Spiegel Online Panorama

  • Blankenburg im Harz: Tödliche Explosion – Kripo übernimmt Ermittlungen
    Im Harz hat eine gewaltige Detonation in einem Wohnblock einen Großeinsatz ausgelöst. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang - und viele Anwohner müssen sich wohl für Wochen eine andere Bleibe suchen. Matthias Bein/DPA Rettungskräfte in Blankenburg: Was löste die Explosion aus?
    Die Kriminalpolizei hat nach der Explosion mit einem Toten und vielen Verletzten in Blankenburg im Harz die Ermittlungen an sich gezogen. Es sei ein Verfahren wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion eingeleitet worden, teilte die Polizei mit. Neben Kriminalisten aus Magdeburg seien auch die Experten der Tatortgruppe des Landeskriminalamts in die Ermittlungen eingebunden. Am Freitagmorgen war es in einer Wohnung eines fünfgeschossigen Mehrfamilienhauses zu einer Explosion und einem anschließenden Brand gekommen. Ein Mann kam ums Leben, mehrere Bewohner und einige Einsatzkräfte wurden verletzt. Die Ursache für die Explosion muss noch ermittelt werden. Der Polizei zufolge wurden in der Wohnung mehrere Gasflaschen sowie Geräte zum Heizen gefunden. Ob das Unglück dadurch ausgelöst wurde, ist offen. Den Ermittlern zufolge ist es möglich, dass ein Mieter durch eigene Gasgeräte Heizkosten sparen wollten. Die Ermittlungen vor Ort wurden dadurch erschwert, dass nach der Explosion der Zustand der Brandwohnung unklar war. Am Nachmittag prüfte das Technische Hilfswerk die Statik und stützte das Gebäude mit Holzbalken ab. Im Anschluss sollten die Ermittler in die Wohnung zurückkehren, um sie weiter zu untersuchen. Die betroffenen Wohnblocks seien vermutlich für mehrere Wochen unbewohnbar, sagte der Geschäftsführer der Blankenburger Wohnungsgesellschaft, Thomas Kempf. Die Fernwärmeleitung müsse überprüft und instandgesetzt werden, das könne mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Derzeit sind demzufolge auch Wasser und Strom abgeklemmt. Das von der Explosion direkt betroffene Haus sowie ein direkt angrenzender Block bleiben bis auf Weiteres gesperrt, wie Blankenburgs Bürgermeister Heiko Breithaupt sagte. Geplant sei, dass die Mieter spätestens in der Nacht unter enger Aufsicht von Feuerwehr und Polizei kurz zurückkehren könnten, um das Nötigste aus ihren Wohnungen zu holen. Mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort Den Einsatzkräften bot sich nach den Worten von Bürgermeister Breithaupt "ein Bild der Verwüstung". Seit dem Morgen waren demzufolge mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort, um das Feuer zu löschen, Menschen zu retten und Betroffene zu betreuen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte lagen drei Menschen augenscheinlich bewusstlos vor dem Haus, wie Einsatzleiter Alexander Beck von der freiwilligen Feuerwehr sagte. Zunächst war die Polizei von mindestens 25 Verletzten ausgegangen. Später korrigierten die Ermittler diese Angaben nach unten: Zwei Bewohner seien mit Brandverletzungen in ein Spezialkrankenhaus nach Halle an der Saale geflogen worden. Zudem erlitten demnach drei Bewohner schwere und zehn Menschen leichte Verletzungen. Vier Polizisten zogen sich beim Rettungseinsatz Rauchvergiftungen zu. Im Video: "Ein Bild der Verwüstung"
    Matthias Bein/ DPA Die Polizei korrigierte auch eigene Angaben, wonach sich in der Wohnung auch Weltkriegsmunition befunden habe. Dies habe sich nicht bestätigt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zeigte sich bestürzt über das Unglück. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und bei ihren Angehörigen, ich spreche ihnen mein Mitgefühl aus", erklärte der CDU-Politiker. Er sprach allen Rettungskräften für ihren professionellen Einsatz seinen Dank aus. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Klatsch und Knatsch: Lest die Zeichen
    Seth Rogan töpfert ein Bett für seine Joints, Meryl Streep würde für Pommes töten - und Emily Ratajkowski schickt Harvey Weinstein eine keineswegs subtile Botschaft. Die Promimeldungen der Woche. Richard Shotwell/ Invision/ AP
    Die Botschaft der Woche... ...schickte Emily Ratajkowski an den einstigen Filmstudio-Boss Harvey Weinstein. Das 28-Jährige US-Model hatte sich für eine Filmpremiere mit schwarzem Stift ein "fuck harvey"-Tattoo auf den Unterarm gemalt - und stolz den wartenden Fotografen auf dem roten Teppich präsentiert. Diese Woche war bekannt geworden, dass sich Weinstein offenbar mit mehr als 30 Frauen auf einen vorläufigen Vergleich mit einer Zahlung von insgesamt 25 Millionen Dollar geeinigt hat. Mehr als 80 Frauen hatten Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen, darunter viele prominente Schauspielerinnen. Die Hauptverhandlung gegen Weinstein soll am 6. Januar starten, sie ist nicht von dem vorläufigen Deal betroffen. Auf Instagram kommentierte Ratajkowski ihre Aktion wie folgt: "Heute haben Harvey Weinstein und sein ehemaliges Filmstudio mit seinen Opfern einen Deal über 25 Millionen Dollar abgeschlossen. Weinstein, dem Straftaten vorgeworfen werden, die von sexueller Belästigung bis hin zu Vergewaltigung reichen, muss kein Fehlverhalten eingestehen oder sein eigenes Geld bezahlen." Der Heißhunger der Woche... ...hatte jüngst die dreifache Oscarpreisträgerin Meryl Streep. Die Schauspielerin Florence Pugh hat über ihre gemeinsamen Dreharbeiten für den Film "Little Women" berichtet und dabei Streeps gar nicht divenhafte Gelüste offenbart. Als die beiden Frauen eine Szene in einem Park drehten, hätten sie "gewaltige Reifröcke" getragen und darauf gewartet, dass die Dreharbeiten endlich weitergingen. In dieser Situation bekam Streep offenbar Appetit: "Ich erinnere mich, dass es kalt war und sie sagte: 'Ich würde einfach für ein paar Pommes frites töten' ", erzählte Pugh. Der Wunsch wurde umgehend erfüllt. Die Altersweisheiten der Woche... ...verbreitete Teri Hatcher. Die US-Schauspielerin veröffentlichte zu ihrem 55. Geburtstag auf Instagram Bikinifotos von sich und rief zu mehr Natürlichkeit auf. "In diesem 55-jährigen Körper zu leben fühlt sich tatsächlich befreiend an", schrieb Hatcher. Sie habe herausgefunden, wie sie sich in ihrer eigenen Haut wohlfühlen könne. Das treffe nicht immer zu, aber an vielen Tagen. Das Alter erlaube es, Ziele klar vor Augen zu haben und zu schätzen, für wen oder was man dankbar sei. "Du bist alt genug, um das Wunder des Lebens zu sehen, und jung genug, um dieses Wissen zu feiern", schrieb die Schauspielerin. "Sei stark genug, verletzlich zu sein." Das Kleid der Woche... ...fand zunächst keinen Abnehmer - dann wechselte die nachtblaue Samtrobe von Prinzessin Diana bei einer Auktion in London doch noch den Besitzer. Eine Organisation aus Großbritannien kaufte das schulterfreie Kleid für 220.000 Pfund (umgerechnet etwa 262.000 Euro), wie das Auktionshaus Kerry Taylor mitteilte. Um welche Organisation es sich handelt, ist bislang nicht bekannt. Das Kleid, das Diana bei ihrem berühmten Tanz mit John Travolta 1985 im Weißen Haus trug, hatte bei einer ersten Versteigerung nicht das Mindestgebot von 200.000 Pfund erreicht. epa/Courtesy Ronald Reagan Library Legendärer Auftritt: Prinzessin Diana und John Travolta im November 1985 im Weißen Haus Die Außerirdische der Woche... ...…ist Ashley Graham. "Jeder Tag ist wie ein Science-Fiction-Film", sagte die schwangere 32-Jährige in der Sendung von US-Talker Jimmy Fallon. Es sei, als ob ein kleiner Alien ihren Bauch übernommen habe - offenbar ein sehr aktiver kleiner Alien: "Ich schwöre, er ist auf einem Laufband. Und eines Tages wird er einfach aus mir hinauslaufen", sagte Graham. Das hoffe sie zumindest. In der Show berichtete Graham auch von ihrer "sehr untraditionellen Babyparty": Beispielsweise hätten ihre Gäste sich Tattoos oder Piercings stechen lassen können. "Wir hatten auch Strampler, die jeder dekorieren konnte, und wir spendeten sie Müttern in Not", sagte Graham. "Es war also etwas ganz Besonderes." Der Kunsthandwerker der Woche... ...ist Seth Rogen. Der Schauspieler und Regisseur hat ein neues Hobby für sich entdeckt. Seine Frau töpfere seit ihrer Schulzeit und habe seit einiger Zeit versucht, ihn dazu zu bringen, es ihr nachzutun. "Parallel dazu war ich besessen von Aschenbechern, also war das ein guter Ausgangspunkt", sagte er dem US-Magazin "Interview". Solche Objekte seien recht leicht zu fertigen, "und weil ich den ganzen Tag Joints rauche, habe ich auch viel mit ihnen zu tun". Er habe immer nach einem "kleinen Bett" gesucht, auf dem seine Joints ausruhen könnten. "So wurde es die perfekte Möglichkeit, exakt den Aschenbecher zu kreieren, den ich mir wünschte." Schauspieler Seth Rogen: "Weil ich den ganzen Tag Joints rauche" Im Interview bestätigt er seinen Ruf als Dauerkiffer, es gebe nichts, was er täte, ohne zu Gras zu rauchen - "und Töpfern ist keine Ausnahme". Sein erstes Werk war demnach weit entfernt von jeder Perfektion: "Der erste Aschenbecher sah aus, als habe ihn ein Kind gemacht." Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • kurz & krass: Frau räumt auf – und findet sowjetische Handgranate in Geheimfach
    Vor den Weihnachtstagen wollte eine Frau in Polen noch einmal richtig aufräumen - und wurde an einem ungeahntem Ort fündig: In einer alten Anrichte entdeckte sie eine Handgranate mitsamt Zünder. Die Frau aus der südpolnischen Stadt Tarnow habe das von ihren Eltern geerbte Möbelstück auseinandergenommen, teilte die örtliche Polizei mit. Dabei entdeckte sie eingebaute Geheimfächer. In einem davon lag eine in Pergament eingewickelte sowjetische Handgranate vom Typ RG-42 aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs - daneben der herausgezogene Zünder. Die von der Frau herbeigerufenen Polizisten informierten Sprengstoffexperten der polnischen Armee, die die Granate mitnahmen. Explosionsgefahr bestand den Ermittlern zufolge nicht. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Kinderlärm-Urteil des BGH: Diese Kinder dürfen weiter toben
    Ein Münchner Renterpaar klagte gegen Kinderlärm, der Streit über das Eltern-Kind-Zentrum "Elki" landete schließlich vor dem Bundesgerichtshof. Der traf nun eine deutliche Entscheidung. Lara Mosdal/Elki/DPA "Eltern-Kind-Kurs" im Münchner Zentrum "Elki": Lärmen erlaubt
    Aufatmen im Eltern-Kind-Zentrum "Elki": In letzter Instanz hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass der Familien-Treff im Münchner Stadtteil Schwabing bleiben darf. Die darüber wohnenden Rentner müssen die Einrichtung hinnehmen, auch wenn im Erdgeschoss ursprünglich nur ein Laden vorgesehen war. Gerettet hat das "Elki" eine Gesetzesvorschrift, die Kinderlärm privilegiert - als "klares Signal für eine kinderfreundliche Gesellschaft", wie die Vorsitzende BGH-Richterin Christina Stresemann nun bei der Urteilsverkündung sagte. Denn nach Paragraf 22 des Bundesimmissionsschutzgesetzes sind Geräusche durch Kitas, Spielplätze und ähnliche Einrichtungen in der Regel "keine schädliche Umwelteinwirkung". Strittig war in dem BGH-Fall, ob der gesetzliche Schutz auch ein Familien-Begegnungszentrum in einem Wohnhaus umfasst. Peter Kneffel/DPA Eltern-Kind-Zentrum «Elki» in München-Schwabing: Rentner gegen Kinderlärm Das tut er. Das "Elki" ist nach Feststellung des BGH eine Kita-ähnliche Einrichtung und fällt somit unter den Schutz des Paragraf 22. Dieser strahle auch auf das Wohneigentumsrecht aus, betonte der BGH nun. Doch es gibt Grenzen: Ist in einem Haus eine Kita oder ähnliche Einrichtung per Teilungserklärung ausgeschlossen, ist diese auch nicht zulässig. Dies gilt etwa für eine Anlage, die als Ärztehaus konzipiert ist. Auch eine Einheit, die als Wohnung ausgewiesen ist, darf nicht zur Kita umfunktioniert werden. "Anders kann es wiederum bei einer Tagesmutter liegen", so die Karlsruher Richter. "Ein Gewinn für die Gesellschaft" Im Münchner Fall sah die Teilungserklärung einen "Laden mit Lager" vor. Seit neun Jahren ist dort stattdessen der öffentlich unterstützte Verein "Elki". Er will laut Satzung "der zunehmenden Isolation von Eltern entgegenwirken, die sich aus der Situation der Familien in der Großstadt ergibt". Rund 240 Familien aus 40 Nationen nutzen die Angebote des "Elki" - dazu zählen ein "Mini-Kindergarten", das "offene Spielzimmer" sowie Sprach- und Musikkurse. Von diesem Treiben fühlen sich die darüber wohnenden Wohnungseigentümer gestört - zumal es im "Elki" auch am Wochenende gesellig zugeht. Vor dem Landgericht und Oberlandesgericht in München waren die Kläger erfolgreich, doch der BGH gab nun dem Familienzentrum recht. Nun müssen die Richter am Oberlandesgericht etwa prüfen, inwiefern im Eingangsbereich abgestellte Kinderwagen und Fahrräder stören. Auch pochen die Kläger auf eine bessere Geräuschdämmung. "Elki"-Vereinschefin Lara Mosdal zeigte sich erleichtert: "Es ist ein Gewinn für die Gesellschaft, nicht unser Gewinn." Der Verein sei weiterhin um eine gute Nachbarschaft bemüht. Mit den unterlegenen Klägern wolle sie weiter das Gespräch suchen, etwa zur Frage einer schalldämpfenden Decke: Das Rentnerpaar sei im "Elki" jedenfalls immer willkommen. Aktenzeichen: V ZR 203/18 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Fehde zwischen Bushido und Abou-Chaker-Clan: Die Alte einfach umlegen
    Bushido und Arafat Abou-Chaker waren Geschäftspartner, inzwischen sind sie verfeindet. Nach SPIEGEL-Informationen belegen Tonaufnahmen, wie der Streit um Geld und Gefolgsleute eskalierte. Jens Kalaene / DPA Bushido und Arafat Abou-Chaker 2010: Inzwischen sind sie verfeindet
    In der seit 2017 andauernden Fehde zwischen dem Rapper Bushido und dem Berliner Familienclan der Abou-Chakers gerät nach SPIEGEL-Informationen nun auch der Nummer-1-Rapper Shindy ins Zwielicht. Das geht aus Protokollen von Gesprächen hervor, die der Clanchef Arafat Abou-Chaker heimlich auf seinem Handy aufgenommen hatte. Sie waren der Polizei bei einer Razzia in die Hände gefallen. Darunter befindet sich auch ein Gespräch vom 6. März 2018, bei dem geklärt werden sollte, welche Künstler des Rap-Labels Ersguterjunge nach der Trennung von Bushido und Abou-Chaker mit welchem der beiden Ex-Geschäftspartner weiterarbeiten wollten. Nachdem Bushido das Treffen verließ, sprach Abou-Chaker noch mit Michael Schindler alias Shindy über den Streit mit Bushido und dessen Frau. Wie es im Polizeiprotokoll der Aufnahme heißt, sagt offenbar Shindy, man solle mal etwas Geld in die Hand nehmen und "die Alte" schlicht "umlegen" lassen. Allerdings habe Arafat Abou-Chaker das abgelehnt. Dafür krümme er keinen Finger, sagte er. Lesen Sie hier die ganze Geschichte zum Rosenkrieg zwischen Bushido und dem Clan Bushidos Ehefrau gilt als treibende Kraft hinter der Trennung des Rappers von seinem Manager Arafat Abou-Chaker, mit dem er viele Jahre zusammengearbeitet hat. Seit September liegt gegen Abou-Chaker und zwei seiner Brüder beim Landgericht Berlin eine Anklage vor, weil sie Bushido im Streit um die Trennung eingesperrt, bedroht und angegriffen haben sollen. Abou-Chaker wollte sich auf SPIEGEL-Anfrage ebenso wenig äußern wie Shindy oder Bushido. Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe. Was im neuen SPIEGEL steht und welche Geschichten Sie bei SPIEGEL+ finden, erfahren Sie auch in unserem kostenlosen Politik-Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von den politischen Köpfen der Redaktion. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Städtischer Mitarbeiter in Köln erstochen: „Die Verrohung unserer Gesellschaft scheint keine Grenzen mehr zu kennen“
    In Köln hat ein Mann einen Angestellten der Stadt erstochen, offenbar wurde der Verdächtige nicht zum ersten Mal gewalttätig. Politiker zeigen sich entsetzt - und beklagen ein gesamtgesellschaftliches Problem. Oliver Berg/DPA Oberbürgermeisterin Reker: "Man geht morgens zum Dienst - und kehrt nicht mehr zurück"
    Ein tödlicher Messerangriff auf einen städtischen Angestellten in Köln hat eine gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Oberbürgermeisterin Henriette Reker war die Erschütterung wenige Stunden nach der Tat deutlich anzusehen. "Es ist ja ganz unvorstellbar, dass man morgens zum Dienst geht - und kehrt nicht mehr zurück", sagte Reker, die vor vier Jahren selbst Opfer eines Messerangriffs war. "Die Verrohung unserer Gesellschaft scheint keine Grenzen mehr zu kennen", sagte die parteilose Politikerin. Dies beginne bei der Sprache und ende mit solchen Taten. Am Vormittag hatte ein Mann zwei Mitarbeiter der Stadtkämmerei, die bei dem säumigen Bürger Geld eintreiben wollten, mit einem Messer attackiert. Ein 47-jähriger Mitarbeiter erlag seinen Verletzungen, seine Kollegin kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest. Marius Becker/DPA Ermittler am Tatort: "Zunehmende Gewalt" Die beiden Betroffenen arbeiteten in der Vollstreckungsabteilung der Kämmerei. Deren Mitarbeiter suchen Schuldner auf, die Rechnungen auch nach mehreren Mahnungen nicht beglichen haben. Sie versuchen, das Geld einzutreiben und können auch Pfändungen vornehmen. An der Adresse, an der es nun zu dem Angriff kam, hatte es nach Angaben der Polizei bereits im März einen ähnlichen Vorfall gegeben. Damals hatte ein Mann eine städtische Mitarbeiterin mit einem Schraubendreher angegriffen und leicht verletzt. Medienberichten zufolge handelt es sich in beiden Fällen um denselben Angreifer - die Polizei bestätigte das auf Nachfrage nicht. "Das bereitet mir wirklich Sorge" "Ich glaube, wir brauchen in unserer Gesellschaft dringend eine Debatte über Respekt gegenüber Amtsträgern", sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). "Die zunehmende Gewalt gegenüber diesen Menschen, die im Auftrag der Allgemeinheit unterwegs sind, bereitet mir wirklich Sorge." Auch der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbunds in NRW zeigte sich entsetzt: Die Tat zeige, dass die Hemmschwelle für Gewalt gegen staatliche Beschäftigte immer weiter sinke, teilte Roland Staude mit. Oberbürgermeisterin Reker sicherte den Mitarbeitern der Kämmerei psychologische Unterstützung zu. "Es ist schon so, dass in solchen Situationen auch eigene Erlebnisse zurückkommen", sagte Reker, die einen Tag vor der OB-Wahl 2015 bei einem Messerattentat schwer verletzt worden war. "Wahrscheinlich wird man das auch nie ganz verdrängen können." Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Landstraße in Hessen: Bus mit Schülern verunglückt – 27 Verletzte
    Die Fahrbahn war offenbar extrem glatt: In der Nähe von Gießen ist ein Bus von der Straße abgekommen und umgekippt. Etliche Kinder und Jugendliche erlitten Verletzungen.
    Bei einem Busunfall in Hessen sind 27 Kinder und Jugendliche leicht verletzt worden. Der Bus kam auf einer glatten Landstraße zwischen Weitershain und Stangenrod von der Fahrbahn ab, wie die Polizei in Gießen mitteilte. Der Bus sei dann auf die Seite gekippt, hieß es in der Mitteilung. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren wurden in einem Dorfgemeinschaftshaus medizinisch betreut und von ihren Eltern abgeholt. Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag in unmittelbarer Nähe einer Autobahnunterführung. Diese blieb über Stunden voll gesperrt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Unwetter: 70-Jähriger stirbt bei Sturmböen in Frankreich
    Im französischen Baskenland ist ein Mann bei heftigen Sturmböen in einen tödlichen Unfall verwickelt worden. Im Südwesten waren rund 200.000 Haushalte ohne Strom.
    Sturmböen haben in Frankreich einen Verkehrsunfall mit einem Toten verursacht. Ein 70-Jähriger kam ums Leben, als er mit seinem Auto gegen einen auf die Landstraße gestürzten Baum fuhr. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden, wie die Rettungskräfte mitteilten. Das Unglück ereignete sich in der Gemeinde Ilharre im französischen Baskenland. Im Südwesten Frankreichs wurden nach Behördenangaben zudem fünf Menschen durch umstürzende Bäume verletzt. Rund 200.000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom. In der Nacht zum Freitag waren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde über die Atlantikküste hinweggefegt. Auch am Ärmelkanal sowie auf Korsika warnte der Wetterdienst Météo France vor starkem Wind und Regen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Paul Breitner über Weihnachten: Geschenke? Pah!
    Was Paul Breitner von Männern, Christbäumen und Geschenken hält? Erstaunlich wenig. Deutlich nachsichtiger gibt sich der Ex-Fußballstar, wenn es um seine Enkel geht. Sascha Schuermann AFP Paul Breitner (auf einer Gala in Dortmund im April): "Wir haben uns noch nie etwas geschenkt"
    Paul Breitner ist ein Mann der klaren Meinungen. Erst vor wenigen Monaten hatte er etwa ein hartes Urteil über seine Geschlechtsgenossen gefällt, da diese zu selten zur Vorsorge gingen: "Der Mann an sich ist, was medizinische Vorsorge angeht, dumm", sagte die Fußballlegende im Mai. Ähnlich deutlich hat sich der 68-Jährige nun über die Tradition geäußert, sich an Weihnachten mit Gaben zu überhäufen. "Ich kann seit jeher auf Geschenke verzichten", sagte Breitner. "Meine Frau und ich kennen uns seit weit mehr als 50 Jahren, und wir haben uns noch nie etwas geschenkt." Eine andere Tradition will der frühere Fußball-Nationalspieler an den Festtagen aber nicht missen: "ein Christbaum für die Enkelkinder, früher für die Kinder. Solange die das wollen, wird einer aufgestellt." Ob Breitner selbst auch Gefallen an einem Baum an Heiligabend habe? Natürlich nicht: "Wir selbst brauchen eigentlich keinen", sagte er. Breitner spielte in den Siebziger- und Achtzigerjahren für die DFB-Auswahl und wurde 1974 mit der westdeutschen Auswahl Weltmeister. Mit Bayern München gewann er mehrfach die deutsche Meisterschaft. Zudem spielte er für Real Madrid und Eintracht Braunschweig. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Drogen im Wert von acht Millionen Euro: AfD-Mann soll 98 Kilo Kokain geschmuggelt haben
    Ein AfD-Kommunalpolitiker aus Niedersachsen steht im Verdacht, in millionenschwere Drogengeschäfte verstrickt zu sein. Die Parteispitze im Bundesland zeigt sich überrascht. Christian Charisius/ DPA Kokain (Symbolbild)
    Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven ermittelt gegen den niedersächsischen AfD-Kommunalpolitiker Marcus Hoffmann, weil er in großem Stil Drogen geschmuggelt haben soll. Das geht aus einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Bremerhaven hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Die Ermittler werfen dem 45-Jährigen vor, an der illegalen Einfuhr von 98 Kilo Kokain über den Containerhafen Bremerhaven beteiligt gewesen zu sein. Der Stoff hat einen Straßenverkaufswert von etwa acht Millionen Euro. In dem Verfahren gibt es drei weitere Beschuldigte. Facharbeiter im Hafen Bei Hoffmann geht es um zwei Vorfälle im August und im Oktober 2019. Er war zu der Zeit als Facharbeiter beim Gesamthafenbetriebsverein beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft bestätigt das Verfahren, nennt aber keine Namen. Hoffmann wollte sich nicht äußern. Er war Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Cuxhaven. Die niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Dana Guth erklärte, Hoffmann habe den Posten vor vier Wochen "aus persönlichen Gründen" aufgegeben. Sie sei von den Ermittlungen "überrascht" und betonte, für ihn gelte die Unschuldsvermutung. Anfang November hatte die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass es in dem Verfahren mehrere Durchsuchungen gab. Betroffen waren demnach Wohnungen in Bremen, Bremerhaven und in der Gemeinde Wurster Nordseeküste. Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe. Was im neuen SPIEGEL steht und welche Geschichten Sie bei SPIEGEL+ finden, erfahren Sie auch in unserem kostenlosen Politik-Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von den politischen Köpfen der Redaktion. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Messerangriff: Mitarbeiter der Stadt Köln bei Hausbesuch getötet
    In Köln ist ein Mitarbeiter der Kämmerei bei einem Hausbesuch von einem Mann erstochen worden. Eine Kollegin des 47-Jährigen wurde verletzt. Marius Becker/DPA Ein Polizist der Spurensicherung betritt das Haus, in dem ein Mitarbeiter der Stadt Köln getötet wurde
    Ein Mitarbeiter der Stadt Köln ist bei einem Einsatz mit einem Messer angegriffen und getötet worden. Eine Kollegin wurde ebenfalls attackiert und musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden, wie eine Polizeisprecherin sagte. Demnach waren der Mann und die Frau am Morgen im Auftrag der Stadt unterwegs und klingelten an einer Wohnung. Beim dem Toten handelt es sich laut Nachrichtenagentur dpa um einen Mitarbeiter der Kämmerei. Der 47-Jährige war demnach in der Vollstreckungsabteilung tätig. Die Mitarbeiter sind dafür zuständig, Geldforderungen der Stadt einzutreiben. "Dass einer unserer Kollegen im Einsatz für unsere Stadt durch einen Angriff sein Leben verloren hat, macht mich zutiefst betroffen und erfüllt mich mit großer Trauer", sagte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Der Polizeisprecherin zufolge soll ein Mann die Tür geöffnet und unvermittelt mit einem Messer auf die städtischen Mitarbeiter losgegangen sein. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Weitere Details wurden bislang nicht bekannt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Tödliche Explosion in Blankenburg: „Ein Bild der Verwüstung“
    Ein Toter, mehrere Verletzte - das sind die dramatischen Folgen einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Sachsen-Anhalt. Möglicherweise wurde die Detonation durch Gasflaschen ausgelöst. Matthias Bein/DPA Blankenburg: Einsatzkräfte stehen nach einer Explosion vor einem Mehrfamilienhaus
    Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg im Harz ist ein Mensch getötet worden. Die Detonation wurde möglicherweise durch in einer Wohnung gelagerte Gasflaschen ausgelöst. In der betroffenen Wohnung seien neben Flüssiggasbehältern Geräte zum Heizen mit Gas gefunden worden, sagte Frank Götze von der Polizei im Harzkreis auf einer Pressekonferenz. Das Haus sei nicht ans Gasnetz angeschlossen gewesen, sondern werde mit Fernwärme beheizt. Den Ermittlern zufolge ist es möglich, dass Mieter durch eigene Gasgeräte Kosten sparen wollten, weil ihnen die Fernwärme zu teuer sei. Hinweise auf Sprengstoff habe die Polizei in dem Haus bislang nicht gefunden, sagte Götze. Die Polizei korrigierte eigene Angaben, wonach sich in der Wohnung auch Weltkriegsmunition befand. Dies habe sich nicht bestätigt. Der Tote sei vermutlich der 78 Jahre alte Mieter der Wohnung, von der die Explosion ausging. Seine Ehefrau erlitt demnach schwere Verletzungen, zudem gab es 14 weitere Menschen mit mittleren und leichten Verletzungen. Den Einsatzkräften vor Ort bot sich nach den Worten des Blankenburger Bürgermeisters Heiko Breithaupt "ein Bild der Verwüstung". In dem Haus sind 50 Bewohner gemeldet. Neben den Verletzten brachten die Rettungskräfte auch die weiteren Hausbewohner in Sicherheit. Zunächst war die Polizei von mindestens 25 Verletzten ausgegangen. Laut Bürgermeister Breithaupt wurde ein Bewohner mittelschwer verletzt, neun weitere leicht. Vier Polizisten erlitten die bei dem Einsatz zudem Rauchgasvergiftungen. Die Situation am Unglücksort blieb unübersichtlich. Der Getötete konnte auch Stunden nach der Explosion nicht geborgen werden. Man könne sich nur Meter für Meter in dem schwer beschädigten Gebäude fortbewegen, hieß es. Das Technische Hilfswerk soll die Statik des Hauses prüfen, um zu klären, welche Wohnungen weiter genutzt werden können. Sämtliche Hausbewohner mussten zunächst in Sicherheit gebracht werden. Bis auf eine Familie fanden alle bei Angehörigen Unterschlupf - die Familie sollte in eine Notunterkunft kommen. Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Eine benachbarte Kita wurde vorsichtshalber evakuiert, die Kinder blieben aber unverletzt und konnten von den Eltern abgeholt werden. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zeigte sich bestürzt über das Unglück. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und bei ihren Angehörigen, ich spreche ihnen mein Mitgefühl aus", erklärte der CDU-Politiker. Er sprach allen Rettungskräften für ihren professionellen Einsatz seinen Dank aus. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Wetter in Deutschland: Es wird wärmer – aber ungemütlicher
    Tief "Veiko" bringt viel Regen: In Deutschland müssen sich die Menschen am dritten Adventswochenende auf nasse Tage einstellen. Auch Sturmböen werden erwartet. Tom Weller/DPA Ein Fußgänger läuft am frühen Morgen mit einem grünen Regenschirm durch Stuttgart
    Aus einem weißen Adventswochenende wird wohl fast überall in Deutschland nichts: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für den dritten Advent statt Schnee viel Regen und mildere Temperaturen voraus. Mit dem nahenden Tief "Veiko" steigt die Schneefallgrenze laut DWD-Vorhersage in den kommenden Tagen an. Im Norden Deutschlands kann zum Wochenende demnach nur oberhalb von 500 bis 700, im Süden oberhalb von 1000 bis 1200 Metern mit Schnee gerechnet werden. Tief "Veiko" bringt außerdem viel Wind mit sich. Der DWD rechnet am Samstag im Flachland in der Mitte und im Süden Deutschlands mit Sturmböen. In den höheren Lagen sind demnach auch schwere Sturm- und sogar Orkanböen möglich. Dazu steigen die Temperaturen dem DWD zufolge auf maximal 4 bis 9 Grad, am Oberrhein sind bis zu 11 Grad möglich. Am dritten Adventssonntag bleibt es bei Höchstwerten von 5 bis 10 Grad recht mild. Im Südwesten sind auch 8 bis 13 Grad möglich, am Oberrheingraben kann es laut DWD-Vorhersage sogar stellenweise noch milder werden. Dazu fällt fast überall Regen: Vor allem in der Mitte und im Süden des Landes wird ein Weihnachtsmarktbesuch demnach eine nasse Angelegenheit. Nur im äußersten Süden und Norden zeigt sich öfter mal die Sonne. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Komplott gegen Beamten: Mordanschlag mit Insulin – Polizistinnen verurteilt
    In Baden-Württemberg hat eine Polizistin ein Mordkomplott gegen ihren Mann geschmiedet. Die Frau und eine Kollegin sollen nun für viele Jahre ins Gefängnis.
    Zwei Polizistinnen aus Baden-Württemberg sind wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung an einem Polizeibeamten zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Ehefrau des Opfers soll für zwölf Jahre in Haft, die mitangeklagte Kollegin wegen Beihilfe für fünf Jahre. Die Richter blieben damit unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, wie das "Schwäbische Tagblatt" berichtet. Die Anklagebehörde hatte für die Ehefrau eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen versuchten Mordes gefordert, die Komplizin sollte demnach für sieben Jahre in Haft. Dem Urteil zufolge hatten die beiden Frauen versucht , den ebenfalls als Polizist arbeitenden Mann zu vergiften, wie das Landgericht Tübingen mitteilte. Dazu sollen die 40 Jahre alte Ehefrau und ihre zwei Jahre ältere Kollegin dem Mann eine Überdosis Medikamente verabreicht haben. Der 52-Jährige kam noch rechtzeitig in eine Klinik und überlebte. Die Ehefrau des Mannes hatte eingeräumt, ihm im Februar in der gemeinsamen Reutlinger Wohnung Insulin gespritzt zu haben, um ihn zu töten. Das Medikament kann einem Gutachter zufolge in hoher Dosierung für jeden Menschen lebensbedrohlich wirken. Der Anklage zufolge injizierte die Ehefrau dem Opfer drei Milligramm Insulin und gab es als heilungsfördernde Vitaminspritze aus. Zuvor habe sie ihm mit medizinischen Präparaten versetzten Orangensaft verabreicht, um bei ihrem Mann Übelkeit auszulösen. Als Tatmotiv sah die Staatsanwaltschaft Eheprobleme an. Der Mann soll seiner Ehefrau zufolge damit gedroht haben, sich von ihr zu trennen, sie aus der Wohnung zu werfen und ihr die Kinder zu entziehen. Seine Beschimpfungen, Beleidigungen und Erniedrigungen habe sie nicht mehr ausgehalten. Zudem sei sie überfordert gewesen, weil sie sich allein um Haushalt, Auto, Kinder und Schule habe kümmern müssen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019
  • Tödliche Explosion in Blankenburg: Ermittler finden Flüssiggas und Weltkriegsmunition
    Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Sachsen-Anhalt ist ein Mensch ums Leben gekommen. Die Polizei entdeckte unter anderem Munition in dem Gebäude - und korrigierte die Zahl der Verletzten. Matthias Bein/ DPA Blankenburg: Schwarz verrußt sind Balkone eines Mehrfamilienhauses nach einer Explosion
    Laut Polizei sind bei der tödlichen Explosion in Blankenburg im Harz weniger Menschen verletzt worden als zunächst angenommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden 15 Menschen verletzt einige von ihnen schwer. Darunter seien vier Beamte mit Rauchvergiftung. Zunächst war die Polizei von rund 25 Verletzten ausgegangen. Ein 78-Jähriger, in dessen Wohnung sich die Explosion am Morgen ereignet hatte, wurde tot aufgefunden. Einsatzkräfte fanden dort auch mehrere Flaschen mit Flüssiggas sowie Weltkriegsmunition. "Derzeitigen Erkenntnissen zufolge wurde die Explosion durch Flüssiggas ausgelöst", hieß es von der Polizei. Wie das genau geschah, ist unklar. Das betroffene Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Auf einem Foto, das die Ermittler verbreiteten, sind Zerstörungen an den Fenstern einer Wohnung im ersten Stock zu sehen, Rußspuren ziehen die Fassade hoch. Laut Polizei folgte auf die Explosion ein Brand. Das Gebäude liegt am Rande der 20.000-Einwohner-Stadt in Sachsen-Anhalt. In der Nachbarschaft befinden sich eine Grundschule sowie eine Kita. Aus dieser wurden rund hundert Kinder in anderen Einrichtungen untergebracht, wie die Einrichtung mitteilte. Die Statik des Mehrfamilienhauses soll im Laufe des Tages überprüft werden. "Die Platten in dem Neubaublock haben sich verschoben", sagte Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse. Einsatzkräfte suchten zwischenzeitlich auch nach einer vermissten Person. Später wurde allerdings Entwarnung gegeben, wie Lohse sagte. Vermisst werde nun niemand mehr. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-12-2019