zur Bekämpfung der Pandemie zu erklären. "Wir stehen wirklich kurz vor dem Aus", sagte Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura am Freitag in Tokio gegenüber Reportern. Die Regierung sei besorgt über die Entwicklung in der Hauptstadt Tokio, in der sich die bestätigten Infektionen innerhalb einer Woche auf fast 700 mehr als verdoppelt haben. Tokio verzeichnete am Donnerstag seine größte eintägige Bilanz mit 97 neu registrierten Fällen. Premierminister Shinzo Abe teilte dem Parlament am Freitag mit, dass die Situation noch keine Notfallerklärung rechtfertige, sagte aber, er würde nicht zögern, dies zu tun, wenn es soweit sei. Abe forderte die Japaner auf, den Empfehlungen der Regierung zu folgen, um strengere Maßnahmen zu vermeiden. Japan ist aufgrund der Pandemie, einer Mehrwertsteuererhöhung im Oktober und der Verschiebung der Olympischen Spiele von einer sich deutlichen Rezession bedroht. Der Absturz würde sich deutlich verstärlen, falls die Metropolregion Tokio, auf die etwa ein Drittel der japanischen Wirtschaftskraft entfällt, in einen Lockdown muss.
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    Sozialistischer Realismus in China: Peking will sich als Helfer in der Not inszenieren Coronakrise und die Folgen Obwohl Japan eines der ersten Länder außerhalb Chinas mit einer Coronavirus-Infektion war, schneidet es mit etwa 2.600 gemeldeten Fällen besser ab als die meisten anderen. Möglicherweise findet Japan jedoch weniger milde Fälle, weil es eine relativ kleine Anzahl von Tests durchführt. Das Land hat bisher 63 Todesfälle gemeldet. In Südkorea stehen mehr als 27.000 Menschen wegen des neuartigen Coronavirus unter Quarantäne. Fast 20.000 seien kürzlich aus dem Ausland eingereist und müssten sich deshalb für 14 Tage isolieren, der Rest habe Kontakt mit Infizierten gehabt, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. In Südkorea sind mittlerweile mehr als 10.000 Coronavirus-Infektionen bestätigt. 86 Neuinfektionen seien von Donnerstag bis Freitag hinzugekommen, rund die Hälfte davon im Großraum Seoul, teilte die südkoreanische Gesundheitsbehörde mit. Südkorea ist es bisher gelungen, das Virus nach zahlreichen Infektionen zu Beginn der Epdiemie im Land einzudämmen. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen schließt Hongkong Bars und Lokale für zwei Wochen. Bei Verstößen drohen bis zu sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe, teilte die Regierung der Finanzmetropole in einer Erklärung mit. Alkohol werde weiterhin in Supermärkten und Lebensmittelläden erhältlich sein.
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    Für die Deutschen gelten wegen Corona strenge Regelungen. Nur an den Flughäfen sieht es anders aus Trotz Corona-Gefahr China meldete am Freitag 31 Neuinfektionen, 29 davon aus dem Ausland eingeschleppt. In der Millionenmetropole Wuhan, dem Epizentrum der Virus-Epidemie, fordern hohe Funktionäre die Einwohner auf, ihr Schutzmaßnahmen zu verstärken und das Verlassen der Wohnung zu vermeiden. Ähnlich wie in Südkorea sorgt man sich in China, dass es durch Reisende aus dem Ausland zu einer zweiten Welle kommen könnte. Unterdessen wird China am Samstag eine nationale Trauerfeier für „Märtyrer“ abhalten, die im Kampf gegen die Epidemie gestorben sind, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua weiter berichtet. Wie der Staatsrat in Peking mitteilte, sollen die Flaggen landesweit auf Halbmast gesetzt werden. Zudem soll es drei Schweigeminuten geben. China gedenkt an diesem Samstag ohnehin traditionell seiner Toten. Während des Qingming-Festes pilgern Angehörige zu den Friedhöfen, wo die Gräber gesäubert werden. Blumen, Essen und andere Gegenstände werden für die Toten abgelegt, außerdem werden Totengeld und Räucherstäbchen verbrannt. Das Datum des Totengedenktags wird nach einem traditionellen Kalender bestimmt und fällt in der Regel auf den 4. oder 5. April. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Deutschland meldet mehr Infizierte als China – Kurve in Bayern flacht ab – Daten, Grafiken, Karten
    Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von einer Million weltweit überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Demnach waren am Freitag früh 1.015.500 Menschen weltweit von der Krankheit betroffen. An der Lungenkrankheit Covid-19, die das vor drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 auslösen kann, starben demnach bislang weltweit mehr als 53.000 Menschen. In den USA gibt es mit 245.000 die meisten Infizierten. Mehr als 95 Prozent der am neuen Coronavirus gestorbenen Menschen in Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation über 60 Jahre alt gewesen. Jüngste Statistiken zeigten, dass in Europa Berichten zufolge 30.098 Menschen gestorben seien, vor allem in Italien, Frankreich und Spanien, sagte Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, am Donnerstag. Mehr als die Hälfte sei über 80 gewesen. Das Alter sei nicht der einzige Risikofaktor, der eine schwere Form des Virus begünstigen könne, sagte Kluge. „Die bloße Vorstellung, dass Covid-19 nur ältere Menschen betrifft, ist sachlich falsch“, sagte Kluge bei einer im Internet übertragenen Pressekonferenz in Kopenhagen. „Junge Menschen sind nicht unbesiegbar.“ Kluge sagte, mehr als 80 Prozent der tödlichen Coronavirus-Fälle hätten mindestens eine chronische Erkrankung gehabt, wie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck oder Diabetes. Was positiv sei: „Es gibt Berichte über Menschen über 100, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden und sich jetzt – seitdem – vollständig erholt haben“, sagte Kluge. Über 245.000 bestätigte Fälle in den USA In den USA stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: Donnerstagabend) auf über 5983. Insgesamt wurden in den USA bislang mehr als 245.000 Corona-Fälle gemeldet – mehr als in jedem anderen Land. Insgesamt hätten sich bislang mehr als 92.000 Menschen im Bundesstaat New York mit dem Erreger Covid-19 angesteckt, rund 52.000 davon in der Millionenmetropole New York. 13.000 Patienten liegen im Bundesstaat deswegen im Krankenhaus. 2373 Menschen starben nach einer Infektion. Im Ursprungsland des neuen Coronavirus, China, wurden bis Donnerstagnachmittag mehr als 82.400 Fälle gezählt. Die Infektionen ohne Symptome fließen in diese Gesamtzahl jedoch weiterhin nicht ein, sondern werden separat gezählt. Mehr als 3320 Menschen in China starben an den Folgen der Erkrankung. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen Donnerstagfrüh mit 73.522 angegeben – ein Plus von 6156 seit dem Vortag. Laut Johns Hopkins Universität gab es – Stand Freitagmorgen – 84.794 bestätigte Infektionen und 1107 Todesfälle. Damit sind in Deutschland zum ersten Mal mehr Infizierte gemeldet als in China. In Bayern ist ein leicht positiver Trend erkennbar. Die Zahl der Neuinfektionen sei auf 9,4 Prozent gesunken, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag in München. „Die Kurve flacht leicht ab.“ Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten nur noch in mehr als 6 Tagen. Vor den Schulschließungen habe sich die Zahl alle 2,5 Tage verdoppelt, sagte der Ministerpräsident. Am stärksten betroffen in Europa ist weiterhin Italien. Dort gab es Stand Freitag früh mehr als 115.200 bestätigte Fälle. Mehr als 13.900 Menschen starben in Italien – mehr als in jedem anderen Land auf der Welt. Mehr als 10.000 Menschen sind in Spanien infolge einer Virus-Infektion gestorben. Binnen eines Tages sei die Zahl der Todesopfer von 9053 auf 10.003 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Bei mittlerweile 112.238 Menschen sei das Coronavirus nachgewiesen worden. Am Mittwoch seien es noch 102.136 bestätigte Infektionsfälle gewesen. In Frankreich sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität Stand Freitagmorgen mittlerweile fast 60.000 Personen infiziert, mehr als 5300 Menschen starben. Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten nur noch in mehr als 6 Tagen. Vor den Schulschließungen habe sich die Zahl alle 2,5 Tage verdoppelt, sagte der Ministerpräsident. Daher sei eindeutig: Ohne die getroffenen Maßnahmen hätte sich die Situation dramatisch entwickelt, so Söder. Das RKI wertet auch die Fallzahlen in den einzelnen Landkreisen und Kreisfreien Städten in Deutschland aus. Die meisten Infektionsfälle weist demnach (Stand: Donnerstag früh) München (3028) auf, gefolgt von Hamburg mit 2596 Fällen. Verstorben sind bisher laut RKI in München fünf Patienten, in Hamburg 16. Besonders stark betroffen sind neben dem Hotspot Heinsberg (Nordrhein-Westfalen, 1376 Infektionen) auch Köln (1525) und die Region Aachen (976). Die niedrigste Zahl mit bislang vier Infizierten weist laut RKI die Stadt Eisenach auf. Die meisten Infektionen gemessen an der Einwohnerzahl gibt es inzwischen im Landkreis Tirschenreuth (Bayern), dem Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) und dem Hohenlohekreis (Baden-Württemberg). Alle aktuellen und weltweiten Entwicklungen zum Coronavirus können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen. Haben Sie Fragen zum Coronavirus? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten und Informationen. So verbreitet sich das Coronavirus in Ihrem Bundesland Coronavirus in Bayern: Aktuelle Zahlen und Daten zur Corona-Krise Coronavirus in Baden-Württemberg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Berlin: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hamburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hessen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Thüringen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Bremen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Niedersachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Nordrhein-Westfalen: Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Saarland: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Brandenburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Schleswig-Holstein: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen-Anhalt: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Let's block ads! 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    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • US-Marine entlässt Kapitän nach Corona-Ausbruch an Bord
    Der Kapitän des US-Flugzeugträgers „USS Theodore Roosevelt“ hatte wegen Corona-Fällen an Bord Alarm geschlagen – nun ist er seines Amtes enthoben worden. Kapitän Brett Crozier habe in der Krisensituation unnötige „Panik“ erzeugt und „schlechtes Urteilsvermögen“ gezeigt, begründete Marine-Staatssekretär Thomas Modly am Donnerstag die Entscheidung.  Modly kritisierte den an die Medien gelangten Brief, in dem der Kapitän die Zustände an Bord der „USS Roosevelt“ in dramatischen Worten beschrieben hatte, als irreführend. Zwar seien unter der Besatzung des an der US-Basis auf der Pazifikinsel Guam liegenden Schiffs 114 Corona-Infektionen aufgetreten. Doch sei es in keinem dieser Fälle zu einer schweren Erkrankung gekommen, sagte der Staatssekretär. Mit seinem Brief habe Crozier die Familien der Besatzungsmitglieder unnötig in Angst versetzt, kritisierte Modly. Auch habe er ungebührliche Zweifel an der Einsatzbereitschaft des Flugzeugträgers gesät. Modly warf dem Kapitän deshalb mangelnde „Professionalität“ vor.
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    DWO_Teaser_Trump_aw Weltweit meiste Fälle In seinem Brief hatte der Kommandant eindringlich gefordert, die Besatzung von Bord zu holen. „Wir befinden uns nicht im Krieg. Es müssen keine Seeleute sterben“, wurde er von US-Medien zitiert. US-Verteidigungsminister Mark Esper verweigerte dennoch zunächst die Evakuierung des Flugzeugträgers. Später willigte das Pentagon dann aber doch ein, zwar nicht alle, aber die meisten der insgesamt rund 4800 Seeleute von Bord zu holen und auf Guam unterzubringen. Der Flugzeugträger hatte vor Guam Anfang März in Vietnam angelegt. Ob sich die ersten Marinesoldaten dort ansteckten, ist aber unklar.
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    Gouverneur von New York Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Marineboot rammt deutsches Kreuzfahrtschiff – und sinkt
    Vor der venezolanischen Insel La Tortuga ist es nach Angaben des Hamburger Schifffahrtunternehmens Columbia Cruise Services zu einem beunruhigenden Vorfall gekommen. Demnach soll die venezolanische Marine das Kreuzfahrtschiff „Resolute“ am Montag beschossen und gezielt gerammt haben. Zuerst berichtete der „Spiegel“ über den Zwischenfall. In einer Mitteilung des deutschen Unternehmens heißt es: „Während der Kapitän mit der Zentrale in Kontakt war, wurden Schüsse abgefeuert, und kurz darauf näherte sich das Marineschiff mit hoher Geschwindigkeit in einem Winkel von 135 Grad der Steuerbordseite und kollidierte absichtlich mit der RCGS RESOLUTE. Das Marineschiff fuhr damit fort, den Steuerbordbug zu rammen, in einem offensichtlichen Versuch, den Kopf des Schiffes in Richtung venezolanische Hoheitsgewässer zu drehen.“
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    A container ship heads off into the Atlantic Ocean as the waves roll in to meet the rocks at the shore. Öl-Reichtum Das Kreuzfahrtschiff habe geringfügige Schäden erlitten, die Seetüchtigkeit des Schiffes sei aber nicht beeinträchtigt worden. Das venezolanische Patrouillenboot habe dagegen schwere Schäden erlitten und sei mit Wasser vollgelaufen. Die Crew der „Resolute“ habe versucht, mit dem Rettungskoordinierungszentrum auf Curaçao Kontakt aufzunehmen, alle Versuche, das Marineschiff zu erreichen, seien jedoch fehlgeschlagen. Maduro spricht von „Terrorismus“ Es seien an Bord des Kreuzfahrtschiffs zur Zeit des Vorfalls keine Passagiere gewesen. Die „Resolute“ war demnach für eine routinemäßige Wartung auf dem Weg nach Curaçao. Venezuelas Präsident Nicolas Maduro warf der Crew des Kreuzfahrtschiffs, das unter portugiesischer Flagge fährt, einen „Akt des Terrorismus und der Piraterie" vor. Es sei illegal in venezolanische Gewässer vorgedrungen. Columbia Cruise Services gibt an, in internationalen Gewässern unterwegs gewesen zu sein. „Wenn es ein Touristenschiff gewesen wäre, hätte es nicht den Anschein gemacht, angreifen zu wollen“, zitiert der „Spiegel“ Maduro unter Berufung auf südamerikanischen Medien.
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    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Bewohner der Behinderteneinrichtung feiern ihre neuen Wohngenossen
    Für vier Wochen ziehen die Pfleger Linda, Annika und Kai ins Wohnheim. Für die Bewohner der Behinderteneinrichtung in Wuppertal sind die drei wahre Helden - und dürfen gerne dauerhaft bei ihnen wohnen bleiben. © Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Wenn auf dem Kopf die Verzweiflung wächst
    Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/206989843 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Wenn man erotisch fremdträumt
    Plötzlich ist der andere Körper ganz nah. Von hinten drückt er sich gegen ihren Rücken, zu fest um irgendeinen Zweifel über die Intention zu lassen. Gut fühlt sich das an, denkt die Frau – bis sie sich umdreht und ihrem Kollegen ins Gesicht schaut. Schon labert er los, wie jeden Tag im Büro. Die Erregung verschwindet schneller als eine Ratte hinter der Mülltonne. Die Frau wacht auf, es war ein Traum. Neben ihr im Bett schnarcht ihr Ehemann leise vor sich hin. Ungefähr einmal im Monat träumt der Durchschnittsdeutsche einen erotischen Traum – vielleicht auch weniger, je nachdem welcher Studie man folgt. Manche Menschen erleben im Schlaf häufiger sexuelle Szenen, andere nie. Woran liegt das? Was bedeutet das? Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020By Sonja Stössel
  • „Dann haben wir ein Problem, bei dem es um Leben gegen Leben geht“
    Sollten wirtschaftliche oder soziale Aspekte momentan Priorität haben? Die Bereiche seien nicht so leicht zu trennen, findet Prof. Peter Dabrock, Vorsitzender des Ethikrats. Von der Politik wünscht er sich mehr Vertrauen in die Bevölkerung. © Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Das Virus breitet sich unter Ärzten und Pflegern rasant aus
    Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/206991481 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • In Deutschland erstmals mehr Infektionen gemeldet als in China – Daten, Grafiken, Karten
    Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von einer Million weltweit überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Demnach waren am Freitag früh 1.015.500 Menschen weltweit von der Krankheit betroffen. An der Lungenkrankheit Covid-19, die das vor drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 auslösen kann, starben demnach bislang weltweit mehr als 53.000 Menschen. In den USA gibt es mit 245.000 die meisten Infizierten. Mehr als 95 Prozent der am neuen Coronavirus gestorbenen Menschen in Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation über 60 Jahre alt gewesen. Jüngste Statistiken zeigten, dass in Europa Berichten zufolge 30.098 Menschen gestorben seien, vor allem in Italien, Frankreich und Spanien, sagte Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, am Donnerstag. Mehr als die Hälfte sei über 80 gewesen. Das Alter sei nicht der einzige Risikofaktor, der eine schwere Form des Virus begünstigen könne, sagte Kluge. „Die bloße Vorstellung, dass Covid-19 nur ältere Menschen betrifft, ist sachlich falsch“, sagte Kluge bei einer im Internet übertragenen Pressekonferenz in Kopenhagen. „Junge Menschen sind nicht unbesiegbar.“ Kluge sagte, mehr als 80 Prozent der tödlichen Coronavirus-Fälle hätten mindestens eine chronische Erkrankung gehabt, wie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck oder Diabetes. Was positiv sei: „Es gibt Berichte über Menschen über 100, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden und sich jetzt – seitdem – vollständig erholt haben“, sagte Kluge. Über 245.000 bestätigte Fälle in den USA In den USA stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: Donnerstagabend) auf über 5983. Insgesamt wurden in den USA bislang mehr als 245.000 Corona-Fälle gemeldet – mehr als in jedem anderen Land. Insgesamt hätten sich bislang mehr als 92.000 Menschen im Bundesstaat New York mit dem Erreger Covid-19 angesteckt, rund 52.000 davon in der Millionenmetropole New York. 13.000 Patienten liegen im Bundesstaat deswegen im Krankenhaus. 2373 Menschen starben nach einer Infektion. Im Ursprungsland des neuen Coronavirus, China, wurden bis Donnerstagnachmittag mehr als 82.400 Fälle gezählt. Die Infektionen ohne Symptome fließen in diese Gesamtzahl jedoch weiterhin nicht ein, sondern werden separat gezählt. Mehr als 3320 Menschen in China starben an den Folgen der Erkrankung. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen Donnerstagfrüh mit 73.522 angegeben – ein Plus von 6156 seit dem Vortag. Laut Johns Hopkins Universität gab es – Stand Freitagmorgen – 84.794 bestätigte Infektionen und 1107 Todesfälle. Damit wären in Deutschland zum ersten Mal mehr Infizierte gemeldet als in China. Zum Vergleich: In der laufenden Grippesaison (Beginn 30. September 2019) sind erst 265 Menschen gestorben. Laut Grippe-Monitor der „Berliner Morgenpost“ gab es in dieser Zeit 165.036 bestätigte Grippe-Fälle. Am stärksten betroffen in Europa ist Italien. Dort gab es Stand Freitag früh mehr als 115.200 bestätigte Fälle. Mehr als 13.900 Menschen starben in Italien – mehr als in jedem anderen Land auf der Welt. Mehr als 10.000 Menschen sind in Spanien infolge einer Virus-Infektion gestorben. Binnen eines Tages sei die Zahl der Todesopfer von 9053 auf 10.003 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Bei mittlerweile 112.238 Menschen sei das Coronavirus nachgewiesen worden. Am Mittwoch seien es noch 102.136 bestätigte Infektionsfälle gewesen. In Frankreich sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität Stand Donnerstagnachmittag mittlerweile rund fast 60.000 Personen infiziert, mehr als 5300 Menschen starben. Das RKI wertet auch die Fallzahlen in den einzelnen Landkreisen und Kreisfreien Städten in Deutschland aus. Die meisten Infektionsfälle weist demnach (Stand: Donnerstag früh) München (3028) auf, gefolgt von Hamburg mit 2596 Fällen. Verstorben sind bisher laut RKI in München fünf Patienten, in Hamburg 16. Besonders stark betroffen sind neben dem Hotspot Heinsberg (Nordrhein-Westfalen, 1376 Infektionen) auch Köln (1525) und die Region Aachen (976). Die niedrigste Zahl mit bislang vier Infizierten weist laut RKI die Stadt Eisenach auf. Die meisten Infektionen gemessen an der Einwohnerzahl gibt es inzwischen im Landkreis Tirschenreuth (Bayern), dem Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) und dem Hohenlohekreis (Baden-Württemberg). Alle aktuellen und weltweiten Entwicklungen zum Coronavirus können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen. Haben Sie Fragen zum Coronavirus? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten und Informationen. So verbreitet sich das Coronavirus in Ihrem Bundesland Coronavirus in Bayern: Aktuelle Zahlen und Daten zur Corona-Krise Coronavirus in Baden-Württemberg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Berlin: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hamburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Hessen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Thüringen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Bremen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Niedersachsen: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Nordrhein-Westfalen: Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Saarland: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Brandenburg: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Schleswig-Holstein: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Coronavirus in Sachsen-Anhalt: Aktuelle Zahlen und Daten im Überblick Let's block ads! 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    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • „Wir dürfen die Menschen nicht wie Aussätzige behandeln“
    Mit der Corona-Pandemie ist eine Zeit angebrochen, in der der Einfluss der Experten, der Mediziner, der Virologen, der Forscher, gerade enorm wächst. Das zeigt sich mittlerweile auch an den Talkshows. Noch vor Kurzem hatten diese Sendungen oft mit dem Vorwurf zu kämpfen, dass die Auswahl der Gäste eher von der Aussicht auf Radau als von Expertise getrieben sei. Heute, in der Krise, wird verstärkt auf Fachwissen gesetzt. Das war nun auch bei Maybritt Illners Talk unter dem Motto „Testen, Tracken, Impfen – Wettlauf gegen die Zeit“ wieder so. Eingeladen waren die Virologin Melanie Brinkmann, die Humanmedizinerin Christiane Woopen, die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates ist, und Michael Ziemons, Gesundheitsdezernent in der Städteregion Aachen, außerdem der Physiker Dirk Brockmann, der für das Robert-Koch-Institut die Prognose zur Ausbreitung des Coronavirus berechnet. Und selbst der einzige Bundespolitiker in der Runde, Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), kann ohne Frage als ausgewiesener Experte bezeichnet werden. Die WAZ nannte den Mediziner mit Doktortitel gerade erst den „Arzt, dem die Kanzlerin vertraut“. Dementsprechend wurde dann auch wirklich sehr sachlich und unaufgeregt diskutiert – was in solch unruhigen Zeiten wie diesen tatsächlich guttut. Der ruhende Pol Er ist vermutlich gerade genau der Richtige: Helge Braun, dieser Koloss aus dem Bundeskanzleramt, strahlt eine Ruhe aus, nach der sich viele aktuell sehnen. Auch in Illners Talkshow sprach der hessische CDU-Mann wieder betont ruhig, beinahe monoton, er ließ sich nicht reizen, nicht aus dem Konzept bringen. Braun ist kein Charismatiker, aber er ist gut darin, um Verständnis zu werben. Stoisch erklärte der Kanzleramtschef, warum es gerade an so vielem hakt: warum die Zahl der Corona-Tests nicht schneller steigt, warum es noch keine klaren Ansagen gibt, wie es nach den Osterferien weitergehen wird, warum es häufig noch an medizinischer Ausrüstung mangelt. Wenn es das Ziel des Politikers war, in dieser Sendung als besonnener Krisenmanager zu erscheinen (wovon man ausgehen darf), dann ist ihm das gelungen. Die alles bewegende Frage Dabei wächst der Druck, unter dem die Regierung steht, gerade täglich; die Fragen nehmen zu: Wie lange halten wir den Shutdown durch? Wie viel Stillstand verkraftet die Wirtschaft noch? Wie lange meistern die Menschen diesen neuen Alltag des „Social Distancing“ noch? Die Rufe nach einer Exit-Strategie jedenfalls werden immer lauter. Und auch Maybritt Illner stellte sie natürlich: die Frage nach der Perspektive in der Krise. Helge Braun gab den Bremser. „Wir brauchen Zeit“, lautete sein Appell. Frühestens nach Ostern könne man abschätzen, ob es zu Lockerungen der Krisen-Regeln kommen kann, erklärte der Kanzleramtschef – und rückte auch auf Nachfrage nicht von diesem Standpunkt ab. Sein Argument: Es wäre falsch, würde er nun „Hoffnungsschimmer“ aussenden, die nachher nicht einzuhalten sind. Christiane Woopen, die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates und Professorin an der Universität Köln, widersprach Braun trotzdem. Sie wünscht sich sehr wohl eine Debatte über die Lockerungen der Maßnahmen, auch wenn sie der Meinung ist, dass diese im Moment noch ohne Alternative sind. Trotzdem dürfe man der Diskussion über die „Frage, wie man da rauskommt“, nicht ausweichen. Ein „transparentes Verfahren“ und „Kommunikation“ seien nun enorm wichtig. „Wir müssen diskutieren“, sagte Woopen. Allzu viele Hoffnungen auf schnelle und umfassende Lockerungen sollte man sich nicht machen. Das stellte die Virologin Melanie Brinkmann, die am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung tätig ist, klar. „Es braucht noch Zeit“, sagte die Forscherin. Erst einmal müsse bei den Zahlen der Infektionen ein „Plateau“ erreicht werden. Brinkmann wies außerdem darauf hin, dass auch Virologen „nur begrenzt Rat geben können“, welche Maßnahmen gerade die richtigen sind. „Wir wissen noch immer vieles nicht“, erklärte sie. Die Forscher könnten zum Beispiel noch immer nicht eindeutig sagen, ob Kinder das Virus häufig übertragen oder nicht. Der Kampf um die Freiheit Aus Sicht der Humanmedizinerin Woopen steht gerade viel auf dem Spiel: Denn die Corona-Krise zwingt den Staat zu Freiheitseinschränkungen, die vor Kurzem noch als unmöglich galten. Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Bewegungsfreiheit werden – aus guten Gründen – auf heftige Weise eingeschränkt. Eine Debatte darüber dürfe jedoch nicht eingedämmt werden. Am Beispiel der Frage, ob es eine Strategie sein könnte, vor allem die Risikogruppen strikt zu isolieren, damit weniger Gefährdete wieder in den Alltag zurückkehren können, zeigte sie dann auch gleich auf, wie solche Debatten laufen könnten. Woopen sagte nämlich, dass das Recht auf Selbstbestimmung „nicht ganz außer Kraft gesetzt werden“ darf. Wenn jemand aus dieser besonders gefährdeten Gruppe, der das Alleinsein nicht verkraftet, sich dem Risiko einer Infektion und damit auch dem Risiko, zu sterben, aussetzt, dann ist es natürlich eine diskussionswürdige Frage, ob man diese Selbstbestimmung zulässt oder nicht. Der Streit um die Methoden Was hilft gegen das Virus? Darüber wird gerade viel und erhitzt gestritten. Etwa über die Atemschutzmasken. Erst hieß es, dass diese Masken gegen das Coronavirus gar nichts ausrichten können, nun wird schon darüber debattiert, ob man die Menschen dazu verpflichten soll, solche Masken zu tragen. In Jena wurden sie bereits für den Besuch von Supermärkten vorgeschrieben. Die Bundesregierung ist aktuell noch gegen eine flächendeckende Maskenpflicht. Trotzdem sagte Helge Braun: „Selbstgenähte Masken sind eine gute Ergänzung.“ Man dürfe nur nicht den Fehler machen, weniger Abstand zu halten, wenn man solch eine Maske trägt und sich damit nicht in falscher Sicherheit wiegen. Auch die Virologin Brinkmann warnte: „Hundertprozentigen Schutz gibt es mit den Masken nicht.“ Michael Ziemons, der Dezernent für Soziales und Gesundheit in der Städteregion Aachen, hatte noch ein weiteres Argument gegen die Maskenpflicht: Die Medizinprodukte sollten Medizinern vorbehalten bleiben, weil diese sie am dringlichsten benötigten. Ziemons berichtete von Altenpflegeheimen, in denen es zur Zeit massiv an Schutzkleidung mangelt. Erst müsse man solche Einrichtungen versorgen, bevor über eine Maskenpflicht für die gesamte Bevölkerung nachgedacht werden könne. Debattiert wird gerade auch über die von der Bundesregierung geplante App, die helfen soll, die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen. Die Nutzung soll freiwillig sein, die Daten werden für zwei bis drei Monate gesammelt, um Menschen, die mit Infizierten Kontakt hatten, warnen zu können. Helge Braun äußerte die Hoffnung, dass sich viele an dem Versuch beteiligen werden. „Mehr als die Hälfte der Bevölkerung wäre gut“, sagte der Kanzleramtsminister. Und auch Christiane Woopen setzt Hoffnungen in das Projekt: „Der Ethikrat befürwortet solche
    Quelle: Welt PanoramaPubliziert am 03-04-2020By Alexander Jürgs
  • Kunstkriminalität: Holland sucht nach dem gestohlenen Bild von Vincent van Gogh
    Vincent van Gogh „Frühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen“ Das Gemälde aus dem Jahr 1884 wurde am Montag aus dem Museum in Laren gestohlen. (Foto:& © 2018 Groninger Museum ) Vier Monate nach dem rabiaten Juwelenraub im Grünen Gewölbe in Dresden haben Diebe diesmal in der holländischen Provinz ein Kunstwerk von Weltklasse gestohlen. In den frühen Morgenstunden am Montag dieser Woche schlugen sie die Glastür des Singer Laren Museums im Städtchen Laren bei Amsterdam ein und entwendeten in wenigen Minuten Vincent van Goghs Frühwerk „Frühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen“ aus dem Jahr 1884. Es ist der Garten seiner Eltern in Brabant.Der Schock sitzt auch nach fünf Tagen immer noch tief. Seit Mitte Januar hing das Querformat eines der größten Künstler der Moderne als Leihgabe des Groninger Museums in der Ausstellung „Spiegel der Seele – Symbolismus in den Niederlanden“ im nordholländischen Laren. Andreas Blühm, Direktor des Groninger Museums, sieht darin mehr als einen Verlust für die Sammlung seines Hauses: „Das ist ein Diebstahl an uns allen.“ Er glaubt nicht, dass der sogenannte Lockdown im europaweiten Corona-Ausnahmezustand als Gelegenheit zum ungestörten Einstieg genutzt wurde. „Das muss von langer Hand geplant gewesen sein“, sagte Blühm im Gespräch mit dem Handelsblatt. Gezielt steuerten die Diebe auf Van Goghs Werk zu. Alle anderen Ausstellungsexponate, darunter Werke von Jan Toorop und Piet Mondrian, blieben unberührt.Die „Vermarktung“ eines geraubten Kunstwerks wie „Frühlingsgarten“ läuft in den meisten Fällen nach zwei klassischen Mustern ab: Die Versicherung, beziehungsweise die Institution wird erpresst. Oder es wird als Zahlungsmittel in der Unterwelt benutzt. Auf Gemälde von Vincent van Gogh scheinen es Diebe besonders häufig abzusehen. Blüm erwähnte, dass weltweit im Laufe der Zeit 28 Werke des Schöpfers der berühmtesten Sonnenblumen der Kunstgeschichte gestohlen worden seien. Bislang seien alle wieder aufgetaucht. Vincent van Gogh „Paysanne devant une chaumière“ Das 1885 entstandene Gemälde wurde für 15 Millionen Pfund von der Galerie Dickinson angeboten. (Foto:& Simon C. Dickinson Ltd, London. ) Für Schlagzeilen sorgte 2016 die Wiederentdeckung zweier Van-Gogh-Gemälde, die 2002 aus dem Van Gogh Museum Amsterdam gestohlen worden waren. Die italienische Polizei fand die Gemälde „Meersicht bei Scheveningen“ und „Die Kirche Nuenen mit Kirchgängern“ bei einem Schlag gegen das organisierte Verbrechen im Hause eines neapolitanischen Drogenbosses.Dass Van Gogh zur Währung in der Unterwelt wird, verwundert nicht. Van Goghs Werke gehören zu den populärsten Motiven der Klassischen Moderne. Auch außerhalb von Kennerkreisen ist sein Platz im Ranking der teuersten Gemälde bekannt: unter den ersten zwanzig. Schlüsselwerke kaum auf dem MarktIm Jahr 1990 war es eine Sensation, als der japanische Sammler Saitō Ryōei das Gemälde „Dr. Gachet“ für gewaltige 82 Millionen Dollar ersteigerte. Schlüsselwerke wie dieses kommen kaum noch auf den Markt. Viele Gemälde aber werden weiterhin zu siebenstelligen und mitunter achtstelligen Summen gehandelt.Vor drei Jahren kam bei Christie‘s das Gemälde „Laboureur dans un champs“ zum Aufruf. Das in schrillen Farben gemalte Bild mit einer psychedelisch-sengenden Sonne am Horizont und einem Feldarbeiter erinnert an das prominente Gemälde „Sämann“. Es war einem Käufer umgerechnet 69,7 Millionen Euro wert. Auf der diesjährigen Tefaf in Maastricht, der hochkarätigsten Messe der Welt, bot die Londoner Galerie Dickinson das 1885 entstandene Frühwerk „Paysanne devant une chaumière“ für 15 Millionen Euro an. Die „Farmerin vor Bauernkate“ ist verkauft.Noch keine heiße SpurÜber den Versicherungswert des entwendeten „Frühlingsgartens“ bewahrt das Groninger Museum Stillschweigen. „Die frühen Van Goghs sind eher dunkel und weit entfernt von den typischen Farben, mit denen er später in Frankreich arbeitete. Dieses Gemälde ist innerhalb des Frühwerks aber recht ambitioniert,“ erläutert Andreas Blühm gegenüber dem Handelsblatt seine Bedeutung. „Und es ist ein intimes Dokument von Vincent van Goghs Lebenssituation bei den Eltern in Brabant und von daher ein wichtiges Gemälde im Schaffen des Künstlers.“ Die niederländische Polizei arbeitet mit Hochdruck an dem Fall. Bis Redaktionsschluss gab es noch keine heiße Spur. Um keinen Hinweis zu übersehen, bat sie die Bevölkerung, sich an einer TV-Sendung zu beteiligen, die so ähnlich funktioniert wie „Aktenzeichen XY… ungelöst“.Mehr: Größter Kunstraub der DDR: Besitzer gestohlener Altmeister-Gemälde gehen leer aus Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 02-04-2020By Sabine Spindler
  • Kunstauktionen: Die Pandemie zwingt die Versteigerer ins Internet
    „Goldener Bauhelm“ von Asprey & Co. Das 1988 hergestellte Objekt wird im Juni in der Online-only-Auktion „GOLD“ bei Van Ham aufgerufen. Sein Schätzpreis liegt bei 1200 bis 1500 Euro. (Foto:& Van Ham) Das Coronavirus verlangt dem Auktionshandel täglich eine neue Risikobewertung ab. Niemand kann sicher sagen, wie lange es noch beim Versammlungsverbot bleibt. Wann können wieder Live-Auktionen wie üblich mit Vorbesichtigung und Publikum stattfinden? Für das Versteigerungshaus Neumeister ist das eine existenzielle Frage. „Wir haben auf den letzten Auktionen 80 Prozent des Umsatzes mit Saalbietern gemacht“, erläutert Geschäftsführerin Katrin Stoll. Für die soeben abgesagte Märzauktion Alter Kunst musste bereits zwei Mal ein Ersatztermin gefunden werden. Nun richtet sich alle Hoffnung auf eine Versteigerung Ende April.Andere Mitbewerber wie Van Ham und Lempertz verschoben ihre für Mitte Mai anberaumten Schmuck-, Kunstgewerbe- und Altmeisterauktionen ebenfalls um 14 Tage. Das gilt auch für Moderne- und zeitgenössische Kunst samt Fotografie. Sie sollen nun in der zweiten Juniwoche unter den Hammer kommen. Bei Grisebach, wo traditionell in der ersten Juni-Woche versteigert wird, planen die Gesellschafter sogar eine Verschiebung um vier bis sechs Wochen in die erste Juli-Hälfte.Viele Experten sind überzeugt davon, dass die Versteigerer gut daran tun, ihre Frühjahrsauktionen wie üblich live zu veranstalten – selbst wenn die Bieter bei einem noch andauernden Versammlungsverbot ausschließlich über Telefon oder Internet zugeschaltet sind. „Die Nachfrage ist jetzt da“, betont Van Ham-Chef Markus Eisenbeis. Auch Rupert Keim, Geschäftsführer des Auktionshauses Karl & Faber und Präsident des Bundesverbands Deutscher Kunstversteigerer (BDK), hält es für keine gute Idee, die anstehenden Auktionen weiter in den Herbst zu verschieben: „Der Wettbewerb ist momentan wegen der ausgefallenen Messen entschärft. Im Herbst jedoch werden viele Messen und Verkaufsausstellungen nachgeholt. Somit trifft ein Riesenangebot auf eine geschwächte Wirtschaft.“Keim macht allerdings auch auf den veränderten rechtlichen Rahmen aufmerksam. „Eine Auktion, deren Offerte nicht vorbesichtigt werden kann, fällt unter das Fernabsatzgesetz“, erläutert der BDK-Präsident. Damit hätten die Auktionshäuser es mit verlängerten Gewährleistungsfristen und einem 14-tägigen Rückgaberecht der Ware zu tun. Mit eigener Online-PlattformEs geht aber nicht nur um die Zeitplanung, sondern auch um technische Infrastruktur. Kann sie in den Auktionshäusern der Mehrbelastung standhalten, wenn Kunden ausschließlich über Telefonleitungen und Internetverbindungen mitbieten wollen? Van Ham-Chef Eisenbeis fühlt sich mit bis zu 25 Glasfaserleitungen und eigener Online-Plattform gut gerüstet. Ein Prozent vom Hammerpreis kostet bei ihm das Mitbieten auf einer Live-Auktion im Netz.Bis auf Ketterer greift die Konkurrenz auf Fremdanbieter wie „lot-tissimo“, „Live Auctioneers“, „The saleroom“ oder „Invaluable“ zurück. Es fallen jedoch drei bis fünf Prozent Kosten an. Nun zahlt sich aus, wer schon Erfahrungen mit dem digitalisierten Auktionsgeschäft hat und über ein zweites Standbein verfügt. Marktführer sind Ketterer, wo bereits vor zehn Jahren die ersten Online Only-Auktionen eingeführt wurden, und Van Ham. Auch Karl & Faber veranstaltet reine Internetauktionen. Die Pandemie als Innovationsbeschleuniger„Corona beschleunigt die Entwicklung zum reinen Online-Bieten“, ist Robert Ketterer überzeugt. Er beobachtete in den letzten Wochen auffallend viele Internetzugriffe und reagierte schnell mit einem neuen Online Only-Auktionsformat.Das Coronavirus sorgt für ein Umdenken auch bei den Zögerlichen. Wie Grisebach-Mitgeschäftsführerin Micaela Kapitzky auf Nachfrage bekannt gibt, plant ihr Haus Online Only-Auktionen für die preisgünstigeren „Third Floor“-Auktionen. Van Ham begann 2017 mit hohen Anfangsinvestitionen den inzwischen fast abgeschlossenen Aufbau dieses Geschäftsfelds. 2020 hat das Haus bereits sieben Online Only-Auktionen veranstaltet. Stolz ist Van Ham-Chef Eisenbeis besonders auf einen, auch örtlich komplett vom Normalgeschäft getrennten, eigenen „Work Flow“. Ergänzt um komplett digitalisierte Werkverzeichnisse für einschlägige Grafikkünstler garantiert er eine schlanke effiziente Abwicklung. Die Voraussetzung für den Erfolg? Das Online-Geschäft „dürfen sie nicht als Abfallprodukt betrachten“.Mehr: Kunstkauf im Internet: Die Nische im Netz Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 02-04-2020By Dr. Christiane Fricke
  • Buchtipp: „The Hacker and the State“: Diese Ziele verfolgen Staaten mit eigenen Hacker-Gruppen
    Datenklau (Symbolbild) Ziele die staatliche Hacker im Netz verfolgen: Spionage, Sabotage, Nötigung, Destabilisierung, Devisenbeschaffung. (Foto:& dpa) Die Frage klang wie ein schlechter Scherz: Wie viel würden Regierungen für die Cyberwaffen eines Feindes zahlen? Doch die Gruppe Shadow Brokers, die die Nachricht im August 2016 schrieb, meinte es ernst.Über Monate veröffentlichte sie Dokumente, die zeigten, wie die Geheimdienste der USA Netzwerke und IT-Systeme in aller Welt infiltrierten. Schlimmer noch: Sie stellte die digitalen Einbruchwerkzeuge zur Auktion und veröffentlichte einige einfach so im Internet.Vermutlich war es Russland, das die USA bloßstellte. Ben Buchanan von der Georgetown University in Washington sieht diese Aktion als „vorläufigen Höhepunkt eines unverkennbaren Trends“: Im Kampf um geopolitische Dominanz sei der „digitale Wettbewerb immer aggressiver geworden“. Die USA und Großbritannien, China und Russland haben Hackertruppen aufgestellt, die Staatsgeheimnisse ausspionieren, digitale Bankkonten räumen, Stromnetze hacken und Wahlen manipulieren.Das Thema ist technisch komplex und politisch unübersichtlich. In seinem Buch „The Hacker and the State“ schlägt Ben Buchanan eine Schneise durch das Dickicht, unterteilt nach den Zielen, die die Staaten verfolgen: Spionage, Sabotage, Nötigung, Destabilisierung, Devisenbeschaffung. Und so weiter. Ben Buchanan - The Hacker and the State  „Es handelt sich um eine neue Form der Staatskunst, die subtiler ist, als sich die politischen Entscheidungsträger vorgestellt haben, aber deren Auswirkungen die Welt verändern“, schreibt der Wissenschaftler, der an der Schnittstelle von IT-Sicherheit und Politik forscht.Dass die USA massiv in Werkzeuge für digitalen Einbruch und Spionage investieren, ist seit den Enthüllungen von Edward Snowden weit bekannt. Wie sehr die Supermacht ihren Heimvorteil ausnutzt, beschreibt Buchanan detailliert.Die wichtigsten Internetunternehmen sind in Kalifornien ansässig, auch die großen Glasfaserleitungen verlaufen dort. Zugleich stammt ein Großteil der Verschlüsselungstechnologie aus den USA. All das bietet Möglichkeiten, um an Daten zu gelangen. Andere Staaten haben das Potenzial von Cyberangriffen indes ebenfalls erkannt. Das markanteste Beispiel ist Russland, dass sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 einmischte, womöglich entscheidend.Mit fingierten E-Mails gelang es den Staatshackern, sich Zugang zum Netzwerk der Demokratischen Partei zu verschaffen und dort gigantische Datenmengen zu kopieren. Zahlreiche Warnsignale verhallten, der Rest ist Geschichte.Selbst ein bitterarmer Staat wie Nordkorea hat mit chinesischer Hilfe gut ausgebildete Hackertruppen aufgestellt – etwa, um Devisen zu beschaffen. Sie nutzten in der Vergangenheit Schwachstellen im internationalen Zahlungssystem Swift aus, um Banken virtuell auszurauben. Auch Erpressungssoftware dient dem Regime zur Geldbeschaffung. Buchanan hat gründlich recherchiert, er bezieht neben Berichten in Medien auch freigegebene staatliche Akten, forensische Analysen und geleakte Dokumente ein, zudem eigene Gespräche mit Verantwortlichen.Selbst wer sich mit den Fällen wie der Manipulation der Präsidentschaftswahl 2016 oder dem Angriff auf das Stromnetz der Ukraine 2015 einigermaßen auskennt, lernt etwas Neues.  Zudem bietet er eine angenehm nüchterne Einordnung. So sieht der Politikwissenschaftler für die aggressive und umfangreiche Spionagekampagne, die China seit einigen Jahren durchführt, einen nachvollziehbaren Grund: Das Land hat weniger Zugriff auf Daten als die USA, weil die großen Leitungen daran vorbeilaufen.Buchanan analysiert Cyberangriffe aus Sicht der Politik. Die Technik steht nicht im Vordergrund, zumal die Gruppen ähnliche Methoden nutzen, unabhängig davon, ob sie geistiges Eigentum stehen oder mit Ransomware Geld verdienen wollen. Trotzdem – oder vielleicht deswegen – vermittelt er nebenbei einige interessante Erkenntnisse. So erklärt er in einfachen Worten, wie die Spezialisten Hackergruppen anhand bestimmter Muster identifizieren.Hier können also Politikinteressierte genauso etwas lernen wie Technikspezialisten.Mehr: Am eigenen Schreibtisch arbeiten, statt im Büro: Durch die Coronakrise greifen Firmen zu Notkonstruktionen – und werden verwundbar für Cyberangriffe. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 01-04-2020By Christof Kerkmann
  • Serie: Stilikonen: Wie Sean Connery den Stil des Geheimagenten James Bond bis heute prägt
    Sean Connery Der schottische Schauspieler war der erste, der Ian Flemings Romanhelden verkörperte. (Foto:& Getty Images) Der 25. Film der James Bond-Reihe sollte ursprünglich im April diesen Jahres in die Kinos kommen. Nun vermeldete das Filmstudio Universal Pictures, dass der Kinostart auf den 21. November 2020 verlegt worden sei.Da das Publikum sich gedulden muss, bleibt genug Zeit für die Beantwortung einer Frage: Wie konnte ein Leinwand-Agent sich über beinahe sechs Jahrzehnte und sechs verschiedene Darsteller in den Köpfen seiner Fans einnisten? Die Antwort gibt der, der den Mythos James Bond begründete – Sean Connery also. Er war der erste, der 1962 Ian Flemings Romanhelden verkörperte.Terence Young, der Regisseur des ersten James-Bond-Films „Dr. No“ und von „Liebesgrüße aus Moskau“, formte den Agenten, wie wir ihn heute kennen, gab zudem den Look des typischen James Bonds vor. Er brachte Sean Connery zu seinem Schneider Anthony Sinclair und zu seinem Hemdenmacher „Turnbull & Asser“ in der berühmten Londoner Savile Row. „Sag niemals nie“-Cast 1983 Sean Connery mit Pamela Salem (l.,Miss Moneypenny) und Barbara Carrera (r.,Fatima Blush). (Foto:& Getty Images) Young sagte Connery, er solle in seinen Anzügen schlafen, um sich darin wohl zu fühlen. Aber der Brite ging nicht nur auf der Leinwand, sondern auch mit seinem privaten Stil weit über die modische Zielsetzung Youngs hinaus. Was Connerys Stil in früheren Bond-Zeiten, aber auch heute noch legendär macht:Der DreiteilerConnery kleidete sich seiner Statur entsprechend und nutzte seine – für einen Schauspieler stattliche – Größe von 1,88 Meter, um mit einem dreiteiligen Anzug in „Goldfinger“ zu beeindrucken. Denn wenn man groß und schlank ist, kann man durchaus etwas Volumen beim Anzug vertragen, indem man dem Look eine Weste hinzufügt.Wer mit etwas fülligerem Bauch gesegnet ist, kann es beim klassischen zweiteiligen Anzug belassen, wie Connery ihn heute bevorzugt. Besonders wichtig waren Connery auch immer die passenden Schuhe. Rahmengenähte Schnürschuhe, die er heute auch noch in dieser Form trägt, „Oxford“-Schuhe von britischen Designern wie Paul Smith und George Cleverley etwa. Die perfekt getrimmte Frisur Oscars 1988 Mit einem Bart den Oscar entgegennehmen? Ist er gepflegt: unbedingt! (Foto:& Getty Images) Hat man eine Frisur gefunden, die einem steht, sollte man in jedem Alter daran festhalten. Als Bond hatte Connery kurz geschorene Seiten, seine Haare waren immer perfekt getrimmt. Selbst im fortgeschrittenem Alter sind Connerys Haare und in neuerer Zeit sein Bart immer tadellos gepflegt.Man sollte nicht mit Trends, Wildwuchs oder Rockstarklischees experimentieren, wenn es um Frisuren geht. Denn diese fallen dem Gegenüber zuerst auf, prägen den ersten Eindruck. Connery hat sich im Laufe seines Alters angepasst, mit dem Alter wuchs auch der Bart, wo früher in seiner Jugend das sauber rasierte Gesicht gepflegt wurde.Aber auch hier gilt, vergleichbar mit einem guten Anzug oder Lederschuhen: Ein Bart braucht Geduld und Pflege, damit er über lange Zeit gut aussieht.Das ManschettenhemdWo Sean Connerys Hemden von der Norm abweichen, sieht man an der Manschette. In nahezu allen Bond-Filmen trägt der Brite Hemden mit einer Cocktailmanschette. Das ist eine Manschette, die zwar einen Umschlag hat, aber mit Knöpfen statt den typischen Manschettenknöpfen geschlossen wird.Solche Hemden gibt es, abgesehen von Bonds Maßschneider „Turnbull & Asser“, auch von Tom Ford in der Neuauflage. Da Connery diese Manschette in fünf seiner sechs Bond-Filme trägt, wurde sie zu einem modischen Markenzeichen von James Bond. Nach englischer Tradition kleidete sich Sean Connery übrigens ausschließlich in weißen und hellblauen Hemden – eine Gewohnheit, die er auch in den Zeiten nach James Bond und bis heute beibehalten hat.Das PolohemdEinige Jahrzehnte nachdem Connery Filmikonen wie Ursula Andress auf der Leinwand in seinem legeren Polohemd-Freizeitlook verführte, ist das Kurzarmhemd in Verruf geraten. In den 1980er-Jahren trugen die Jünger der „Popper“-Bewegung Poloshirts zu teuren Loafers und Bundfaltenhosen.Ihre Haltung? Apolitisch zu sein war plötzlich hip, Statussymbole zu tragen angesagt – und das Polohemd seitdem mit Dekadenz verknüpft. Bis jetzt. Denn die Hemden mit kurzen Ärmeln und knöpfbarem Kragen sind wieder gefragt, aber tatsächlich mit der lässigen Coolness, wie Sean Connery sie damals bereits im Polohemd ausgestrahlt hat.Man trägt es zur Jeans oder zur Leinenhose – und vor allem ohne aufgestellten Kragen getragen, der auch „Schuppentrichter“ genannt wird und für den BWL-Studenten heute zurecht belächelt werden.Rollkragen und Sakko Filmpremiere 2003 Sean Connery mit der Rollkragen-Sakko-Kombi. (Foto:& WireImage) Ein feiner Wollpullover mit kurzem Rollkragen könnte heute als das modische „Signature-Kleidungsstück“ des reifen Sean Connery bezeichnet werden. Als Hemdenersatz unter einem kontrastierenden Sakko getragen, gibt er dem Rollkragenpullover so die Klasse, die ihm eigentlich am Beginn seiner Zeit gefehlt hat. Denn seitdem der Rollkragen ab dem 17. Jahrhundert in der westlichen Welt getragen wurde, taten das fast ausschließlich im Freien arbeitende Männer, vor allem Segler. Aber auch wenn der Rollkragen damals nicht als das Kleidungsstück der Aristokraten etabliert wurde, so verpasst Sean Connery ihm heute mit einem Sakko darüber getragen die Klasse, die ihm zusteht.In der Serie „Stilikonen“ schaut unsere Autorin auf das, was diese Ikonen so unverwechselbar macht – und welche Wirkung ihr Style auch heute noch hat.Mehr: Oscar-Preisträger Brad Pitt beweist mit seinem Modestil, dass sein Alter ihm zugutekommt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 01-04-2020By Gloria von Bronewski
  • Johann König: Wie ein Galerist Augen und Ohren mit angesagter Kunst verwöhnt
    Johann König im Instagram-Livestream In Zeiten von Corona bekommen 4000 Follower so einen Einblick. (Foto:& Johann König) In den sozialen Medien bin ich eine Marke“, sagt Johann König selbstbewusst. Der Galerist mit dem Stammsitz in einer aufgegebenen Berliner Kirche hat sehr früh stark auf Präsenz in den Sozialen Medien und in die Digitalisierung seiner Galerie gesetzt. Jetzt stehe er kurz vor der Vertragsunterzeichnung mit dem Berliner Podcast-Anbieter Podimo, sagt er dem Handelsblatt. Die erste Folge eines von König moderierten Kunst-Podcasts soll schon im April anlaufen. Darin wird der Maler Norbert Bisky zu Gast sein. Für die Veröffentlichung des eigenen Podcasts „Was mit Kunst“ könnte die Zeit nicht günstiger sein.Bis es so weit ist, lädt er per Instagram-Livestream in die Ateliers seiner Künstler ein. Den teilt er dann über die Story-Funktion mit derzeit rund 157.000 Abonnenten der König Galerie. Seit die Galerie in Berlin und die Ausstellungsfläche in einer ehemaligen Tiefgarage in London wegen der Pandemie geschlossen sind, verabredet er sich allmorgendlich über Instagram zum angeregten Plausch mit einem seiner Künstler. Internationale Stars wie Alicja Kwade werden aus ihren Ateliers zugeschaltet. Am Ende kann das Online-Publikum Fragen stellen. Das Ganze dauert rund eine halbe Stunde. Über 4000 Zuschauer schauen sich dieses Format nach Königs Angaben täglich an. „Gleich um 10 gehe ich nach Tokio“, sagt Johann König, als das Handelsblatt ihn besucht. Das meint er nicht wörtlich. An diesem Morgen verbindet König sich statt mit einem Künstler mit seinem Tokioer Galerieleiter Tatsuya Yamasaki. Seit Ende 2019 hat König einen festen Standort in Asien, in einem Gebäude der Luxusmodemarke MCM. Dort ist die Niederlassung noch immer geöffnet, gerade läuft eine Ausstellung des Malers Anselm Reyle. Die Idee für dieses Instagram-Format sei nicht aus der Not geboren worden, wiegelt König ab. Verglichen mit anderen Galerien, gehe es ihm „relativ gut“. Der Galerist, der aktuell die Kurzarbeit-Anträge seiner 40 festen Mitarbeiter abarbeitet, kann der Krise sogar etwas Positives abgewinnen. So hofft er, dass Galeristen weltweit sich stärker auf ihre jeweiligen Heimatmärkte besinnen werden. „Damit der Kunstbetrieb wieder regionaler wird“, so König.Umstieg auf klimafreundliche OnlinepräsenzDer Umwelt zuliebe nimmt die König Galerie nicht mehr an den Art Basel-Messen in Hongkong und in Miami teil. Er wolle zur Reduzierung der Schadstoffe beitragen, die beim Transport in die Luft geblasen werden, erzählt Johann König. Stattdessen investiere er jetzt noch stärker in die Online-Präsenz seiner Galerie, etwa auf Plattformen wie Artsy oder Artnet. Insgesamt rund 100.000 Euro, so viel, wie er im letzten Jahr für die Messestände bezahlt habe. König holt seine Follower, Fans und Kunden da ab, wo sie stehen und verwöhnt ihre Augen und ihre Ohren mit angesagter Kunst.Mehr: Johann König: Lesen Sie hier, wie dieser Kunsthändler zum Erfolgsträger wurde Sebastian Späth Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 29-03-2020
  • Serie „Genusslust“: Singapore Sling: Ein Damen-Drink wird zum Cocktail-Klassiker
    Die Long Bar im Raffles Hier wurde vor über hundert Jahren der Cocktail-Klassiker Singapore Sling kreiert.(Foto: Michael F. Basche) Das hat was von einem Paralleluniversum: Vandalismus wird mit dem Rohrstock bestraft, Kaugummis sind nahezu verboten, die Trottoirs erscheinen klinisch sauber, lässiger Umgang mit Abfall zieht hohe Bußgelder nach sich. Hier aber – nur ein paar Meter Luftlinie von der Straße entfernt – gehört es zum guten Ton, Erdnüsse aus der Schale zu pellen und letztere ebenso kleinteilig wie großzügig auf dem Fußboden zu verteilen. Weit vor der Tür lädt ein Jutesack voller Peanuts erstmals zu großzügiger Selbstbedienung ein, es knirscht bereits vernehmlich unter den Schuhsohlen: Auf ein Glas in einer der berühmtesten „Kneipen“ der Welt, bevor Corona ebendiese zum Stillstand bringt. In der Long Bar des Raffles Hotels in Singapur, wo vor über hundert Jahren der Cocktail-Klassiker Singapore Sling kreiert wurde.Das Objekt des begehrlichen Besuchs wird in einem hohen Tulpenglas serviert, auf dem sich ein Paar im Vintage-Look zuprostet, ist knallig pink und hat eine dünne weiße Schaumkrone, schmeckt süßlich und macht die Lippen klebrig. Der Legende nach hat Barkeeper Ngiam Tong Boon den Drink 1915 erfunden. Als Angebot des Raffles für durstige Damen. Die Long Bar war damals schon ein beliebtes „Watering Hole“, ein Wasserloch für pichelnde Plantagenbesitzer, die aus Malaysias Kautschuk- und Palmöl-Pflanzungen in Singapur einfielen, bei Whisky, Gin oder Rum unter der Raffles-Veranda an der Bras Basah Road saßen und den lustwandelnden Ladies hinterherschauten. Für die wiederum galt der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit als unschicklich, die Etikette ließ allenfalls Fruchtsaft und Tee zu.Also ersann der pfiffige Ngiam eine Melange aus Gin, Cherry Brandy, Cointreau und Bénédictine. Vermischt mit Ananas- sowie Limettensaft. Dazu kräftige Dashes von Grenadine und Angostura Bitter für die feminine Farbgebung. Obendrauf Ananas und Maraschino-Kirsche. Kurz, eine hochprozentige Angelegenheit in der Optik unschuldiger Fruchtigkeit, die zum Kult wurde und den Legendenstatus der Long Bar begründete.
    Cocktail-Legende Das Originalrezept Zutaten: 3 cl Gin, 1,5 cl Cherry Brandy, 7,5 ml Cointreau, 7,5 ml Bénédictine, 1 cl Grenadine, 1,5 cl Limettensaft, 1 Dash (Spritzer) Angostura Bitter, 12 cl Ananassaft.Alles in einem Cocktailshaker auf Eis schütteln und in ein mit Eis gefülltes hohes Glas seihen, mit Ananasschnitz und (Cocktail-)Kirsche garnieren.Der ursprünglich Sling hatte vermutlich Sodawasser statt Ananassaft, aber Barkeeper Ngiam hat sein Originalrezept niemals aufgeschrieben. Der heute im Raffles gemixte Cocktail wurde in seiner Zusammenstellung erstmals 1936 definiert und zwischenzeitlich sogar als vorgefertigte Plörre ausgeschenkt, um den Ansturm der Gäste abzuschöpfen. Seit einigen Jahren indes wird in der Long Bar wieder jeder Singapore Sling von Hand und frisch zubereitet. Cocktails mit Städtenamen Das Cocktail-Lexikon kennt fünf klassische Mixgetränke, die Städtenamen tragen. Neben dem Singapore Sling sind das:Der Vancouver auf Gin- und Bénédictine-Basis, der während der 1950er Jahre in der kanadischen Pazifik-Metropole entstanden ist.Der Toronto, um dessen Erfindung sich Kanadier und Amerikaner streiten und für den vor allem Whisky und Fernet Branca benötigt werden.The Parisian, der zwischenzeitlich fast vergessen war und den französischen Klassiker Crème de Cassis mit Gin und trockenem Wermut verbindet.Der London Buck, dessen Entstehung im Dunkel der Barkultur-Historie liegt und bei dem Gin und Zitronensaft mit Ingwerbier aufgeschüttet werden.Zu erwähnen sind außerdem der Bombay, der New Orleans und der Moscow Mule, die Wodka-Version des London Buck. Überall im Insel- und Stadtstaat Singapur schütteln die Barkeeper den Sling sozusagen aus dem Handgelenk, der streng genommen eher ein kalter Punsch ist. Doch nur in der Long Bar hat es diesen Touch von Authentizität, wenngleich die Schlange am Eingang belegt, dass das zweigeschossige Etablissement mit dem 13 Meter langen Tresen längst kein Hort gepflegter Trinkkultur mehr ist. Sondern ein Touristen-Hotspot, der auf dem Sightseeing-Programm steht wie Merlion, das Fabelwesen aus Löwenkopf und Fischkörper am Rand der Marina Bay, Wahrzeichen von Singha Pura (Sanskrit), der Löwen-Stadt. Einst im Ballsaal des Raffles platziert, wanderte die Long Bar im Zug diverser Renovierungen an ihren heutigen Standort in den ersten Stock der Raffles Arkaden, wo sie für die Laufkundschaft halt mühelos von der North Bridge Road aus zu erreichen ist.Wer‘s weniger öffentlich mag, der muss im Raffles einchecken. Gästen des Luxushotel zuvorderst steht die Writers Bar offen, in der sich Dichterfürsten wie Joseph Conrad, Hermann Hesse, Somerset Maugham, Noël Coward oder Rudyard Kipling von der Muse des Müßiggangs küssen ließen.Der „Dschungelbuch“-Autor verewigte die Herberge auch in seinen Reiseerzählungen „From Sea To Sea“ (1899). Allerdings nur bedingt schmeichelhaft. Es sei „ein Platz, wo das Essen exzellent und die Zimmer mies sind“, schrieb Kipling über das 1887 von dem armenischen Bruder-Quartett Sarkies als Bungalow mit zehn Übernachtungsräumen gegründete Raffles. Benannt ist es nach Singapurs Gründer, dem britischen Staatsmann und Forscher Sir Thomas Stamford Raffles. Heute dürfte selbst Kipling mehr als zufrieden sein. Nach der letzten millionenschweren Renovierung präsentiert sich die Nummer eins der Hotelkette Raffles International als Oase inmitten Singapurs Geschäftigkeit. Mit perlweißen Arkaden, tropischen Gartenanlagen, exquisiten Niederlassungen des Shopping-Who‘s Who und Restaurant-Dependancen von kulinarischen Künstlern wie Alain Ducasse oder Jereme Leung. Derweil rauscht draußen der Lärm der Großstadt eher entrückt vorbei. Cocktail mit Erdnüssen Auch heute noch gibt es die Nüsse kostenlos zum Drink dazu.(Foto: Michael F. Basche) Einen kurzen Fußmarsch entfernt, feiert abends die Stuttgarter Automanufaktur Porsche den Launch ihres Elektro-Renners Taycan für Singapurs kaufkräftige Klientel. Vor der farbgewaltig illuminierten Silhouette des Kolosses Marina Bay Sands. Unter einer Kuppel von 250 Drohnen, die als Lichtpunkte im Nachthimmel schweben. Samt Vorstellung der Design-Kooperation mit Lucasfilm für den letzten Streifen der Star-Wars-Saga. Inklusive Aufmarsch imperialer Sturmtruppen und sonstiger Figuren des Sternenkriegs.Eifrig beklatscht überdies von 60 treuen Porsche-Piloten, die für ein paar Tage aus aller Welt eingeflogen sind, um im Sentosa Golf Club auf der gleichnamigen Freizeitinsel vor Singapur ein Turnier des Porsche Golf Circle auszutragen. Hier das Raffles Hotel als splendider Kokon kolonialer Herrlichkeit, dort globalisierte Freizeitkultur und der Aufbruch in ferne Galaxien – deutlicher kann ein Kontrast kaum sein. Wie gesagt: Es hat was von einem Paralleluniversum.Zum Schluss wäre noch
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 29-03-2020By Michael F. Basche
  • Überlebenskampf der Verlage: Die Ausbreitung des Coronavirus stürzt den Buchmarkt in eine tiefe Krise
    Buchhandlung in Leipzig Wie so viele andere in diesen Tagen sitzt auch Saša Stanišić zu Hause, gönnt sich ein Bierchen und räumt schmunzelnd ein, dass er sich fühle wie ein Tagesschaumoderator. Nun, nicht so ganz: „Unten Trainingshose, oben Hemd.“Dann beginnt der Autor pünktlich mit seiner „Wohnzimmerlesung“, liest via Internet Auszüge aus seinen Werken vor. In den heimischen vier Wänden wirkt Stanišić noch sympathischer, fast authentischer als vor Publikum.Da gerät fast in Vergessenheit, dass die Onlineauftritte vieler Autoren in diesen Tagen nichts weiter sind als Notlösungen. Lesereisen und der persönliche Kontakt zu Fans sind derzeit tabu – dabei bestreiten viele Autoren einen Großteil ihres Lebensunterhalts mit Lesungen. Zudem leiden unter den Folgen der Corona-Pandemie besonders der Buchhandel und die kleinen und mittleren Verlage. Die Leipziger Buchmesse ist abgesagt, auch Festivals wie die Litcologne und die Berliner Büchertage im Juni sollen verschoben werden. Die Umsätze auf dem gesamten Markt brechen ein. Spätestens seit vergangenem Wochenende dürfen die rund 6000 Buchhändler fast überall in Deutschland keine Kunden mehr in ihre Läden lassen. Zwar wird dafür online bestellt, aber das gleicht die stationären Verkäufe bei Weitem nicht aus, die zuletzt noch rund 47 Prozent des gesamten Markts ausmachten. [embedded content] Selbst wer heute schon einen gut funktionierenden Webshop führt, büßt derzeit 20 bis 40 Prozent an Umsatz ein, berichtet Iris Hunscheid, die mit ihrem Mann zwei Buchhandlungen in Bonn und Achim betreibt. Wer digital schlechter aufgestellt ist, müsse gar auf die Hälfte der Einnahmen verzichten.Die Händler haben noch das ganze Frühjahrsprogramm im Bestand – und dafür schon bezahlt. Kaum jemand stellt sich jetzt noch neue Werke in die Läden, die niemand mehr durchstöbern darf. Natürlich gibt es auch E-Books. Aber die machten 2018 gerade mal einen Umsatzanteil von fünf Prozent am Publikumsmarkt aus. Viele Verlage haben daher Neuerscheinungen bis auf Weiteres verschoben.Machten die rund 3000 Verlage im Jahr 2018 noch einen Umsatz von 5,14 Milliarden Euro, wird der in diesem Jahr deutlich einbrechen. Wie viele der 25.000 Mitarbeiter in den Verlagen gehalten werden können, hängt von der Dauer der Krise ab. Noch gibt es keine Pleiten, aber das könnte sich bald ändern. Einer der größten Buchmärkte der Welt – er gerät zunehmend ins Stocken. „Und dann kam Corona“Eigentlich hatte das Jahr für Herrmann-Josef Emons gut begonnen. Sein gleichnamiger Kölner Verlag machte ein Umsatzplus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Schweiz schaffte es einer seiner Krimititel sogar auf Platz eins der Bestsellerliste. „Und dann kam Corona“, sagt Emons. „Als Verlag mit regionalen Titeln müssen wir im Buchhandel präsent sein. Das entfällt nun.“Den absoluten Tiefpunkt der Krise erreichten sie Ende vergangener Woche: Der Tagesumsatz sank auf 2000 Euro, wie der Verleger sehr offen eingesteht. „Sonst liegt der zwischen 10.000 und 15.000 Euro.“ Immerhin: Der Wochenauftakt lief etwas besser, der tägliche Umsatz pendelte sich bei etwa 5000 Euro ein. „Vielleicht ist das auf steigende Onlineverkäufe zurückzuführen“, vermutet Emons. Nur noch Lieferung nach Hause Bundesweit sind Buchhandlungen geschlossen. (Foto:& imago images/Ralph Peters) Mit 32 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von acht Millionen Euro gehört sein Verlag zu den mittelgroßen in Deutschland. Es sei eine schwierige Größe, wenn es um Hilfen geht, meint Emons. „Dann ist man zu groß oder zu klein.“ Derzeit geht er das Thema Kurzarbeit an.Gegenüber den Buchhandlungen zeigt er sich solidarisch. „Wir Verlage sind darauf angewiesen, dass die Händler überleben“, sagt er. So hat der Verleger etwa bei kleinen Buchhandlungen das Zahlungsziel hochgesetzt: von 60 auf 120 Tage. Die bundesweiten Schließungen der Buchhandlungen hält er für falsch. „Bücher sind nichts anderes als geistige Nahrung.“Die Buchhandlungen in Deutschland beschäftigen 27.500 Mitarbeiter. Etwa 90 Prozent der Läden sind kleinere, von großen Ketten unabhängige Betriebe. Viele von ihnen betreiben eigene Webshops, einige haben sich auch zu Onlineangeboten zusammengeschlossen. Ob Buchhändler noch ausliefern dürfen, regeln Städte und Kommunen, bislang ist das fast überall noch möglich. Vereinzelt geht sogar eine Art Kioskverkauf oder das Abholen aus Boxen vor dem Geschäft.„Die Lieferkette in unserer Branche funktioniert weiterhin sehr gut“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Heute bestellte Bücher könnten meist schon am nächsten Tag ausgeliefert werden. Skipis hofft darauf, dass die Kunden weiter lokal einkaufen.
    Alexander Skipis (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) „Die Umsatzrendite ist gering (...), Finanzpolster können nur die wenigsten Buchhändler und Verlage aufbauen.“ (Foto:& imago/Sven Simon) „Die Stärke der deutschen Buchbranche ist genau diese Kleinteiligkeit und Vielfalt, die Qualität vor Ort“, sagt er. Man habe hierzulande ein feines Netz an Buchhandlungen und kleinen Verlagen, bis hinein in die Kapillaren. Die Krise könne einen tiefen Einschnitt bedeuten – in die kulturelle Versorgung der Gesellschaft.„Die Umsatzrendite ist bei Buchhändlern und Verlagen relativ gering, sie bewegt sich in den meisten Fällen zwischen einem und drei Prozent“, rechnet er vor. Finanzpolster könnten nur die wenigsten aufbauen, die Krise schlage daher bei vielen voll durch. Die geplanten Hilfen der Bundesregierung bewertet Skipis positiv: „Wir erkennen sehr an, dass die Hilfen nun schnell auf den Weg gebracht werden sollen“, sagt er.Aber die Zahlungen müssten jetzt auch unbürokratisch bei Verlagen und Händlern ankommen: „Wir nähern uns dem Ende des Monats, die Mieten werden fällig.“ Skipis appelliert daher auch an die Solidarität der Vermieter und rechnet vor, dass pro Monat bei allen deutschen Buchhandlungen allein eine Miete „von rund 15 Millionen Euro“ fällig werde. Für Ralf Kramp war es ein „Gang der Tränen“, wie er erzählt. Der Autor und Verleger schritt vor ein paar Tagen durch die Räume seines Krimireichs und regelte die Heizkörper herunter, einen nach dem anderen: in seiner Buchhandlung, im Krimicafé und zuletzt auch in den Räumen seines KBV-Verlags.Hillesheim ist eigentlich eine Hochburg für Krimifans. Aus ganz Deutschland und den Beneluxländern pilgern jährlich etwa 30.000 Menschen in die Region, um die Schauplätze der Bücher zu besuchen, weitere 10.000 buchen geführte Touren. Und jetzt? Gähnende Leere.Kramp hat zwar zusammen mit seiner Ehefrau gleich drei Standbeine, ist zudem noch selbst als Autor der Eifelkrimis unterwegs, macht
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 28-03-2020
  • Online Tagebuch Teil 10: Meine kleine Flucht
    Display in der Handelsblatt-Redaktion Wo noch Humor herrscht, da wird auch noch gearbeitet. (Foto:& Handelsblatt/Tanja Kewes) Als sich die Corona-Ausnahmesituation durch das Schließen der Kitas und Schulen hier in NRW heute vor zwei Wochen ankündigte, war meine erste Reaktion: Flucht. Gemeinsam mit meiner Freundin Lara überlegte ich, Urlaub zu nehmen. Wir planten mit den Kindern, insgesamt wären es dann fünf Kinder gewesen, drei Jungen und zwei Mädchen, für eine Woche eine Unterkunft an der Nordsee zu mieten und so das Beste aus der Misere zu machen. Schnell hatten wir ein schönes, kleines Häuschen für uns sieben in Dornumersiel ausgemacht. Drei Schlafzimmer, zwei Bäder, 600 Euro die Woche. Schönste deutsche Nordseeküste am Festland. Nach Holland oder gar auf eine ostfriesische Insel trauten wir uns schon nicht mehr. Denn: Wir wollten natürlich flexibel bleiben. Was, wenn diese Krise ausartete in Ausgangssperren oder wir gar selbst erkranken würden?Wir fuhren nicht. Wir wagten diese große Flucht nicht. Mein ältester Sohn wollte nicht. Er wollte zuhause bleiben – in seiner vertrauten Umgebung und bei „Mama UND Papa“. Er hatte mit seiner kindlichen Feinfühligkeit gemerkt, dass irgendetwas grundsätzlich anders war. Wieso waren gestern in der Schule alle so aufgeregt gewesen? Warum hatte er alle seine Bücher und seinen Turnbeutel mitnehmen müssen? Warum hatte er jetzt so plötzlich Ferien? Der kleine Große war schlauer als wir beiden aus Verzweiflung übermütigen Mütter. Im Nachhinein bin ich natürlich froh, dass wir nicht gefahren sind. Es wäre falsch, wenn nicht gar unverantwortlich gewesen, in dieser ernsten Situation „in Urlaub“ zu fahren. Noch dazu in einer Kombination, die nicht aus dem engsten Familienkreis besteht. Nach diesem gescheiterten Fluchtversuch richtete ich es mir also in meinem Homeoffice ein. Meinen Laptop und meinen Schreibtisch hatte ich ja eh schon zuhause, die Arbeitszeiten mussten eben nur in das Mittagspäuschen und den Feierabend verlegt werden. „Na, herrliche Aussichten“, dachte ich, und weiter: „Und wenn mit diesem Homeoffice zu fünft alles gut geht und die Ausbreitung dieses Virus in fünf Wochen hoffentlich gestoppt ist, starten wir nach den Osterferien am 20. April in der schlimmsten Rezession wieder von vorne.“ Nun bin ich ja Optimistin, und ich war durchaus auch zuversichtlich und willig, die Chancen in dieser Ausnahmesituation zu sehen und zu ergreifen. Wir als Familie würden in dieser Zeit bestimmt auch noch enger zusammenwachsen, überlegte ich mir. Schließlich waren wir noch nie fünf Wochen am Stück alle Mann nonstop zu Hause. Kinder verstehen den Alltag der Eltern besserDiese Erwartung hat sich auf jeden Fall erfüllt. Wir Eltern haben in den vergangenen zwei Wochen unsere Jungs noch einmal viel besser kennenlernen können. Was interessiert sie? Was macht sie glücklich? Wie interagieren sie zusammen? Und die Drei sind auch viel selbstständiger geworden. Denn einerseits waren wir Eltern viel präsenter, andererseits war ein Programm wie im Urlaub wegen der Arbeit natürlich nicht möglich: Der Jüngste trinkt jetzt endlich aus seinem Becher statt aus einer Flasche. Der Mittlere kann jetzt allein seinen Namen schreiben. Und der Große macht auch mal allein eine Schulaufgabe. Und die Kinder haben durch unsere Heimarbeit zugleich auch ein viel besseres Verständnis von unserem Alltag bekommen. Erst heute Morgen beim Frühstück fragte mich unser Sechsjähriger wieder: „Mama, warum arbeitest du so viel?“ Ich antwortete ihm, dass ich nicht mehr arbeite als sonst. Es sei jetzt nur so, dass er das mitbekommen würde. Normalerweise würde ich arbeiten, wenn er in der Schule und Betreuung sei. Nun müsse ich aber eben arbeiten, wenn er zuhause sei. Es folgte Frage auf Frage: Warum ich denn überhaupt arbeite? Warum ich Journalistin geworden bin? Warum Papa Architekt? Warum ich jetzt selbst beim Essen manchmal auf mein Handy schaue? Warum, warum, warum? Darum, darum, darum!
    Online-Tagebuch Tanja Kewes ist seit 2016 Chefreporterin des Handelsblatts und Autorin der Kolumne „Faktor Mensch“. Sie berichtet derzeit über ihre Erfahrungen im Homeoffice. (Foto:& Julia Praschma) Als er dann sagte, dass er einmal Lehrer werden wolle, war ich mit dem Warum-fragen dran. Seine Erklärung brachte mich etwas ins Grübeln. Er erklärte nämlich: „Ich möchte Lehrer werden, damit ich meinen Kindern mal gut die Schulaufgaben beibringen kann...“ Ja, dieses Homeoffice zu fünft hat seine schönen Momente, es ist vor allem aber auch schön anstrengend. Ein Dauerzustand ist das hier aber definitiv nicht. Ich selbst wollte nämlich noch nie Lehrer werden. Mir fehlt zudem der soziale Kontakt. Als Journalistin lebe ich davon, dass ich herumkomme, Menschen treffe, die Welt fühle, sehe, rieche, schmecke, spüre. Und ich brauche zum Gedankenaustausch auch Meinesgleichen, Journalisten. Heute Morgen war es deshalb so weit. Am zehnten Arbeitstag zuhause wage ich die Flucht. Die Flucht in mein altes Arbeitsleben. Ich fahre für ein paar Stunden in die Redaktion. Ich bereite diese kleine Flucht vor wie sonst eine Geschäftsreise. Ich stimme mich erst mit meinem Mann ab, wann und für wie lange ich fahren kann, packe dann meinen Laptop und meine Unterlagen zusammen, schminke mich und ziehe mich schick an. Schon die Autofahrt – ein Genuss. Die Straße frei, der Himmel blau, ich mal für mich. Ich stelle die Musik gleich laut. Ich fühle mich wie 25 Jahre jung – und das in unserer Familienkutsche, einem VW Sharan, mit drei dicken Kindersitzen auf der Rückbank und zwei weiteren Sitzen im Kofferraum. Ein Auto so uncool, das selbst schon mein zwölfjähriger Neffe Simon die Stirn runzelte, als ich ihm im Herbst selbstironisch von unserem „tollen neuen Auto“ erzählte. Der Rheinufertunnel, der hier in Düsseldorf den Süden mit dem Norden der Stadt verbindet, so leer wie sonst vielleicht an Heiligabend. Ich folge gedankenverloren einem Porsche Oldtimer. Als plötzlich dessen Bremslichter rot aufleuchten, trete ich auch abrupt auf die Bremse. Puh, Glück gehabt und knapp geschafft. Kein neues Foto von mir. Auf meiner Spritzfahrt hatte ich natürlich die Blitzer vergessen, die im Tunnel fest installiert sind. Emotionale Nähe bei räumlicher DistanzIn der Tiefgarage des Handelsblatts, in der sowieso häufig viel
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 27-03-2020By Tanja Kewes
  • Houseparty: Warum diese Videochat-App derzeit Skype und WhatsApp den Rang abläuft
    Houseparty im Einsatz Die App erlaubt Gruppenchats mit bis zu acht Personen. (Foto:& Houseparty/Life on Air) In Deutschland gilt ein bundesweites Kontaktverbot, in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien gibt es weitreichende Ausgangssperren, ebenso in vielen Bundesstaaten der USA. Das Coronavirus zwingt die Menschen weltweit, sich aus dem Weg zu gehen. Gerade Alleinlebende und extrovertierte Menschen leiden unter der Situation.Kein Wunder also, dass Smartphone-Nutzer in Zeiten der Coronakrise vor allem nach einem suchen: nach neuen Möglichkeiten, mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu treten.Seit Anfang März explodieren die Downloadzahlen in Apples App Store. Neben Bildungs- und Business-Apps sind dafür vor allem Anwendungen aus der Kategorie „Social Networking“ verantwortlich, wie Daten des Analyse-Diensts Appfigures zeigen. Auch unter den am häufigsten heruntergeladenen Apps in Googles Play Store finden sich derzeit viele Kontakt- und Chat-Apps. Noch vor Skype und WhatsApp in der Rangliste: Houseparty – eine Anwendung, die vor der Coronakrise vermutlich die wenigsten auf dem Schirm hatten und nun plötzlich in aller Munde ist.Houseparty, in Deutschland derzeit hinter dem frisch gestarteten Streamingdienst Disney+ auf Platz zwei in beiden führenden App Stores, versteht sich als „Face to Face Social Network“. Die Videochat-App ist für iOS und Android verfügbar und kann über Googles Webbrowser Chrome auch am PC genutzt verwenden.Sie funktioniert zunächst ähnlich wie ihre namhaftere Konkurrenz: Ihr Startbildschirm listet die eigenen Kontakte auf. Sind Freunde online, können Nutzer sie über ein Chatfenster kontaktieren, anrufen oder einen Videocall starten.Freundeskreise vermischen sichWas Houseparty eigen macht, zeigt sich, sobald ein Gespräch mit einem befreundeten Nutzer begonnen hat. Auch anderen Freunden wird dieses nun nämlich als virtueller „Raum“ in der App angezeigt. Wer möchte, kann der Konversation beitreten – und öffnet den Chatraum damit wiederum für die eigene Freundesliste.So entstehen in kurzer Zeit bunteste Gesprächsrunden, in denen sich die Freundeskreise der Teilnehmer vermischen. Die App funktioniert also tatsächlich ähnlich wie eine Hausparty in der nicht-virtuellen Welt. Neben dem bloßen Austausch mit Freunden und Freunden von Freunden bietet Houseparty auch die Möglichkeit, gemeinsam zu spielen. Zur Auswahl stehen der Partyklassiker „Wer bin ich?“, ein nach dem Montagsmaler-Prinzip funktionierendes Zeichenspiel, ein Kartenspiel und ein Trivia-Quiz, das mit Fragepaketen erweitert werden kann.Bis zu acht Nutzer gleichzeitig erlaubt Houseparty in einem Chatraum. Wer mehr Privatsphäre wünscht, kann seinen Raum aber auch schon vorher für andere Nutzer sperren.Auch wenn viele Smartphone-Nutzer die App erst in diesen Tagen für sich entdecken: Neu ist Houseparty nicht. Bereits 2016 wurde die Anwendung, die das US-Softwareunternehmen Life on Air entwickelt hat, in Apples App Store veröffentlicht. Schon damals löste sie einen kleinen Hype aus – vor allem bei Jugendlichen und College-Studenten in den USA.Ein Jahr später, das berichtet die New York Times, verhandelten die Entwickler offenbar mit Facebook über eine mögliche Übernahme. Stattdessen wurde Houseparty im Juni 2019 Teil des US-Softwareherstellers Epic Games, der vor allem als Entwickler des beliebten Online-Videospiels Fortnite bekannt ist.Der Hype ist stärker denn jeZum Zeitpunkt der Übernahme hatte die App laut Schätzungen, die das US-Magazin The Verge zitiert, etwa 35 Millionen Nutzer – einen Großteil davon in den USA. Allerdings befanden sich die Downloadzahlen auf dem Abschwung, waren von 3,7 Millionen Downloads im ersten Quartal 2018 auf nur noch 2,3 Millionen im ersten Quartal 2019 gesunken. Nun, da der Hype um Houseparty zurück und stärker denn je ist, braucht es für solche Zahlen plötzlich nicht mehr ein Quartal, sondern nur noch eine Woche. Zwei Millionen Mal soll die Chat-App in der vergangenen Woche weltweit heruntergeladen worden sein, berichtet die Financial Times. In dieser Woche werden die Download-Zahlen voraussichtlich noch einmal nach oben gehen. Am Donnerstag stand Houseparty in vier Ländern auf Rang eins in den App Stores, in 18 weiteren mindestens auf Rang drei. Eines trübt die weltweite Euphorie dann aber doch etwas: Houseparty verlangt Zugriff auf eine Vielzahl persönlicher Daten, die laut Datenschutzerklärung für „geschäftliche Zwecke“ mit Dritten geteilt werden können. Lediglich die Ortung des eigenen Handys lässt sich direkt über die App-Einstellungen deaktivieren. Wer von der Nutzung seiner Daten komplett zurückzutreten möchte, muss sich per E-Mail an die Betreiber wenden.Ein Experte für Cybersecurity, den Forbes zu der Problematik befragt hat, stuft die Nutzung von Houseparty aber dennoch als unbedenklich ein. Zudem hat das Unternehmen in dieser Woche gegenüber der Financial Times beteuert, Nutzerdaten nicht zu Werbezwecken an Dritte zu verkaufen.Mehr: Heimarbeit wegen Coronavirus: Das sind die wichtigsten Tools fürs Homeoffice Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 27-03-2020By Tobias Gürtler
  • Coronakrise: Viele Künstler sind in einer prekären Lage
    Ulrike Arnold vor „Cueva de la Chulacao, Atacama, Chile“ Das Rundbild entstand 2014 unter dem Eindruck eines Erdbebens in der Atacama-Wüste. Sein Durchmesser beträgt zwei Meter. (Foto:& Victor van Keuren) Die Schätzungen gehen auseinander, wie viele der freischaffenden Künstlerinnen und Künstler von ihrer Kunst leben können. In Berlin soll es jeder zehnte sein, andere Schätzungen nennen Sätze zwischen zwei und fünf Prozent. Das ist keine Neuigkeit, gewinnt aber in der Coronakrise zunehmend an Brisanz. Denn bereits unmittelbar nach Inkrafttreten der weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus kamen alarmierende Meldungen zur existenzgefährdenden Dynamik der Krise. Schnell wurde deutlich, was in „normalen“ Zeiten gern unbemerkt bleibt: dass die gesamte Kreativbranche überwiegend am Rande des Prekären lebt und arbeitet. Der Berliner Galerist Thomas Taubert sieht dunkle Wolken aufziehen: „Die Pandemie hat den Kunstmarkt kalt erwischt. Die gesamte Wertschöpfungskette, angefangen bei den Produzenten über die Speditionen bis zu den Galerien, Kunsthändlern und Messen, ist zu 100 Prozent betroffen: Es gibt schlicht keine Umsätze mehr.“ Und es stehe, sagt Taubert, auch zu befürchten, dass dies über einen langen Zeitraum anhalten wird. „Wir rechnen frühestens zum Saisonstart im Herbst wieder mit einer allmählichen Beruhigung. Aber: Krisen trennen auch die Spreu vom Weizen und sind als kathartischer Moment geeignet, den Blick wieder auf das Wesentliche zu lenken: die Inhalte, nicht den Preis.“ Wer das Glück hat, von einer Galerie vertreten zu werden als Künstler, profitiert auch bei heruntergefahrenem Galeriebetrieb vom Netzwerk und der Unterstützung des Galeristen. Sehr viel härter ist die Lage für Künstlerinnen, die ohne auskommen müssen. Die Politik hat den Ernst der Lage erkannt. Sowohl auf Bundes- wie auch auf Länderebene werden Hilfsprogramme angeboten, die schnelle und unbürokratische Unterstützung in Aussicht stellen. Der Rettungsschirm des Bundes ruht auf drei Säulen: der Betriebssicherung – Stichwort Miete –, der Absicherung der persönlichen Lebensumstände durch einen schnellen Zugang zur Grundsicherung und schließlich der Abmilderung von Härten etwa im Insolvenzrecht. Maria Lentzen „27.1. 2020_Coronaschutz in Hongkong“ „Mein kleines Unternehmen ist auf null im Moment.“ (Foto:& Maria Lentzen) Die für die Kreativen wichtigen Beiträge zur Künstlersozialkasse können vorübergehend abgesenkt werden. Das Land NRW stützt mit einer Soforthilfe von zunächst fünf Millionen Euro freischaffende Künstlerinnen und Künstler. Sie sollen eine Einmalzahlung von bis zu 2000 Euro erhalten.Von jeher sind Künstlerinnen und Künstler nicht nur im Atelier erfinderisch. Ihre Lebensentwürfe sind jeder für sich ein Sonderfall, ein ständig neu auszutarierendes Geflecht aus Kunstproduktion, Broterwerb und zufälligen Gelegenheiten. Die Düsseldorfer Künstlerin Ulrike Arnold kann sich glücklich schätzen, denn sie kann von ihrer Kunst leben – ohne von einer Galerie vertreten zu werden. Ihre Kunst ist schwer einzuordnen und kreist seit bald vier Jahrzehnten um das Thema Erde. Arnold sammelt auf allen fünf Kontinenten Erden und Gesteine, die sie zerkleinert und mit einer speziellen Technik zu abstrakter Malerei auf Nesselgewebe verarbeitet. Im Atelier statt in der WüsteIn Arnolds Atelier in Düsseldorf hängen aktuelle und ältere Arbeiten, darunter auch nagelneue Bleistiftzeichnungen. „Die richtige Galerie zu finden ist so schwierig, wie den richtigen Mann zu finden“, sagt Arnold nicht ohne Selbstironie. Durch Corona ist sie, die sonst nur unter freiem Himmel mit frisch zubereitetem Material arbeitet, gezwungen, drinnen zu arbeiten. Deshalb besinnt sie sich zurück auf ihre Wurzeln und zeichnet.Eigentlich wollte die Weltreisende jetzt in den USA sein, um zu arbeiten und ihre Verkäufe anzukurbeln. Aber der von den USA verhängte Einreisestopp verhinderte diese Reise. Ihr Lebenspartner, der Fotokünstler Victor van Keuren, hätte mit seinem amerikanischen Pass zwar einreisen dürfen, aber das Risiko, auf absehbare Zeit nicht wieder zurückzukommen, war beiden zu groß.Arbeit vor der HöhleUlrike Arnold hat zwar keine Galerie, aber eine enge Arbeitsverbindung als Artist in Residence zum Amangiri-Luxus-Resort in Canyon Point in Utah. In dessen puristischer Architektur inmitten einer archaischen Wüstenlandschaft hängen einige ihrer großformatigen Erdbilder. Und vor den Toren dieses Resorts arbeitet Arnold seit Jahren in und vor einer urzeitlichen Höhle. Gelegentlich kommen Gäste vorbei und interessieren sich für ihre Arbeit. Auch im Resort selbst verkauft die Künstlerin ihre Arbeiten. Mit dem Resort hat Arnold so etwas wie einen Ersatz für die fehlende Galerie gefunden. Dort setzt sie weitaus mehr Arbeiten ab als in Deutschland, wo zwar auch Interessenten ihr pittoreskes Atelier frequentieren, aber längst nicht so kauffreudig sind wie die Amerikaner. „Aber ich muss vor Ort sein, um den Leuten die Kunst nahezubringen. Von allein geht das nicht.“ Statt Farbe aus der Tube Gesteinsproben, aus denen Malerei wird. (Foto:& Ulrike Arnold) Die durch Corona verhinderte Einreise macht ihr nun einen Strich durch die Rechnung. „Ich habe im vergangenen Juli das letzte Bild verkauft. Ich war schon sehr nervös. Aber jetzt hat gestern ein Käufer gezahlt, der seit dem Sommer überfällig war. So habe ich wieder etwas Luft.“Als Meisterschülerin von Klaus Rinke stieß Arnold 1979 auf die prähistorische Höhlenmalerei in der Provence. Eine Initialzündung. Seither malt sie mit Gestein, auch mit Meteoritenstaub, am liebsten in der Natur. Mit der neuen Lage, die sie zur Arbeit im Atelier in sozialer Distanz zwingt, hadert sie nicht: „Ich bin ja auch in der Natur allein. Ich versuche, das anzunehmen und die Situation zu verwandeln. Es ist ja auch gewonnene Zeit, die man sonst nicht hätte. Auch, um etwas Neues zu tun. Dadurch entstehen jetzt gerade riesige Bleistiftzeichnungen.“Ersatz für eine GalerieAuch die Künstler der Selbsthilfegalerie plan.d. in Düsseldorf versuchen, klarzukommen mit der ungewollten Isolation. Die Galerie plan.d. wurde vor 20 Jahren gegründet, um ehemaligen Meisterschülern der Akademie ein Forum zu bieten und Ausstellungen zu ermöglichen. Quasi als Ersatz für eine Galerie. Mittlerweile stellen die elf Vereinsmitglieder vor allem auswärtige Künstler aus. Gute Verbindungen bestehen nach Asien und nach Skandinavien, wo es zu Austausch und gegenseitigen Ausstellungsprojekten kommt. In einer Videokonferenz beschreiben vier Künstlerinnen und ein Künstler ihre derzeitige Situation. Peter Clouth schafft Installationen und Lichtobjekte: „Mir ist gerade ein Projekt in Holland abgesagt worden.“ Das wäre eine große Installation gewesen. „Die hätte ich sehr
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 26-03-2020By Regine Müller
  • Kunstmesse in New York: Die Armory Show zieht um
    Neues Quartier Die „Armory Show“ zieht um in das umgebaute Javits Center in New York. (Foto:& Javits Center ) Nach fast zwanzig Jahren auf zwei maroden Landungsbrücken im Fluss Hudson will die New Yorker Messe „Armory Show“ endlich umziehen. Und zwar einige Straßenblocks weiter südlich, in das 1986 eröffnete, von der Architekturfirma I.M. Pei & Partners gestaltete lichtdurchflutete Kongresszentrum Javits Center. Im Frühjahr 2021 will dieser riesige Komplex eine umfassende Erweiterung und Modernisierung für über 1,5 Milliarden Dollar abgeschlossen haben. Das Javits Center ist gut an das Subway-Netz angebunden, liegt ganz in der Nähe des brandneuen Hochhausviertels Hudson Yards mit seinen Spitzenrestaurants, der High Line und dem Galerienviertel Chelsea. Gleichzeitig verlegt die Messe ihren Termin auf den 9. bis 12. September. „September ist eine großartige Jahreszeit in New York, wir wollen uns mit den Herbst-Vernissagen der Galerien abstimmen“, sagt Direktorin Nicole Berry. Einige wichtige kleinere Messen, wie die „Art Show“ der Händlervereinigung ADAA und auch die hippe „Independent Art Fair“, die bisher Teil der Armory Arts Week waren, planen dagegen, 2021 am März-Termin festzuhalten.Mehr: Armory Show: Lesen Sie hier, wie sich New Yorks Kunstmesse für Moderne und zeitgenössische Kunst zuletzt präsentierte Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 26-03-2020By Barbara Kutscher
  • Online Tagebuch Teil 9: In der Krise zeigt sich das wahre Ich
    Kuscheltier vor den Hausaufgaben In Bezug auf die eigenen Kinder wird unglaublich viel gelogen. (Foto:& Handelsblatt/Tanja Kewes) Ich musste erst wirklich laut lachen. Eine Bekannte von mir, die ich aus Skiurlauben noch ohne Kinder kenne, postete vor einigen Tagen einen Aufruf auf Facebook. „Werde Erntehelfer und hilf den Bauern in Deutschland.“ Ich musste lachen, weil ich mir vorstellte, wie gerade sie – die sich sonst eher Sorgen darum macht, dass ihre Bogner-Jacke aus der vergangenen Saison alt aussehen könnte, ihr Lidschatten unter der Skibrille verwischt oder dass sie 500 Gramm Gewicht zulegen und „fett“ werden könnte – Spargel zieht, Kartoffeln ausbuddelt oder Erbsen sortiert. Und dann wurde ich auch ein bisschen sauer. Warum forderte sie mich und andere Facebook-„Freunde“ auf, sich als Erntehelfer einzubringen, ohne selbst einfach mal mit anzupacken. Und ich fürchtete, sie fühlte sich nach diesem „Teilen“ auch noch richtig gut – so, als hätte sie etwas getan. So, als hätte sie etwas zum Positiven bewegt in dieser Krise. Ein anderes Beispiel: Meine Freundin Julia aus München, die derzeit mit ihren beiden Töchtern allein im Homeoffice sitzt, erzählte mir gestern, wie es in ihrer Whatsapp-Gruppe der ersten Klasse ihrer Ältesten abgeht. Dort würden sich einige andere Mütter und Väter mit Beiträgen gegenseitig überbieten, wie viel und natürlich fehlerfrei ihre Sprösslinge schon von den Schulaufgaben erledigt hätten. „Das macht mich ganz fertig!“, klagte sie. „Die sind schon Mittwoch angeblich mit den Zusatzaufgaben fertig. Unsere Hannah weigert sich grundsätzlich diese zu erledigen. Sie stoppt, sobald sie eine mit Sternchen markierte Aufgabe erreicht hat... Ich bin froh, wenn wir an fünf Tagen das normale Pensum schaffen.“
    Tanja Kewes Die sozialen Medien präsentieren unsere unterschiedlichen Charaktere gerade auf eindrucksvolle Weise. (Foto:& Julia Praschma) Ich war sprachlos. Es ist doch nicht zu fassen! Statt dass sich in dieser Gruppe geholfen wird, wie es ja eigentlich der Sinn einer solchen Einrichtung ist, wird dort eine Art Wettbewerb veranstaltet: Welches Kind hat seine Schulaufgaben am schnellsten, schönsten und umfassendsten erledigt? Der wahre Charakter in KrisensituationenMein Rat lautete: Ignorieren! Mütter oder Väter, die sich und ihre lieben Kleinen so produzieren müssen, haben anscheinend sonst nichts zu tun oder selbst nichts erreicht in ihrem Leben. Und außerdem: In Bezug auf die eigenen Kinder wird unglaublich viel gelogen. Da stimmt häufig wenig. Nun, gut, die Episoden zeigen mal wieder: In Krisensituationen zeigt jeder seinen wahren Charakter – und den auch noch potenziert. Die, die sonst schon ignorant waren, sind ignoranter und gehässiger denn je. Die, die sonst schon kühl waren, sind kühler und kalt. Die, die sonst schon empathisch waren, sind empathischer und helfen. Und die, die sonst schon tatkräftig waren, sind tatkräftiger und unermüdlich im Einsatz. Es ist, wie es war und ist: Der Faktor Mensch ist der entscheidende im Leben. Im Privat- wie im Berufsleben. Das Miteinander ist entscheidend. Und in Krisensituationen, wie wir sie gerade in historischem Ausmaß erleben, trennt sich auch menschlich schnell und eindeutig die berühmte Spreu vom Weizen: der Desinfektionsmittel-Dieb vom Einkaufshelfer, der Corona-Party-Gänger vom Medizinstudenten, der freiwillig in die Pflege geht, oder der Corona-Verleugner vom Erntehelfer. Die sozialen Medien präsentieren diese Charaktere gerade auf eindrucksvolle Weise. Das Internet ist einerseits voller Hass, Häme und Hetze. AfD-Politiker etwa wünschen Angela Merkel, die sich in freiwilliger Quarantäne befindet, weil sie mit einem infizierten Arzt in Kontakt stand, einen qualvollen Coronatod. Das sind die Schlechtmenschen, bei denen man sich selbst ertappt, ihnen Böses zu wünschen. Doch man sollte sich nicht anstecken lassen. Das Internet ist aber auch voller Liebe, Verständnis und Hilfsbereitschaft. Dafür stehen etwa die Macher von Portalen wie der Nachbarschaftshilfe von coronaport.net, den Einkaufshelfern von nebenan.de oder dem Babysitterdienst von coronamami.de. Das sind die Gutmenschen, deren Beispielen wir folgen könnten und von deren guten Ideen und Engagement wir uns anstecken lassen sollten. Morgen wage ich die FluchtUnd auch wir zuhause in unseren Homeoffices können diese Charakterstärken oder -schwächen an uns und anderen beobachten. Während wir hier so sitzen, arbeiten und sinnieren, zurückgeworfen auf uns selbst und unsere Nächsten, verlieren wir auch schon mal die Facon. Diese kollektive Quarantäne ist schließlich nicht mehr oder weniger als ein sozialer Ausnahmezustand. Wir stehen emotional unter enormem Druck. Und der entlädt sich leider auch manchmal. Als ich am Sonntagabend im Dienst war, und die Nachricht, dass Angela Merkel sich nun freiwillig in Quarantäne begibt, noch auf den allerletzten Drücker in die Zeitung bringen musste – es waren nur noch drei Minuten bis zum Andruck – zog unser Jüngster das Ladekabel aus meinem Laptop. Der schaltete zwar sofort in den Batteriebetrieb, doch der Schreck reichte aus, ich wurde laut. „Neeeein, bist du waaahnsinnig?“ Der Kleine verstand natürlich weder meine Lautstärke noch die Aufregung. Er schaute mich mit seinen großen blauen Augen an und fing an zu weinen. Ich hätte mich sogleich selbst ohrfeigen wollen. Was schrie ich jetzt den Kleinen an? Als ob der Einjährige schon so gezielt handeln würde oder gar wüsste, was er gerade fast getan hätte. Die Erkenntnis dieses Arbeitstages war klar wie Tränen: Ein Homeoffice ist eben kein Office. Was bleibt? Die Befürchtung, dass mir wohl mittel- bis langfristig hier zu Hause die Decke auf den Kopf zu fallen droht wie den Galliern bei Asterix und Obelix der Himmel. Und deshalb wage ich morgen mal eine kleine Flucht. Eine Flucht in meine Redaktion. Eine Flucht zurück in die schöne, alte Arbeitswelt. Ein kurzes Zurück in die Normalität. Mehr: Die 20er-Jahre des 21. Jahrhunderts beginnen mit einem Fanal. Viele trifft die Entschleunigung völlig unvorbereitet. Was tun? @TanjaKewes folgen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 26-03-2020By Tanja Kewes
  • Hans Maulberger: Missionar für deutsche Nachkriegskunst
    Hans Maulberger Der Galerist steht vor Fred Thielers informellem Gemälde "0-32/55" (120 x 90 cm) aus dem Jahr 1955. (Foto:& Galerie Maulberger/Simon Ksandr/VG Bild-Kunst Bonn, 2020) „Zeitzeugen“ heißt die Ausstellung zum Jubiläum der vor 35 Jahren gegründeten Galerie Maulberger. Seit Monaten wird sie vorbereitet. Aber wegen der Corona-Pandemie bleiben die Türen zur Vernissage am 3. April und danach geschlossen. „Es ist schade um diese tolle Ausstellung, aber wir werden 700 bis 800 Kataloge an unsere Kunden schicken und ihn natürlich ins Internet stellen“, sagte Hans Maulberger im Gespräch mit dem Handelsblatt.Hans Maulbergers Mission sind deutsches Informel und Zero-Kunst. Also die abstrakte, gegenstandslose Kunst aus malerischen Gesten und die Kunst am Nullpunkt, die Licht und Bewegung verhandelt. Mit Werken von Fritz Winter, K. R. H. Sonderborg, Gerhard Hoehme, Conrad Westpfahl und Otto Piene wollte er das Progressive der abstrakten Kunst der 1950er- und 1960er-Jahre feiern und auch das 35-jährige Bestehen seiner Galerie.Alles umsonst? „Wir haben hier nichts für den modernen Lifestyle“, stellt der Galerist mit einem Schmunzeln klar. Seine Sammler sind treue Stammkunden. Auf Wunsch werden Kunstwerke zur Ansicht geliefert, aber auch wieder von einer Spedition abgeholt. Vor mehr als fünf Jahren prophezeite Hans Maulberger dem Handelsblatt, dass die Spitzenpreise für deutsche Nachkriegskunst in absehbarer Zeit um eine Kommastelle nach rechts rücken werden. Nicht alle Künstler haben diesen Sprung gemacht. Aber sechsstellige Preise für K. O. Götz und Fritz Winter, Auktionserlöse in Millionenhöhe für Ernst Wilhelm Nay sind Bestätigung für einen Galeristen, der sein Lager seit Jahrzehnten mit informeller Kunst füllt. In den abstrakten Gemälden der jungen Bundesrepublik bewundert der heute 76-Jährige konsequenten Formwillen und philosophische Tiefe. Otto Piene Die Feuergouache "Venus Flytrap Y" entstand 1990 auf Karton. (Foto:& VG Bild-Kunst 2020/Galerie Maulberger/Simon Ksandr) Wie die Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten die Entwicklung der Malerei vorantrieb, das ist statt in der Ausstellung im Katalog und im Netz nachvollziehbar. Noch 1953 komponierte Karl Otto Götz weiche, organisch geformte Abstraktionen wie auf dem Blatt „Dez. 1953/II“. Das ein Jahr später entstandene Deckfarbenblatt von ihm zeigt schon Dynamik statt Abbildung. Kühnes Zeugnis einer frühen Neudefinition des Kunstbegriffs liefert 1955 Herbert Zangs mit einem kittfarbenen Gussrelief. Das zum Teil mit Pressluft geformte Werk soll 120.000 Euro kosten.In jedem Exponat sieht Maulberger die Zeit- und Kunstgeschichte. Fred Thielers Gemälde „0—32/55“ etwa, vor dem sich der Galerist auf dem hier abgebildeten Foto zeigt, tourte als Teil der Ausstellung „ZEN 49“ der Jahre 1956/1957 quer durch die USA. Es soll 88.000 Euro kosten.Anfänge mit SpätimpressionistenDie deutsche Nachkriegskunst ist kein überhitzter Markt. Dass sie heute zu den Klassikern des 20. Jahrhunderts zählt, ist auch ein Verdienst dieser Galerie. Dass der Zero-Boom die Nachkriegskunst aufgewertet hat, bestreitet ihr Gründer nicht im Geringsten. Aber seine Devise als Kunsthändler lautet bis heute: „Wir richten uns nicht nach dem Markt. Wir bewerten Kunst aus dem Abstand von 50 Jahren“. Als die Kunstwelt in den 1970er- und 1980er-Jahren die Figuration von Kippenberger, Baselitz und Polke feierte, kaufte Maulberger die Abstraktionen von Rolf Cavael, Fred Thieler und K. O. Götz. Später hat er ihnen in Anlehnung an das amerikanische „Action Painting“ das Etikett „German Action“ verpasste. Er spürt und schätzt die Energie dieser Maler. In seiner Galerie in Landshut handelte er anfangs noch mit Spätimpressionisten. Erst als er in den 1990er-Jahren seine Galerie nach München verlegte, konzentrierte er sich ausschließlich auf die Nachkriegskunst.Maulbergers Kapital war der umfangreiche eigene Gemäldebestand. Er kaufte für seine Ausstellungen direkt bei den Künstlern oder ihren Erben. Er fuhr beispielsweise zu Emil Schumachers Familie. Der Sohn des weltweit geschätzten Künstlers hatte ein paar schwächere Blätter herausgesucht. Maulberger blieb hart, bis er einige Werke mit Tiefgang hervorholte. Darunter war auch jenes Deckfarbenblatt von 1987, das für 29.800 Euro in der Jubiläumsausstellung angeboten wird.
    Heinrich Wildemann Die Gouache auf Transparentpapier ist "O. T." betitelt und 1955 geschaffen. (Foto:& Galerie Maulberger) Maulberger stieg tief in die Materie ein. Den Nachlass von Conrad Westpfahl oder Klaus Wildemann zu erwerben, sind Gelegenheiten, die sich ein Galerist mit Langzeitstrategie nicht entgehen lässt. Seit Jahren betreut und erweitert man in der Briennerstraße das Archiv K. R. H. Sonderborg. Zu den Galerie-Ausstellungen entstanden mehr als 50 wissenschaftlich bearbeitete Kataloge etwa zur Künstlergruppe „Quadriga“ und zu „ZEN 49“ sowie Künstlermonographien. Der schnelle Hype interessiert den Galeristen nicht. Die Zeit spielt nicht gegen sondern für ihn. „Selbst wenn ich ein Bild nicht verkaufe, bleibt es doch ein gutes Bild“, so Maulberger. Sein Programm hat ein wissenschaftliches Echo gefunden. Seit 2019 existiert in Bonn die Forschungsstelle informelle Kunst.Früh begeistert für ZeroMaulbergers größter Coup ist zugleich Herausforderung. Den Nachlass von Herbert Zangs übernahm er 2011, kurz bevor im Zuge der Zero-Euphorie die kalkig weißen „Schnürungen“ aus Korken, Bindfaden und Nesseltuch des experimentellen Krefelders einen enormen Preisanstieg erfuhren. „Zangs war jemand, der seiner Zeit weit voraus war. Sein komplexes Werk ist bis heute gar nicht zu Ende bewertet“, sagt der Münchner Galerist. Er bewahrt dicke Aktenordner mit Dokumenten und etwa 450 Werken dieses zu lang Übersehenen in seinem Depot auf. Maulbergers wissenschaftliche Mitarbeiterin Carolin Weber spürt im Jubiläums-Katalog den Intentionen und Einflüssen dieses international vernetzten Avantgardisten nach. Aber auch Hans Maulberger war seiner Zeit voraus. Schon in den 1990er-Jahren begeisterte er sich für Zero-Kunst und die Arbeiten von Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker. Anlässlich des 90. Geburtstages des Nagelkünstlers plante er für seinen Stand auf der soeben verschobenen „Art Cologne“ eine Sonderschau mit Uecker-Arbeiten. Glanzstück der Show soll auch während des neuen Herbsttermins Ueckers großes Nagelbild „Hommage à Lothar Wolleh“ von 1990 zum Preis von 3 Millionen Euro sein. Ein bisschen Hype sei auch Hans Maulberger zu seinem 35. Jubiläum gegönnt. Mehr: Herbert Zangs: Lesen Sie hier über die Rückkehr eines vergessenen Talents Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 26-03-2020By Sabine Spindler
  • Auktionskalender: Corona macht London einen Strich durch die Rechnung
    Jean-Michel Basquiat "Untitled" Das 1981 mit Ölstift auf Papier gestaltete Bild wird in der Tagesauktion von Christie's versteigert. (Foto:& VG Bild-Kunst 2020/Christie's) Die Auktionshäuser gehen getrennte Wege, was die Verlegung ihrer Auktionstermine infolge der Coronakrise betrifft. Bonhams gab als erstes Haus bekannt, dass alle Büros geschlossen und Entscheidungen über Auktionen erst Ende April bekannt gegeben werden. Hört man hier Panik heraus, erläuterte Christie’s die aktuellen Pläne, denen eine weitreichende Strategie zugrunde liegt, ausführlich. Alle Auktionen der Kunst des 20. Jahrhunderts werden in New York stattfinden. Der Standort London wird abermals klar zurückgestuft. Schon vor einigen Jahren fielen die Londoner Juni-Auktionen temporär aus. Der Brexit schafft weitere Ungewissheiten. Nun soll es vom 23. bis 28. Juni eine zusammengelegte Auktion nur in New York geben – mit Blick auf die Pandemie allerdings ein Datum mit Fragezeichen.Sotheby’s hingegen geht schrittweise vor. Es betrachtet jede Auktion einzeln und gibt einen Monat vor der geplanten Auktion bekannt, welche terminlichen oder örtlichen Veränderungen stattfinden werden. Informationen über die Auktionen für das 20. Jahrhundert in New York im Mai und im Juni kann man also frühestens Ende April erwarten. Allerdings bietet das Haus im April Online-Auktionen in den Sammelgebieten Design, Photographie, Editionen und „Contemporary Curated“ an. Wettbewerber Phillips gibt sich optimistisch, was globale Standorte betrifft und will Auktionen in Hongkong weiterhin Anfang Juni durchführen, verlegt allerdings die New Yorker Auktionen ebenfalls auf Ende Juni. Alle Häuser betonen den Schwung, den die Coronakrise auf das Käuferverhalten hat. Aktuell können Online-Gebote die weggebrochenen Gebote aus den Saalauktionen kompensieren. Das hat dazu geführt, dass die Ergebnisse der letzten Wochen nicht unter den Erwartungen der Versteigerungshäuser geblieben sind.Dirk Boll, Präsident bei Christie‘s, sieht im jetzigen Verhalten einen umfassenden Innovationsschub in den digitalen Markt. Das könnte dem Kunstmarkt, der sich noch immer schwertut mit der Digitalisierung, auch in Zukunft guttun. Allerdings darf man nicht vergessen, dass bei den jüngsten Ergebnissen alle Objekte bereits vor der Krise katalogisiert, fotografiert und geschätzt worden waren. Wenn Tausende von Mitarbeiten von zu Hause arbeiten, dann droht der Maschinerie bald Verzögerung, schlimmstenfalls Stillstand. Mehr: Auktionen in London: Lesen Sie hier, wie sich das Angebot zeitgenössischer Kunst Mitte Februar verkaufen ließ Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 26-03-2020By Stephanie Dieckvoss
  • Online Tagebuch Teil 8: Vom Glück, drei Kinder zu haben
    Spielplatz in Düsseldorf Nicht nur die Kinder von Tanja Kewes müssen auf den Besuch derzeit verzichten. (Foto:& Handelsblatt/Tanja Kewes) Ein Picknick kostet hier in Düsseldorf gerade 250 Euro. Eine Grillparty ebenfalls. Pro Person versteht sich. Und damit ist nicht gemeint, dass es Kaviar und Champagner gibt oder Filet-Steak und Mouton Rothschild. Ein Gruppen-Picknick oder eine Grillparty in der Öffentlichkeit kosten 250 Euro Bußgeld – dem Kontaktverbot sei Dank. Armin Laschet, seit drei Jahren amtierender NRW-Ministerpräsident, der eigentlich eher für seine rheinische Geselligkeit bekannt ist und dessen Innenminister sich bisher vor allem auf Clan-Kriminalität spezialisiert hatte, sagt dazu: „Wir müssen nicht die Vernünftigen überwachen, sondern die Unvernünftigen bestrafen. Und zwar konsequent und hart.“Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich fühle mich zunehmend wie eine Zuschauerin. Wie eine Zuschauerin in einer Aufführung, in die ich zufällig hineingestolpert bin und aus der ich nun nicht mehr herauskomme. Kennen Sie das Lied „Hello“ von Adele? Sie singt in diesem Lied voller Sehnsucht in der Stimme: „Hello from the other side.“ Auf der anderen Seite fühle ich mich auch gerade den ganzen Tag. Auf der anderen Seite des Bürgersteigs etwa oder auf der anderen Seite am Telefon. Jeder für sich, alle für alle. Das Kontaktverbot, das nun auch bei Zuwiderhandeln mit Geldbußen sanktioniert wird, macht es schrecklich schön konkret. Nun, gut. Lassen Sie uns in unser Kleinklein, unsere derzeit so romantisierte und gepriesene Kleinfamilie zurückkehren… Dieses Kontaktverbot trifft uns nur noch theoretisch. Selbst die Kinder kommen gar nicht mehr auf die Idee, ins Schwimmbad oder in den Tierpark zu fahren, Freunde zu treffen, in den Urlaub zu fahren, Oma und Opa zu besuchen. Auch die Spiel- und Fußballplatzverbote sind abgehakt. Die Stimmung in unsrem Homeoffice zu fünft ist trotz all dieser Einschränkungen bestens. Mehr SelbstständigkeitDie Jungs haben sich gegenseitig und ihr Zuhause und die engste Umgebung in den vergangenen zwei Wochen noch einmal ganz neu vermessen. Sie sind auch viel selbstständiger geworden. Seit vorgestern rennen sie mit Malkreide bewaffnet allein um den Straßenblock, (Autos fahren eh nur noch sporadisch) und kritzeln Schatzkarten, Geheimbotschaften und Kunstwerke auf den Bürgersteig, die Straße, unsere Hauswand und die Gartenzäune der Nachbarn. Der Mittlere sah gestern Abend aus wie ein Schornsteinfeger – nur das seine Asche blau war. Er hatte sich die blaue Kreide im ganzen Gesicht, auf Jacke und Hose verteilt. Er konnte sich direkt vor der Waschmaschine ausziehen. Ihn störte das nicht. Er war so richtig zufrieden – mit sich und seiner Leistung. Als er endlich sauber, satt und „ein bisschen müde“ im Bett lag, erklärte er: „Mama, morgen geht es weiter!“Wer hätte das gedacht? Der private Stresstest schlechthin läuft gar nicht so schlecht wie von mir und anderen befürchtet. Diese Halbzeitbilanz, wir haben heute hier in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich Tag acht von 15, wenn es keine Verlängerung nach den Osterferien gibt, kann ich guten Gewissens ziehen. Und die schönste Erkenntnis: Es läuft wegen unserer drei Kinder gut, und nicht trotz unserer drei Kinder. Tanja Kewes Seit 2016 Chefreporterin des Handelsblatts und Autorin der Kolumne „Faktor Mensch“. (Foto:& Frank Beer für Handelsblatt [M]) „Drei Kinder?“ „Drei Jungen?“ „Wie alt? Erst sechs, vier und ein Jahre alt?“ „Und du und dein Mann ihr arbeitet jeder Vollzeit?“ „Ja, ja, ja, ja!“, ich komme schon in normalen Zeiten häufig gar nicht dazu so schnell zu antworten wie die Fragen auf mich einprasseln. Die Reaktionen schwanken dann meist zwischen Bedauern und Bewundern. „Irre!“ „Wie schafft ihr das?“ „Das ist doch bestimmt total anstrengend.“ „Ja, ist es“, antworte ich dann für gewöhnlich, „aber es ist vor allem auch total schön. Die drei sind eine tolle Truppe.“In der derzeitigen Krise, die bei uns zu Homeoffice zu fünft geführt hat, sind Bedauern und Bewundern noch ausgeprägter. „Bei euch geht es bestimmt besonders turbulent zu, oder?“ „Kommt ihr da überhaupt zum Arbeiten?“, sind da noch zwei der vorsichtigen Fragen. Und, ja, wahrscheinlich geht es bei uns derzeit besonders turbulent zu. Turbulenter bestimmt als bei Familien im Homeoffice mit „nur“ einem oder zwei Kindern. Die Lautstärke ist oft enorm.Dagegen sind jeder Newsroom einer Zeitungsredaktion oder jede Großbaustelle stille Orte. Und es gibt auch mal Streit und Schreierei. Aber auch nicht mehr, als wenn es beruflich mal kontrovers wird. Aber, und das ist das Gute: Langeweile kommt mit oder bei den Kindern nicht auf. Ich bin deshalb gerade auch in dieser Coronakrise dankbarer und glücklicher denn je, drei Kinder zu haben. Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, wir kommen einfacher durch diesen privaten Stresstest als manche Familie mit weniger Kindern.Erstens: Spielzeug wird überbewertetMeine Freundin Lara hat – als die Schulen und Kitas schlossen – gleich einen Großeinkauf bei Amazon gestartet. Spielzeug für drinnen und draußen, jede Menge. Ihr Problem: Ihre beiden Töchter sind sechs und eins und damit fünf Jahre auseinander. Die Große kann mal nach der Kleinen gucken oder ihr was zeigen, aber richtig zusammen spielen können sie natürlich noch nicht. Meine Freundin muss also für Entertainment sorgen. Denn Verabreden und Ausflüge sind ja leider verboten. Auch ich habe, als diese Corona-Ferien ausgerufen wurden, darüber nachgedacht, neues Spielzeug zu ordern, um die Jungs zu beschäftigen und bei Laune zu halten. Es ist bisher bei zwei Spielen geblieben, die das Zahlenverständnis verbessern und von der Klassenlehrerin empfohlen wurden: Qwixx und Kniffel. Und mehr wird es aus meiner Sicht auch nicht mehr werden. Die Jungs spielen bis dato ausgiebig und glücklich mit ihrem schon vorhandenen Zeug. Denn mal ehrlich: Im normalen Alltag ist ja selbst schon für Kita- und Grundschulkinder wenig Zeit zum freien Spielen zu Hause. Sie sind meist bis 16 Uhr in ihren Einrichtungen, und danach lockt häufig noch ein besonderes Angebot wie Musikschule, Fußball beziehungsweise Ballett oder Schwimmen, das ab einem gewissen Alter angeboten und gemacht werden muss – sonst kommt man sich als Raben-Eltern vor. Zweitens: Brüder und FreundeWas gibt es Schöneres als Geschwisterliebe? Unsere beiden
    Quelle: Handelsblatt PanoramaPubliziert am 25-03-2020By Tanja Kewes
  • Alltagsfrisuren: Einfache Ideen zum Nachmachen
    Keine Lust auf Dutt und Co.? Wie wäre es dann mit natürlichen Beach Waves, die ihr sogar über Nacht bekommt. Die Haare am Abend vorher waschen, anfönen und danach mit einer Bürste durchkämmen. Anschließend Styling-Mousse in das Haar einarbeiten und einzelne Haarpartien abteilen, eindrehen und die kleinen Dutts mit Haargummis befestigen. Am nächsten Morgen die Haargummis öffnen, Mini-Knoten lösen und mit den Fingern durch die Haare gehen. Auf den Gebrauch einer Bürste solltet ihr verzichten, da sonst eure Lockenpracht wieder dahin ist. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 03-04-2020
  • 6 Oberteile, die deine Jeans lieben werden (und du auch)!
    Wir lieben Jeans – aber manchmal haben wir doch alle das Gefühl, dass sie irgendwie "zu basic" aussehen. Abwarten, in Kombination mit diesen Oberteilen sind sie alles andere als langweilig.Das gesmokte TopAn gesmokten Tops kommt ihr diesen Frühling, ach was, das ganze Jahr vermutlich nicht mehr vorbei. Die Oberteile werden Dank der kleinen Raffungen von unscheinbaren Teilen zu super stylischen Fashion-Pieces. Ihr könnt die entweder als schlichte Tops zur Jeans kombinieren, es gibt aber auch gesmokte Off-Shoulder-Shirts, die unsere Schultern herrlich betonen. Ach, wir lieben diesen Trend!Der Kasten-AusschnittDen kastigen Ausschnitt, den wir übrigens auch oft in Kombination mit gesmokten Stoffen sehen, können wir auch super easy als ultimatives Style-Upgrade einsetzen. Da der Ausschnitt das Schlüsselbein sehr betont, können wir hier toll mit filigranen Ketten und Accessoires arbeiten. Außerdem wirkt der Look mit dem besonderen Ausschnitt ein bisschen eleganter – auch mit Jeans.Die PuffärmelSpätestens seit dem letzten Herbst vergöttern wir Puffärmel. Warum? Sie machen jedes noch so schlichte Outfit richtig cool. Vor allem im Kombination mit einer lässigen Mom Jeans oder Paperbag Hose kommen die Ärmel mega zur Geltung. Es gibt die Puffärmel in unterschiedlichen Größen – also perfekt für alle, die nicht gleich übertreiben wollen.Das Cropped TopBauchfrei? Darf auch mal sein. Wenn es draußen wärmer wird, dürfen wir schon mal ein bisschen mehr Haut zeigen (zumindest diejenigen, die den Look mögen). In Kombi mit einer High Waist Jeans ist auch nicht gleich der ganze Bauch freigelegt, aber ein bisschen Haut darf rausblitzen. Über das Top zieht ihr dann einfach eine coole Bomberjacke oder eine Jacke im Utility-Style – und fertig ist der coolste und einfachste Look aller Zeiten.Das Strick-TopBeinahe hätten wir das Strick-Top vergessen. Ein MUSS für den Frühling und Sommer. Die feine Strick-Optik gibt uns irgendwie sofort Sommervibes, deshalb kombinieren wir dazu auch gern Muschelschmuck. Egal, ob Jeansshorts, Mom Jeans oder Jeansrock – Strick-Tops tragen wir zu allem. Übrigens: Diese Oberteile könnt ihr nicht nur super zur klassischen Blue Jeans kombinieren, im Frühling lieben wir auch beigefarbene und weiße Jeans. Aber auch Schwarz oder grau funktionieren natürlich IMMER!Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte ModePubliziert am 03-04-2020By Friederike Dejan
  • Ready for spring! Mit diesen Beauty-Essentials wird der Frühling NOCH besser
    Wer im Frühling mehr Haut zeigen will, der möchte natürlich, dass diese schön aussieht. Eine gute Bodylotion oder Bodybutter ist da natürlich unerlässlich. Die Brazilian Bum Bum Cream von Sol de Janeiro sorgt mit Cupuaçu-Butter, Açaí und Kokosöl für super zarte Haut. Extrapluspunkte gibt es für den leckeren Kokos-Duft und den dezenten Schimmer! Brazilian Bum Bum Cream von Sol de Janeiro für rund 17 Euro bei Douglas erhältlich.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 03-04-2020
  • Très chic! Französinnen lieben diese 5 Must-haves für den Frühling – und wir auch
    Wenn es um guten Stil geht, spielen die Französinnen in der ersten Liga. Sie schaffen es, elegant, topmodisch und ultralässig zugleich auszusehen – und das anscheinend ohne jede Anstrengung. Man könnte meinen, unsere Nachbarinnen hätten ihr Gespür für Mode mit der Muttermilch aufgenommen. Nur logisch also, dass wir bei Fashionistas wie Caroline de Maigret oder Jeanne Damas gaaanz genau hinschauen, was in Sachen Style auch für uns drin ist. Und so viel schon mal vorweg: Die It-Pieces der French-Girls für diesen Frühling sind so très chic, dass sie très très schnell auf unserer Shopping-Liste gelandet sind. Wir verraten euch, auf welche fünf Lieblingsteile die Französinnen (und wir!) in den kommenden Monaten nicht verzichten können.  1. StrickcardiganDer Strickcardigan hat endgültig sein Granny-Image abgelegt und feierte vergangenen Winter sein großes Comeback. Und ein solch fulminantes Revival endet nicht plötzlich im Frühling! Die Französinnen können längst nicht mehr ohne und kombinieren das Trendteil zu allem, was nicht bei drei hinter den Klamottenbergen verschwunden ist. Allerdings unter zwei Bedingungen: Er ist gecropped und kastig geschnitten oder lässig Oversize. Dazu auffällige Knöpfe – et volià.2. Midikleider mit PrintWenn es um Kleider geht, machen die Französinnen diesen Frühling keine halben Sachen. Die Minikleider bleiben erst einmal im Schrank, stattdessen stehen Dresses in Midilänge ganz hoch im Kurs. Ihr Favorit: Modelle in angesagten Cremetönen und mit Print. Ob Blümchen oder Polka Dots darf hingegen jeder selber entscheiden – Hauptsache die luftigen Kleidchen machen gute Laune und vertreiben auch den letzten Winterblues. Ach, und pssst! Noch französischer wird es, wenn ihr besagte Kleider zu ebenso besagten Cardigans kombiniert. Wir sagen nur: C'est fantastique!3. Blusen mit PuffärmelnÄrmel sind derzeit DAS Thema in der Modewelt – kein Wunder also, dass unsere französischen Nachbarinnen längst Feuer und Flamme dafür sind. Besonders angesagt: schlichte Shirts oder Blusen mit Puffärmeln. Fashionistas tragen sie zu coolen Vintage-Jeans und heben ihren Look damit aufs nächste Style-Level. Wir sollten uns also eine groooße Scheibe von ihnen abschneiden und die voluminösen Ärmel mit offenen Kleiderschranktüren empfangen.4. Vintage-DenimApropos Jeans! Die robusten Hosen sind das Basic der Basics und gehören deswegen zu Recht zur Uniform der stilbewussten Französinnen. Griffen sie bislang allerdings hauptsächlich zu sexy Skinny Jeans, steht der Frühling 2020 ganz im Zeichen von Vintage-Denim. Die Modelle sind weiter geschnitten, gecropped und sitzen hoch in der Taille. Für den perfekten Look à la francais fehlen jetzt nur noch ein Basic-Shirt und ein paar Flats. Oh, und vielleicht noch das Must-Have, das nun folgt ...5. Lederblazer... Denn das setzt wirklich jedem Look das i-Tüpfelchen auf. Ein Lederblazer ist super cool, edgy und mega trendy, ohne dabei zu gewollt zu wirken. Kurz: Französischer geht's nicht! Für den perfekten Style solltet ihr zu einem Modell in angesagten Creme/Braun-Tönen greifen und auf Details wie einen verkürzten Schnitt oder einen Taillengürtel achten. Da der Lederblazer schon Hingucker genug ist, halten sich Französinnen mit dem restlichen Outfit zurück.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte ModePubliziert am 03-04-2020By Ann-Christin Gebhardt
  • Ohne diese vier Fashion-Pieces können Französinnen nicht leben
    Eines ist klar: Modische Französinnen setzen auf zeitlose Fashion-Pieces und gehen nicht blind jedem Trend nach. Ihre Frage beim Kauf lautet stets: "Kann ich das noch nächstes Jahr tragen?" Erst wenn die Antwort "Oui!" heißt, geht es zur Kasse. Das ist auf jeden Fall nicht nur die sparsamere, sondern auch die schlauere Variante. Somit vermeiden die Französinnen gekonnt trendgetriebenen Fehltritte und haben nur das im Kleiderschrank, ohne das sie wirklich nicht leben können. Und was das genau ist, verraten wir euch jetzt.Eine sitzende Jeans mit geradem BeinFranzösinnen sind absolute Fans einer perfekt sitzenden Jeans mit geradem Bein. Meist tragen sie die Hose im 7/8 Schnitt und kombinieren dazu einen schmalen Stiefel, Loafers oder Mules. Genial! Die Art der Jeans wird übrigens Editor-Jeans genannt und ist eine Hommage an die mühelos schicken Moderedakteurinnen, welche des Öfteren in dieser Hose gesichtet werden. Warum auch die Französinnen die Jeans so lieben? Sie ist die goldene Mitte zwischen der zu weiten Boyfriend-Jeans und der zu engen Skinny-Jeans. Très parfait!Eine zeitlose TascheDie richtige Tasche muss für die Französinnen die perfekte Größe haben. Deshalb setzen sie auf edle Cross-Body-Bags, in denen sie Schlüssel, Geldbeutel und ganz wichtig (!) ihren Lippenstift problemlos verstauen können. Meist lassen sie die Finger von Schnäppchentaschen, die nur kurz im Trend sind und investieren lieber in hochwertige und zeitlose Designer-Pieces. Damit werten sie gekonnt jeden Look auf. Verständlicherweise will nicht jeder so viel Geld für eine Tasche ausgeben. Deswegen empfehlen wir in Vintage-Läden vorbeizuschauen oder Secondhand-Onlineshops zu durchstöbern. Lasst die Schnäppchenjagd beginnen!Der perfekte GürtelDieses Accessoire wird von den Französinnen nicht unterschätzt. Und ihr solltet das auch nicht! Denn ein Gürtel ist nicht nur praktisch, sondern verleiht zudem jedem Look das gewisse Etwas. Die Gürtelschnallen der Französinnen sind schick und schlicht und das Band meist aus Leder. Das modische Accessoire wird nicht nur zur Hose kombiniert, sondern gerne auch mal um den Blazer, Cardigan oder um ein süßes Sommerkleid gewickelt.Eine schicke JackeEgal ob eine coole Lederjacke, ein eleganter Blazer oder ein schicker Mantel, der Schnitt muss sitzen. Auch hier wird auf trendige Prints verzichtet und stattdessen auf einfarbige oder zeitlose Muster gesetzt. Was jedoch nicht fehlen darf sind kleine Details wie edle Knöpfe. Absolut schick und bürotauglich. Wie ihr seht, können wir uns von unseren lieben Nachbarinnen noch einiges abschauen. Zum Beispiel das vorausschauende Shoppen. Hach, wenn es nur so einfach wäre. Aprops Shoppen: Wir haben euch die Fashion-Pieces zusammengestellt, die die Französinnen sofort abnicken würden. Außerdem versprechen wir hoch und heilig, dass ihr diese Teile viele weitere Saisons tragen könnt. Ehrenwort!Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte ModePubliziert am 02-04-2020By Célin Röser
  • 90er Make-up: Schminktipps für den 90er Look
    02. April 2020 00:00 Uhr 90er Make-up: Schminktipps für den 90er Look Die 90er Jahre bleiben unvergesslich: Blauer Lidschatten, brauner Lippenstift und schmale Augenbrauen gehörten zu den Eskapaden dieses Jahrzehntes, an die wir uns mit einem Schmunzeln erinnern. Hier erfahrt ihr, wie das 90er Make-up gelingt! Ihr braucht noch Inspiration für die nächste Bad Taste Party? Dann dürfte euch das Make-up der 90er gerade recht kommen: Hier ging es schrill und bunt zu und in manchen Fällen auch sehr extrem! Mit diesen Schminktipps könnt ihr die 90er auferstehen lassen:90er Make-up: So schminkt ihr den 90er Look90er Make-up für die AugenBlauer Lidschatten: Von einem natürlichen Look waren die 90er weit entfernt – das Gegenteil war der Fall! Lidschatten in knalligem Blau oder Hellblau wurde als Augen-Make-up getragen und ließen die Augen stark betonen. Mit blauem Mascara setzte man noch eins oben drauf! Wer die weniger extreme Variante bevorzugte, hielt sich dagegen an Schimmerlidschatten in Perlmutt, Silber oder auch Lila.Schmale Augenbrauen: Auch heute noch dürften sich die Haarwurzeln unserer Augenbrauen mit Schrecken an diesen Beauty-Trend erinnern … Die Augenbrauen konnten in den 90ern nicht dünn genug sein! Dafür wurden sie stark malträtiert und in Form gezupft. Dazu war ein dunkler Augenbrauenstift stetiger Begleiter, der die schmalen Überbleibsel der Brauen auch noch einmal richtig hervorstechen ließ. Wer seinen Brauen das für die nächste Party nicht antuen möchte, schminkt sie ganz hell und zieht dann einen dunklen Strich nach.90er Schminktipps für die LippenDer Lipliner wurde nicht etwa passend zum Lippenstift ausgesucht, sondern stach in dunklen Tönen hervor. Mit den dunkel umrandeten Lippen schummelte man sich etwas mehr Volumen dazu. Rückblickend war der Kontrast schon sehr speziell, vor allem wenn man bedenkt, dass zudem auch noch ein heller Lippenstift aufgetragen wurde – am besten mit 5 Nuancen Unterschied!Brauner Lippenstift: In den 90ern war Braun die Lippenstiftfarbe der Wahl! Wer nicht auf Brauntöne setzte, griff den Trend Beerentöne auf. Lipgloss fand in den 90ern definitiv reißenden Absatz: Eine dicke Schicht prangte stets auf den Lippen und wurde fleißig neu aufgetragen, wenn das klebrige Make-up mal wieder verschmierte. Besonders unpraktisch mit diesem Trend erwiesen sich lange Haare – die befanden sich damals nicht dort, wo sie hingehörten, sondern klebten überwiegend am Mund!90er Make-up: So gelingt der LookBlasse Haut: Von braun gebrannter Haut hielten die 90er Jahre Mädels anscheinend nicht viel und manch einer ließ sein Gesicht bewusst so erscheinen, als ob er seit Wochen die Sonne nicht mehr gesehen hätte. Der absolute Beauty-Trend war damals Porzellanhaut, die mit jede Menge Puder so blass wie möglich geschminkt wurde. Mit Rouge wurde während der 90er nicht gespart! Das Make-up war erst mit einer ordentlichen Portion Rouge auf den Wangen perfekt: Es lebe der "Blush Look".Selbstklebende Bindis: Für einen besonderen Moment durfte es ruhig noch etwas funkelnder in den 90ern sein: Bindis und Strassteine waren der Renner und glitzerten auf Gesichtern oder auch um den Bauchnabel. Gwen Stefani war hier eine der Vorreiterinnen. Dazu die eingedrehten Mini-Dutts auf dem Kopf und die 90er leben neu auf!Im Bereich Beauty war Perlmutt schwer im Kommen: Als Lippenstift, Lidschatten oder auch Nagellack schimmerte der Perlmutt-Look von allen Seiten.Bei Schminktipps für den 90er Jahre Look sticht ein Motto immer wieder hervor: Umso mehr Make-up, umso besser! Hell gepuderter Teint, blauer Lidschatten, dunkler Lipliner und am besten noch ein paar Strassteine als Zierde ließen alles andere als ein dezentes Make-up entstehen. Wenn euch also die nächste 90er Party bevorsteht, braucht ihr an das Thema Make-up nicht schüchtern ranzugehen!Ihr interessiert euch noch mehr für das Leben vergangener Jahrzehnte? Hier findet ihr die besten 90er Frisuren zum Nachmachen und hier haben wir 80er Frisuren zusammengestellt. Die besten Hippie-Frisuren gibt es dagegen hier!Wenn ihr euch mit anderen über Themen im Bereich Beauty und Frisuren austauschen möchtet, dann schaut doch mal in unsere Community. Themen in diesem Artikel Erfahre mehr Diesen Inhalt per E-Mail versenden 90er Make-up: Schminktipps für den 90er Look Die 90er Jahre bleiben unvergesslich: Blauer Lidschatten, brauner Lippenstift und schmale Augenbrauen gehörten zu den Eskapaden dieses Jahrzehntes, an die wir uns mit einem Schmunzeln erinnern. Hier erfahrt ihr, wie das 90er Make-up gelingt! Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 02-04-2020
  • Haare selbst schneiden – so klappt es wie beim Friseur
    Manchmal fehlt es am Nötigsten: Kein freier Platz im eigenen Terminkalender. Oder in dem des Friseurs. Oder das Monatsbudget ist erschöpft. Aber was können wir tun, wenn der Schnitt vollkommen aus der Form ist und die Haare einfach nicht mehr liegen? Selbst ist die Frau, lautet dann die Devise. Mit unseren Tricks klappt das wie beim Profi!Selbst Haare schneiden – das ist machbar!Natürlich können wir uns nicht komplett neue Frisuren so gut wie ein Friseur selber schneiden. Wer aus einer Langhaarmähne einen Pixie schneiden will, sollte im eigenen Interesse einen Termin beim Friseur machen. Aber Spitzen schneiden, Stufen schneiden und Pony stutzen gehört von nun an zu unseren leichtesten Übungen. Wichtig: Eine gute Schere anschaffen!Mit der Bastelschere wird das leider nichts. Eine gute Haarschere ist Grundvoraussetzung für einen sauberen Schnitt. Am besten sind glatt geschliffene Profischeren mit Honing. Ein feinzinkiger Kamm und ein Wassersprüher (wird sonst für Zimmerpflanzen verwendet) sind hilfreich.  Kaputte Spitzen schneidenSo werdet ihr Spliss los: Eine zwei Zentimeter dicke Strähne abteilen und die Haare straff eindrehen. Die herausschauenden Haarenden dann mit der Schere abschneiden. Wir zeigen euch im Video-Tutorial 'Spliss schneiden', wie das aussieht. Für den Hinterkopf braucht ihr wahrscheinlich ein bisschen Hilfe.Pony schneidenAm besten schneidet ihr euren Pony trocken, denn sonst besteht schnell die Gefahr, dass er – wenn er nass geschnitten wird – zu kurz wird, da sich so kurze Haare recht unberechenbar nach oben ziehen.Stellt euch mit Schere und feinzinkigem Kamm vor den Spiegel – achtet auf ausreichende Beleuchtung.Den Pony dann herunter kämmen, aber so, dass die Haare locker auf der Stirn liegen – nicht platt gedrückt, denn auch das verfälscht die eigentliche Falllänge. Zum Schneiden dann die Haare locker (!) zwischen Zeigefinger und Mittelfinger etwas von der Stirn weg halten.Mit der Schere in einem leichten Winkel von unten in den Pony schneiden, immer nur wenige Millimeter - wie winzige spitze Zähnchen. Vorsichtig Millimeter für Millimeter vorgehen – und zwischendurch immer mal wieder in den Spiegel schauen. Wer einen runden Pony nachschneiden will, sollte vorher den Punkt festlegen, an dem der Pony zu den Seiten hin länger wird. Dann millimetergenau immer tiefer ansetzen.Länge abschneidenDas ganz allein zu bewerkstelligen, wird schwierig, da wir an die Haare am Hinterkopf einfach schwer herankommen. Wer Hilfe von Freund oder Freundin bekommen kann, sollte annehmen. Einfacher wird es, wenn ihr die Haare im feuchten Zustand schneidet, dann solltet ihr aber einrechnen, dass sich die Haare im trockenen Zustand noch – je nach Haarstruktur – ein Stückchen nach oben ziehen. Bei welligen Haaren und Locken sind das sogar ein bis drei Zentimeter!So geht's: Wie gewohnt nach dem Waschen oder anfeuchten den Scheitel setzen, dann mit einem feinzinkigen Kamm einmal komplett die Haare durchkämmen.An einer Seite vorn beginnen, eine Strähne in der Breite von etwa ein bis zwei Zentimetern abzuteilen.Die noch einmal mit dem Kamm glatt ziehen und dann die Strähne zwischen Zeige- und Mittelfinger nehmen und darunter die Schere ansetzen. Jetzt zeigt sich, wie wichtig eine gute Schere ist. Vorsichtig Millimeter für Millimeter abschnippeln. Wer einfach gerade in einem Stück abschneidet, riskiert Ecken.So weiter strähnchenweise vorgehen. Zum Schluss kommt dann der Rechts-Links-Vergleich: Hierzu die beiden vorderen Strähnen rechts und links vom Gesicht mit den Fingern ganz glatt nach unten ziehen. Sind beide gleich lang? Glückwunsch. Sonst müsst ihr noch etwas nachschneiden.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 01-04-2020By Sabine Rodenbäck
  • Video: Bayerische Corona-Initiative: Mit Mode gegen das Virus
    Jacken, extravagant und schrill. Das ist das Markenzeichen von Designerin Pia Bolte. Eigentlich, denn die neueste Kollektion der Münchnerin ist dann doch etwas „ausgefallener" als sonst. Pia Bolte entwirft jetzt keine Jacken mehr, sondern Schutzmasken fürs Gesicht. "Die Kunden wollen Sprüche drauf haben wie "Fuck the Virus". Es ist nicht nur unbedingt auf meinem Designkopf gewachsen, es gibt tatsächlich Kunden, die sagen, ich möchte das draufstehen haben. Oder auch ein Logo der Firma." Schutzmasken als extravagantes Fashion-Statement - und mit eingebautem Filter, wie Bolte betont. Neuer Ort, anderes Design. Normalerweise stellt die Firma „Manomama" in Augsburg Stofftaschen her, T-Shirts und Jeans.Mundschutz auf Behörden-AuftragNun fertigt die Unternehmerin Sina Trinkwalder gemeinsam mit ihren rund 150 Mitarbeitern in behördlichem Auftrag Mundschutze an, die sie zum Selbstkostenpreis an Kliniken und Pflegeeinrichtungen abgibt: "Wir fertigen hier ja auch seit einigen Wochen zur Notversorgung von Kliniken und systemrelevanten Einrichtungen, klassischen OP-Mund-und-Nasenschutz oder eine klassische Bedeckung. Die dient dazu, eben nicht mehr so ein Sender zu sein und auch der eigenen Hygiene Unterstützung zu geben."Bestseller mit Feinstaub-FilterZum absoluten Verkaufsschlager hat sich aber ein anderer Artikel entwickelt: ein Schlauchschal namens „Urbandoo" mit eingebautem FFP3-Filter. Eigentlich gedacht für Pollen-Allergiker und für Radfahrer als Schutz vor Feinstaub. Eine Erfindung aus Zeiten, in denen kaum jemand wusste, was ein FFP3-Filter ist. Jetzt ist die Nachfrage enorm gestiegen, erzählt Trinkwalder, und dass, obwohl sie immer wieder darauf hinweist, dass der "Urbandoo" kein zertifiziertes Medizinprodukt ist: "Der Schal ist in erster Linie einfach mal nur ein Schal in Loopform. Ich zieh den über meinen Kopf. Zwischen diesen zwei Lagen dieses Schals ist dieses umlaufende Filter-Inlay, dieses FFP3-Filter-Inlay." Um Lieferengpässe macht sich Sina Trinkwalder keine Sorgen. Sie bezieht alles, vom Stoff bis zum Filter, ausschließlich aus Deutschland von bayerischen Unternehmen. Egal ob einfarbig, bunt oder gemustert - das Manomama-Team arbeitet im Akkord, um die Flut an Bestellungen bewältigen zu können.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte ModePubliziert am 01-04-2020
  • Make-up-Artistin verrät: 8 Beauty-Tipps für Frauen ab 40
    Eins ist nun mal klar – wir alle werden älter. Das lässt sich nicht verhindern und das müssen wir auch gar nicht. Krampfhaft an unserem jüngeren Selbst festhalten? Nein, danke! Das lässt uns meistens einfach nur alt aussehen! Stattdessen sollten wir unsere Beauty-Routine unserem Alter anpassen. Denn das, was unserer Haut mit 20 gutgetan hat, ist für Haut ab 40 einfach nicht mehr gut genug. Also passen wir unsere Pflege mit steigendem Alter den Bedürfnissen unserer erwachsen werdenden Haut an. Eine reifere Haut bedeutet aber auch, dass wir auch beim Make-up-Auftragen nicht mehr so vorgehen können, wie in den 20ern. Aber nicht nur unsere Techniken müssen wir unserer reiferen, aber immer noch wunderschönen, Haut anpassen. Auch auf die richtigen Formulierungen, Farben und Tools sollte für ein schönes Endergebnis geachtet werden. Unsere Vorzüge wollen wir schließlich weiterhin richtig betonen und zum Vorschein bringen.Elise Marquam Jahns ist Make-up-Artistin für Frauen ab 40. Im Gespräch mit den Kollegen von Byrdie gab die Visagistin spannende Beauty-Tipps für reife Haut. Bitte keine Apfelbäckchen! Die Visagistin rät: Rouge nicht auf die Apfelbäckchen auftragen. Das kann die Zeichen der Zeit nämlich zusätzlich betonen. Stattdessen sollte das Rouge mit leichten Aufwärtsbewegungen oberhalb der Apfelbäckchen aufgetragen werden – so wirkt man der Schwerkraft entgegen und sorgt für einen frischen Look. Auch unsere Hautfarbe kann sich im Laufe der Zeit verändern. Daher empfiehlt Elise Marquam Jahns darauf zu achten, ob man beim Blush eher zu warmen oder kühlen Farbtönen greift.Augenbrauen nicht vergessen! Das "Gute" beim Älterwerden ist zwar, laut Elisa Marquam Jahns, dass wir unsere Augenbrauen nicht mehr allzu oft zupfen müssen, dafür müssten wir aber damit anfangen, fehlende Härchen nachzuzeichnen. Besonderen Fokus sollten wir dabei auf das Ende der Brauen legen, denn mit zunehmenden Alter nimmt der Haarwuchs an dieser Stelle stark ab. Daher: beim Augenbrauen ausfüllen nicht das Ende vergessen, ansonsten sind die Brauen zu kurz.Schenkt euren Augenlidern mehr Aufmerksamkeit!Viele von uns haben ab einem gewissen Alter mit faltigen Augenlidern oder Schlupflidern zu kämpfen. Wer ein hellen Nude- oder Champagnerton auf das bewegliche Lid und unter die Augenbraue gibt, kann die Illusion größerer Augen schaffen. Um die Augenpartie etwas anzuheben, empfiehlt die Visagistin ebenfalls einen dunkleren Braunton oberhalb eurer natürlichen Lidfalte aufzutragen. So verschiebt ihr die Lidfalte optisch nach oben.Verzichtet auf matte Nude-Lippenstifte!Nude-Lippenstifte mit einer matten Formulierung solltet ihr lieber schnell aus eurem Make-up-Täschchen verbannen. Die setzen sich nämlich leider viel zu schnell in den Lippenfältchen ab und trocknen diese zusätzlich aus. Cremige Lippenstifte mit etwas Glanz und viiiiiel Feuchtigkeit bringen eure Lippen zum Leuchten. Und bloß keine Scheu vor Farbe – ein schöner Rotton steht jedem Alter!Eyeliner rahmen das Auge! Wer mit zunehmenden Alter mit faltigen Augenlidern zu kämpfen hat weiß, dass ein ebenmäßiger Lidschatten-Look gar nicht so einfach ist. Die Make-up-Artistin rät in diesem Fall den Lidschatten nicht mit Scheibenwischer-Bewegungen aufzutragen, sondern das Produkt in kreisenden Bewegungen auf dem Lid einzuarbeiten. Auch Eyeliner aufzutragen gestaltet sich mit 40 schwieriger als mit 20. Das ist aber noch lange kein Grund damit aufzuhören. Man muss lediglich eine Technik finden, um mit der neuen Situation umzugehen. Jahns empfiehlt statt einem flüssigen Eyeliner einen Kayalstift zu verwenden. Dieser lässt sich gegebenenfalls mit einem Q-Tipp etwas verwischen, um einen softeren Look zu kreieren. Außerdem kann man so über eine nicht ganz so perfekt gezogene Linie hinwegtäuschen – Win-Win.Benutzt einen weichen Foundation-Pinsel!Die Verwendung von richtigen Make-up-Tools ist genauso wichtig, wie die richtigen Foundations, Lippenstifte und Co zu benutzen. Um zu vermeiden, dass sich Foundation in die Fältchen absetzt, rät Elise Marquam Jahns dazu, einen weichen Buffer-Pinsel zu verwenden. Der arbeitet das Produkt ebenmäßig in die Haut ein und sorgt für ein makelloses Finish. Lipliner sorgen für definierte Lippen!Auch rund um die Mundpartie bilden sich mit der Zeit Fältchen. Diesen Fältchen ist es oft zur Last zu legen, dass Lippenstifte "ausbluten". Die Farbe kriecht dann von euren Lippen in die kleinen Fältchen. Kein schöner Look! Um das Verlaufen des Lippenstifts zu vermeiden, könnt einfach einen Lipliner benutzen und die Lippen leicht abpudern.Investiert in flüssige Formulierungen!Make-up-Artistin Elise Marquam Jahns weiß: im Alter neigt unsere Haut zu Trockenheit. Deshalb liegen besonders Puderprodukte unschön auf der Haut und betonen Fältchen mehr denn je. Ihr Rat: benutzt flüssige oder cremige Formulierungen. Flüssige Foundations versorgen eure Haut mit Extra-Feuchtigkeit und ein Cream Blush kann beliebig aufgebaut werden und erzielt einen frischen Glow auf den Wangen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 01-04-2020
  • Aus alt mach neu! 5 Accessoire-Klassiker, die wir 2020 gaaanz anders tragen
    Wir lieben Klassiker! Ob das kleine Schwarze oder der Blazer – wenn wir modisch mal nicht weiter wissen oder einfach nur auf Nummer sicher gehen wollen, retten uns diese Basics den Tag. Kein Wunder also, dass wir im Laufe der Zeit unserem Kleiderschrank jene modischen Evergreens hinzufügen sollten.Während sich einige Pieces bis heute allerdings kaum verändert haben und nur in ihrer Ursprungsform richtig groß rauskommen (kann man sich einen klassischen Trenchcoat anders vorstellen?), haben andere wiederum den ein oder anderen Wandel hinter sich und werden heute zwar noch immer heiß geliebt, aber komplett anders getragen. Vor allem im Bereich der Accessoires haben viele unserer All-time-favourites eine regelrechte Metamorphose erlebt. Beweise gefällig?Das SeidentuchDas kostbare Seidencarré von Hermès ist längst Kult und je näher wir den aufwendig bedruckten Tüchern kommen, desto schneller schlägt unser Herz. Das ging bereits unseren Großmüttern so. Zugegeben, nicht jede von ihnen stockte ihre Sammlung mit den sündhaft teuren Modellen des französischen Traditionshauses auf. Dafür schlugen sie bei den kunterbunten Alternativen umso öfter zu. Generation über Generation schmückte sich mit den Tüchern, wickelte sie sich aufwendig um den Hals oder warf sie sich locker über die Schultern. Was den Damen damals einen Hauch von Hollywood-Glamour einbrachte, lässt uns heute hingegen ganz schön alt aussehen. Fashionistas haben deswegen angefangen, nach Alternativen für die feinen Seidentücher zu suchen – und sind fündig geworden. So dienen uns die Carrés mittlerweile kaum noch als Schal, sondern als modisches Taschen-Accessoire. Die Tücher schmücken die Henkel unserer Lieblingsbag und verpassen ihr so ein stylisches Upgrade. Doch auch als Haaraccessoire oder Kettenersatz eignen sich die Vierecktücher perfekt.PerlenschmuckPerlen bringen Wohlstand, Liebe und manchmal auch Tränen – so die Mythologie. Sie werden seit jeher geliebt und zählen deswegen zu Recht zu den absoluten Klassikern im Schmucksegment. Die perfekt runden und glatten Perlen sorgen allerdings dafür, dass unser Look eher nach Granny als nach It-Girl aussieht. (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel – man denke nur an die XXL-Perlenketten von Coco Chanel *schmacht*!) Junge Schmucklabels wie Bruna oder Anni Lu haben Perlen deswegen einen neuen Look verpasst und ihnen so ein stylisches Revival beschert. So setzen wir jetzt auf asymmetrische Barock- oder Süßwasserperlen und kombinieren diese zu filigranem Goldschmuck im Vintage-Stil. Das Ergebnis: Traumhafte Schmuck-Looks, um die uns sicherlich auch unsere Omis beneiden werden. Runde PumpsPumps mit runder Kappe, rundem Zehendekolleté und kleinem Blockabsatz gehörten früher zur Grundausstattung einer jeden Frau. Heute sind diese Modelle hingegen eine schwierige Nummer, wenn du nicht komplett alt aussehen möchtest. Vor allem, wenn Schuh und Absatz in derselben Farbe daherkommen, ist der Old school-Look perfekt. Doch keine Angst, das heißt nicht, dass du 2020 komplett auf die – zugegebenermaßen – saubequemen Treter verzichten musst.Das Zauberwort lautet in diesem Fall: Statement! Der vorher altbackene Schuh wird dank Plexiglas, Vinyl, Nieten oder Perlen zum absoluten It-Piece und Hingucker deines Looks. Je auffälliger, desto besser lautet hier ganz klar die Devise! Wem das "Klimbim" zu viel des Guten ist, der kann auch zu Modellen mit angesagtem V-Neck, also einem spitz zulaufenden Fußausschnitt, greifen. Kleine HenkeltaschenFrüher gehörte es zum guten Ton, dass man ohne Mini-Henkeltasche nicht das Haus verlässt. Das gute Stück wurde einfach in der Ellenbogenbeuge geparkt und dort den ganzen Tag von A nach B getragen. Die Queen schwört bis heute auf ihre kleine Handtasche und auch wir wollen das Mode-Rad nicht komplett neu erfinden und verpassen dem Klassiker aus Leder stattdessen lieber ein modisches Upgrade.Wenn es um stylische Accessoires für unseren liebsten Alltagsbegleiter geht, überschlagen sich die Modelabels derzeit nämlich förmlich vor Ideen. So pusten aufwendige Straps, klitzekleine Micro-Taschen als Add-on oder verzierte Henkel auch das letzte bisschen Staub von der Classy-Bag. ist vielleicht nicht immer praktisch, dafür aber umso stylischer.LedergürtelGürtel immer schön brav in die Gürtelschlaufen fädeln und die Schnalle schließen? Kann man machen, muss man aber nicht. Während Gürtel in den vergangenen Jahrzehnten vor allem nützliches Mittel zum Zweck waren, zählen sie mittlerweile zu den beliebtesten Accessoires und setzen so manchem Look das i-Tüpfelchen auf.Statt also zu korrekt mit den Riemen umzugehen, toben wir uns kreativ aus und knoten die Enden einfach zusammen – die Schnalle ist bei dieser Variante nur hübsches Anhängsel. Wer auf die Funktion der Schnalle besteht, der denke zumindest daran, das Gürtelende von hinten um den Riemen zu binden – das sorgt ebenfalls für einen lässigen Style.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte ModePubliziert am 01-04-2020By Ann-Christin Gebhardt
  • Kleiderschrank aussortiert? Diese 6 Teile solltest du unbedingt behalten
    Du hast die Zeit genutzt, um endlich mal wieder deinen Kleiderschrank auszumisten. Perfekt – das muss hin und wieder einfach mal sein. Allerdings gibt es ein paar Schätze, die du einfach niemals aussortieren solltest.Basic-BlazerWenn du einen simplen, schwarzen Blazer im Schrank hast – dann lass ihn um Gottes Willen dort hängen!!! Denn der Blazer erlebt so oft Höhen und Tiefen, es wäre definitiv ein Fehler, ihn auszusortieren. Am besten sind vor allem etwas weitere, längere Blazer. Die tragen wir nämlich super lässig mit Taillengürtel oder einfach offen zum Statement-Shirt.Mantel-AllrounderEin zeitloser Mantel ist immer gut zu haben. Zum Beispiel ein klassischer Trench Coat. Den kannst du im Frühling und Herbst hervorragend tragen – und selbst, wenn er mal eine Saison in der hintersten Ecke hängt, den holst du mit 100-prozentiger Sicherheit wieder raus. Aktuell lieben wir die Trench Coats wieder – und tragen sie zu so gut wie allem. Auch ein klassischer Wollmantel ist nie verkehrt im Schrank. Also: Unbedingt behalten!Klassischen StrickStrickpullover kommen eigentlich nie aus der Mode. Falls du allerdings einfach zu viele hast, dann behalte unbedingt die Farben, die du am meisten trägst. Das sind vermutlich Beige, Weiß, Schwarz – wenn du aber vor allem Rosa trägst, dann behalte unbedingt den rosafarbenen Strickpullover. Dann bist du auf der sicheren Seite und ärgerst dich im Nachhinein nicht.Everyday SneakerGanz egal, wie viele Schuhe du hast. Ein paar bequeme Sneaker, die du jeden Tag tragen würdest, sollten definitiv da bleiben. Die Farbe ist prinzipiell egal, Hauptsache du kannst sie vielseitig mit dem Inhalt deines Kleiderschranks kombinieren. Weiße Sneaker sind für die meisten ein Must-have, es dürfen aber auch gern ausgefallenere Modelle sein. Kommt ganz auf deinen Geschmack an!Kleid für jede SaisonEs gibt Teile in unserem Schrank, die können wir nur im Sommer oder nur im Winter tragen. Hast du aber ein Kleid, dass in jede Saison passt, dann behalte das AUF JEDEN FALL! Denn so einen Allrounder braucht wirklich jede von uns. Überlege also lieber zweimal, ob du das Kleid auch mit Strumpfhose, Boots, Sandaletten oder Herbstmantel stylen könntest.Weiße BluseJa, weiße Blusen werden wir wohl niemals los. Und das ist auch gut so. Deshalb solltest du niemals eine weiße Bluse aussortieren, ganz egal ob sie Puffärmel, Rüschen oder keine besonderen Details hat. Denn die wirst du irgendwann wieder tragen, das versprechen wir dir!Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte ModePubliziert am 31-03-2020By Friederike Dejan
  • Vorher-Nachher-Frisuren: WOW! Diese Vorher-Nachher-Verwandlungen hauen uns um 😱
    Vorher-Nacher: Diese Frisuren passen optimal zu euch!Neue Frisur, neues Styling, ganz anderer Typ! Wir haben Frauen zum Frisuren-Umstyling gebeten – und das sind die sensationellen Ergebnisse!Das BRIGITTE-Vorher-Nachher erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Sich in die Hände eines Beauty-Teams zu begeben und sich von echten Profis Haare und Make-up stylen zu lassen, ist der Traum vieler Frauen. Am Werk sind nämlich die BRIGITTE-Kollegen, die sich sonst um die großen Fotoproduktionen in der Printredaktion kümmern und dafür sorgen, dass internationale Models perfekt in Szene gesetzt werden.Neue Frisur - traut euch!Manchmal spielt man schon seit Jahren mit dem Gedanken an eine völlig neue Frisur, aber traut sich einfach nicht. Zu groß ist der Schritt von lang auf kurz, zu dominant die Frage, ob einem die neue Frisur tatsächlich steht. Schwer tun wir uns auch gern mit der Wahl einer neuen Haarfarbe. Meist hellen wir nur unsere Naturhaarfarbe um einige Nuancen auf, einen kompletten Change von Blond auf Braun, von Braun auf Rot, wagen wir selten. Dabei können wir unsere optimale Haarfarbe ganz einfach finden, indem wir unseren Hautton bestimmen und bei der Wahl der richtigen Nuance unsere Augenfarbe berücksichtigen. Wer nicht die Gelegenheit hat, die Beauty-Profis ranzulassen, kann sich an unsere Tipps halten. Wir haben die optimalen Ideen und schöne Haarschnitte für braune Haare, blonde Haare, rote Haare und schwarze Haare. Mit unseren Tipps zum Haare färben könnt ihr sogar zu Hause den perfekten Ton für euch finden. Für die Haarfarbe Blond haben wir zum Beispiel tolle Produkte und Supertipps zum Selberfärben in unserem Artikel "Haare blondieren". Außerdem alles zur Haarfärbetechnik Balayage und Ombré Hair,Individuell entscheiden - der Haartyp ist wichtig!Aber auch die Haarstruktur ist natürlich entscheidend für den Look. Wer sonst Locken trägt, kann eine totale Typveränderung erreichen, indem er das Glätteisen einsetzt oder mit einer großen Rundbürste die Haare glatt föhnt. Wer glatte, dünne Haare hat, braucht dringend etwas Volumen (wir haben die besten Volumen-Tipps in einem Special zusammengefasst). Mit Rundbürste, Lockenstab, Papilloten, Lockenwicklern oder einem Diffuseraufsatz für den Föhn lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Auch die Dauerwelle feiert in diesem Jahr ihr großes Comeback! Wichtig ist auch, zum richtigen Stylingprodukt zu greifen. Schaumfestiger, Salzspray, Zuckerspray und Volumen-Sprays für feines Haar und Locken eignen sich, um Haaren Volumen zu verleihen. Stylingprodukte wie Wachs, Gel, Öl und glättende Sprays bringen Ordnung in wirre Haare und beschweren grundsätzlich eher. Die Wahl der falschen Haarpflege oder eines ungeeigneten Stylingprodukts kann feine Haare noch platter machen und dicke Haare noch störrischer.Umstyling geplant? Hilfe suchen!Die Erkenntnis der meisten Umstylings ist, dass viele Frauen sich das selbst niemals getraut hätten. Offensichtlich sind wir so gefangen in unserer Beauty-Routine und haben unseren Look so streng definiert, dass wir Probleme haben, uns auf ein optisches Abenteuer einzulassen. Manchmal braucht es einen unabhängigen Experten, der auf frische Ideen kommt. Vielleicht hilft es, eine neue Freundin zu fragen, wie sie sich die optimale Frisur oder einen anderen Look an uns vorstellt? Einen Friseur zu finden, der ein gutes Auge hat, und euch optimal berät, ist natürlich das wichtigste. Wir geben euch Tipps, wie ihr einen guten Friseur findet!Kleine Ideen - große Vorher-Nachher-EffekteEs muss nicht immer eine ganz neue Frisur und eine völlig neue Haarfarbe sein – manchmal reichen schon Kleinigkeiten, um einen ganz neuen Typ aus uns zu machen. Ein beliebter Trick, um die Frisur mal anders zu stylen ist: den Scheitel umsetzen. Statt Seitenscheitel mal einen Mittelscheitel ausprobieren oder den Scheitel auf die entgegengesetzte Seite zu setzen. Wir haben Tipps, welcher Scheitel dir besser steht und zeigen zur Inspiration Frisuren mit Mittelscheitel und Frisuren mit Seitenscheitel. Mit Haarschmuck und Spangen kann man auch tolle Frisuren einfach selber machen, selbst für Kurzhaarfrisuren. Wir haben auch Anleitungen für euch, wie ihr Hochsteckfrisuren ganz einfach selber machen könnt, auch für kurze Haare haben wir tolle Ideen in unserem Artikel Hochsteckfrisuren für kurze Haare.Auch klitzekleine Ideen wie ein neuer Lippenstift in einer Farbe, die uns bisher immer zu knallig erschien, ein Haarteil, das wir bisher immer albern fanden oder perfekt in Form gezupfte Augenbrauen können unseren Alltagslook schon aufpimpen. Wichtig ist, dass wir einen Style finden, mit dem wir uns wohl fühlen – und nicht verkleidet. Ideen für den eigenen Look sammeln wir, indem wir uns von anderen inspirieren lassen – das tun wir meist durch Bilder. Als Quelle dienen uns Fotostrecken und Postings auf Blogs und Social-Media-Portalen wie Instagram, Pinterest und Co. Oder wir finden in unserem Alltag Inspiration von Freundinnen oder Frauen, deren Look uns auf der Straße imponiert. Wichtig dabei: Offen bleiben für neue Ideen und Veränderungsfreude. Dann gelingt auch ein tolles Vorher-Nachher!Bloß nicht schüchtern sein!Haarexperte Lars Nicolaisen (Nicolaisen Intercoiffure Hamburg Stadtpalais) hat unsere Vorher-Nachher-Frisuren gestylt. Er verrät die wichtigsten Tipps – und worauf es ankommt, wenn es um radikale Typveränderungen geht.Der Mann kennt sich aus. Zum einen, weil er schon in der dritten Generation die drei renommierten Hamburger Salons der Familie führt, auf Events und Schauen frisierte. Zum anderen, weil seine Kundinnen im „Stadtpalais“, dem neuesten Nicolaisen-Standort, ein mehrstündiges Vorher-Nachher-Styling bekommen können („New You“).BRIGITTE: Wer nicht in Hamburg wohnt – wie findet man über- haupt den passenden Friseur für eine Typveränderung?Lars Nicolaisen: Am besten herausfinden, wofür der Laden steht. Wie sehen die Mitarbeiter aus und wie die Kunden? Gibt es da eher glamouröse Föhnstylings? Oder eher Hipster-Looks? Oder bekomme ich einen schnellen Schnitt für wenig Geld? Wobei: Ein günstiger Schnitt muss an sich nicht schlecht sein. Doch bei einer Typveränderung braucht es Zeit und Erfahrung.Darf ich sagen, was ich will?Klar! Nicht schüchtern sein und so konkret wie möglich beschreiben, was einem vorschwebt. Auch, mit welchem Gefühl man rausgehen will. Und wer unsicher ist: Ruhig Privates mitteilen. Ob man viel Sport macht oder jeden Tag schwimmen geht, morgens wenig Zeit oder gar kein Talent fürs Styling hat. Wenn man auf der Arbeit einen besonderen Dresscode wahren muss, zur Not im Kostüm oder Anzug hingehen – auch so etwas berücksichtigen Friseure. Und bloß nicht die eigene Hochzeit in drei Monaten oder den Jobstart am nächsten Tag verschweigen. Ein radikales Umstyling kann auf andere sonst gelinde gesagt verstörend wirken. Die meisten Friseure würden
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 31-03-2020By Sabine Rodenbäck
  • 5 Nageltrends, die wir wirklich zuhause nachmachen können
    Aktuell haben Nagelstudios geschlossen, das heißt also, wir müssen uns selbst um unsere Fingernägel kümmern. Blöd nur, dass wir alleine in den seltensten Fällen ausgefallene Kunstwerke und besondere Formen zaubern können. Macht nichts! Denn diese fünf Trends könnt ihr WIRKLICH zuhause nachmachen.PastellPastelltöne sehen wir gerade überall: auf den Augen, der Kleidung und natürlich auf unseren Fingernägeln. Pastelltöne schreien geradezu nach Frühling. Bei solchen hellen Farben benötigt ihr allerdings immer zwei Schichten, damit die Lacke richtig decken. Aber kein Problem, ihr habt ja Zeit ... Wer will, kann auch verschiedene Pastelltöne miteinander kombinieren, das ist aber kein Muss. Schlicht ist ja auch mal ganz schön, oder?!FarbverlaufFalls ihr doch auf jedem Finger einen anderen Lack tragen wollt, tragt ihr quasi gleich zwei Trends gleichzeitig. Farbverläufe sind nämlich suuuuper schön und machen die Finger gleich zum Hingucker. Und das ohne viel Aufwand. Sucht euch einfach fünf Farben aus, die gut miteinander harmonieren und tragt sie von hell nach dunkel auf die Nägel auf. Fertig! Matt, matt, mattWer seinem Lieblingsnagellack einen neuen Look verpassen will, der versiegelt ihn einfach mit einem Matt-Topcoat. Der sorgt dafür, dass der Lack nicht glänzt, sondern seidig-matt aussieht. Einfach mal etwas anderes und einen Topcoat tragt ihr ja hoffentlich sowieso auf, nicht wahr?! Es gibt auch Lacke, die von selbst matt trocknen, aber ein matter Topcoat ist mit jedem Nagellack kombinierbar. Definitiv die vielseitigere Variante.Sugar NailsDu willst noch mehr? Dann probier doch einfach mal die Sugar Nails aus. Bei dieser Technik lackierst du die Nägel erst in einem Ton deiner Wahl und gibst dann noch ein Glitzerpuder darüber – sogenanntes Dip Powder. Das kommt auf den noch nicht getrockneten Nagellack und gibt euren Nägeln eine super schöne Textur und ein Glitzer-Finish. Wie aus Zucker!Fancy?!Wenn wir ganz ehrlich sind, dann werden wir zuhause niemals ausgefallene Muster, Glitzersteine oder Blumen auf unseren Fingernägeln hinbekommen. Das heißt aber nicht, dass wir auf fancy Muster und Co. verzichten müssen. Mittlerweile gibt es Press-On-Nails, zum Beispiel von impress, die ihr ganz easy aufkleben könnt. Und ja, die halten tatsächlich bis zu zwei Wochen.Generell solltet ihr natürlich die Nägel ordentlich vorbereiten – egal ob bunter Nagellack, Klarlack oder Klebenägel. Also Feilen, Nagelhaut entfernen und Basecoat nicht vergessen. Denn nur so sieht das Ergebnis am Ende wirklich gut aus und hält möglichst lange.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 31-03-2020By Friederike Dejan
  • Ohne Make-up: Mit diesen Tricks siehst du ungeschminkt besser aus
    1. Das richtige PeelingIn den letzten Jahren haben sich Peelings leider einen schlechten Ruf erarbeitet. Durch alkoholische und zu aggressive Inhaltsstoffe verzichten immer mehr Frauen deshalb komplett aufs Peelen des Gesichts. Dabei ist es wichtig, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Ansonsten wirkt der Teint schnell fahl und uneben. Neu und besonders hautschonend sind sogenannte Enzympeelings. Diese reinigen sanft und können ein bis zweimal wöchentlich benutzt werden. So bekommt die Gesichtshaut einen natürlichen Glow und strahlt auch ohne Make-up.2. Ein Serum verwendenFleckige Haut, große Poren oder trockene Stellen? Mindestens eins der Probleme kennt wohl jede Frau. Dabei gibt es dagegen eine ganz einfache Hilfe: Gesichtsseren heißt das Zauberwort. Diese verfeinern das Hautbild, minimieren Poren, glätten und polstern auf. Wirkt meist schon ab der ersten Anwendung. Die Haut sieht gleichmäßiger aus, ganz ohne Foundation. Wer zu extrem trockener Haut neigt, kann zusätzlich auch ein Gesichtsöl verwenden: Einfach ein paar Tropfen auf der gereinigten Haut verteilen.3. Der perfekte RahmenDie Augenbrauen bilden den perfekten Gesichtsrahmen. Deshalb ist es wichtig, diese immer in Form zu halten. Am besten nicht zu viel zupfen, denn je voller die Augenbrauen sind, desto mehr Ausdruck verleihen sie dem Gesicht. Wer noch auf der Suche nach der perfekten Augenbrauenform ist, sollte diese Dinge beachten: Einen Pinsel am Nasenflügel ansetzen. Schaut man am inneren Augenwinkel vorbei, zeigt der Pinsel einem den Punkt, an dem die Braue beginnen sollte. Legt man den Pinsel vom Nasenflügel aus über die Pupille, zeigt dir der Pinsel, wo der höchste Punkt der Braue sein sollte. Wo die Braue im Optimalfall endet, zeigt dir der Pinsel, wenn du ihn vom Nasenflügel aus über den äußeren Augenwinkel legst.4. Färben ist erlaubtVor allem Frauen mit hellen Haaren kennen das Problem, das ihre Wimpern und Augenbrauen ohne Make-up optisch total untergehen. Damit man beides trotzdem nicht täglich schminken muss, kann man sie auch einfach färben. Das kann man mittlerweile mit DIY-Kits zu Hause machen. Wir empfehlen trotzdem, diese Behandlungen beim Profi im Kosmetikstudio machen zu lassen. So entgeht man auch Farbunfällen.5. SOS-Tipp für weiße ZähneEin strahlendes Lächeln mit weißen Zähnen wirkt frisch und attraktiv. Zu einem helleren Farbton der Zähne verhelfen nicht nur spezielle Bleachings und Zahncremes, sondern auch eine DIY-Paste. Einfach jeden Tag einen Teelöffel Kokosöl mit einer Messerspitze Kurkuma mischen. Mit der Paste jeden Tag die Zähne putzen, fünf Minuten einwirken lassen und die Zähne anschließend noch mal mit einer normalen Zahnpasta putzen. Wenn ihr diesen Trick regelmäßig vor dem Zähneputzen anwendet, werdet ihr schon sehr schnell sehen, wie stark der Effekt ist. Diesen Trick verriet übrigens Beauty-Vloggerin Farah Dhukai im Video.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte BeautyPubliziert am 30-03-2020
  • Mal ganz anders! SO stylen Fashionistas Kleider im Frühling
    Finally – es ist Frühling! Und mit ihm kommen nicht nur unsere  Frühlingsgefühle (und hoffentlich ein bisschen Sonne), sondern auch die Frühlingskleider zurück.Allerdings tragen wir unsere geliebten Mini-, Midi- und Maxikleider diese Saison nicht wie üblich mit Sneakern, Loafern oder Sandaletten. Solange es noch nicht wirklich warm ist, stylen echte Fashion Girls Kleider mit Boots. Ganz egal welche Art, Farbe oder Form. Welche Boots ihr wählt, hängt natürlich in erster Linie von eurem eigenen Geschmack, eurem Stil und dem Kleid ab. Wir haben für euch drei unterschiedliche Styling-Varianten:Die CooleCool und lässig ist genau dein Ding? Dann wirst du es garantiert lieben, deine Frühlingskleideer mit richtig derben Boots zu kombinieren. Egal ob Biker Boots oder Combat Boots – Hauptsache sie bilden einen coolen Kontrast zum Kleid. Da diese Boots in der Regel immer Schwarz sind, müsst ihr auch bei der Farbkombination nicht wirklich viel beachten. Schwarz passt ja irgendwie zu allem, außerdem machen schwarze Boots vor allem Pastelltöne und zarte Frühlingsfarben ein bisschen cooler. Die derben Boots gibt's übrigens mit Plateau oder ohne – auch hier habt ihr die Qual der Wahl. Wer unsicher ist, der verzichtet erstmal auf Plateausohlen, so wirkt der Look nicht gleich zu krass.Die VerspielteDu bist sonst eigentlich eher der Ballerina-Typ? Dann müssen es für dich nicht unbedingt derbe, klobige Boots sein. Für dich sind zum Beispiel spitze Ankle Boots wie gemacht. Die dürfen gern auch noch ein paar Details haben, wie farbige Partien oder zarte Schnallen. Auch ein kleiner Blockabsatz ist hier super stylisch und macht ein schönes Bein. Hier kannst du farblich auch prima auf braune, beigefarbene oder weiße Stiefel zurückgreifen, je nach Farbe des Kleides, kann das den Look einmal komplett verändern. Unser Hot Tip: Boots aus Wildleder sehen auch suuuper hübsch und feminin aus.Das Country GirlWer im Frühling auf Fransen, Hüte und Cowboy Boots steht, der gehört ganz klar zu den Country Girls. Und die tragen natüüüürlich die lässigen Country Stiefel zu ihren Frühlingskleidern. Die müssen auch gar nicht nur bis zum Knöchel gehen, vor allem in Kombination mit Mini- oder Midikleidern sehen kniehohe Cowboystiefel richtig gut aus. Wenn auch das Kleid dann leichte Country Vibes versprüht, dann ist euer Look perfekt durchgestylt.Natürlich könnt ihr auch gleich alle drei Styles im Frühling tragen, wenn euch alle gefallen. Außerdem gibt es natürlich noch viiiiiel mehr Varianten, um Kleider und Boots zu stylen. Also, let's goooo!Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte ModePubliziert am 30-03-2020By Friederike Dejan
  • “As Time Goes By”: Krass! Diese Bilder zeigen, wie Paare sich mit den Jahren verändern
    Wie verändern sich Beziehungen im Laufe der Zeit? Mit dieser Leitfrage im Kopf begann die Fotografin Barbara Davatz 1982, zwölf junge Paare aus Zürich - verliebt, befreundet oder verwandt - zu porträtieren. Der neutrale Hintergrund im Fotostudio und die frontale Perspektive lenken unsere Aufmerksamkeit ganz auf die Menschen und ihre Eigenheiten - sei es der Klamottenstil, die Frisur, die Haltung, der Gesichtsausdruck oder gar der Partner.Davatz blieb mit allen Paaren im Kontakt und traf sich 1988, 1997 und 2014 noch einmal mit ihnen, um sie zu fotografieren. Daraus entstand das Fotoprojekt "As Time Goes By", eine visuelle Langzeitstudie, die uns vor Augen führt, wie sich Menschen, ihre Selbstdarstellung und auch die Gesellschaft mit den Jahren verändern - und, natürlich, wie die Zeit doch vergeht!"Ich will wahre, starke, sympathische Menschen zeigen. Ich suche aber nicht diesen gefälligen Ausdruck im Menschen, sondern seine Nullposition, seine innere Befindlichkeit. Jedes Bild ist das Dokument einer Beziehung, die Summe der Bilder ist ein Zeitdokument", sagte Barbara Davatz über ihre Fotografie. Hier könnt ihr mehr über sie und ihre Arbeit erfahren.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020
  • Wochenende bringt Deutschland 22 Grad
    vor 4 Min. Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 22 Grad dürften am Sonntag viele Menschen ins Freie locken - trotz bestehender Ausgangsbeschränkungen. Politiker und Behörden mahnen bereits vorsorglich zur Vernunft. Deutschland steht ein Wochenende mit fast schon sommerlichen Temperaturen bevor. Vor allem entlang des Rheins locken laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Sonntag Höchstwerte von bis zu 22 Grad und Sonnenschein nach draußen.Politiker, Behörden und Kommunen mahnen jedoch eindringlich, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen einzuhalten und auf Aufenthalte im Freien zu verzichten. Vielerorts wurden die Parkplätze beliebter Ausflugsziele und Naherholungsgebiete daher gesperrt.Ursache für den Wetterumschwung ist Hoch "Keywan", das aus Süden sehr milde Luft nach Deutschland bringt. "Der Zustrom der kalten Luft hat inzwischen nachgelassen, und an diesem Wochenende verlagert sich das Hoch von Westeuropa nun Richtung Mitteleuropa", sagte eine DWD-Meteorologin am Freitag in Offenbach. Während es am Samstag in der Osthälfte Deutschlands mit 8 bis 14 Grad noch verhältnismäßig kühl ist und sich die Sonne erst im Laufe des Tages gegen die Wolken durchsetzt, steigt in der Westhälfte die Temperatur bereits auf 13 bis 17 Grad. Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper. Am Sonntag und vor allem am Montag wird in vielen Regionen die 20-Grad-Marke deutlich überschritten. Am Montag können es bei viel Sonne sogar 23 Grad werden. Nur ganz im Nordosten bleibt das Thermometer bei 14 Grad stehen. Selbst nachts gibt es ab Dienstag zunächst keinen Frost mehr. In den meisten Regionen gehen die Temperaturen gerade einmal auf 9 bis 2 Grad zurück.Um mögliche Ausflügler fernzuhalten, riegelt die Polizei im Rheingau die Zufahrten zu den weltberühmten Sehenswürdigkeiten ab. Betroffen sind unter anderem das Kloster Eberbach, die Schlösser Vollrads und Johannisberg sowie das Niederwalddenkmal oberhalb der Stadt Rüsselsheim, wie das zuständige Polizeipräsidium in Wiesbaden mitteilte. Zudem werden sämtliche öffentlichen Parkplätze gesperrt.In den engen Gassen der Touristen-Hochburgen und an den Ausflugszielen am Rhein könnte andernfalls der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden, begründete die Behörde die Maßnahme. In der Stadt Frankfurt/Main will die Polizei mit einer Drohne kontrollieren, dass sich in den Parks nicht zu viele Menschen aufhalten und das schöne Frühlingswetter genießen. (dpa) Deutscher Wetterdienst Themen folgen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Augsburger-Allgemeine PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Event-Absage: Wie man für seine Tickets doch noch etwas bekommt
    Fußballspiele, Konzerte, Theateraufführungen: Wegen der Corona-Pandemie müssen überall in Deutschland Veranstaltungen abgesagt werden. Bei den Event-Agenturen gehen deshalb zurzeit viele Rückforderungen ein; Kunden, die schon ein Ticket für eine nun ausfallende Veranstaltung erworben hatten, verlangen ihr Geld zurück. Nun hat die Bundesregierung über eine mögliche Lösung beraten.Gutscheine statt Ticketerstattung Anstatt nun sämtliche Ticketpreise für Events zu erstatten, sollen Veranstalter Gutscheine ausstellen dürfen. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass es bei den Veranstaltern zu Liquiditätsengpässen kommt. Die Regelung umfasst sämtliche Tickets für Konzerte, Sportveranstaltungen, Lesungen oder Vorträge, die vor dem 8. März gekauft wurden - Voraussetzung: diese müssen bis Ende 2021 gültig sein. Falls der Gutschein bis dahin nicht eingelöst werden kann, sollen die Veranstalter verpflichtet werden, doch den Ticketpreis zurückzuerstatten. Die Neuregelung soll zudem eine Härtefallklausel enthalten, wenn die Nutzung des Gutscheins nicht zumutbar ist. Zahlreiche Veranstalter hatten ihren Kunden solche Gutscheinlösungen bereits angeboten. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (58) zeigt sich mit dem Kompromiss zufrieden, schließlich würden dadurch die Interessen von Veranstaltern und Besuchern zugleich gewahrt. "Die Aussicht auf ein kulturelles Erlebnis bleibt genauso erhalten, wie dem Veranstalter echte Härten erspart werden", sagte die CDU-Politikerin der "Tagesschau".Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020
  • Hugo Egon Balder: Deshalb macht ihm “Genial daneben” so viel Spaß
    Hugo Egon Balder feierte am 22. März 2020 seinen 70. Geburtstag. Sat.1 würdigt den "Genial daneben"-Moderator mit der Show "Senil daneben - Happy Birthday Hugo!" (Freitag, 3. April um 20:15 Uhr). Mit welchen Gedanken Balder auf seine Karriere zurückblickt, warum er immer noch Spaß an "Genial daneben" (mit Unterbrechung seit 2003) hat und was hinter seiner aufgezeichneten Geburtstagsshow steckt, verrät er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.Sie haben als Musiker und Kabarettist angefangen, sind dann beim Fernsehen gelandet und da auch geblieben. Warum? Hugo Egon Balder: In meinem Leben war nichts geplant - angefangen damit, dass ich mit vier Jahren Klavierunterricht bekam oder später auf die Schauspielschule ging. Das einzige, was geplant war, war die Arbeit bei Radio Luxemburg, für die ich mich zum ersten und letzten Mal in meinem Leben beworben habe. Der Rest kam einfach so, womit ich sehr zufrieden bin. Ich kann mich in keinster Weise beklagen. Sie haben mit "Alles Nichts Oder?!" und "Tutti Frutti" zwei erfolgreiche Unterhaltungsshows moderiert. Finden Sie die Shows heute noch gut? Balder: Ich stehe hinter den Shows, ich habe sie schließlich gemacht. Ich finde sie auch noch lustig, ob man sie heute noch machen könnte, ist eine andere Frage. Die Zeiten haben sich sehr verändert, aber damals waren sie bahnbrechend. Vorher gab es kein Privatfernsehen, die Quoten waren irrelevant und wir konnten machen, was wir wollten. Es war eine große Spielwiese. Das war lustig und ich bin dankbar, dass ich dabei sein durfte. Was gucken Sie heute gerne im Unterhaltungsprogramm? Balder: Die "Pastewka"-Serie ist klasse, nicht nur weil ich selbst mitspiele. Ich finde es sehr schade, dass sie endet. Dann verpasse ich nichts von Dieter Nuhr und Torsten Sträter. Aber auch Joko und Klaas machen ihre Sache hervorragend - auch wenn sie manchmal geschummelt haben, aber das sollte man nicht so ernst nehmen. Unterhaltung ist Unterhaltung. Mit "Genial daneben" sind Sie immer noch am Start. Warum haben Sie bis heute Spaß daran? Balder: Weil alles improvisiert ist. Es wird nichts vorgeschrieben, es gibt keine Proben und ewiges Texte lernen vorher. Wir sitzen da und lachen uns schlapp. Viele Leute glauben uns das immer noch nicht und denken, dass Autoren dahinterstecken müssen. Das ist Quatsch. Sie haben mal angedeutet, dass Sie auch wieder mehr Theater spielen würden, da man das im hohen Alter auch noch machen könne... Balder: Den Plan habe ich schon lange. Wenn ich in ein bestimmtes Alter komme, dann wird Fernsehen für mich erledigt sein. Im Theater kann ich spielen bis ich 90 oder noch älter bin - wenn ich gesund bleibe und mir die Texte noch merken kann. Es ist erstaunlich, dass Leute wie Thomas Gottschalk, Jürgen von der Lippe und ich noch präsent sind. Das hätte ich vor zwanzig Jahren auch nicht geglaubt. Wenn ich mir die Rolling Stones angucke, die immer noch auf der Bühne stehen, dann ist noch kein Ende abzusehen, da kann ich noch ein paar Jahre drauf packen. Warum glauben Sie denn, dass Sie und die angesprochenen "alten" Show-Gesichter noch gefragt sind? Balder: Ich bin immer wieder erstaunt, wenn junge Leute auf mich zukommen und um ein Foto bitten - nicht für ihre Oma, sondern für sich selbst. Vielleicht liegt es an unserer Art, dass wir uns nicht verstellen und immer schon eine große Klappe hatten. Dass wir nie so getan haben, als würden wir etwas spielen. Ihre Geburtstagsshow heißt "Senil daneben - Happy Birthday Hugo". Von senil kann aber nicht die Rede sein, oder? Balder: Nein, mir hat der Titel nur gefallen. Wenn man sein ganzes Leben lang austeilt, muss man auch mal einstecken. Ich finde das schön, wenn man mich ein bisschen veralbert. Ich habe den Machern auch vorher gesagt, dass ich keine Glorifizierung haben möchte. Auf einem Thron sitzen und liebe Worte hören - das ist nicht mein Ding. Und so ist es auch nicht geworden, die Gäste haben mich schon rangenommen, besonders am Ende der Sendung. Übrigens: Die Zuschauer sollten sich nicht wundern, dass Publikum im Studio sitzt, bei der Aufzeichnung war Corona noch kein Thema. In der Show begrüßen Sie Gäste wie Hella von Sinnen oder Wigald Boning. Sie hatten und haben viele langjährige Weggefährten in Ihrer Karriere. Wer davon hat Sie am meisten geprägt? Balder: Am Theater war es zum Beispiel der leider schon verstorbene Stefan Wigger, der mir viel beigebracht hat. Bei Radio Luxemburg war es Frank Elstner. Mit den Gästen der Show arbeite ich schon viele Jahre und die Wege kreuzen sich immer wieder. Hella von Sinnen kenne ich beispielsweise schon seit 1988, das ist meine längste Beziehung, die ich bisher in meinem Leben hatte.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020
  • Alltagsfrisuren: Einfache Ideen zum Nachmachen
    Keine Lust auf Dutt und Co.? Wie wäre es dann mit natürlichen Beach Waves, die ihr sogar über Nacht bekommt. Die Haare am Abend vorher waschen, anfönen und danach mit einer Bürste durchkämmen. Anschließend Styling-Mousse in das Haar einarbeiten und einzelne Haarpartien abteilen, eindrehen und die kleinen Dutts mit Haargummis befestigen. Am nächsten Morgen die Haargummis öffnen, Mini-Knoten lösen und mit den Fingern durch die Haare gehen. Auf den Gebrauch einer Bürste solltet ihr verzichten, da sonst eure Lockenpracht wieder dahin ist. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020
  • Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre steigt weiter
    vor 4 Min. In der Corona-Krise ist es leicht, den Blick für andere globale Entwicklungen zu verlieren. Aufgrund der ruhenden Wirtschaft gehen die Treibhausgasemissionen zwar zurück, aber ein richtiger Grund zum Feiern ist das nicht, warnt ein Experte. Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre ist in den ersten zwei Monaten des Jahres gestiegen.Die Weltwetterorganisation (WMO) berichtete über die Daten der Beobachtungsstationen in Hawaii vor der Westküste der USA und in Tasmanien vor der Südküste Australiens.In Mauna Loa auf Hawaii sei im Februar eine durchschnittliche Konzentration von 414,11 ppm gemessen worden (ppm steht für: parts per million, Anteile pro Million). Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper. Im Februar 2019 waren es 411,75. In Cape Grim auf Tasmanien stieg der gemessene Durchschnittswert im Februar im Jahresvergleich von 405,66 ppm auf 408,3 ppm. Der erhöhte CO2-Gehalt der Atmosphäre verstärkt die Erderwärmung.Mit einem positiven Effekt durch den massiven Wirtschaftseinbruch wegen der weltweiten Corona-Krise rechnen Wissenschaftler kaum. "Die Erfahrung lehrt uns, dass der Treibhausgasausstoß bei Konjunktureinbrüchen zwar sinkt, bei der Wirtschaftserholung aber stark ansteigt", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.Er beschwor Länder, beim Neustart nach der Krise ganz besonders auf klimaschonende Energie zu achten. Die Folgen der Covid-19-Krise seien zwar schlimm, aber zeitlich begrenzt. "Wenn wir aber nicht die Treibhausgase reduzieren und den Klimawandel in Angriff nehmen, hat das auf Jahrhunderte hinaus Folgen für die Wirtschaft, die Lebensbedingungen und die Ökosysteme auf dem Land und im Meer." (dpa) Klimafakten.de zu Einfluss der CO2-Konzentration auf Temperatur Messdaten Taalas zu Corona und Klima (24.3.2020) Themen folgen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Augsburger-Allgemeine PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Lets Dance: Woran denkt Laura Müller beim Thema “Liebe”?
    "Love is in the air": Die heutige Folge von "Let's Dance" (3.4., 20:15 Uhr, RTL) steht ganz im Zeichen des schönsten Gefühls der Welt. Was die Kandidaten und ihre Tanzpartner mit dem Begriff Liebe verbinden, haben sie vorab schon mal auf Instagram verraten.Liebe ist... Für "Ninja Warrior Germany"-Sieger Moritz Hans (24) bedeutet Liebe "vollstes Vertrauen und auf jeden Fall ganz ganz viel Hingabe" - ob das Publikum diese auch auf der Tanzfläche zu sehen bekommt? Für Comedian Ilka Bessin (48) alias "Cindy aus Marzahn" ist dagegen eines ganz klar: "Liebe darf nicht wehtun." Und Profitänzerin Kathrin Menzinger (31) antwortet kitschig: "Liebe ist der erste Gedanke nach dem Aufwachen und der letzte vor dem Schlafen gehen." Die schwer verliebte Laura Müller (19) kommt direkt ins Schwärmen: Liebe sei "das größte Gefühl" erklärt sie und umklammert dabei ein rotes Plüschherz. Natürlich denke sie dabei sofort an ihren Freund Michael Wendler (47), dem sie kurzerhand ein Küsschen in die Kamera sendet. TV-Moderatorin Ulrike von der Groeben (62) spricht hingegen aus, was sich die anderen Kandidaten vielleicht gedacht haben, aber nicht auszusprechen wagten: "Ein bisschen Sex gehört auch dazu." Auf diese Songs und Tänze können sich die Zuschauer freuen Für die 6. Mottoshow bringen die Promis das gesamte emotionale Spektrum der Liebe aufs Parkett - vom ersten Kuss bis zum ersten Trennungsschmerz: Zirkusartistin Lili Paul-Roncalli (21) und Massimo Sinató (39) zeigen etwa einen Quickstep zu "Liebeskummer lohnt sich nicht" von Siw Malmqwist. Moderatorin Ulrike von der Groeben und Valentin Lusin (33) gehen beim Slowfox zu "Ich liebe das Leben" von Vicky Leandros auf Tuchfühlung. Etwas dynamischer verspricht dagegen die Performance von Sänger Luca Hänni (25) und Christina Luft (30) zu werden; sie versuchen sich zur Rock-Hymne "I Was Made For Lovin' You" von KISS am Paso Doble, während Laura Müller und Christian Polanc (41) einen Jive zu "Dein Ist Mein Ganzes Herz" von Heinz Rudolf Kunze wagen.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020
  • Aktivist Rüdiger Nehberg stirbt mit 84
    vor 9 Min. Erst war er nur Abenteurer, dann Augenzeuge und Aktivist: Rüdiger Nehberg brach aus der eigenen Backstube zu spektakulären Survival-Trips auf. Er wurde zu Deutschlands Abenteurer Nummer eins. Er war der bekannteste Abenteurer Deutschlands - und ein "Sir Vival" mit Sinn: Rüdiger Nehberg hat den Atlantik auf einem Baumstamm, einem Tretboot und einem Floß überquert, sich monatelang allein und ohne Ausrüstung durch Regenwald und Wüste gekämpft, Angriffe von Tieren und Menschen überstanden.Seit Anfang der 70er Jahre bereiste Nehberg, der am Mittwoch im Alter von 84 Jahren starb, spektakulär und medienwirksam die Welt. Er schaffte Unglaubliches und glaubte an das Unmögliche. "Erst war es Neugier und Abenteuerlust, der Sinn kam dazu, als ich Augenzeuge geworden war", beschrieb er einmal seinen Weg vom Marzipanbäcker zum Menschenrechtler. Für seinen größten Traum, dem Brauch der weiblichen Genitalverstümmelung ein Ende zu bereiten, kämpfte er bis zuletzt.Erst bloßer Abenteurer, dann Aktivist - und zunächst ein Leben in zwei Welten: Der gelernte Bäcker und Konditor hatte sich in den 60er Jahren in Hamburg selbstständig gemacht und mehrere Läden betrieben. "Die Welt der Torten und die der Torturen, das Leben zwischen Marzipan und Moskito", beschrieb er jene Zeit, die mit seiner ersten Fahrt auf dem Blauen Nil 1970 begann. Rund zwanzig Jahre später tauschte er dann endgültig Mürbeteig gegen Mehlwürmer - da hatte er schon diverse Expeditionen hinter sich. "Früher war es die Lust, sich selbst etwas zu beweisen, und die Neugier auf die Welt", erzählte der gebürtige Bielefelder über das, was ihn antrieb. Etwa dazu, ohne Geld und Proviant Deutschland zu durchwandern und sich von Regenwürmern zu ernähren. Das Image als "Würmerfresser" würde ihm wohl bis an sein Lebensende anhaften, meinte er auch mit über 80 noch. Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper. Mit Radtouren um die halbe Welt hatte es angefangen. Per Fahrrad fuhr der Sohn zweier Bankangestellter, der schon als kleiner Junge gerne ausgebüxt war, als 17-Jähriger nach Marokko. In Marrakesch wollte er die Schlangenbeschwörung erlernen, während ihn seine Eltern in Paris wähnten. "Wenn du so weitermachst, wirst du nicht alt", warnte ihn sein Vater - nicht ahnend, dass Jahrzehnte voller Abenteuer auf seinen Sohn warteten. Selbst in einem Alter, in dem andere sich längst zur Ruhe gesetzt haben, nahm Nehberg im Jahr 2000 lieber auf einem Baumstamm Platz und segelte von Afrika nach Brasilien. Drei Jahre später seilte er sich vom Hubschrauber in 50 Meter Höhe über dem brasilianischen Regenwald ab und schlug sich wieder mal allein und ohne Ausrüstung durch den Dschungel. "Heute gibt es Extremsportler oder Basejumper, sie erleben keine Abenteuer, sondern machen Werbung für Red Bull", schrieb der "Spiegel". "Nehberg dagegen hat sein Leben damit verbracht, sich Träume zu erfüllen."Vom Begriff "Survival" hatte Nehberg in den 60er Jahren zum ersten Mal gehört - später wurde er selbst zum deutschen "Sir Vival" schlechthin. Auch dank seiner Bücher mit Überlebenstrainingstipps wie dem bereits Ende der 70er Jahre erschienenen "Die Kunst zu überleben - Survival", seiner Lesungen und Vorträge sowie spezieller Camps im großzügigen Garten einer ausgebauten Mühle im beschaulichen Rausdorf bei Hamburg. Es war eine frühere Begegnung mit dem von Goldgräbern bedrohten indigen Yanomami-Volk im brasilianischen Regenwald, die sein Leben nachhaltig veränderte. Nehberg wollte seinen Aktionen fortan einen Sinn geben und engagierte sich unter anderem auch in der Göttinger Gesellschaft für bedrohte Völker. Selbst als 61-Jähriger stellte er sich einem Wettlauf unter anderem mit einem gar 75 Jahre alten Aborigine durch die australische Einöde.Von mehr Plänen als Restlebenszeit sprach Nehberg zuletzt immer wieder, denn er hatte ein großes Ziel. Er hatte Target (englisch "Ziel") - so heißt der Verein, mit dem er gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien kämpfte. Gemeinsam mit seiner Frau Annette rief er Target ins Leben. Sie, die zweite Ehefrau an seiner Seite, hielt die Stellung in Rausdorf, wenn er allein zum großen Abenteuer aufbrach. "Er wäre nicht "Sir Vival", wenn ich ihn nicht lassen würde", sagte sie mal. Für den Target-Einsatz gegen die Genitalverstümmelung bei jungen Mädchen und Frauen in Afrika und Asien arbeitete das Paar mit wichtigen Organisationen zusammen. Beide erhielten dafür 2008 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, Nehberg war bereits Träger des Bundesverdienstkreuz am Bande (2002).Den größten und längsten Bürgerkrieg der Menschheit nannte Nehberg den Brauch der Frauenbeschneidung. Mit Target organisierte er Konferenzen und zog mit einer "Karawane der Hoffnung" durch die Wüste. 2006 initiierte Target etwa eine Konferenz hochrangiger islamischer Gelehrter in Kairo, die die Genitalverstümmelung in Form einer Fatwa als nach islamischem Recht verboten deklarierte. Zuletzt kündigte der Verein unter anderen im vergangenen Jahr eine weitere Kampagne für ein Ende der genitalen Verstümmelung von Mädchen und Frauen im westafrikanischen Guinea-Bissau an. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther würdigte Nehberg am Freitag als "außergewöhnlichen Menschenfreund und Abenteurer". "Rüdiger Nehberg stand für ein jahrzehntelanges leidenschaftliches Engagement für die Rechte bedrohter Völker, für den Erhalt der Natur und für die Rechte von Mädchen und Frauen", sagte Günther in Kiel. In harten Verhandlungen und mit enormem persönlichen Einsatz an Zeit und Gesundheit habe er dabei immer selbst mit angepackt, andere überzeugt und mit spektakulären Aktionen für seine Ziele begeistert.Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) würdigte den Hamburger Survival-Experten als großartigen Vorkämpfer für die Rechte der indigenen Yanomami in Brasilien. "Mit seinen spektakulären Menschenrechtsaktionen mit der GfbV hat er die drohende Vernichtung der Yanomami zu einem vielbeachteten Thema gemacht", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.Auch der Münchner Piper-Verlag trauerte am Freitag um seinen Autoren Nehberg. Er zähle mit zahlreichen erfolgreichen Veröffentlichungen zu den großen Hausautoren der Verlage Piper und Malik. In wenigen Tagen, am 6. April, erscheint die Biografie Nehbergs mit dem Titel "Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen. Ein abenteuerliches Leben".Auch daran merkt man: Nehberg wollte sich nicht zur Ruhe setzten - auch wenn er merkte, "dass die Kräfte schwinden". Sich selbst nannte er ohnehin nur noch den "Reste-Rüdi", weil er so ziemlich alles,
    Quelle: Augsburger-Allgemeine PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Endlich Wochenende: 3 “Reisetipps” für Kurzurlaub zu Hause
    Wir mögen zu Hause sitzen - aber wir können uns trotzdem auch daheim einen Kurzurlaub gönnen und neue Erlebnisse genießen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine schweren Koffer, keine verpassten Züge oder Flugzeuge, keine lange Buffet-Schlange im überbuchten Hotel. Stattdessen: Entspannung und Genuss pur! Im Video seht ihr, wie schnell ihr euch mit etwas Fantasie einen echten Fünf-Sterne-Kurzurlaub gönnen könnt!Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020
  • Filme 2020 im Kino: Die Highlights des Jahres
    vor 3 Min. Übersicht über die interessantesten Kinofilme 2020: Welche Filme laufen in diesem Jahr im Kino? Das sind die Highlights bei den großen Produktionen. Von Das Kino-Jahr 2020 ist nicht einfach: Durch die Auswirkungen der Corona-Krise wurden viele Filme verschoben. Das ändert aber nichts daran, dass jede Menge vielversprechende Kinofilme starten. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über die großen Produktionen.Es handelt sich nicht um eine vollständige Release-Liste, sondern um eine Auswahl der vielverprechendsten Filme durch die Redaktion. Wenn neue Termine oder weitere Verschiebungen bekanntgegeben werden, wird dieser Artikel aktualisiert.Viele Titel verlinken auf ausführliche Artikel, die Trailer und Details zu den jeweiligen Filmen bieten - unter anderem zu Schauspielern, Handlung und Länge. Hier finden Sie die Übersicht und im Anschluss Informationen zu verschobenen Filmen ohne neues Release-Datum.Kinofilme 2020: Diese Filme könnten sich im Kino lohnen16. Januar: 1917 16. Januar: Bad Boys for Life 6. Februar: Birds of Prey 13. Februar: Sonic the Hedgehog 5. März: Onward 11. Juni: Artemis Fowl 16. Juli: Tenet 18. Juni: Candyman 23. Juli: Jungle Cruise 6. August: SpongeBob Schwammkopf: Eine schwammtastische Rettung 7. August: Peter Hase 2 14. August: Wonder Woman 1984 21. August: Bill & Ted Face the Music 17. September: The King's Man 1. Oktober: Soul 8. Oktober: Jim Knopf und die Wilde 13 15. Oktober: Tod auf dem Nil 5. November: Eternals 12. November: James Bond 007: Keine Zeit zu sterben 19. November: Godzilla vs. Kong 26. November: Raya and the Last Dragon 17. Dezember: Dune 17. Dezember: West Side Story 23. Dezember: Top Gun: Maverick Corona: Diese Kino-Highlights wurden auf unbestimmte Zeit verschobenWegen der Corona-Krise wurden viele große Produktionen verschoben, die ursprünglich im Frühjahr erscheinen sollten. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Filme, die noch keinen neuen Termin für ihren Kino-Release bekommen haben.Wir möchten wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier. Themen folgen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Augsburger-Allgemeine PanoramaPubliziert am 03-04-2020By Sascha Geldermann
  • Selbstbefriedigung: Diese 3 Stellungen sollte jede Frau kennen!
    Die meisten Frauen kommen viel leichter durch Eigenstimulation als durch die Penetration durch einen Penis zum Orgasmus. Und mal ehrlich, das hat sicher auch seinen Grund, warum uns die Evolution die Fähigkeit verliehen hat, den Lust-Vulkan auch ganz ohne Hilfsmittel oder einen Penis zum Brodeln zu bringen.Selbst ist die Frau, sage ich da nur. Und wer bislang dachte, Masturbation sei lediglich eine Art Trostpflaster für Singles, sollte schnellstmöglich mal mit sich selbst in die Kiste hüpfen. Denn das lässt dich garantiert ganz neue Seiten der Lust entdecken. Vor allem mit diesen drei Stellungen:Muschelspiel - Tief abtauchenMachs dir bequem und leg dich gemütlich auf die Seite. Schließe die Beine so, dass die Klitoris von den großen Schamlippen bedeckt ist.Jetzt formst du mit der Hand eine Muschel und legst sie auf die großen Schamlippe.Hebe deine Becken und ziehe die Knie in Richtung Brust.Schlage die Füße übereinander und versuche, dabei die Knie zusammen zu halten.Und jetzt schön rhythmisch bewegen das Becken nach oben und nach unten bewegen.Die Muschel drückst du dabei so fest auf die Schamlippen, wie es dir gefällt.Die Taube - Fly high in the SkyLege dich auf den Bauch mit geschlossenen Beinen. Wenn es du magst, kannst du ein kleines Kissen zwischen die Beine klemmen.Jetzt Muskeln der Vagina anspannen und den Venushügel in die Unterlage drücken.Entspanne und spanne die Muskeln rhythmisch an.Für noch mehr Spaß kannst du auch die Muschel wieder zum Einsatz bringen.Slide Dish - Hintertürchen?Legt dich auf die Seite in die Löffelchenstellung.Streichel deine Klitoris bis du kurz vor dem Orgasmus bist.Jetzt Sextoy in die Vagina einführen oder einfach Finger nutzen.Für den zusätzlichen Kick: Butt-Plug anal einführen und zum Höhepunkt kommen.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020By Linda Berger
  • “Anti-Corona-Hymne” aus Spanien mit Álvaro Soler geht im Netz viral
    vor 20 Min. In Spanien ist ein 30 Jahre alter Schlagerhit zur Hymne gegen Corona geworden. Das Lied "Resistiré", zu Deutsch "Ich werde standhalten", ist bei Youtube ein Hit. Das mehr als 30 Jahre alte Schlagerlied "Resistiré" (zu Deutsch: Ich werde standhalten) ist in Spanien zur "Hymne" im Kampf gegen die Corona-Pandemie geworden. Der spanisch-deutsche Popmusiker Álvaro Soler (29) und rund 50 weitere Künstler des vom Virus Sars-CoV-2 besonders hart getroffenen Landes machten nun eine neue Fassung des Songs des "Dúo Dinámico", die auf Youtube nach nur zwei Tagen schon mehr als fünf Millionen angeklickt worden ist. "Ich schaue mir das (Video) an und muss weinen", schrieb auf Instagram die Sängerin Rosana, die bei "Resistiré 2020" mitmachte. Die Initiative der Rundfunkkette "Cadena 100" ist zugunsten von Caritas. Das katholische Hilfswerk twitterte: "Vielen Dank!" [embedded content] Corona-Krise in Spanien: Schon fast 11.000 ToteZu den Klängen der Originalfassung von "Resistiré" klatschen, tanzen und singen jeden Abend Zehntausende, vielleicht sogar Hunderttausende an den Fenstern und auf den Balkonen Spaniens seit Beginn der strikten Ausgangssperre am 15. März. Auch in Altenheimen, Krankenhäusern und Supermärkten wird dazu getanzt. Mit knapp 118.000 Infektionen und fast 11.000 Toten ist Spanien nach Italien das von der Pandemie am stärksten betroffene Land in Europa. (dpa)Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier. Themen folgen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Augsburger-Allgemeine PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • 6 Oberteile, die deine Jeans lieben werden (und du auch)!
    Wir lieben Jeans – aber manchmal haben wir doch alle das Gefühl, dass sie irgendwie "zu basic" aussehen. Abwarten, in Kombination mit diesen Oberteilen sind sie alles andere als langweilig.Das gesmokte TopAn gesmokten Tops kommt ihr diesen Frühling, ach was, das ganze Jahr vermutlich nicht mehr vorbei. Die Oberteile werden Dank der kleinen Raffungen von unscheinbaren Teilen zu super stylischen Fashion-Pieces. Ihr könnt die entweder als schlichte Tops zur Jeans kombinieren, es gibt aber auch gesmokte Off-Shoulder-Shirts, die unsere Schultern herrlich betonen. Ach, wir lieben diesen Trend!Der Kasten-AusschnittDen kastigen Ausschnitt, den wir übrigens auch oft in Kombination mit gesmokten Stoffen sehen, können wir auch super easy als ultimatives Style-Upgrade einsetzen. Da der Ausschnitt das Schlüsselbein sehr betont, können wir hier toll mit filigranen Ketten und Accessoires arbeiten. Außerdem wirkt der Look mit dem besonderen Ausschnitt ein bisschen eleganter – auch mit Jeans.Die PuffärmelSpätestens seit dem letzten Herbst vergöttern wir Puffärmel. Warum? Sie machen jedes noch so schlichte Outfit richtig cool. Vor allem im Kombination mit einer lässigen Mom Jeans oder Paperbag Hose kommen die Ärmel mega zur Geltung. Es gibt die Puffärmel in unterschiedlichen Größen – also perfekt für alle, die nicht gleich übertreiben wollen.Das Cropped TopBauchfrei? Darf auch mal sein. Wenn es draußen wärmer wird, dürfen wir schon mal ein bisschen mehr Haut zeigen (zumindest diejenigen, die den Look mögen). In Kombi mit einer High Waist Jeans ist auch nicht gleich der ganze Bauch freigelegt, aber ein bisschen Haut darf rausblitzen. Über das Top zieht ihr dann einfach eine coole Bomberjacke oder eine Jacke im Utility-Style – und fertig ist der coolste und einfachste Look aller Zeiten.Das Strick-TopBeinahe hätten wir das Strick-Top vergessen. Ein MUSS für den Frühling und Sommer. Die feine Strick-Optik gibt uns irgendwie sofort Sommervibes, deshalb kombinieren wir dazu auch gern Muschelschmuck. Egal, ob Jeansshorts, Mom Jeans oder Jeansrock – Strick-Tops tragen wir zu allem. Übrigens: Diese Oberteile könnt ihr nicht nur super zur klassischen Blue Jeans kombinieren, im Frühling lieben wir auch beigefarbene und weiße Jeans. Aber auch Schwarz oder grau funktionieren natürlich IMMER!Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Brigitte FrauenPubliziert am 03-04-2020By Friederike Dejan
  • Wegen Corona: Bedrohte Schildkröten-Babys können ungestört schlüpfen
    vor 6 Min. Auch in Brasilien schränkt Corona das öffentliche Leben ein - mit ungewöhnlichen Folgen. An den Stränden können bedrohte Meeresschildkröten ungestört schlüpfen. Auch im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco bekommen die Menschen die Folgen der Corona-Krise zu spüren. Gouverneur Paulo Camara hat vor einigen Tagen eine teilweise Ausgangssperre verhängt – die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben und sich nicht versammeln. Die spektakulären Sandstrände in der Region sind deswegen trotz tropischer Temperaturen ungewöhnlich leer.Die Maßnahmen haben auch ungewöhnliche Nebeneffekte: An der Küste der Stadt Paulista sind fast 100 Meeresschildkrötenbabys der Art Echte Karettschildkröte geschlüpft und konnten beinahe ungestört ihren Weg ins Meer antreten.Leere Strände wegen Corona-Krise: In Brasilien können Meeresschildkröten ungestört schlüpfenDie Tiere sind vom Aussterben bedroht: Ihre Eier und ihr Fleisch sind ebenso begehrt wie ihre Panzer, aus denen zum Beispiel Schmuckgegenstände hergestellt werden. Neben der Echten Karettschildkröte legen auch Grüne Meeresschildkröten, Oliv-Bastardschildkröten und Unechte Karettschildkröten im Januar ihre Eier an den Stränden von Paulista ab. Mehr als 300 der Meerestiere seien in diesem Jahr insgesamt bereits geschlüpft, sagte Paulistas Umweltminister Roberto Couto gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian. "Es ist wirklich schön, weil man den genauen Moment beobachten kann, in dem sie aus den Eiern schlüpfen und ihren kleinen Marsch über den Strand beginnen.“Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier. Themen folgen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Augsburger-Allgemeine PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Spanien: Erneut mehr als 900 Corona-Tote binnen 24 Stunden
    vor 4 Min. Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 932 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.935, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Es war der zweite Tag in Folge mit mehr als 900 und bereits der siebte in Serie mit mehr als 800 Toten in Spanien. Die Zahl nachgewiesener Neuinfektionen stieg um knapp 7500 auf fast 118.000. Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge fast 4000 Patienten, die wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 an Covid-19 erkrankt waren, innerhalb eines Tages als geheilt entlassen. Von den bisher mehr als 56.000 Infizierten, die in Spanien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, sind damit bereits mehr als 30.000 Menschen wieder gesund. (dpa) Neue Zahlen des Gesundheitsminisetriums Themen folgen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Augsburger-Allgemeine PanoramaPubliziert am 03-04-2020