Borussia Dortmund

  • Sven Mislintat über Ex-BVB-Star: „Ousmane Dembele ist ein Bandit“
    Der Sportdirektor des VfB Stuttgart, Sven Mislintat, arbeitete lange Zeit als Scout des BVB. In einem Interview sprach er nun über Ousmane Dembele – und äußerte sich überraschend positiv.
    Foto-Serie mit 20 Bildern Im Sommer 2016 lotste Sven Mislintat Ousmane Dembele zum BVB. Nur ein Jahr später wechselte der Franzose zum FC Barcelona nach Spanien. Sein Wechsel hatte eine Vorgeschichte, denn Dembele streikte sich zu den Katalanen. Unter anderem erschien Dembele, als der FC Barcelona sein Interesse an ihm verkündete, nicht mehr beim Training von Borussia Dortmund. Beide Vereine einigten sich auf eine Ablösesumme von über 100 Millionen Euro. Kritik am Dembele-Transfer für Mislintat unverständlich Für Mislintat ist es völlig unverständlich, dass der Wechsel des jungen Franzosen so harter Kritik ausgesetzt wird. "Ich finde es total überflüssig, dass dieser Transfer, der – sportlich mit Ousmanes großem Anteil am Pokalsieg, wie finanziell mit einem dreistelligen Millionengewinn – für alle Beteiligten ein maximaler Erfolg war, immer nur negativ diskutiert wird", sagte Mislintat in einem Interview mit der "Welt". Außerdem zeigte der ehemalige BVB-Scout die zwei Seiten des französischen Nationalspielers auf. "Wenn man ihn versteht und unterstützt, geht er für einen durchs Feuer." Das bedeute aber auch, dass Dembele, wenn er zu einem anderem Verein möchte, alles dafür tue, dort hin zu kommen. Aufgrund dieser Verhaltensweisen sagt Mislintat: "Ousmane ist in gewisser Weise ein Bandit." Der Sportdirektor vom VfB Stuttgart stört sich zudem daran, wie die Vereine nach einem solchen Wechsel über die Spieler reden. "Wir müssen aufhören, vom bösen Spieler und dem guten Klub zu kommunizieren. Wir als Klubs kämpfen doch auch mit harten Bandagen untereinander und mit Spielern", findet der 47-Jährige. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 14-11-2019
  • Nationalmannschaft: Abwehr-Alarm bei Jogi Löw – wie gut ist die DFB-Defensive noch?
    Die Nationalelf ist seit jeher für ihre stabile Abwehr bekannt. Nun sind fünf Top-Innenverteidiger entweder langfristig verletzt oder aussortiert. Ist das fatal – oder doch eine Chance? Die Debatte läuft. Die Spezies der Innenverteidiger gehört normalerweise zu den stabilsten Erscheinungen in der Welt des Fußballs. Stürmer prallen an ihnen ab, Teamkollegen richten sich an ihnen auf. In der deutschen Nationalmannschaft hingegen könnte man gut verstehen, wenn Jogi Löw seinen wenigen verbliebenen Innenverteidigern ein rotes Leibchen überstreift und sie unter Artenschutz stellt. Denn was der Bundestrainer am wenigsten gebrauchen kann, ist eine weitere Verletzung. Niklas Stark: Der Hertha-Verteidiger leidet unter einem Nasenbeinbruch. (Quelle: Federico Gambarini/dpa) Während ihre Kollegen auf dem Rasen der Düsseldorfer Arena am Mittwochmorgen mit dem Aufwärmen begannen, blieb für Niklas Stark (Hertha) und Jonathan Tah (Leverkusen) nur eine Nebenrolle. Tah absolvierte wegen muskulärer Probleme abseits des Mannschaftstrainings einen lockeren Lauf. Stark blieb in Folge seines Nasenbeinbruchs gleich ganz im Hotel. Beide sollen am Samstag in der EM-Qualifikation gegen Weißrussland (20.45 Uhr) aber theoretisch spielen können, immerhin. Dagegen fallen Niklas Süle (Bayern, Kreuzbandriss), Antonio Rüdiger (Chelsea, Leistenverletzung) und Thilo Kehrer (Paris, Fußverletzung) langfristig aus. Mit Mats Hummels (BVB) und Jérôme Boateng (Bayern) hat der Bundestrainer zudem zwei erfahrene Kräfte aussortiert. Alarmierend viele Gegentore gegen Top-Gegner Es blieben damit am Mittwoch als Innenverteidiger zum Trainieren bei der Elite des deutschen Fußballs: Gladbachs Matthias Ginter, gerade erst von einer Schulterverletzung zurückgekehrt, und der Freiburger DFB-Neuling Robin Koch. Keine Ausnahme in den von Verletzungen überschatteten letzten Monaten. Die großen Fragen lauten: Was macht das mit einer Mannschaft – und wie gut ist die Rest-Abwehr? Offensichtlich ist: die Nationalelf ringt defensiv schon das ganze Jahr um Stabilität. In den drei Spielen gegen Top-Gegner (zweimal Niederlande und Argentinien) kassierte die DFB-Elf 2019 insgesamt acht Gegentore. Das liegt nicht nur, aber natürlich auch an der Misere in der Abwehr. Löw bemängelte zudem fehlende Robustheit in den Zweikämpfen. Neuer: DFB-Abwehr noch "auf der Suche" Je nachdem, wen man fragt, ist die Situation nun entweder eine riesige Chance oder ein riesiges Problem. Legenden wie Oliver Kahn oder Lothar Matthäus übten zuletzt Kritik an der deutschen Hintermannschaft, Matthäus regte auch eine Rückkehr von Mats Hummels an. Selbst Kapitän Manuel Neuer bekannte, dass das DFB-Team defensiv "noch auf der Suche" sei. Doch: woher sollte Sicherheit bei den ständigen Wechseln auch kommen? Andere beim DFB betonen deshalb eher das Positive – so wie Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff. Er sprach von einem "bis jetzt sehr zufriedenstellenden Jahr" und erklärte die lange Verletztenliste zur Chance für bisherige Ersatzspieler. Dass der deutsche Fußball freiwillig auf Hummels und Boateng verzichten kann und trotz mehrerer Ausfälle noch eine talentierte Innenverteidigung zusammenbekommt, kann man tatsächlich positiv sehen. Im Detail: Matthias Ginter formuliert immer offensiver seinen Anspruch auf einen Stammplatz und eine Führungsrolle, mit Borussia Mönchengladbach ist er Tabellenführer – auch wenn er im DFB-Team in den Top-Spielen noch hin und wieder an seine Grenzen gestoßen ist. Jonathan Tah bescheinigte DFB-Direktor Bierhoff ein "unglaubliches Potenzial", dass der 23-Jährige bei Bayer Leverkusen auch immer häufiger abrufen kann – ein kleines Formtief in den letzten Wochen ausgenommen. Niklas Stark und Robin Koch sind zwar bei kleineren Bundesliga-Klubs aktiv, haben sich aber zu überdurchschnittlichen Innenverteidigern in der deutschen Eliteklasse entwickelt. Wer weiß, was mit mehr internationaler Erfahrung noch möglich ist? Kurz: Trotz Verletzungen und Umbruch ist nicht alles schlecht in der deutschen Defensive. Auf der anderen Seite stellte Bierhoff aber auch fest: "Es gibt derzeit in der Abwehr keinen Einzelspieler, der heraussticht". Es fehlt also ein klarer Chef mit der nötigen Extraklasse. Bangen um Rüdiger und Süle Ob es auch ohne geht, könnte die EM in sieben Monaten zeigen – falls sich bis dahin nicht ein neuer Anführer herauskristallisiert hat. Antonio Rüdiger, international der Erfahrenste, dürfte dann wieder dabei sein. Hinter einem Einsatz von Niklas Süle steht noch ein großes Fragezeichen. Ihnen wäre die Chef-Rolle am ehesten zuzutrauen. Bis dahin gilt die Devise von Kapitän Manuel Neuer: "Wir müssen gemeinsam gut verteidigen." Klappt das nicht wäre auch der Bundestrainer stärker angezählt als je zuvor. Schließlich hat Löw entschieden, die erfahrenen Hummels und Boateng auszusortieren. An der Entwicklung von Spielern wie Ginter, Tah, Stark und Koch hängt also auch seine Zukunft. Auf Artenschutz darf die Spezies Innenverteidiger trotzdem wohl eher nicht hoffen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 14-11-2019
  • Wird Ex-BVB-Trainer Daniel Farke Nachfolger von Lucien Favre?
    Egal, ob BVB oder die vielen kleineren Sportvereine in der Stadt: In unserem Sport-Live-Blog finden Sie alle Infos zum Sportgeschehen in Dortmund. 8.41 Uhr: Wird Ex-BVB-Trainer Daniel Farke Nachfolger von Lucien Favre? Nach der desaströsen 0:4-Niederlage gegen den FC Bayern München stehen die Sterne für den BVB schlecht. Jetzt, wo Borussia Dortmund auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht ist, wackelt der Stuhl erneut für Coach Lucien Favre. Der "kicker" berichtet nun von einem möglichen Nachfolger Favres. Von jemandem, der bereits eine schwarz-gelbe Mannschaft trainiert hat. Daniel Farke wäre laut "kicker" ein geeigneter Kandidat, um im Falle einer Entlassung Favres den Platz beim Vizemeister der Vorsaison einzunehmen. Der 43-Jährige ist beim Revierklub bestens bekannt, trainierte zwischen 2015 und 2017 die zweite Mannschaft. Mehr dazu hier. 8.01 Uhr: Hallo, Dortmund. Willkommen zurück, Dortmund! Auch heute gibt es in unserem Sport-Blog alles, was Sie zum Dortmunder Lokalsport wissen müssen. Wenn Sie Anregungen oder Kritik für uns haben, können Sie uns gerne einen Kommentar unter dem Artikel schreiben. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 14-11-2019
  • Der große Bundesliga-Team-Check: Schulnoten für Bayer, BVB & Co.
    Ein Tabellenführer, mit dem vorher keiner gerechnet hat und Topteams, die Probleme haben – es ist eine Bundesliga-Saison voller Spannung. Sind die Vereine im Soll oder nicht? Der erste Teil der Analyse.  Elf Spieltage sind gespielt und fast ein Drittel der Bundesliga-Saison ist schon wieder vorüber. Zeit, um den bisherigen Saisonverlauf zu analysieren und die Leistung der Bundesligisten unter die Lupe zu nehmen. t-online.de hat den großen Bundesligisten-Check gemacht und gefragt: Welche Mannschaften haben die Fußball-Fans begeistert und welche Teams haben enttäuscht? Welche Neuzugänge sind eingeschlagen? Und wie könnte die Saison nun weitergehen? 1. Borussia Mönchengladbach Gesicht des Gladbacher Erfolgs: Marcus Thuram. (Quelle: Team 2/imago images) Neuzugänge: Im Sommer holte Gladbachs Neu-Trainer Marco Rose, mit Sportdirektor Max Eberl, Rechtsverteidiger Stefan Lainer (RB Salzburg) plus die beiden Stürmer Breel Embolo (FC Schalke) und Marcus Thuram (EA Guingkamp). Der Rose-Schüler Lainer schlug voll ein und bereicherte das Gladbacher Spiel durch starke Läufe auf der rechten Außenbahn. Sommerschnäppchen Embolo fand sich nach Startschwierigkeiten bis zu seiner Verletzung immer besser zurecht und der ball- und treffsichere Marcus Thuram kann wohl als Gladbachs Königstransfer des Sommers betrachtet werden. Leistung: Zwei Niederlagen, ein Unentschieden und acht Siege nach bislang elf Bundesliga Spieltagen – das spielstarke Gladbach steht zurecht an der Bundesliga-Spitze. Im DFB-Pokal schieden sie trotz starker Leistung gegen Dortmund aus. In der Europa League sind die Fohlen nach schwachem Start auf Platz zwei und brauchen noch zwei Siege für die nächste Runde. Rief vor der Saison die neue Borussia aus: Trainer Marco Rose. (Quelle: Herbet Bucco/imago images) Stimmung im Klub: Die Stimmung beim Überraschungsteam und Tabellenführer könnte kaum besser sein. "Was macht man, wenn es läuft?", wurde der Gladbacher Hofmann in einer Pressekonferenz gefragt und gab die Antwort gleich mit: "Man läuft weiter!" Trotz aller Euphorie sorgt sich der Trainer bei der Dreifach-Belastung seiner Spieler in den letzten Wochen um die Verletzten seines Teams: Johnson, Plea, Embolo und Raffael fallen derzeit aus. Die Frage ist, ob das wachsende Lazarett dem Gladbacher Spielwitz Abriss tun wird. Perspektive: Im Restprogramm der Hinrunde warten mit Freiburg und den Bayern noch zwei harte Brocken. Die Herbstmeisterschaft wird kein Selbstläufer. Sollte dies aber gelingen, wird dem Team häufiger die Frage nach der Meisterschaft gestellt werden. Die Euphorie aus der Bundesliga könnten die Gladbacher auch in die Europa League tragen und über die Runde der letzten 32 Teams hinausbringen. Vorausgesetzt: Sie fahren noch wichtige Punkte ein und überleben die Gruppenphase. Note: 1 2. RB Leipzig Leipzigs Schlüsselspieler: Timo Werner. (Quelle: Picture Point LE/imago images) Neuzugänge: Leipzig verpflichtete im Sommer Flügelspieler Ademola Lookman (FC Everton) sowie die Mittelfeldspieler Christopher Nkunku (Paris St. Germain) und Hannes Wolf (RB Salzburg). Dazu liehen sie Stoßstürmer Patrik Schick (AS Rom) aus. Lookman konnte sich noch keinen Stammplatz erkämpfen, Nkunku ist dagegen mit drei Toren und vier Assists schnell zu einem Baustein des Leipziger Spiels geworden. Wolf erlitt bei der U21-EM einen Beinbruch und befindet sich noch in der Reha. Stürmer Schick kam nur auf einen Einsatz, bevor er sich in einem EM-Quali-Spiel verletzte und seither ausfällt. Leistung: Die Sachsen starteten euphorisch mit drei Siegen in die Saison, suchten anschließend aber nach Konstanz. Mit den Siegen gegen Mainz (8:0) und die Hertha (4:2) ließen sie zuletzt wieder aufhorchen und scheinen ihre Form wiedergefunden zu haben. Im DFB-Pokal schlugen sie zuletzt den VfL Wolfsburg (6:1) und zogen sicher in die nächste Runde ein. In der Champions League führen sie nach vier Spieltagen ihre Gruppe an, das Achtelfinale ist zum Greifen nah. Hat das RB-Team auf das nächste Level gehoben: Trainer Julian Nagelsmann. (Quelle: Contrast/imago images) Stimmung im Klub: Die Leipziger strotzen nach der Siegesserie zuletzt vor Selbstvertrauen. "Die letzten vier Spiele haben wir Vollgas gegeben", sagte Stürmer Yussuf Poulsen zu den jüngsten Erfolgen. Neu-Trainer Julian Nagelsmann hat seit diesem Sommer das Spiel der Leipziger auf ein anderes Niveau gehoben. Die breite Brust der Leipziger kennt derzeit keine Grenzen. Perspektive: Leipzig gilt als heimlicher Kandidat auf den Meistertitel. Mit nur vier Punkten Rückstand auf Gladbach lauern die Leipziger vor den Bayern auf die Tabellenspitze. Die Frage bleibt aber: Können sie den Nagelsmann-Fußball bis zum Saisonende durchhalten? Im DFB-Pokal wartet im Achtelfinale mit Eintracht Frankfurt eine schwere Aufgabe. Es bleibt abzuwarten, ob Leipzig konstant bleibt. Das entscheidet auch über den Erfolg in der Champions League, wo die Sachsen für eine Überraschung gut sind. Note: 2 3. FC Bayern München Mit 16 Treffern einer der besten Stürmer Europas: Bayerns Robert Lewandowski. (Quelle: Avanti/imago images) Neuzugänge: Die Bayern holten für die Verteidigung Lucas Hernandez (Atlético Madrid) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart). Als Ersatz für "Robbery" liehen sie Coutinho (FC Barcelona) und Ivan Perisic (Inter Mailand) aus. Hernandez spielte bis zu seiner Verletzung solide, Pavard hatte Höhen und Tiefen, Perisic erfüllte die Erwartungen als Ergänzungsspieler mit seinen vier Treffern bislang. Star-Transfer Coutinho deutete sein Talent an, konnte das Bayern-Spiel aber noch nicht mit der erwarteten Kreativität bereichern.     Leistung: In der Bundesliga gab es ein Auf und Ab: Kantersiege, Unentschieden, aber auch die Niederlagen gegen Hoffenheim (1:2) und Frankfurt (1:5). Gegen den BVB (4:0) zeigte der FC Bayern unter Interimstrainer Hansi Flick, dass sie ihre alte Stärke nicht verloren haben. Im Pokal zitterten sie sich zuletzt gegen Bochum weiter (2:0). In der Champions-League sorgte der Rekordmeister zwar mit dem Kantersieg gegen Tottenham (2:7) im Oktober für Euphorie. Diese flachte aber nach den dürftigen Auftritten gegen Piräus (3:2 und 2:0) wieder etwas ab. Löste Niko Kovac als Bayern-Trainer ab: Interimstrainer Hansi Flick. (Quelle: Jan Huebner/imago images) Stimmung im Klub: Es brodelte bis zuletzt an der Säbener Straße: Dann kam die Trennung von Trainer Niko Kovac. Mindestens bis zum Sommer übernimmt Hansi Flick das Ruder, der mit guten Ergebnissen scheinbar aktuell etwas Ruhe in den Klub bringt.  Perspektive: In der Bundesliga ist trotz vier Punkten Rückstand auf die Spitze nach wie vor die Meisterschaft möglich. Im DFB-Pokal stehen sie im Achtelfinale und haben auch dort noch alle Chancen. In der Champions League steht Bayern bereits vorzeitig in der nächsten Runde. Wie sich das mit Leistungsschwankungen kämpfende Bayern-Team
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 13-11-2019
  • Der große Bundesliga-Team-Check: Diese Noten haben die Bayer, BVB & Co. erhalten
    Ein Tabellenführer, mit dem vorher keiner gerechnet hat und Topteams, die Probleme haben – es ist eine Bundesliga-Saison voller Spannung. Sind die Vereine im Soll oder nicht? Der erste Teil der Analyse.  Elf Spieltage sind gespielt und fast ein Drittel der Bundesliga-Saison ist schon wieder vorüber. Zeit, um den bisherigen Saisonverlauf zu analysieren und die Leistung der Bundesligisten unter die Lupe zu nehmen. t-online.de hat den großen Bundesligisten-Check gemacht und gefragt: Welche Mannschaften haben die Fußball-Fans begeistert und welche Teams haben enttäuscht? Welche Neuzugänge sind eingeschlagen? Und wie könnte die Saison nun weitergehen? 1. Borussia Mönchengladbach Gesicht des Gladbacher Erfolgs: Marcus Thuram. (Quelle: Team 2/imago images) Neuzugänge: Im Sommer holte Gladbachs Neu-Trainer Marco Rose mit Sportdirektor Max Eberl Rechtsverteidiger Stefan Lainer (RB Salzburg) plus die beiden Stürmer Breel Embolo (FC Schalke) und Marcus Thuram (EA Guingkamp). Der Rose-Schüler Lainer schlug voll ein und bereicherte das Gladbacher Spiel durch starke Läufe auf der rechten Außenbahn. Sommer-Schnäppchen Embolo fand sich nach Startschwierigkeiten bis zu seiner Verletzung immer besser zurecht und der ball- und treffsichere Marcus Thuram kann wohl als Gladbachs Königstransfer des Sommers betrachtet werden. Leistung: Zwei Niederlagen, ein Unentschieden und acht Siege nach bislang elf Bundesliga Spieltagen – das spielstarke Gladbach steht zurecht an der Bundesliga-Spitze. Im DFB-Pokal schieden sie trotz starker Leistung gegen Dortmund aus. In der Europa League sind die Fohlen nach schwachem Start auf Platz zwei und brauchen noch zwei Siege für die nächste Runde. Rief vor der Saison die neue Borussia aus: Trainer Marco Rose. (Quelle: Herbet Bucco/imago images) Stimmung im Klub: Die Stimmung beim Überraschungsteam und Tabellenführer könnte kaum besser sein. "Was macht man, wenn es läuft?", wurde der Gladbacher Hofmann in einer Pressekonferenz gefragt und gab die Antwort gleich mit: "Man läuft weiter!" Trotz aller Euphorie sorgt sich der Trainer bei der Dreifach-Belastung seiner Spieler in den letzten Wochen um die Verletzten seines Teams: Johnson, Plea, Embolo und Raffael fallen derzeit aus. Die Frage ist, ob das wachsende Lazarett dem Gladbacher Spielwitz Abriss tun wird. Perspektive: Im Restprogramm der Hinrunde warten mit Freiburg und den Bayern noch zwei harte Brocken. Die Herbstmeisterschaft wird kein Selbstläufer. Sollte dies aber gelingen, wird dem Team häufiger die Frage nach der Meisterschaft gestellt werden. Die Euphorie aus der Bundesliga könnten die Gladbacher auch in die Europa League tragen und über die Runde der letzten 32 Teams hinaus bringen. Vorausgesetzt: Sie fahren noch wichtige Punkte ein und überleben die Gruppenphase. Note: 1 2. RB Leipzig Leipzigs Schlüsselspieler: Timo Werner. (Quelle: Picture Point LE/imago images) Neuzugänge: Leipzig verpflichtete im Sommer Flügelspieler Ademola Lookman (FC Everton) sowie die Mittelfeldspieler Christopher Nkunku (Paris St. Germain) und Hannes Wolf (RB Salzburg). Dazu liehen sie Stoßstürmer Patrik Schick (AS Rom) aus. Lookman konnte sich noch keinen Stammplatz erkämpfen, Nkunku ist dagegen mit drei Toren und vier Assists schnell zu einem Baustein des Leipziger Spiels geworden. Wolf erlitt bei der U21-EM einen Beinbruch und befindet sich noch in der Reha. Stürmer Schick kam nur auf einen Einsatz, bevor er sich in einem EM-Quali-Spiel verletzte und seither ausfällt. Leistung: Die Sachsen starteten euphorisch mit drei Siegen in die Saison, suchten anschließend aber nach Konstanz. Mit den Siegen gegen Mainz (8:0) und die Hertha (4:2) ließen sie zuletzt wieder aufhorchen und scheinen ihre Form wiedergefunden zu haben. Im DFB-Pokal schlugen sie zuletzt den VfL Wolfsburg (6:1) und zogen sicher in die nächste Runde ein. In der Champions League führen sie nach vier Spieltagen ihre Gruppe an, das Achtelfinale ist zum Greifen nah. Hat das RB-Team auf das nächste Level gehoben: Trainer Julian Nagelsmann. (Quelle: Contrast/imago images) Stimmung im Klub: Die Leipziger strotzen nach der Siegesserie zuletzt vor Selbstvertrauen. "Die letzten vier Spiele haben wir Vollgas gegeben", sagte Stürmer Yussuf Poulsen zu den jüngsten Erfolgen. Neu-Trainer Julian Nagelsmann hat seit diesem Sommer das Spiel der Leipziger auf ein anderes Niveau gehoben. Die breite Brust der Leipziger kennt derzeit keine Grenzen. Perspektive: Leipzig gilt als heimlicher Kandidat auf den Meistertitel. Mit nur vier Punkten Rückstand auf Gladbach lauern die Leipziger vor den Bayern auf die Tabellenspitze. Die Frage bleibt aber: Können sie den Nagelsmann-Fußball bis zum Saisonende durchhalten? Im DFB-Pokal wartet im Achtelfinale mit Eintracht Frankfurt eine schwere Aufgabe. Es bleibt abzuwarten, ob Leipzig konstant bleibt. Das entscheidet auch über den Erfolg in der Champions League, wo die Sachsen für eine Überraschung gut sind. Note: 2 3. FC Bayern München Mit 16 Treffern einer der besten Stürmer Europas: Bayerns Robert Lewandowski. (Quelle: Avanti/imago images) Neuzugänge: Die Bayern holten für die Verteidigung Lucas Hernandez (Atlético Madrid) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart). Als Ersatz für "Robbery" liehen sie Coutinho (FC Barcelona) und Ivan Perisic (Inter Mailand) aus. Hernandez spielte bis zu seiner Verletzung solide, Pavard hatte Höhen und Tiefen, Perisic erfüllte die Erwartungen als Ergänzungsspieler mit seinen vier Treffern bislang. Star-Transfer Coutinho deutete sein Talent an, konnte das Bayern-Spiel aber noch nicht mit der erwarteten Kreativität bereichern.     Leistung: In der Bundesliga gab es ein Auf und Ab: Kantersiege, Unentschieden, aber auch die Niederlagen gegen Hoffenheim (1:2) und Frankfurt (1:5). Gegen den BVB (4:0) zeigte der FC Bayern unter Interimstrainer Hansi Flick, dass sie ihre alte Stärke nicht verloren haben. Im Pokal zitterten sie sich zuletzt gegen Bochum weiter (2:0). In der Champions-League sorgte der Rekordmeister zwar mit dem Kantersieg gegen Tottenham (2:7) im Oktober für Euphorie. Diese flachte aber nach den dürftigen Auftritten gegen Piräus (3:2 und 2:0) wieder etwas ab. Löste Niko Kovac als Bayern-Trainer ab: Interimstrainer Hansi Flick. (Quelle: Jan Huebner/imago images) Stimmung im Klub: Es brodelte bis zuletzt an der Säbener Straße: Dann kam die Trennung von Trainer Niko Kovac. Mindestens bis zum Sommer übernimmt Hansi Flick das Ruder, der mit guten Ergebnissen scheinbar aktuell etwas Ruhe in den Klub bringt.  Perspektive: In der Bundesliga ist trotz vier Punkten Rückstand auf die Spitze nach wie vor die Meisterschaft möglich. Im DFB-Pokal stehen sie im Achtelfinale und haben auch dort noch alle Chancen. In der Champions League steht Bayern bereits vorzeitig in der nächsten Runde. Wie sich das mit Leistungsschwankungen kämpfende
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 13-11-2019
  • BVB: Kommen diese 7 Spieler in Frage für Lucien Favre?
    Egal, ob BVB oder die vielen kleineren Sportvereine in der Stadt: In unserem Sport-Live-Blog finden Sie alle Infos zum Sportgeschehen in Dortmund. Überblick 10.11 Uhr: Kommen diese sieben Spieler in Frage für den BVB? BVB-Coach Lucien Favre und seine Mannschaft haben es zurzeit nicht leicht. Nach dem desaströsen 0:4 gegen den FC Bayern München am Samstagabend stürzen sich die Medien nur so auf die Borussen. Die Offensive ist nicht stark genug, heißt es immer wieder. Fehlt Dortmund wirklich ein wuchtiger Angreifer? "Watson" hat sich mal umgesehen und sieben Kandidaten gefunden, die Dortmund aus der Patsche helfen könnten. 8.34 Uhr: BVB ist eines der treffsichersten Teams der 1. Bundesliga Der BVB zählt zu den treffsichersten Teams der 1. Bundesliga. Nur drei Mannschaften zählten bisher mehr Tore als die Borussen. Nach jedem sechsten Torschuss landete der Ball im Netz. Wenige Fehlpässe und trotzdem scheitert Borussia Dortmund zuletzt nicht selten. Grund dafür: schwache Konter. Die Dortmunder schießen schwache Eckbälle, es gibt Schwächen in der Offensive. Mehr dazu bei den Kollegen der "Ruhr Nachrichten". 8.04 Uhr: Guten Morgen. Willkommen zurück! Auch heute halten wir Sie hier in unserem Sport-Live-Blog wieder über alles auf dem Laufenden, was Sie zum Dortmunder Lokalsport wissen müssen. Wenn Sie Anregungen oder Kritik für uns haben, können Sie uns gerne einen Kommentar unter dem Artikel schreiben. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 13-11-2019
  • Dortmund: Lindemannbrücke soll barrierefrei werden
    Die Lindemannbrücke in Dortmund soll erneuert werden. Dazu wurden insgesamt 17 Entwürfe eingereicht, von denen zwei als Favoriten gekürt wurden. Die derzeitige Fuß- und Radwegbrücke Lindemannstraße verbindet den Max-Ophüls-Platz mit dem Vorplatz der Westfalenhallen und der Messe Dortmund. Doch trotz der zentralen Lage ist die Brücke nicht barrierefrei. Das soll sich nun ändern. Die Brücke ist derzeit ein wichtiger Verbindungspunkt, um die einzelnen Areale von den Messehallen über das Stadion und den sechsspurigen Rheinlanddamm bis hin zur Innenstadt fußläufig zu erreichen. Vor allem zu Messeveranstaltungen und an Spieltagen des BVB wird die Brücke stark genutzt und dient für Stadionbesucher oft als Treffpunkt. Dortmund hat sich barrierefreiem Bau verschrieben Mit Steigungen von weit mehr als sechs Prozent gilt diese belebte Brücke jedoch nicht als barrierefrei. Da die Stadt sich bereits 2006 dem barrierefreien Bau verschrieben hat, soll das nun geändert werden und ein Ersatzbau an dieser Stelle entstehen. Entwurf aus Stuttgart: So könnte die Lindemannbrücken zukünftig aussehen. (Quelle: Schlaich Bergermann + Partner sbp GmbH) Zur Findung eines geeigneten Bauwerks wurde ein Wettbewerb veranstaltet, bei dem 17 Entwürfe eingegangen sind. Zwei von ihnen wurden am 4. November von einer Jury zu Favoriten gekürt. Der eine Entwurf stammt aus Stuttgart vom Büro "Schlaich Bergermann + Partner", der andere aus Nürnberg vom Büro "Dr. Kreutz+Partner". Bauarbeiten ab 2021 geplant Mit beiden Preisträgern soll nun verhandelt werden, einem Preisträger wird dann der Zuschlag erteilt. In 2020 soll die Planung schließlich abgeschlossen werden, sodass im Jahr 2021 die Bauarbeiten starten könnten.  Die Wettbewerbsarbeiten werden bis zum 18. November im Foyer des Studieninstitut Ruhr ausgestellt und können zwischen 8 und 15 Uhr besichtigt werden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 13-11-2019
  • BVB ist eines der treffsichersten Teams der 1. Bundesliga
    Egal, ob BVB oder die vielen kleineren Sportvereine in der Stadt: In unserem Sport-Live-Blog finden Sie alle Infos zum Sportgeschehen in Dortmund. 8.34 Uhr: BVB ist eines der treffsichersten Teams der 1. Bundesliga Der BVB zählt zu den treffsichersten Teams der 1. Bundesliga. Nur drei Mannschaften zählten bisher mehr Tore als die Borussen. Nach jedem sechsten Torschuss landete der Ball im Netz. Wenige Fehlpässe und trotzdem scheitert Borussia Dortmund zuletzt nicht selten. Grund dafür: schwache Konter. Die Dortmunder schießen schwache Eckbälle, es gibt Schwächen in der Offensive. Mehr dazu bei den Kollegen der "Ruhr Nachrichten". 8.04 Uhr: Guten Morgen. Willkommen zurück! Auch heute halten wir Sie hier in unserem Sport-Live-Blog wieder über alles auf dem Laufenden, was Sie zum Dortmunder Lokalsport wissen müssen. Wenn Sie Anregungen oder Kritik für uns haben, können Sie uns gerne einen Kommentar unter dem Artikel schreiben. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 13-11-2019
  • BVB-Spieler verstecken sich auf dem Platz: Kopfsache?
    Egal, ob BVB oder die vielen kleineren Sportvereine in der Stadt: In unserem Sport-Live-Blog finden Sie alle Infos zum Sportgeschehen in Dortmund. 8.51 Uhr: BVB-Spieler verstecken sich Um Lucien Favre wird es einsam. Das ist keine unmittelbare Folge des erschreckenden Auftritts von Borussia Dortmund im Bundesliga-Gipfel bei Bayern München, zahlreiche Spieler des BVB verabschiedeten sich zu ihren Nationalmannschaften. Eine Aufarbeitung des 0:4-Debakels beim deutschen Fußball-Rekordchampion ist daher nur bedingt möglich. Dennoch kommt die zweiwöchige Pause zur richtigen Zeit, auch wenn die Trainingsbeteiligung eher übersichtlich sein wird. Dass die Profis des Vizemeisters guten, an manchen Tagen auch mitreißenden Fußball spielen können, ist nämlich unbestritten. Der BVB hat ein Kopfproblem. "Ich glaube, dass sich viel zu viele Spieler verstecken auf dem Platz. Leute wie Roman Bürki oder Mats Hummels, die das Zeug dazu haben, eine Mannschaft zu führen. Auch Axel Witsel oder Marco Reus im Sturm. Man muss als Kollektiv vorne attackieren und sich dem Ganzen nicht ergeben", kritisierte Ex-Torhüter Roman Weidenfeller in der Sendung Sky90 und ergänzte: "Ich hatte nicht mal das Gefühl, dass man sich über diese Niederlage aufgeregt hat." 8.05 Uhr: Hallo, Dortmund! Willkommen zurück in Dortmund! Auch heute halten wir Sie hier in unserem Sport-Live-Blog wieder über alles auf dem Laufenden, was Sie zum Dortmunder Lokalsport wissen müssen. Wenn Sie Anregungen oder Kritik für uns haben, können Sie uns gerne einen Kommentar unter dem Artikel schreiben. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 12-11-2019
  • FC Bayern – „Uli Hoeneß beschädigt sein eigenes Denkmal“
    Der Bayern-Präsident wird Ende der Woche seinen Posten räumen, kündigte aber an, künftig wieder die "Abteilung Attacke" auszufahren. Wäre das gut für den Verein? Der "Zweikampf der Woche" mit Robert Hiersemann und Florian Wichert. Uli Hoeneß kam nach der Gala zu seinem Abschied gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. "Fantastisch", "traumhaft", "unglaublich" – das 4:0 (1:0) seines FC Bayern im Bundesliga-Klassiker gegen ein desaströses Borussia Dortmund werde ihm "ewig in Erinnerung bleiben", sagte der scheidende Patriarch ergriffen. Voller Dankbarkeit fügte er hinzu: "So habe ich mir meinen Abschied als Präsident vorgestellt. Das war ein wunderschöner Abschluss." Hoeneß wird seinen Posten am kommenden Freitag räumen. Als Mitglied im Aufsichtsrat bleibt er dem Verein erhalten. Der Kampf um die Meisterschaft wird dann weitergehen. Allerdings ohne Hoeneß. Nach knapp 40 Jahren in Position an vorderster Front beim FC Bayern endet in dieser Woche seine Ära. Hoeneß: "Wie eine Glucke" Doch noch am Sonntagabend kündigte Hoeneß an: "Der eine oder andere Journalist wird sich jetzt schon gefallen lassen müssen, dass ich die Abteilung Attacke wieder ausfahre, jetzt wo ich dann keine offizielle Funktion mehr habe", sagte er nach dem Sieg der Münchner Basketballer gegen Alba Berlin. Und weiter: "Immer wenn ich Unsachliches höre und sehe, werde ich den Verein wie eine Glucke bewachen." Eine gute Entscheidung? Oder: Sollte Uli Hoeneß die "Abteilung Attacke" endlich dicht machen? Florian Wichert Stellvertretender Chefredakteur Ja, er beschädigt sein eigenes Denkmal Uli Hoeneß und die "Abteilung Attacke": Die ganze Bundesliga fürchtete einst seine spitzen Aussagen. Seit seiner Rückkehr ins Amt des Präsidenten 2016 allerdings belächelt sie die Attacken überwiegend, weil sie ihr Ziel oft kilometerweit verfehlen. Bei seiner Wiederwahl als Präsident nannte Hoeneß Dortmund und Leipzig martialisch "Feinde" – wofür er sich zu Recht entschuldigen musste. Ein Fehler, okay. Doch schon bei seinen Aussagen zu Özil ("Er hat seit Jahren einen Dreck gespielt") oder Bernat ("Er hat Scheißdreck gespielt") kippte die Stimmung. Als er dem DFB aufgrund angeblich fehlender Rückendeckung für Neuer mit einem Boykott drohte, winkten selbst Bayern-Fans ab. Und als Hoeneß am Sonntag im Doppelpass anrief, um seine Wut über die Kritik an Salihamidzic loszuwerden, nahm ihn niemand mehr ernst. Die Reaktionen? Irritation, Mitleid und die Hoffnung, dass der Mann am Telefon sein eigenes Denkmal nicht noch komplett selbst einreißt. Leider passiert genau das, wenn Hoeneß wie angekündigt den Verein künftig "wie eine Glucke" bewacht. Nach seinem Abschied aus der ersten Reihe des FC Bayern sind seine Attacken dann nicht nur deplatziert – sondern auch noch irrelevant. Hoeneß sollte sich künftig lieber auf Aufgaben konzentrieren, bei denen er wirklich gebraucht wird – und zum Beispiel als Opa für seine Enkel da sein. Robert Hiersemann Head of Fußball und Sport Nein, denn einen wie ihn bekommen wir nie wieder 20 Deutsche Meisterschaften, 11 DFB-Pokal-Erfolge und zwei Endspielsiege in der Champions League: Das ist die Bilanz von Uli Hoeneß als Manager und Präsident des deutschen Rekordmeisters – Hoeneß ist der FC Bayern. Und natürlich ist er häufig angeeckt und galt Fans anderer Vereine als Feindbild. Doch wir würden erst merken, was wir an ihm hatten, wenn er nicht mehr da wäre. Hoeneß ist selbst der größte Bayern-Fan auf diesem Planeten und einer von nur ganz wenigen in der Bundesliga, der auch mal im Affekt sagt, was er denkt. Er ist impulsiv, ungezügelt – und echt. Das müssen selbst seine ärgsten Kritiker anerkennen. Oder nennen Sie mir einen anderen Verantwortlichen, der sich so vor seinen Verein stellt? Ihn verteidigt mit Haut und Haaren. Wer würde künftig am Sonntagvormittag per Telefonschalte in die Experten-Runde vom Doppelpass platzen, um seinen Sportdirektor in Schutz zu nehmen? Niemand. Das macht nur er. Generationen von deutschen Fußballfans sind mit Hoeneß als Gesicht und Stimme des FC Bayern aufgewachsen. Ohne ihn und seine direkte Art können sich die meisten diesen Verein gar nicht mehr vorstellen.Man kann Hoeneß zwar in seiner Funktion ersetzen, aber nicht als Person. Gut, dass er uns erhalten bleibt.        Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußball-Themen. In dieser Woche geht es um die letzten Tage von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München – auch als Podcast zum Hören und kostenlosen Abonnieren bei AppleSpotifyGoogleDeezer, Podigee und in jeder Podcast-App. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 11-11-2019
  • Störung bei Sky Ticket und Sky Go: Diese Rechte haben Sie nach dem Ausfall
    Es wurde als "Das Wochenende der Giganten" angekündigt. Für den Sender Sky wurde es zum Wochenende des Shitstorms. Während des Bundesligaspiels zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund fielen die Streamingdienste Sky Ticket und SkyGo aus. Kunden können auf eine Entschädigung hoffen.
    Foto-Serie mit 14 Bildern Fußballfans fieberten seit Tagen dem Duell entgegen: Bayern gegen Dortmund. Als Schiedsrichter Felix Zwayer Samstagabend um 18.30 Uhr die Partie anpfiff, konnten zahlreiche Kunden des Bezahlsenders Sky das Spiel allerdings nicht sehen. Der Grund: Die Übertragung des Streams war gestört. Um 18.39 Uhr schrieb Sky dazu auf Twitter: "Liebe Sky Kunden, wir hatten einen kurzfristigen Ausfall unserer Streams. Der Fehler wird aktuell behoben, die meisten Plattformen sollten wieder funktionieren." Liebe Sky Kunden, wir hatten einen kurzfristigen Ausfall unserer Streams. Der Fehler wird aktuell behoben, die meisten Plattformen sollten wieder funktionieren. Meldet euch bitte hier, wenn ihr noch Probleme habt. Für die Umstände entschuldigen wir uns vielmals. Euer Service Team— Sky Service (@Sky_Service) November 9, 2019 Dies war allerdings nicht der Fall. Bis weit in die zweite Hälfte der Partie hatten Kunden kein Signal. Entsprechend verärgert waren die Reaktionen auf Twitter. Wenn das mal für ein paar Minuten einbricht kann ich persönlich ja noch mit leben aber jetzt schon ne Stunde und Aussicht auf Besserung scheint wohl auch nicht gegeben. Das dann schon ein wenig dreist. 😁 #SkyTicket— Floooo (@Flo_Schmo) November 9, 2019 Zehntausende Sky-Kunden betroffen Auf der Plattform "alleströrungen.de" sind Samstagabend über 60.000 Störungsmeldungen bei Sky eingegangen. Überwiegend betrafen diese den Streamingdienst SkyGo. Auffallend ist, dass die Meldungen ab 18.00 Uhr drastisch anstiegen. Also zu Beginn der Partie zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund. Zuvor wurden nur vereinzelt Probleme von Sky-Kunden auf der Website angezeigt. Diagramm zeigt die Störungsmeldungen von Sky: Zum Bundesligaspiel Bayern – Dortmund waren die Probleme am größten. (Quelle: Screenshot / alleströrungen.de) (Quelle: alleströrungen.de) Sky sagte auf Nachfrage von t-online.de, dass die Störungen im Laufe der zweiten Halbzeit der Partie behoben wurden. Über die Ursache des Problems wollte Sky allerdings keine Details nennen. Man arbeite aber intensiv an einer Lösung, versicherte der Sender t-online.de. Eine Entschuldigung und mögliche Entschädigung für Kunden Sonntagabend entschuldigte sich der Sender per Twitter für die Störung. Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, schrieb, dass er sich persönlich und aufrichtig entschuldige. Zudem versprach er, dass Sky alles dafür tun werde, dass dieses Problem nicht mehr vorkomme. pic.twitter.com/zsny463weD— Sky Sport (@SkySportDE) November 10, 2019 Darüber hinaus schrieb Carsten Schmidt. "eine zufriedenstellende Lösung für betroffene Nutzer zu finden". Ob damit eine finanzielle Entschädigung gemeint ist, sagte Schmidt am Sonntag nicht. Auf Nachfrage von t-online.de teilte Sky zu möglichen Entschädigungen betroffener Kunden mit: "Wir prüfen dies zurzeit und werden die betroffenen User schnellstmöglich informieren." Diese Rechte haben Sky-Kunden Grundsätzlich hätten Sky-Kunden ein Entschädigungsrecht, sagt Maximilian Heitkämper von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Wer ein Abo bei Sky besitzt, kann einen Minderungsanspruch für den Monat geltend machen. Kunden, die ein Tagesticket gekauft haben, könnten versuchen, einen Teil des Kaufpreises erstattet zu bekommen. Den vollen Preis werden sie wohl nicht erhalten, da das Ticket nicht nur für das eine Spiel gültig war. Kunden sollten sich laut Heitkämper also auf jeden Fall mit Sky in Verbindung setzten. Wer den Sender jetzt aber nur bei Twitter anschreibt könnte leer ausgehen. Besser ist es, wenn Betroffene einen klassischen Brief per Einschreiben schicken. Doch Vorsicht: Voraussetzung für eine Entschädigung sei laut Maximilian Heitkämper von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, dass Kunden beweisen können, dass Sky schuld an der Störung ist. Ein entsprechender Nachweis muss der Beschwerde also beigefügt werden. Maximilian Heitkämper rät aber, Ausfälle bei Streaminganbietern generell zu dokumentieren. Kommt es häufig zu Problemen, etwa einer Ausfallrate von 70 bis 80 Prozent, könnten Kunden versuchen ihren Vertrag mit einem Sonderkündigungsrecht vorzeitig beenden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 11-11-2019
  • FC Bayern – „Uli Hoeneß beschädigt mit Attacken sein eigenes Denkmal“
    Der Bayern-Präsident wird Ende der Woche seinen Posten räumen, kündigte aber an, künftig wieder die "Abteilung Attacke" auszufahren. Wäre das gut für den Verein? Der "Zweikampf der Woche" mit Robert Hiersemann und Florian Wichert. Uli Hoeneß kam nach der Gala zu seinem Abschied gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. "Fantastisch", "traumhaft", "unglaublich" – das 4:0 (1:0) seines FC Bayern im Bundesliga-Klassiker gegen ein desaströses Borussia Dortmund werde ihm "ewig in Erinnerung bleiben", sagte der scheidende Patriarch ergriffen. Voller Dankbarkeit fügte er hinzu: "So habe ich mir meinen Abschied als Präsident vorgestellt. Das war ein wunderschöner Abschluss." Hoeneß wird seinen Posten am kommenden Freitag räumen. Als Mitglied im Aufsichtsrat bleibt er dem Verein erhalten. Der Kampf um die Meisterschaft wird dann weitergehen. Allerdings ohne Hoeneß. Nach knapp 40 Jahren in Position an vorderster Front beim FC Bayern endet in dieser Woche seine Ära. Hoeneß: "Wie eine Glucke" Doch noch am Sonntagabend kündigte Hoeneß an: "Der eine oder andere Journalist wird sich jetzt schon gefallen lassen müssen, dass ich die Abteilung Attacke wieder ausfahre, jetzt wo ich dann keine offizielle Funktion mehr habe", sagte er nach dem Sieg der Münchner Basketballer gegen Alba Berlin. Und weiter: "Immer wenn ich Unsachliches höre und sehe, werde ich den Verein wie eine Glucke bewachen." Eine gute Entscheidung? Oder: Sollte Uli Hoeneß die "Abteilung Attacke" endlich dicht machen? Florian Wichert Stellvertretender Chefredakteur Ja, er beschädigt sein eigenes Denkmal Uli Hoeneß und die "Abteilung Attacke": Die ganze Bundesliga fürchtete einst seine spitzen Aussagen. Seit seiner Rückkehr ins Amt des Präsidenten 2016 allerdings belächelt sie die Attacken überwiegend, weil sie ihr Ziel oft kilometerweit verfehlen. Bei seiner Wiederwahl als Präsident nannte Hoeneß Dortmund und Leipzig martialisch "Feinde" – wofür er sich zu Recht entschuldigen musste. Ein Fehler, okay. Doch schon bei seinen Aussagen zu Özil ("Er hat seit Jahren einen Dreck gespielt") oder Bernat ("Er hat Scheißdreck gespielt") kippte die Stimmung. Als er dem DFB aufgrund angeblich fehlender Rückendeckung für Neuer mit einem Boykott drohte, winkten selbst Bayern-Fans ab. Und als Hoeneß am Sonntag im Doppelpass anrief, um seine Wut über die Kritik an Salihamidzic loszuwerden, nahm ihn niemand mehr ernst. Die Reaktionen? Irritation, Mitleid und die Hoffnung, dass der Mann am Telefon sein eigenes Denkmal nicht noch komplett selbst einreißt. Leider passiert genau das, wenn Hoeneß wie angekündigt den Verein künftig "wie eine Glucke" bewacht. Nach seinem Abschied aus der ersten Reihe des FC Bayern sind seine Attacken dann nicht nur deplatziert – sondern auch noch irrelevant. Hoeneß sollte sich künftig lieber auf Aufgaben konzentrieren, bei denen er wirklich gebraucht wird – und zum Beispiel als Opa für seine Enkel da sein. Robert Hiersemann Head of Fußball und Sport Nein, denn einen wie ihn bekommen wir nie wieder 20 Deutsche Meisterschaften, 11 DFB-Pokal-Erfolge und zwei Endspielsiege in der Champions League: Das ist die Bilanz von Uli Hoeneß als Manager und Präsident des deutschen Rekordmeisters – Hoeneß ist der FC Bayern. Und natürlich ist er häufig angeeckt und galt Fans anderer Vereine als Feindbild. Doch wir würden erst merken, was wir an ihm hatten, wenn er nicht mehr da wäre. Hoeneß ist selbst der größte Bayern-Fan auf diesem Planeten und einer von nur ganz wenigen in der Bundesliga, der auch mal im Affekt sagt, was er denkt. Er ist impulsiv, ungezügelt – und echt. Das müssen selbst seine ärgsten Kritiker anerkennen. Oder nennen Sie mir einen anderen Verantwortlichen, der sich so vor seinen Verein stellt? Ihn verteidigt mit Haut und Haaren. Wer würde künftig am Sonntagvormittag per Telefonschalte in die Experten-Runde vom Doppelpass platzen, um seinen Sportdirektor in Schutz zu nehmen? Niemand. Das macht nur er. Generationen von deutschen Fußballfans sind mit Hoeneß als Gesicht und Stimme des FC Bayern aufgewachsen. Ohne ihn und seine direkte Art können sich die meisten diesen Verein gar nicht mehr vorstellen.Man kann Hoeneß zwar in seiner Funktion ersetzen, aber nicht als Person. Gut, dass er uns erhalten bleibt.        Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußball-Themen. In dieser Woche geht es um die letzten Tage von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München – auch als Podcast zum Hören und kostenlosen Abonnieren bei AppleSpotifyGoogleDeezer, Podigee und in jeder Podcast-App. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 11-11-2019
  • FC Bayern: Uli Hoeneß tätigt Wutanruf beim „Doppelpass“ – „Unverschämt!“
    Das wollte er scheinbar nicht auf sich und seinem Kollegen sitzen lassen: Bayerns Präsident rief am Sonntag während der Sendung "Doppelpass" im Sport1-Studio an und nahm Sportdirektor Hasan Salihamidzic in Schutz.
    Foto-Serie mit 20 Bildern Einen Tag nach dem 4:0-Erfolg des FC Bayern über Borussia Dortmund meldete sich der scheidende FCB-Vereinspräsident Uli Hoeneß im "Doppelpass" auf Sport1 zu Wort. Mitten in der Sendung bekam Moderator Thomas Helmer scheinbar mitgeteilt, dass Hoeneß anruft. Sofort schaltete der Ex-Profi des FC Bayern den 67-Jährigen live in die Runde. Hauptgrund für seinen Anruf: Die aktuell laufende Diskussion der Talkrunde um Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic. "Große Teile der Runde haben sich despektierlich über Hasan geäußert", legte Hoeneß sofort los und erklärte: "Hasan hat einen guten Job gemacht. Die Verpflichtungen von Pavard, Hernandez und Davies sind alleine auf seinem Mist gewachsen. Er war in alle Entscheidungen voll integriert." Hoeneß weiter: "Hasan kommt in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu schlecht weg. Ich finde es unverschämt, wie über ihn gesprochen wird. Der FC Bayern wird noch viel Spaß an ihm haben."  Zuletzt hieß es gar, dass Salihamidzic bald in den Vorstand des deutschen Rekordmeisters befördert werden könnte. Dazu wollte sich Hoeneß allerdings noch nicht klar äußern. Helmer befragte seinen Ex-Boss Helmer befragte seinen Ex-Chef beim FC Bayern auch zum ehemaligen Bayern-Trainer Niko Kovac, der inzwischen durch Hansi Flick abgelöst wurde. Denn erst am Samstag hatte Hoeneß gegenüber dem ZDF gesagt: "Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weghaben wollten." Helmer fragte ihn, ob er auch einen Tag später noch bei dieser Aussage bleibt. Die Hoeneß-Reaktion: "Wenn ich es so gesagt habe, war das auch so gemeint." Hoeneß wird seinen Posten als Präsident am Freitag räumen. Zum Abschluss hinterließ er der Runde noch einen Gruß: "Ich wünsche euch alle noch einen schönen Vormittag. Alles Gute!" Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 11-11-2019
  • Bundesliga: Störungen bei FC Bayern gegen BVB: Sky prüft Kunden-Entschädigung
    Viele Fußballfans ärgerten sich am Wochenende: Das Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund konnte aufgrund eines Fehlers via Sky von einigen nicht verfolgt werden.  Der Pay-TV-Sender Sky prüft derzeit, ob die von Störungen beim Live-Stream des Bundesliga-Spitzenspiels zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (4:0) am Samstag betroffenen Fußball-Fans entschädigt werden. "Wir werden die betroffenen Kunden hierzu schnellstmöglich informieren", teilte der Bezahlsender auf SID-Anfrage am Sonntag mit. Leider sei es "beim Streamen über Sky Go und Sky Ticket zu Störungen" gekommen. "Diese wurden im Laufe der 2. Halbzeit wieder behoben. Die Live-Übertragung über Kabel und Satellit lief durchgängig ohne Probleme", betonte Sky. Der Bezahlsender entschuldigte sich am Sonntag nochmals "bei allen betroffenen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten". Im Netz wurde Sky harsch von den Usern aufgrund der technischen Probleme kritisiert. Eine Wiederholung der Schwierigkeiten soll es laut Sky nicht geben: "Die Störung wurde bereits während des Spiels wieder behoben. Das gesamte Sky-Team arbeitet intensiv an der Analyse der Probleme, um zu gewährleisten, dass diese in Zukunft nicht mehr auftreten." Der Erstliga-Hit FC Bayern vs. BVB wurde exklusiv live von Sky ausgestrahlt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 11-11-2019
  • FC Bayern: „Uli Hoeneß ist kurz davor, sein eigenes Denkmal einzureißen“
    Der Bayern-Präsident wird Ende der Woche seinen Posten räumen, kündigte aber an, künftig wieder die "Abteilung Attacke" auszufahren. Wäre das gut für den Verein? Der "Zweikampf der Woche" mit Robert Hiersemann und Florian Wichert. Uli Hoeneß kam nach der Gala zu seinem Abschied gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. "Fantastisch", "traumhaft", "unglaublich" – das 4:0 (1:0) seines FC Bayern im Bundesliga-Klassiker gegen ein desaströses Borussia Dortmund werde ihm "ewig in Erinnerung bleiben", sagte der scheidende Patriarch ergriffen. Voller Dankbarkeit fügte er hinzu: "So habe ich mir meinen Abschied als Präsident vorgestellt. Das war ein wunderschöner Abschluss." Hoeneß wird seinen Posten am kommenden Freitag räumen. Als Mitglied im Aufsichtsrat bleibt er dem Verein erhalten. Der Kampf um die Meisterschaft wird dann weitergehen. Allerdings ohne Hoeneß. Nach knapp 40 Jahren in Position an vorderster Front beim FC Bayern endet in dieser Woche seine Ära. Hoeneß: "Wie eine Glucke" Doch noch am Sonntagabend kündigte Hoeneß an: "Der eine oder andere Journalist wird sich jetzt schon gefallen lassen müssen, dass ich die Abteilung Attacke wieder ausfahre, jetzt wo ich dann keine offizielle Funktion mehr habe", sagte er nach dem Sieg der Münchner Basketballer gegen Alba Berlin. Und weiter: "Immer wenn ich Unsachliches höre und sehe, werde ich den Verein wie eine Glucke bewachen." Eine gute Entscheidung? Oder: Sollte Uli Hoeneß die "Abteilung Attacke" endlich dicht machen? Florian Wichert Stellvertretender Chefredakteur Ja, er beschädigt sein eigenes Denkmal Uli Hoeneß und die "Abteilung Attacke": Die ganze Bundesliga fürchtete einst seine spitzen Aussagen. Seit seiner Rückkehr ins Amt des Präsidenten 2016 allerdings belächelt sie die Attacken überwiegend, weil sie ihr Ziel oft kilometerweit verfehlen. Bei seiner Wiederwahl als Präsident nannte Hoeneß Dortmund und Leipzig martialisch "Feinde" – wofür er sich zu Recht entschuldigen musste. Ein Fehler, okay. Doch schon bei seinen Aussagen zu Özil ("Er hat seit Jahren einen Dreck gespielt") oder Bernat ("Er hat Scheißdreck gespielt") kippte die Stimmung. Als er dem DFB aufgrund angeblich fehlender Rückendeckung für Neuer mit einem Boykott drohte, winkten selbst Bayern-Fans ab. Und als Hoeneß am Sonntag im Doppelpass anrief, um seine Wut über die Kritik an Salihamidzic loszuwerden, nahm ihn niemand mehr ernst. Die Reaktionen? Irritation, Mitleid und die Hoffnung, dass der Mann am Telefon sein eigenes Denkmal nicht noch komplett selbst einreißt. Leider passiert genau das, wenn Hoeneß wie angekündigt den Verein künftig "wie eine Glucke" bewacht. Nach seinem Abschied aus der ersten Reihe des FC Bayern sind seine Attacken dann nicht nur deplatziert – sondern auch noch irrelevant. Hoeneß sollte sich künftig lieber auf Aufgaben konzentrieren, bei denen er wirklich gebraucht wird – und zum Beispiel als Opa für seine Enkel da sein. Robert Hiersemann Head of Fußball und Sport Nein, denn einen wie ihn bekommen wir nie wieder 20 Deutsche Meisterschaften, 11 DFB-Pokal-Erfolge und zwei Endspielsiege in der Champions League: Das ist die Bilanz von Uli Hoeneß als Manager und Präsident des deutschen Rekordmeisters – Hoeneß ist der FC Bayern. Und natürlich ist er häufig angeeckt und galt Fans anderer Vereine als Feindbild. Doch wir würden erst merken, was wir an ihm hatten, wenn er nicht mehr da wäre. Hoeneß ist selbst der größte Bayern-Fan auf diesem Planeten und einer von nur ganz wenigen in der Bundesliga, der auch mal im Affekt sagt, was er denkt. Er ist impulsiv, ungezügelt – und echt. Das müssen selbst seine ärgsten Kritiker anerkennen. Oder nennen Sie mir einen anderen Verantwortlichen, der sich so vor seinen Verein stellt? Ihn verteidigt mit Haut und Haaren. Wer würde künftig am Sonntagvormittag per Telefonschalte in die Experten-Runde vom Doppelpass platzen, um seinen Sportdirektor in Schutz zu nehmen? Niemand. Das macht nur er. Generationen von deutschen Fußballfans sind mit Hoeneß als Gesicht und Stimme des FC Bayern aufgewachsen. Ohne ihn und seine direkte Art können sich die meisten diesen Verein gar nicht mehr vorstellen.Man kann Hoeneß zwar in seiner Funktion ersetzen, aber nicht als Person. Gut, dass er uns erhalten bleibt.        Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußball-Themen. In dieser Woche geht es um die letzten Tage von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München – auch als Podcast zum Hören und kostenlosen Abonnieren bei AppleSpotifyGoogleDeezer, Podigee und in jeder Podcast-App. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: T-Online Borussia DortmundPubliziert am 11-11-2019