Wiessen

  • Kreditvermittler : Finanzcheck wird Teil von AutoScout24
    Zentrale von Scout24 in München Vorstandschef Tobias Hartmann macht damit aus drei Geschäftsfeldern zwei, die Dienstleistungssparte wird aufgelöst. (Foto:& Reuters) Ein Jahr nach der Übernahme durch Scout24 verliert das Kreditvergleichs-Portal Finanzcheck.de seine Eigenständigkeit. Der Finanzierungs-Vermittler werde in Autoscout24 integriert, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der neue Scout24-Vorstandschef Tobias Hartmann macht damit aus drei Geschäftsfeldern zwei, die Dienstleistungs-Sparte wird aufgelöst. Zugleich bekennt sich Hartmann zu dem Vorhaben, Scout24 mit Zukäufen auszubauen: „Die verschlankte Struktur wird Scout24 mehr Flexibilität geben, um strategische Optionen in einem sich konsolidierenden Marktumfeld im Bereich der Kleinanzeigenportale aktiv zu verfolgen.“ Das Unternehmen werde dabei aber „diszipliniert“ vorgehen. Kritiker hatten Scout24 vorgeworfen, Finanzcheck zu teuer eingekauft zu haben.Offenbar ist noch Geld übrig, um es an die Aktionäre auszuschütten: Ein Aktienrückkauf über 300 Millionen Euro, der am 2. September startet, soll den Kurs des Papiers hoch halten. Das Volumen entspricht zum aktuellen Kurs sechs Prozent des Grundkapitals. Das Rückkaufprogramm sei Teil eines Plans zur „Optimierung der Kapitalstruktur“. Scout24 will den Aktienrückkauf sogar vorübergehend mit Krediten finanzieren. Grundsätzlich will Hartmann die Schulden aber abbauen. Die neue Strategie und der Aktienrückkauf trieben die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie am Freitag um bis zu 3,8 Prozent auf 50,15 Euro. Das Papier war nach dem Scheitern eines Übernahmeangebots von Finanzinvestoren über 46 Euro je Aktie wider Erwarten nicht eingebrochen.ImmobilienScout24 ist in Deutschland das größte Immobilien- und Miet-Portal. AutoScout24 sieht sich europaweit als Nummer eins, hinkt in Deutschland aber hinter mobile.de her. Mehr: ImmobilienScout24 ist das größte Portal für Wohnungen. Das Unternehmen dahinter verdient prächtig. Aber wie gut ist das Angebot für die Wohnungssuche? Ein Makler berichtet. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-07-2019
  • Digitalunternehmen: Facebook wehrt sich gegen NetzDG-Bußgeld
    Facebook Das Onlinenetzwerk bietet seinen Nutzern zwei getrennte Wege an, Inhalte zum Löschen zu melden. (Foto:& AP) Facebook legt Widerspruch gegen das Millionen-Bußgeld im Zusammenhang mit dem deutschen Gesetz gegen Hass im Netz ein. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) hatte gegen das Online-Netzwerk Anfang des Monats ein Bußgeld von zwei Millionen Dollar verhängt. Die Bonner Behörde wirft Facebook vor, dass dessen Bericht über eingegangene Beschwerden unvollständig sei. Bemängelt wird zudem, dass das Meldeformular für Beschwerden über rechtswidrige Inhalte gemäß dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz „zu versteckt“ sei.Facebook erklärte am Freitag, der Bußgeldbescheid enthalte „einige neue und hilfreiche Klarstellungen“ zur Umsetzung des Gesetzes. Das Online-Netzwerk prüfe „mit Hochdruck“ etwaige Änderungen. Der Einspruch solle fallengelassen werden, sobald eine Lösung mit dem Bundesamt gefunden wird. Man erhoffe sich von dem Verfahren weitere Klarheit.Das vor zwei Jahren beschlossene Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet Internet-Plattformen zu einem härteren Vorgehen gegen Hass, Hetze und Terror-Propaganda. Klar strafbare Inhalte müssen binnen 24 Stunden gelöscht werden, auf Nutzerbeschwerden soll nach spätestens 48 Stunden reagiert werden. Zudem müssen die Unternehmen alle sechs Monate einen Bericht über ihren Umgang mit Beschwerden veröffentlichen. Facebook bietet Nutzern zwei getrennte Wege an, Inhalte zu melden: Zu mutmaßlichen Verstößen gegen die Regeln der hauseigenen Gemeinschaftsstandards und zu potenziell rechtswidrigen Inhalten nach dem NetzDG. In den vom Gesetz geforderten Bericht führt Facebook bisher nur Zahlen zu den Beschwerden über das NetzDG-Formular auf. Damit ist das Bundesamt nicht einverstanden. Es geht davon aus, dass auch auf Facebooks sogenanntem „Flagging“-Meldeweg eine beträchtliche Zahl von Beschwerden zu Inhalten eingeht, die nach dem NetzDG rechtwidrig wären. Damit sei der Facebook-Bericht nicht ausreichend.Konkret verfügte das BfJ das Bußgeld wegen des Facebook-Berichts für das erste Halbjahr 2018, in dem 886 Beschwerden gemäß NetzDG gemeldet wurden. Sie hätten zu 362 gelöschten oder gesperrten Inhalten geführt. Auch im Bericht für das zweite Halbjahr führte das Online-Netzwerk nur die Beschwerden aus dem NetzDG-Formular auf.Wenn das Bundesamt den Einspruch abweist, kann Facebook vor das Amtsgericht Bonn ziehen. Mehr: Auch am zweiten Tag der Anhörungen in Washington bekommt Facebook heftige Kritik für seine geplante digitale Währung. Die vielen offenen Fragen könnten den Zeitplan in Gefahr bringen. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-07-2019
  • Softwarekonzern: Microsoft steigert Umsatz und Gewinn kräftig
    Microsoft hat die Wall Street gerettet. Nachdem am Mittwoch Netflix die Anleger mit seinen Zahlen enttäuscht hatte, übertraf der Software-Riese aus Redmond die Erwartungen der Aktionäre in allen Sparten. Der Konzernumsatz lag im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres, das am 30. Juni endete, bei 33,7 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von zwölf Prozent. Analysten hatten einen um eine Milliarde Dollar niedrigeren Umsatz erwartet.Auch beim Nettogewinn, berechnet nach dem Bilanzstandard GAAP, gelang Microsoft eine deutliche Steigerung. So erhöhte sich der Gewinn um 49 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar – enthalten sind einmalige Steuererleichterungen in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar der US-Regierung. Doch auch ohne die finanziellen Mittel aus Washington verbleibt noch ein Nettogewinn von 10,6 Milliarden Dollar, was einem Plus von 21 Prozent entspricht.Wieder einmal war es das Cloud-Geschäft, das Microsofts Zahlen stützte. Mit der Sparte „Intelligent Cloud“ erreichte der Konzern Quartalseinnahmen von 11,4 Milliarden Dollar. Serverprodukte und andere Cloud-Dienstleistungen legten um 21 Prozent zu. Besonders positiv wirkte sich die Cloud-Plattform „Azure“ auf die Zahlen aus: Das Kerngeschäft von Microsoft legte um 64 Prozent zu. Damit liegt die Messlatte für den Branchenprimus Amazon hoch, der am 25. Juli seine Geschäftszahlen vorlegen wird. Selbst die Windows-Sparte „More Personal Computing“ lag währungsbereinigt vier Prozent höher bei 11,3 Milliarden Dollar Umsatz. Windows-Lizenzen an Großkunden stiegen um sieben Prozent. Viele Unternehmen stellen derzeit ihre Systeme von alten Produkten wie Windows 7 oder Windows 8 auf das aktuelle Betriebssystem Windows 10 um. Der Rückenwind, den Microsoft durch die Umstellungen im Großkundenbereich aktuell erfährt, wird nach Einschätzung von Microsoft-Finanzvorständin Amy Hood noch „zwei weitere Quartale“ anhalten, wie sie in einem Analysten-Call sagte. Windows 10 laufe bereits jetzt auf 800 Millionen Geräten weltweit. Die Laptop- und Tabletsparte Surface steigerte den Umsatz um 14 Prozent. Wichtig ist für Microsoft auch weiterhin das Geschäft mit Businesskunden. Dort erreichte der Konzern währungsbereinigt ein kräftiges Umsatzwachstum von 14 Prozent auf elf Milliarden Dollar. Herausragend ist dabei die Entwicklung des Produkts „Office 365 Commercial“, das um 31 Prozent zulegte. Der neuen App „Teams“ – ein so genannter „Workplace-Manager“ zur Kommunikation, Vernetzung und effektiven Planung am Arbeitsplatz – bescheinigte Microsoft-Chefin Satya Nadella jüngst ein „Blowout-Year“. Nadella geht nicht umsonst davon aus, dass die App in diesem Jahr ihren Durchbruch haben wird: Teams ist laut eigenen Angaben die am schnellsten wachsende App, die Microsoft je herausgebracht hat. Teams ist ein direkter Konkurrent des Börsenneulings Slack.Schwache Gaming-SparteEnttäuschend fielen hingegen die Zahlen im Bereich Gaming aus. Anlass dafür ist wohl die bevorstehende Markteinführung des Xbox-Nachfolgers, der bislang unter dem Arbeitstitel „Project Scarlett“ bekannt ist und im vierten Quartal 2020 auf den Markt kommen soll. Die Gaming-Sparte verlor zehn Prozent ihres Umsatzes. Insgesamt überzeugten die Zahlen die Microsoft-Anleger: Nachbörslich erreichte das Papier zeitweise mit 140,20 Dollar ein neues Allzeithoch. Dazu trug neben den Zahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsquartal auch die Vorhersage für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres bei.Noch vor einem Jahr lieferten sich Apple und Amazon ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt mit einer Börsenbewertung von über einer Billion Dollar. Beide Konzerne schafften bei der Börsenbewertung an der Wall Street kurzzeitig den Sprung über die Marke – doch inzwischen hat sich Microsoft an die Spitze gedrängt. Mit einer Börsenbewertung von über einer Billion Dollar führt der Konzern das Feld souverän an, dahinter folgen Amazon und Apple. Noch vor zehn Jahren galt Microsoft als Technologie-Dinosaurier, den die neuen Pioniere der Internetbranche wie Amazon, Google, Facebook oder auch Apple weit hinter sich lassen wollten. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet und die einstigen Emporkömmlinge haben selbst mit ernsthaften Problemen zu kämpfen. Google etwa sucht noch immer den Anschluss im Cloud-Geschäft und kämpft in diesem Bereich mit dem langsam wieder erstarkenden Konzern IBM um Anschluss. Zudem ist Apple im Cloud-Geschäft für Unternehmenskunden nicht relevant.Mit Microsoft, so scheint es, kann sich derzeit keiner messen. Zuletzt zeigten sich Analysten der Investmentbank Cowen von der breiten Aufstellung Microsofts in allen aktuellen digitalen Wachstumsfeldern beeindruckt. Vergangene Woche vergaben die Analysten ein „Outperform“-Rating und ein Kursziel von 150 Dollar. Cowen sieht das Cloud-Geschäft von Microsoft im Jahr 2025 bei rund 25 Prozent Marktanteil – und damit in Reichweite des Marktführers Amazon (AWS). Mehr: Mit einem überraschenden Ergebnis hat Netflix die Quartalssaison der Technologiewerte in den USA eröffnet. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 19-07-2019
  • Frist für Fusion: US-Regierung macht Druck bei T-Mobile und Sprint
    Sprint und T-Mobile Die Luft für einen Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint wird einem Medienbericht zufolge offenbar dünner. Einem Bericht des Fernsehsenders CNBC vom Donnerstag zufolge setzt das US-Justizministerium den Firmen die Pistole auf die Brust: Sollten sich beide Parteien nicht bis kommende Woche einigen, werde die Behörde sich vehement gegen die Fusion stemmen. Aktien von Sprint drehten daraufhin ins Minus und gaben mehr als drei Prozent nach. Die Titel der Telekom-Tochter T-Mobile verloren ein Prozent. Beide Unternehmen waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.Der 26 Milliarden Dollar schwere Deal war zuletzt bei immer mehr US-Bundesstaaten auf Widerstand gestoßen. Insidern zufolge will das Justizministerium nur zustimmen, wenn mehrere Unternehmensteile verkauft werden. Einem früheren Agenturbericht zufolge sollen für mindestens sechs Milliarden Dollar Geschäftsteile an den Satellitenbetreiber Dish abgegeben werden. Zuletzt hakten die Verhandlungen aber offenbar bei der Frage von Eigentümerrechten und anderen Konditionen. Während das US-Justizministerium das Fusionsvorhaben noch abnicken muss, hat die Branchenaufsicht FCC bereits Unterstützung für einen Zusammenschluss signalisiert. Mehr: Vier weitere US-Bundesstaaten schließen sich einer Klage gegen die geplante Fusion von T-Mobile und Sprint an. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 18-07-2019
  • Zukunftstechnologie: Wasserstoff soll in Deutschland im industriellen Maßstab erprobt werden
    TU Chemnitz treibt Brennstoffzellen-Forschung voran An der Hochschule wurde ein neues Labor eingeweiht, um die Forschung über den Antrieb von Autos mit Wasserstoff voranzubringen. Die Uni forscht bereits seit neun Jahren an dieser neuen Technologie. (Foto:& dpa) Zukunftstechnologien wie CO2-armer Wasserstoff und Energiespeicher sollen künftig in Deutschland in „Reallaboren“ im industriellen Maßstab erprobt werden. Geplant sind bundesweit rund 20 dieser Einrichtungen, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte. Dafür stehen bisher rund 100 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Altmaier will aber bei Finanzminister Olaf Scholz (SPD) darauf drängen, die Mittel zu erhöhen.Altmaier sprach von einem „völlig neuen Konzept“. Reallabore sollten es ermöglichen, im industriellen Maßstab bestimmte Lösungen auszuprobieren. Dies könne zu mehr Klimaschutz beitragen und für neue Jobs sorgen. Ziel sei es, dass Deutschland weltweit die Nummer eins bei der Wasserstofftechnologie wird. Zum Einsatz kommen könnte diese etwa über eine Brennstoffzelle als Antrieb für Autos. Bisher gilt der Einsatz aber noch als sehr teuer. Zu den 20 Standorten der „Reallabore“ gehören auch solche in bisherigen Braunkohlerevieren wie der Lausitz oder dem Rheinischen Revier. Deutschland will bis 2038 schrittweise aus der Kohle aussteigen.Altmaier sagte, bei der Energiewende gebe es überall dort Fortschritte, wo es industrielle Produktionsprozesse gebe. So habe die Leistungsfähigkeit von Windrädern enorm zugenommen. Allerdings gibt es gerade gegen den Bau neuer Windräder an Land zum Teil massive Widerstände in der Bevölkerung. Auch der notwendige Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende – also dem Umbau hin zu erneuerbaren und klimafreundlicheren Energien – kommt nicht richtig voran. Mehr: Lange haben die Grünen mit synthetischen Kraftstoffen gefremdelt. Das ändert sich nun. Auch das Umweltministerium denkt um. Die Branche freut sich. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 18-07-2019
  • Telekommunikation: Brüssel erlaubt Unitymedia-Übernahme durch Vodafone
    Vodafone und Unitymedia Mit dem Zukauf stärkt Vodafone seine Position am deutschen Telekommunikationsmarkt. (Foto:& dpa) Die EU-Wettbewerbshüter haben die Übernahme des Kölner Kabelanbieters Unitymedia durch den britischen Telekommunikationskonzern Vodafone unter Auflagen erlaubt. Die Bedingungen sollten sicherstellen, dass Kunden weiterhin von fairen Preisen, hochwertigen Dienstleistungen und innovativen Produkten profitieren könnten, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag in Brüssel.Das neue Unternehmen müsse unter anderem garantieren, dass einem Käufer - den Angaben zufolge Telefónica - Zugang zum Kabelnetz gewährt werde, um den Wettbewerbsdruck zu sichern. Zudem dürften die Gebühren für frei empfangbare Fernsehsender, die ihre Programme über das Kabelnetz von Vodafone in Deutschland übertragen, nicht erhöht werden. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 18-07-2019
  • Smartphone-App: Oberster Datenschützer warnt Nutzer vor FaceApp
    FaceApp Die App könnte wegen ihres Umgangs mit persönlichen Daten ein nationales Sicherheitsrisiko sowie eine Gefahr für Millionen US-Bürger darstellen, schrieb US-Fraktionschef Schumer. (Foto:& dpa) Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor der Nutzung der aktuell sehr populären Smartphone-Anwendung FaceApp gewarnt. Es gebe Besorgnis, „dass wichtige persönliche Daten in die falschen Hände geraten könnten“, sagte Kelber (SPD) am Donnerstag in der Radiosendung „SWR Aktuell“. Der Datenschützer monierte unter anderem „schwammige Nutzungsbedingungen“. Besorgniserregend sei auch, dass nur wenig darüber bekannt sei, wer hinter FaceApp stecke.Befeuert durch Promis und millionenfach in sozialen Netzwerken gepostete Bilder ist die Smartphone-App aktuell besonders populär. Die Anwendung bearbeitet mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Bilder von Nutzern und verfremdet sie mit Filtern, die zum Beispiel zeigen, wie diese im Alter aussehen könnten. Die App der Firma Wireless Lab aus Sankt Petersburg gibt es bereits seit 2017 für Android und Apples iOS, erlebt jedoch mit dem neuen Alters-Filter eine neue Renaissance.Es sei nicht bekannt, welche weiteren Daten bei der Nutzung erhoben werden, sagte Kelber. Außerdem könne es sein, dass die persönlichen Daten an Dritte weitergegeben würden. „Hier übergeben Sie also ein Foto von sich oder anderen, das biometrisch auswertbar ist, Ihnen also zugeordnet werden kann, an eine dritte, nicht bekannte Person.“ Von den Anbietern fordert Kelber, sich an die grundlegendsten Dinge zu halten, etwa einen klaren Ansprechpartner zu benennen. Auch in den USA trifft FaceApp auf Sicherheitsbedenken. Der Fraktionschef der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, forderte die Bundespolizei FBI zu einer Untersuchung der App auf. Die von Russland aus betriebene App könne wegen ihres Umgangs mit persönlichen Daten ein nationales Sicherheitsrisiko sowie eine Gefahr für Millionen US-Bürger darstellen, schrieb er in einem am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter veröffentlichten Brief. „Es wäre zutiefst beunruhigend, wenn die sensiblen persönlichen Informationen von US-Bürgern einer feindlichen ausländischen Macht zur Verfügung gestellt würden, die aktiv an Cyber-Angriffen gegen die Vereinigten Staaten beteiligt ist“, schrieb Schumer weiter. Das FBI müsse deshalb untersuchen, ob Daten von US-Bürgern in die Hände der russischen Regierung oder ihr nahe stehenden Stellen gelangten.In dem Brief richtet sich der Senator aus New York auch an die US-Handels- und Verbraucherschutzbehörde FTC. Diese müsse überprüfen, ob US-Bürger – inklusive Regierungspersonal und Angehörige des Militärs – ausreichend gegen eine mögliche missbräuchliche Nutzung ihrer Daten geschützt seien. Mehr: Der Datenskandal um Cambridge Analytica soll Facebook fünf Milliarden Dollar kosten. Die Probleme des Netzwerks sind damit jedoch nicht beseitigt. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 18-07-2019
  • Raumfahrt: Wie Unternehmen und Regierungen das Weltall erobern wollen
    Start einer Space X Falcon 9 Die Raketen von Elon Musks Unternehmen sind wiederverwendbar. (Foto:& Moment/Getty Images) An diesem Samstag ist ein Feiertag für alle Mondsüchtigen. Vor genau 50 Jahren – in Europa war zu dem Zeitpunkt bereits der Sonntag angebrochen – betrat mit Neil Armstrong der erste Mensch den Mond. Doch das eine oder andere Hochamt fällt bescheidener aus als geplant. Der britische Multiunternehmer Richard Branson etwa wollte passend zum Jahrestag die ersten zahlenden Passagiere mit seiner Firma Virgin Galactic ins All transportieren. Das von einem Trägerflugzeug ausgeklinkte „Spaceship Two“ sollte die äußersten Schichten der Atmosphäre für mehrere Minuten verlassen und dabei nicht nur einen offenen Blick in die Weiten der Galaxie ermöglichen, sondern auch klar die Krümmung der Erde erkennen lassen. Doch das Programm verzögert sich. Aufhalten lässt sich Branson davon nicht. Bis Jahresende soll Virgin Galactic an die Börse. Mit dem Kapital will der umtriebige Unternehmer seine Vision vom Privattrip ins All Realität werden lassen. Und er ist nicht der Einzige. Um das Thema Weltraumtourismus ist ein regelrechter Hype entstanden. Auch Elon Musk, Tesla-Chef und Gründer von Space X, will Touristen in den Weltraum schicken. Und mit Amazon-Gründer Jeff Bezos mischt noch ein dritter Milliardär mit. Mit seiner schon 2000 gegründeten Firma Blue Origin war er sogar einer der Ersten. 2002 folgte Musk mit Space X, 2004 dann Branson mit Virgin Galactic. Was sich auf den ersten Blick wie die Spielerei einer Clique von Megareichen für Megareiche anhört, könnte sich als das nächste „big thing“ erweisen, wenn man der Investmentbank Morgan Stanley glaubt. Sie geht in einer aktuellen Studie davon aus, dass der Raumfahrtmarkt weltweit bis 2040 einen Umsatz von einer Billion Dollar erreichen kann. Dabei sind natürlich nicht nur Touristen- und Kaffeefahrten zum Mond berücksichtigt, sondern auch und vor allem die Satellitenindustrie sowie die russischen und chinesischen Aktivitäten. Nasa-Rückzug ebnete den WegDie Initialzündung für diesen neuen Markt war die Entscheidung der Nasa, sich mehr und mehr aus der direkten Raumfahrt zurückzuziehen und Aufträge für den Bau von Raumfahrzeugen oder die Aussetzung von Satelliten im All an Privatunternehmen wie Space X zu übergeben. Seitdem hat das Thema enorm an Geschwindigkeit gewonnen. Denn der private Trip ins All profitiert von einer parallelen Entwicklung: Die Regierungen haben das All als strategisches Sicherheitsthema entdeckt. Getrieben wurde das nicht zuletzt durch die Ambitionen Chinas, eine führende Rolle in der Raumfahrt einzunehmen. Das wollen andere Staaten so nicht hinnehmen – und pumpen nun ihrerseits Milliarden in die Raumfahrt. Donald Trump etwa plant eine sechste Abteilung der US-Streitkräfte, die „Space Force“. Sie dürfte ein gigantischer Kunde für Musk, Bezos oder Branson werden. Von dem neuen Boom wollen auch europäische Anbieter profitieren. Ein Beispiel ist die Bremer Firma OHB. Mit rund 2 500 Mitarbeitern hat sich das Unternehmen auf den Bau von Satelliten konzentriert, etwa für das Galileo-Navigationssystem. Doch OHB befasst sich auch mit der Errichtung von Außenposten für die Raumfahrt. So haben die Bremer am Forschungslabor Columbus der Internationalen Raumstation ISS mitgewirkt.
    Im vergangenen Jahr hat man zudem Kontakt zu Blue Origin von Bezos aufgenommen und eruiert eine mögliche Zusammenarbeit beim Thema Mondmission. Auch Airbus setzt große Hoffnungen auf den neuen Boom und hat Kontakt zu den neuen Anbietern in den USA geknüpft, allen voran zu Blue Origin. Daneben gibt es eine enge Kooperation bei dem von der Nasa geplanten Projekt Artemis. Zwischen 2024 und 2028 sind sieben Mondmissionen geplant. Die Europäer steuern über die Europäische Weltraumorganisation Esa ein europäisches Servicemodul bei, das maßgeblich von Airbus mitentwickelt werden soll. Im Gegenzug könnte die Esa erstmals einen Europäer zum Mond schicken.Für Pascale Ehrenfreund, die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR), sind das typische Beispiele dafür, wie Projekte in der Raumfahrt künftig funktionieren: „Bei den großen Raumfahrtmissionen schließt man sich sehr gut zusammen. Das geht auch nicht anders, denn allein kann man die großen Projekte nicht umsetzen.“ Ehrenfreund hält es deshalb auch für verkraftbar, dass es in Europa keine vergleichbaren Unternehmer gibt, die das Thema Raumfahrt so vorantreiben wie in den USA. Auch in Deutschland und Europa arbeite man eng mit der Industrie zusammen, so Ehrenfreund: „Doch wir arbeiten anders als etwa das Silicon Valley. Wir sind risikoscheuer und haben auch nicht in diesem Umfang die Möglichkeiten des Risikokapitals.“ Zwar habe man in Deutschland eine Start-up-Szene. „Aber es herrschen andere Bedingungen, wir können also nicht das kopieren, wie es sich zum Beispiel in Kalifornien entwickelt hat.“Dennoch sei etwa Deutschland beim Thema Raumfahrt keineswegs hintendran, ist Ehrenfreund überzeugt: „Wir haben in Deutschland eine extrem erfolgreiche Weltraumforschung, ein nationales Programm, und wir haben eine ausgezeichnete deutsche Industrie.“ In der Raumfahrt sei Deutschland spitze und spiele zusammen mit Frankreich sicherlich die Hauptrolle in Europa. In der astronautischen Raumfahrt bringe Deutschland in Europa sogar die meisten Gelder ein.Langer Atem ist gefragtAllerdings ist in der Raumfahrt ein langer Atem gefragt. Den hat nicht jeder. So musste in der vergangenen Woche das Berliner Jungunternehmen PT Scientist Insolvenz anmelden. Die Firma will Frachtflüge zum Mond anbieten. Ohne die sind Ideen wie etwa der Bau einer Mondbasis nicht zu realisieren. PT Scientist hatte renommierte Sponsoren an Bord. Audi will zum Beispiel einen Lunar Rover für Transporte auf der Mondoberfläche entwickeln. Vodafone wiederum engagiert sich beim Start-up mit dem Ziel, ein LTE-Kommunikationsnetz auf dem Mond zu errichten. Wie es nun weitergeht, ist offen. Bei PT Scientist heißt es, der Betrieb laufe unter dem Insolvenzverwalter weiter. Fest steht: Ohne die große Leidenschaft der Milliardäre und deren unbändiges Bestreben, das Unmögliche zu schaffen, wäre der Boom kaum möglich. Klar, dass ein entsprechendes Pathos dabei nicht fehlen darf. Als Space X-Gründer Musk am 27. Februar 2017 seinen Plan verkündete, zwei Menschen zum Mond zu bringen, begann er das mit der wohl berühmtesten musikalischen Hommage an den Erdtrabanten: „Fly me to the moon“. Der Song des Komponisten Bart Howard aus dem 1964 wurde in der Version von Frank Sinatra weltberühmt. Die Astronauten von Apollo 10 hatten ihn auf einer Musikkassette dabei, als sie den Erdtrabanten umrundeten. 1969 wurde er dann nach der geglückten
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 18-07-2019
  • Neuralink: Musk konkretisiert Pläne für Hirn-Vernetzung mit Computern
    So will Elon Musk das menschliche Gehirn mit Computern verbinden
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 17-07-2019
  • Neuralink: Elon Musk will Hirn-Vernetzung mit Computern bereits 2020 testen
    Elon Musks Technik-Fantasien scheinen grenzenlos: Mit Tesla treibt der Milliardär zwar schon die elektrische Revolution in der Autobranche voran. Doch die Liste seiner visionären Vorhaben ist immer noch lang. So hat sich der 48-Jährige zum Ziel gesetzt, in Metropolen auf der ganzen Welt den Nahverkehr zu entlasten, indem er Hyperloop-Röhren baut, die Passagiere unterirdisch befördern. Mit seinem Weltraumunternehmen SpaceX will Musk Menschen zum Mars bringen und das All erobern. Und seine 2016 gegründete Firma Neuralink arbeitet daran, das menschliche Gehirn mit Computern zu vernetzen.Eines von Musk Vorhaben ist nun offenbar ein gutes Stück vorangekommen. In San Francisco stellte Neuralink am Dienstagabend den aktuellen Stand der Forschung vor. Demnach hofft das US-Unternehmen, bereits Ende kommenden Jahres die neue Technologie mit Menschen zu testen. Über die Gehirne der Probanden sollen datenleitfähige Substanzen gelegt werden, sodass Hirn-Computer-Schnittstellen entstehen. So sollen die Teilnehmer direkt mit künstlicher Intelligenz (KI) kommunizieren können.Vor knapp drei Jahren, als das Unternehmen mit Sitz in San Francisco gegründet wurde, gab es nur die Idee. Musk sprach zu diesem Zeitpunkt von einem „direkten Interface zur Hirnrinde“, insgesamt blieb er aber vage. Mittlerweile hat Neuralink die ersten Elektroden vorgestellt, beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter – und sucht weiter kluge Köpfe, die die Vision des Unternehmens in die Realität umsetzen. Während der Präsentation am Dienstag sagte Musk, das ultimatives Ziel der Firma sei, dass Menschen eine Art „Symbiose“ mit KI bildeten. Andernfalls laufe die Menschheit Gefahr, dass sie eines Tages von Maschinen abgehängt werde. Zudem soll die Technologie vor allem Menschen mit Gehirnerkrankungen helfen.Bis die Technologie auf den Markt kommt, wird es trotz der im Jahr 2020 angedachten Tests wohl noch dauern. Neuralink-Chef Max Hodak sagte während der Vorstellung, dass bis dahin noch ein weiter Weg vor dem Unternehmen liege. Für die Tests habe Neuralink bisher noch keine Genehmigungen der zuständigen Behörden eingeholt, zudem sei Neuralink noch auf der Suche nach weiteren Partnerschaften zur Entwicklung der Technologie. Dass Musks Tech-Fantasie in die Realität umgesetzt werden könnte, daran hatte Hodak anfangs seine Zweifel, sagte er in San Francisco. Letztlich habe ihn die Herangehensweise des Unternehmers davon überzeugt, in die Forschung einzusteigen. „Man sollte vorsichtig damit sein, Musk zu sagen, dass etwas unmöglich ist.“ Mehr: Kann Elon Musk seine technologische Revolution fortsetzen? Der Blick in die Bilanzen des US-Autobauers zeigt: Der Spielraum für den visionären Unternehmer wird immer kleiner. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 17-07-2019
  • Alstom: Betreiber und Hersteller: Wasserstoffzüge haben sich bewährt
    Wasserstoff-Brennstoffzellenzug Die beiden bisher weltweit einzigen Wasserstoffzüge haben sich nach Einschätzung von Betreiber und Hersteller im Alltag bewährt. (Foto:& dpa) Die beiden bisher weltweit einzigen Wasserstoffzüge haben sich nach Einschätzung von Betreiber und Hersteller im Alltag bewährt. Der emissionsfreie Regionalzug mit Brennstoffzelle verbinde seit mehr als zehn Monaten zuverlässig Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude. „Bei mittlerweile über 100.000 gefahrenen Fahrzeugkilometern sind wir absolut zufrieden mit der Leistung“, sagte der Geschäftsführer der Herstellerfirma Alstom in Deutschland und Österreich, Jörg Nikutta. Auch bei den Eisenbahnen und Verkehrsbetrieben Elbe-Weser gab es keine Klagen.Die Züge werden mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser um, wobei Strom entsteht, der die Lithium-Ionen-Akkus an Bord auflädt und so den Elektromotor antreibt. Emissionsfrei sind die Züge deshalb, weil sie nur Wasserdampf und Kondenswasser an die Umwelt abgeben. Emissionen entstehen allerdings bei der energieaufwendigen Herstellung von Wasserstoff. Bis Ende 2021 soll auf der rund 100 Kilometer langen Strecke die Dieselzugflotte durch 14 Wasserstoffzüge ersetzt werden. Dann soll in Bremervörde eine feste Wasserstofftankstelle stehen.Im Mai bestellte eine Tochtergesellschaft des Rhein-Main-Verkehrsverbundes in Hessen 27 Brennstoffzellenzüge. „Aktive Vertragsverhandlungen“ gebe es mit weiteren Bundesländern, sagte Nikutta. Die beiden Prototypen aus Niedersachsen sind ab und an „auf Abwegen“ und auch in anderen Bundesländern zu sehen, wenn die Züge und die Technologie dort präsentiert werden. Mehr: Mit einem Großauftrag aus Hessen kann Alstom die Serienproduktion des Brennstoffzellenzugs iLint angehen. Andere Bundesländer wollen auch umrüsten. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 17-07-2019
  • Innovationsausgaben: Amazon, Alphabet, Apple: Die USA sind Forschungsweltmeister
    Tim Cook Der Apple-Chef stellt Innovationen seines Konzerns vor. (Foto:& AP) Europäische Aktien tun sich schwer. Ihre Wertentwicklung bleibt weit hinter denen vieler US-Konzerne zurück. Anleger honorieren damit die stärkeren Renditen und Gewinne der Unternehmen in Übersee – vor allem aber deren bessere Perspektiven. Und die wiederum haben viel damit zu tun, dass in den USA deutlich mehr ins Zukunftsthema Nummer eins investiert wird: Forschung und Entwicklung. Während Europas Unternehmen nur fünf Prozent ihrer Umsätze in den wichtigen Sektor investieren, kommen US-Konzerne auf eine Quote von 7,4 Prozent – bei deutlich höheren Umsätzen. 2018 steigerten die Firmen in den USA ihre Forschungsausgaben um durchschnittlich zwölf Prozent, in China bei einem allerdings kleineren Gesamtetat um 23 Prozent, in Europa dagegen nur um sechs Prozent. Das zeigen dem Handelsblatt exklusiv vorliegende Berechnungen des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young (EY) unter den weltweit 500 forschungsintensivsten börsennotierten Unternehmen.Amerikas Wirtschaft baut ihren Vorsprung demnach weiter aus. Am meisten Geld für die Zukunft geben die Technologie-Konzerne aus: Der Online-Händler Amazon erhöhte im vergangenen Geschäftsjahr seine Innovationsausgaben um 27 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro, die Google- Muttergesellschaft Alphabet um 29 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. Als einziger deutscher Konzern unter den Top 10 belegt VW mit 12,1 Milliarden Euro den sechsten Platz. „Europa hat Probleme, den Anschluss zu halten“, warnt EY-Geschäftsführer Alexander Kron. Die 35 deutschen Unternehmen unter den 500 forschungsintensivsten Konzernen erhöhten zwar ihre Ausgaben um neun Prozent auf 60 Milliarden Euro und damit mehr als im europäischen Schnitt. Allerdings entfallen davon mit 28,3 Milliarden Euro fast die Hälfte auf die Autoriesen BMW, Daimler, VW und den Zulieferer Continental.Deutsche Autoindustrie setzt trotz Problemen auf ForschungWie vermutlich keine andere Branche steht Deutschlands Autoindustrie vor einem Neuanfang. Die Entwicklung schadstoffarmer und neuer Antriebssysteme ist schwierig, vor allem aber teuer, und sie drückt deshalb auf die Margen und Gewinne. Im ersten Quartal fuhren BMW, Daimler, VW und der große Zulieferer Continental einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von zusammengerechnet acht Milliarden Euro ein. Das war fast ein Drittel weniger als im Vorjahr. Alle Konzerne warnen in ihren Geschäftsberichten vor den außerordentlich schwierigen Herausforderungen in diesem Jahr und machen ihren Aktionären wenig Hoffnung auf rasche Besserung. Daimler-Chef Ola Källenius schob in den vergangenen vier Wochen zwei Gewinnwarnungen nach.
    Doch auf eines verzichten sie nicht, trotz Absatzproblemen, Handelskonflikt und schwächerer Weltwirtschaft: auf die Forschung – und zwar global. „Wir werden weiter in den USA investieren, um hier unsere Anstrengungen für Forschung und Entwicklung zu verbreitern“, kündigte VW-Vorstandschef Herbert Diess am amerikanischen Produktionsstandort Chattanooga an. Um bei der Elektromobilität und dem autonomen Fahren weiterzukommen, hat der frühere Daimler-Finanzchef Bodo Uebber 16,5 Milliarden Euro für Forschung, Entwicklung und Investitionen eingeplant, das sind fast zehn Prozent vom Jahresumsatz. Am stärksten hat der Zulieferer Continental seinen Forschungsetat hochgefahren: um 38 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Weltweit an 82 Standorten wird geforscht, allein in Hannover-Stöcken entwickeln knapp 1500 Mitarbeiter fast 10.000 verschiedene Reifen. Dazu kommen maschinell lernende Fahrzeugsysteme und Forschungsnetzwerke für Künstliche Intelligenz, wie etwa mit der Universität Oxford.Deutschlands Autoindustrie braucht, was die Anstrengungen für eine erfolgreiche Zukunft angeht, den internationalen Vergleich nicht zu scheuen, im Gegenteil: Hersteller und Zulieferer steckten im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 5,4 Prozent ihrer Umsätze in die Forschung. Weltweit liegt die Quote bei 4,2 Prozent, in den USA nur bei 3,4 Prozent. Auch steigen die Anstrengungen stärker: In Deutschland erhöhte die Autoindustrie ihre Forschungsausgaben um zehn Prozent, weltweit waren es sieben Prozent.„Die Autoindustrie zeigt, dass die deutschen Unternehmen keineswegs an den Innovationsausgaben sparen“, urteilt Alexander Kron, Geschäftsführer beim Wirtschaftsprüfer EY. „Die Frage ist nur, ob das reicht, um der wachsenden Marktmacht gerade der US-amerikanischen Digitalriesen Paroli bieten zu können.“ Zweifel sind berechtigt. Die Gewinne und Margen der großen US-Technologiekonzerne liegen um ein Vielfaches über denen der deutschen Automobilunternehmen. Apple, Alphabet und Microsoft fuhren im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 95 Milliarden Euro ein – die Tendenz ist für 2019 steigend. Dem stehen 26 Milliarden Euro bei BMW, Daimler und VW gegenüber – Tendenz 2019 sinkend. Während sich die amerikanischen Digitalkonzerne hohe Innovationsausgaben problemlos leisten können, wirken sich bei den deutschen Autokonzernen die Aufwendungen spürbar in der Bilanz aus. Die hohen Anstrengungen der Autoindustrie beeinflussen die Gesamtwirtschaft: Sie trugen maßgeblich dazu bei, dass Deutschland erstmals sein altes, selbst gestecktes Forschungsziel schaffte, wonach Staat und Wirtschaft mindestens drei Prozent der Wirtschaftsleistung fürs Forschen ausgeben sollen. 2017, neuere Daten gibt es noch nicht, waren es knapp 100 Milliarden Euro, was einem Anteil von knapp 3,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Das zeigen Berechnungen des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft. Die Autobauer und ihre vielen Zulieferer tragen mit gut 40 Milliarden Euro einen Großteil dazu bei – und sogar 59 Prozent der Ausgaben der gesamten Privatwirtschaft. 2018 dürften die Zahlen noch etwas weiter nach oben gehen.Deutsche Bürokratie bremst ForschergeistAbseits der Autoindustrie forscht Deutschland aber nur unterdurchschnittlich. Hauptgrund: zu wenig Technologie, zu viel Bürokratie. Geht es etwa um das schnelle Internet, also um die Voraussetzung für fast alle Forschungsarbeiten, dann hinkt Deutschland den anderen Staaten hinterher. So erreicht der Anteil von Glasfaseranschlüssen an allen stationären Breitbandanschlüssen in Korea fast 80 Prozent, in Spanien 50, aber in Deutschland gerade einmal zweieinhalb Prozent. Das sind nach einer Aufstellung der Deutschen Bundesbank mehr als 20 Prozentpunkte weniger als der Durchschnitt bei allen 36 OECD-Ländern – das sind Staaten, die auf Marktwirtschaft und Demokratie setzen. Darüber hinaus sind bei Unternehmensgründungen die bürokratischen Hürden hoch. Hier steht Deutschland im jüngsten Standortbericht der Weltbank („Doing Business Report“) auf Platz 114 – hinter Mali, den Bahamas und Nepal. Neun Verwaltungs- und Verfahrensschritte sind erforderlich, um eine Firma zu gründen – in Neuseeland reicht ein Formular.
    Forschungsgebiete „Reformen, die den Markteintritt für neue Unternehmen erleichtern“, mahnte Bundesbankpräsident Jens Weidmann beim Industrie-Club in Düsseldorf an, „würden hierzulande auch den Wettbewerb fördern und die Innovationskraft ankurbeln.“Wie stark Europa und seine größte Volkswirtschaft, Deutschland, inzwischen hinterherhinken, zeigt sich vor allem bei den Topkonzernen. So gaben die fünf forschungsintensivsten Unternehmen
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 16-07-2019
  • Das Newsportal für Sachsen | sz-online
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    Quelle: Wissen SZ-OnlinePubliziert am 16-07-2019
  • Internetkonzern: Trump will Verrat-Vorwürfe gegen Google überprüfen lassen
    Peter Thiel Der deutschstämmige Facebook-Investor wirft Google Verrat an den USA vor. (Foto:& AFP) Donald Trump hat über Twitter eine Prüfung von Vorwürfen angekündigt, ob der Suchmaschinen-Betreiber Google mit der chinesischen Regierung zusammenarbeitet. In seinem Tweet bezieht sich der US-Präsident auf die Vorwürfe von Silicon-Valley-Investor Peter Thiel, der am Sonntag in Washington dem Internetkonzern unzulässige Geschäfte mit China unterstellte.Der deutschstämmige Paypal-Mitgründer Peter Thiel forderte auf der National Conservatism Conference die amerikanischen Ermittlungsbehörden von FBI und CIA dazu auf, den Google-Konzern mit Fragen zu seinem Verhältnis zu China zu konfrontieren. Thiel, einer der ersten Investoren des Google-Konkurrenten Facebook, will durch die Behörden geklärt wissen, wie viel Einfluss der chinesische Geheimdienst auf das Management des Konzerns und seine KI-Projekte habe. Außerdem sollten die Ermittler zu fragen, warum Google lieber mit dem chinesischen Militär zusammenarbeite als mit dem amerikanischen – und das ganze „auf eine nicht allzu sanfte Art“.Den US-Präsidenten lobte Thiel dagegen am Sonntag für seine Verhandlungen mit China. Der 51-Jährige ist im liberal gesinnten Silicon Valley einer der wenigen offenen Trump-Unterstützer. Der Präsident spielte den Ball via Twitter zurück, nannte Thiel einen „großartigen und brillanten Typen“, der das Thema besser kenne als jeder andere. Gleichzeitig kündigte er an, dass seine Regierung „draufschauen“ werde. Ein Google-Sprecher erklärte, man arbeite nicht mit dem chinesischen Militär zusammen, wollte darüber hinaus aber keinen Kommentar abgeben. Die Aktie des Konzerns gab im vorbörslichen Handel 1,3 Prozent nach, lag zum Handelsstart an der Wall Street aber leicht im Plus.Mit AgenturmaterialMehr: Plattformen wie Youtube oder Facebook stolpern von einem Skandal in den nächsten. Ist eine andere Tech-Industrie überhaupt möglich? StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 16-07-2019
  • Gaming: Das Smartphone ist die beliebteste Spiele-Plattform der Deutschen
    Jugendliche mit Smartphones „Ob Jung oder Alt, Frau oder Mann: Das Smartphone hat sich innerhalb weniger Jahre zur beliebtesten Spiele-Plattform der Deutschen entwickelt“, sagte game-Geschäftsführer Felix Falk. (Foto:& dpa) Am liebsten spielen die Menschen in Deutschland auf dem Smartphone. Das geht aus Erhebungen der Marktforschungsfirma GfK hervor, die der Branchenverband game am Dienstag veröffentlichte. Demnach spielen hierzulande insgesamt 18,6 Millionen Menschen auf Computer-Handys, 400.000 mehr als noch im vergangenen Jahr. „Ob Jung oder Alt, Frau oder Mann: Das Smartphone hat sich innerhalb weniger Jahre zur beliebtesten Spiele-Plattform der Deutschen entwickelt“, sagte game-Geschäftsführer Felix Falk.Auf dem zweiten Platz folgen demnach die Spielekonsolen, die von 16,7 Millionen Menschen als Plattform fürs daddeln genutzt werden. Im Vergleich zum Vorjahr legten Nintendos Switch, Sonys Playstation und Microsofts Xbox um 700.000 Spieler zu. Verloren hat dagegen der PC, der einst die beliebteste Plattform war. Mit 13,4 Millionen Gamern landet er demnach auf Platz drei.Mobile Plattformen lagen 2018 auch beim Umsatz etwa mit Spiele-Apps und In-App-Käufen mit rund 1,5 Milliarden Euro vor den Konsolen (etwa 1,3 Milliarden Euro) und PC-Spielen (659 Millionen Euro) – bei mobilen Plattformen rechnet der game die Umsätze von Spielen für Smartphones und Tablets zusammen. Insgesamt wuchs der Markt in Deutschland laut Verband im Jahr 2018 um 9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro Umsatz. Größter Treiber waren demnach Gebühren für Online-Dienste (353 Millionen Euro, plus 97 Prozent) sowie In-Game-Käufe (1,9 Milliarden Euro, plus 28 Prozent).Mehr: Warum Netflix Angst vor „Fortnite“ hat: It-Riesen wie Microsoft, Google und Apple starten Streamingdienste für Computerspiele und krempeln damit den Markt für digitale Unterhaltung um. StartseiteLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt TechnikPubliziert am 16-07-2019