Gesundheit

  • Sars-CoV-2 bei Haustieren: Katzen können sich mit dem Coronavirus infizieren – Hunde eher nicht
    Der Ursprung vieler Coronaviren liegt im Tierreich: Das Sars-1-Virus stammt vermutlich von sogenannten chinesischen Schleichkatzen - das Mers-Virus von Kamelen. Die Quelle des aktuellen Coronavirus Sars-CoV-2 ist dagegen nicht bekannt. Ähnliche Viren fanden Forscher zwar zunächst bei Fledermäusen, doch wahrscheinlich nutzte der Erreger einen Zwischenwirt, ehe er auf den Menschen überging.Die ersten Fälle von Covid-19 wurden auf einem Wildtiermarkt in der chinesischen Metropole Wuhan festgestellt. Seitdem verbreitet sich das Virus rasend schnell über den gesamten Globus: Mehr als eine Million Menschen weltweit sind offiziell mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Dunkelziffer dürfte beträchtlich sein.Glückt dem Virus auch wieder der Sprung zurück ins Tierreich? Ist das Virus damit auch eine potenzielle Gefahr für Haustiere wie Hunde und Katzen? Das fragen sich aktuell viele Tierbesitzer. Für Schlagzeilen sorgte unter anderem der Fall eines Hundes aus Hongkong, bei dem genetisches Material der Viren nachgewiesen werden konnte. Unklar ist jedoch, ob das Tier wirklich mit dem Erreger infiziert war. Möglicherweise hatte es schlicht ein benutztes Taschentuch gefressen - oder seinem erkrankten Herrchen über die Hand geleckt. Auch das könnte einen Virennachweis zur Folge haben. Der Nachweis von viraler RNA allein bedeutet nicht, dass sich der Erreger im Wirt auch tatsächlich vermehren kann.Chinesische Forscher sind dieser Frage nun unter wissenschaftlicheren Bedingungen nachgegangen: im Labor. Die Studie veröffentlichten sie auf einem sogenannten Pre-Print-Server. Sie wurde also noch nicht von unabhängigen Experten begutachtet.Für die Untersuchung infizierten sie Haustiere mit einer größeren Virusmenge. Vor allem bei Katzen lieferte der Versuch interessante Erkenntnisse: In dem Hals-Nasen-Rachenbereich der Tiere, aber auch in den Mandeln konnten die Forscher mehrere Tage nach der Viren-Gabe lebensfähige Coronaviren nachweisen - ein Hinweis darauf, dass sich der Erreger in den Tieren vermehrt haben muss und damit eine Infektion vorliegt. In den Lungen der Tiere fanden die Forscher dagegen keine Viren.Offenbar kann der Erreger auch von Katze zu Katze übertragen werden. Dies legt ein zweiter Versuch der Forscher nahe. Neben die Käfige von drei infizierten Tiere stellten sie je einen Käfig mit einer gesunden Katze. Im Kot eines der Tiere konnte im Anschluss das Virus nachgewiesen werden. Außerdem hatte es Antikörper gegen Sars-CoV-2 gebildet. Die Forscher glauben daher, dass das Virus via Tröpfcheninfektion von Tier zu Tier gelangt. Dass sich die anderen zwei Katzen nicht angesteckt haben, spricht jedoch nicht für eine hohe Infektiosität. Möglicherweise hatte sich die zuvor gesunde Katze auch anderweitig mit Sars-CoV-2 infiziert. Auch ein Verunreinigung bei der Auswertung der Proben wäre theoretisch denkbar. Erste Entwarnung geben die Forscher dagegen für Hunde: Bei mehreren Beagles konnte trotz ähnlichem Versuchsaufbau kein lebendes Virus nachgewiesen werden. "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hunde eine geringe Anfälligkeit für Sars-CoV-2 haben", schreiben die Forscher. Gleiches gelte für Schweine, Hühner und Enten.Coronavirus in Katzen - kein Grund zur SorgeDass das Virus in Katzen nachgewiesen werden konnte, bedeutet jedoch nicht, dass die Tiere im Umkehrschluss Menschen damit anstecken können. Zum einen war die Anzahl der getesteten Tiere sehr gering, sodass sich daraus keine allgemeinen Schlüsse ableiten lassen. Zum anderen wurden die Tiere mit einer hohen Dosis Viren infiziert - eine Situation, die es in einem normalen Haushalt nie geben wird. Wie die Virologin Linda Saif gegenüber "Nature" erläuterte, gebe es keinerlei Hinweise, dass Katzen genügend Viren ausstoßen um einen Menschen infizieren zu können.
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    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020
  • Antikörper-Therapie: Warum Forscher genesene Covid-19-Patienten nun zur Blutspende bitten
    Mediziner weltweit wollen derzeit vor allem eines: an das Blut von ehemaligen Covid-19-Patienten. Genauer gesagt: an deren Plasma. Was nach einer Szene aus einem Dracula-Film klingt, dient der wissenschaftlichen Forschung: Im Kampf gegen Krankheitserreger bildet das Immunsystem des Körpers sogenannte Antikörper. Sie helfen dabei, Infektionen abzuwehren und schützen vor einer erneuten Ansteckung mit demselben Erreger. Werden diese speziellen Stoffe nun aus dem Blut genesener Patienten gefiltert und kranken Menschen übertragen, könnte das den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, hoffen Forscher. Möglicherweise lassen sich Infektionen so auch vorbeugen.Da es sich um einen neuartigen Erreger handelt, war längere Zeit unklar, ob Erkrankte überhaupt eine Immunität gegenüber Sars-CoV-2 aufbauen - eine Grundvoraussetzung für das Prozedere. Dafür gibt es nun mehrere Hinweise, unter anderem durch eine Studie mit Rhesusaffen, in der die Tiere bewusst mit dem Coronavirus infiziert wurden. Nach überstandener Krankheit warteten die Forscher zunächst einige Wochen ab und verabreichten den Tieren ein zweites Mal eine beträchtliche Virus-Menge. Doch kein Affe erkrankte erneut - ein Beleg für eine erworbene Immunität.Forscher sind sich mittlerweile sicher: Auch Menschen bilden nach einer Ansteckung Antikörper gegen das Coronavirus. In der Regel geschieht das gegen Ende der ersten Krankheitswoche. Das ist auch der Grund, warum sogenannte Antikörper-Tests nicht gleich mit Symptombeginn anschlagen, sondern erst nach einigen Tagen Krankheit. Eine besondere Rolle spielen dabei neutralisierende Antikörper. "Die neutralisierenden Antikörper patrouillieren praktisch vor der Zelle und fangen das Virus ab, so dass es nicht in die Zelle eintreten kann", erklärte jüngst Melanie Brinkmann, Virologin am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Auch nachdem ein Patient genesen ist, bleiben die Antikörper zumindest noch eine Weile im Blut.Experten gehen davon aus, dass der Immunschutz bei Sars-CoV-2 für ein bis zwei Jahre anhält - ehemals Erkrankte sich in dieser Zeit also nicht mehr anstecken können. Eine ähnliche Zeitspanne wurde auch bei anderen humanen Coronaviren beobachtet. "Aller Voraussicht nach ist man nach Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Virus mindestens ein paar Jahre lang vor einer erneuten Infektion geschützt", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Thomas Kamradt, gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur.Verfahren aus Zeiten der Spanischen GrippeDer Ansatz, Antikörper von genesenen Menschen zu nehmen und Erkrankten zu geben, ist nicht neu. Er wurde bereits bei anderen Ausbrüchen wie dem der Schweinegrippe erprobt. Die Therapie wurde auch während der sogenannten Spanischen Grippe angewandt, die ab 1918 grassierte und weltweit Millionen Menschenleben forderte. Es gibt vorsichtige Hinweise, dass die Behandlung bereits zu dieser Zeit die Überlebenschancen der Grippe-Patienten deutlich erhöhte.Ganz gleich, welcher Erreger vorliegt, die Hoffnung bei dieser Form von Therapie ist immer dieselbe: Bei kranken Menschen sollen die Antikörper den Erreger bekämpfen, noch bevor das Immunsystem des Erkrankten das selbst tun kann. Theoretisch ist auch vorstellbar, dass die Antikörper klinischem Personal vorbeugend gegeben werden - sie also passiv immunisiert werden. Das Personal müsste die Antikörper dann allerdings alle zwei Wochen neu erhalten, schätzt Brinkmann, die Virologin.Ob und wie gut der Ansatz bei Sars-CoV-2 funktioniert, muss sich jedoch erst noch zeigen. Eine Studie mit fünf schwer kranken Covid-Patienten aus China macht Hoffnung, sollte aber nicht überbewertet werden. Zwar besserte sich der Gesundheitszustand der Kranken nach der Gabe von Blutplasma mit Antikörpern deutlich - unklar ist aber, ob sich die Patienten nicht auch von selbst erholt hätten. Um das zu beurteilen, bräuchte es eine Kontrollgruppe. Außerdem ist die Anzahl der untersuchten Patienten sehr gering.
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    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020By Ilona Kriesl
  • Zum Sperrgebiet erklärt: Wegen massiver Corona-Ausbreitung: Israel riegelt strengreligiöse Stadt komplett ab
    Drastische Maßnahme in Israel. Die Regierung hat die strengreligiöse Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv wegen der massiven Ausbreitung des Coronavirus zum Sperrgebiet erklärt.Zeitgleich erließ die Regierung eine Notverordnung, wonach Bereiche mit einer hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten abgeriegelt werden können, wie ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am späten Donnerstagabend mitteilte. Dieser Schritt ermögliche es, das Betreten und Verlassen der Gebiete einzuschränken.Offenbar schon knapp 40 Prozent mit Coronavirus infiziertNach Medienberichten befürchtet die Regierung eine unkontrollierte Ausbreitung von Sars-CoV-2 in den dicht besiedelten religiösen Vierteln und Städten im Land, wo viele kinderreiche Familien leben. Etwa zwölf Prozent der rund neun Millionen Einwohner sind nach Angaben des Israelischen Demokratie-Institutes strengreligiöse Juden.Laut Medienberichten gibt es die Annahme, knapp 40 Prozent der rund 200.000 Einwohner in Bnei Brak hätten sich mit dem Coronavirus infiziert. Bereits am Freitagmorgen hatten demnach mehr als 1000 Polizisten Dutzende Straßensperren an den Ein- und Ausgängen der Stadt errichtet. 
    Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus generell strenge Ausgangsbeschränkungen im Land verhängt. Nur in Ausnahmefällen dürfen Menschen ihre Häuser verlassen. Ministerpräsident Netanjahu ist in IsolationIsraels ultra-orthodoxer Gesundheitsminister Jakov Litzman hatte sich am Donnerstag in Quarantäne begeben, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Daraufhin musste auch Ministerpräsident Netanjahu nach Angaben seines Büros in Selbstisolation. Litzman und Netanjahu hatten laut Medienberichten zuletzt Kontakt gehabt. Ein erstes Testergebnis Netanjahus war nach Angaben seines Büros allerdings negativ.Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 7030 Personen in Israel nachgewiesen worden, 357 sind wieder genesen. 36 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020
  • Heil hält Diskussion um Lockerung der Kontaktsperre für “brandgefährlich”
    03.04.2020 – 18:55 Gruner+Jahr, STERN Hamburg (ots) Mit klaren Worten hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Diskussion um eine Lockerung der Kontaktsperre verurteilt. In der stern-DISKUTHEK, dem Debattenformat des stern auf Youtube, sagte Heil: "Wenn wir jetzt eine Debatte aufmachen, dass wir nur ein paar Ältere irgendwie kasernieren und beschützen müssen, dann ist das brandgefährlich. Diese Diskussion verwirrt Menschen, führt zur Verhaltensänderungen." In den vergangenen Tagen waren Forderungen nach einer gelockerten Kontaktsperre für jüngere, gesunde Menschen laut geworden. Natürlich werde man irgendwann über Lockerungen sprechen, sagte der Bundesarbeitsminister dazu, "aber erst dann, wenn wir das Gefühl haben, das Gesundheitswesen packt das". Als Zeitrahmen stellte Heil in der stern-DISKUTHEK in Aussicht, man werde nach Ostern eine Bilanz ziehen, ob man das Virus besser im Griff habe. Für jetzt aber gelte: "Menschenleben sind im Zweifelsfall auch wichtiger als wirtschaftliche Interessen". Heil debattiert in der aktuellen stern-DISKUTHEK mit der Gewerkschafterin Fanny Weisser, IG Metall und DGB, und dem Arbeitsrechtler Manfred Wulff über die wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns für den Einzelnen. Weisser fordert Heil in der Debatte auf, Lücken in den Hilfspaketen zu schließen, noch seien die Maßnahmen sozial unausgewogen. Beispielsweise bräuchten viele Studenten, deren Jobs weggefallen seien, schnelle finanzielle Hilfe. "Wenn die jetzt nicht kommt, reden wir davon, dass in ein, zwei Wochen Leute auf Lebensmittelmarken angewiesen sind, um im Supermarkt einkaufen gehen zu können", sagte Weisser. Arbeitsrechtler Wulff, der derzeit in mehreren Unternehmen für die Betriebsräte und Angestellten über Kündigungen und Kurzarbeit verhandelt, unterstützte die Forderung. Er wies auf die Vielzahl von Angestellten zum Beispiel im Einzelhandel hin, die ohnehin sehr wenig verdienen und denen das Kurzarbeitergeld von 60-67 Prozent des Nettolohns nicht zum Leben reicht. "Was früher prekär war, ist jetzt noch viel prekärer", sagte Wulff. Die ganze DISKUTHEK-Folge sehen Sie heute Abend auf www.stern.de oder www.youtube.com/stern. Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern-DISKUTHEK frei zur Veröffentlichung. Pressekontakt: Sabine Grüngreiff, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,Telefon: 040 - 3703 2468, E-Mail: gruengreiff.sabine@guj.de Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell Let's block ads! (Why?)
    Quelle: DPA GesundheitPubliziert am 03-04-2020By redaktion@presseportal.de (presseportal.de)
  • “Wir und Corona”: Wie erleben Sie die Krise als Schwangere, Frau Bücker?
    Hören Sie den Podcast hier oder direkt bei Audio NowSpotify, iTunes, YouTube und weiteren Podcast-Anbietern.In New York gab es sogar Massenproteste, weil eine Klinik Begleitpersonen von Gebärenden den Zugang zum Kreißsaal verwehren wollte – mehr als 600.000 Menschen unterschrieben eine Petition. Auch in Deutschland dürfen Partner aus Sicherheitsgründen in einigen Kliniken nicht bei der Geburt dabei sein. Wie sinnvoll ist das? Und welchen Schaden können Frauen nehmen, wenn Sie auf Beistand und Hilfe ihres Partners oder eines Vertrauten verzichten müssen? Darüber spricht Teresa Bücker, Publizistin und Feministin, in der neuen Folge von "Wir und Corona“, dem täglichen Podcast von stern und RTL.Bücker berichtet, wie sie ihre eigene Schwangerschaft in dieser Krise erlebt, wie sich die Einschränkungen auf ihr Leben auswirken. Sie spricht aber auch darüber, wie sich die Rolle der Frauen durch die Krise ändern könnte. Führt das überall fröhlich gefeierte Home Office jetzt dazu, dass mehr Männer bereit sind, Job, Haushalt und Kinder partnerschaftlicher aufzuteilen – oder geht die Entwicklung in die andere Richtung, nämlich dass die Krise das Alleinverdienermodell begünstigt, weil einer ja schließlich das Geld nach Hause bringen und eine für die Kinder da sein muss? Ist das Virus also tatsächlich auch gefährlich für den Feminismus, wie es einige Beobachterinnen befürchten?Und wie nachhaltig ist die Begeisterung für so genannte systemkritische Berufe, also für die Arbeit von Pflegerinnen, von Kassiererinnen, aber auch von Betreuerinnen. Was ist nötig, dass die jetzigen Lippenbekenntnisse nicht schlicht verhallen, sobald die Wirtschaft wieder anläuft – und die Krise vorbeizieht? Dazu äußert sich Bücker in dem rund 20-minütigen Gespräch, das Sie hier hören können.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020
  • Video von Mai Thi Nguyen: Wie lange dauert die Corona-Krise? Youtuberin erklärt: “Wir brauchen viel Ausdauer”
    Ein Land, ja nahezu die ganze Welt im Ausnahmezustand: Schulen und Kitas sind geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, auch die Grenzen sind zu. Von sozialen Kontakten wird nicht mehr nur abgeraten, sie sind sogar zu einem Großteil verboten. Schon jetzt fragen sich viele, wie lange das so weitergehen soll und kann. Wie lange dauert die Corona-Krise noch? Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen gibt in einem Video auf Youtube schon im Titel die Antwort: "Corona geht gerade erst los."In dem Video erklärt Nguyen, unter welchen Umständen die Coronavirus-Pandemie zumindest in Deutschland enden könnte, wie lange das dauern würde und welche Maßnahmen dafür nötig sind. Der 22 Minuten lange, wissenschaftlich fundierte Monolog wurde von Millionen Usern angesehen. Nguyen, die auf ihrem Youtube-Kanal maiLab fast 700.000 Abonnenten regelmäßig wissenschaftliche Zusammenhänge erklärt, macht in dem Video wenig Hoffnung auf eine baldige Normalisierung der Lage. "Ich fürchte, wir brauchen noch etwas Ausdauer. Ziemlich viel Ausdauer", sagt sie. [embedded content]Coronavirus nur durch Herdenimmunität oder Impfstoff besiegbarAnhand wissenschaftlicher Studien und Modellierungen zeigt die Journalistin, wie schwierig es ist, die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen oder den Ausbruch des Virus zum Erliegen zu bringen. Für eine weitgehende Immunität in der Bevölkerung müssten sich 60 bis 70 Prozent der Menschen mit dem Virus infizieren. Der Infizierungszeitraum muss hier aber über längere Zeit verteilt werden, um nicht das Gesundheitssystem mit zu vielen Schwererkrankten zu überlasten – das mittlerweile allgemein bekannte Abflachen der Kurve also.Dabei handelt es sich bereits um die zweite Phase im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus, erklärt Nguyen. Phase eins war die versuchte Eindämmung des Coronavirus, zum Beispiel mit der Nachverfolgung von Infektionsketten und dem Isolieren von Infizierten. Dafür hat sich das Virus mittlerweile aber zu weit verteilt. Nun gehe es darum, Maßnahmen zu treffen, die Zahl der Infizierten vorerst gering zu halten – zum Beispiel mit sozialer Isolation. Das diese aber bereits nach Ostern wieder aufgehoben werden könnte, hält Nguyen für "realitätsferne Fantasie".Wissenschaftsjournalistin Nguyen zum Coronavirus: "Es ist ein Marathon"Und sie rechnet vor, warum. Entscheidend ist die Reproduktionszahl – also die Zahl der Menschen, die ein Infizierter ansteckt. Hinzu kommt die Zahl der verfügbaren Intensivbetten, also die Kapazität des Gesundheitssystems. Mithilfe eines Onlinerechners zeigt Nguyen, dass die Reproduktionszahl zwischen 1,25 und 1,1 liegen müsste, damit die Krankenhäuser die Erkrankten auffangen können. Normalerweise geht man beim Coronavirus von einer Reproduktionszahl zwischen 2 und 3 aus. Vetraut man diesem Modell, sagt Nguyen, müssten die aktuellen Maßnahmen deutlich länger als ein Jahr aufrechterhalten werden: "Das geht nicht", dieser Plan sei "nicht durchhaltbar".Die Alternative liege nun darin, die Zahl der Infizierten so weit zu drücken, dass eine Rückkehr zu Phase eins möglich ist: Die Infektionsketten müssen sich wieder nachvollziehen lassen, Infizierte müssen gezielt in Quarantäne gehen. Das reine Abflachen würde zu lange dauern, meint Nguyen und stellt ihre Zuschauer darauf ein, dass auch dann die Epidemie noch lange nicht überwunden ist: "Wir kommen damit lediglich in einen Zustand, mit dem sowohl unser Gesundheitssystem als auch unsere Wirtschaft funktionieren können. Also in einen Zustand, in dem wir so lange ausharren können, bis die Epidemie vorbei ist."
    Mai Thi Nguyen Mut zum Durchhalten: "Es ist ein Marathon. Aber ich kann auch nicht verstehen, wie Menschen 42 Kilometer laufen können – und trotzdem schaffen sie es."Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020
  • 28-Jährige erzählt : Caro hat sich sterilisieren lassen: “Viele Ärzte lehnen den Eingriff sofort ab”
    Ob und wann eine Frau in ihrem Leben Mutter werden möchte, entscheidet in den meisten Fällen jede für sich selbst. Es gibt viele Verhütungsmittel, mit deren Hilfe sich eine ungewollte Schwangerschaft in der Regel vermeiden lässt. Dennoch bleibt ein Restrisiko. Viel sicherer, aber auch endgültig, ist die Empfängnisverhütung durch eine Sterilisation. Meist sind es Frauen Mitte 30, die sich nach erfülltem Kinderwunsch zu diesem Eingriff entscheiden, um eine weitere, ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden. Theoretisch kann sich aber jede Frau ab einem Alter von 18 Jahren sterilisieren lassen.Obwohl gesetzlich erlaubt, ist der Wunsch nach einer Sterilisation bei Frauen unter 35 nicht ganz so selbstbestimmt und einfach wie gedacht. Denn in der Realität liegt die Entscheidung für eine Sterilisation nicht allein bei den Frauen, sondern auch bei den Ärzten. Nur wenige erklären sich dazu bereit, den Eingriff bei kinderlosen Frauen unter 35 durchzuführen. Obwohl uns das Gesetz mit 18 zu Erwachsenen erklärt und uns damit entsprechende Rechte einräumt, scheint der weiblichen Selbstbestimmung hier eine Altersbeschränkung aufzuliegen. Ist eine Frau Mitte 20 zu jung, um über ihren Körper und ihre Zukunft entscheiden zu können und ist eine Sterilisation in diesem Alter pauschal als zu früh anzusehen? Die 28-jährige Caro hat sich sterilisieren lassen. Im Gespräch mit NEON erzählt sie von ihrem Weg bis zur OP und den Hintergründen für ihre Entscheidung.NEON: Wann wurde dir bewusst, dass du auf den vermeindlichen Wunsch nach Kindern, der bei Frauen früher oder später vorausgesetzt wird, anders reagiert?Caro: Ich hatte noch nie einen guten Draht zu Kindern. Als ich 13 Jahre alt war haben meine Eltern noch mal ein Kind bekommen. Ich habe die Erziehung meiner Schwester damals als sehr kräftezehrend für meine Eltern wahrgenommen. Ich habe miterlebt, wie viel Verzicht es bedeutet, für ein Kind da sein zu wollen und glaube, dass mich diese Erfahrung sehr geprägt hat. In der Rolle einer Mutter sehe ich mich deshalb nicht und ich wäre wohl auch keine besonders gute geworden.Wann hast du das erste Mal mit dem Gedanken gespielt, dich sterilisieren zu lassen?Ich glaube, das war mit Anfang 20. Für mich war damals schon klar, dass ich mir ein Leben mit Kind nicht vorstellen kann. Jedoch war ich zu dieser Zeit weder in einer Beziehung noch sexuell sonderlich aktiv, weshalb kein direkter Handlungsbedarf bestand. Erst als ich vor dreieinhalb Jahren meinen heutigen Freund kennenlernte und ich mir erneut Gedanken um eine längerfristige und vor allem absolut sichere Verhütung machen musste, habe ich mich tiefergehend dazu informiert.Wieso kamen reguläre Verhütungsmethoden wie die die Antibabypille für dich nicht infrage?Ich habe natürlich auch andere Verhütungsmittel ausprobiert. Als ich fünfzehn war, habe ich eine Zeitlang die Pille genommen. Aber als ich sie abgesetzt hatte, hat mein Körper rebelliert. Keiner sagt dir als junges Mädchen, was genau du mit der Pille deinem Körper zuführst und welche Veränderungen dein Körper meistern muss, wenn du sie wieder absetzt. Zudem ist die Pille nur dann sicher, wenn du sie auch regelmäßig nimmst. Für mich, als eher vergessliche Person, ist das viel zu unsicher. In den vergangenen drei Jahren habe ich außerdem den Nova-Ring probiert und bis zur Sterilisation die Spirale verwendet. Auch hier hatte ich mit Nebenwirkungen wie Unterleibsschmerzen und unregelmäßigen Blutungen zu kämpfen, weshalb beides keine langfristigen Lösungen für mich waren. Obwohl reguläre Verhütungsmittel als relativ sicher gelten, war meine Angst einer ungewollten Schwangerschaft immer sehr groß. Wer für sich selbst weiß, dass er keine Kinder möchte, aber ständig Gefahr läuft, doch schwanger zu werden, steht unter permanenter psychischer Anspannung. Eine Sterilisation bot mir die Sicherheit, die ich mir immer gewünscht habe und war die einzige richtige Entscheidung für mich.Wie waren die Reaktionen deines Freundes und Umfeldes auf deine Entscheidung? Musstest du dich im Vorfeld oft rechtfertigen?Wer sich, wie ich, bereits mit Mitte 20 für eine Sterilisation entscheidet, muss unter Umständen mit gesellschaftlichem Unverständnis und Gegenwind rechnen. Aus diesem Grund habe ich nur mit wenigen Menschen über dieses doch sehr persönliche Thema gesprochen. Meine Mutter habe ich relativ früh in meine Entscheidung einbezogen. Sie kennt mich sehr gut und wusste, dass Kinder kein Thema für mich sind und eine Sterilisation für mich eine Erleichterung darstellen würde. Auch gegenüber den wenigen Freunden, denen ich es erzählt habe, musste ich mich nicht rechtfertigen. Es sind alles Menschen, die mir nahestehen und mich kennen. Dass man so eine Entscheidung nicht leichtfertig trifft, war allen klar.Meinem Freund habe ich schon zu Beginn unserer Beziehung sehr deutlich gesagt, dass ich keine Kinder möchte. Da er selbst keinen Kinderwunsch verspürt, war das nie ein Problem zwischen uns, im Gegenteil. Er hat schnell gemerkt, wie sehr ich unter der ständigen Unsicherheit leide und hat mich in meinem Vorhaben von Anfang an sehr unterstützt.Welche Form der Sterilisation hast du durchführen lassen? Hattest du Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden, der bereit war, die Sterilisation bei dir durchzuführen?Ich muss sagen, dass ich unheimliches Glück bei der Suche nach einem Arzt hatte. Keine Selbstverständlichkeit! Viele lehnen den Eingriff ab, sobald man angibt, dass man noch keine Kinder hat und unter 35 Jahre alt ist. Von anderen Frauen weiß ich, dass sie oftmals bis zu einem Jahr nach einem Arzt für den Eingriff suchen mussten. Ich hatte bereits beim zweiten Arzt Erfolg.Unter den Methoden der weiblichen Sterilisation ist die Eileiterentfernung, die Salpingektomie, die sicherste. Aus diesem Grund habe ich mich für diese Methode entschieden. Ich denke, wer sich von vornherein die Möglichkeit offenhalten möchte, den Eingriff später eventuell rückgängig machen lassen zu können, sollte den Wunsch nach einer Sterilisation noch mal überdenken.War es für dich schwierig, im Vorfeld brauchbare Informationen über die Sterilisation zu bekommen? Im Gegensatz zu Informationen über die Vasektomie, also die männliche Sterilisation, war es wirklich schwer, brauchbare Details zu bekommen. Sehr schade, wie ich finde. Vor allem über den Ablauf des Eingriffs findet man unglaublich wenig im Netz. Auch eine Übersicht von Ärzten, die Sterilisationen vornehmen, sucht man vergeblich. Das macht es sehr mühselig. Empfehlen kann ich die Seite von ProFamilia sowie den Verein Selbstbestimmt Steril. e.V.Hältst du es für begründet, dass viele Ärzte eine Sterilisation bei Frauen unter 35 Jahren ablehnen?Da bin ich geteilter Meinung. Zum einen haben Ärzte natürlich eine gewisse
    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020
  • DRK betreut Corona-Patienten aus Italien und Frankreich
    03.04.2020 – 15:48 DRK Deutsches Rotes Kreuz Berlin (ots) Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt die Betreuung von schwerkranken Corona-Patienten aus besonders stark betroffenen Regionen in Italien und Frankreich. "Die dortige Gesundheitsinfrastruktur ist bereits seit einiger Zeit völlig überlastet. Als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist es für uns als DRK selbstverständlich, grenzübergreifend solidarisch zu handeln. Deshalb übernehmen DRK-Kliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz die Betreuung von sechs Corona-Intensivpatienten aus der italienischen Lombardei und von zwei Patienten aus dem französischen Elsass", erklärt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Das Deutsche Rote Kreuz sei froh, Frankreich und Italien in dieser überaus schwierigen Lage helfen zu können. Die Einsatzfähigkeit für die Betreuung deutscher Patienten bleibe gleichzeitig gewahrt. Die sechs italienischen Patientinnen und Patienten werden heute von der deutschen Luftwaffe ausgeflogen und am frühen Freitagabend in Köln-Wahn eintreffen. Den Weitertransport in die vier DRK-Kliniken in Rheinland-Pfalz, in denen die Intensivpatienten behandelt werden, übernimmt der DRK-Flugdienst. Dafür kommen sechs speziell ausgerüstete Intensivtransportwagen des Flugdienstes zum Einsatz, die jeweils mit einem Fahrer, einem Transportführer und einem Notarzt besetzt sind. Die fortwährende medizinische Überwachung und Versorgung sind während des gesamten Transports von Italien nach Deutschland sichergestellt. Francesco Rocca, Präsident der Föderation der Internationalen Rotkreuz und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), lobt das Engagement: "Wir sind ein starkes und handlungsfähiges Netzwerk - gerade in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. Die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes im Verbund mit anderen nationalen Gesellschaften ist ein hervorragendes Beispiel für die verlässliche Leistungsfähigkeit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung." Bereits am gestrigen Abend wurden zwei elsässische Intensivpatienten von der deutschen Luftwaffe nach Kassel in die DRK-Kliniken Nordhessen der Schwesternschaft Kassel transportiert, wo sie nun umfassend versorgt werden. Wie andere Krankenhäuser in Deutschland bereiten sich auch die DRK-Kliniken bundesweit auf einen starken Anstieg von Patienten vor, die an COVID-19 erkrankt sind und klinisch behandelt werden müssen. Dafür baut das DRK derzeit unter Hochdruck zusätzliche Intensivkapazitäten in seinen Krankenhäusern auf und richtet weitere Beatmungsplätze ein. Pressekontakt: DRK-Pressesprecher Dr. Dieter Schütz, Tel. 0162 2002029 Original-Content von: DRK Deutsches Rotes Kreuz, übermittelt durch news aktuell Let's block ads! (Why?)
    Quelle: DPA GesundheitPubliziert am 03-04-2020By redaktion@presseportal.de (presseportal.de)
  • COVID-19 deckt die eigentlichen Gesundheitsgefahren auf / Warum wir wieder selbst Verantwortung übernehmen müssen
    03.04.2020 – 14:46 Dr. Jacobs Institut
    Heidesheim (ots) Aktuelle Daten zu COVID-19 bringen am laufenden Band schlechte Nachrichten hervor. Die vielfach höhere tatsächliche Infektionsrate zeigt uns jedoch, dass wir dem Virus nicht schutzlos ausgeliefert sind. Das sind sehr gute Nachrichten für die Menschen, die selbst ihr Immunsystem unterstützen und ihren Allgemeinzustand verbessern wollen. Die tatsächlichen Infektionsraten sind um ein Vielfaches höher Die Symptome bei COVID-19 sind so unspezifisch, dass die Infektionsraten wohl deutlich höher liegen als bisher offiziell bekannt ist. Eine repräsentative Untersuchung bei zufällig ausgewählten Bürgern könnte endlich Licht ins Dunkel bringen. Jüngste Zahlen aus den Niederlanden zeigen uns bereits ein erstes Bild, wie hoch die Infektionsraten wirklich sein könnten. Dort wurden 1.353 Krankenhausmitarbeiter mit leichten Erkältungssymptomen auf COVID-19 getestet, 6,4 % waren positiv. Nur die Hälfte davon hatte Fieber, die Mehrheit der Erkrankten ging sogar zur Arbeit. In einer weiteren Studie wurden nach dem Zufallsprinzip - also ohne Krankheitsverdacht - 1.097 Mitarbeiter verschiedener Krankenhäuser getestet. Davon waren knapp 4 % infiziert. Was zeigen uns diese Zahlen aus den Niederlanden? Die schlechte Nachricht: Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist hochinfektiös und verbreitet sich rasant. Die bekannten Infektionszahlen dürften in Wirklichkeit 10-20-mal höher liegen, wie auch Zahlen aus China zeigen. Die gute Nachricht: Die Virusinfektion verläuft in den meisten Fällen sehr mild und oft sogar unbemerkt. Die relativ hohe Sterberate von ca. 5 % erklärt sich dadurch, dass längst nicht jeder Infizierte bekannt ist, und dürfte tatsächlich deutlich geringer sein: Eben 10-20-mal niedriger und damit im Bereich der Grippe. Die beste Nachricht: Wir sind dem Virus nicht schutzlos ausgeliefert. Auch wenn eine Infektion auf Dauer nur schwer vermieden werden kann, so kann der Verlauf positiv beeinflusst werden. Das Immunsystem und der Allgemeinzustand eines Infizierten spielen eine entscheidende Rolle: Beides kann man selbst in kurzer Zeit entscheidend verbessern. Welche Rolle spielen Immunsystem und Allgemeinzustand? SARS-CoV-2 ist für Gesunde nicht gefährlicher als andere Atemwegsviren. Schwere und tödliche Fälle treten in der Regel bei Älteren und bei Personen mit Vorerkrankungen auf, etwa bei - Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Bluthochdruck - Diabetes - Atemwegserkrankungen (z. B. COPD) - Immunschwäche - Rauchen Für den menschlichen Körper ist SARS-CoV-2 ein großer Unbekannter. Bei Kindern und gesunden Erwachsenen entwickelt das Immunsystem spezifische Abwehrmaßnahmen. Bei Älteren und Vorerkrankten springt das spezifische Immunsystem, welches Viren und infizierte Zellen gezielt erkennt und beseitigt, nicht richtig an. Stattdessen reagiert das unspezifische Immunsystem über. Bei schweren Verläufen kann man daher eine Überreaktion des Immunsystems feststellen, die mit einer Überproduktion an Entzündungsmediatoren besonders im Lungengewebe einhergeht, einem sogenannten "Zytokin-Sturm". Zwei Infektionswege Die Schwere des Krankheitsverlaufs kann auch auf den Infektionsweg des neuartigen Coronavirus zurückgeführt werden: 1. Die übliche Eintrittspforte für Viren sind die Schleimhautzellen von Mund und Nase, v.a. wenn diese unterkühlt und angreifbar sind. Von dort aus kann das Virus nach und nach die Lunge infizieren. Dieser Verlauf geht mit milderen Symptomen einher. 2. Durch die direkte Infektion der Lunge können auch jüngere, gesunde Menschen schwer erkranken. Das Virus gelangt in die Lunge durch Anheftung an Partikel, die über die Luft eingeatmet werden (z. B. Zigarettenrauch, Smog, Tröpfchen im Atem/ Husten). In der Lunge kann sich das Virus schnell vermehren und einen schweren Krankheitsverlauf begünstigen. Daher ist 1,5 Meter Abstand voneinander zu halten sehr, sehr wichtig. Auch Atemschutzmasken der Schutzklassen FFP2 bis FFP3 sind sinnvoll, wenn man Personen mit Risikofaktoren betreut. Selbst einfache, selbstgemachte Masken oder ein dicht gewebter Schal schützen wesentlich besser als gar keine Maske. Checkliste zur Stärkung von Immunsystem und Allgemeinzustand - Achten Sie auf ausreichende Vitamin-D-Spiegel (40-60 ng/ml): Die Einnahme von Vitamin D senkt bei Personen mit niedrigem Vitamin-D-Status das Risiko für akute Atemwegserkrankungen um bis zu 70 %. 4000 I.E. Vitamin D3 empfiehlt die Amerikanische Gesellschaft für Altersmedizin jedem über 70. Vitamin D moduliert zusammen mit Vitamin A das Immunsystem und gleicht ein Überschießen aus. - Halten Sie Ihre Schleimhäute im Hals- und Rachenraum als auch in der Lunge warm und feucht (Schal tragen), denn die Schleimhaut entscheidet darüber, ob ein Virus eindringen kann oder abgewehrt wird. Sie unterstützen die Schleimhäute, indem Sie regelmäßig warmen Ingwertee trinken. Auch antivirale Polyphenole helfen. - Stellen Sie Ihrem Immunsystem ausreichend Mikronährstoffe (wie bspw. Selen, Zink, Vitamine) zur Verfügung: Gerade im Erkrankungsfall braucht es diese als Bausteine zur Bildung von Immunzellen und Antikörpern. - Achten Sie auf eine gesunde Darmflora, z. B. durch eine vollwertige, pflanzenbetonte Ernährung: Die zentrale Rolle des Darmmikrobioms für unser Immunsystem ist wissenschaftlich klar belegt. - Verbessern Sie Ihre Lebens- und Ernährungsweise und dadurch bestimmte Vorerkrankungen: Weniger Stress führt beispielsweise schon in kurzer Zeit zu einem niedrigeren Blutdruck und ist für Herz-Kreislauf- und Diabetes-Patienten sehr wichtig. Die Pandemie als Chance begreifen Ein Großteil der an COVID-19 Verstorbenen litt an mindestens einer Vorerkrankung. Nicht nur deshalb ist eine gesunde Lebensweise wichtig. Auch ohne COVID-19 sind die größten Gesundheitsgefahren unsere hausgemachten Wohlstandserkrankungen. Für diese ist kein Virus verantwortlich, sondern häufig wir selbst durch unsere moderne Lebens- und Ernährungsweise. Rauchen ist im ersten Quartal 2020 z. B. fast 45-mal, untere Atemwegserkrankungen sind 15-mal und Herz-Kreislauf-Erkrankungen über 100-mal tödlicher als COVID-19. Jedes verlorene Menschenleben ist tragisch. Doch jede Krise birgt auch für jeden von uns eine langfristige Chance: Rauchverzicht, regelmäßiges Blutdruckmessen und eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung können jährlich Millionen von Menschenleben retten. Nach der akuten Krise wird hoffentlich allen bewusst, welch hohes Gut unsere Gesundheit ist. Wir können sie nicht an das Gesundheitssystem delegieren. Gesundheitsbildung und eigenverantwortliche Gesundheitspflege müssen zur obersten Priorität der Gesellschaft werden, denn unsere Gesundheit ist nicht nur die Basis für unser persönliches Wohlbefinden, sondern auch für unsere gesellschaftliche Leistungsfähigkeit. Der Fokus muss daher auf den chronischen Problemen liegen, die auf Dauer Milliarden von Menschen verfrüht das Leben kosten. Wie wir eigenverantwortlich und nachhaltig Gesundheitsvorsorge betreiben, lesen Sie im ausführlichen Artikel auf: https://www.drjacobsinstitut.de/ Das Dr. Jacobs Institut für komplementär-medizinische Forschung hat sich zum Ziel gemacht, ganzheitliche Zusammenhänge
    Quelle: DPA GesundheitPubliziert am 03-04-2020By redaktion@presseportal.de (presseportal.de)
  • Einheitliche digitale Infrastruktur für das Gesundheitswesen
    03.04.2020 – 14:36 PKV - Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
    Berlin (ots) Für die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) auf der Basis einer sicheren und leistungsfähigen Telematikinfrastruktur von herausragender Bedeutung. Damit wird eHealth zu einem wichtigen Teil der medizinischen Versorgung in Deutschland, die für alle Versicherten offenstehen muss. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) beteiligt sich daher ab heute neben dem GKV-Spitzenverband wieder an der für die Einführung und den Betrieb der Telematikinfrastruktur (TI) verantwortlichen gematik GmbH. Dazu hat der GKV-Spitzenverband mit Wirkung vom 3. April 2020 2,45 Prozent der gematik-Geschäftsanteile an den PKV-Verband übertragen, der GKV-Spitzenverband behält 22,05 Prozent. Das Bundesministerium für Gesundheit hält unverändert 51 Prozent der Anteile, die weiteren 24,5 Prozent verteilen sich auf die Spitzenorganisationen der Leistungserbringer (Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer, Deutscher Apothekerverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft, Kassenärztliche Bundesvereinigung und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung). GKV-Spitzenverband und PKV-Verband wollen in fairer Partnerschaft und Kostenbeteiligung beim Aufbau weiterer Anwendungen der TI zusammenwirken, um die von der gematik entwickelten Funktionen für alle gesetzlich und privat Versicherten gleichermaßen zur Verfügung zu stellen. So soll auch sichergestellt werden, dass die Leistungserbringer mit einer einheitlichen digitalen Infrastruktur gesetzlich und privat Versicherte gleichermaßen versorgen können. Dazu müssen die verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens sicher an die TI angebunden werden. Die Beteiligung der Leistungserbringer gegenüber allen Versicherten, die dies wünschen, ist eine wichtige Voraussetzung für die Mitwirkung der PKV. GKV-Spitzenverband und PKV-Verband freuen sich auf die Zusammenarbeit in der gematik und sind entschlossen, gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium und den anderen Gesellschaftern die Nutzung von eHealth zugunsten aller Versicherten in Deutschland voranzutreiben. Pressekontakt: Stefan Reker- Geschäftsführer -Leiter des Bereiches KommunikationVerband der Privaten Krankenversicherung e.V.Unter den Linden 2110117 BerlinTelefon 030 / 20 45 89 - 44Telefax 030 / 20 45 89 - 33E-Mail stefan.reker@pkv.deInternet www.pkv.deTwitter www.twitter.com/pkv_verband Original-Content von: PKV - Verband der Privaten Krankenversicherung e.V., übermittelt durch news aktuell Let's block ads! (Why?)
    Quelle: DPA GesundheitPubliziert am 03-04-2020By redaktion@presseportal.de (presseportal.de)
  • 40-Euro-Pauschale zu gering für die Ausstattung Pflegebedürftiger mit Schutzausrüstung / Pflegehilfsmittel: Bis 700% gestiegene Preise torpedieren Versorgung
    03.04.2020 – 14:09 Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik Berlin (ots) Eine Pauschale von 40 Euro im Monat steht den Sanitätshäusern für den Einsatz von Desinfektion oder Schutzausrüstung zur Verfügung, wenn sie die mehrheitlich zu den Risikopatienten zählenden Pflegebedürftigen sicher versorgen wollen. Diese Pauschale, unter die Pflegehilfsmittel für den Infektionsschutz fallen, ist im gegenwärtigen Ausnahmezustand der Corona-Krise aufgrund der allgemeinen Materialknappheit und bis zu 700 Prozent gestiegener Einkaufspreise nicht realisierbar. Vor einem gefährlichen Engpass warnen deshalb die in der Task-Force COVID-19 zusammengeschlossenen Verbände, die Sanitätshäuser und anderen Leistungserbringer vertreten. Gemeinsam wollen sie die Versorgung der Versicherten mit Hilfs- und Pflegehilfsmitteln auch künftig sicherstellen. Denn nur mit angemessener Ausstattung zum Beispiel mit Desinfektionsmitteln und Einmalhandschuhen besteht ausreichender Schutz für die zu versorgenden Risikopatienten und das im Sanitätshaus arbeitende medizinische Personal! Die Task-Force COVID-19 fordert den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) auf, die monatliche Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dringend den derzeitigen Bedingungen anzupassen. Die vertragliche Grundlage der Pauschalversorgung stammt aus dem Jahr 2005 - ein Pandemie-Szenario wie das aktuelle ist dabei nicht berücksichtigt. So sind Artikel wie Desinfektionsmittel zurzeit auf dem freien Markt gar nicht mehr oder nur zu Preisen erhältlich, die an Sittenwidrigkeit grenzen, wie die Mitgliedsbetriebe der Task-Force COVID-19 berichten. Bei den Preisforderungen handelt es sich nicht um "marktübliche Schwankungen": Sanitätshäuser schildern Preissteigerungen von bis zu 700 Prozent innerhalb der letzten beiden Wochen. Damit übersteigen die Einkaufspreise der Artikel die 40-Euro-Grenze teils bei weitem - für die Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr durchführbar. Ohne eine schnelle und für alle Krankenkassen einheitliche Lösung sind die Betriebe letzten Endes gezwungen, die Versorgung der Pflegebedürftigen mit Pflegehilfsmitteln im Rahmen der 40-Euro-Pauschale zumindest teilweise einzustellen. Über die Task-Force COVID-19: In der Task-Force COVID-19 haben sich folgende Verbände zusammengeschlossen: Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik, Cura-San, EGROH eG, Nowecor, Ortheg eG, RSR Reha-Service-Ring, rehaVital Gesundheitsservice GmbH, Verband Versorgungsqualität Homecare e.V., Sanitätshaus Aktuell AG und der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik. Gemeinsam vertreten sie Leistungserbringer in Deutschland, die mehr als 30 Millionen Patientenversorgungen jährlich verantworten und mehr als 4.500 Hauptbetriebe vertreten, die für eine wohnortnahe und qualitätsgesicherte Versorgung stehen. Pressekontakt: Kirsten AbelPressesprecherin des Bundesinnungsverband für Orthopädie-TechnikReinoldistr. 7 -9, 44135 DortmundTelefon: 01715608125E-Mail: kommunikation@biv-ot.org Original-Content von: Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik, übermittelt durch news aktuell Let's block ads! (Why?)
    Quelle: DPA GesundheitPubliziert am 03-04-2020By redaktion@presseportal.de (presseportal.de)
  • #maskeauf: “Für das Virus sind wir alle nur Kopier-Maschinen”: Weshalb Masken wirklich wichtig sind
    Unser Telefon funktioniert nur manchmal, der Anrufer erhält ein Besetztzeichen, das Problem tritt auch bei anderen Teilnehmern auf seit Umstellung auf VoIP. Gibt es Lösungen? Für Anrufe nach draussen brauchen wir manchmal 7 Versuche, um ein Freizeichen zu bekommen, trotz eigentlich 2 vorhandener Leitungen. Das Problem tritt nicht nur in unserer Praxis auf sondern auch bei Privatanschlüssen, der Tankstelle etc. Wirkt wie ein Server-Überlastungsproblem, an manchen Tagen klappt es problemlos. Ein Rückwechsel auf stabileres ISDN ist nicht möglich. Gibt es eine Behörde, die sich dafür interessiert, dass ein Versorgungsstandard gewährleistet wird? Bei unausgereiften Lösungen sollte ISDN als Wahloption möglich sein, wenn z B. Arztpraxen nur noch eingeschränkt erreichbar sind! Es handelt sich um einen Telekomanschluss. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020
  • Corona breitet sich auch in Afghanistan aus: Shelter Now verteilt Hygiene-Pakete / Bildungsprojekte aktuell ausgesetzt – Lebensmittelhilfen laufen weiter
    03.04.2020 – 13:24 Shelter Now Germany e.V. Braunschweig (ots) Mit der Verteilung von Hygiene-Paketen an besonders bedürftige Familien reagiert das internationale christliche Hilfswerk Shelter Now auf die Ausbreitung des Corona-Virus in Afghanistan. Zugleich bereitet sich die Organisation auf Lebensmittelverteilungen vor, da Engpässe in der Versorgung befürchtet werden, berichtet der deutsche Direktor von Shelter Now, Udo Stolte. Mehrere Projekte insbesondere im Bildungsbereich seien bis auf weiteres ausgesetzt. Schon über 150.000 Afghanen seien aus Furcht vor der Corona-Ausbreitung im Iran fast unkontrolliert nach Afghanistan eingereist - viele dürften mit dem Virus infiziert sein und es nun im ganzen Land verbreiten, so Stolte. Die afghanische Regierung meldete bisher 273 Corona-Infektionen und 6 Verstorbene, ein Großteil der Fälle wurde in der Provinz Herat registriert, die an den Iran angrenzt. Auf Bitten von Regierungsstellen bereitet das Shelter Now-Team in Herat derzeit die Verteilung von Hygiene-Sets an 8.000 arme Familien vor (rund 50.000 Personen). Die Pakete umfassen unter anderem Seifen, Shampoo, Zahnpasta, Handtücher, Artikel für die Monatshygiene und Behälter für den Wassertransport. Für die Aktion benötigt das Hilfswerk dringend rund 230.000 Euro Spendenmittel. Zudem hat Shelter Now nach Angaben Stoltes mehrere offizielle Anfragen zu Lebensmittelverteilungen an verschiedenen Orten Afghanistans erhalten. Aktuell geschlossen sind aufgrund der Corona-Pandemie unter anderem die Grundschule und das Gehörlosenzentrum in Kabul, das Berufsbildungsprojekt in Faizabad und das Kinderzentrum in Baadre/Kurdistan. Andere wie der Bau von Trinkwasserbrunnen könnten zunächst weiterlaufen, da hier kein enger Kontakt von Mensch zu Mensch erforderlich ist, so Stolte. Das Waisenhaus in Faizabad werde weiter mit Lebensmitteln und Brennholz versorgt, in Kurdistan werde die Unterstützung jesidischer Flüchtlingsfamilien fortgesetzt, fügt Stolte hinzu. Nahezu alle internationalen Shelter Now-Mitarbeiter seien auf eigenen Wunsch im Land geblieben, betont Stolte. Sie arbeiteten im Home Office, dürften sich aber auch in die Büros begeben, um die notwendigen organisatorischen und dokumentarischen Aufgaben zu erledigen und Kontakt zu den einheimischen Projektleitern vor Ort zu halten. Durch die üblichen Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen, Abstand halten und einen Mundschutz schützen sie sich vor einer Ansteckung. Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit Koordinierungsbüro in Deutschland. Von 1983 bis 2016 war es in Pakistan tätig. 1988 begann die Arbeit in Afghanistan, 2014 in der Autonomen Region Kurdistan (Nord-Irak). Der Name der Organisation in Deutschland lautet "Shelter Now Germany e.V.". Shelter Now finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel bescheinigt. Spendenkonto: Norddeutsche Landesbank, IBAN DE65 2505 0000 0002 5230 58 Pressekontakt: Shelter Now Germany e.V., Telefon: 0531/88 53 95-7, info@shelter.de,www.shelter.de Original-Content von: Shelter Now Germany e.V., übermittelt durch news aktuell Let's block ads! (Why?)
    Quelle: DPA GesundheitPubliziert am 03-04-2020By redaktion@presseportal.de (presseportal.de)
  • Psychologische Studie zum Erleben der Corona-Epidemie: Viele Menschen wachsen an den Herausforderungen der Krise
    03.04.2020 – 13:22 International School of Management (ISM) Dortmund (ots) Die Corona-Krise hat Deutschland fest im Griff, die Lage ist ernst. Manche Menschen erkranken schwer durch das Virus, die Zahl der Todesfälle steigt. Personen in helfenden Berufen, aber auch Mitarbeiter im Supermarkt und anderswo arbeiten bis über die Belastungsgrenze. Viele Unternehmen und Selbstständige machen sich Sorgen um ihre Existenz. Alle Menschen müssen lernen, mit den Herausforderungen dieser Zeit, wie den Ausgangsbeschränkungen, zu leben. Eine Blitzumfrage unter mehr als 1.200 Personen, die Prof. Dr. Nico Rose von der International School of Management (ISM) in Dortmund durchgeführt hat, bestätigt dieses Bild. Sie legt aber auch nahe, dass viele Menschen im Angesicht der Herausforderungen eine Art psychisches Wachstum erfahren. "Aktuell machen sich die Menschen deutlich mehr Sorgen als vor der Krise, sie sind weniger fröhlich und gelassen", erklärt Rose. "Das ist allerdings nur einBlickwinkel auf die Wirklichkeit. Die Menschen bemerken, dass sie mit großen Problemen fertig werden, investieren mehr Energie in enge Beziehungen und gewinnen mehr Klarheit zur Frage, was wirklich wichtig ist im Leben." Die Ergebnisse der Umfrage deuten außerdem darauf hin, dass Menschen mehr Mitgefühl entwickeln und hilfsbereiter werden - ein Eindruck, der sich auch durch die enorme Welle an Solidarität in der Bevölkerung und der Wirtschaft bestätigen lässt. "Manche Menschen mögen es als zynisch empfinden, im Angesicht von so viel Leid auch nur über positive Konsequenzen nachzudenken", fügt der Wirtschaftspsychologe hinzu. "Andererseits ist das eine der großartigen Seiten der menschlichen Existenz: Wir können in und an Krisen wachsen. Unter den richtigen Umständen bringen sie das Beste in uns hervor - und auch das Beste zwischen den Menschen und in der Gesellschaft an sich." Das Phänomen ist übrigens eher die Regel als die Ausnahme: Etwa 70 Prozent der Personen in der Studie beobachten bei sich mindestens ein paar Anzeichen von Wachstum, lediglich bei 30 Prozent ist das aktuell nicht der Fall. What went well? Dankbarkeit als Schlüssel Frauen berichten von deutlich mehr psychischem Wachstum, obwohl sie im Mittel aktuell auch mehr negative und weniger positive Emotionen empfinden. Es gibt allerdings eine gravierende Ausnahme: Sie geben zu Protokoll, dass sie seit dem Beginn der Krise deutlich mehr Dankbarkeit spüren. Für Männer trifft dies auch zu, aber nicht im gleichen Maße. Das Empfinden von mehr Dankbarkeit wiederum ist mit weitem Abstand jener Faktor, der das Erleben von Wachstum und resilientem Verhalten am besten vorhersagt. "Wir wissen schon länger, dass Dankbarkeit ein wichtiger Schlüssel zur Überwindung von Krisen ist", erläutert Nico Rose. "Manche Menschen schaffen es, immer wieder ganz bewusst den Blick auf das zu richten, was 'trotzdem gut' ist: die stärkenden Beziehungen im Leben, die Unterstützung, die man erhält, die kleinen und großen Herausforderungen, die man - trotz allem - kontinuierlich meistert." Ein solcher Blickwinkel lässt sich übrigens kultivieren. Entsprechende Konzepte sind Teil von manchen Spielarten der Psychotherapie, beispielsweise zur Behandlung von Depressionen. Das Erleben von psychischem Wachstum in der Corona-Krise hängt auch mit weiteren Faktoren zusammen, unter anderem einigen demographischen Aspekten: Menschen mit einem tendenziell höheren Einkommen und einer längeren Bildungshistorie berichten im Mittel von etwas mehr Anzeichen des Wachstums. Statistisch betrachtet steht der Einfluss dieser Faktoren jedoch deutlich hinter dem Kultivieren von Dankbarkeit zurück. Der psychologische Hintergrund: Wohlbefinden ist mehrdimensional Die meisten Menschen stellen sich psychologisches Wohlbefinden als einfaches Kontinuum vor, sprich: Manchmal geht es uns richtig gut, manchmal schlecht, an vielen Tagen normal gut. Die Daten der vorliegenden Studie und auch früherer Arbeiten deuten allerdings darauf hin, dass das tatsächliche Erleben vielschichtiger ist. "Man kann sich die Anwesenheit von psychischem Unwohlsein und psychischem Wohlbefinden besser als verwandte, aber unabhängige Dimensionen vorstellen - wie in einem Koordinatensystem. Menschen können folglich psychologische Einschränkungen erfahren (Stress, negative Gefühle etc.) und gleichzeitig positive Entwicklungen verspüren (mehr Dankbarkeit, ein Mehr an Klarheit usw.)", so der Psychologe "Diesem Wachstum in und nach Krisenzeiten wird außerhalb der Forschung meist zu wenig Beachtung geschenkt." Hinweise zur Interpretation der Studie Die Ergebnisse der Studie sollten mit Vorsicht interpretiert werden. Da die Umfrage über Netzwerke wie Twitter, XING, LinkedIn & Co. erfolgt ist, hat sie trotz der großen Stichprobe nur einen Ausschnitt der Bevölkerung erreicht. Sie ist somit nicht repräsentativ, sondern bildet den tendenziell gut ausgebildeten und monetär stabilen Teil der deutschen Bevölkerung ab. "Menschen mit unterdurchschnittlichen finanziellen Mitteln hatten unter Umständen nicht im gleichen Maß die technischen Möglichkeiten oder die Energie, die Fragen zu beantworten. Ob jene Personen auch positive Entwicklungen erfahren haben, konnte hier kaum erfasst werden", sagt Nico Rose. "Vor diesem Hintergrund gilt es, derzeit in besonderem Maße solidarisch mit jenen Menschen zu sein, die - finanziell betrachtet - eher 'am Rand der Gesellschaft' stehen." Hintergrund: Die International School of Management (ISM) zählt zu den führenden privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In den einschlägigen Hochschulrankings rangiert die ISM regelmäßig an vorderster Stelle. Die ISM hat Standorte in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin. An der staatlich anerkannten, privaten Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft wird der Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen in kompakten, anwendungsbezogenen Studiengängen ausgebildet. Alle Studiengänge der ISM zeichnen sich durch Internationalität und hohe Lehrqualität aus. Projekte in Kleingruppen gehören ebenso zum Hochschulalltag wie integrierte Auslandssemester und -module an einer der über 180 Partneruniversitäten der ISM. Pressekontakt: Maxie StrateLeiterin Marketing & CommunicationsISM International School of Management GmbH - GemeinnützigeGesellschaftOtto-Hahn-Straße 19D-44227 DortmundFon: 0231.97 51 39-31Fax: 0231.97 51 39-39maxie.strate@ism.de Original-Content von: International School of Management (ISM), übermittelt durch news aktuell Let's block ads! (Why?)
    Quelle: DPA GesundheitPubliziert am 03-04-2020By redaktion@presseportal.de (presseportal.de)
  • Corona-Krise in Afrika: “Social Distancing ist einfach nicht möglich!” – “Viva con Agua”-Initiator über Lage in Südafrika
    Benjamin Adrion ist seit Januar in Südafrika, um Viva con Agua dort aufzubauen.Der Initiator der Non-Profit-Organisation erzählt im Interview welche Auswirkungen die Coronakrise auf das Entwicklungsland hat.Interview Benjamin AdrionDoch wie sich die Pandemie in Afrika entwickelt, wird sich erst noch zeigen.Interview Benjamin AdrionDas größte Problem: Die Lebensbedingungen vieler Menschen.Interview Benjamin AdrionEines ist klar: Das Gesundheitssystem ist gegen eine starke Verbreitung des Coronavirus nicht gewappnet.Während in Deutschland zur Zeit ca. 40.000 Intensivbetten für 80 Millionen Einwohner zur Verfügung stehen,gibt es in Südafrika nicht mal 1000 Intensivbetten für 56 Millionen Menschen.Interview Benjamin AdrionUnd dabei ist Südafrika noch eines der am besten vorbereiteten Länder Afrikas.Doch die Schere zwischen Arm und Reich ist in Südafrika groß.Benjamin AdrionKonkrete Forderungen hat Benjamin Adrion nicht, doch er weiß, wie den Menschen vor Ort geholfen werden kann.Interview Benjamin AdrionTrotz der vielen Probleme verliert er nicht den Mut, denn es gibt auch Hoffnung.Interview Benjamin AdrionViva con Aqua beschäftigt sich in seinen Projekten unabhängig von der aktuellen Situation mit den Themen Hygiene und Wasserversorgung.In der aktuellen Corona-Krise ist Hygiene in Entwicklungsländern wie Südafrika umso wichtiger.Interview Benjamin AdrionNoch bis Juni will der 39-Jährige in Kapstadt bleiben, um vor Ort so gut es geht zu helfen.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern GesundheitPubliziert am 03-04-2020By Nele Andresen