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  • Dieses Plakat zeigt die Verzweiflung des deutschen Mittelstands
    Dieses Plakat zeigt die Verzweiflung des Mittelstands Fotocredit: Mittelstandsverbund ZGV
    Dieses Plakat zeigt die Verzweiflung des Mittelstands
    Quelle: Mittelstandsverbund ZGV Bei Deutschlands mittelständischen Einzelhändlern steigen Verzweiflung und Panik. „Der Rettungsschirm der Bundesregierung hat Löcher – und der Mittelstand rutscht durch“, warnt Eckhard Schwarzer, der Präsident des Mittelstandsverbunds, der Dachorganisation der Verbundgruppen in Deutschland, zu denen zum Beispiel Unternehmen wie Intersport und Expert oder Vedes und Musterhausküchenfachgeschäft (MHK) gehören. Die Politik spreche zwar immer wieder von einem beispiellosen und historisch einzigartigen Hilfsprogramm. „Der Mittelstand wartet aber noch immer auf Kredite.“ Und das wollen die Unternehmen der Politik nun mit einer Plakataktion verdeutlichen, die auch vom Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt wird. „Danke liebe Bundesregierung für das Hilfspaket“, steht in großen weißen Buchstaben am oberen Rand eines grünen Posters. Darunter folgt dann der Satz „Bei unserem Betrieb mit ___ Beschäftigten ist noch nichts angekommen“, untermalt mit einem gestrichelten Paket, auf dem ein dickes Fragezeichen steht. Die betroffenen Händler wollen diese Plakate in den kommenden Tagen in ihre Schaufenster hängen und darüber hinaus Fotos davon in den sozialen Medien teilen als unmittelbares Feedback für die Politik. „Damit geben wir den wirtschaftlich Betroffenen dieser Krise ein Gesicht“, beschreibt Schwarzer, der im Hauptberuf stellvertretender Vorstandschef des Software- und IT-Dienstleisters Datev ist. Denn es knirsche an allen Ecken und Enden bei der Verteilung der Liquiditätshilfen. „Die Arbeit ist nicht damit getan, ein milliardenschweres Hilfspaket aufzusetzen. Solange das Geld nicht ankommt, ist keine Rechnung bezahlt, keinem Unternehmen und vor allem keiner einzigen Mitarbeiterin und keinem einzigen Mitarbeiter geholfen“, mahnt Schwarzer. Die Menschen seien aber nicht nur in Sorge um ihre Gesundheit, sondern auch um ihren Arbeitsplatz.
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    Soloselbstständige Soloselbstständige Betroffen sind vor allem die mittelgroßen Händler. Denn Kleinstfirmen und Selbstständige bekommen eine direkte finanzielle Unterstützung und größere Unternehmen mit mindestens 249 Mitarbeitern oder mehr als 50 Millionen Euro Umsatz können den Wirtschaftsstabilitätsfonds nutzen. Für den Mittelstand mit zwischen zehn und 249 Beschäftigten dagegen bleibt nach Verbandsangaben nur ein Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW. „Doch die Nachfrage ist immens, und das Antragsverfahren läuft mehr schlecht als recht“, beschreibt Günter Althaus, der Leiter der „Taskforce Liquidität für den Mittelstand“ des Mittelstandsverbunds. „Aber die Zeit drängt: Mittlerweile gibt es eine sechsstellige Zahl an Unternehmen in der höchsten Gefährdungsstufe.“ Und für viele davon werde es schon im April ganz eng. Am schlimmsten trifft es die Händler mit Saisonware, also vorrangig die Verkäufer von Mode, Schuhen und Sportartikeln. Denn sie haben im Januar und Februar flächendeckend neue Ware bekommen – samt Rechnung. „Die Liquidität ist also weg, und neue kommt derzeit nicht rein wegen der Geschäftsschließungen“, beschreibt Althaus. „Also laufen jetzt jeden Tag hohe Verluste auf.“ Und damit nicht genug. „Mode ist eine verderbliche Ware“, sagt Steffen Jost, der Präsident des Handelsverbands Textil (BTE). „Denn Hosen oder Schuhe aus der Frühjahrskollektion kann der Modehandel im Sommer kaum noch verkaufen.“ Allenfalls mit hohen Rabatten. „Dann verdienen die Händler aber nichts“, erklärt Taskforce-Chef Althaus, dem zufolge auch noch ein dritter Hammer auf die Händler wartet: „Was nicht verkauft werden konnte, muss am Jahresende abgeschrieben werden und steht dann ergebniswirksam in der Bilanz.“ Spätestens das werde vielen Unternehmen den Rest geben. Für viele geht um die persönliche Existenz Dem Vernehmen nach überlegen daher erste Händler, ob sie überhaupt noch Staatshilfen beantragen – weil absehbar ist, dass sie mit oder ohne Hilfe am Ende überschuldet sein werden. Aus Sicht von Althaus ist eine flächendeckende Rekapitalisierung der einzige Weg aus der Krise, also sofortige Liquiditätshilfen ohne spätere Rückzahlung. „Derzeit gehen ganze Lebensentwürfe innerhalb weniger Wochen den Bach runter“, heißt es aus der Branche. „Nun wollen die Betroffenen zumindest noch ihr verbliebenes Privatvermögen retten.“
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    Hamburg, Germany Getty ImagesGetty Images Folgen der Corona-Pandemie Wer noch nicht resigniert, hat enormen Zeitdruck. „Es geht jetzt wirklich um jeden Tag bei den Fördergeldern“, mahnt der HDE, der auch andere Branchen und Verbände zur Teilnahme an der Plakataktion ermuntert. „Damit sichtbar wird, wie es an der Basis wirklich aussieht.“ Der Mittelstandsverbund rechnet damit, dass die Mehrzahl der mittelständischen Handelsbetriebe innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen zahlungsunfähig sein wird. Denn es hapere nicht nur bei den KfW-Krediten. Auch das hilfreiche Kurzarbeitergeld werde nur wirksam, wenn es schnell ausgezahlt wird. Dies sei allerdings bei Bearbeitungszeiten von sechs bis zehn Wochen nicht in Sicht. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020By Carsten Dierig
  • Das heikle Thema einer CO2-Sünder-Begnadigung
    Die Corona-Pandemie trifft die Automobilbranche wie kaum eine andere Industrie. Fabriken in Deutschland und Europa sind flächendeckend geschlossen, der stationäre Autohandel ruht ebenfalls. Doch auch wenn der Betrieb in einigen Wochen wieder anläuft, ist die Automobilwirtschaft aus der Krise längst nicht heraus. Denn zugleich steckt die Branche mitten im Strukturwandel hin zu einer weniger klimaschädlichen Mobilität und zu einem deutlich geringeren Ausstoß an Treibhausgasen aus den Fahrzeugen. Schon unter normalen Bedingungen bedeutet die Senkung der Abgaslasten eine enorme Herausforderung für die Automobilwirtschaft – die Hersteller müssen reine Elektrofahrzeuge und solche mit Hybridantrieb nicht nur herstellen, die Kunden müssen sie auch kaufen. Bislang aber liegt der Marktanteil solcher Fahrzeuge in Deutschland insgesamt deutlich unter zehn Prozent. Die Kunden halten sich, trotz erhöhter Kaufprämien, zurück – weil teil- oder vollelektrische Fahrzeuge nach wie vor teurer sind als solche mit reinem Verbrennungsantrieb und weil die Autofahrer vielerorts keine überzeugende Ladeinfrastruktur vorfinden. Nun werden Forderungen lauter, die Europäische Union müsse die Abgasgrenzwerte lockern, um den Neustart nach der Krise nicht komplett abzuwürgen – der frühere EU-Kommissar Günther Oettinger argumentiert in diese Richtung ebenso wie der europäische Herstellerverband ACEA. Seit diesem Jahr gilt für die Flotten von Neufahrzeugen der Hersteller ein durchschnittlicher Grenzwert von 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Kilometer, zuvor waren es 130 Gramm.
    Quelle: Infografik WELT Wenn die Hersteller die ihnen zugemessenen Werte überschreiten, drohen ihnen hohe Strafzahlungen – bei Volkswagen wären es für dieses Jahr laut gängigen Kalkulationen rund 4,5 Milliarden Euro, bei Daimler rund eine Milliarde Euro, bei BMW etwa 750 Millionen Euro. „Aus unserer Sicht gibt es drei Möglichkeiten, um die Auswirkungen der geltenden CO2-Grenzwerte auf die Automobilbranche zu lindern“, sagt Gerhard Wolf, Analyst für die Automobilwirtschaft bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW): „Die Strafzahlungen auszusetzen, die CO2-Ziele in den kommenden Jahren stufenweise zu reduzieren anstatt jetzt in einem Schritt, oder eine Kombination beider Möglichkeiten, ergänzt um ein Bonussystem, das diejenigen Hersteller belohnt, die trotz aktueller Widrigkeiten die ursprünglich geplanten Ziele erreichen.“ Das alles würde einer Art temporärer CO2-Sünder-Begnadigung entsprechen. Man könne der Industrie zwar den Vorwurf machen, die Zeit zwischen der Verordnung 2009 über die CO2-Flottenziele und deren Umsetzung 2020 nicht ausreichend genutzt zu haben, sagt Wolf: „Die jetzige Krise dürfte aber so schwerwiegend sein, dass es angebracht ist, nicht dogmatisch kurzfristig an politischen Zielen festzuhalten.“
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    Eine Zapfsäule einer Shell-Tankstelle in Hamburg, aufgenommen am 11.07.2017. Foto: Christophe Gateau/dpa | Verwendung weltweit Benzinmarkt Das Thema ist politisch hochsensibel. Die Automobilbranche will nicht in den Verdacht kommen, die Corona-Pandemie zu nutzen, um lästige Auflagen zum Klimaschutz zu lockern. Zugleich muss sie hohe Investitionen erwirtschaften, um die Ansprüche an den Klimaschutz erfüllen zu können. Ein Problem dabei: Das Geld für die Transformation hin zur Elektromobilität verdienen die Hersteller bislang noch vor allem durch den Verkauf von Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselmotoren. Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland brachen im März um 38 Prozent ein, verglichen mit dem Vorjahresmonat, teilte der Automobilverband VDA am Freitag mit. Der internationale Automobilmarkt dürfte in diesem Jahr um zehn bis 15 Prozent schrumpfen – während die Kosten für die Entwicklung und Markteinführung neuer Elektrofahrzeuge hoch bleiben.
    Quelle: Infografik WELT Entsprechend der schwierigen Gemengelage äußert sich der europäische Dachverband ACEA eher vorsichtig. Der aktuelle Stillstand mache die Pläne der Branche zur Makulatur, sich den europäischen Vorgaben anzupassen, schreibt der Verband in einem Brief an die EU-Kommission, ohne die CO2-Grenzwerte explizit zu erwähnen. Man glaube, es sei nötig, „einige Anpassungen“ bei den Zeitplänen für die Umsetzung der geltenden Vorschriften und Richtlinien vorzunehmen.
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    Vielen Verbrauchern wird jetzt klar, dass Leasing eine risikoarme Möglichkeit ist, das Abenteuer E-Mobilität zu wagen Elektro-Leasing Der VDA hält sich bei der Bewertung der aktuell geltenden CO2-Grenzwerte für die Branche noch deutlicher zurück – auch angesichts der Umweltverbände in Deutschland, die bereits vor einem Rollback der Automobilbranche beim Klimaschutz warnen. „Wir stehen auch in Zeiten der Corona-Krise ganz klar zu den CO2-Zielen, ohne Wenn und Aber“, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Gleichzeitig nimmt sie allerdings das Ziel der EU-Kommission ins Visier, die heutigen Grenzwerte in diesem Jahrzehnt noch einmal um ein Drittel deutlich zu verschärfen, bis hin zu einem Ausstoß von nur noch 65 Gramm CO2 je Kilometer. Vor der Corona-Pandemie hatte die 2019 neu aufgestellte Kommission einen umfassenden „Green Deal“ angekündigt, eine Offensive für einen besseren Klimaschutz in der Europäischen Union. Das könnte auch eine schnelle Absenkung der CO2-Grenzwerte für Neufahrzeuge in den kommenden Jahren bedeuten: „Wir fordern, dass unserer Branche jetzt nicht weitere, zusätzliche Lasten aufgebürdet werden, wie wir das aktuell zum Beispiel im Rahmen der Diskussion um den European Green Deal sehen“, sagt Müller. „Wir müssen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise erst seriös bewerten, bevor wir über zusätzliche Belastungen sprechen.“ Aus der EU-Kommission heißt es, man habe die Situation der Automobilbranche in Europa selbstverständlich im Blick. Gegenwärtig gebe es aber keine Überlegungen hinsichtlich der Emissionsziele. Auch ein Aussetzen der Strafen sei bisher nicht im Gespräch gewesen. „Die bisher präsentierten wirtschaftlichen Maßnahmen der EU-Kommission sehen nicht vor, potenzielle Strafen für Autohersteller aufzuschieben, wenn und falls sie anfallen“, sagte eine Sprecherin der EU-Behörde zu WELT. „Im aktuellen Stadium können wir nicht über mögliche Folgen der Krise für einzelne Politikbereiche spekulieren. Die Kommission wird normal weiterarbeiten und sicherstellen, dass wir angemessene Antworten auf die Coronavirus-Pandemie finden.“
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    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020By Tobias Kaiser, Olaf Preuß
  • In ihrer Videobotschaft gibt Merkel ein persönliches Versprechen
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht erste Anzeichen für eine Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus, hält die Zeit für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen aber noch nicht für reif. „Der Zuwachs an neuen bestätigten Ansteckungen verläuft ein wenig langsamer als vor einigen Tagen noch“, sagte Merkel in einer am Freitagabend veröffentlichten Video-Ansprache aus dem Bundeskanzleramt. „Es stimmt, dass die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts, so hoch sie sind, ganz vorsichtig ein wenig Hoffnung machen.“ Merkel nutzte ihre Ansprache für einen neuerlichen Appell an die Geduld der Bürger. „Es ist definitiv viel zu früh, um darin einen sicheren Trend zu erkennen, und erst recht ist es viel zu früh, um deswegen auch nur an irgendeiner Stelle die strengen Regeln, die wir uns gegeben haben, schon wieder zu lockern“, sagte sie. Nach wie vor breite sich das Virus „mit hoher Geschwindigkeit“ in Deutschland aus. Die Bewältigung der Pandemie sei eine „Herkulesaufgabe“. Sie würde „absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten“, sagte Merkel. Ihre Regierung würde der Verantwortung nicht gerecht werden, „wenn wir jetzt falsche Hoffnungen wecken würden, indem wir Exit-Stichtage vereinbaren würden, die anschließend der Realität in keiner Weise standhalten würden“.
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    Wissenschaftliche Analyse Merkel stimmte die Bürger in ihrer Videobotschaft auf ein Osterfest mit zahlreichen Einschränkungen ein: „Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor.“ Der Besuch des Gottesdiensts in der Kirche sei nicht möglich, der Osterspaziergang sei nur im engsten Kreis erlaubt, und auch Verwandtenbesuche und andere Kurzreisen könne es dieses Jahr nicht geben. „Das sind harte Wahrheiten, ich weiß“, sagte die Kanzlerin. „Wir sind gewöhnt, uns zu bewegen, etwas zu unternehmen, zu reisen, wann wir wollen und wohin wir wollen.“ Und nun seien da „plötzlich überall Regeln, Einschränkungen, Verbote“, sagte sie. „Aber sie sind buchstäblich lebenswichtig.“
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    Zahnarzt Hans-Werner Bertelsen in seiner Praxis Ein Zahnarzt erzählt Deutschland stelle sich der Bewältigung der Pandemie – und „damit das weiter gelingt, brauche ich, das sage ich ganz offen, auch weiter Ihre Mithilfe – die Mithilfe, die Sie schon seit Wochen in so wunderbarer Weise geben“, fuhr die Kanzlerin fort. „Es ist schlichtweg großartig, was in unserem Land von der übergroßen Mehrheit der Menschen geleistet wird. Unser Land zeigt sich von seiner besten Seite.“ In der Videobotschaft gab Merkel den Bürgern ein persönliches Versprechen: „Was ich Ihnen sehr wohl versprechen kann und versprechen will, das ist, dass Sie sich darauf verlassen können, dass die Bundesregierung und auch ich persönlich tatsächlich Tag und Nacht darüber nachdenken, wie wir beides schaffen können: also sowohl den Gesundheitsschutz für alle als auch einen Prozess, mit dem das öffentliche Leben auch wieder Schritt für Schritt möglich wird.“ Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • Söder und Spahn ziehen in der Corona-Krise an Laschet und Merz vorbei
    Noch im Februar zeichnete sich bei der Union ein Dreikampf um die Kanzlerkandidatur zwischen Friedrich Merz, Armin Laschet und Markus Söder ab. Doch laut einer aktuellen Befragung des Instituts „Wahlkreisprognose“ wird Söder aktuell zum deutlichen Favoriten der Unionsmitglieder – mit  30 Prozent und einem Plus von 5 Punkten setzt er sich von seinen Mitstreitern ab. Mit 21 Prozent und einem Plus von 10 Punkten landet Gesundheitsminister Jens Spahn auf dem zweiten Platz. Knapp dahinter erreicht Armin Laschet als Dritter 20 Prozent – noch in der letzten Befragung lag er vorne. Nur noch 12 Prozent der Befragten wünschen sich Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten. Die Zuwächse für Jens Spahn zeigen sich besonders in den Alterskategorien „Mitglieder über 60“ – dort legte er 15 Prozent zu – und „Mitglieder zwischen 30 und 60“, hier erzielte er ein Plus von 18 Prozent. Bei den unter 30-Jährigen liegt Spahn mit 29 Prozent deutlich vorn. Söder kann indes hauptsächlich bei älteren und Unionsmitgliedern mittleren Alters punkten. Friedrich Merz rutscht bei mittelalten und jungen Mitgliedern um 13 Prozentpunkte ab.
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    Frühstücks-Interview mit dem Bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder im Literaturhaus in Nürnberg. Markus Söder Auch bei der Umfrage zum CDU-Vorsitz verlieren Laschet und Merz deutlich. Laschet gibt 10,5 Punkte ab und liegt mit 23 Prozent knapp hinter Jens Spahn, den sich 24 Prozent der CDU-Mitglieder als kommenden Chef wünschen. Friedrich Merz reiht sich mit 16 Prozent auf dem dritten Platz ein - er büßt 13 Prozentpunkte ein. Nur knapp dahinter liegt mit 15 Prozent Norbert Röttgen, Julia Klöckner erreicht mit einem Plus von 6 Punkten 11 Prozent.
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    +honorarpflichtig+++ BERLIN, GERMANY - MARCH 12: German Health Minister Jens Spahn (CDU) is talking to journalists in his office on March 12, 2019. (Photo by Xander Heinl/Photothek via Getty Images) Jens Spahn über die CDU Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • Die Corona-Rezession ist ein Weckruf für Unternehmer
    Darf man in menschlich so herausfordernden Zeiten über Wirtschaft, Geschäft und Unternehmertum reden? In Zeiten, in denen die Welt berechtigterweise geschockt ist ob unserer Verwundbarkeit und Fragilität, und in Momenten, in denen unser Herz bricht, wenn wir uns die vielen menschlichen Schicksale vor Augen führen? Als jemand, der versucht, ein mündiger Bürger und Unternehmer zu sein, möchte ich nicht, dass dieser Kommentar die menschliche Katastrophe, die wir gerade erleben, herunterspielt. Ich möchte, dass wir die Herausforderung so gut es geht bewältigen. Aber ich möchte auch meinen Beitrag leisten, dass wir an die Zeit nach der Bewältigung der Krise denken. Das tue ich, weil ich als Unternehmer eine Verantwortung für unsere Kunden und Mitarbeiter habe.
    Josef.Treated
    Der Autor: Josef Brunner
    Quelle: KAROL BUDREWICZ Als Investor bin ich meinen Gründerinnen und Gründern verpflichtet. Alle gemeinsam haben wir als mündige Bürger die Verantwortung, das, was uns möglich ist, zu tun, um so stark wie möglich aus der Krise zu kommen – dies beziehe ich ausdrücklich nicht nur auf wirtschaftliche, sondern auch auf gesellschaftliche Themengebiete.
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    ARCHIV - 30.04.2018, Nordrhein-Westfalen, Köln: Fahrzeuge der Car Sharing Unternehmen Car2Go und DriveNow stehen auf einem Parkplatz. Foto: Horst Galuschka/dpa | Verwendung weltweit Sharing Economy in tiefer Krise Die Unternehmen, die unser wirtschaftliches Rückgrat bilden und für gute Einkommen und einen stabilen Cashflow gesorgt haben, waren zum Teil „Weltmarktführer auf Abruf“. Wir haben uns auf unseren Erfolgen ausgeruht, haben schmerzhafte Änderungen nicht durchgeführt und so wie bisher weitergemacht. Sehenden Auges sind wir in sich transformierenden Märkten abgehängt worden und haben teilweise an Relevanz verloren. Wir gingen geschwächt und vereinzelt taumelnd in die Corona-Krise. Die dadurch hervorgerufene Rezession wird uns also hart treffen. Wunderbare Chance für Neustart Da der Mensch am liebsten durch Schmerz lernt, ergibt sich daraus eine wunderbare Chance für einen Neustart. Einen Neustart, der unsere Tugenden, unseren Ruf in der Welt, unsere Ingenieurskunst und unseren Fleiß mit neuen Komplementäreigenschaften verbindet. Die zu erwartende Rezession sollte als finaler Weckruf verstanden werden, unsere Kernindustrien zu transformieren und das Digitale als Werkzeug dazu zu nutzen. „Immer schon so gemacht“ sollte durch „Jetzt packen wir’s an“ substituiert werden. In Krisenzeiten werden Investitionen stark zurückgefahren. Flexible, auslastungsbezogene Nutzungsmodelle sind hier klassischen Capex-Transaktionsgeschäften enorm überlegen. Der zu erwartende Rückgang an Auftragseingängen für unsere Maschinen wird das in einigen Bereich nochmals untermauern und hoffentlich die Erkenntnis zementieren, dass Subscription-Modelle (Opex) hier einen schönen Lösungsweg beschreiben, der auch weitere unschlagbare Vorteile bringt.
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    Stephan Weil Ministerpräsident von Niedersachsen im Landtag von Niedersachsen Folgen des Coronavirus Die Konjunkturpakete, die jetzt und nach der Corona-Pandemie aufgelegt werden, werden weiterhin viel Liquidität in die Märkte pumpen, sodass die bereits sehr guten Rahmenbedingungen zur Einführung von Opex-Service-Modellen noch einmal verbessert werden. Als Investor und Unternehmer bricht es mir mein Herz, wenn ich sehe, wie sich Venture-Capitalists und Risikokapitalgeber teilweise in dieser Situation verhalten. Schockiert von der Unsicherheit, die wir alle derzeit erleben, werden teilweise zugesagte Finanzierungen gestutzt, und Gründerinnen und Gründer müssen in bereits erschwerten Marktbedingungen nun noch mehr ums Überleben kämpfen. Auch wenn ich glaube, dass das Normalisieren von zu hohen Bewertungen, die wir in letzter Zeit gesehen haben, ein gesundendes Element ist, möchte ich unterstreichen, dass wir als Investoren eine Verpflichtung haben. Eine Verpflichtung, die mit unserem Wertesystem und mit Vertrauen zu tun hat. Wir sollten uns speziell in diesen Situationen daran erinnern, dass jeder den Ozean besegeln kann, wenn das Wetter schön ist. Im Sturm zeigt sich nicht nur unser wahres charakterliches Wesen – nein, auch unser Wertekompass wird sichtbar.
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    Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck geben sich in der Krise deutlich zurückhaltender als Teile des Parteiumfelds – etwa aus den Reihen von "Fridays for Future" Die Grünen und das Virus Aber auch in dieser frustrierenden Erkenntnis steckt großes Potenzial. Die Investoren, die in Unternehmen mit Substanz investiert und deren Gründerinnen und Gründer ein wertstiftendes Geschäftsmodell etabliert haben, sollten nun in einer „double down“-Strategie weiter, eventuell sogar stärker als vorher, in ihre Portfolio-Unternehmen investieren. Nach der Krise werden diese Unternehmen weniger Wettbewerb und als starkes und finanziell gestärktes, innovatives Unternehmen eine noch bessere Zukunft haben. Allerdings werden es nicht alle Unternehmen schaffen. Das ist tragisch und aus persönlicher Sicht der Gründer unfair und niederschmetternd. Als Unternehmer verstehe ich diese Frustration. Nichtsdestotrotz ergeben sich daraus auch Chancen und eine Zukunft. Diese sollte allerdings nicht in den USA oder in Asien liegen. Wir in Deutschland sollten nun verstärkt über Zukäufe und anorganisches, strategisches Wachstum nachdenken. Nicht um kapitalistische Profiteure der Krise zu sein. Nein, wir sollten unsere Technologieposition in der Welt stärken.
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    Der Staat muss Wirtschaft und Gesellschaft langfristig schützen, sagt Julian Nida-Rümelin Drei Argumente dagegen Wir sollten heimische, aber auch asiatische und amerikanische Start-ups unter unserem Dach willkommen heißen. Wir sollten M&A-Möglichkeiten nutzen, um uns endlich zu transformieren, unseren Standort zu stärken und unsere Abhängigkeit zu reduzieren. Ferner, und nun spricht mein Start-up- und Gründerherz, halten wir somit den Traum unserer jungen Unternehmergeneration am Leben und helfen ihr dabei, die gesetzten Ziele mit unserer Hilfe und unter unserem Dach zu verwirklichen. Die Situation, die wir gerade erleben, ist einschneidend, tragisch und menschlich berührend. Wenn wir es
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020By Josef Brunner
  • Norbert Aust neuer Präses der Handelskammer
    Die Handelskammer Hamburg war in den vergangenen Jahren immer für eine Überraschung gut. Meistens waren damit keine positiven Entwicklungen verbunden. Diese Zeit scheint nun vorbei zu sein. In seiner konstituierenden Sitzung hat das Plenum am Freitag den Vorsitzenden des Tourismusverbands, Tivoli-Gründer Norbert Aust, zu seinem neuen Präses gewählt. Aust galt im Vorfeld als einziger Kandidat und wurde mit großer Mehrheit des Plenums ins Amt gewählt.
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    Jörn Lauterbach ist Redaktionsleiter der WELT Hamburg Meinung Handelskammer Die Sitzung war zunächst wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden, musste aber auf Antrag einer ausreichenden Zahl von Plenariern laut Satzung dennoch stattfinden. Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, und den Sicherheitsabstand von zwei Metern zwischen den Anwesenden einzuhalten, musste die Sitzung in den Börsensaal der Kammer verlegt werden. Zudem schaltete sich rund ein Drittel der gewählten Plenumsmitglieder per Telefon zu der Sitzung zu. Aust hatte im Wahlkampf um die Sitze im Handelskammerplenum die Sprecherfunktion der als konservativ eingeschätzten Gruppe „Starke Wirtschaft Hamburg“ übernommen. 41 ihrer Kandidaten schafften den Sprung ins Kammerplenum. Aust ist als Präses Nachfolger von Tobias Bergmann von den sogenannten Kammerrebellen der Vereinigung „Die Kammer sind wir“, die in der vergangenen Wahlperiode fast alle Mitglieder im Plenum der Handelskammer stellte. Kammer lange ohne Präses und Geschäftsführer Bei den Kammerwahlen, die im Januar und Februar stattfanden, konnte die Wir-Gruppe lediglich fünf Sitze gewinnen. Die vom bis dato amtierenden Vize-Präses André Mücke gegründete Gruppe „Zukunftskammer Hamburg“ kam auf sechs Sitze. Wobei Mücke selbst den Sprung ins Kammerplenum nicht schaffte. Der letzte Präses der Kammer, Tobias Bergmann, war bereits 2018 gegangen. Seitdem war es der Kammer nicht gelungen, einen neuen Präses zu wählen.
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    Die Handelskammer steht nach den Plenarwahlen erneut vor einem inhaltlichen Umbau Handelskammer Hamburg Austs Aufgabe wird es nun sein, die Kammer wieder zu stärken. Er sprach im Vorfeld seiner Wahl davon, zukunftsfähige Lösungen für eine „moderne Kammer“ ausarbeiten zu wollen. Vor allem wolle man die vakante Stelle der hauptamtlichen Geschäftsführung möglichst schnell und möglichst gut wieder besetzen, sagte er im Gespräch mit WELT. Die Stelle ist seit dem Weggang der ehemaligen Geschäftsführerin Christi Degen im Sommer 2019 vakant. Handelskammer Nord fordert mehr Einheitlichkeit Unterdessen geht auch die inhaltliche Arbeit der Kammer weiter. So hat sich die Handelskammer Hamburg am Freitag gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern der anderen norddeutschen Bundesländern für einheitlichere Hilfsprogramme und Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gefordert. So begrüße die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord zwar das schnelle und aktive Vorgehen in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. „Gleichwohl ist es für viele Unternehmen nur schwer nachvollziehbar, dass zwischen den Bundesländern doch deutliche Unterschiede in den Corona-Hilfsprogrammen und verfügten Einschränkungen des wirtschaftlichen Lebens existieren“, sagte IHK-Nord-Vorsitzende Janina Marahrens-Hashagen am Freitag laut Mitteilung. Sie forderte deshalb eine „Harmonisierung der Maßnahmen“, um den wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Krise besser begegnen zu können. Dabei sollten sich die Länder am umfangreichsten Programm und der unbürokratischsten Genehmigungsregelung orientieren. Für die Zeit nach der Corona-Krise hofft die Nord-Wirtschaft gleichwohl auf ein länderübergreifendes Programm zur Wiederbelebung des wirtschaftlichen Lebens, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Fast jedes Unternehmen hat Sorgen wegen der Corona-Pandemie Von rund 4500 Unternehmen im Norden gaben zuletzt drei Viertel an, dass sie Umsatzrückgänge von mehr als zehn Prozent für das Geschäftsjahr 2020 erwarten. Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent erwartete rund ein Viertel der Unternehmen, fast die Hälfte geht von einem teilweisen bis kompletten Stillstand der geschäftlichen Tätigkeit aus. 92 Prozent der befragten Unternehmen in Norddeutschland spüren demnach durch das Coronavirus negative Auswirkungen auf die Geschäfte. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • FC Bayern verlängert mit Trainer Flick bis 2023
    Im November des vergangenen Jahres war er angetreten. Nach dem Aus von Niko Kovac hatte der FC Bayern Hansi Flick vom Co- zum Chefcoach befördert. Erst einmal bis zur Winterpause, dann sogar über diese hinaus bis zum Saisonende. Nun, da der Fußball aufgrund der Corona-Krise pausiert, nutzten die Verantwortlichen die Zeit, erste entscheidende Weichen für die Zukunft zu stellen. Am Freitagnachmittag gab der Rekordmeister die Vertragsverlängerung mit Flick bekannt – der neue Kontrakt ist bis 2023 datiert. Er ist der Trainer, mit dem die Münchner die kommenden drei Jahre bestreiten wollen. „Der FC Bayern ist mit der Arbeit von Hansi Flick sehr zufrieden. Die Mannschaft hat unter ihm eine sehr gute Entwicklung genommen, spielt attraktiven Fußball, der sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: „Wir sind der einzige deutsche Verein, der noch in allen drei Wettbewerben vertreten ist. Dazu gefällt mir die Art und Weise, wie er die Mannschaft führt, seine menschlichen Qualitäten überzeugen, seine Empathie spricht für ihn. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit ihm auch in der Zukunft unsere Ziele erreichen werden.“ Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • „Ain’t No Sunshine“-Sänger Bill Withers ist tot
    Der Sänger des Hits „Lean on Me“, Bill Withers, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er sei am Montag in Los Angeles an Herzkomplikationen verstorben, teilte seine Familie am Freitag mit. Zu den gefühlvollen Songs, die er in den 1970er Jahren verfasste und die die Zeit überdauerten, gehören auch „Ain't No Sunshine“ und „Lovely Day“. Die Familie äußerte sich tief betrübt. „Ein Einzelgänger mit einem Herzen, das davon angetrieben wurde, mit seiner Poesie und Musik die Allgemeinheit zu verbinden. Er sprach ehrlich zu Menschen und brachte sie zusammen“, schrieb sie der Nachrichtenagentur AP. „In dieser schwierigen Zeit beten wir, dass seine Musik Trost und Unterhaltung bietet, während Fans ihre Geliebten fest umarmen.“ Withers erstes Album wurde 1971 veröffentlicht, danach folgten weitere Hits. Mitte der 1980er Jahre zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück.
    Bill Withers Dies At 81 Bill Withers Portrait Backstage In LA
    Bill Withers auf einem Foto aus dem Jahr 1971
    Quelle: Getty Images/Michael Ochs Archives Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • „Ich möchte vor allem, dass niemand seinen Arbeitsplatz verliert“
    Auf die Corona-Krise hat Dirk Iserlohe frühzeitig reagiert. Der Inhaber der Kölner Dorint-Hotelgruppe mit über 60 Häusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte Zimmer für Homeoffice-„Flüchtige“ mit Frühstück und Lunch ab 59 Euro am Tag angeboten. „Und das wurde auch an einigen Standorten gut angenommen“, sagte Iserlohe WELT. Doch dann wurde am Firmensitz Köln am 19. März von den städtischen Behörden die Schließung aller drei Kölner Dorint-Hotels verfügt. Dasselbe gilt für die Stadt Weimar. Anderswo waren die Dorint-Häuser zwar noch geöffnet, aber es kommen kaum noch Gäste. Vor allem auf den deutschen Inseln, wo die Behörden ebenfalls über Schließungen verfügt haben, von Sylt über Usedom bis Rügen. „Dennoch bleiben wir für unsere Gäste offen, wo immer es der Gesetzgeber noch erlaubt.“ Mittlerweile aber hat die Stadt Köln ihre Verordnung vom 19. März 2020 aufgehoben, nachdem Dorint vor dem Verwaltungsgericht auf eine Lockerung der Bestimmungen geklagt hatte. Eine touristische Nutzung bleibt zwar aufgrund der bestehenden Verordnung des Landes NRW weiter untersagt. Die Kölner Hotels können aber nun Geschäftsreisende und Tagesgäste unterbringen. Auch sogenannte systemrelevante Berufsgruppen wie Feuerwehrleute, Politiker und Piloten können laut Stadt Köln ohne besondere Genehmigung untergebracht werden. Bei Dorint würden alle Zimmer zwischen den Nutzungen sorgfältig gereinigt und desinfiziert, berichtet Iserlohe. Zudem würden selbstverständlich hygienische Anforderungen wie Spuckschutz an der Rezeption, Mundschutz bei Mitarbeitern und Kontaktlosigkeit in den Hotels erfüllt. Dennoch spricht der Unternehmer von einer „Katastrophe“. Denn Iserlohe hatte die Dorint-Gruppe gerade erst in einem mühsamen Sanierungsprozess bis 2015 wieder fit für den Markt gemacht. Im Vorjahr gab es 4,5 Millionen Euro Gewinn, das Eigenkapital des Dorint-Konzerns lag Ende 2019 bei 79 Millionen Euro. Nun aber müssen er und seine Partner für rund 4500 Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden. „Ich möchte vor allem, dass niemand seinen Arbeitsplatz verliert“, sagt der Aufsichtsratschef der Dorint-Gruppe und alleiniger Vorstand der Honestis AG, der Muttergesellschaft von Dorint.
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    ARCHIV - 30.04.2018, Nordrhein-Westfalen, Köln: Fahrzeuge der Car Sharing Unternehmen Car2Go und DriveNow stehen auf einem Parkplatz. Foto: Horst Galuschka/dpa | Verwendung weltweit Sharing Economy in tiefer Krise Beim Sars-Virus im Jahr 2003 und während der Finanzkrise 2008 habe es Einbußen um etwa 25 Prozent des geplanten Umsatzvolumens gegeben. Der Hotelmarkt falle in sich zusammen, die Umsätze brächen fast vollständig weg und könnten auch später im Jahr nicht mehr reingeholt werden. „Es geht uns wie Landwirten bei einer ausgefallenen Ernte.“ Iserlohe hat Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Gesundheitsminister Jens Spahn geschrieben, zudem an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Unter anderem hat er angeboten, dass Dorint-Zimmer zur Entlastung der Krankenhäuser für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal zur Verfügung gestellt werden. Und hier gäbe es auch schon Interesse, einmal aus NRW und einmal aus Rheinland-Pfalz, wie Iserlohe berichtet. Die wirtschaftlichen Hilfen durch die Politik hält Iserlohe hingegen in keiner Weise für ausreichend, was er auch in seinen Schreiben an die politischen Entscheidungsträger dargelegt habe. Gerade im Hotelbereich mit komplizierten Strukturen und Verträgen zwischen Pächtern und Eigentümern der Immobilien drohten massive Verwerfungen und auch Insolvenzen. „Wir bei Dorint waren für 2020 auf einen hören Gewinn als 2019 eingestellt, aber wie soll das ohne Umsätze mit unvermeidbaren Fixkosten ohne verlorene Zuschüsse funktionieren?“ Ein Kredit für Verluste sei systemimmanent gar nicht möglich und Banken sogar verboten, diese zu gewähren. Ein Ausweg wäre, die Hilfen auf 99 Prozent zu erhöhen und anschließend Verluste, die nicht wieder zu erwirtschaften sind, durch verlorene Zuschüsse auszugleichen, so Iserlohe.
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    Alles anders als sonst – auch im Bundestag Unfassbare Summen gegen Corona „Die Politik schließt durch ihre Maßnahmen eine ganze Branche ab, und das, weil sie nicht systemrelevant ist? “, sagt der Hotelier, der den „Todesstoß“ für viele Betriebe befürchtet. Iserlohe will nun Persönlichkeiten wie den CDU-Mittelstandsvertreter Carsten Linnemann und die Führung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga um Hilfe bitten. „Der Gesetzgeber muss den Corona-Effekt vollständig ausgleichen“, fordert Iserlohe. Natürlich sehe er sich auch in der Pflicht, den Anordnungen zu folgen. Die Politik müsse aber auch gleichzeitig einen echten Rettungsschirm spannen und die „enteignungsgleichen Vorgänge“, wie Iserlohe sie nennt, verhindern. Sonst könnten Hotelketten, Touristikunternehmen, Gastronomen und angeschlossene Branchen nicht überleben, so Iserlohe. Der befindet sich bereits seit dem 9. März in Köln im Homeoffice, um für die Rettung der Dorint-Gruppe zu kämpfen. Dass er sich dabei auch viele Gedanken um die gesamte Branche mache, sei doch klar. Denn andere Hotelketten hätten natürlich genau die gleichen Probleme. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020By Guido M. Hartmann
  • „Beten wir dafür, das Gott seine Verheißungen wahr macht“
    Ein Pfarrer aus Rösrath bei Köln hat einem Toilettenpapier-Dieb auf humorige Art die Leviten gelesen. Der Unbekannte habe während des letzten Gottesdienstes, der vor dem Hintergrund der Corona-Krise noch möglich war, nahezu den gesamten Klopapier-Vorrat aus dem evangelischen Gemeindehaus Volberg gestohlen, wie Pfarrer Thomas Rusch am Freitag sagte. Daraufhin veröffentlichte er auf der Gemeinde-Homepage einen Andacht-Text: „Lieber Dieb, wenn Du dies liest: Ich wünsche Dir einen ‚segensreichen Gebrauch‘, und hiermit erteile ich Dir pastorale ‚Absolution‘.“ Eine Bitte fügt der Pfarrer noch an: „Bitte teile mit Deinen Nachbarn“. Der Vorfall vom 15. März ärgere ihn nicht, sondern habe ihn vielmehr dazu angeregt, mit einem Augenzwinkern über das Thema zu sinnieren, sagte Rusch. Und so suchte er für die Andacht Bibelstellen heraus, die das „tägliche Bedürfnis“ erwähnen und schlussfolgerte: „Beten wir dafür, das Gott seine Verheißungen wahr macht und uns aus der „Schei…“ rausholt. Und dass wir den Blick für unseren Nachbarn haben, der kein Toilettenpapier mehr hat!“ Zuvor hatte der „Express“ berichtet.
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    Gilt schon seit Jahrhunderten, aber besonders jetzt wieder: Zum Golde drängt doch alleses Boom in der Coronakrise Ob der Dieb, der außer mehreren Packungen WC-Papier nichts mitgenommen hat, sich die Sätze zu Herzen nimmt? Rusch bezweifelt es. Einen großen Klopapier-Notstand gebe es im Gemeindehaus, das zurzeit ohnehin wenig genutzt wird, aber dennoch nicht: Die Küsterin hatte in einem anderen Schrank noch eine Packung gelagert. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • Radfahrer in Hamburg von Unbekannten niedergeschlagen
    Zwei Unbekannte sollen in Hamburg einen 40-jährigen Radfahrer niedergeschlagen und verletzt haben. Dies teilte die Polizei am Freitag mit. Der Mann erlitt einen Nasenbeinbruch und Verletzungen der Netzhaut. Am 2. Februar ist ein Mann gegen 19.30 Uhr in Hamburg in Wellingsbüttel unterwegs. Als er den Radweg am Rehmkoppelstieg aus Richtung Rolfinckstraße kommend entlangradelt, blockieren zwei Unbekannte an der Kreuzung zur Rehmkoppel den Weg und zwingen den 40-Jährigen anzuhalten.
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    Auf einem Monitor kann der Fahrer den sogenannten toten Winkel einsehen. Tödliche Radfahrunfälle Zunächst liefern sich die Beteiligten ein Wortgefecht, doch dann hält einer der Unbekannten den Radfahrer von hinten fest, der andere schlägt ihm mehrmals mit der Faust ins Gesicht, bis er am Boden liegt. Danach sollen die beiden unbekannten Männer auf den Wehrlosen eingetreten haben und danach zu Fuß in Richtung Wellingsbüttler Weg geflohen sein. Der schlagende Täter soll circa 20 Jahre alt und zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß sein. Er soll dunkle Haare, dunkle Augen und eine kräftige Statur haben. Zur Tatzeit soll er eine dunkle Sportjacke und ein schwarzes Basecap getragen haben. Der Täter, der den Radfahrer festhielt, soll circa 16 Jahre alt und zwischen 1,86 und 1,95 Meter groß gewesen sein. Er soll helle Haare und Augen sowie eine hagere Statur haben. Nach Aussage des Zeugen trug er zur Tatzeit einen Kapuzenpullover und ein Basecap. Da die mutmaßlichen Täter bislang nicht gefasst werden konnten, bittet die Hamburger Polizei Zeugen, die Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 an das Hinweistelefon der Polizei oder an jede Polizeidienststelle zu wenden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • Empfehlungen des Rechnungshofs? Sind der Bundeswehr-Firma egal
    Mitte Februar hatte der Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Berateraffäre mit der Anhörung der ehemaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Zeugenbefragungen vorerst abgeschlossen. Bis zur letzten Sitzungswoche des Parlaments vor der Sommerpause Ende Juni sollte nun der Abschlussbericht verfasst und vorgestellt werden. Darin sollen die Rechtsverstöße bei der Vergabe von Aufträgen an externe Berater bilanziert und bewertet werden – und, sofern politische Einigkeit erreicht wird, Konsequenzen angeregt werden. Außerdem muss entschieden werden, ob und welche Akten zur weiteren strafrechtlichen Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft herausgegeben werden.
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    13.02.2020, Berlin: Ursula von der Leyen (CDU), ehemalige Verteidigungsminsterin und heutige Präsidentin der EU-Kommission, kommt zur Befragung des Untersuchungsausschusses des Bundestags zur Berateraffäre im Verteidigungsministerium. Mit ihr soll nach rund einem Jahr die Zeugenbefragung abgeschlossen werden. Der Ausschuss untersucht die Vergabe von Aufträgen an externe Berater. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Von der Leyens Berateraffäre Die Corona-Krise stellt diesen Zeitplan allerdings infrage. Wolfgang Hellmich (SPD), der Vorsitzende des Ausschusses, hat sein Sekretariat ins Homeoffice geschickt und sagt: „Wir werden in der Woche nach Ostern telefonisch besprechen, wie wir weitermachen.“ Zwar arbeiten sowohl das Sekretariat als auch die Mitarbeiter der Bundestagsfraktionen vom heimischen Schreibtisch aus weiter an dem Bericht. Doch der Bundestags-Server ist stark frequentiert, läuft entsprechend langsamer. Und auch die Abstimmungen zwischen den Fraktionen sind schwieriger. „Es kann also sein, dass es sich verzögert“, sagt der Grünen-Abgeordnete Tobias Lindner. Auch sein FDP-Kollege Alexander Müller hält den „Zeitplan für offen“. Hinzu kommt, dass das Verteidigungsministerium das vom Bundestag angeforderte Beweismaterial noch immer nicht vollständig übermittelt hat. So schickte das Ressort in dieser Woche weitere Unterlagen an die Abgeordneten. Darin geht es um die Operation „Mayflower“. Wie WELT bereits im September berichtete, hatte sich die Bundeswehr Bekleidungsmanagement GmbH (BwBM), eine staatseigene Beteiligungsgesellschaft, externe Berater ins Haus geholt, um die firmeneigene IT zu modernisieren.
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    Soldaten des Logistikbataillons 171 der Bundeswehr. Auch sie werden von einer Firma ausgerüstet, die nun in der Kritik steht Neue Bundeswehr-Vorwürfe Nach Ansicht des Bundesrechnungshofs verloren die Geschäftsführer dabei die Kontrolle: Sie überließen es „weitgehend dem externen Dienstleister, Projekte zu priorisieren, Geschäftsprozesse zu erfassen“ und „die Anforderungen an die IT festzulegen“, so die Rechnungsprüfer. Die Berater konnten offenbar selbst diktieren, welchen Bedarf sie sahen und was sie liefern würden, die Grenzen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer verschwammen. Eine Dokumentation der Leistungsscheine, aus denen sich Umfang und Qualität der IT-Arbeiten ablesen lassen, konnten von der Bundeswehr-Tochterfirma nicht vorgelegt werden. Stichproben ergaben Mängel wie vordatierte Rechnungen, fehlende Unterschriften und „Werksleistungen“, die als „Dienstleistungen“ abgerechnet wurden. Auch die Gründe für einen im Lauf des Projekts vorgenommenen Wechsel der Beraterfirmen waren nicht nachvollziehbar. Bis April 2019 wurden für „Mayflower“ rund 2,4 Millionen Euro ausgegeben; der Rechnungshof rechnete mit Gesamtausgaben von am Ende mehr als sieben Millionen Euro. Nun liegen ihm die Stellungnahmen der Geschäftsführung vor – mit einem aus Sicht der staatlichen Finanzkontrolleure unbefriedigendem Ergebnis. Die Firma weist Kritik und Empfehlungen der obersten Rechnungsprüfer – mit wenigen Ausnahmen – nämlich weitgehend zurück. „Der Bundesrechnungshof nimmt zur Kenntnis, dass die BwBM die Festlegung ihrer Ziele und ihres Vorgehens für ausreichend gehalten hat, um ,Mayflower‘ erfolgreich umsetzen zu können“, heißt es in der abschließenden Prüfmitteilung der Bonner Behörde, die WELT vorliegt. Und weiter: „Der Bundesrechnungshof teilt diese Auffassung nicht.“ Die Geschäftsführung habe keine wesentlich neuen Argumente vorgetragen, keine neuen Unterlagen präsentiert und teilweise falsche Feststellungen getroffen. Der Firma fehle „grundsätzlich das Verständnis, dass formale Regelungen und Vertragsverhältnisse die Basis für ordnungsgemäßes Handelns sind“, die Staatsfirma habe nicht die „notwendige Übersicht über ihre Vertragsverhältnisse“. Fazit der Prüfer: „Der Bundesrechnungshof bleibt bei seiner Empfehlung, die organisatorischen und prozessbezogenen Mängel umgehend abzustellen.“

    Ursula von der Leyen sagt vor Untersuchungsausschuss aus

    Ex-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen muss vor dem Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre aussagen. Es geht um den Vorwurf rechtswidriger Auftragsverfahren in Millionenhöhe, fahrlässige Auslegung von Compliance-Regeln und Vetternwirtschaft.

    Quelle: WELT/Lea Freist Der Bericht zeige, „dass das Verteidigungsministerium ein generelles Problem mit der Kontrolle und Steuerung seiner eigenen GmbHs hat“, findet der Grünen-Abgeordnete Lindner. „Auch in der Bekleidungsgesellschaft haben sich Prozesse verselbstständigt und der Kontrolle des Ministeriums entzogen.“ Das Projekt „Mayflower“ sei von Beginn an risikoreich und unrealistisch aufgesetzt worden: „Dass sich die Gesellschaft jetzt auch noch uneinsichtig zeigt, setzt dem Ganzen die Krone auf.“ Allerdings folgen die Geschäftsführer damit nur dem Beispiel der früheren Ministerin von der Leyen. Auch die hatte bei ihrer Zeugenbefragung nur jene „Vergabeverstöße und unklare Einbettungen Dritter“ eingestanden, die sich aus den rund 8000 an den Untersuchungsausschuss gelieferten Aktenordnern an Beweismitteln ohnehin herauslesen lassen. Die von den Abgeordneten verlangte Herausgabe ihrer Mobiltelefone dagegen verweigerte von der Leyen, löschte die darauf befindlichen Daten eigenhändig.

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    Die frühere Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen Beweismittel in Berateraffäre Sie war eine „Zeugin ohne Demut und Fehlerbewusstsein“, wie ein Parlamentarier es formulierte. Stattdessen schob die ehemalige Ministerin und amtierende EU-Kommissionspräsidentin die Schuld für Fehler in der Berateraffäre nachgeordneten Stellen „in der Ebene“ der Bundeswehr in die Schuhe. Dass sich eine dieser Stellen, eben die Bundeswehr Bekleidungsmanagement GmbH, nun ebenso uneinsichtig zeigt wie von der Leyen, macht deutlich: Verbindliche neue Regeln für das Engagement von externen Beratern scheinen dringend nötig – trotz Corona-Krise.

    Grünen-Politiker stellt Strafanzeige wegen Handy-Löschung

    Der Grünen-Abgeordnete Tobias Lindner hat Strafanzeige wegen der Datenlöschung auf einem Diensthandy von Ex-Verteidigungsministerin Ursula

    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020By Thorsten Jungholt, Christian Schweppe

  • 45 Erkrankungsfälle in Hamburger Seniorenheim
    In einem Pflegeheim im Hamburger Stadtteil Wellingsbüttel haben sich inzwischen 45 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert: 39 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 6 Pflegekräfte. Damit habe sich die Zahl der Erkrankten innerhalb weniger Tage vervielfacht. Die Einrichtung hatte am Dienstag noch 17 Erkrankte gemeldet. Ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde konnte die Zahlen am Freitag zunächst nicht bestätigen. Bei den meisten Senioren sollen laut dem Radiosender NDR 90,3 lediglich leichte Symptome festgestellt worden sein. Insgesamt 17 Bewohner des Pflegeheims wurden negativ getestet. Damit sie sich nicht anstecken können, sollen sie jetzt in mehrere leerstehende Senioren-Wohngemeinschaften verlegt werden. Das bestätigte auch die Gesundheitsbehörde. Am Dienstag hatte der Hamburger Senat wegen der Corona-Pandemie ein generelles Besuchsverbot in der stationären Altenpflege erlassen, das zunächst bis Ende April gelten soll.
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    26.03.2020, Italien, Pavia: Ein Arzt arbeitet auf der Covid-19-Intensivstation des San Matteo Krankenhauses. Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Wucher in der Corona-Krise Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Hamburger ist seit Donnerstag um 182 auf 2739 gestiegen. Zudem sind zwei weitere Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Die Zahl der Corona-Toten in Hamburg hat sich damit nach Zählung der Gesundheitsbehörde auf 13 erhöht. Insgesamt befinden sich nun nach Angaben der Gesundheitsbehörde 195 Covid-19-Kranke in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung. Auf einer Intensivstation liegen demnach 55 Corona-Patienten. Am Vortag waren 183 Covid-19-Kranke in einer Klinik, 44 auf einer Intensivstation.
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    Hamburger Polizeipräsident In Anlehnung an die Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) schätzt die Gesundheitsbehörde die Zahl derjenigen, die die Covid-19-Erkrankung bereits überstanden haben, auf etwa 1250. Am Tag zuvor seien es unter den ursprünglich positiv Getesteten etwa 1000 gewesen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) machte sich unterdessen stark für eine Bonuszahlung in Höhe von jeweils 1500 Euro für die rund 30 000 Pflegekräfte in der Stadt. „Für sie sollte es nicht nur Beifall, sondern auch eine finanzielle Anerkennung in Form eines Bonus von 1500 Euro geben“, sagte die Senatorin. Die Stadt garantiere bis zu dieser Höhe die Zahlung jedes Euro, der nicht von den Arbeitgebern selbst, den Sozialversicherungen oder über ein Bundesprogramm finanziert werde, sagte sie. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) betonte: „Wichtig ist, diesen Bonus so zu gestalten, dass er steuerfrei ist und unter den neuen Erlass des Bundesfinanzministeriums für einen steuerfreien Corona-Bonus passt.“
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    Polizisten patrouillieren vor dem Eingang zu einem Supermarkt auf einer Einkaufsstraße in Hamburg Neuer Katalog In Hamburg haben sich bereits mehrere hundert Freiwillige für Gesundheitsberufe bei der Stadt gemeldet, um die Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Behörden in der Corona-Pandemie unterstützen zu können. So haben sich bis Ende März bereits 815 Freiwillige registriert, wie eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde sagte. Der Anteil an freiwilligen Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudentinnen und -studenten liege bei etwa 75 Prozent. Der der Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte bei etwa 20 Prozent. „Der Rest kommt aus anderen Gesundheitsberufen.“ Berufserfahrung, Alter und möglicher Arbeitsumfang, die ehrenamtliche Bereitschaft und die arbeitsvertraglichen Wünsche seien bei den Freiwilligen sehr unterschiedlich. „Daher ist eine direkte Kontaktaufnahme mit den Freiwilligen und eine genaue Abstimmung mit den Bedarfsträgern im Zuge der Vermittlung unerlässlich und bedarf mehrerer Arbeitsschritte, bis die Vermittlung abgeschlossen ist.“ Unterstützung in der Bevölkerung Die Gesundheitsämter der sieben Bezirke werden den Angaben zufolge bereits von 33 Medizinstudierenden unterstützt. Sie identifizieren beispielsweise Kontaktpersonen von Covid-19-Erkrankten, nehmen Kontakt auf und übernehmen Information, Betreuung und medizinische Kontrollen bei häuslicher Isolation. Dieses Programm soll weiter ausgebaut werden. Für diesen Bereich gebe es bereits mehr als 150 weitere Bewerbungen. Universität startet zunächst digital Neuigkeiten gibt es auch für Hamburgs Studenten. Der Vorlesungsbetrieb ist bis zum 19. April ausgesetzt, aber am 20. April sollen die Hochschulen mit einem digitalen Lehr- und Veranstaltungsangebot starten. „Falls ein Präsenzbetrieb in diesem Semester möglich sein sollte, würde dieser in geeigneter Form aufgenommen“, hieß es weiter. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Die Hochschulen und die Studierenden brauchen jetzt Klarheit. Den Vorlesungsbeginn immer wieder zu verschieben, hilft da nicht. Deswegen haben wir festgelegt, dass der Vorlesungsbetrieb am 20. April starten soll. Ziel ist es, die Lehrangebote zunächst möglichst umfangreich digital anzubieten.“ Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • So stellen sich die Deutschen ihren Alltag nach der Pandemie vor
    Fast drei Viertel der Deutschen leiden in der Corona-Krise besonders unter der Notwendigkeit, Abstand zu halten. Dieses „Social Distancing“ macht den Menschen offenbar bewusst, wie sehr ihnen die Selbstverständlichkeit sozialer Kontakte fehlt: So planen mehr als 70 Prozent für die Zeit nach der Krise vor allem ein persönliches Treffen mit Freunden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Group-M-Forschungsunit [M]Science hervor, die von der Medienagentur Wavemaker in Auftrag gegeben wurde. Mehr als jeder Zweite will demnach nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen wieder in Kneipen oder Restaurants gehen. Allerdings ist schon jetzt absehbar, dass die Corona-Krise das Verhalten der Menschen anhaltender verändern wird. Fast 50 Prozent der Befragten geben an, nach der Krise insgesamt achtsamer leben zu wollen als bisher. Nicht einmal jeder Zweite geht hingegen davon aus, dass sich sein Lebensstil nicht verändern wird. Kinobesuche und Shoppen vermissen knapp 45 Prozent der Befragten, die entsprechende Pläne für die Zeit nach der Krise machen. Doch es gibt auch Tätigkeiten in der Krise, die sich viele Menschen wieder abgewöhnen wollen. Dazu gehört das Nutzen von sozialen Medien. Immerhin ein Viertel der Befragten wollen Dienste wie Twitter oder Facebook nach der Corona-Krise weniger nutzen. Fast genauso viele wollen weniger fernsehen. Zwar erleben Video-Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Video derzeit einen Boom. Doch ein Teil davon könnte wieder vorbeigehen. Jeder Fünfte will künftig diese Dienste weniger nutzen. Einiges von dem, was Menschen derzeit zu Hause machen, scheint ihnen doch zu gefallen. So will jeder Fünfte künftig häufiger von zu Hause arbeiten als vor der Krise.
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    ARCHIV - 30.04.2018, Nordrhein-Westfalen, Köln: Fahrzeuge der Car Sharing Unternehmen Car2Go und DriveNow stehen auf einem Parkplatz. Foto: Horst Galuschka/dpa | Verwendung weltweit Sharing Economy in tiefer Krise Das betrifft auch das Bestellen von Waren über das Internet, auf das derzeit viele Verbraucher ausweichen, entweder weil die Geschäfte geschlossen sind oder weil sie derzeit nicht gern in den Supermarkt gehen. 13 Prozent gehen davon aus, dass sie nach der Krise mehr online einkaufen als vorher. Gerade der Lebensmittel-Onlinehandel fristete bisher in Deutschland ein Schattendasein. Nur knapp über ein Prozent der Umsätze mit Lebensmitteln wurde zuletzt online gemacht. Seit Beginn der Corona-Maßnahmen in Deutschland können die Lieferdienste den Ansturm allerdings kaum noch bewältigen. Ein Teil davon wird wohl auch künftig den Lieferdiensten treu bleiben. Zehn Prozent der Befragten planen, nach der Corona-Krise mehr Lebensmittel im Internet zu bestellen. Unterdessen ist die Zufriedenheit der Deutschen mit der Bundesregierung laut ARD-„Deutschlandtrend“ so hoch wie noch nie in dieser Wahlperiode. 63 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Koalition zufrieden oder sehr zufrieden, wie die Umfrage ergab. Das sind 28 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. 36 Prozent gaben an, weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden mit dem Kabinett zu sein (März: 65 Prozent; minus 29 Prozentpunkte). Auch die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung in der Corona-Krise ist mit 72 Prozent hoch. mit dpa

    So schneidet die Regierung in der Corona-Krise bei den Bürgern ab

    Der Abwärtstrend der großen Koalition scheint vorbei zu sein. Die Bundesbürger stellen ihrer Regierung in der Krise ein gutes Zeugnis aus – und auch die persönlichen Umfragewerte der beteiligten Politiker steigen.

    Quelle: WELT/Stefan Wittmann Let's block ads! (Why?)

    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020By Thomas Heuzeroth

  • Apollo 13
    Kaum ein Jahr ist vergangen, seitdem der erste Mensch den Mond betreten hat - die amerikanische Öffentlichkeit verliert langsam das Interesse an den teuren Weltraummissionen. Doch mit der Mondmission Apollo 13 ändert sich das schlagartig. © Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020