Handelsblatt

  • Biotech-Nachahmermedizin: Patent läuft aus – Roche-Krebsmedikament bekommt Konkurrenz
    Avastin Das Krebsmedikament, das Roche derzeit noch Milliarden einbringt, verliert den Patentschutz. (Foto:& Roche) Wichtige Biotechprodukte verlieren ihren Patentschutz. 2018 gab es einen vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung, als das weltgrößte Medikament Humira in Europa aus dem Patent lief. Im Sommer dieses Jahres trifft es das Topkrebsmittel Avastin von der Schweizer Firma Roche. Das Biopharmazeutikum mit dem Wirkstoff Bevacizumab ist für verschiedene fortgeschrittene Krebserkrankungen zugelassen und erzielte 2018 weltweit einen Umsatz von umgerechnet rund sechs Milliarden Euro. Diverse Pharma- und Generikahersteller wollen sich mit günstigeren Nachahmermedikamenten ein Stück von diesem Markt sichern und haben bereits klinische Studien gestartet: Zu den weit fortgeschrittenen Projekten zählen unter anderem die vom Pharmakonzern Pfizer sowie von Samsung Bioepis, dem Joint Venture von Samsung Biologics und dem Biotechkonzern Biogen. Biotechmedikamente wie Avastin werden mit gentechnisch veränderten Organismen wie Hefekulturen oder Zelllinien von Säugetieren im Bioreaktor hergestellt. Deshalb sind die Nachahmer keine identische Kopie des Originalprodukts, ihm aber sehr ähnlich. Die Nachahmer müssen für die Zulassung ihrer sogenannten Biosimilars die Sicherheit und Wirksamkeit nachweisen. Laut Zahlen des Marktforschungsinstituts Insight Health verlieren in diesem Jahr in Deutschland Medikamente mit einem Gesamtumsatz von zusammen knapp 700 Millionen Euro ihren Patentschutz. Der größte Anteil davon entfällt auf Biopharmazeutika und in dieser Gruppe auf das Mittel Avastin. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland gaben 2018 rund 393 Millionen Euro für das Mittel aus. Biosimilars sind günstigerDabei geht eine Therapie mit Avastin schnell über 10.000 Euro hinaus. Nach Angaben von Roche kostet etwa die Behandlung von Darmkrebs in der ersten Therapielinie rund 2.700 Euro pro Monat. Biosimilars sind in der Regel deutlich günstiger als die Originalmedikamente – zum Marktstart werden sie laut Branchenverband Pro Generika meist mit einem Abschlag von 20 bis 25 Prozent zum ehemals patentgeschützten Biopharmazeutikum verkauft.Der Avastin-Hersteller Roche hat in den vergangenen beiden Jahren bereits den Patentschutz für die beiden milliardenschweren Krebsmedikamente Mabthera/Rituxan sowie Herceptin verloren, was bei beiden Mitteln zweistellige Umsatzeinbußen in Europa zur Folge hatte. Allerdings konnte Roche die Umsatzverluste bisher durch innovative neue Medikamente auffangen.Auch in Deutschland haben Nachahmermedikamente der Roche-Mittel innerhalb weniger Monate schnell Marktanteile zulasten der Originale gewonnen. „Im Bereich der Onkologie stellen wir eine schnellere und höhere Durchdringung des Marktes mit Biosimilars fest“, sagt Bork Bretthauer, Geschäftsführer des Verbands Pro Generika. „Die bisher verfügbaren Biosimilars in diesem Segment erreichten binnen weniger Monate im Durchschnitt einen Versorgungsanteil von mehr als 60 Prozent.“ Das könnte laut Bretthauer daran liegen, dass diese Wirkstoffe als Infusionen von Fachpersonal in Kliniken und onkologischen Praxen verabreicht würden – Einrichtungen, die sehr kostenorientiert arbeiten.Neue Medikamente sollen Umsatzverlust ausgleichenAuch im Falle Avastin könnten die Nachfolger ähnlich schnell Marktanteile gewinnen. Denn Pro-Generika-Geschäftsführer Bretthauer sieht einen weiteren Grund für die hohen Versorgungsanteile von Biosimilars im Feld der Krebsmittel. Bei onkologischen Nachfolgeprodukten bleibe das Prozedere, wie die Infusion verabreicht wird, für den Patienten gleich. Bei Wirkstoffen dagegen, die sich Patienten selbst injizieren müssen, variieren die Spritzen oder Pens je nach Hersteller. Der Patient müsse sich also umgewöhnen, was manchen schwerfalle, so Bretthauer. Roche selbst ist der Meinung, dass günstige Nachahmerpräparate einen Beitrag zur nachhaltigen Gesundheitsversorgung leisten können. Der Schweizer Konzern strebt weiter an, die Umsatzverluste durch Patentabläufe mit innovativen neuen Medikamenten zu kompensieren. Also mit Wirkstoffen, die eine bessere Wirkung zeigen als die Medikamente, deren Patent ausgelaufen ist. Unter anderem könnte Roche in diesem Jahr zwei Zulassungen für Wirkstoffe bekommen, die gegenüber einer bisherigen Therapie etwa mit Herceptin oder Rituxan überlegen sind. Dem aufkommenden Wettbewerb bei Avastin will sich Roche mit einer breiten Aufklärung von Ärzten, Apothekern und Patienten stellen. Gerade weil Original und Biosimilar lediglich ähnlich, aber nicht gleich sind, so argumentiert Roche, sollten bei der Umstellung von einem Original auf ein Nachahmerpräparat oder Wechsel zwischen Nachahmerpräparaten weitere Überlegungen angestellt werden, etwa zur Rückverfolgbarkeit oder zu Haftungsfragen.Mehr: Vor knapp einem Jahr ist das Patent von Humira ausgelaufen. Die günstigen Kopien des Medikaments haben mittlerweile rund die Hälfte des Marktes in Deutschland erobert. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Thomas Mack : Wie der Familienunternehmer den Europapark auch im Winter attraktiv halten möchte
    Thomas Mack Die Familie Mack zählt zu den erfolgreichsten Betreibern von Themenhotels weltweit. (Foto:& Europa-Park) Es ist gar nicht so einfach, ein Zimmer in einem der sechs Hotels des Europaparks zu ergattern. Während der Saison sind die Vier-Sterne-Betriebe am Rand des größten deutschen Freizeitparks fast immer ausgebucht. Das wundert sogar Thomas Mack, 39, ein wenig. Denn erst vergangenes Frühjahr hat der Juniorchef des badischen Familienunternehmens sein jüngstes Haus eröffnet. 1300 Betten kamen mit dem ganz im nordischen Stil gehaltenen Hotel „Kronasar“ auf einen Schlag dazu. Die waren schon im ersten Sommer fast durchgehend belegt.„Das wird nicht das letzte Hotel sein, das hier entstanden ist“, ist sich Unternehmer Mack daher sicher. Dass der Diplom-Hotelier schon wieder Ausbaupläne hegt, liegt nicht zuletzt an dem gewaltigen Spaßbad, das die Familie Mack kurz vor Weihnachten eröffnete. Mit dem 200 Millionen Euro teuren Komplex will sie die Hotels auch außerhalb der Öffnungszeiten des Parks im Winter besser auslasten sowie Gäste von weiter her anlocken. Und: Die Familie möchte dafür sorgen, dass die Gäste zwei Nächte bleiben, bisher sind es im Schnitt nur 1,4 Übernachtungen. Vater Roland Mack, 70, war es, der vor 20 Jahren in das erste eigene Hotel investierte. Notgedrungen, denn von den großen Ketten wollte sich damals keine im abgelegenen Rust engagieren, noch dazu in einem Geschäft, das nur im Sommer läuft. Also kümmerte sich Mack selbst um die Unterbringung. Die Hotels waren aus seiner Sicht nötig, um Besucher zu längeren Aufenthalten zu bewegen und gleichzeitig auch im Winter und bei schlechtem Wetter den Betrieb am Laufen zu halten. Wichtige Rolle der KinderDas Kalkül ging auf – nicht zuletzt, weil inzwischen viele Firmen ihre Belegschaft in Rust versammeln. Mehrere Tausend Betten an einem Ort, das kann sonst fast niemand in Deutschland bieten. Patriarch Roland Mack leitet zwar den Europapark nach wie vor. Aber seine Kinder spielen eine entscheidende Rolle. Sohn Thomas ist für Kost und Logis zuständig, Michael für den Park selbst und „Rulantica“, die neue Badewelt. Auch Tochter Ann-Kathrin ist im Familienbetrieb tätig. Die Macks seien schon lange Vorreiter im Gastgewerbe, meint Tourismusexperte Axel Gruner, Professor an der Hochschule München. „Familie Mack gehörte in Europa zu den Ersten, die vor über 40 Jahren den Trend zum Eskapismus, das heißt der Flucht aus dem privaten und beruflichen Alltag im Freizeitbereich, erkannten.“ Sie zählten mit ihren Themenhotels zu den weltweit erfolgreichsten Hotelbetreibern. Und nicht nur das: Mit dem „Ammolite“ betreibt Thomas Mack in einem der Hotels sogar ein mit zwei Sternen gekröntes Nobelrestaurant.Längst hat Mack bei seinen Ausbauplänen nicht mehr nur Disneyland im Blick oder das Phantasialand. „Unser Mitbewerber ist eher Mallorca denn ein anderer Freizeitpark“, sagt der Absolvent der Schweizer Hotelfachschule in Luzern. 2007 stieg Mack als Prokurist in die Firma ein. Fast jeden Tag eine VeranstaltungSeit 2016 ist der verheiratete Vater von zwei kleinen Kindern als geschäftsführender Gesellschafter für Hotels, Gastronomie sowie das Marketing zuständig. Um die Leute rund ums Jahr in die badische Provinz zu holen, organisieren Macks Mitarbeiter fast jeden Tag eine Veranstaltung – ob die Achterbahnen nun laufen oder nicht. Momentan lädt er die Gäste Abend für Abend zu einer opulenten Dinnershow. Wann die Bagger wieder anrücken werden, sei noch offen, meint Mack. Fest stehe nur, dass es erst einmal beim skandinavischen Stil bleibe für die nächste Hotelerweiterung. An einem weiteren Ausbau lässt der schlanke, sportliche Mann jedoch keinen Zweifel: „Unser Unternehmen ist schon immer Stück für Stück gewachsen.“ Mit jedem Neubau steigen aber auch die Distanzen. Vielleicht, sinniert Mack, könnten die Besucher künftig mit Booten von Haus zu Haus fahren. Schließlich haben sich die Macks noch nie gescheut, neue, ungewöhnliche Wege zu gehen.Mehr: Zwei Jahrzehnte hat der Eigner des Europa-Parks das Freizeitbad „Rulantica“ geplant. Im November hat Roland Mack den Komplex eröffnet. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Gewerbeimmobilien: Deutscher Immobilienmarkt brummt – Verkaufsrekord 2019 weit übertroffen
    Gewerbeimmobilien 2019 wechselten Gewerbeimmobilien für rund 70 Milliarden Euro den Besitzer. (Foto:& dpa) Die niedrigen Zinsen und die Suche nach sicheren Anlagen treiben immer mehr Investoren in deutsche Gewerbeimmobilen. 2019 wurde der erst im Vorjahr aufgestellte Rekordumsatz um fast ein Fünftel übertroffen, wie mehrere große Maklerhäuser am Montag mitteilten. Insgesamt wechselten Büros, Läden, Hotels und Lager-Immobilien für rund 70 Milliarden Euro den Besitzer. Die Experten von CBRE, JLL, Colliers und BNP Real Estate erwarten auch 2020 eine hohe Nachfrage nach deutschen Gewerbeimmobilien, wegen des knappen Angebots dürfte der Rekord aber nicht erneut fallen. So hält Colliers ein Investmentvolumen von 60 Milliarden Euro für realistisch, BNP Paribas Real Estate erwartet Deals für mehr als 60 Milliarden.Da die Zinsen niedrig bleiben und Immobilien trotz sinkender Renditen mehr abwerfen als risikoarme Staatsanleihen, stecken Investoren mehr Geld in Büros & Co. „Immer mehr Anleger aus dem In- und Ausland schichten sukzessive ihre Bestände um und erhöhen ihre Immobilienquote“, beobachtet JLL-Deutschland-Chef Timo Tschammler. Zudem dürften sich viele reiche Privatleute, die bisher ihr Geld auf dem Konto geparkt haben, angesichts der zunehmenden Verbreitung von Strafzinsen nach alternativen Anlagemöglichkeiten umschauen, erwartet Piotr Bienkowski, Deutschland-Chef von BNP Paribas Real Estate. Zugleich bleibt Deutschland den Experten zufolge wegen seiner wirtschaftlichen und politischen Stabilität ein attraktiver Markt für ausländische Investoren. Diese hohe Nachfrage drückt die Renditen immer weiter. In den sieben wichtigsten Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart fiel die durchschnittliche Spitzenrendite für Büroimmobilien nach Berechnungen von CBRE 2019 um fast 0,3 Prozentpunkte auf 2,91 Prozent. Dennoch bleiben Büros mit Abstand die beliebteste Anlageklasse, mehr als die Hälfte der Investitionen entfallen auf sie.Mehr: Die Nachfrage nach Immobilien bleibt hoch. Trotzdem dürfte im kommenden Jahr weniger Geld in Büros, Wohnhäuser und andere Gebäude investiert werden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Dax-Umfrage: Anleger lauern auf Einstiegschancen
    Börse Frankfurt Anleger haben Kursverluste zuletzt gut verkraftet – und warten auf neue Chancen. (Foto:& dpa) Die Rally an den Aktienmärkten ist vorerst beendet. Die gezielte Tötung eines iranischen Generals durch die USA hat eine Korrektur eingeleitet: Am Freitag verlor der Dax 1,3 Prozent, am Montag liegt der deutsche Leitindex erneut deutlich im Minus. Trotzdem gibt es mittelfristig keine Angst vor fallenden Kursen, wie die Auswertung der wöchentlichen Handelsblattumfrage Dax-Sentiment unter mehr als 3500 Anlegern zeigt.Obwohl die Umfrage erst nach dem tödlichen Drohnenangriff auf Ghassem Soleimani startete, hat sich die Stimmung der Anleger nur unwesentlich um 0,2 Prozentpunkte verschlechtert. Das Sentiment weist mit aktuell 2,5 Prozent noch immer „gute Laune“ aus. Gleichzeitig ist die Investitionsbereitschaft um vier Prozentpunkte gestiegen.„Anleger betrachten die Korrektur als Gelegenheit, Positionen aufzubauen“, folgert Sentimentexperte Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx. Zwar sei die Korrektur noch nicht abgeschlossen. „Es dürfte sich aber lohnen, in den kommenden Tagen am Ball zu bleiben, um günstige Einstiegsgelegenheiten zu erkennen und zu nutzen“, meint Heibel.Für die unverändert gute Laune der Anleger gibt es verschiedene Erklärungsansätze: Zum einen waren in der Vergangenheit bei einer Krise im Nahen Osten die mittelfristigen Auswirkungen auf die Finanzmärkte überschaubar, wie eine Auswertung des US-Nachrichtensenders CNBC zeigt. Demnach stiegen zwar zunächst stets als sicher geltende Anlagen wie Gold im Wert – auch diesmal erreichte das Edelmetall in Euro gerechnet einen Höchststand – , auf Drei-Monats-Sicht legte der US-Index S&P 500 aber wieder zu, während der Goldpreis stagnierte.
    Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Dax-Konzerne dürften aber überschaubar bleiben, da das deutsch-iranische Handelsvolumen laut dem Bundeswirtschaftsministerium mit rund drei Milliarden Euro vergleichsweise gering ist.Ein weiterer Punkt, der die gute Laune der Anleger erklärt: Die deutschen Anleger sind besser für eine Korrektur positioniert als ihre Pendants in den USA. „Insbesondere in den USA ist die Stimmungsverfassung weiterhin viel zu bullisch“, stellt Sentimentexperte Heibel fest. „Die US-Finanzmärkte bleiben anfällig für Korrekturen und dürften eine einsetzende Korrektur, wie wir es am Freitag gesehen haben, noch verstärken.“US-Anleger wetten auf steigende KurseDenn in den USA ist die Put-Call-Ratio, also das Verhältnis von gehandelten Verkaufsoptionen zu Kaufoptionen, gesunken. Das heißt, dass Anleger dort auf steigende Kurse wetten. Auch die Investitionsquote der US-Fondsmanager ist mit 87 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau, während der Short Range Oscillator bei 3,5 notiert – nahe der Schwelle von vier, die auf eine anstehende Korrektur hinweist.In Deutschland zeigt dagegen das Euwax-Sentiment der Privatanleger, das anhand realer Trades mit Hebelprodukten auf den Dax berechnet wird, dass diese nur moderat auf steigende Kurse setzen. „Anleger sind entsprechend ihrer positiven Grunderwartung moderat investiert, haben aber noch ein wenig Pulver trocken“, erklärt Heibel. Auch institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, hätten ihre Spekulationen auf steigenden Kurse rechtzeitig vor dem Ausverkauf am Freitag heruntergefahren. Das zeigt, dass die Anleger eine Korrektur erwartet haben. Das spiegelt sich auch in der Sentimentumfrage wider: Drei Viertel der Befragten geben an, dass ihre Erwartungen zuletzt voll oder zum größten Teil erfüllt wurden. Haben sich Ihre Erwartungen zum Dax in der vergangenen Woche erfüllt? Angaben in Prozent Trotz der gegenwärtigen Verluste sind weiterhin 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich die Märkte in einem Aufwärtsimpuls oder einer Topbildung befinden. Das sind drei Prozentpunkte mehr als noch vor Weihnachten. Allerdings sehen auch zehn statt zuvor vier Prozent einen Abwärtsimpuls. In welcher Zyklusphase befinden sich die Märkte Ihrer Meinung nach aktuell? Angaben in Prozent Die Erwartungen für die kommenden drei Monate bleiben dagegen neutral. Die meisten Anleger gehen nach der guten Performance der vergangenen Wochen erst einmal von einer Seitwärtsbewegung aus. Welche Zyklusphase erwarten Sie in drei Monaten? Angaben in Prozent Mehr: Volkswirte und Analysten blicken optimistisch ins Jahr 2020, wie eine Handelsblatt-Umfrage zeigt. Sie erwarten, dass die Kurse weiter nach oben gehen – allerdings deutlich langsamer als 2019. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Autoindustrie: Deutscher Automarkt deutlich gewachsen
    BMW Plug-In-Hybrid in der Produktion Knapp zwei Drittel aller Zulassungen waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts gewerblich. (Foto:& Bloomberg) Die Deutschen haben im vergangenen Jahr so viele neue Autos gekauft wie seit zehn Jahren nicht. Rund 3,6 Millionen Neuwagen wurden zugelassen, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verband der Automobilindustrie am Montag in Berlin mitteilte. Vor allem Firmen kauften neue Fahrzeuge: Knapp zwei Drittel aller Zulassungen waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts gewerblich. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Logistikunternehmen: Unregelmäßigkeiten bei Mitarbeiter-Befragung der Post
    Deutsche Post Ein Post-Sprecher bestätigte, dass bei der Befragung im vergangenen Jahr erstmals Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien. (Foto:& Imago) Bei einer Mitarbeiter-Befragung der Deutschen Post sollen etliche Fragebögen manipuliert worden sein. Bei der Befragung im vergangenen Jahr seien erstmals Unregelmäßigkeiten aufgetreten, wie ein Post-Sprecher bestätigte. Zuvor hatte das Portal „Business Insider“ darüber berichtet. Dem Bericht zufolge sollen mehrere leitende Angestellte in Bremen und Nordhessen die Bögen länger krankgeschriebener Mitarbeiter ausgefüllt und damit die Ergebnisse verfälscht haben. Diese Details zu den Geschehnissen wollte der Postsprecher nicht bestätigen.„Fakt ist: Es sind Führungskräfte involviert gewesen“, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Diese hätten mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen - auch die Entbindung von Aufgaben sei möglich. Laut „Business Insider“ sollen bereits im Dezember Verantwortliche beurlaubt worden sein.Der Post-Sprecher betonte, das Ergebnis der Befragung sei dennoch weiterhin repräsentativ und aussagekräftig, da „der Anteil dieser Antwortbögen an allen abgegebenen Antwortbögen in Deutschland im geringen einstelligen Prozentbereich“ liege. Diese seien vor der Auswertung aus dem Verkehr gezogen worden. Die Befragung findet bei der Post – wie in Großkonzernen üblich – einmal im Jahr statt, um ein Stimmungsbild unter den Mitarbeitern zu erfassen. Die Teilnahme ist nach Angaben des Unternehmens freiwillig und anonymisiert. Mit der Durchführung und Auswertung beauftragt der Konzern einen externen Dienstleister.Mehr: Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Beschwerden über die Post fast verdreifacht. Dabei geht es nicht nur um verspätet zugestellte Briefe. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Fluchtplan des Automanagers: Flucht mit der Eisenbahn – So soll Ghosn aus Japan entkommen sein
    Carlos Ghosn im März 2019 Mit einem Mundschutz könnte sich der gesuchte Automanager auch auf einer Zugfahrt während seiner Flucht getarnt haben. (Foto:& AFP) Nach der Flucht des ehemaligen Renault-Nissan-Chefs Carlos Ghosn aus Japan geht die Suche nach der Wahrheit weiter. In Japan, wo Ghosn der Prozess gemacht werden soll, im Libanon, dem Ziel seiner Flucht und in der Türkei, wo Ghosn umstieg, suchen Journalisten und Fahnder nach Hinweisen, wie dem gesuchten Automanager seine spektakuläre Flucht gelingen konnte. Und auch Medien in den USA und Frankreich rekonstruieren die Details des Fluchtplans.In Japan war Ghosn wegen verschiedener Vorwürfe der Untreue in Untersuchungshaft gekommen – und schließlich gegen Zahlung einer Kaution freigelassen worden. Ghosn wurde es unter strengen Auflagen gestattet, in seiner Wohnung in Tokio auf den Prozess zu warten. Nach Angaben der japanischen Behörden soll Ghosn diese Wohnung am 29. Dezember verlassen haben. Er machte sich dabei eine glückliche Fügung zunutze. Der Autohersteller Nissan hatte seine Privatdetektive abgezogen, die den Angeklagten auf Schritt und Tritt verfolgt hatten.So konnte er nach bisherigen Darstellungen unerkannt zum Bahnhof Shinagawa fahren und dort in einen Superschnellzug nach Osaka umsteigen. Erkannt wurde er dabei offenbar nicht. Ghosns Gesicht ist zwar in Japan bekannt. Doch besonders im Winter tragen viele Japaner kleine Atemmasken zum Schutz gegen Viren. Und die wirken auch gut als Verkleidung. Ghosn wurde im Frühjahr 2019 auf diese Weise schon von den Ermittlern unerkannt aus einem Tokioter Gefängnis abtransportiert. In Osaka stieg der Flüchtling in einem Hotel in der Nähe des dortigen internationalen Flughafens Kansai ab, bevor er sich mit seinen Fluchthelfern traf. Laut dem Flugprotokoll des privaten Jets der türkischen MNG-Holding handelte es sich dabei um Michael Taylor and George-Antoine Zayek.Taylor ist ein ehemaliger amerikanischer Fallschirmspringer, der nach seiner Militärlaufbahn unter anderem als Undercoveragent amerikanischer Behörden im Libanon arbeitete. Er ist seitdem der Region eng verbunden. Er gründete danach ein Sicherheitsunternehmen, das sich auf die Befreiung von Geiseln spezialisiert hat.Die Experten sollten am Kansai-Flughafen nach Sicherheitslücken suchen und fanden sie im Terminal für Privatflugzeuge, berichtet das „Wall Street Journal“. Demnach sind die dortigen Scanner nicht groß genug, um großes Sperrgepäck zu röntgen. Japans Behörden untersuchen nun, ob sich Ghosn wie berichtet in einer von zwei Kisten mit Audioanlagen versteckte, um ungesehen an Bord des Flugzeugs zu kommen.Dem Flugpersonal des Privatfliegers sei es untersagt worden, die Passagierkabine zu betreten, berichtet die türkische Zeitung „Aksam“. Nach der Landung in Istanbul wurde Ghosn an Bord eines weiteren Flugzeugs geschmuggelt, flog weiter nach Beirut in den Libanon und reise nach Medienberichten dort mit einem französischen Pass ein.Internationaler Druck auf den Libanon steigt Noch ist allerdings offen, wie sicher sich Ghosn in dem Land fühlen darf, in dem er einen Teil seiner Kindheit verbrachte. Der Automanager besitzt zwar neben einem französischen und brasilianischen auch einen libanesischen Pass. Und da der Libanon kein Auslieferungsabkommen mit Japan unterhält, darf er sich als libanesischer Staatsbürger sicher fühlen.Doch Japans Regierung hat bei Interpol eine sogenannte „red notice“ beantragt. Dabei handelt es sich um ein Amtshilfeverfahren, mit dem Mitgliedsländer eine Haft mit dem Ziel einer Auslieferung beantragen können. Und noch ist offen, wie die libanesischen Behörden mit dem Ersuchen umgehen werden.Entscheidend könnte sein, ob sich die libanesische Regierung dem internationalen Druck beugen wird. Libanons Präsident Michel Aoun ist Ghosn freundschaftlich verbunden und hat den Flüchtigen vergangene Woche sogar persönlich willkommen geheißen. Doch nicht nur Japan drängt darauf, den Manager zur Verantwortung zu ziehen. Auch in Frankreich laufen Ermittlungen gegen Ghosn, die in einem weiteren Prozess münden könnten. Daran erinnerte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montag in einem Interview mit dem französischen Radiosender France Inter. Er denke nicht, dass Angeklagte fliehen dürften, meinte Le Maire. „Und Ghosn ist ein Angeklagter.“Tatsächlich hätten Ghosn im Falle einer Verurteilung in Japan womöglich mehrere Jahre Haft gedroht. Japans Justizministerin Masako Mori nannte die Flucht daher am Montag noch einmal „unverzeihlich“. Ghosn wird sich voraussichtlich Mittwoch in Beirut in einer Pressekonferenz erstmals persönlich zu seiner Flucht äußern. Hausarrest in Japan: Ex-Renault-Chef flüchtet in den Libanon
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Aktie unter der Lupe: Warum Wall-Street-Analysten plötzlich von Baby Yoda schwärmen
    Szene aus dem Disney-Werk „The Mandalorian“ Die Serie aus dem „Star Wars“-Universum ist auf Disney+ zu sehen. Die Figur des Baby Yoda versetzt Disney-Fans weltweit in Verzückung. (Foto:& AP) Wenn es ein Thema gibt, das Wall-Street-Analysten und Eltern auf Kindergeburtstagen in den USA derzeit gleichermaßen beschäftigt, dann ist es Disney+. Der neue Streamingdienst des Unterhaltungskonzerns ist seit Mitte November in Nordamerika auf dem Markt. Eltern und deren Kinder haben auf Disney+ für 6,99 Dollar im Monat Zugang zu allen Filmen des Unterhaltungskonzerns. Dazu gehören auch die Filme der „Star Wars“-Schmiede Lucasfilm, die Streifen von Pixar und Marvel sowie die Dokumentationen von National Geographic. Die Wall-Street-Analysten schwärmen, dass der große Erfolg des neuen Streamingangebots ein ganz neues Kurspotenzial für die Aktie öffnet.Der Aktienkurs von Disney ist bereits im vergangenen Jahr auf neue Höchststände geklettert und hat 2019 mit einem Plus von fast einem Drittel mit 144,63 Dollar abgeschlossen. Auch ins neue Jahr ist der Aktienkurs des Mickymaus-Konzerns mit einem weiteren Plus gestartet. Doch viele Analysten trauen dem Papier noch mehr Wachstum zu. Das liegt nicht nur an dem erfolgreichen Start des jüngsten „Star Wars“-Films, sondern vor allem an dem neuen Streamingdienst.Kurz nach dem Start von Disney+ im November gab das Unternehmen bekannt, dass bereits zehn Millionen Nutzer den Dienst abonniert haben. Die nächsten Zahlen soll es erst im Februar geben, wenn Disney seine Quartalsergebnisse vorlegt. Nach einem Bericht des unabhängigen App-Marktforschers Apptopia zufolge hatte Disney im Dezember bereits 22 Millionen Downloads allein auf den mobilen Kanälen. Täglich nutzen laut Apptopia 9,5 Millionen Abonnenten die App, womit sie sowohl bei Apple als auch bei Google die meistbenutzte App sei. Das wären extrem gute Zahlen für den neuen Dienst. Credit Suisse hat das Kursziel für Walt Disney bereits nach dem Start des Streamingdiensts im November von 150 auf 163 US-Dollar angehoben. Die zehn Millionen Nutzer lägen weit über den Erwartungen, schrieb Analyst Douglas Mitchelson. Analyst erwartet 25 Millionen Abonnenten Er werte dies als Beweis für die Schlagkraft von Disney, was den Content und die Vermarktung betreffe. Das Vertrauen der Anleger in die langfristigen Perspektiven mit dem Streamingdienst dürfte dramatisch steigen, schätzt er.Analyst Bernie McTernan von Rosenblatt Securities hat sogar ein Preisziel von 175 Dollar für die Disney-Aktie. Er rechnet damit, dass Disney+ zum Ende des ersten Quartals 2020 insgesamt 25 Millionen Abonnenten hat. Seine Schätzung fußt auf eigenen Umfragen. Zuvor hatte er mit 21 Millionen Abonnenten gerechnet.
    Der Bekanntheitsgrad des neuen Dienstes und die Durchdringung des Marktes seien während der Umfragen weiter gestiegen, schreibt McTernan. Dabei könnte Disney auch durchaus dem Pionier Netflix Kunden wegnehmen. Immerhin hätten neun Prozent der befragten Disney+-Abonnenten angegeben, Netflix abbestellt zu haben. Auch das Research-Haus Consumer Edge Research ist zuversichtlich und rechnet wie Rosenblatt damit, dass die Aktie im laufenden Jahr noch auf 175 Dollar steigt. Optimistisch sind auch die Analysten von Bank of America. Sie rechnen mit einem Aktienkurs von 168 Dollar. In einer Studie nennen sie das langfristige Ziel, bis 2024 weltweit 60 bis 90 Millionen Kunden zu erreichen, „konservativ“. Bisher gibt es Disney+ nur in den Niederlanden, den USA und Kanada. Im Frühjahr will der Unterhaltungskonzern den Streamingdienst auch im restlichen Westeuropa anbieten. Im Herbst soll Südamerika folgen. Die Bank-of-America-Analysten weisen darauf hin, dass die Kunden den großen Schatz an bestehenden Filmen stark nutzen. Aber „wir glauben weiterhin, dass mehr eigene Inhalte nötig sind, um neue Abonnenten zu gewinnen und zu halten“, schreiben sie. JP Morgan hat für Disney ein Kursziel von 160 Dollar ausgegeben. Die Medienanalystin Alexia Quadrani weist darauf hin, dass Disney zusätzlich zu den vielen Inhalten zwei Milliarden Dollar pro Jahr investieren will. Damit ist Geld für eigene Inhalte da. Quadrani hatte zunächst nur mit fünf Millionen Abonnenten in den ersten sechs Wochen gerechnet, und diese Zahl hat Disney bereits übertroffen. Das neue Disney-Angebot kommt zu einer Zeit, in der immer mehr Streaminganbieter um die Kunden buhlen. Außer dem Pionier Netflix bietet auch Amazon Prime eigene und fremde Inhalte an. Das Gleiche gilt für HBO Max von Time Warner, für AppleTV+ und demnächst Peacock von der Comcast-Tochter NBC. Sie alle versprechen werbefreie Inhalte für eine bescheidene monatliche Abogebühr.„Wir glauben nicht, dass es übertrieben ist, das derzeitige Umfeld als ‚Streamingkrieg‘ zu bezeichnen“, meint Analyst Jeffrey Wlodarczak von Pivotal Research.Uneinig sind sich die Analysten darüber, ob Netflix durch die neuen Angebote verdrängt werden kann und für wie viele Streamingdienste die Kunden bereit sind zu bezahlen. Aber viele glauben, dass Disney zu den Gewinnern in der Streamingarena gehören wird. Pivotal-Analyst Wlodarczak schätzt, dass Disneys neues Angebot in den USA eher den teuren Kabelfernsehanbietern schadet als dem Pionier Netflix. Für Kabelfernsehen müssen die Zuschauer in den USA locker über 100 Dollar im Monat zahlen. Wenn sie das komplett aufgeben, können sie sich auch mehrere Streamingdienste leisten.Wlodarczak weist darauf hin, dass Disney kaum eigene Inhalt für sein Streamingangebot produziert und sich vor allem an Familien mit Kindern unter 13 Jahren wendet. Damit hätten Netflix und Disney zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen. Eines steht für den Pivotal-Analysten jedoch fest: Die vielen neuen Spieler werden die eigenen Kosten in den kommenden zwei Jahren deutlich nach oben treiben. Immer mehr Spieler brauchen immer mehr eigene Inhalte. Da gewinnen auch die externen Produktionshäuser. Mehr: Die Golden Globes sind zum 77. Mal verliehen worden. Zu den Gewinnern gehören „Once Upon a Time in Hollywood“ und ein düsteres Kriegsdrama. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Rohstoffe: Goldpreis springt auf neues Euro-Allzeithoch
    Goldbarren Das Edelmetall ist bei Investoren aktuell stark gefragt. (Foto:& dpa) Gold ist im Euro-Raum derzeit so teuer wie nie. Am Montag stieg der Preis für das Edelmetall in der Spitze um 1,7 Prozent auf 1415 Euro pro Feinunze (rund 31 Gramm) und markierte damit ein neues Allzeithoch. Auch in Dollar steht der Goldpreis kurz davor, eine wichtige Marke zu erreichen: Mit zwischenzeitlich 1585 Dollar pro Unze notiert das Edelmetall am Montag auf dem höchsten Stand seit fast sieben Jahren.Seit Anfang Dezember hat der Goldpreis knapp neun Prozent zugelegt. Als Grund für die jüngste Rally sehen Marktexperten die Gefahr eines bewaffneten Konflikts zwischen den USA und dem Iran. So sagt Alexander Zumpfe, Edelmetallhändler bei Heraeus: „Ausschlaggebend waren die mit der Tötung des iranisches Generals Soleimani durch die USA gestiegenen geopolitischen Unsicherheiten.“ Das Edelmetall gilt Investoren in Krisenzeiten als sicherer Hafen.Carlo de Casa, Rohstoffexperte beim Brokerhaus ActivTrades, erwartet, dass die Goldrally anhält. „Weitere Gewinne sind wahrscheinlich, da der Markt auf mögliche iranische Vergeltungsschläge und die Reaktion der Amerikaner wartet.“ Auch aus technischer Sicht spreche einiges dafür, dass der Goldpreis die Marke von 1600 Dollar pro Unze bald durchbrechen könnte. Der Preis habe ein Mehr-Jahres-Hoch bei 1550 Dollar ohne Mühe übertroffen. „Das unterstreicht, wie stark der Hunger der Investoren auf Gold ist“, erklärt de Casa. Anleger trennten sich angesichts der geopolitischen Risiken von riskanteren Anlagen wie Aktien und legten Kapital in Gold an.Gold als sicherer Hafen Dass der Goldpreis in Euro ein neues Allzeithoch markiert, in Dollar jedoch nicht, liegt an den Veränderungen des Euro-Dollar-Wechselkurses. Gold wird am Weltmarkt in Dollar gehandelt. 2011, als der Goldpreis in der US-Währung sein Allzeithoch von knapp 1900 Dollar erreichte, war der Euro gegenüber dem Dollar noch deutlich stärker. Daher kostete damals Gold in Euro rund 1400 Dollar pro Unze.Der Euro-Goldpreis steigt aktuell stärker als der Dollar-Goldpreis, weil in Krisenzeiten sowohl Gold als auch die US-Währung gefragt sind. So sagt Daniel Briesemann, Analyst bei der Commerzbank: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass in Krisenzeiten auch der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt war.“Auch Silber legt zuNeben Gold sind auch andere Edelmetalle stark gefragt. Der Silberpreis legte um rund zwei Prozent auf 18,50 Dollar pro Unze zu. Traditionell wirkt der Silberpreis wie ein Hebel auf Gold: Beide Preise steigen und fallen gemeinsam, allerdings sind die Schwankungen bei Silber meist stärker ausgeprägt. Auch Platin und Palladium verteuerten sich am Montag leicht. Aus Sicht von Coba-Experte Briesemann ist das überraschend: „Warum die industriellen Edelmetalle im aktuellen, von hoher Risikoaversion geprägten Marktumfeld steigen, erschließt sich uns auf den ersten Blick jedoch nicht.“  Platin und Palladium kommen vor allem in der Autoindustrie zum Einsatz.  Laut Briesemann spricht vieles dafür, dass der jüngste Preisanstieg bei Edelmetallen von spekulativen Investoren an den Terminmärkten getrieben ist. Bei goldgedeckten Indexfonds (ETFs) hätten sich die Anleger dagegen zurückgehalten. Gold-ETFs werden vor allem von Profi-Investoren genutzt, die längerfristig von einem Anstieg der Goldpreise profitieren wollen. An den Terminmärkten wetten dagegen Hedgefonds und andere spekulative Investoren auf kurzfristige Schwankungen an den Rohstoffmärkten.Mehr: Die geopolitischen Risiken bleiben hoch, die Zinsen niedrig – viele Experten rechnen 2020 mit weiter steigenden Goldpreisen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Tschechien: Premier Babis soll EU-Agrargelder zu Unrecht kassiert haben
    Andrej Babis Andrej Babis, Ministerpräsident von Tschechien, sieht sich mit Vorwürfen des Interessenkonflikts konfrontiert. Er soll als Unternehmer und Regierungschef von EU-Geldern profitiert haben. (Foto:& dpa) Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis sieht sich mit neuen schweren Vorwürfen konfrontiert. Nach Informationen des Nachrichtenportals „Neovlivni.cz“ kommt ein weiterer Rechnungsprüfungsbericht der EU-Kommission zu dem Schluss, dass der Multimilliardär unrechtmäßig von Fördermitteln profitiert habe. In diesem Fall ging es um Agrarsubventionen für die von ihm gegründete Agrofert-Holding, die seit 2017 von einer Treuhand verwaltet wird.Das Investigativportal berichtete am Montag unter Berufung auf eine vertrauenswürdige Quelle, dass Brüssel dem Regierungschef auch diesmal einen Interessenkonflikt als Unternehmer und Regierungschef bescheinigt. Der Treuhandfonds funktioniere nur zum Schein. „Agrofert hat daher keinen Anspruch auf Agrarsubventionen aus EU-Fonds“, zitierte das Portal den Informanten.Dem Agrofert-Konzern gehören rund 200 Firmen unter anderem aus der Agrar-, Medien- und Chemiebranche an. Im Jahr 2018 erhielt die Holding EU-Gelder in Höhe von insgesamt rund 70 Millionen Euro. In einem ersten Rechnungsprüfungsbericht hatte sich die EU-Kommission bereits mit der Vergabe von Mitteln der EU-Regionalpolitik befasst. Beide Berichte sind noch vertraulich und nicht öffentlich zugänglich.Babis weist die Vorwürfe seit langem zurück und spricht von einer Hetzjagd. Der Gründer der populistischen Partei ANO ist seit Dezember 2017 tschechischer Ministerpräsident. Die Kommunisten (KSCM) tolerieren seine Minderheitskoalition mit den Sozialdemokraten (CSSD). Mehr: Warum die Massenproteste in Prag Mutmacher für Osteuropas Demokratien sind: Die Unzufriedenheit der Menschen über die demokratischen Defizite steigt direkt proportional zum wirtschaftlichen Aufschwung. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • E-Bikes und Lastenräder: Stromern statt strampeln – das sind die Fahrradtrends 2020
    Trefecta RDR Vielseitig nutzbare Alltags-Pedelecs mit starkem Mountainbike-Einschlag wie etwa das neue Trefecta RDR aus Holland sind im Kommen. Wie schon in den vergangenen Jahren war auch 2019 für die deutsche Fahrradbranche dank der unvermindert großen Nachfrage nach Pedelecs wieder ein Boomjahr. Entsprechend sind die Trends der kommenden Saison auch die Trends der vorherigen: Das Angebot an E-Bikes wächst, dabei sorgen Komponenten- als auch Fahrradhersteller für eine weitere Ausdifferenzierung. Erfreulich nebenbei: In vielen Bereichen wird einst teure Edeltechnik günstiger.Wichtigster Treiber des E-Bike-Booms ist Bosch. Von den über eine Million in Deutschland 2019 verkauften Pedelecs waren laut einer Erhebung des Vereins Extra Energy über zwei Drittel mit einem Mittelmotor des Technikkonzerns ausgestattet. Die Schwaben dürften auch 2020 in der Erfolgsspur bleiben, denn zum neuen Modelljahr hat Bosch gleich mehrere Motorvarianten leichter, kompakter und performanter gemacht. Das wird sich positiv auf die Pedelec-Neuheiten auswirken, die zusehends schlanker, leichter und optisch gefälliger als bisher vorfahren. Auch die Reichweiten können steigen, denn Bosch hat einen Intube-Akku mit 625 Wattstunden aufgelegt. Bislang waren 500 Wh das Maß der Dinge. Schließlich hat Bosch mit der Cargoline eine neue Motorenfamilie speziell für den Einsatz der zunehmend beliebteren Lastenrädern entwickelt. Neue Akkus Bosch hat einen Intube-Akku mit 625 Wattstunden - damit sind ganz neue Konstruktionen möglich. Obwohl Bosch den E-Bike-Markt dominiert, ist weiterhin viel Bewegung in der Antriebsbranche. Auch die wichtigsten Mitbewerber Shimano Steps, Yamaha und Brose haben jeweils zum Modelljahr 2020 neue Mittelmotor-Generationen eingeführt. Auch hier geht der Trend zur Ausdifferenzierung und zu größeren Akkus. Brose zum Beispiel hat nunmehr vier Mittelmotortypen, mehrere Intube-Akku-Formate mit bis zu 630 Wh sowie verschiedene Displaymodelle im Programm. Eine ähnliche Ausdifferenzierung hätte man auch von Continental erwarten wollen, doch im November hat der Konzern aus Hannover angekündigt, sich nach nur zwei Jahren aus dem Geschäft mit E-Bike-Antrieben zurückzuziehen. Der Markt bereinigt sich.Vor allem in Städten erfreuen sich Lastenräder als Alternative zum Auto wachsender Beliebtheit. Unter den neuen Cargobikes finden sich immer raffiniertere Konstruktionen, die neben Variabilität und Flexibilität auch das Thema Sicherheit stärker in den Fokus rücken. Ein gutes Beispiel dafür ist die neue Marke Ca Go, deren Long-John-Lastenrad sich durch feine Komponenten und eine besonders ergonomische sowie optimierte Transportbox auszeichnet. Das hat mit 5.500 Euro allerdings seinen Preis. Neben den meist teuren E-Antriebs-Typen wächst auch das Angebot günstiger Alternativen ohne eingebauten Rückenwind. Lastenräder auf dem Vormarsch Für Einkäufe kann man nun auch leicht aufs Rad umsteigen. Nur 1.000 Euro kostet das konventionell angetriebene Yuba Kombi aus den USA, das viele Transportmöglichkeiten bietet und dank diverser Zubehörlösungen vielseitig nutzbar ist.Sporträder stehen 2020 weiter im Bann der Elektrifizierung. Im Mountainbike-Sektor haben die E-Bikes die konventionell getriebenen Offroader längst ins Abseits gedrängt. E-MTBs werden zunehmend bulliger und technisch raffinierter. Ein gutes Beispiel dafür ist das neue E-SUV von Bianchi, das nicht nur optisch, sondern auch preislich mit 6.800 bis 10.500 Euro in Motorradsphären vordringt. Vielseitig nutzbare Alltags-Pedelecs mit starkem Mountainbike-Einschlag sind ebenfalls auf dem Vormarsch. Gute Beispiele hierfür sind etwa das Superdelite von Riese & Müller oder das neue Trefecta RDR aus Holland.Auch das Angebot an elektrifizierten Rennrädern sowie Gravel- und Fitness-Bikes wächst. Dabei soll sich der Fahrer in den meisten Fällen weiter sportlich betätigen und der E-Antrieb lediglich ein wenig unter die Arme greifen. Eine interessante Spielart bietet Canyon mit dem mindestens 2.700 Euro teuren Roadlite:On, das den kompakten und leichten Fazua-Antrieb integriert, der sich herausnehmen und damit das Roadlite in seiner ursprünglichen Funktion als Fitness-Bike nutzbar lässt.  Canyo Roadlite ON 9.0 Auch das Angebot an elektrifizierten Rennrädern sowie Gravel- und Fitness-Bikes wächst. Die Fahrradszene bemüht sich weiter um charaktervolle und elegante Designs. Beim konventionell angetriebenen Stadtfuchs von Urwahn sorgen per 3D-Druck generierte Rahmenteile für ein besonderes Styling. Das hat mit 4.000 Euro einen allerdings hohen Preis. Auch etliche Pedelecs wollen sich vom Einerlei abheben. Eine optisch auffällige Neuheit ist das Volta des holländischen Herstellers Byar, das sich durch einen kurios geformten Rahmen und zugleich praktische Details wie etwa einen sauberen und wartungsarmen Kardanantrieb auszeichnet. Weiterhin gibt es bei Pedelecs den Trend, die E-Antriebskomponenten möglichst unauffällig ins Design zu integrieren. Vor Eleganz strotzt etwa das neue Tiefeinsteiger-Pedelec Seven Kallio von Coboc, welches dank Heckmotor und im Rahmen integriertem Akku mit besonderer Schlichtheit imponiert. Urwahn Stadtfuchs Beim konventionell angetriebenen Stadtfuchs von Urwahn sorgen per 3D-Druck generierte Rahmenteile für ein besonderes Styling. Ähnlich gestrickt ist das Code von MTB Cycletech. Es erlaubt dank Heckmotor zudem eine Kombination mit dem Mittelgetriebe von Pinion. Kallio und Code sind mit 4.000 beziehungsweise 5.500 Euro im gehobenen Preissegment unterwegs. Design-Räder müssen nicht immer teuer sein. 2.500 Euro kostet das sehr auffällige, allerdings nicht sonderlich alltagstaugliche Lil Buddy von Ruff Cycles. Optisch ist es eine Hommage an das Bonanza-Rad. Dank Bosch-Antrieb müssen sich gealterte „Vorstadtkrokodile“ allerdings nicht mehr abstrampeln. Coboc Seven Kallio Vor Eleganz strotzt etwa das neue Tiefeinsteiger-Pedelec Seven Kallio von Coboc, welches dank Heckmotor und im Rahmen integriertem Akku mit besonderer Schlichtheit imponiert. Mittlerweile finden sich auch Designer-E-Bikes im günstigen Bereich, wie etwa das spartanische Urban Pedelec von Sushi Bikes aus München für 1.000 Euro. Eine stylische Alternative ohne E-Antrieb ist das 900 Euro teure Stadtrad Treadwell von Canondale, das sich optisch an amerikanischen Cruiser-Bikes der 60er-Jahre orientiert.Alternative Materialien beim Rahmenbau scheinen ebenfalls stärker in den Fokus zu rücken. Bambusrad-Spezialist MyBoo hat sein Angebot an Fahrrädern und E-Bikes mit Bambusrahmen zum Modelljahr 2020 kräftig ausgebaut. Neu sind ein Tiefeinsteigerrahmen, ein Fitness-Bike und ein starkes Touren-Pedelec. Ein neuer Mitbewerber aus Österreich mit Namen My Esel setzt hingegen auf Holzrahmen-Konstruktionen, die sich neuerdings zu Preisen ab rund 3.500 Euro mit E-Antrieb kombinieren lassen.Auch bei der Konnektivitätstechnik gibt es Neuerungen. Sminno hat eine Freisprecheinrichtung namens CESAcruiseS entwickelt, die bei vielen Funktionen wie Navigation oder Musikwunsch auch Sprachbefehle entgegennimmt. Lil
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Absage: Parteivize Kubicki verzichtet auf das Dreikönigstreffen der FDP
    FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki: „Stuttgart ist keine Pflichtveranstaltung, sondern Kür.“ (Foto:& dpa) Die FDP stimmt sich mit ihrem traditionellen Dreikönigstreffen auf das politische Jahr 2020 ein. Ein bekanntes Gesicht fehlt an diesem Montag in Stuttgart allerdings: Partei-Vize Wolfang Kubicki hat seine Teilnahme überraschend abgesagt. Der Stellvertreter von Christian Lindner nennt Terminprobleme als Grund für seine Abwesenheit. „Stuttgart ist keine Pflichtveranstaltung, sondern Kür“, wird Kubicki in der „Bild“ zitiert.Zum Auftakt der Veranstaltung verlangte der baden-württembergische FDP-Vorsitzende Michael Theurer eine „Rückbesinnung auf die Grundwerte der Freiheit“ in Deutschland. Es müsse klar sein, „dass die freiheitliche Grundordnung von niemanden angetastet werden darf“, sagte der Vizevorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion. Mit Blick auf die Ausschreitungen in Leipzig an Silvester betonte er, es müsse eine klare Absage an alle Formen von Extremismus und Terrorismus – egal ob von Links oder Rechts - geben.Theurer kritisierte in diesem Zusammenhang die SPD-Vorsitzende Saskia Esken wegen ihrer Äußerungen zum Polizeieinsatz in Leipzig. Esken habe „sowieso manchmal die Sensibilität eines Presslufthammers“, sagte der FDP-Politiker. Die Liberalen schauen auf ein durchwachsenes Jahr 2019 zurück, in dem sie zwar wieder in das Europaparlament und in die Bremische Bürgerschaft eingezogen sind. Bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg scheiterten sie jedoch jeweils an der Fünf-Prozent-Hürde. Dass sie zuletzt in Thüringen mit genau fünf Prozent haarscharf erstmals seit zehn Jahren wieder in einen ostdeutschen Landtag kamen, war der vielleicht größte Wahlerfolg im vergangenen Jahr.In Hamburg will die FDP laut Parteichef Lindner im Februar nicht nur wieder ins Landesparlament einziehen, sondern auch Regierungsverantwortung übernehmen. Am Dreikönigstreffen in Stuttgart wird deshalb auch die FDP-Spitzenkandidatin aus der Hansestadt, Anna von Treuenfels, teilnehmen. Mehr: Die liberale Politik muss sich auf ihre eigne Identität konzentrieren und dann auf ihr Parteigefüge. Dafür muss der Freiheitsbegriff neu definiert werden. Ein Gastbeitrag von Gerhart Baum. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Discounter: Das Ergebnis von Aldi besorgt die Anleger in Großbritannien
    Aldi in London Mittlerweile sind die Deutschen die Nummer fünf der Supermärkte auf der Insel. (Foto:& dpa) Seit Jahren bereitet Aldi den Managern der etablierten britischen Supermärkte Sorgen. Denn während die britischen Supermarkt-Riesen Tesco, Sainsbury´s oder Asda Marktanteile verlieren, legt Aldi zu. Allein in den vier Wochen bis zum 24. Dezember zahlten die Briten mehr als eine Milliarde Pfund (knapp 1,2 Milliarden Euro) für ihre Einkäufe bei dem deutschen Discounter. Das waren fast acht Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, vermeldete Aldi UK stolz. Mittlerweile sind die Deutschen die Nummer fünf auf der Insel. Besonders gut verkauften sich nach Unternehmensangaben Bier, Wein und andere alkoholische Getränke. Aber auch für deutsche Aldi-Kunden eher ungewöhnliche Produkte waren gefragt: Von den in Großbritannien zur Weihnachtszeit so beliebten „Mince Pies“ (einem süßen Küchlein mit Fruchtfüllung) verkaufte Aldi so allein 55 Millionen Stück. Aber für Investoren an der Londoner Börse war die Mitteilung von Aldi eine böse Überraschung. Sie belastete die Aktienkurse der britischen Supermarktketten, die im Laufe der Woche ihre Ergebnisse veröffentlichen werden. Denn das Plus bei Aldi fiel geringer aus als erwartet. Ein Jahr zuvor hatte das Wachstum noch zehn Prozent betragen, moniert Börsenexperte Neil Wilson von Markets.com. „Die Investoren haben sich schon auf ein nicht besonders erfreuliches Weihnachtsgeschäft bei den vier großen börsennotierten Supermarkt-Unternehmen eingestellt, aber das deutet ganz klar auf ein deutlich schlechteres Wachstum hin“, erklärt Wilson. „Wenn schon die Discounter einen Rückgang ihrer Wachstumsraten verzeichnen müssen, ist von den großen Unternehmen ähnliches zu erwarten – es ist kaum vorstellbar, dass sie von den Deutschen Marktanteile zurückerobern“. Dazu komme, dass Aldi Ende des vergangenen Jahres 47 Läden mehr gehabt habe als Anfang des Jahres. Aldi hatte 2019 seine seit Jahren laufende Expansion auf der Insel vorangetrieben. Aktuell gibt es 874 Aldi-Geschäfte in Großbritannien, bis 2025 sollen es 1200 werden, bekräftigte das Unternehmen am Montag. Immer mehr Briten lassen sich von den Aldi-Angeboten locken – und vielen ist nicht bewusst, dass sie bei einem nicht-britischen Unternehmen einkaufen. Denn der deutsche Discounter sorgt dafür, dass die britische Herkunft vieler Produkte nicht zu übersehen ist. Außerdem können die Briten auch eben auch Dinge einkaufen, die deutschen Aldi-Kunden unbekannt sein dürften, wie etwa die weihnachtlichen Mince Pies, Schuluniformen oder Yorkshire Puddings. Und schließlich schaffte es Aldi auch, mit seinem Werbespot zu Weihnachten zu punkten. Für den Werbespot engagierte Aldi Popstar Robbie Williams – eigentlicher Star war aber „Kevin the Carrot“. Schon länger wirbt der Discounter mit einer Comic-Karotte namens „Kevin“ um britische Kunden. Zu Weihnachten brachte Aldi eine entsprechende Plüschfigur von Kevin in die Regale – die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war, wie britische Medien berichteten. Mehr: Aldi Süd will allein bis Ende 2020 mehr als eine Milliarde Euro in Großbritannien investieren. Der Discounter sieht sich auch für einen ungeordneten Brexit gerüstet. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Weihnachtsgeschäft: Aldi wächst in Großbritannien etwas langsamer – und beunruhigt Investoren
    Aldi in London Mittlerweile sind die Deutschen die Nummer fünf der Supermärkte auf der Insel. (Foto:& dpa) Seit Jahren bereitet Aldi den Managern etablierter britischer Supermärkte Sorgen. Denn während Tesco, Sainsbury´s oder Asda Marktanteile verlieren, legt Aldi zu. Allein in den vier Wochen bis zum 24. Dezember zahlten die Briten mehr als eine Milliarde Pfund (knapp 1,2 Milliarden Euro) für ihre Einkäufe bei dem deutschen Discounter. Das waren fast acht Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, vermeldete Aldi UK stolz. Mittlerweile sind die Deutschen die Nummer fünf auf der Insel. Besonders gut verkauften sich nach Unternehmensangaben Bier, Wein und andere alkoholische Getränke. Aber auch für deutsche Aldi-Kunden eher ungewöhnliche Produkte waren gefragt: Von den in Großbritannien zur Weihnachtszeit so beliebten „Mince Pies“ (einem süßen Küchlein mit Fruchtfüllung) verkaufte Aldi so allein 55 Millionen Stück. Aber für Investoren an der Londoner Börse war die Mitteilung von Aldi eine böse Überraschung. Sie belastete die Aktienkurse der britischen Supermarktketten, die im Laufe der Woche ihre Ergebnisse veröffentlichen werden. Denn das Plus bei Aldi fiel geringer aus als erwartet. Ein Jahr zuvor hatte das Wachstum noch zehn Prozent betragen, moniert Börsenexperte Neil Wilson von Markets.com. „Die Investoren haben sich schon auf ein nicht besonders erfreuliches Weihnachtsgeschäft bei den vier großen börsennotierten Supermarkt-Unternehmen eingestellt, aber das deutet ganz klar auf ein deutlich schlechteres Wachstum hin“, erklärt Wilson. „Wenn schon die Discounter einen Rückgang ihrer Wachstumsraten verzeichnen müssen, ist von den großen Unternehmen ähnliches zu erwarten – es ist kaum vorstellbar, dass sie von den Deutschen Marktanteile zurückerobern“. Dazu komme, dass Aldi Ende des vergangenen Jahres 47 Läden mehr gehabt habe als Anfang des Jahres. Aldi punktet bei den Kunden mit landeseigenen ProduktenAldi hatte 2019 seine seit Jahren laufende Expansion auf der Insel vorangetrieben. Aktuell gibt es 874 Aldi-Geschäfte in Großbritannien, bis 2025 sollen es 1.200 werden, bekräftigte das Unternehmen am Montag. Immer mehr Briten lassen sich von den Aldi-Angeboten locken – und vielen ist nicht bewusst, dass sie bei einem nicht-britischen Unternehmen einkaufen. Denn der deutsche Discounter sorgt dafür, dass die britische Herkunft vieler Produkte nicht zu übersehen ist. Außerdem können die Briten auch Dinge einkaufen, die deutschen Aldi-Kunden unbekannt sein dürften, wie etwa die weihnachtlichen Mince Pies, Schuluniformen oder Yorkshire Puddings. Und schließlich schaffte es Aldi auch, mit seinem Werbespot zu Weihnachten zu punkten. Für den Werbespot engagierte Aldi Popstar Robbie Williams – eigentlicher Star war aber „Kevin the Carrot“. Schon länger wirbt der Discounter mit einer Comic-Karotte namens „Kevin“ um britische Kunden. Zu Weihnachten brachte Aldi eine entsprechende Plüschfigur von Kevin in die Regale – die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war, wie britische Medien berichteten. Mehr: Aldi Süd will allein bis Ende 2020 mehr als eine Milliarde Euro in Großbritannien investieren. Der Discounter sieht sich auch für einen ungeordneten Brexit gerüstet. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020
  • Modellausblick: Die wichtigsten Elektro-Neuheiten des Jahres 2020
    Smart EQ Die Zukunft des Kleinstwagens ist elektrisch. 2020 soll zum Jahr des Elektroautos werden. Auch, weil so viele attraktive Modelle neu auf den Markt kommen wie nie zuvor. Die Bandbreite reicht vom günstigen Kleinstwagen bis zum rasanten E-Sportler.Die anstehende Elektrooffensive ist weniger der Sorge ums Klima als vielmehr finanziellem Kalkül geschuldet. Für viele Hersteller wird es sehr teuer, sollten ihre Neuwagen im Mittel den von der EU für 2020 vorgegebenen CO2-Grenzwert überschreiten. Den emissionsfrei fahrenden E-Autos kommt in diesem Zusammenhang die Rolle als Retter der Klimabilanz zu. Damit sie die Statistik der Hersteller aufbessern können, müssen sie allerdings den Kunden besser schmackhaft gemacht werden als zuletzt – Lieferschwierigkeiten, fehlenden Vermarktungs-Elan und unattraktive Kosten-Nutzen-Rechnungen können sich die Hersteller ab 2020 nicht mehr leisten. Profitieren wird der Kunde. Und der findet gleichzeitig eine wachsende Auswahl in allen Klassen vor. Seat Mii Auch das Trio VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo fährt nur noch elektrisch vor Auch im Kleinstwagen-Segment fächert sich das Angebot im kommenden Jahr breiter auf. Vor allem in Form des Trios VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo, die künftig ausschließlich mit E-Antrieb und rund 260 Kilometern Reichweite angeboten werden. Mit Preisen von 20.650 bis rund 22.000 Euro zählen sie gemeinsam mit dem gelifteten Smart EQ-Modellen zudem zu den günstigsten Stromern auf dem Markt. Noch eine Spur günstiger wird das Modell Life des Aachener Start-ups e.GO, der trotz einer kürzlich kommunizierten Preiserhöhung mit 18.000 Euro das billigste Modell auf dem Markt wird. E.Go Life Der kleine Stromer aus Aachen will vor allem über den Preis punkten. Eine Klasse höher kündigen sich gleich mehrere Neuheiten an. PSA bringt seine neuen Elektrokleinwagen Opel Corsa-e und Peugeot e-208 auf den Markt, die zu Preisen ab rund 30.000 Euro eine Reichweite von 330 Kilometern bieten. Wer lieber einen Crossover will, findet bei den technisch eng verwandten SUV-Modellen 2008 und DS3 Crossback E-Tense ein entsprechendes Angebot. Opel Corsa-E Die Rüsselsheimer setzen auf elektrische Starthilfe aus Frankreich. DS3 E-Tense Auch im gehobenen Stromersegment will PSA angreifen. Rund 34.000 Euro muss investieren, wer sich einen Honda E zulegen will. Dieser bietet Retrocharme, einen flotten Antrieb und einen coolen Innenraum. Wegen seiner kleinen Batterie sind allerdings nur 220 Kilometer Reichweite drin. Ähnlich lifestylig ausgerichtet ist auch der Mini Cooper SE, der mit 270 Kilometern Reichweite und einem Preis ab 32.500 Euro recht ähnliche Eckdaten aufweist.Die fraglos wichtigste E-Neuheit 2020 ist der kompakte ID.3, mit dem VW der E-Mobilität zum großen Durchbruch verhelfen will. Ein gefälliges Design, ein geräumiger Innenraum sowie gute Fahrleistungen in Kombination mit gehobenen Reichweiten sollen zusammen mit einem moderaten Einstiegspreis von rund 30.000 Euro der Schlüssel zum Erfolg sein. Die MEB genannte Plattform des ID.3 wird noch vielen weiteren Modellen des VW-Konzerns als technische Grundlage dienen. Seat und Skoda haben mit El Born und Vision iV bereits Studien der entsprechenden Schwestermodelle gezeigt, die noch 2020 an den Start gehen sollen. VW ID.3 Der kompakte Stromer ist für VW das aktuell wichtigste Elektromodell. Breiter wird auch das Angebot elektrisch getriebener SUV werden. Volvo bringt Ende 2020 den über 400 PS starken XC40 Recharge, der 400 Kilometer Reichweite bieten soll. Der Schwede wird auf der gleichen Plattform aufsetzen wie sein ebenfalls für 2020 angekündigter Konzernbruder Polestar 2, der schon im Sommer zu Preisen von 59.000 Euro startet. Volvo XC40 Recharge Die Schweden bringen gleich mehrere Elektroautos auf den Markt. Auch Mazda hat mit dem E-SUV MX-30 seinen ersten Stromer in der Schublade, der sich mit 200 Kilometern Reichweite als Zweitwagen empfiehlt. Gut doppelt so weit dürfte der fürs Frühjahr von BMW angekündigte iX3 werden, die E-Variante des beliebten SUVs.Auch im Segment der Sportwagen wird sich etwas bewegen - und zwar ziemlich schnell. Taycan heißt die Porsche-Flunder, die in der Topversion Turbo S mit 560 kW/762 PS den Sprint in 2,8 Sekunden schafft und maximal 260 km/h erreicht, preislich allerdings in der abgespeckten Basis bereits sechsstelliges Niveau erreicht. Nicht ganz so sportlich und mehr auf Komfort ausgelegt dürfte der mit dem Taycan technisch eng verwandte Audi E-Tron GT werden, der aber wohl erst 2021 kommt. Porsche Taycan Der elektrische Sportwagen soll Tesla den Kampf ansagen. Auch bei den Transportern tut sich einiges. Streetscooter will seinen Lieferwagen Work aufpeppen, der geräumiger, schneller und komfortabler werden soll. Mercedes bietet ab Frühjahr mit dem EQV eine elektrifizierte V-Klasse mit 400 Kilometern Reichweite und Fiat will den Lieferwagen Ducato zeitnah in einer E-Version auflegen, nennt aber noch keine Details. Mercedes EQV Auch Lieferwagen sollen ab 2020 zunehmend als Elektroautos unterwegs sein. Konkreter wird bereits PSA, die die Elektrifizierung ihrer Transporter-Baureihen mit den E-Varianten von Peugeot Expert, Citroen Jumpy und Opel/Vauxhall Vivaro starten werden. Zudem kombiniert Renault die elektrischen Lieferwagen Kangoo und Master künftig mit einer Brennstoffzelle, die als Range Extender fungiert. Byton M-Byte Die Chinesen drängen mit ihren Elektromodellen auch auf den internationalen Markt. Darüber hinaus haben sich noch einige Newcomer aus China angekündigt. Für Aufsehen sorgen dürfte der Byton M-Byte, der als „Smartphone auf Rädern“ beworben wird und zudem hohe Reichweiten bieten soll. Die Preise starten bei 53.300 Euro. Aiways hingegen sieht für seinen ab April verfügbaren U5 mit 500 Kilometer Reichweite nur ein Leasing-Konzept vor. Eine Nummer kleiner ausfallen wird der ebenfalls aus China stammende MG ZS EV, der mit 44,5 kWh rund 260 Kilometer weit kommen soll. Auch Geely, Mutterkonzern von Volvo, plant 2020 den Markteintritt in Deutschland unter anderem mit E-Modellen der Marken Lynk & Co und Geely. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 06-01-2020