Familie

  • Schließungen wegen Corona – "Schulen werden nicht mehr so sein wie vorher": Meidinger warnt vor fatalen Folgen
    Schließungen wegen Corona: "Schulen werden nicht mehr so sein wie vorher": Meidinger warnt vor fatalen Folgen Der Deutsche Lehrerverband erwartet, dass als Folge der Corona-Krise noch lange eine Ausnahmesituation an deutschen Schulen herrschen wird. Risiken sieht Verbandspräsident Meidinger auch für Kinder aus einkommensschwachen Familien. "Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). So werde es Schulkonzerte, Ausflüge und Klassenfahrten vorerst nicht mehr geben.Meidinger sprach sich für eine graduelle Wiedereröffnung der Schulen unter Wahrung des Infektionsschutzes aus. Nach der Osterpause könnten zunächst nur die Abschlussklassen wieder in die Schulen kommen, um eine "räumliche Entzerrung" zu ermöglichen. Nach und nach könnten dann abhängig von der Entwicklung der Infektionsschutz-Regeln die anderen Klassenstufen wieder hinzukommen.Meidinger: Digitaler Unterricht bringt weniger LernerfolgRiskant sei es dagegen, noch lange auf digitalen Unterricht zu setzen, warnte Meidinger. Studien zeigten, dass digitaler Unterricht im Gegensatz zu Präsenzunterricht im Durchschnitt nur ein Viertel des Lernerfolgs bringe. Viele Kinder würden dadurch "komplett abgehängt". Dazu gehörten Kinder aus Familien, die sich keinen PC leisten könnten, Kinder mit Förderbedarf und solche aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen werde. Schließungen wegen Corona: Wo und wie lange Kitas und Schulen geschlossen sind Bayern: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenBaden-Württemberg: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenBerlin: Schulen und Kitas bleiben bis 17. April geschlossenBrandenburg: Schulen und Kitas bleiben bis 17. April geschlossenBremen: Schulen und Kitas bleiben bis 14. April geschlossenHamburg: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenHessen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenMecklenburg-Vorpommern: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenNiedersachsen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen, Ausnahme: Abiturienten starten am 15. AprilNordrhein-Westfalen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenRheinland-Pfalz: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenSaarland: Schulen und Kitas bleiben bis 26. April geschlossenSachsen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenSachsen-Anhalt: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen (eine Woche länger als Osterferien)Schleswig-Holstein: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossenThüringen: Schulen und Kitas bleiben bis 19. April geschlossen FOCUS Online versorgt Sie mit den spannendsten Berichten aus dem Bereich Eltern. Hier können Sie den Newsletter abonnieren. FOCUS-Online-Aktion #CoronaCare: Deutschland hilft sich! Die Corona-Pandemie schränkt den Alltag der Menschen in Deutschland ein. Vor allem für gefährdete Gruppen wie Senioren sind auch alltägliche Aufgaben mit einem Ansteckungsrisiko verbunden. Daher ist nun Solidarität gefragt! FOCUS Online hat deshalb die Aktion "#CoronaCare: Deutschland hilft sich" gestartet. Machen Sie mit! Alle Informationen finden Sie hier. Masken selber nähen! Feuerwehr veröffentlicht einfache Video-Anleitung Lesen Sie auch Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Focus FamiliePubliziert am 03-04-2020By AFP
  • Prüfungen "nicht zwingend" notwendig – Abitur wegen Corona-Krise in Gefahr: Lehrerverband schlägt Abi ohne Prüfungen vor
    Prüfungen "nicht zwingend" notwendig: Abitur wegen Corona-Krise in Gefahr: Lehrerverband schlägt Abi ohne Prüfungen vor Jahrelang arbeiten Schüler darauf hin, das Abitur zu machen. Die Corona-Pandemie und die wochenlangen Schulschließungen in allen Bundesländern machen den angehenden Abiturienten dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung. Vom Philologenverband kommt nun ein ungewöhnlicher Vorschlag, um das Abitur zu retten. Die Vorsitzende des Philologenverbandes hat wegen der möglichen Folgen der Corona-Krise ein Abitur ohne Abschlussprüfungen nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich sehe sie das Abitur nicht in Gefahr, sagte Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). "Je nachdem, wie sich die Corona-Situation entwickelt, können die Prüfungen ja auch einfach etwas später durchgeführt werden", sagte die Vorsitzende der Interessenvertretung der Gymnasiallehrer. Sollte das nicht möglich sein, gebe es Alternativen.Zwei Drittel der Abiturnote seien bereits durch die Leistungen in den Kursen erbracht. Das letzte Drittel der Note solle eine Prüfungssituation abbilden. "Dafür brauchen wir die Abiturprüfungen aber nicht zwingend. Wir könnten diese Note nämlich auch aus vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnen", sagte Lin-Klitzing und betonte: "Wir können, wenn es notwendig sein sollte, auch ein Abitur ohne eigene Abiturprüfungen hinbekommen." Schuljahr 2019/20 soll nicht "annulliert" werdenDass das Schuljahr wegen Unterrichtsausfalls annulliert werde, schließt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig aus. "Das Schuljahr 2019/2020 wird auf jeden Fall gewertet", sagte die SPD-Politikerin dem RND. Auch sie betrachtet das diesjährige Abitur als gesichert. "Für den Fall, dass Abschlussprüfungen gar nicht durchgeführt werden können, wird es eine entsprechende Regelung geben, bei der die gegenseitige Anerkennung auch gesichert ist", sagte Hubig. Darauf hätten sich die Kultusminister auf ihrer letzten Sitzung geeinigt. Die Schüler sollten durch die besondere Situation keine Nachteile haben.Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, bemängelte: "Es ist ärgerlich, dass es bislang kaum Absprachen zwischen den Ländern gibt", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag). "Die Abiturienten wollen vor allem Verlässlichkeit. Verschiebungen können im Einzelfall sinnvoll sein. Aber die Länder sollten sich besser abstimmen." Auch wenn die Schulen weiter geschlossen sein sollten, müssten Bedingungen geschaffen werden, damit die Prüfungen geordnet und bei Beachtung größtmöglichen Infektionsschutzes stattfinden könnten. "Das muss jetzt oberste Priorität haben, damit unsere Abschlussschüler nicht ein Jahr komplett verlieren."Mehr zum Thema: Wo tritt Coronavirus auf? Echtzeit-Karte zeigt die Verbreitung der Krankheit Mehr zum Coronavirus Lesen Sie auch Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Focus FamiliePubliziert am 24-03-2020By dpa
  • Pflege-Tipp: Kein Mittagsschlaf und helle Wohnung für besseren Schlaf
    3. April 2020 um 04:50 Uhr Pflege-Tipp : Kein Mittagsschlaf und helle Wohnung für besseren Schlaf <!-- <!-- <!-- Auch wenn Pflegebedürftige nur noch selten das Bett verlassen, sollten sie bei nächtlichen Schlafstörungen auf lange Nickerchen am Tag zwischendurch verzichten. Foto: Jana Bauch/dpa. Berlin Schmerzen, nächtliche Toilettengänge, mangelnde Bewegung: Es gibt viele Gründe, warum pflegebedürftige Menschen nachts oft schlecht schlafen. Tipps, worauf man achten kann.
    Quelle: Aachener Nachrichten FamiliePubliziert am 03-04-2020
  • Erziehungs-Tipp: Kontaktverbot: Wie klappt der Umgang mit Pubertierenden?
    3. April 2020 um 04:43 Uhr Erziehungs-Tipp : Kontaktverbot: Wie klappt der Umgang mit Pubertierenden? <!-- <!-- <!-- Normalerweise verbringen Jugendliche ihre Zeit lieber mit Freunden als mit Eltern. Daher ist es wichtig, ihnen zu Hause genügend Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Foto: Tobias Hase/dpa. München Statt mit Freunden abzuhängen, hocken Teenager im besten pubertierenden Alter mit ihren Eltern auf engstem Raum zusammen. Wie können Eltern am besten mit der geladenen Situation umgehen?
    Quelle: Aachener Nachrichten FamiliePubliziert am 03-04-2020
  • Freiburg: Landeskriminalamt ermittelt nach tödlichem Zugunglück
    Nachdem bei einem Zugunglück in Auggen in der Nähe von Freiburg ein Lokführer starb, hat die Polizei ihre Ermittlungen fortgesetzt. Die Kriminalpolizei habe noch am Donnerstagabend den Ort begutachtet, teilte ein Sprecher der Freiburger Polizei mit. Polizeikräfte seien aktuell vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern. Auch das Landeskriminalamt wird den Unfallort näher untersuchen. Die Ermittlungen würden voraussichtlich den gesamten Tag in Anspruch nehmen, sagte der Sprecher.Nach bisherigen Erkenntnissen war am Donnerstagabend ein Betonteil von einer im Bau befindlichen Brücke in den Gleisbereich auf der Rheintalstrecke gestürzt. Der Zug, der Richtung in Italien fuhr, war damit kollidiert und daraufhin teilweise entgleist. Der 51 Jahre alte Lokführer kam ums Leben, mehrere weitere Menschen erlitten Verletzungen. Wie der Polizeisprecher sagte, kamen zwei Lastwagenfahrer ins Krankenhaus.Die Deutsche Bahn teilte auf Twitter mit, die Strecke zwischen Freiburg und Basel werde voraussichtlich bis Montagvormittag gesperrt bleiben. Ein Busersatzverkehr werde eingerichtet. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, sagte: "Unsere Gedanken sind jetzt bei dem verunglückten Lokführer und seinen Angehörigen. Den Verletzten wünschen wir schnelle Genesung." Selbstverständlich unterstütze die Deutsche Bahn die Behörden bei der Ermittlung der Unfallursache, hieß es. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
  • Heidi Klum über Tochter Leni: “Die Einzige, die in meine Fußstapfen treten will, ist Leni”
    Heidi Klum ist in der Modelwelt zu Hause, seit den Neunzigerjahren läuft sie über die Laufstege der Welt, steht als Moderatorin von Castingshows vor der Kamera. Von ihren vier Kindern ist aber offenbar nur ihre älteste Tochter an einer Karriere in Klums Branche interessiert. Das hat Klum nun in einem Interview mit der Zeitschrift "People" erzählt. "Die einzige, die bisher in meine Fußstapfen treten will, ist meine älteste Tochter Leni", sagte die 46-Jährige. Was die 15-Jährige sich genau vorstellt, führte ihre Mutter nicht aus. Es scheint aber klar zu sein, dass Leni glaubt, "ihr eigenes Ding machen zu müssen"."Es ist definitiv ein rücksichtsloses Geschäft"Sie habe ihre Kinder nie zu etwas gedrängt, sagte Klum. Die Modebranche habe sich seit ihrem eigenen Start 1992 verändert. "Es ist definitiv ein rücksichtsloses Geschäft." Mit Sänger Seal hat Klum noch drei weitere Kinder: die Söhne Henry und Johan sowie Tochter Lou. Aus einer früheren Beziehung mit dem italienischen Formel-1-Manager Flavio Briatore ging Tochter Leni hervor. Seit 2019 ist das Model mit Tom Kaulitz verheiratet. Für Klum ist es die dritte, für den Musiker die zweite Ehe. Das Paar hatte sich Anfang 2018 auf einer Geburtstagsfeier des Designers Michael Michalsky kennengelernt. Im vergangenen Sommer gaben sie sich auf einer Luxusjacht vor der italienischen Insel Capri das Jawort. Icon: Der Spiegel Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 03-04-2020
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    Quelle: gofeminin.dePubliziert am 29-03-2020
  • Für Mutter und Kind: Was ist Heilwolle? Eine Wunderwaffe gegen Hautreizungen
    Das in Schafwolle enthaltene Wachs, kurz Lanolin genannt, besitzt hautpflegende Eigenschaften und findet in vielen kosmetischen Produkten Verwendung – wie Brustwarzensalben für frisch gebackene Mütter. Allerdings enthalten die Cremes oftmals auch Konservierungsstoffe oder bedenkliche Zusätze wie Erdöl. Daher greifen viele Frauen lieber auf ein Wundermittel aus der Natur zurück: Heilwolle. Im Gegensatz zu normaler Schafwolle, die für den weiteren Gebrauch so heiß gewaschen wird, dass kein Restfett mehr darin zu finden ist, enthält das naturbelassene Produkt noch sämtliches Wollwachs. Es wird zuerst in kälterem Wasser gereinigt, anschließend getrocknet und gekämmt. Dadurch fühlt sich Heilwolle wie Watte an, hat aber deutlich mehr zu bieten.Wirkungsweise und Anwendungsgebiete von HeilwolleHeilwolle hat eine entzündungshemmende Wirkung und eignet sich somit für gereizte Hautstellen. Das natürliche Hausmittel können Sie aber auch bei folgenden Erkrankungen anwenden:Gereizte BrustwarzenDas betrifft meist frisch gebackene Mütter, deren Brustwarzen vom permanenten Stillen stark gereizt sind. Eine äußerst schmerzhafte Erfahrung, deren Linderung viel Zeit abverlangt. Hier kann Heilwolle eine sinnvolle Alternative zu den gängigen Salben sein: Stecken Sie die Wolle zur Beruhigung der Haut einfach in den BH, am besten auf Höhe der Brustwarzen.OhrenschmerzenWenn Sie unter leichten Ohrenschmerzen leiden, können Sie die Beschwerden mit Heilwolle lindern. Sie dürfen die Wolle entweder als kleines Knäuel direkt in Ihr Ohr stecken (aber nicht zu tief!), oder aber Sie befestigen diese mithilfe eines Tuchs oder Schals über dem schmerzenden Ohr. Entfernen Sie die Wolle nach ein paar Stunden Einwirkzeit wieder.HalsschmerzenSogar bei Halsschmerzen kann Heilwolle angewendet werden, da sie nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch die Durchblutung fördert. Zupfen Sie hier einfach einen Teil der Wolle ab und legen diesen auf die schmerzende Stelle, anschließend wickeln Sie einen dünnen Schal um Ihren Hals, um das Naturprodukt auf der Haut zu fixieren.Nässende WundenEine weitere positive Eigenschaft, die Heilwolle mit sich bringt: Sie ist saugfähig. Aus diesem Grund eignet sie sich auch für offene Wunden. Denn im Gegensatz zu gewöhnlichen Verbänden bleibt das Hausmittel atmungsaktiv, selbst wenn es Feuchtigkeit aufnimmt. Legen Sie die Wolle jedoch nicht direkt auf die Wunde, sondern auf Mull, damit keine Härchen in die Haut gelangen.Noch drei wichtige Hinweise:Tauschen Sie die Heilwolle aus hygienischen Gründen nach jeder Anwendung aus.Wenn Sie die Heilwolle waschen, geht das darin enthaltene Lanolin verloren.Heilwolle eignet sich nicht für akute Entzündungen oder Fieber.Heilwolle für Babys: so behandeln Sie einen wunden Po
    Fullscreen Heilwolle hat eine gesundheitsfördernde Wirkung auf gereizte Hautstellen. Im Gegensatz zu handelsüblichen Wundcremes für den Babypo ist Heilwolle vollkommen frei von Zusatzstoffen. Aufgrund ihrer hautpflegenden wie auch entzündungshemmenden Eigenschaften trägt das Naturprodukt zur natürlichen Wundheilung bei. Bevor Sie die Wolle jedoch auf den wunden Po legen, müssen Sie die Haut wie gewöhnlich reinigen. Anschließend legen Sie eine Handvoll auf die geröteten Stellen und ziehen Ihrem Kind eine Windel an. Erneuern Sie die Auflage bei jedem Wickelgang – am besten so oft, bis die gereizte Haut wieder normal aussieht.Das könnte Sie auch interessieren:Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern FamiliePubliziert am 03-04-2020By Anna Stefanski
  • Sozial schwache Familien : “Gewalttätige Eltern sind meine größte Sorge” – warum der Arche-Gründer trotz Krise weiter arbeitet
    Am schwersten fällt es Bernd Siggelkow, die Kinder nicht zu umarmen. Sie verstehen nicht, warum er auf einmal Abstand zu ihnen hält, sie nicht mehr zur Begrüßung an sich drückt. Für viele ist er ihre wichtigste Bezugsperson. Jetzt stellt er nur noch Einkäufe vor der Tür ab und geht. Die Kinder beginnen zu weinen. "Bei mir fließen dann auch Tränen. Ich fühle mich wie ein Verbrecher. Viele dieser Kinder kenne ich schon seit ihrer Geburt", sagt Siggelkow.Vor 25 Jahren hat Bernd Siggelkow die Arche gegründet, eine Einrichtung für Kinder, die in sozial schwachen Familien aufwachsen. Einige Eltern kannte er schon, als sie selbst noch Kinder in der Arche waren. Armut und schwierige Familienverhältnisse bleiben oft über Generationen hinweg bestehen. In Deutschland leben laut der Bundesagentur für Arbeit fast zwei Millionen Kinder in Hartz-IV-Haushalten. Normalerweise kommen Kinder von 14 bis 18 Uhr in die Arche, spielen und lernen hier. Doch wegen der Corona-Krise mussten die 25 Standorte der Arche in Deutschland schließen. Siggelkows Arbeit ist dadurch nicht weniger geworden, sondern mehr."Wenn die Kinder nicht zu uns kommen können, kommen wir eben zu den Kindern", sagt er. Seine Mitarbeiter und er kaufen unter den gebotenen Hygienevorschriften für die Familien ein und liefern ihnen die Einkäufe. Dass die Kinder zu wenig und ungesund essen, ist eine von Siggelkows Sorgen. "Meine größte Sorge aber sind gewalttätige Eltern.""Das erste, was ich morgens mache, ist in der Zeitung nach Hinweisen auf häusliche Gewalt zu suchen"Zehntausende Kinder werden in Deutschland jedes Jahr Opfer von Gewalt und Missbrauch. Das belegen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik. Nirgendwo kommt es dabei zu so viel Gewalt wie im häuslichen Raum, doch verlässliche Statistiken dazu gibt es nicht. Laut einer Befragung 2013 von 900 Kindern aus armen Verhältnissen gehörte für knapp ein Viertel Gewalt zum Alltag."Das erste, was ich morgens mache, ist in der Zeitung nach Hinweisen auf häusliche Gewalt zu suchen. Weil ich solche Angst habe, dass einem der Kinder etwas passiert sein könnte", sagt Siggelkow. Findet er nichts, ist er erleichtert. Zumindest bis zum nächsten Morgen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, wird das Team der Arche kreativ. Sie lassen sich Beschäftigungen für die Kinder einfallen. Challenges, die sie online posten, Rezepte, die sie mit ihren Eltern backen sollen. Denn das Schlimmste sei, wenn die Familien nicht mehr beschäftigt sind. Wenn die Langeweile bei Kindern und Eltern so groß werde, dass sie aggressiv und dadurch möglicherweise gewalttätig werden. "Erschwerend kommt hinzu, dass die Eltern gerade vor Herausforderungen stehen, die sie nicht meistern können", sagt Siggelkow. "Die Eltern unserer Arche-Kinder können sich aus verschiedenen Gründen oft nicht einmal in normalen Verhältnissen um sie kümmern. Wie soll das dann erst unter erschwerten Bedingungen funktionieren? Mit Home Schooling? Das wird nicht funktionieren und die Bildung der Kinder wird darunter noch mehr leiden als ohnehin schon.""Wir sind gerade dabei, die Schwächsten in unserer Gesellschaft noch weiter abzuhängen"Um das zu verhindern, helfen die Arche-Mitarbeiter den Kindern bei den Hausaufgaben, die sie an ihren Schulen bekommen haben. Doch auch da gibt es Probleme. "Vieles ist online verfügbar, doch nicht alle Kinder haben einen Laptop", sagt Siggelkow. "Andere Kinder besuchen Schulen in Problembezirken, bei denen gar nichts online ist. Und auch das ist schwierig. Denn die Aufgabenzettel, die sie mitbekommen haben, werden nicht bis nach Ostern reichen. Und was, wenn die Krise dann noch immer nicht überstanden ist? Wir sind gerade dabei, die Schwächsten in unserer Gesellschaft noch weiter abzuhängen."
    Corona-Krise mitbekommen."Die Familien, die wir betreuen, schauen sich keine Merkel-Reden an, sie schauen überhaupt keine Nachrichten, sie schauen das Nachmittagsprogramm der Privatsender. Das sind die Kanäle, auf denen man sie erreichen muss", sagt er. "Es wäre so hilfreich, wenn jeder Privatsender einfach eine Nummer einblenden würde, an die man sich bei häuslicher Gewalt wenden kann. Aber das macht keiner."  Das Motto „Gemeinsam gegen Corona“ markiert Berichterstattung und Initiativen über besonders solidarische und bemerkenswerte Projekte im Kampf gegen Corona. Initiator der Aktion ist die Bertelsmann Content Alliance, zu der auch der Verlag Gruner+Jahr gehört, in dem der stern erscheint. Siggelkow ist an der Stimme anzuhören, dass er wirklich Angst hat. Davor, "dass einer Mama mal der Kochlöffel ausrutscht" oder "der Papa mal nach dem Kind tritt". Weil es gar nicht anders gehe, sagt er, bei Familien, die ohnehin in schwierigen Verhältnissen leben und von heute auf morgen auf engstem Raum ungewohnt viel Zeit miteinander verbringen. "Im schlimmsten Fall werden die Nachbarn die Polizei rufen und die Kinder werden aus den Familien genommen. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen." Wenn Sie selbst Hilfe benötigen, finden Sie diese zum Beispiel beim Hilfetelefon des Bundesamt für Familie oder beim Weißen Ring.Sie wollen mit einer Spende helfen?Sie können Menschen, die gerade besonders schwer von der Corona-Krise betroffen sind, auch mit einer Spende helfen. Die Stiftung stern leitet Ihr Geld an ausgewählte Hilfsprojekte weiter. IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01; BIC DEUTDEHH; Stichwort: Corona-Solidarität; www.stiftungstern.deLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern FamiliePubliziert am 02-04-2020By Amelie Graen

Nachrichten

Tagesschau

  • Rückholaktion für deutsche Touristen in Neuseeland gestartet
    In Neuseeland sitzen wegen der Corona-Krise so viele Deutsche fest, wie nirgendwo sonst. Eine erste Rückholaktion der Bundesregierung scheiterte, nun ist ein neuer Anlauf gestartet. Die Rückreise von Touristen, die bislang in Neuseeland feststeckten, hat begonnen. Wie die Fluggesellschaft Air New Zealand mitteilte, startete in Auckland der erste von mehreren Flügen. Die Route führt über das kanadische Vancouver nach Frankfurt am Main. Die Flüge wurden von der Bundesregierung gechartert, um Deutsche nach Hause zu fliegen. Mehr als 12.000 hätten sich für das Rückführungsprogramm registriert, so die deutsche Botschaft in Wellington vergangene Woche. Nach neuseeländischen Behördenangaben meldeten sich insgesamt 37.000 Touristen bei ihren Botschaften angemeldet, um nach Hause gebracht zu werden. Der neuseeländische Außenminister Winston Peters vermutete in einem Interview des Radiosenders RNZ, in Wahrheit seien etwa 100.000 Menschen betroffen. Strenge Ausgangsbeschränkungen Neuseeland hatte vergangene Woche strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt, die weitere Coronavirus-Infektionen verhindern sollen. Viele Touristen durften zunächst keine Inlandsflüge nehmen, wodurch sie nicht zum wichtigen Flughafen in Auckland gelangen konnten, um internationale Flüge nach Hause zu nehmen. Gestern gab Peters bekannt, dass Touristen unter einer Bedingung Inlandsflüge in Anspruch nehmen könnten: Wenn sie aus dem Land reisten. Charterflüge, die von ausländischen Regierungen organisiert würden, seien neben regulären kommerziellen Flügen zugelassen. In Neuseeland wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 850 Coronavirus-Infektionen registriert, es gibt einen Todesfall. Die lukrative Tourismusindustrie ist wegen des Virus zum Stillstand gekommen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: TagesschauPubliziert am 03-04-2020By tagesschau.de
  • Schutzkleidung künftig von VW?
    Den Beschaffungsämtern der Bundeswehr und des Innenministeriums ist es bisher nicht gelungen, Schutzkleidung zu besorgen. Nun sollen Firmen wie BASF, VW, Lufthansa und Otto für Gesundheitsminister Spahn in China einkaufen gehen. Von Markus Grill, Lena Kampf und Georg Mascolo, NDR/WDR Weil der staatliche Ankauf bisher nur schleppend läuft, beauftragt die Bundesregierung ab sofort Konzerne damit, medizinische Schutzausrüstung zu besorgen. BASF, VW, Lufthansa, Otto und das Logistikunternehmen Fiege sollen ab sofort die Schutzkleidung und weitere Ausrüstung direkt im Ausland einkaufen und für die Bundesregierung auch den Transport nach Deutschland organisieren. Man wolle damit "der dynamischen Marktentwicklung" begegnen, heißt es in einem Beschluss des "Corona-Kabinetts" von dieser Woche. Das geht aus einem Papier der Bundesregierung hervor und wird in Regierungskreisen bestätigt. Im "kleinen Corona-Kabinett" treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kanzleramtschef Helge Braun jeden Montag mit dem Finanz-, Gesundheits-, Innen- und Außenminister sowie der Verteidigungsministerin, um die Corona-Lage neu zu bewerten. Kontakte der Firmen nutzen Mit den fünf Unternehmen hat das Bundesgesundheitsministerium Rahmenverträge geschlossen. "Verbindungspersonen" der Firmen bilden gemeinsam mit Vertretern des Gesundheitsressorts, des Finanzministeriums und des Auswärtigen Amts nun einen sogenannten Beschaffungsstab. Die Umstrukturierung war offenbar notwendig, weil der Ankauf von Schutzmaterial über die Beschaffungsämter des Verteidigungs- und des Innenministeriums nur sehr langsam angelaufen ist. Das habe nicht funktioniert, heißt es aus dem Umfeld von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Nur ein Bruchteil der bisher vom Bund besorgten Schutzmasken seien über die Beschaffungsämter gekommen. Nun wolle man die Expertise der großen Firmen und deren persönlichen Kontakte ins Ausland nutzen, insbesondere nach China. Dort wird ein Großteil der Schutzausrüstung produziert. Die Konzerne, die in China schon bisher vor Ort mit chinesischen Partnern zusammenarbeiten, kaufen im Auftrag der Bundesregierung und des Corona-Krisenstabs ein. Auch die Bundesländer sollen eingebunden sein und zum Beispiel Hilfeersuchen stellen. Bundesweit herrscht ein eklatanter Mangel an Masken, Kittel und Handschuhen, mit denen Patienten und Pflegepersonal vor einer Ansteckung geschützt werden sollen. Die bisher vom Bundesgesundheitsministerium beschafften Schutzmasken wurden über die Bundesländer an Kliniken, Alten- und Pflegeheimen aber auch Arztpraxen verteilt. Doch der Bedarf ist bei weitem nicht gedeckt. In einigen Bundesländern, wie etwa Baden-Württemberg, hatten die Landesregierungen mit Hilfe von international gut vernetzten, heimischen Unternehmen bereits größere Mengen an Schutzausrüstung besorgen können. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: TagesschauPubliziert am 03-04-2020By tagesschau.de
  • FAQ: Was wird aus Zweitwohnsitzen in der Corona-Krise?
    Etliche Gemeinden haben Inhaber von Zweitwohnsitzen abgewiesen - aus Angst, zu einem Corona-Krisenherd zu werden. Dürfen sie eine Abreise erzwingen? Und können sie sich dabei auf den Infektionsschutz berufen? Alles ausklappen Von Eva Steinlein, tagesschau.de und Gigi Deppe, ARD-Rechtsredaktion Ostern an der Küste oder in den Bergen: Viele Besitzer von Ferienwohnungen hatten sich schon auf entspannte Tage im Zweitwohnsitz gefreut - und sich womöglich in Sicherheit vor einer Coronavirus-Ansteckung gewähnt, zu der es in Ballungsräumen besonders leicht kommen kann. Etliche Gemeinden sehen die "Teilzeitbewohner" in Zeiten der Pandemie hingegen mit Besorgnis: Die Gemeinde Krummhörn in Ostfriesland forderte ein Ehepaar zur Rückreise nach Rheinland-Pfalz auf und bekam vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg Recht. Die Besitzerin eines Hauses in Aurich sollte dem Landkreis mit Fotos beweisen, dass sie ihren Noch-Hauptwohnsitz in Dortmund bereits für den Verkauf leergeräumt hat und nicht etwa aus Angst vor Corona aus Nordrhein-Westfalen geflüchtet ist. In Brandenburg wiederum sprach das Potsdamer Verwaltungsgericht zwei Berliner Klägern das Recht zu, ihre Zweitwohnsitze in der Gemeinde Ostprignitz-Ruppin aufzusuchen - trotz eines von der Gemeinde verhängten Einreiseverbots. Die Fälle zeigen: Zu Einschränkungen sind während der Corona-Krise die meisten bereit. Aber wer derzeit wem was vorschreiben und verbieten darf, ist längst nicht so eindeutig geklärt. Die wichtigsten Fragen im Überblick. Warum sind Zweitwohnungs-Besitzer in einigen Gemeinden derzeit nicht willkommen? In der Corona-Pandemie befürchtet jede Gemeinde, zum nächsten Infektionsherd zu werden. Orte, in die für gewöhnlich viele Touristen reisen oder in denen viele Wohnungen als Zweitwohnsitze gemeldet sind, sehen sich momentan besonders gefährdet: Sie befürchten, dass die Gäste das Virus erst in die Gemeinde einschleppen und im Ernstfall die örtliche Gesundheitsversorgung stark belasten. Zweitwohnungen besitzen vor allem Menschen fortgeschrittenen Alters. Sind sie nicht besonders gefährdet, wenn sie nun abreisen müssen? So sieht es das Ehepaar, das per Eilantrag gegen den Landkreis Aurich geklagt hatte. Sie wollten nicht zurück nach Rheinland-Pfalz fahren, weil dort die Infektionsgefahr höher sei als in Ostfriesland. Zudem sei im Infektionsschutzgesetz von erzwungener Abreise aus Wohneigentum keine Rede, hatten sie argumentiert. Das Verwaltungsgericht Oldenburg stellte sich wiederum auf die Seite des Landkreises Aurich: Die Aufforderung zum Kofferpacken sei rechtens, da der Schutz der Einwohner in der Krise Vorrang habe und die medizinische Versorgung der Region sonst nicht ausreiche, urteilten die Richter. Dürfen die Leute denn derzeit überhaupt anreisen? Spielt es eine Rolle, zu welchem Zweck man die Zweitwohnung aufsuchen will? Das ist je nach Bundesland unterschiedlich. Die deutschen Inseln vor Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind schon seit Mitte März für Besucher abgeriegelt, Touristen mussten samt und sonders abreisen. In Bayern, Sachsen und Berlin dürfen Einwohner ihre Wohnungen nur verlassen, wenn ein triftiger Grund vorliegt - Urlaub im Zweitwohnsitz ist keiner. Einer der Berliner Kläger, die sich in erster Instanz gegen den Landkreis Ostprignitz-Ruppin durchgesetzt haben, wollte von dort aus dem Homeoffice arbeiten, der andere Sicherungsmaßnahmen an einer Immobilie durchführen. Nach dem Urteil hat der Landkreis seine Bestimmungen geändert: Zunächst sollten auch alle, die einem Zweitwohnsitz in dem Kreis haben und die Wohnung nicht zwingend für die Arbeit nutzen, gehen müssen. Nun soll bleiben dürfen, wer einen Zweitwohnsitz hat und schon im Kreis ist. So handhabt es auch das Bundesland Schleswig-Holstein nach einer Regierungsentscheidung. Mecklenburg-Vorpommern gesteht Studierenden, die zum Zweitwohnsitz bei ihren Eltern gefahren sind, die Möglichkeit zu bleiben zu. Ob sie zu Ostern von ihren Universitätsstädten aus anderen Bundesländern eigens anreisen, sollen sie sich aber nach den Worten von Innenminister Lorenz Caffier genau überlegen. Ist die Vertreibung oder Abweisung von Menschen von einem Ort, der nicht ihr Hauptwohnsitz ist, als Infektionsschutz-Maßnahme möglich? Ausdrücklich geregelt ist sie im Infektionsschutzgesetz nicht. Ob daraus folgt, dass sie angewandt werden kann oder eben nicht angewandt werden darf, beurteilen Juristen momentan bundesweit unterschiedlich. Der Anwalt der Berliner Kläger betonte, auch in Zeiten der Krise müsse sich der Staat an Recht und Gesetz halten und die Grundrechte, einschließlich der Freizügigkeit, achten. Das Potsdamer Verwaltungsgericht gab ihm recht: Nach Auffassung der Richter kann derzeit nicht festgestellt werden, dass das Einreiseverbot zur Verhinderung des Virus erforderlich sei. Das Anliegen, die medizinischen Kapazitäten vor Ort nicht zu schwächen, werde zwar anerkannt - allerdings sei eine solche Gefahr im vorliegenden Fall nicht ersichtlich. Wird kontrolliert, wer sich in einer Zweitwohnung aufhält? Und drohen Strafen? Hat das Bundesland oder der Ort, in dem sich der Zweitwohnsitz befindet, einen Aufenthalt per Allgemeinverfügung untersagt, kann grundsätzlich ein Verstoß dagegen mit Bußgeldern oder Strafen belegt werden. In den bisher zum Coronavirus erlassenen Allgemeinverfügungen der Bundesländer werden Zweitwohnsitze aber nicht explizit erwähnt. Zur Durchsetzung der bestehenden Vorschriften setzen die Bundesländer derzeit Polizisten ein, die bei Verstößen Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten können. Einige Länder haben bereits Bußgeld-Kataloge aufgestellt. Ob es am Ende nach der Krise tatsächlich zu einer Flut von Corona-Verfahren und Verurteilungen kommt, ist bislang ungewiss. In Schleswig-Holstein, wo ein Bußgeldkatalog noch in Planung ist, ist das Verwaltungsgericht bereits durch eine Klagenflut gegen die behördlichen Maßnahmen ausgelastet. Was ist mit Wohnwagen- und Wohnmobilurlaubern? Auch hier kommt es auf das Bundesland an. Nach Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt beispielsweise sind touristische Reisen aus privatem Anlass mit dem Wohnmobil oder Campinganhänger explizit untersagt. Ohnehin haben Campingplätze aufgrund des Kontaktverbots derzeit geschlossen. Campern, die ihren Wagen außerhalb solcher Plätze abstellen und darin übernachten, kann die Polizei das untersagen - falls nicht das Weiterfahren aufgrund von Übermüdung einmalig keine Option mehr ist. Dürfen Schrebergartenbesitzer an Ostern ihre Lauben in der Vorstadt aufsuchen? Das ist nicht in allen Bundesländern per Verordnung geklärt - in anderen dafür sehr genau. In Bayern, wo seit dem 21. März strikte Ausgangsbeschränkungen gelten, ist der Aufenthalt in Kleingartenanlagen ausdrücklich erlaubt. Es kommt aber auf die Art der Nutzung an: Der eigene Schrebergarten darf gemeinsam mit Familienangehörigen aus dem selben Haushalt genutzt werden. "Ein nettes Beisammensein mit weiteren Personen im Garten u. ä. darf keinesfalls stattfinden. Nachbarn oder Freunde dürfen nicht eingeladen
    Quelle: TagesschauPubliziert am 03-04-2020By tagesschau.de
  • Corona-Krise: Verkehrsunternehmen brechen Umsätze weg
    Weniger Fahrgäste in Bus und Bahn helfen, das Coronavirus einzudämmen. Sie bedeuten aber auch: Den kommunalen Verkehrsunternemen brechen die Umsätze weg. Wie das aufgefangen werden könnte, ist unklar. Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise setzen die Verkehrsunternehmen zunehmend unter Druck. Bei den Bartickets wie Einzelfahrscheinen und Monatskarten seien die Verkäufe um 70 bis 90 Prozent zurückgegangen, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen der Nachrichtenagentur dpa mit. Sie machen sonst etwa die Hälfte aller Ticketeinnahmen aus. "Dringend klären, wie Verlust ausgeglichen wird" "Wir haben 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste", so Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. "Für viele Verkehrsunternehmen sind die wirtschaftlichen Folgen durch wegbrechende Fahrgeldeinnahmen schon jetzt verheerend." Es müsse dringend geklärt werden, wie der Verlust ausgeglichen werde. Grob beschrieben trägt der gesamte Fahrkartenverkauf in normalen Jahren mehr als die Hälfte zur Finanzierung des Nahverkehrs bei. Der Rest kommt von den Kommunen. Für die Fahrgäste stehe derzeit etwa 50 bis 75 Prozent des üblichen Bus- und Bahnangebots zur Verfügung, das sei mit den Verkehrsverbünden abgestimmt. "Viele Unternehmen fahren etwa den Samstagsfahrplan mit Verstärkung zu Stoßzeiten", erläuterte Wolff. Ausgedünnte Fahrpläne sorgen für Kritik In den vergangenen Wochen hatte es Klagen von Fahrgastvertretern gegeben, das Angebot werde zu stark ausgedünnt, U-Bahn-Züge in den Städten seien zu Stoßzeiten zu voll. Sie würden zu "Virenschleudern", weil die Fahrgäste den empfohlen Abstand von mindestens 1,5 Meter zueinander nicht einhalten könnten. "Wir verstehen den Unmut der Fahrgäste, aber viele Unternehmen arbeiten momentan auch personell am Limit", warb Wolff um Verständnis. Das mache sich auch in Leitstellen und Werkstätten bemerkbar. Sie könnten teils nicht voll besetzt werden, weil auch dort Abstand zwischen den Mitarbeitern gewahrt werden müsse. Wo Fahrzeuge voll seien, werde nachgesteuert, sagte Wolff. Es komme aber auch auf das Verhalten der Fahrgäste an. Man bitte die Kunden, sich in den Fahrzeugen zu verteilen. "Es müssen nicht alle in den ersten oder letzten Wagen einsteigen." Und nach der Kontaktsperre? Die Frage ist, was passiert, wenn die Politik die Kontaktbeschränkungen allmählich aufhebt - die Menschen aber dennoch Abstand zueinander halten sollen. "Innerhalb von fünf bis sieben Tagen können die Unternehmen das Angebot wieder auf 100 Prozent hochfahren", so Wolf. "Aber es wird trotzdem zu Stoßzeiten mal volle Fahrzeuge geben." Denn der Verband hat errechnet, dass man das Nahverkehrsangebot vervierfachen müsste, wollte man zu Stoßzeiten 1,5 Meter Abstand in den Fahrzeugen gewährleisten. Um volle Züge nach einer Wiedereröffnung der Schulen zu vermeiden, schlägt der VDV ungewöhnliche Lösungen vor: "Der Unterricht muss ja beispielsweise nicht für alle Klassen in der ersten Stunde beginnen", sagte Wolff. Man wolle frühzeitig mit Politik und Aufgabenträgern überlegen, wie der Andrang entzerrt werden könne. Auch private Busunternehmen unter Druck Der VDV vertritt viele kommunale Verkehrsbetriebe. Stark unter Druck stehen auch die privaten Busunternehmen, von denen viele auch Linienbusse betreiben. Vier von fünf Unternehmen sehen sich stark oder gar in existenzbedrohender Weise von der Krise betroffen, wie eine Umfrage des Bundesverbands deutscher Omnibusunternehmer ergab. Die wirtschaftliche Lage spitze sich jeden Tag weiter zu, sagte Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonhardt. "Das nimmt dramatische Dimensionen an." Bei vielen Betrieben kommen nach der Umfrage die Sofortkredite der staatlichen KfW-Bank zu langsam an. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: TagesschauPubliziert am 03-04-2020By tagesschau.de

N24

  • Schalke nimmt Training wieder auf
    Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/206989481 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • Gehaltsverzicht? “Wollen dem Verein helfen”
    Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/206987717 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • Social Distancing beim Training
    Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/206986139 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020
  • Deutschland testet dreimal so viele Menschen wie Großbritannien
    Deutschland verfügt über eine mächtige Waffe im Kampf gegen Covid-19: Eine Fülle privater Labore, die dabei helfen, mehr als 50.000 Menschen pro Tag zu testen. Bis Ende März wurden hierzulande bereits etwa 920.000 Menschen getestet und allein in der vergangenen Woche mehr als 350.000, teilte das Robert-Koch-Institut am Dienstag in einem Bericht mit. Die Gesamtzahl könnte noch höher liegen, da noch nicht alle Labore, die Tests durchgeführt haben, Zahlen für die letzte Woche vorgelegt haben. Deutschlands zahlreiche Tests – die immer noch nicht so umfassend sind, wie viele es gerne hätten – haben es ermöglicht, die Ausbreitung des Coronavirus besser zu verfolgen als in vielen anderen europäischen Ländern. Das Land profitiert auch von anderen Vorteilen im Gesundheitswesen, einschließlich einer der höchsten Raten von Krankenhausbetten auf dem Kontinent im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße.
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    A medical employee collects a smear at a special corona test center for public service employees such as police officers, nurses and firefighters during a media presentation as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues, in Cologne, Germany, March 31, 2020. REUTERS/Thilo Schmuelgen Ausmaß der Corona-Pandemie Dank der umfassenden Möglichkeiten, Erkrankungen festzustellen, habe Deutschland vielleicht den besten Überblick über die tatsächliche Anzahl der Infizierten, sagte Frank Ulrich Montgomery, Radiologe und Vorsitzender der World Medical Association, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Trotzdem seien selbst die deutschen Daten weit davon entfernt, das volle Ausmaß der Pandemie zu erfassen. Man müsse mit deutlich höheren Zahlen rechnen, so Montgomery. Deutschland testet nach einer Analyse der BBC etwa 6000 von einer Million Bürgern, etwa dreimal so viele wie das Vereinigte Königreich. Kritiker haben darauf hingewiesen, dass Großbritannien langsamer als einige andere Länder Labore für die Tests zur Verfügung gestellt hat. „Die Wirtschaft kommt nicht nach“ Zumindest einige Labore in Deutschland arbeiten rund um die Uhr, damit so viele Menschen wie möglich auf das Virus getestet werden können. An sieben Tagen der Woche werden 24 Stunden am Tag Proben auf Sars-CoV-2 hin überprüft, wie es etwa aus Laboren in Köln und im sächsischen Plauen heißt.
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    Kanzler Kurz will den ganzen Eisberg sehen – und nicht „immer nur die Spitze“ Stichproben Nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) werden bundesweit in 97 Laboren die entsprechenden Tests durchgeführt. Einer deutschlandweiten Laborabfrage des Robert-Koch-Instituts zufolge testeten Mitte März sogar mehr als 170 Labore in der Bundesrepublik Abstriche auf Sars-CoV-2. Rund 9100 Tests werden wöchentlich in Plauen durchgeführt. „Wir haben unser Test-Personal in Plauen auf 20 vervierfacht, wir arbeiten jetzt im Drei-Schichtsystem, 24 Stunden, sieben Tage“, sagt Christian Scholz, Geschäftsführender Gesellschafter vom Labor Praxis Diagnosticum in Plauen. Das Platzangebot sei vergrößert und die Zahl der Geräte aufgestockt worden. Im Kölner Labor Dr. Wisplinghoff werden täglich 5000 Corona-Tests durchgeführt, nach Unternehmensangaben so viele wie in keinem anderen Labor in Deutschland. Auch hier wurden die Kapazitäten aufgestockt. Gut 100 Mitarbeiter sind momentan nur mit den Covid-19-Tests beschäftigt. Ein Engpass an Arbeitsmaterialien bereitet den Laboren jedoch Schwierigkeiten. „Die Materialbeschaffung ist ein großes Problem“, sagte Thomas Postina, Sprecher des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL). Unter anderem würden die benötigten Chemikalien für die Tests sowie die Entnahmesets langsam knapp. „Die Wirtschaft kommt mit der Produktion von Reagenzien nicht nach. Wir haben fünf Zulieferer und bekommen mehrfach wöchentlich Nachschub. Aber auch damit kommen wir nicht immer hin“, sagt Scholz. „Die Verbrauchsmaterialien wie Tupfer und Plastikplättchen sind knapp und teuer geworden“, heißt es auch aus dem Kölner Labor. Tests werden priorisiert Wegen des Engpasses sei es richtig, die Tests anhand der Kriterien des Robert-Koch-Instituts nach medizinischen Notwendigkeiten zu priorisieren, sagte Postina. „Vorhandene Testkapazitäten gilt es für medizinisches Personal, Sicherheitsorgane und weitere besonders gefährdete Personen, wie Hochrisikogruppen unter den Patienten und Patientinnen, zu sichern“, empfiehlt auch der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL). Eiligere Verdachtsfälle – etwa Krankenhauspersonal, Feuerwehrleute oder Intensiv-Patienten – werden daher vorgezogen, sagt der ärztliche Leiter des Kölner Labors, Fabian Wisplinghoff. Auch in Plauen geht es nach Dringlichkeit. In der Regel können die Testergebnisse in beiden Laboren nach 24 Stunden vorliegen.
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    27.03.2020, Brandenburg, Fürstenwalde: Eine Arzthelferin in Schutzausrüstung hält einen Abstrichtest auf das Coronavirus Sars-Cov-2 in ihren Händen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit Molekulare Diagnostik Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 03-04-2020

Welt

  • US-Flugzeugträger-Kapitän geschasst – UN befürchten Hungerkrise
    Die US-Marine hat den Kapitän eines Flugzeugträgers nach einem Corona-Ausbruch auf seinem Schiff seines Amtes enthoben. Kapitän Brett Crozier habe „äußerst schlechtes Urteilsvermögen“ an den Tag gelegt, als er in einer Nachricht an zahlreiche Stellen um Hilfe für seine Mannschaft gefleht habe, sagte Marine-Minister Thomas Modly am Donnerstag. Außerdem habe er Panik verbreitet, als er vor dem Tod von bis zu 50 seiner Besatzungsmitglieder gesprochen habe. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) rechnet mit einer großen Hungerkrise infolge der Corona-Pandemie. „Wir läuten richtig die Alarmglocken“, sagte Bettina Lüscher, Sprecherin des Berliner WFP-Büros, dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Wir befürchten, dass es eine ganz große Krise wird.“ Schon bisher müsse das WFP 87 Millionen Menschen in über 80 Ländern mit Nahrungsmitteln versorgen. Dies werde durch Kriege, Klimawandel, Dürren und Fluten immer schwieriger. Nun komme die Corona-Pandemie hinzu.
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    Corona-Experte Anthony Fauci (r.) während eines Briefings mit Donald Trump im Weißen Haus Coronakrise Coronavirus live im Ticker: Alle aktuellen Entwicklungen Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt NewsPubliziert am 03-04-2020
  • „Es ist ein Witz. Wir befinden uns auf einem Schlachtfeld“
    In den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Mittwoch 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Donnerstagabend 1169 weitere Todesfälle registriert. Der traurige Rekord war bislang von Italien mit 969 verzeichneten Corona-Toten am 27. März gehalten worden. Am stärksten in den USA von der Pandemie betroffen sind die Stadt und der Bundesstaat New York. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden gibt es in New York City bereits mehr als 1500 Corona-Tote. Die Zahl der dortigen Infektionsfälle stieg auf fast 50.000. Hoffnung, die sich anbahnende humanitäre Krise zu lindern, ruhte auf dem Lazarettschiff „Comfort“, das vom US-Militär nach New York beordert wurde. Das Schiff bietet rund 1000 Krankenhausbetten für Patienten, die nicht an Covid-19 leiden. Die Lungenkrankheit wird von dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 verursacht. Doch wie US-Medien wie die „New York Times“ berichten, ist das Schiff, das seit Beginn der Woche in New York im Einsatz ist, bislang keine große Hilfe. So seien von den 1000 Betten, bislang gerade einmal 20 belegt, die 1200 Mann starke Crew sei bislang kaum im Einsatz. Die Idee des Einsatzes war, dass auf dem Schiff Patienten behandelt werden könnten, die kein Corona haben – um die Kapazitäten der Kliniken zu entlasten und diese vor dem Kollaps zu bewahren. „Die ,Comfort‘ ist mehr als ein schwimmendes Krankenhaus“, kündigte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio großspurig an, „sie ist ein Symbol.“ Das Schiff zeige, dass „die Nation uns nicht im Stich lässt.“ „Das ist ein Witz“ "Wenn ich es unverblümt sage, ist es ein Witz", sagte nun Michael Dowling, Leiter von Northwell Health, dem größten New Yorker Krankenhausnetzwerk. "Jeder kann sagen: 'Danke, dass Sie diese wunderbaren Orte errichtet und diese Hallen geöffnet haben. Aber wir befinden uns hier in einer Krise, wir befinden uns auf einem Schlachtfeld".
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    Gouverneur von New York Laut der Zeitung sei es „ein Gewirr von Militärprotokollen und bürokratischen Hürden“, die einen effizienteren Einsatz der USNS „Comfort“ bislang verhinderten. So werden dort offenbar nicht nur Covid-19-Patienten nicht behandelt. Auf einer Liste, die an die Krankenhäuser der Metropole gesandt wurde, sind 49 weitere medizinische Konditionen verzeichnet, die einen Patienten von der Aufnahme auf das Schiff ausschließen. Ein weiteres Problem: Zwar arbeitet das Gesundheitssystem in New York am Limit. Immer wieder machen Berichte von Patienten die Runde, die auf Krankenhausfluren sterben, Fotos und Videos zeigen, wie Gabelstapler die Leichen abtransportieren, die Leichenhäuser sind überfüllt. Aber: die Zahl der Nicht-Corona-Patienten ist auf einem niedrigen Level. Die „New York Times“ berichtet: „Da sich die meisten New Yorker in ihren Häusern isoliert haben, gibt es weniger Verletzungen durch Autounfälle, Schüsse und Bauunfälle, die einen Besuch in der Notaufnahme erfordern würden.“
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    DWO_Teaser_Trump_aw Weltweit meiste Fälle Das haben nun offenbar auch die Verantwortlichen erkannt. Vom US-Militär errichtete Feldlazarette in der Ostküstenmetropole New York sollen entgegen der ursprünglichen Planung nun doch Patienten behandeln, die an der Lungenkrankheit Covid-19 leiden, hieß es am Donnerstagabend. Die Regierung entspreche damit einer Bitte des betroffenen Bundesstaats, erklärte US-Präsident Donald Trump am im Weißen Haus. „Ganz Amerika steht den Menschen in New York in ihrer Stunde der Not bei“, sagte Trump. Feldlazarette in einem Messezentrum in New York sollen mindestens 2500 Patienten aufnehmen können und komplett von medizinischem Personal der Streitkräfte betrieben werden, wie Trump erklärte. Das gelte auch für Feldlazarette in den Bundesstaaten Louisiana und Texas, wo es solche Einrichtungen in den Städten New Orleans und Dallas geben werde, erklärte Trump. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt NewsPubliziert am 03-04-2020
  • Sehnsucht nach dem starken Staat, Skepsis gegenüber Globalisierung
    Viele Grenzen sind geschlossen, die meisten Menschen verbringen ihre Zeit zu Hause. Europa ist räumlich so stark voneinander getrennt wie seit Jahrzehnten nicht – und doch so nah wie vielleicht noch nie: Die Corona-Krise betrifft den ganzen Kontinent, die Folgen sind für alle Europäer ähnlich. Das hat zu Streit geführt, Italien wirft Deutschland vor, kaltherzig reagiert und höchstens halbherzig geholfen zu haben. Zugleich gibt es auch Zeichen der Solidarität, so wurden Patienten aus Frankreich und Italien in deutsche Krankenhäuser geflogen und milliardenschwere EU-Hilfen freigegeben. Spaltet die Krise, oder lässt sie Europa näher zusammenrücken? Erste Anhaltspunkte liefern die Ergebnisse einer exklusiven Umfrage von YouGov in acht europäischen Ländern und den USA. Die Erhebung wurde beauftragt von WELT und ihren Partnerzeitungen aus sechs weiteren europäischen Ländern, die in der Leading European Newspaper Alliance (LENA) verbunden sind, der größten redaktionellen Partnerschaft europäischer Medien. Die repräsentative Umfrage unter 11.000 Befragten fand zwischen dem 24. und dem 30. März statt. Das sind die vier zentralen Botschaften: 1. Viele sehnen sich nach dem starken Staat Eine überwältigende Mehrheit der Menschen hält die starke Beschneidung der persönlichen Freiheiten zur Bekämpfung der Corona-Krise für richtig. In allen Staaten sagt eine deutliche Mehrheit der Menschen, die staatlichen Eingriffe seien angemessen – oder dass sie sich sogar schärfere Beschränkungen wünschen.
    Coronavirus - Polizeikontrollen
    Mecklenburg-Vorpommern: Polizeikontrolle an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein
    Quelle: dpa/Jens Büttner In Deutschland waren zum Zeitpunkt der Umfrage 85 Prozent der Befragten dafür, dass der Lockdown bestehen bleibt, in Italien und in Frankreich sogar 90 Prozent, in Spanien 92 Prozent. In Großbritannien sind es 87 Prozent, in den USA und Polen je 75 Prozent. Die Schweizer hadern am meisten mit den Einschränkungen, hier ist aber noch eine Mehrheit von 66 Prozent für eine Beibehaltung oder Ausweitung.
    Quelle: Infografik WELT „Der Ruf nach einem starken Staat wird derzeit immer lauter. Am stärksten ist das ausgeprägt in den Ländern, die am härtesten von der Krise betroffen sind“, sagt Studienleiter Peter Mannott. „Wir erwarten aber, dass mit Dauer der Krise der Anteil der beunruhigten Menschen steigen wird.“ Dies gelte vor allem mit Blick auf die Ausgangssperren. 2. Gesundheit ist wichtiger als Geld Die Sorge um die eigene Gesundheit und das Wohlergehen von Familie und Freunden steht für die Menschen in allen Ländern an erster Stelle. Die Angst vor „Ansteckung, Krankheit und schwieriger Genesung“ ist dort am stärksten verbreitet, wo es schon viele Todesfälle gegeben hat wie in Italien, Spanien oder Frankreich. Sie treibt aber auch im bisher von schweren medizinischen Folgen verschonten Deutschland sehr viele Menschen um.
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    Verlauf einer Coronainfektion Die stärksten Unterschiede gibt es beim Blick auf die eigene wirtschaftliche Situation. In wirtschaftlich stärkeren Staaten mit relativ guter sozialer Absicherung sind die Befürchtungen am geringsten: So fürchtet in Deutschland und Frankreich etwa nur ein Viertel der Befragten den Verlust von Einkommen, Arbeitslosigkeit oder Insolvenz. In Italien und Spanien, wo die Erinnerung an die schwere Rezession im Zuge der Euro-Krise noch frisch ist, sorgen sich mehr als 40 Prozent vor solchen finanziellen Folgen. Auch in Polen und den USA, zwei Ländern mit geringer sozialer Absicherung, ist es fast die Hälfte der Befragten, die solche Auswirkungen befürchten.
    Quelle: Infografik WELT In allen Ländern verblasst angesichts von medizinisch und finanziell existenziellen Ängsten die Sorge um die konkrete aktuelle Lebenssituation: Angst vor einer Verlängerung der Reise- oder Ausgangsbeschränkungen nennen nur wenige Menschen. Am höchsten liegt dieser Wert noch in Deutschland mit 21 Prozent der Befragten. 3. EU-Bürger wünschen sich mehr Europa In allen Staaten spricht sich die Mehrheit der Menschen für mehr europäische Zusammenarbeit aus. In den Ländern, die am stärksten von der Krise betroffen sind und die auf medizinische und finanzielle Hilfe stärkerer Staaten dringen, liegt dieser Anteil am höchsten – in Spanien bei 84 Prozent, in Italien bei 74 Prozent. Aber auch im weniger stark betroffenen Polen favorisieren 75 Prozent der Menschen eine engere europäische Kooperation bei der Lösung der Corona-Krise. In Deutschland hingegen, das schwächeren Ländern über den Krisenrettungsschirm ESM helfen will, aber sich gegen die Aufnahme gemeinsamer Schulden sperrt, liegt der Anteil der Menschen, die für mehr europäische Kooperation plädieren, nur bei 60 Prozent. In Frankreich sind es nur 61 Prozent. Hier gibt es mit 28 Prozent auch den höchsten Anteil der Menschen, die sich für vorwiegend nationale Antworten auf die Krise aussprechen. In Deutschland liegt dieser Wert mit 23 Prozent ebenfalls relativ hoch.
    Quelle: Infografik WELT „Wir sehen immer wieder, dass die Menschen in Europa die Verantwortung für die Lösung globaler Probleme bei der EU sehen, das war auch beim Klimaschutz so“, sagt Studienleiter Mannott. Die hohen Werte in Italien und Spanien überraschten ihn nicht. „Besonders in dieser Krise, wo der Grad der europäischen Zusammenarbeit bisher als eher gering wahrgenommen wird.“ 4. Das Unbehagen mit der Globalisierung wächst Weltweiter Handel und Reisen rund um den Globus – in der modernen Welt konnte sich das Virus schnell verbreiten. Eine eindeutige Mehrheit der Menschen ist der Ansicht, um künftige Pandemien zu verhindern, müsse der Grad der Globalisierung sinken. In Deutschland sprechen sich 43 Prozent der Menschen für weniger Globalisierung aus, nur 39 Prozent sind für die Beibehaltung auf aktuellem Niveau oder eine noch stärkere weltweite Verzahnung.
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    Quelle: Welt NewsPubliziert am 03-04-2020By Klaus Geiger
  • „Wenn es ein Krieg ist, dann sind die Pflegekräfte das Kanonenfutter“
    Im Krieg braucht es drei Dinge“, sagt Philippe Juvin, ein schlanker Mann in hellgrüner Krankenhauskluft und weißem Kittel. „Gute Logistik, perfekte Organisation und drittens Menschen, die motiviert sind und wissen, wofür sie kämpfen.“ Juvin, Chef der Notaufnahme des Pariser Krankenhauses Georges-Pompidou, weiß wofür er kämpft, jeden Tag. Um das Leben der anderen. Weil es an der Logistik hapert, konzentriert er sich auf Punkt drei der Kriegsführung. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Welt NewsPubliziert am 02-04-2020By Martina Meister