Spiegel Online Panorama

  • Angebliche rassistische Attacke: Bundeswehrsoldat soll Angriff vorgetäuscht haben
    Selbst die Verteidigungsministerin äußerte sich: Nach dem vermeintlichen Angriff auf einen türkischstämmigen Bundeswehrsoldaten war die Empörung groß. Doch nun ermitteln die Behörden gegen das angebliche Opfer. Sebastian Gollnow/ DPA Soldat der Bundeswehr (Symbolbild): "Verdacht, dass der Angriff vorgetäuscht worden ist"
    In Berlin ermittelte die Polizei nach einem mutmaßlichen rassistischen Angriff auf einen Angehörigen der Bundeswehr. Der 25-Jährige mit türkischen Wurzeln hatte angegeben, im Stadtteil Neukölln in Uniform attackiert worden zu sein. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat das Verfahren nun eingestellt - und verdächtigt den Obergefreiten, selbst eine Straftat begangen zu haben. Auch durch aufwendige Ermittlungen hätten Widersprüche in den Angaben des Soldaten nicht aufgeklärt werden können, teilte die Anklagebehörde mit. "Es besteht der Verdacht, dass der Angriff vorgetäuscht worden ist." Deshalb sei nun ein Verfahren gegen den Soldaten eingeleitet worden. Die angebliche Attacke hatte im September für große Empörung gesorgt. Es wurde behauptet, dass dem Mann vorgehalten worden sei, dass nur Deutsche die Uniform eines Soldaten tragen dürften. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin ermittelte. Auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) äußerte sich und teilte mit: "Ich verurteile jeden Übergriff auf Soldatinnen und Soldaten." Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Baden-Württemberg: Frau verbrennt in Auto – Ehemann soll es angezündet haben
    Die Polizei in Baden-Württemberg hat einen 47-Jährigen festgenommen. Der Mann steht unter Verdacht, ein Auto in Brand gesetzt zu haben, in dem seine getrennt von ihm lebende Ehefrau saß. Stephan Jansen / DPA
    In Baden-Württemberg ist eine 45-Jährige in einem Auto verbrannt, nachdem ihr Ehemann es angezündet haben soll. Der 47-Jährige, der von seiner Frau getrennt lebte, wurde nach Polizei-Angaben an seinem Wohnort festgenommen. Ein Zeuge hatte am Morgen beobachtet, dass sich zwei Personen auf einer Straße in Gerabronn im Kreis Schwäbisch Hall stritten. Die Frau soll dabei verletzt worden sein. Dann soll der 47-Jährige das Fahrzeug in Brand gesetzt haben, wie die Polizei Aalen mitteilte. Die Ermittlungen zu den Hintergründen Tat werden von der Staatsanwaltschaft Ellwangen und der Kriminalpolizei Schwäbisch Hall geführt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Niedersachsen: Betrunkener E-Scooter-Fahrer rammt Streifenwagen
    Mit mehr als zwei Promille hat ein 20-Jähriger in Hannover versucht, auf einem E-Scooter vor der Polizei zu flüchten. Keine gute Idee. Olaf Döring/ imago images
    Ein betrunkener 20-Jähriger hat in Hannover auf der Flucht vor der Polizei mit einem E-Scooter einen Streifenwagen gerammt. Nach Angaben der Beamten war der junge Mann offenbar alkoholbedingt nicht mehr in der Lage, sein Gefährt "trotz ausreichenden Abstands" vor dem querstehenden Auto der Einsatzkräfte abzubremsen. Von etwaigen Verletzungen war keine Rede. Laut Polizei hatte der 20-Jährige zuvor versucht, mit einem Elektrotretroller vor der Streife zu fliehen, die ihn kontrollieren wollte. Er war den Beamten in der Nacht aufgefallen, als er bei Rot über eine Ampel fuhr. Aufforderungen zum Anhalten ignorierte er den Angaben zufolge. Versuche, ihn zu stoppen und zu kontrollieren, seien zunächst fehlgeschlagen. Schließlich stellten die Einsatzkräfte ihr Fahrzeug quer auf dem Geh- und Radweg ab, um ihn zu stoppen. Dabei fuhr der junge Mann gegen die hintere Seitentür. Er muss sich nun einem Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung stellen. Auch sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Ein Atemalkoholtest ergab 2,1 Promille. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Überschwemmungen: Italienische Regierung kündigt Hilfe für Venedig an
    Venedig kämpft mit den Folgen eines verheerenden Hochwassers - und der Zivilschutz warnt schon vor neuen Unwettern. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte spricht von einem "Stich in das Herz unseres Landes". Filippo Monteforte/ AFP Überschwemmter Markusplatz in Venedig: "Ein Stich in das Herz unseres Landes"
    Angesichts der enormen Schäden durch die heftigen Überschwemmungen in Venedig hat die Regierung in Rom Hilfe angekündigt. "Die Katastrophe, die Venedig getroffen hat, ist ein Stich in das Herz unseres Landes", sagte Regierungschef Giuseppe Conte bei einem Besuch der Lagunenstadt. Sein Kabinett sei bereit, Hilfsgelder freizugeben. Die Regierung will am Nachmittag den Notstand für Venedig ausrufen, um schneller Mittel bereitstellen zu können. Weite Teile Venedigs leiden derzeit unter dem schwersten Hochwasser seit mehr als 50 Jahren. Durch die Wassermassen wurden viele Anlegestellen für die berühmten Touristen-Gondeln weggerissen. Der Markusplatz und der Dom wurden überflutet, genauso wie Hotels, Geschäfte und Wohnhäuser. Schiffe gingen unter, Gemäuer wurden zerstört. Mindestens ein Mensch starb. Bürgermeister Luigi Brugnaro hatte die Schäden am Mittwoch auf mehrere hundert Millionen Euro beziffert. "Wir bitten die Regierung, uns zu helfen, die Kosten werden hoch sein", schrieb Brugnaro auf Twitter. Er machte den Klimawandel für die Überschwemmungen verantwortlich. Ähnlich äußerte sich auch Umweltminister Sergio Costa. "Die Erderwärmung wird unseren Planeten zerstören, wenn wir nicht sofort gegensteuern", schrieb er auf Facebook. Einige Einwohner Venedigs machten dagegen Korruption für die Katastrophe verantwortlich. Sie werfen Politikern vor, die Stadt an Tourismus- und Kreuzfahrtunternehmen verkauft zu haben und sich nicht wirklich um den Schutz zu kümmern. Das bereits seit 2003 in Bau befindliche Sturmflutsperrwerk "Mose", in das schon sechs bis sieben Milliarden Euro investiert wurden, ist noch immer nicht funktionstüchtig. Es soll die Stadt mit ausfahrbaren Barrieren vor Hochwasser schützen. Bürgermeister Brugnaro dringt darauf, das skandalgeplagte Flutschutz-Vorhaben fertigzustellen. Er ist der Meinung, dass Katastrophen wie das jetzige Hochwasser mit "Mose" vermieden werden können. Jedoch verzögert sich der Bau seit Jahren wegen Korruptionsskandalen und auch Kritik von Umweltschützern. Medien nennen das Projekt "die große Unvollendete". Regierungschef Conte sagte nun, der Bau sei zu "92 bis 93 Prozent" fertig. "Venedig ist ein Kulturerbe Italiens und der Menschheit. Es ist notwendig, dass eine Serie von historischen Problemen gelöst wird." Mehr zum Thema Der italienische Zivilschutz warnte unterdessen vor neuen Unwettern mit starkem Wind in der Region Venetien. Der Wasserstand soll allerdings bei weitem nicht das Rekord-Niveau wie in der Nacht zu Mittwoch erreichen. Das Kulturministerium will am Donnerstag den Markusdom auf Schäden prüfen. Kulturminister Dario Franceschini sprach von einem Notfall. Kulturdenkmäler seien durch salziges und schmutziges Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden. Kunstwerke in Sammlungen oder Material in Archiven und Bibliotheken seien aber nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt worden. Schulen und Kindergärten sollten auch am Donnerstag geschlossen bleiben, der Schiffsverkehr war extrem eingeschränkt. Die Oper La Fenice sagte Aufführungen ab. Die Kunst-Biennale teilte dagegen mit, wieder zu öffnen, nachdem das Gelände am Mittwoch gesperrt war und die Kunstwerke auf Schäden überprüft wurden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Italien: Fast 1200 Kilo Kokain in Bananenkisten gefunden – Ziel Deutschland
    Grüne Päckchen, versteckt zwischen Bananen: Die italienische Polizei hat in Kalabrien Kokain im Wert von mehr als 250 Millionen Euro entdeckt. Die Drogen sollten nach Deutschland transportiert werden. Guardia di Finanza/ DPA Containerhafen in Gioia Tauro: Sicherheitskräfte beschlagnahmen fast 1200 Kilo Kokain
    Eine große Menge Kokain mit dem Ziel Deutschland haben Ermittler in Italien beschlagnahmt. Fast 1200 Kilogramm mit einem Marktwert von mehr als 250 Millionen Euro seien im Hafen Gioia Tauro in der süditalienischen Region Kalabrien in Bananenkisten entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Die Fracht kam den Angaben zufolge aus Südamerika. "Es handelt sich um eine der größten Drogenbeschlagnahmungen, die jemals auf nationalem Gebiet gemacht wurden", hieß es in der Mitteilung. Die 1176 Kilo Kokain wurden bereits am Montag in 144 grünen Packungen in einem Kühlcontainer entdeckt. Für welche Gegend in Deutschland die Drogen bestimmt waren, wurde nicht bekannt. Reines Kokain wird oft mit anderen Stoffen auf die dreifache Menge gestreckt, bevor es auf den Markt kommt. Der Containerhafen in Gioia Tauro ist einer der weltweiten Hauptumschlagplätze von Kokain. Allein in den vergangenen zwölf Monaten seien dort mehr als 2,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, so die Polizei. Verwickelt in die Geschäfte ist vor allem die kalabrische Mafia 'Ndrangheta, die als mächtige kriminelle Organisation im weltweiten Drogenhandel gilt. Mehr bei SPIEGEL+ Die Drogen kommen meist über Schiffsrouten nach Europa und werden oft in Bananen- oder Kaffee-Ladungen versteckt. Im April 2018 fand die spanische Polizei in der Hafenstadt Algeciras zum Beispiel knapp neun Tonnen Kokain. Es war die größte Menge, die je in Europa in Containern entdeckt und beschlagnahmt worden sei, sagte Spaniens damaliger Innenminister Juan Ignacio Zoido. Die belgische Polizei fand im Sommer darauf fast zwei Tonnen Kokain im Hafen von Gent. Im Hamburger Hafen beschlagnahmte der Zoll im Sommer die Rekordmenge von viereinhalb Tonnen Kokain. Laut Uno-Drogenbericht, der sich auf 2017 bezieht, greifen weltweit 271 Millionen Menschen zu Drogen wie Cannabis, Kokain, Opium oder zu synthetischen Substanzen. Verglichen mit 2009 sei die Zahl der Konsumenten damit um 30 Prozent gestiegen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Kampf gegen Clankriminalität: BDK-Chef fordert Zentralstellen für ausreisepflichtige Ausländer
    Sebastian Fiedler sieht die Ausländerbehörden mit Fällen wie dem des Clanchefs Ibrahim Miri laut "Welt" überfordert. Der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter hält "zentralisierte Stellen" für nötig. Rolf Vennenbernd/ picture alliance/ dpa Sebastian Fiedler (Archiv): "Es muss zentralisierte Stellen geben, die sich um ausreisepflichtige Straftäter kümmern"
    Im Kampf gegen Clankriminalität hat der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in allen Bundesländern die Schaffung von speziellen Stellen für ausreisepflichtige Straftäter gefordert. "Es muss zentralisierte Stellen geben, die sich um ausreisepflichtige Straftäter kümmern", sagte Sebastian Fiedler der "Welt". Diese Aufgabe müsse den Ausländerbehörden abgenommen werden, weil diese mit Fällen wie dem des illegal wieder nach Deutschland eingereisten Chefs des libanesischen Miri-Clans überfordert seien, so Fiedler. Er verwies demnach auf das in Bayern vor gut einem Jahr geschaffene Landesamt für Asyl und Rückführungen, in denen etwa eine Priorität auf Straftäter gelegt wird. "Dem sollten die anderen Länder folgen, das wäre ein wesentlicher Fortschritt. Auch Nordrhein-Westfalen hat eine Zentralisierung vorgenommen mit einem anderen, mindestens ebenso guten Modell. Aber das sind eben nur zwei Bundesländer", sagte Fiedler. Bisher gebe es zu viele Zuständigkeiten in Deutschland, etwa bei hunderten Ausländerbehörden. Der Fall Miri Ibrahim Miri war im Sommer aus Deutschland in den Libanon abgeschoben und mit einem Einreiseverbot belegt worden. Der frühere Präsident der Rockergruppe Mongols MC Bremen kehrte jedoch im Oktober zurück nach Bremen - nach eigenen Angaben flog er zunächst mit gefälschtem Pass in die Türkei und fuhr dann versteckt in einem Lkw nach Nürnberg. Nach einigen Tagen sei der wegen bandenmäßigen Drogenhandels verurteilte Mann nach Bremen weitergereist, wo er sich den Behörden stellte und Asyl beantragte. Unmittelbar danach wurde er festgenommen und sitzt seither in Abschiebehaft. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge lehnte den Asylantrag der libanesischen Clangröße als "offensichtlich unbegründet" ab, Miris Anwalt kündigte Rechtsmittel gegen diese Entscheidung an. Vor einer Woche hatten Polizisten nach SPIEGEL-Informationen eine Wohnung in der Bremer Innenstadt durchsucht, in der auch Miris Mutter lebt. Dabei stellte die Polizei scharfe Munition sicher, die ihrem Sohn zugeordnet wird. Es handelt sich um mehr als 30 Kurzwaffenpatronen des Kalibers .45. Die Polizei leitete ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Miri wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Hochmoselquerung in Rheinland-Pfalz: Die zweithöchste Brücke Deutschlands ist fertig
    Acht Jahre hat es gedauert, jetzt geht das aktuell größte Brückenbauprojekt in Europa zu Ende: die 1,7 Kilometer lange und bis zu 160 Meter hohe Hochmoselquerung bei Zeltingen-Rachtig. Thomas Frey/DPA Hochmoselbrücke: Das Bauwerk überspannt das Moseltal in einer Höhe von maximal 160 Metern auf einer Länge von 1700 Metern
    Die riesige Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig ist fertig. "Es fehlt nur noch ein Teil der weißen Fahrbahn-Markierung", sagte der Bauaufseher beim Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Christoph Schinhofen, auf der Brücke an der rollenden Markiermaschine. 1,7 Kilometer lang und bis zu 160 Meter hoch spannt sich das Mega-Bauwerk im Kreis Bernkastel-Wittlich über das Moseltal. Mit den letzten weißen Strichen geht das aktuell größte Brückenbauprojekt in Europa nach rund acht Jahren Bauzeit zu Ende. In einer Woche sollen Autos darüber rollen: Die Verkehrsfreigabe ist nach einer "Jungfernfahrt" eines Politiker-Konvois für den 21. November geplant. Zuvor wird am Samstag (16. November) bei einem Bürgerfest auf der Brücke das Ende der Bauarbeiten gefeiert. Da könnten Anwohner das Bauwerk noch einmal ganz ohne Verkehr erleben, sagte die Ortsbürgermeisterin von Zeltingen-Rachtig, Bianca Waters. Thomas Frey/DPA Christoph Schinhofen: "Es fehlt nur noch ein Teil der weißen Fahrbahn-Markierung" Die Brücke ist Teil einer insgesamt 25 Kilometer langen neuen Strecke (B50) zwischen Eifel und Hunsrück. An der Brücke wird seit 2011 gebaut, seit Sommer 2014 sind Stahlträger für den Überbau über die Pfeiler geschoben worden. Nach dem Brückenschlag im August 2018 folgten in diesem Frühjahr und Sommer die Asphaltarbeiten. Die Hochmoselbrücke ist die zweithöchste Brücke Deutschlands nach der Kochertalbrücke (maximal 185 Meter) in Baden-Württemberg. Das Bauwerk war seit seiner Planung umstritten. Kritiker bemängeln, die Brücke zerstöre das idyllische Landschaftsbild zwischen den Weinorten Ürzig und Rachtig. Auch an der Standfestigkeit des Bauwerks kamen Zweifel auf. Thomas Frey / DPA Blick auf die Baustelle (Mai 2019) Kostensteigerungen sorgten ebenfalls für Schlagzeilen. Nach derzeitiger Planung kostet das gesamte Projekt 483 Millionen Euro, auf die Brücke entfallen rund 175 Millionen Euro. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Verheerende Buschfeuer: Australische Polizei schnappt Brandstifter – und findet weiteren Toten
    Rettungskräfte befreiten gerade einen verunglückten Gleitschirmflieger aus einem Baum - da fiel ihnen verdächtiges Verhalten am Boden auf: In Australien sind zwei Männer wegen Brandstiftung festgenommen worden. Brett Hemmings/ Getty Images Feuerwehrleute nahe Sydney: Noch ein Mensch wurde Opfer der Flammen
    Die Brandgefahr ist zuletzt wegen fallender Temperaturen und abflauender Winde etwas gesunken. Trotzdem ist die Zahl der Todesopfer bei den Buschbränden in Australien auf nunmehr vier gestiegen. Bei Löscharbeiten in Kempsey im Bundesstaat New South Wales sei die Leiche eines Mannes entdeckt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Er galt seit einigen Tagen als vermisst. Außerdem haben die Behörden inzwischen zwei mutmaßliche Brandstifter festgenommen. Feuerwehrleute waren nach Angaben der Polizei bei einem Einsatz zur Rettung eines Gleitschirmfliegers aus einem Baum nahe Wollongong, knapp 80 Kilometer südlich von Sydney, auf einen 20-Jährigen aufmerksam geworden, der eben einen Buschbrand entfacht hatte. Der Brand sei umgehend gelöscht worden, da die Flammen nur einen kleinen Bereich erfasst hatten. Ein weiterer mutmaßlicher Brandstifter sei am Mittwochabend gefasst worden, nachdem die Besatzung eines Armeehubschraubers verdächtiges Benehmen eines Mannes im Royal National Park bei Sydney beobachtet hatte. Die Soldaten unterstützten die Polizei bei der Suche nach dem Mann, der sich vor den Beamten versteckt hatte, berichtete der "Daily Telegraph" am Donnerstag. Nach Dafürhalten der Behörden sind einige der vielen Buschbrände absichtlich gelegt worden. Die Flammen haben in New South Wales und im benachbarten Queensland bereits mehrere Tausend Quadratkilometer Buschland erfasst. Beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. An Teilen der auch bei Touristen beliebten Ostküste wurden am Mittwoch Evakuierungen angeordnet. Leichte Entspannung in NSW, dafür wird es in Queensland problematisch Allein in Queensland brennen vier Buschfeuer, die als Notfälle auf höchster Gefahrenstufe gelten. Die Behörden ordneten an der auch bei Touristen beliebten Ostküste in vielen Gemeinden Evakuierungen an. Die höchste Warnstufe der Feuerwehr gilt etwa für Noosa North Shore, einen Strandort etwa 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Brisbane. Im Video: Das Schlimmste steht Australien noch bevor
    Die Menschen wurden zum sofortigen Verlassen der Gegend aufgefordert. Das Buschfeuer lodert den Behörden zufolge weniger als einen Kilometer entfernt von einem Campingplatz an der Küste. Der einzige Ausweg führt demnach über das Meer: Die Menschen sollen sich per Fähre in Sicherheit bringen, solange sie noch können. Insgesamt wurden im Osten Australiens bereits mehr als 1,1 Millionen Hektar Land in Mitleidenschaft gezogen. In New South Wales gibt es etwa 70 Brände, von denen 50 eingedämmt werden konnten. Seit vergangener Woche wurden etwa 300 Häuser von Feuern beschädigt oder zerstört. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Drogenfund: 730 Kilo reines Heroin in Ungarn entdeckt
    Es ist der größte Heroinfund in Ungarn seit 20 Jahren: Fahnder haben Drogendealer in Slowenien und Ungarn überlistet und dabei Rauschmittel im Wert von über 50 Millionen Euro sichergestellt.
    Slowenische und ungarische Drogenfahnder haben in einer gemeinsamen Aktion 730 Kilo reines Heroin sichergestellt. Der Wert des Rauschgifts sei mit 52,3 Millionen Euro zu veranschlagen, teilten Vertreter der ungarischen und der slowenischen Polizei am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der südwestungarischen Stadt Nagykanizsa mit. Es habe sich um den größten Heroinfund in Ungarn seit 20 Jahren gehandelt, hieß es weiter. In Budapest wurde ein 47-jähriger Ungar verhaftet, gegen den als Empfänger der Drogenlieferung ermittelt wird. Die Lieferung hatten slowenische Fahnder nach Hinweisen aus Ungarn Ende des Vormonats im slowenischen Adriahafen Koper entdeckt. Das Heroin war in einem Container aus dem Iran gekommen. Die slowenischen Behörden beschlagnahmten den Großteil des Rauschgifts, ließen aber - in Absprache mit den ungarischen Kollegen - knapp 70 Kilo Heroin weiter ihren Weg nach Ungarn nehmen. Ein Lastwagenfahrer transportierte das Heroin unwissentlich zusammen mit anderen Gütern nach Budapest. Dies brachte die Ungarn auf die Spur des nunmehr verhafteten mutmaßlichen Bestellers. Nach Darstellung der Ermittler war die gesamte Lieferung für den ungarischen Markt vorgesehen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-11-2019
  • Illegal Lippen aufgespritzt: Instagram-Influencerin zu vier Jahren Haft verurteilt
    Eine 29-Jährige nahm ohne Berechtigung Schönheitsbehandlungen in ihrem Wohnzimmer vor. Dafür wurde sie nun verurteilt. Ihr Kind darf sie noch in Freiheit zur Welt bringen. imago images/ Medicimage Aufspritzen der Lippen (Symbolbild)
    Nach illegalen Schönheitsbehandlungen ist eine Instagram-Influencerin aus Bochum am Mittwoch zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die 29-Jährige hatte gestanden, Frauen aus ganz Deutschland Lippen und Nasen mit Hyaluronsäure aufgespritzt zu haben, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein. Bei einigen Kundinnen war es zu Komplikationen gekommen. Im Urteil des Bochumer Landgerichts war von Schwellungen und Dellen die Rede. "Sie können froh sein, dass nicht noch mehr passiert ist", sagte Richter Dirk Reitzig. "Das Wort Hygieneverordnung war ein Fremdwort für Sie." Die Angeklagte hatte die Lippen-Behandlungen zunächst in ihrem Wohnzimmer und anschließend in einer zur Praxis umgebauten Wohnung vorgenommen. Außerdem hat sie Kundinnen in verschiedenen Hotels behandelt. Die Preise beliefen sich auf bis zu 300 Euro pro Hyaluron-Einsatz. Die Werbung erfolgt über Instagram. Dort hatte die Bochumerin zuletzt rund 100.000 Follower. Angeklagte ist schwanger Das Urteil lautet auf gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz und Steuerhinterziehung. Allein die hinterzogene Umsatzsteuer beläuft sich laut Urteil auf 67.000 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig. Nach der Urteilsverkündung ist die hochschwangere Angeklagte vorübergehend aus der Haft entlassen worden, um ihr Kind in Freiheit zur Welt zu bringen. Danach muss sie wieder ins Gefängnis. Ein zweiter Prozess am Bochumer Landgericht gegen die Cousine der 29-Jährigen wegen deckungsgleicher Vorwürfe wird fortgesetzt. Auch sie ist geständig. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-11-2019
  • Frauen versetzten sich Stromstöße: „Als würde mein Gehirn brennen“
    Ein 30-Jähriger überredete im Internet Dutzende Frauen zu lebensgefährlichen Experimenten mit Stromschlägen. Vor Gericht haben nun zwei Betroffene erzählt, wie sie auf ihn hereinfielen. Sven Hoppe/dpa Angeklagter bei Prozessauftakt: "Ich wollte nur sagen, dass das ein moralischer Fehler und schlecht war"
    Das Video ist schwer zu ertragen. Eine 22-Jährige zögert, ihr ist die Angst anzusehen, sie schließt die Augen. Dann hält sie sich zwei Löffel an ihre Schläfen, an den Löffeln sind Kabel befestigt. Das Videobild bleibt stehen. Die Sicherung ist rausgeflogen, die Internetverbindung unterbrochen. David G., der das Video aufzeichnet, sieht für den Moment nur noch ein Standbild. Doch er hat noch nicht genug. Der 30-jährige IT-Fachmann ist wegen versuchten Mordes in 88 Fällen angeklagt. Er soll Dutzende Mädchen und Frauen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu gebracht haben, sich Stromschläge zuzufügen. Er schaute ihnen per Skype dabei zu. Die damals 22-jährige Studentin aus Gießen leidet bis heute unter den Folgen. Die junge Frau nimmt als Nebenklägerin am Prozess vor dem Landgericht München II teil. An diesem Tag sagt sie als Zeugin aus, das Gericht lässt das Video der vermeintlichen wissenschaftlichen Studie abspielen. Kurz nachdem sie die Sicherung wieder eingesetzt hat, meldet sich die junge Frau in dem Video-Chat zurück. "Ich habe einen Stromschlag erhalten", sagt sie in die Kamera ihres Laptops. Es habe einen Kurzschluss gegeben. David G. antwortet schriftlich. "Wie hat sich das für Sie angefühlt?" "Ich bin ein bisschen zittrig, es kribbelt alles in meinem Körper", sagt sie und steht sichtlich unter Schock. David G. bittet sie, den Versuch zu wiederholen. Er schreibt: "Feuchten Sie dafür Ihre Schläfen etwas an." "Anfeuchten?", fragt die Frau. Ihr Blick ist voller Angst. Sie atmet tief durch. "Das kostet viel Überwindung", sagt sie. Die Studentin zögert. Dann hält sie wieder die Löffel in der Hand. Sie schließt die Augen, atmet laut. Im Gerichtssaal sitzt David G. auf der Anklagebank. Er blickt zu Boden. Im Video schickt die junge Frau ihm gerade ihre Adresse, "nur mal zur Sicherheit", für den Fall, dass sie hinterher tot in ihrer Wohnung liege. Dann schließt sie wieder die Augen, hebt die Löffel. Plötzlich sagt sie: "Ich glaube, ich mache es an den Füßen." Kurz darauf bricht David G. die Skype-Verbindung ab. "Schon erschreckend, wozu ich bereit war, und wie naiv ich da war", sagt die Zeugin vor Gericht. Sie hatte im Juni 2017 über eine Internetanzeige nach einem Job gesucht. Sie bekam eine Nachricht von David G. "Er hat gesagt, er sei Arzt." Ob sie Interesse an einer Studie habe. Sie machte mit, weil sie Geld brauchte. Dann schildert sie den Moment des Stromschlages. "Ich bin zusammengesackt. Mir wurde schwarz vor Augen. Es hat sich angefühlt, als würde mein Gehirn brennen." In der Psychiatrie habe ihr keiner geglaubt Sie sagt auch, dass sie seit ihrer Jugend an einer psychischen Krankheit leide. Die Krankheit trete in Schüben auf. Vier Monate nach dem Stromschlag hatte sie wieder eine psychotische Episode. Sie ließ sich in einer Klinik behandeln. Der Richter fragt, ob sie in der Klinik erzählt habe, was ihr passiert sei. Die Zeugin lacht. Ja, sie habe es versucht. "Aber wenn man in der Psychiatrie sagt, ein Arzt hat einen aufgefordert, sich Stromschläge zu verpassen, dann glaubt einem das natürlich keiner." Der Staatsanwalt fragt, wie es ihr heute gehe. "Bei jeder Panikattacke spüre ich wieder diesen elektrischen Schmerz", sagt sie. Es belaste sie sehr. Sie berichtet, dass die Eltern von David G. ihr einen Brief geschrieben haben. "Das war zu viel für mich." Sie habe ihn nur überflogen. Sie nahm zur Kenntnis, dass die Eltern schrieben, ihr Sohn habe das Asperger-Syndrom. Als Entschuldigung lässt sie das nicht gelten. "Ich musste darüber lachen." In ihrem Bekanntenkreis gebe es auch Menschen, die an dieser Form von Autismus leiden. Daher wisse sie: "Auch Asperger-Autisten haben einen Sinn dafür, was richtig oder falsch ist." David G. möchte sich vor Gericht persönlich bei ihr entschuldigen. Doch sie will das nicht. "Ich möchte mir das nicht anhören." Er stellte 3000 Euro in Aussicht Zuvor hatte an diesem Tag eine andere Betroffene ausgesagt. Nathalie P., 27, lebt in Berlin und promoviert in Biologie. Im November 2015 suchte auch sie über eine Internetanzeige nach einem Job. David G. gab sich ihr gegenüber als Mitarbeiter der Charité aus. Rund 3000 Euro stellte er in Aussicht. Seine Anweisungen befolgte auch sie. David G. hat auch in diesem Fall die Stromschläge mitgeschnitten. Auf dem Video ist zu sehen, wie die Zeugin mit einem Nagel an einer Steckdose hantiert und mit einem Metalllöffel an ihrem nackten Fuß. Dann ist ein Schrei zu hören. Der Schock steht ihr ins Gesicht geschrieben. "Und das ist nicht gesundheitsschädigend?", fragt sie im Video. Die Antwort: "Keine Sorge, das wirkt sich nicht auf Sie aus." David G. fragt, ob sie ein Problem damit hätte, den Versuch an ihren Schläfen zu wiederholen. "Ja, definitiv", schreibt sie. Wenig später bricht David G. die Skype-Verbindung ab. "Ja", sagt sie vor Gericht und lacht: "Ich habe einen ziemlich starken Stromschlag abgekriegt. Es tat echt weh." Sie habe das Gefühl gehabt, ihr ganzer Körper bäume sich auf. "Ich konnte nicht mehr atmen." Hinterher sei auch ihr klar geworden, dass sie sich 220 Volt durch den Körper gejagt hat. "Da fällt einem schon auf, dass das eine echt doofe Idee war." Sie lacht. "Natürlich habe ich das keinem erzählt." Sie nimmt die Entschuldigung an Was sie sich vorgestellt habe, was bei den Stromversuchen passiere, fragt der Richter. "Mir war schon klar, dass Strom gefährlich ist", sagt sie, "dass Kinder ihre Finger nicht in die Steckdose stecken sollen. Aber mir war nicht bewusst, was da alles passieren kann." Sie nimmt die Entschuldigung von David G. an. "Ich wollte nur sagen, dass das ein moralischer Fehler und schlecht war", sagt er zu ihr. "Ich möchte mich wirklich bei Ihnen entschuldigen." Der Richter hatte der Zeugin gesagt, dass sie auf die Worte nicht reagieren
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-11-2019
  • NRW-Justizminister räumt Ermittlungsfehler ein: Verdächtiger konnte trotz Selbstanzeige weiter Kinder missbrauchen
    Rund um den Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach kam es laut NRW-Justizminister Biesenbach zu folgenschweren Ermittlungsfehler. Indes wurde ein neunter Verdächtiger festgenommen. Dagmar Meyer-Roeger/dmp press/dpa Rund um den Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach kam es zu Ermittlungsfehlern
    Rund um den Kindesmissbrauchsfall von Bergisch Gladbach sind den Ermittlern Fehler unterlaufen: Versäumnisse der Justiz haben dazu geführt, dass ein pädokrimineller Vater über Monate weiter die Gelegenheit hatte, Kinder zu missbrauchen und zum Missbrauch anzubieten. In einer Fragestunde des nordrhein-westfälischen Landtags zum Stand der Ermittlungen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs räumte Justizminister Peter Biesenbach (CDU) am Mittwoch "zwei handwerkliche Fehler" der Staatsanwaltschaft Kleve ein. Er bedaure dies, sagte Biesenbach. Die Versäumnisse habe die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf jetzt bei einer Überprüfung "unmissverständlich" festgestellt. Der Hintergrund: Ein 26 Jahre alter Zeitsoldat der Bundeswehr war bereits im vergangenen Juni ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten, weil er seinen fünfjährigen Stiefsohn und seine leibliche dreijährige Tochter in Abwesenheit der Ehefrau sexuell missbraucht habe, wie Biesenbach berichtete. Der Missbrauch war herausgekommen, nachdem der Stiefsohn sich seiner Mutter anvertraut hatte. Noch am selben Abend hatte sich der Täter nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kleve selbst angezeigt, fünf Missbrauchsfälle an beiden Kindern zugegeben und sich "reumütig und therapiebereit" gezeigt. Die Kinder hätten vernommen werden müssen Das Jugendamt habe damals ein Kontaktverbot des Mannes zu den Kindern verhängt und die Ehefrau habe sich verpflichtet, dies zu gewährleisten. Daher habe die Staatsanwaltschaft keine weiteren Straftaten erwartet und auch keine Fluchtgefahr gesehen. In der Folge habe sie auch keinen Antrag auf einen Untersuchungshaftbefehl gestellt, berichtete Biesenbach. Der Mann war also nicht festgenommen worden. Der Generalstaatsanwalt in Düsseldorf habe das Vorgehen nun in einer aktuellen Überprüfung beanstandet. Demnach wären ein Durchsuchungsbeschluss und eine beschleunigte Zeugenvernehmung der Kinder nötig gewesen. Letztere sei bis heute nicht erfolgt. Auch ein DNA-Abgleich hätte demnach früher erfolgen müssen. Im Zuge der Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs eines großen Kinderpornografie-Chat-Rings, der in Bergisch Gladbach aufgeflogen ist, aber weit darüber hinaus reicht, war der 26-Jährige wieder ins Visier der Fahnder geraten. Mit einem Tatverdächtigen aus Bergisch Gladbach habe der Weseler kinderpornografische Aufnahmen getauscht "und außerdem über ein Treffen zum Zwecke des gemeinsamen sexuellen Missbrauchs seiner dreijährigen Nichte gesprochen", wie Biesenbach sagte. Daraufhin sei der 26-Jährige am 25. Oktober festgenommen worden, Monate nach seiner Selbstanzeige. Neunte Festnahme im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach Die Dimension der Ermittlungen wird immer größer. Am Mittwoch wurde in dem Fall eine neunte Festnahme in Rheinland-Pfalz bekannt. Der Mann sei in Untersuchungshaft gekommen, sagte ein Sprecher des NRW-Justizministeriums. Weitere Details nannte er nicht. Damit sitzen derzeit insgesamt neun Männer in U-Haft, dem Sprecher zufolge sieben in NRW, einer in Hessen und einer in Rheinland-Pfalz. Zuvor hatte der WDR über die neunte Festnahme berichtet. Reul sprach von einem "riesigen pädo-kriminellen Kinderporno-Netzwerk mit Chat-Gruppen bis zu 1800 Teilnehmern". Anders als bei dem jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde, hätten die Ermittlungen rund um Bergisch Gladbach "viele Täter aus allen Ecken Deutschlands" zutage gefördert. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-11-2019
  • Prozess nach Hundepfändung: Die Mops-Malaise
    Die Stadt Ahlen pfändete einen Mops und verkaufte ihn bei Ebay. Knapp ein Jahr später beschäftigt der Fall das Landgericht Münster: Es geht um "die Mangelhaftigkeit eines Haustieres" und um Schadensersatz. Mops-Dame "Wilma" im März: Früher hieß sie mal Edda
    Es ist keine alltägliche Sache, die Richter Johannes Eienbröker heute im Landgericht Münster verhandelt. Er sagt es gleich zu Beginn des Termins: Es handle sich um einen "doch etwas kuriosen Rechtsstreit". Dann schildert er den Sachverhalt, es geht um Wilma, die früher mal Edda hieß. Es geht um den "streitgegenständlichen Mops", so formuliert es Richter Eienbröker. Eine Familie aus Ahlen kaufte das pechschwarze Tier vor zwei Jahren für 1200 Euro von einer Züchterin. Die Käufer aber hatten Schulden bei der Stadt, ein Vollstreckungsbeamter kam, sah und pfändete das Tier. Er stellte es über seinen privaten Account bei "Ebay Kleinanzeigen" ins Netz, dort bot er auch Badelatschen an. Eine Polizistin kaufte das Tier - und bemerkte, dass der Hund Probleme mit den Augen hat. Ein Streit begann, über den erst das "Ahlener Tagblatt" berichtete und später die "New York Times". Nun hat der Fall das Münsteraner Landgericht erreicht. Käuferin Michaela Jordan aus Wülfrath bei Wuppertal hat die Stadt Ahlen verklagt. Sie fordert Schadensersatz, denn die Stadt habe den kranken Hund als gesund angepriesen. Die Stadt solle unter anderem die Kosten der Behandlung tragen, auch die künftig anfallenden, geschätzt 20.000 Euro. Der Vollstreckungsbeamte habe von der Malaise des Mops' gewusst - und über dessen Zustand gelogen. Die Stadt weist diesen Vorwurf zurück und bestreitet, dass das Tier überhaupt krank sei. Wilma ist nicht vor Gericht erschienen. Schon zuvor hatte der Anwalt der Klägerin am Telefon gesagt: "Der Hund bleibt zu Hause." Es sei nicht angezeigt, das Tier mitzubringen. Besitzern Michaela Jordan sagt, die Mops-Dame hätte Angst gehabt. Er darf nicht mit Journalisten sprechen Außer dem Hund sind alle Beteiligten da. Michaela Jordan, die Besitzerin des Hundes, eine kräftige, große Frau, von Beruf Polizeihauptkommissarin. Der Vollstreckungsbeamte Stefan Michalski*, ausrasierter Nacken, muskulöse Oberarme, er diente einst im Jägerbatallion. Er darf mit Journalisten nicht über die Causa sprechen. Dafür ist Gordon von Bardeleben zuständig, der Rechtsanwalt, der die Stadt vertritt. Ein hochgewachsener Mann, der mit einem Rollkoffer im Landgericht erscheint, die roten Socken blitzen unter der Anzughose hervor. Er wird nach der Verhandlung sagen, es handle sich um einen "Streit um die Mangelhaftigkeit eines Haustieres". Fabian Strauch/DPA Klägerin Jordan: Mops Wilma blieb zu Hause Die Beschwerden des Hundes bezeichnet Richter Eienbröker als "Syndrom der trockenen Augen". Der Hund muss also ohne Tränenflüssigkeit auskommen, die das Auge pflegt und säubert. Das "Einwachsen wimpernartiger Haare in Richtung des Augapfels" hätten Ärzte dem Mops ebenfalls attestiert. Deshalb sei seine Hornhaut geschädigt, so sehr, dass Veterinäre ihn wenige Wochen nach dem Verkauf bei Ebay im Dezember 2018 notoperierten. Seine ungewöhnliche Auktion erklärt der Vollstreckungsbeamte Michalski vor Gericht so: Normalerweise verkaufe man Pfandsachen auf dem Portal zollauktion.de - Tiere könne man dort aber nicht anbieten. Da die Stadt über keinen Account bei "Ebay Kleinanzeigen" verfüge, habe er seinen eigenen verwendet. Es handle sich schließlich um eine der größten Plattformen für den Verkauf von Tieren. Die Mopsaugen sind empfindlich Richter Eienbröker lässt durchblicken, dass es nicht gut aussieht für die Stadt Ahlen. Im Kern gehe es in dem Verfahren um Schadensersatz wegen eines verkaufsrechtlichen Gewährleistungsanspruches. Diesen könne die Stadt laut Gesetz zwar ausschließen, müsse darauf aber auch hinweisen. Ob dies geschah, darüber machen die Parteien widersprüchliche Angaben. In der Annonce jedenfalls, so der Richter, sei dieser Hinweis nicht erfolgt. Entsprechende Formulierungen im Kaufvertrag bezeichnete er als "sehr bedenklich". Michalski gab in der Verhandlung zu, einen Kaufvertrag aus dem Internet verwendet zu haben. In der Annonce hieß es zudem, Edda sei "kerngesund". Und das, obwohl eine Züchterin den Vollstreckungsbeamten zuvor auf eine mögliche Augenkrankheit aufmerksam gemacht habe, so der Richter. Michalski habe dann zwar nach eigener Aussage die Tierärztin des Hundes aufgesucht, nach dieser Krankheit gefragt - und habe die Antwort bekommen, es sei nichts aktenkundig. Allerdings hatte der Beamte den Hund nicht dabei und auch keine Fotos des Tieres. "Die Angabe 'kerngesund' ist sehr kritisch zu sehen", sagt der Richter. Sachverständige müssen nun klären, ob und seit wann der Hund krank ist. Nach der Verhandlung sagt Michaela Jordan, sie glaube, sie habe ganz gute Chancen. Dann erzählt sie von Wilma, die vorher Edda hieß. Die Augen des Hundes seien empfindlich, schon Gras könne sie reizen. Neulich seien sie am Strand gewesen, danach habe sie die Wilmas Augen mit einer Lösung ausgespült. Jordan sagt, sie creme, der Hund bekomme Tabletten. Doch alles in allem, sagt sie, gehe es Wilma gut. Lesen Sie auch die Vorgeschichte zu dem Fall: Ein deutsches Hundeleben Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-11-2019
  • Baden-Württemberg: Vergewaltigungsopfer stand offenbar unter Drogeneinfluss
    Eine 14-Jährige ist in Baden-Württemberg mutmaßlich von mehreren Männern vergewaltigt worden. Im Blut des Mädchens haben Ermittler nun Spuren von Drogen nachgewiesen.
    Einer mutmaßlich von mehreren Männern vergewaltigten 14-Jährigen könnten Drogen gegeben worden sein. Davon gehen die Ermittler nach der Auswertung einer toxikologischen Untersuchungen aus. Im Blut des Mädchens seien verschiedene Rauschgifte nachgewiesen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Das Ergebnis lege die Vermutung nahe, das Mädchen habe mit den Drogen gefügig gemacht werden sollen. Fünf Männer werden verdächtigt, die 14-Jährige missbraucht zu haben. Drei von ihnen im Alter von 15, 16 und 26 Jahren sitzen in Untersuchungshaft, zwei weitere im Alter von 14 und 24 Jahren sind frei. Die Männer seien vernommen und ihre Handys ausgewertet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er äußerte sich nicht dazu, ob die jungen Männer zu den Vorwürfen Stellung genommen haben. Drogen sollen in der Wohnung verabreicht worden sein Die 14-Jährige war ihrer Aussage zufolge an Halloween im südlichen Alb-Donau-Kreis von den jungen Männern missbraucht worden. Den Ermittlungsbehörden zufolge hatte das Mädchen bereits Alkohol getrunken, als es in Ulm einen der späteren Verdächtigen antraf. Die 14-Jährige habe ihn und die anderen Männer in eine Wohnung im Illertal begleitet. Dort sollen ihr die Drogen verabreicht worden sein. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich laut Polizei um Asylbewerber. Die Eltern hatten demnach angenommen, das Mädchen sei bei seinen Freundinnen. Das Mädchen habe den Eltern und dann auch der Polizei erzählt, vergewaltigt worden zu sein, teilten die Ermittler mit. Am vergangenen Freitag hatten Beamte vier Wohnungen in Stuttgart, in einer Gemeinde im Filstal und in einer Gemeinde im Illertal durchsucht. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-11-2019
  • Schnee, Sonne, Regen: Viel Herbst, ein bisschen Winter
    Ein massiver Wintereinbruch führt zu chaotischen Zuständen in Österreich. In Deutschland sieht es in den kommenden Tagen anders aus: ein bisschen Schnee, ein bisschen Sonne - und viel trübes Herbstwetter. Armin Weigel/DPA Schnee im bayerischen St. Englmar: So winterlich wird's beileibe nicht überall
    Wer angesichts erster Schneefälle in Deutschland den Winter herbeisehnt, hat sich zu früh gefreut: Das Wetter in den nächsten Tagen soll trüb werden. Nur vereinzelt gebe es sonnige Auflockerungen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Im Bergland ist für die Nacht zum Samstag etwas Schnee in Sicht. "Viel wird es aber nicht", sagte ein DWD-Meteorologe. Am Donnerstag ist es vor allem im Südwesten stark bewölkt, es kann etwas regnen. Längere sonnige Abschnitte werden für die Nordränder der Mittelgebirge sowie das ost- und südostdeutsche Bergland angekündigt. Je nach Sonnenschein liegen die Temperaturen zwischen ein und neun Grad. Auch am Freitag dominieren bei Temperaturen zwischen zwei und neun Grad die Wolken, Ausnahmen sind die Ränder der Mittelgebirge. Dort kann sich vereinzelt die Sonne blicken lassen. An den Alpen sorgt Föhn dafür, dass der am Mittwoch gefallene Schnee deutlich weniger wird. Im Laufe des Tages breiten sich leichte Niederschläge aus. In der Nacht kann es im Bergland von Bayern und Baden-Württemberg oberhalb von 600 Metern wieder etwas schneien. Schneechaos in Österreich Mit vielen Wolken und etwas Regen beginnt das Wochenende. Das beste Wetter gibt es am Samstag wohl in den Mittelgebirgen, dort lässt sich ab und zu die Sonne blicken. Ansonsten bleibt es bei Werten zwischen zwei und zehn Grad neblig trüb. Der erste Schnee der Saison in Bayern hatte am Mittwoch keine größeren Auswirkungen. Weniger entspannt war die Lage hingegen im benachbarten Österreich: Dort führte der erste starke Schneefall der Saison in mehreren Bundesländern zu Verkehrsunfällen. Zudem waren fast 10.000 Haushalte in Kärnten, Osttirol, der Steiermark und im Salzburger Land zeitweise ohne Strom. Den Netzbetreibern zufolge waren aufgrund der Schneelast Bäume umgestürzt und Kabel gerissen. Auch mussten Straßen und Zugstrecken gesperrt werden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 13-11-2019