NTV News

  • Tausende Deutsche betroffen: Millionen Patientendaten ungeschützt im Netz
    Dienstag, 17. September 2019
    Auch Mammografie-Aufnahmen von Patientinnen sind im Netz gelandet. (Foto: picture alliance/dpa) Wegen unsicherer Server können hochsensible Gesundheitsdaten von weltweit mehreren Millionen Patienten im Internet abgerufen werden. Informationen wie Namen, Geburtsdaten und die Art der Untersuchung sind ungeschützt verfügbar. Im Netz landen auch die Daten Tausender deutscher Patienten. Mammografien, Wirbelsäulenbilder oder Herzschrittmacher: Hochsensible medizinische Daten, unter anderem von Patienten aus Deutschland und den USA, sind auf ungesicherten Servern gelandet. Es gehe um die Daten mehrerer Millionen Patienten weltweit, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtete. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärte, die Patientendaten seien zugänglich, weil "einfachste IT-Sicherheitsmaßnahmen" nicht umgesetzt worden seien. In Deutschland sind mehr als 13.000 Datensätze von Patienten betroffen, gut die Hälfte davon mit Bildern, wie Recherchen des BR mit der US-Investigativplattform ProPublica ergaben. Die Unterlagen waren demnach noch bis vergangene Woche zugänglich; die deutschen Datensätze stammen von mindestens fünf verschiedenen Standorten, zum größten Teil aus dem Raum Ingolstadt und aus Kempen in Nordrhein-Westfalen.Die Bilder seien mit vielen personenbezogen Informationen versehen: Geburtsdatum, Vor- und Nachname, Termin der Untersuchung und Informationen über den behandelnden Arzt oder die Behandlung selbst. Weltweit ist die Dimension den Recherchen zufolge deutlich größer, in rund 50 Ländern von Brasilien über die Türkei bis Indien sollen 16 Millionen Datensätze offen im Netz sein. Besonders betroffen seien Patienten aus den USA.Sensible Daten landeten auf unsicheren ServernWenn Patienten in einer MRT-Röhre untersucht werden, entstehen zwei- und dreidimensionale Bilder vom Körperinneren. Diese werden auf einen speziellen Server geschickt, der für die Bildarchivierung verwendet wird, ein so genanntes Picture Archiving and Communication System (PACS). Auch Röntgenaufnahmen und Bilder aus der Computertomographie landen auf diesen Servern, wie der BR berichtete.Sind die Server nicht ausreichend gesichert, sei es trivial, an die Daten heranzukommen, sagte der Experte für Informationssicherheit, Dirk Schrader, dem Sender. Er habe die Investigativ- und Datenjournalisten des Bayerischen Rundfunks kontaktiert, nachdem er weltweit mehr als 2300 Rechner mit Datensätzen gefunden habe. Schrader spricht von einem Zugriff nahezu in Echtzeit: "Bei den Systemen, die ich überprüft habe, hatte ich den Eindruck, dass ich im Zweifelsfall sogar in der Lage wäre, früher als der Arzt auf das Bild zuzugreifen."BSI: Keine Informationen über kriminelle AbsichtDas BSI erklärte, es sei informiert worden und habe die betroffenen medizinischen Einrichtungen anhand der vorliegenden IP-Adressen in Kenntnis gesetzt. Dem Amt lägen keine Informationen vor, dass die Patientendaten in krimineller Absicht abgeflossen sind.BSI-Präsident Arne Schönbohm erklärte: "Wenn selbst bei so sensiblen Daten wie Röntgenaufnahmen, Mammografien oder MRT-Bildern grundlegende IT-Sicherheitsmaßnahmen missachtet werden, zeigt das, dass IT-Sicherheit noch immer nicht den Stellenwert einnimmt, den sie verdient."Der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Ulrich Kelber, warnte vor möglichen Folgen: "Sie möchten nicht, dass ein Arbeitgeber, ein Versicherungskonzern, eine Bank diese Daten kennt und ihnen keinen Vertrag oder keinen Kredit gibt." Diese Daten gehörten "nicht in die Hände Dritter".Scharfe Kritik kam von den Parteien und Gewerkschaften. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte im SWR hohe Strafen bei Datenlecks in Krankenhäusern. Die Kliniken müssten ein zertifiziertes Datenschutzkonzept vorlegen. Die Linke verlangte von Gesundheitsminister Jens Spahn, das Recht der Patienten "auf Schutz ihrer Daten ins Zentrum stellen, statt die Interessen der Digitalkonzerne durchzusetzen". DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sprach von einem "Warnsignal", das Spahn nicht ignorieren dürfe. Sie warnte ihn davor, Versichertendaten "nach Jahrmarktprinzip zu verteilen und der Digitalwirtschaft einen Milliardenmarkt" zu sichern.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Gesetzliche Rentenversicherung: Rentenberatung in Teilen mangelhaft
    Dienstag, 17. September 2019
    Die gesetzliche Rentenversicherung: 55 Millionen Versicherte, 26 Millionen gezahlte Renten. Einnahmen im Jahr 2018: 312 Milliarden Euro, Ausgaben: 308 Milliarden Euro. (Foto: dpa) Dass die gesetzliche Rente die Existenz im Alter oft nicht sichert, ist klar. Um später nicht zu darben, ist anderweitig vorzusorgen. Was der Flickenteppich aus Versorgungsansprüchen taugt, soll eigentlich die gesetzliche Rentenversicherung beurteilen. Finanztest hat die Beratung getestet. Ergebnis? Nun ja. Die gesetzliche Rente ist sicher, aber sie wird nicht reichen. Um dies zu ändern, müsste eine weitreichende Reform des Systems der Alterssicherung her. Doch die ist nicht in Sicht. Bleibt Versicherten also nur, selbst zusätzlich vorzusorgen. Beispielweise mit staatlich geförderten Produkten wie der Riester-, Rürup- oder Betriebsrente. Aber auch Lebens- oder Rentenversicherung sind eine Möglichkeit, wenn auch meist die schlechtere. Doch egal, im Ergebnis ergibt dies für verantwortlich handelnde Beschäftigte - also jene, die zusätzlich privat fürs Alter vorsorgen - einen unübersichtlichen Flickenteppich aus Produkten und daraus resultierenden Ansprüchen. Doch immerhin hat der Staat die missliche Lage erkannt und für Rentenversicherte eine kostenlose Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung ermöglicht. Die soll Licht ins Dunkel bringen. Versicherte sollen hier die Möglich­keit bekommen, ihre Gesamtrenteneinkommen nach Abzug von Steuern und Sozial­abgaben einzuschätzen und Auskünfte erhalten, wie sie darüber hinaus Rentenlü­cken schließen können. Dazu gehören neben den gesetzlichen eben auch Riester- und Rürup-, betriebliche sowie private Rentenanwartschaften.Ermitt­lung der gesamten Alters­einkünfte? ­Fast immer ein ReinfallFinanztest wollte wissen, was die Beratung taugt und hat in einigen der insgesamt 163 Auskunfts- und Beratungs­stellen 80 Beratungen in Anspruch genommen. Das Ergebnis? Dürftig. Mehr als ein "ausreichend" konnten die Tester der Behörde für ihre Dienste nicht attestieren. Der Vorstand der Stiftung Warentest, Hubertus Primus, brachte es bei der Vorstellung der Unter­suchung wie folgt auf den Punkt: "Das muss im Interesse der 55 Millionen gesetzlich Renten­versicherten besser werden."Dabei gestaltete sich bei den 80 Modellkunden zum Teil schon die Terminvereinbarung schwierig, denn neben kleineren Defizite wie fehlenden Buchungsbestätigungen ­nervten vor allem lange Warte­zeiten. Aber immerhin: Solange es um Information und Prüfung der gesetzlichen Rente handelte, war die eigentliche Beratung immerhin "befriedigend". Mies wurde es, als die Experten Wege aus einer etwaigen Rentenlücke aufzeigen sollten. Viel zu selten wurde zudem das Gesamteinkommen ­­aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge berücksichtigt. ­Der Teilbereich der Untersuchung "Lösen des Beratungs­anliegens" wurde denn auch mit "mangelhaft" beurteilt.Umso wichtiger ist es laut der Tester für Versicherte auch bei der Beratung - die in jedem Fall dennoch wahrgenommen werden sollte - selbst das Heft in die Hand zu nehmen. Was bedeutet, dass zum Termin alle relevanten Unterlagen mitgenommen werden sollten und so viel über die diversen Renten und Sparprodukte gewusst wird, dass Erklärungen der Mitarbeiter richtig eingeordnet und auch kritisch nach­gefragt werden können.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • „Nicht so aufgewacht“: Lena Gercke wirft sich in Pose
    Dienstag, 17. September 2019
    Ob mit oder ohne Make-up, mit oder ohne Klamotten - Lena Gercke begeistert ihre Fans. (Foto: imago images / Future Image) Nur in Unterwäsche entspannt Lena Gercke auf dem Sofa. Rein beruflich, versteht sich. Das kommt bei ihren Fans gut an. Das Model gibt aber auch gerne zu, dass sie so nicht am Morgen aus dem Bett gefallen ist. Lena Gercke ist in festen Händen. Etwas, das manchem Fan angesichts ihrer oft freizügigen Instagram-Posts sauer aufstoßen oder zumindest enttäuschen dürfte. Auch auf dem neuesten Bild zeigt sich die 31-Jährige recht offenherzig. Sie steht allerdings auch dazu, das nicht alles an diesem Foto ganz natürlich ist. *Datenschutz Im schwarzen BH mit passendem Höschen rekelt sich die Blondine auf einem beigefarbenen Sofa, perfekt frisiert und noch ein bisschen perfekter geschminkt. Dazu schreibt Gercke: "Okay, so bin ich heute Morgen nicht aufgewacht." Offenbar stammt das Foto vom Shooting für einen Unterwäsche-Hersteller, den Gercke im Foto verlinkt hat.Ganz natürlich am MorgenIhren Fans gefällt der Anblick. Eigenen Angaben zufolge hat sich einer von ihnen vor lauter Begeisterung an seinem Frühstückscroissant verschluckt. Andere wiederum scheinen bislang davon ausgegangen zu sein, dass Gercke natürlich genau so aussieht, wenn sie morgens die Augen aufschlägt. Schuld daran dürfte ein kurz zuvor veröffentlichten Bild sein, dass sie im Bett zeigt, die Decke bis zum Kinn hochgezogen und schüchtern in die Kamera lächelnd. Auch mit diesem Foto gelingt es ihr - trotz deutlich weniger Make-up - ihre Follower zu begeistern.Die ehemalige "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin ist aktuell mit dem Werbefilm-Regisseur Dustin Schöne liiert. Erst kürzlich waren die zwei gemeinsam im Liebesurlaub. Einige Schnappschüsse teilte Gercke ebenfalls bei Instagram. Unter anderem posierte sie vor strahlend blauem Wasser auf einem Boot. In ihrer Instagram-Story waren sie und Schöne gemeinsam im Meer zu sehen. Sie klammerte sich um seinen Hals, während er ihren Po und Oberschenkel umfasste. Angesichts der neuesten Bilder dürfte die Anzahl seiner Neider noch einmal gestiegen sein. *Datenschutz Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Keine halben Sachen: Goodwood – mit Vollgas in die Vergangenheit
    Dienstag, 17. September 2019 Von Fabian Hoberg, Goodwood
    Nur in Goodwood fahren Oldtimer noch echte Rennen. (Foto: Fabian Hoberg) Jetzt anhören Einmal im Jahr treffen sich die Besitzer der teuersten und schnellsten Rennwagen beim Goodwood Revival. Nicht, damit die Reifen ihrer Fahrzeuge platt stehen, sondern um schnell gegeneinander zu fahren. Eben wie bei normalen Rennen.
    Der Besuch in Goodwood ist eine Reise in die Vergangenheit des Rennsports. (Foto: Fabian Hoberg) Tür an Tür donnern der Jaguar MK I und der Austin über die Rennstrecke. Die Rennfahrer schenken sich keinen Zentimeter, der Jaguar drückt den Austin über die Wiese, dreht sich dabei und fällt ein paar Plätze zurück. Rennsport eben. Motorsport kann Kontaktsport sein. Bei historischen Fahrzeugen ist das aber eher selten zu sehen. Die Ausnahme: das Goodwood Revival im Süden Englands. Hier feiert der 11. Duke of Richmond einmal im Jahr drei Tage lang die größte historische Motorsportparty der Welt – mit rund 200.000 Besuchern. Im Gegensatz zu anderen Oldtimer-Treffen schonen die Fahrer ihre Renngeräte nicht – es geht ums Gewinnen. Wie bei einem echten Rennen eben. Dabei ist der Besuch in Goodwood eine Reise in die Vergangenheit, in den Motorsport der 1940er, 1950er- und 1960er-Jahre. Nicht nur die Rennautos stammen aus längst vergangenen Tagen, sondern auch die Servicewagen rund um die Rennstrecke. Die meisten Gäste und Teilnehmer tragen historische Kleidung, wie Tweed, Knickerbocker und Schirmmützen. Frauen in Petticoats, Armeeanzügen oder Arbeiterhosen der 1950er-Jahre schlendern mit Freunden Hand in Hand über den Rasen. Die Verkaufs- und Essensstände sind im Look der 30er- und 40er Jahre gehalten, wie die Marktstraße Revival High Street – und wirken wie eine Filmkulisse, während ein Freilichtkino Filmklassiker zeigt. Zum 75. Geburtstag des D-Days stehen auf dem Rasen des Infields historische Militärfahrzeuge wie M4 Sherman Panzer, Harley-Davidson WLA, Amphibienfahrzeuge und Willys Jeeps.
    In Goodwood will man nicht nur teilnehmen, in Goodwood will man gewinnen. (Foto: Fabian Hoberg) Sponsoren aus der Autobranche halten sich vornehm zurück, zeigen nur ein paar historische Fahrzeuge. BMW präsentiert sich auf einem Messestand im Stil der IAA von 1959: mit den damaligen Neuheiten 700 Coupé, 600 und Isetta. Auf dem Rasen rund um die Strecke picknicken Familien und Cliquen, schauen sich die vorbeifahrenden Oldtimer oder die Besucher an. Kinder fahren in Tretautos um die Wette. Das Revival lässt die goldene Ära des Goodwood Motor Circuit zwischen 1948 und 1966 wieder aufleben.Die Atmosphäre ist einzigartigDen Motor Circuit entwickelte der 9. Duke auf Richmond, bekannt als Freddie March. Rund um die Startbahn und den Taxi-Way des alten Militärflughafens Goodwood baute er nach dem Zweiten Weltkrieg eine Rennstrecke. Das erste Rennen fand 1948 statt, im Laufe der Jahre fuhren hier Spitzenfahrer wie Juan Manuel, Fangio, Stirling Moss, Jim Clark und Graham Hill. Bis zum Sommer 1966: Weil der Duke befürchtete, dass die Rennwagen für seine Rennstrecke zu schnell wurden, schloss er den Circuit. Die 2,38 Meilen lange Rennstrecke fiel in den Winterschlaf, bis Freddie Marchs Enkel, der aktuelle Duke, sie gründlich restaurierte, Sicherheitsstandards hinzufügte und 1998 wieder eröffnete. Seitdem pilgern jedes Jahr rund 200.000 Besucher an einem Wochenende im September auf das Gelände von Goodwood House, dem Landsitz des Duke of Richmond.
    Wichtig ist in Goodwood natürlich auch der Stil. (Foto: Fabian Hoberg) "Es sind nicht nur die Rennen, die das Revival so einzigartig machen, sondern das Drumherum, die Atmosphäre. Die ist einzigartig", sagt Scott Williams aus Kalifornien. Der Amerikaner reist zum ersten Mal mit einer historischen BMW RS 54 Oscar Liebmann von 1966 an. "Weltweit habe ich noch keine andere Veranstaltung erlebt, bei der Autos und Motorräder Rennen fahren, die Zuschauer so nah an die Fahrzeuge herankommen und gemeinsam eine große Party feiern. Das ist sensationell", sagt er. Hier riecht es nach Öl, Benzin und Gummi, dazu bollern in der Boxengasse die Motoren beim Warmmachen, donnern die Fahrzeuge mit Vollgas über die Rennstrecke. Nach den Diskussionen um Verbote von Verbrennungsmotoren und Innenstadtverbote rund um die IAA ist Goodwood ein Paradies für Petrolheads. Elektromotoren werden höchstens in Akkuschraubern benutzt. Es ist eine Reise in vergangene Zeiten – als Verbrennungsmotoren noch als zukunftsträchtig und modern galten.15 echte Rennen an drei TagenInsgesamt 15 Rennen in verschiedenen Klassen verteilen sich auf die drei Tage, dazu kommen Demo-Läufe wie zum 60. Jubiläum von Mini und dem 90. Geburtstag vom ehemaligen Rennfahrer Sir Sterling Moss. Die Rennen dauern zwischen 20 und 60 Minuten, geschenkt wird den Fahrern nichts. Piloten wie Jochen Mass, Romain Dumas, Troy Corser, Steve Parris, Karl Wendlinger, Steve Soper, Tom Kristensen und Emanuele Pirro treten gegen Hobbyfahrer an, kämpfen um Startplätze und Sieg. Beim Kinrara Trophy Race gehen mit die teuersten geschlossenen GT-Fahrzeuge vor Baujahr der Welt an den Start: Aston Martin DB4 GT, Austin-Healey 3000, AC Cobra, Ferrari 250 GT SWB, Ferrari 250 GTO und Jaguar E-Type. Gemeinsam haben die Fahrzeuge einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro.
    Für die Fahrer der historischen Gefährte ist es eine Ehre in Goodwood dabei sein zu dürfen. (Foto: Fabian Hoberg) Um einen Startplatz bewerben können sich weder die Besitzer der Autos noch die Fahrer. Der Duke wählt selbst aus, wer bei seiner Veranstaltung dabei sein darf. "Es ist für jeden Fahrer eine Ehre, hier dabei sein zu dürfen", sagt der ehemalige Superbike-Weltmeister Troy Corser. Der Australier gewann hier vergangenes Jahr spektakulär das Motorradrennen auf einer alten R57 BMW-Kompressormaschine von 1928. Dieses Jahr hatte er weniger Glück. Bei seiner BMW R50 S Kaczor von 1966 war ein Simmerring defekt. Es leckte Öl auf die Kupplung, die nicht mehr trennte. "Aber die Maschine hat eh nicht so viel Leistung, dass ich eine Chance auf den Sieg gehabt hätte", sagt der ehemalige Weltmeister. Das hielt ihn aber nicht davon ab, beim Rennen alles zu geben. "Das ist halt ein echtes Rennen, halbe Sachen gibt es nicht", sagt er.Dieses Jahr nimmt er zum zehnten Mal teil – und ist immer noch von der Veranstaltung und vom Kurs beeindruckt. "Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs fährst du von Anfang an Vollgas,
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Juristische Schlacht mit EU: Apple kämpft gegen Milliarden-Nachzahlung
    Dienstag, 17. September 2019
    Apple-Chef Tim Cook nannte einen der Vorwürfe der EU-Kommission als "politischen Dreck". (Foto: REUTERS) Beim Streit zwischen Apple und der EU-Kommission geht es um viel Geld: Das Unternehmen soll in Irland 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen. Der US-Konzern lehnt das vehement ab - und genießt den Rückhalt der irischen Behörden. Die juristische Schlacht zwischen Apple und der EU-Kommission um die Rekord-Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro in Irland ist voll entbrannt. Der iPhone-Konzern bekräftigte vor dem EU-Gericht in Luxemburg, dass die Erträge von zwei irischen Tochterfirmen vor allem in den USA zu versteuern gewesen seien. Die Kommission warf Apple vor, nur Verwirrung zu stiften. Sie betonte ihre Sichtweise, nach der Irland die Steuern zu niedrig angesetzt habe. Der iPhone-Hersteller fühlt sich dagegen doppelt zur Kasse gebeten: "Apple zahlt jetzt rund 20 Milliarden Euro Steuern in den USA auf dieselben Gewinne, die laut der Kommission auch in Irland besteuert werden müssten", erklärte der US-Konzern. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte Apple im August 2016 aufgefordert, die Milliardensumme in Irland nachzuzahlen, weil das Land dem Konzern eine unzulässige Sonderbehandlung bei den Steuerkonditionen gewährt habe.Bei dem Streit geht es nicht nur um viel Geld. Für die in Europa oft gefeierte Kommissarin Vestager war der aufsehenerregende Fall ein Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn. Eine Niederlage könnte ein entsprechend schwerer politischer Rückschlag für sie werden. Zudem könnte das Verfahren für Streit zwischen den USA und Europa über die Besteuerung amerikanischer Unternehmen sorgen. Und für Apple geht es auch um den Ruf: Der iPhone-Hersteller will sich nicht als Steuerflüchtling und Trickser bezeichnen lassen.Apple argumentiert, die irische Tochter Apple Sales International (ASI) sei lediglich für den Vertrieb von Geräten des Konzerns außerhalb Nord- und Südamerikas zuständig gewesen - während die eigentlichen Werte vor allem in den USA geschaffen worden seien. "Das iPhone, das iPad, der App Store und alle anderen Produkte und Dienste von Apple wurden anderswo entworfen und entwickelt." Deswegen wäre es falsch, auf die Gewinne aus dem internationalen Geschäft, die sich in Irland ansammelten, Steuern in dem Land zu bezahlen.Großteil des intellektuellen Eigentums entsteht in USAIrland habe deshalb zurecht nur den Teil der bei den Tochterfirmen verbuchten Gewinne besteuert, die auf Aktivitäten in dem Land zurückgingen. Die Kommission bestritt nicht, dass ein Großteil des intellektuellen Eigentums bei Apple in den Vereinigten Staaten entstehe. Allerdings habe die irische Steuerbehörde nicht die notwendigen Analysen der Geldflüsse innerhalb des Apple-Konzerns durchgeführt, um entscheiden zu können, zu welchen Anteilen die Gewinne wo versteuert werden müssten. Sie habe sich stattdessen auf Angaben von Apple verlassen. Irland kontert, es sei ausreichend gewesen, nur die Apple-Aktivitäten in dem Land zu betrachten.Die Kommission wies auch die Darstellung von Apple zurück, die beiden irischen Firmentöchter seien lediglich mit Vertrieb und Fertigung beauftragt gewesen. "Das ist nicht alles, was in Cork vor sich geht", einige Aktivitäten in der irischen Stadt gingen darüber hinaus. Als einen Beleg nannten sie Aussagen von Konzernchef Tim Cook von 2013, in Irland würden auch wichtige Entscheidungen getroffen. Außerdem sei in den Aktivitäten der "Verwaltungssitze" der beiden irischen Töchter kein tatsächlicher Bezug zur Schaffung intellektuellen Eigentums zu erkennen, erklärte die Kommission.Amerikanische Unternehmen konnten nach früheren US-Regelungen Auslandsgewinne außerhalb des Heimatlandes lagern. Bei einem Transfer in die USA wurden 35 Prozent Steuern fällig. Viele Firmen behielten das Geld im Ausland. Mit der seit 2018 greifenden Steuerreform wurde eine Zahlung auf die Auslandsreserven mit deutlich niedrigeren Sätzen fällig - unabhängig davon, ob sie in die USA gebracht werden oder nicht.Bekam Apple steuerliche Sonderkonditionen in Irland?Apple zahlte nach Angaben von Januar 2018 rund 38 Milliarden Dollar Steuern auf den im Ausland gelagerten Geldbetrag von 252 Milliarden Dollar und kündigte an, den Großteil der Reserven in die USA zu überweisen. Die genannten 20 Milliarden Euro sind Teil dieser 38 Milliarden Dollar, wie Anwälte erklärten. Sie seien noch nicht komplett bezahlt worden, aber die gestaffelte Zahlung sei fest vereinbart. Apple hinterlegte nach der Forderung der Kommission zudem 14,3 Milliarden Euro auf einem Treuhandkonto inklusive Zinsen.Rund um den Streit kochten immer wieder die Emotionen hoch. So hatte Apple-Chef Tim Cook die Kritik Vestagers, Apple habe in Irland im Jahr 2014 eine Körperschaftssteuer von nur 0,005 Prozent bezahlt, als "politischen Dreck" bezeichnet. Die Kommission muss in Luxemburg unter anderem nachweisen, dass Apple in Irland Sonderkonditionen bekam, die für andere Unternehmen nicht verfügbar waren. Nach der Entscheidung des EU-Gerichts können die Seiten noch in Berufung beim Europäischen Gerichtshof gehen. Das dürfte den Streit um weitere Jahre verlängern.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Studie zeigt hohe Dunkelziffer: Bundesbürger öfter Opfer von Polizeigewalt
    Dienstag, 17. September 2019
    Fehlverhalten von Polizisten gibt es, sagt die Gewerkschaft der Polizei. Aber die Fälle würden bei Anzeige "sauber und konsequent aufgearbeitet". (Foto: picture alliance/dpa) Deutsche Bürger werden weitaus häufiger Opfer von Polizeigewalt, als die amtlichen Zahlen angeben. Einer unabhängigen Studie zufolge liegt der Grund für die hohe Dunkelziffer in der Angst der Betroffenen, Anzeige zu erstatten. Dabei werden erstaunlich viele Verfahren gegen Polizeibeamte eingestellt. Auf einen Verdachtsfall von illegaler Polizeigewalt kommen in Deutschland Forschern zufolge mindestens fünf Fälle, die nicht angezeigt werden. Das geht aus der ersten Studie zur Erforschung illegaler Polizeigewalt in Deutschland hervor. Das Dunkelfeld läge damit bei mindestens 10.000 mutmaßlichen Gewalttaten durch Polizisten im Jahr.Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben einen Zwischenbericht der Studie ("Körperverletzung im Amt") veröffentlicht, für die knapp 3400 mutmaßliche Opfer von rechtswidriger Polizeigewalt Auskunft gaben. Laut amtlicher Statistik wird gegen rund 4000 Polizisten Jahr für Jahr von den Staatsanwaltschaften ermittelt - wegen 2000 Verdachtsfällen illegaler Polizeigewalt. Das ist das sogenannte Hellfeld bekannt gewordener Vorfälle.
    Bei Hausbesetzern muss die Polizei oft mit Gewalt vorgehen. (Foto: imago images / foto2press) Mit dem errechneten Verhältnis von 1:5 von Hell- zu Dunkelfeld sei man sehr vorsichtig gewesen, denn eigentlich habe die Studie sogar ein Verhältnis von 1:6 ergeben. "Wir nehmen außerdem an, dass diejenigen, die Anzeige erstatten, sich auch eher an einer solchen Umfrage beteiligen, also überrepräsentiert sind", sagte Prof. Tobias Singelnstein.Hohe Quote an eingestellten VerfahrenAuf den Vorwurf, dass Befragte die Polizei mit falschen Beschuldigungen überhäuft haben könnten, entgegnet der Kriminologe: "Wir haben eher große Zurückhaltung und Furcht der Befragten erlebt." Was die angezeigten Vorfälle angeht, weisen die Strafverfahren gegen Polizisten den Forschern zufolge eine auffallend hohe Quote an Einstellungen der Verfahren auf. Nur in sieben Prozent der angezeigten Fälle sei Anklage erhoben oder ein Strafbefehl beantragt worden. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Studie wird fortgesetzt.Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte mit, ein Systemfehler sei angesichts von jährlich Millionen Polizeieinsätzen nicht erkennbar. "Die Polizei genießt in allen Umfragen großes Vertrauen und hohe Wertschätzung. Das wäre nicht der Fall, wenn hier etwas im Argen läge", sagte GdP-Chef Oliver Malchow. Fehlverhalten von Polizisten gebe es, werde aber bei Anzeige "sauber und konsequent aufgearbeitet". Möglicherweise werde oft keine Anzeige erstattet, um eigenes Fehlverhalten zu verdecken, sagte Malchow.Außerdem sei für die Forscher nicht überprüfbar, ob die Polizei im jeweiligen Fall nicht doch rechtmäßig gehandelt habe. Wer anklingen lasse, "dass wir in Deutschland Sodom und Gomorrha haben, und die Polizei alles tun kann, was sie will, liegt verkehrt".Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Dank neuer DNA-Analysen: Mann wird 32 Jahre nach Mord verurteilt
    Dienstag, 17. September 2019
    Das Landgericht Berlin verurteilte den 61-jährigen Täter. (Foto: Taylan Gökalp/dpa) Im September 1987 wird eine junge Mutter aus Berlin-Neukölln brutal getötet. Lange tappt die Polizei im Dunkeln, denn der einzige Zeuge ist ihr zweijähriger Sohn. Eine DNA-Spur führt die Fahnder Jahrzehnte später zu dem Täter. 32 Jahre nach dem Mord an einer Frau in Berlin-Neukölln ist ein 61-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht verurteilte Klaus R. wegen Mordes aus niederen Beweggründen an Annegret W., mit der er damals eine Affäre hatte. Ihr zwei Jahre und acht Monate alte Sohn erlebte den Mord an seiner Mutter am 18. September 1987 demnach mit.Die Frau lebte mit dem Vater zweier ihrer Kinder zusammen. Mit R. hatte sich die damals 30-Jährige nach dem Kennenlernen über eine Zeitungsannonce mehrfach heimlich zum Sex getroffen. Bei dem Treffen am Vormittag des Tattags habe W. jedoch Geldforderungen für den Geschlechtsverkehr gestellt, woraufhin R. "aggressiv und gewalttätig" geworden sei, sagte der Vorsitzende Richter Matthias Schertz. Er habe sie getötet, "weil er es nicht einsah, den Sex nicht mehr unentgeltlich zu bekommen.""Onkel" steckte Mutter ein Messer in den HalsDer Angeklagte soll ihr ins Gesicht geschlagen und mehrfach in den Hals gestochen haben. Nach der Tat verließ er die Wohnung. W.s kleiner Sohn zog das Messer aus ihrem Hals, brachte es in die Küche und legte sich zu seiner ermordeten Mutter, bis sein älterer Bruder aus der Schule kam. Das Kleinkind, das Zeuge der Tat war, sagte später aus, ein "Onkel" habe seiner Mama ein Messer in den Hals gesteckt.Jahrelang konnte jedoch kein Verdächtiger ausgemacht werden, sodass die Ermittlungen 1991 eingestellt wurden. Erst 2015 nahmen Staatsanwaltschaft und Morddezernat den Fall wieder auf, nachdem neue molekulargenetische Methoden möglich geworden waren. Eine neue DNA-Analyse brachte sie auf die Spur des Angeklagten, der im vergangenen Jahr festgenommen wurde.Entscheidend waren dabei neu entdeckte DNA-Spuren von ihm am Kleid des Opfers. Außerdem sagte ein Zeuge zu zahlreichen Details der Beziehung zwischen R. und W. aus. Die Kammer habe daher "keinen Zweifel, dass sich das so abgespielt hat", sagte der Richter. R.s Aussage, er habe nie Sex mit W. gehabt und sie am Tattag gar nicht gesehen, nannte Schertz eine "unglaubhafte Schutzbehauptung". Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Nischenprofil gesucht?: So gehen Spezialisten bei der Jobsuche vor
    Wer Architektur studiert, wird Architekt. Klar. Immer speziellere Studienfächer machen die Stellensuche aber zunehmend zur Herausforderung. Experten erklären, welche Strategien weiterhelfen. Ein Masterabschluss in Planung nachhaltiger Gebäude? Oder einen Bachelor in Innovationsmanagement der Sozialen Arbeit? Wer einen speziellen Hochschulabschluss mitbringt, steht bei der Jobsuche erstmal vor der Frage, was er überhaupt werden soll. Über 20.000 Studiengänge verzeichnet der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz derzeit. Und jährlich werden es mehr, wie eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) von 2017 zeigt. So hat die Vielfalt der Studiengänge in den vergangenen Jahren in allen Fächergruppen zugenommen. Wie finden diese Spezial-Absolventen einen passenden Beruf?Bernd Slaghuis, Karriereberater aus Köln, rät ihnen, zunächst zu überlegen: "Was ist mir im Beruf in den nächsten Jahren wichtig? Möchte ich Spezialist bleiben, oder mich erst einmal breiter aufstellen?" Entsprechend sollten Bewerber auch ihre Suche gestalten und Schlagworte wählen, die sie bei Job-Plattformen eingeben.Stellensuche mit passenden Keywords angehenDas richtige Schlagwort zu finden, ist ein erster zentraler Schritt für die Stellensuche. Nicht nur Stellenbörsen, sondern auch Suchmaschinen oder Business-Netzwerke helfen weiter. "Und bei der Suche nach Jobtiteln auch an die englischen Versionen denken", so Slaghuis.Der Karriereberater Matthias Schwarzkopf hält es für die beste Strategie, die im Studium erworbenen Kompetenzen als Suchbegriffe zu verwenden. "Deswegen muss ich mir zuerst überlegen, welche fachlichen und persönlichen Qualifikationen ich mitbringe."Welche Module hat man im Studium belegt, welche Zusatzkurse absolviert, welche Praktika gemacht? Diese Fragen bringen Aufschluss. Für die Soft Skills überlegt man etwa: Wie stark bin ich in der Kommunikation, wie stark bin ich der Interaktion, kann ich gut im Team arbeiten?"Wenn Sie mit Ihren fachlichen Kompetenzen suchen, dann lichtet sich das erstmal unübersichtliche Feld der Jobtitel und Stellenprofile wieder. Dann sieht man schnell, was es gibt", sagt Schwarzkopf. Wer also Innovationsmanagement in der Sozialen Arbeit studiert hat, könne für die Stellensuche Schlagworte wie Kreativität, Altern oder Generationsübergreifendes Wohnen versuchen. Es lohne sich auch, den Managementbegriff herunterzubrechen oder ganz allgemein mit Sozialer Arbeit loszulegen.Welche Arbeitgeber gibt es in der Branche?Slaghuis rät, bei der Stellensuche nicht nur nach Ausschreibungen auf Jobportalen zu suchen, sondern auch direkt bei interessanten Arbeitgebern. "Wer in bestimmten Branchen oder Regionen sucht, kann so gezielter Arbeitgeber finden und auf deren Karriereseiten die offenen Stellen sichten."Am besten führen Bewerber dann zwei Listen: Eine mit vielversprechenden Arbeitgebern und eine zweite mit Jobtiteln, die zu dem eigenen Profil beziehungsweise zu den Kompetenzen passen. Auch über die Stellenseiten der Arbeitgeber lassen sich wiederum Titel finden, die dann zur Weitersuche genutzt werden können.Die Wahl der Jobbörse kann für Spezialisten zu einer Wissenschaft an sich werden. "Die Welt der Jobbörsen ist unfassbar groß", sagt Slaghuis. Kreativität hilft auch hier. Denn: Nicht nur große Metasuchmaschinen können für Spezialisten zum Erfolg führen, sondern auch regionale Anbieter oder spezielle Nischenangebote - etwa für Berufe im Bereich Ökologie oder in Non-Profit-Organisationen.Schwarzkopf rät, neben Stellenportalen und den Webseiten der Arbeitgeber auch eigene Netzwerke zu nutzen. Das können entweder Bekannte oder Freunde sein, die in interessanten Unternehmen arbeiten. Oder solche, die selbst wiederum große Netzwerke haben, von denen Bewerber profitieren können.Viele Arbeitgeber sind zudem in Berufs- oder Unternehmensverbänden organisiert. "Mein Geheimtipp sind diese Bündler, wie ich sie nenne", sagt Slaghuis und erläutert: "Wer etwa eine Stelle im Solaranlagenbau sucht, der findet beim Bundesverband der Solarwirtschaft eine Liste mit über 500 Mitgliedsunternehmen."In Lebenslauf-Datenbanken nicht zu speziell gebenManchmal findet auch der Arbeitgeber oder ein Personalvermittler den Bewerber - meist über das Internet. "Und je mehr Schlagworte Jobsuchende den einschlägigen Datenbanken zur Verfügung stellen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dafür", erklärt Heinz Ostermann vom Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister.Auf entsprechenden Portalen sollten Spezialisten ihr Fachwissen daher nicht zu nischig halten. "Wenn ich meine Informationen zur Verfügung stellen möchte, dann sollte ich meine Expertise so breit und umgangssprachlich darstellen wie möglich", so der Personalexperte. Statt zum Beispiel nach Bioenergie würden Personalvermittler wohl eher nach dem Begriff erneuerbare Energien suchen.Wer eine passende Ausschreibung gefunden hat, muss nicht immer alle geforderten Kriterien zu 100 Prozent erfüllen. "Bewerber sollten sich nicht von den Anforderungen abschrecken lassen, sondern sich zuerst fragen, ob sie Lust auf die Aufgaben bei diesem Unternehmen haben und sie sie sich selbst zutrauen", so Slaghuis. Gibt es dann bei den Anforderungen in der Anzeige kein absolutes K.-o.-Kriterium, sollten sie keine Scheu haben, sich zu bewerben.So vermitteln Bewerber ihre Fähigkeiten dem PersonalerIm Anschreiben sollten Bewerber mit einem speziellen Hochschulabschluss vor allem auf die Stelle eingehen, nicht nur auf ihre Expertise. Und im Bewerbungsgespräch selbst gehe es darum, dem Gegenüber verständlich zu machen, was man kann und wer man ist, erklärt Personal-Fachmann Ostermann."Wenn mir der Personaler im Interview den Eindruck vermittelt, er weiß nicht, was ein Innovationsmanager macht, dann bleibe ich besser bei den Grundlagen." Wenn das Unternehmen aber schon Innovationsmanager eingestellt hat, könne man auch tiefer einsteigen.Slaghuis gibt Bewerbern für das Vorstellungsgespräch mit auf den Weg: "Nicht rechtfertigen, sondern Klarheit schaffen, warum die Entscheidung damals auf dieses spezielle Studium gefallen ist." Wichtig ist dem Experten zufolge, dass sich beide Seiten über ihre Vorstellungen und gegenseitigen Erwartungen an eine Zusammenarbeit austauschen. Ob und wie Expertenwissen aus dem Studium zum Einsatz kommt oder andere Fähigkeiten viel entscheidender sind, hängt von der jeweiligen Position ab.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Das Pixel 4 ist auch nicht schön: Google stellt iPhone-11-Alternative vor
    Dienstag, 17. September 2019
    So wie von @OnLeaks und @Geeksblog gezeigt, sehen Foogles Pixel-4-Smartphones wahrscheinlich aus. (Foto: @OnLeaks x @Geeksblog) Am 15. Oktober stellt Google sein neues Pixel-Duo vor. Zahlreiche Leaks zeigen, dass die Smartphones wohl auch in der vierten Generation keinen Schönheitspreis gewinnen werden, aber technische Leckerbissen sind. Gespannt darf man vor allem auf die Kameraausstattung sein. Für Puristen sind Googles eigene Smartphones schon lange die erste Wahl, weil sie Android ohne Schnickschnack bieten, prompte Updates erhalten und nur selten Zicken machen. Seit das Unternehmen mit der Pixel-Serie die Herstellung selbst in die Hand genommen hat, sind die Geräte aber auch für die breite Masse immer interessanter geworden und gelten dank ausgezeichneter Technik und Software zurecht als würdige iPhone-Herausforderer. Vor allem die Kameras der Smartphones begeistern Nutzer und Experten. Das scheint auch beim Pixel-4-Duo der Fall zu sein, das Google am 15. Oktober vorstellen wird.
    Google hat die neue Kamera-Einheit bereits im Juni bestätigt. (Foto: Google) Durch zahlreiche Leaks - auch von Google selbst - ist schon eine ganze Weile klar, dass die neuen Pixel-Smartphones wie die iPhone-11-Geräte einen großen quadratischen Kamera-Buckel auf der Rückseite haben. Die Vorgänger zeigten den meisten Dual- und Triple-Konkurrenten noch mit einer Kamera die Rücklichter, jetzt greift Google mit zwei Objektiven an. Wahrscheinlich hat die 12-Megapixel-Hauptkamera des Pixel 4 eine Tele-Kamera zur Seite. Dafür sprechen unter anderem Fotos, die "The Verge" aus Vietnam zugespielt bekommen hat. Sie zeigen angeblich eine Vorversion des Pixel 4 XL, auf dessen Display Analyse-Apps mögliche Spezifikationen des Smartphones anzeigen.Tele-Kamera und verbesserter NachtmodusDemnach ist die Hauptkamera noch etwas lichtstärker als bei den Vorgängern und die Tele-Kamera bietet bei 16 Megapixeln Auflösung eine fünffache optische Vergrößerung. Außerdem soll ein Spektralsensor an Bord sein, der vermutlich die Farbdarstellung der Aufnahmen verbessert. Ein Time-of-Flight-Sensor (ToF) zur Abstandsmessung, wie ihn einige aktuelle Top-Smartphones auf der Rückseite haben, soll bei den Pixel-4-Geräten neben der Frontkamera sitzen. Damit sind zum Beispiel ein feineres künstliches Bokeh bei Selfies und AR-Effekte möglich.
    Die "The Verge" zugespielten Fotos zeigen Spezifikationen und die breiten Ränder des Displays. (Foto: The Verge) Die Spezifikationen alleine sagen nur wenig über die tatsächliche Qualität der Fotos und Videos von Googles neuen Smartphones aus. Aber nachdem diese schon beim Pixel-3-Duo herausragend war, darf man von der neuen Dual-Kamera viel erwarten. Es ist durchaus möglich, dass sie auch die von ausgesuchten Testern bejubelte iPhone-11-Knipse in den Schatten stellt. Informationen von "9to5Google" zufolge soll unter anderem der bereits exzellente Nachtmodus so weit verbessert worden sein, dass man sogar den Sternenhimmel fotografieren kann.Die AMOLED-Displays der Pixel-4-Smartphones sind den Leaks nach 5,7 und 6,23 Zoll groß und haben beide ein Seitenverhältnis von 16:9. Die Auflösung des kleineren Bildschirms soll Full HD+ sein, die des XL-Displays QHD+. Das sind übliche Werte. Interessanter ist, dass die Displays vermutlich eine Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz bieten. Dadurch ist die Darstellung flüssiger als bei 60-Hertz-Bildschirmen.Funktionales DesignOptisch sind die Vorderseiten des Pixel-4-Duos trotz vermutlich brillanter Bildschirme wohl keine Highlights. Google hat offenbar zugunsten der Funktionalität erneut auf sehr schmale Ränder verzichtet. Nicht ganz klar ist, ob die Geräte einen ins Display integrierten Fingerabdrucksensor haben oder wie die iPhones ausschließlich über eine Gesichtserkennung verfügen.Die weiteren vermuteten technischen Eigenschaften sind Oberklasse-Standard. Als Chip soll Qualcomms Snapdragon 855 zum Einsatz kommen, der 6 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zur Seite hat. Der interne Flash-Speicher ist voraussichtlich 128 GB groß, die Akkus sollen Kapazitäten von 2800 und 3700 Milliamperestunden haben.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Baslers Biograf im Interview: „Kripo, illegale Pokerrunde und Uli Hoeneß“
    Der Autor und Journalist Alex Raack hat es wieder getan. Nach seinem Bestseller-Erfolg mit dem Buch "Volle Pulle: Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker" über Uli Borowka legt er nun mit der Biografie Mario Baslers nach, Titel: "Eigentlich bin ich ein super Typ". Im Interview sagt Raack, was Basler lieber verschweigt. n-tv.de: Die wichtigste Frage zuerst: Welchen Moment hättest du gerne an der Seite von Uli Borowka und Mario Basler erlebt?Alex Raack: Bei Mario: die legendäre Party nach dem verlorenen Finale '99. Ich hätte den Vertrag auf Lebenszeit von Kalle Rummenigge bestimmt angenommen. Bei Uli: Neben ihm in der Innenverteidigung auf dem Rasen zu stehen, um gemeinsam erfolglos Maradona in den Griff zu bekommen. ANZEIGE Eigentlich bin ich ein super Typ *Datenschutz "Champions League Finale in Barcelona 1999. Der FC Bayern München hat in einem denkwürdigen Spiel in letzter Minute mit 1:2 gegen Manchester United verloren. Die meisten Spieler sind sichtlich geknickt - nicht so Mario Basler: "Beim Bankett kommt die Partykarawane langsam in Schwung. Nicht lange und wir tanzen auf den Tischen. Um kurz vor vier spielt der DJ den Hit der Nacht: Mambo No. 5 von Lou Bega. Lothar und ich springen wie blöde herum. Plötzlich ruft Kalle Rummenigge: Mario, du kriegst nen Vertrag auf Lebenszeit bei uns. Ich antworte: Da gehören aber immer zwei dazu, Kalle. Einer, der den Vertrag anbietet, einer, der ihn unterschreibt. Kalle guckt irritiert." (Auszug aus der Biografie)Borowka und Basler - sind das ähnliche Typen oder sind die komplett anders?Ähnlich und doch in vielerlei Hinsicht sehr anders. Beide haben eine ähnliche Vita, hatten immer einen Draht zum Publikum, zum Volk, beide waren in ihrer Hochzeit nicht ohne Grund gut miteinander bekumpelt, beide waren einer langen Nacht am Tresen nicht abgeneigt. Aber spätestens mit Ulis Alkoholerkrankung gingen beide Biografien doch sehr auseinander. Heute kommen sie nicht mehr so gut miteinander aus, was ich sehr schade finde.Worin unterscheiden sich die Biografien?
    Uli Borowka musste sich einst mit Diego Maradona auseinandersetzen - und andersrum. (Foto: imago/Magic) Uli war damals ziemlich vergessen und gerade erst dabei, wie Phönix aus der Asche aufzusteigen. Und er hatte eine Message, das Bedürfnis, den Menschen seine besondere Geschichte zu erzählen. Mario brauchte nicht unbedingt ein Buch, damit die Leute mal wieder über ihn sprechen, er hatte auch nicht den Drang, eine Botschaft zu senden. Er fand einfach die Idee spannend, seine Geschichte zwischen zwei Buchdeckel zu pressen und den Menschen noch ein bisschen mehr Basler zu geben.Wie lief die Zusammenarbeit?Man lernt sich kennen, stellt fest, ob man sich mag oder nicht. Wenn man sich mag, tütet man die vertraglichen Details ein, und legt los. Mal persönlich, mal per Telefon, mal intensiver, mal weniger intensiv. Ich war mit Uli mal ein Wochenende am Ostseestrand, mal habe ich zu Hause für ihn Rührei gemacht, mal war ich zum Essen eingeladen. Mit Mario saß ich in Osnabrück im Hotel, vier Stunden auf dem Beifahrersitz auf dem Rückweg vom Fantalk nachts um zwei. Und über allem steht die Aufgabe, so ein Buch auch mit Inhalt zu füllen.Hattest du das Gefühl, dass sie ehrlich auf deine Fragen geantwortet haben?Ja. Auch wenn es selbst in einer Biografie Passagen aus dem Leben der Person geben darf, über die nicht gesprochen oder geschrieben wird. Bei Mario hätten sich viele Menschen noch mehr private Details gewünscht. Aber das wollte er nicht, er findet, dass das nicht jeden etwas anzugehen hat. Die Einstellung kann ich nachvollziehen. Zumal man ja auch früher für den Fußballer und nicht den Privatmensch Basler ins Stadion gegangen ist.Wie schätzt du das Erinnerungsvermögen deiner Protagonisten ein? Verklärt oder ziemlich genau?Ganz diplomatische Antwort: Mal so, mal so. Ich glaube, dass solch ein Erinnerungsvermögen einfach ein Talent ist. Der eine kann es besser, der eine eher weniger. Als Autor freut man sich natürlich über ein solches Talent.Du schreibst im Prolog über Baslers Nacht an der Theke vor dem CL-Finale. Da steht, dass Uli Hoeneß nachts um halb drei einen kurzen Dialog mit Basler hatte. Bei Markus Lanz erzählte Basler diese Geschichte mit Ottmar Hitzfeld und anderthalb Stunden früher. Ärgert dich so etwas?
    Mario Basler traf im legendären CL-Finale von ´99 zur Führung des FC Bayern. (Foto: imago/Sven Simon) Gut beobachtet! Habe mich schon gefragt, ob das irgendjemanden auffällt. Das ärgert mich nicht, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es Hoeneß und nicht Hitzfeld war. Hitzfeld war da längst schon im Bett und hat vom Henkelpott geträumt. Jedes Wort glauben sollte man meistens eh nicht, aber eine gewisse Vorstellungskraft ist auch nicht verkehrt. Letztlich ist es unmöglich, in so einer Biografie jede beschriebene Szene 100 Prozent korrekt wiederzugeben. Und wie viele großartige Geschichten aus der Fußball-Welt waren vermutlich gar nicht so großartig, wie wir sie heute erzählen? Der Fußball darf das, der ist ja Gott sei Dank noch immer keine Mathematik.Einer deiner ehemaligen Kollegen vom "11 Freunde"-Magazin schrieb über Basler: "Dem Ex-Kicker, der so gern besonders wäre und der doch nur der Prototyp dieses einen Schwagers ist, für den man sich schämt." Hast du eigentlich lange überlegen müssen, als man dich fragte, die Biografie über Basler zu schreiben?Nein. Erstens, weil ich als Kind und Jugendlicher selber großer Basler-Fan war, zweitens, weil ich die Aufgabe natürlich super spannend fand. Und drittens, weil ich auch davon lebe, solche tollen Aufträge anzunehmen, annehmen zu dürfen. Und zu dem Text vom Ex-Kollegen: Wenn der nach der Show noch eine mit Mario gepafft hätte, hätte er das nicht so geschrieben.Borowka tourt mittlerweile mit seinen Geschichten durch die Republik. Dass er auf der Bühne so brilliert, trauen ihm die alten Weggefährten oft gar nicht zu. Hast du damals bei der Zusammenarbeit mit Uli schon diese Seite kennen gelernt?Auf jeden Fall, der hat das Rampensau-Gen in sich. Und spätestens als wir dann in den Monaten nach der Veröffentlichung gemeinsam auf Lesereise waren, konnte ich mich davon überzeugen, dass Uli die besondere Fähigkeit besitzt, sich auf jeden Typ Zuschauer einzustellen. Der hat erfahrene Suchtberater und Professoren zum Heulen gebracht und dafür gesorgt,
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • 74 Unfälle in drei Monaten: E-Tretrollerfahrer in Berlin sind oft betrunken
    Dienstag, 17. September 2019
    Über zweihundert Bußgelder verhängte die Berliner Polizei in den vergangenen drei Monaten gegen E-Tretrollerfahrer. (Foto: picture alliance/dpa) Die Berliner Polizei präsentiert eine Bilanz der ersten drei Monate E-Tretroller. Die zeigt, dass die neuen Verkehrsteilnehmer viele Unfälle provozieren und Alkohol am Lenker dabei ein großes Problem ist. Sie zeigt aber auch, dass oft nur die Fahrer selbst zu Schaden kommen. Fahrer von E-Tretrollern in Berlin sind auffallend oft betrunken unterwegs und verursachen zahlreiche Unfälle. Das geht aus einer Bilanz der Berliner Polizei für die ersten drei Monate seit der Erlaubnis für diese Roller hervor. Seit dem 15. Juni registrierte die Polizei demnach 74 Unfälle von Rollerfahrern. Dabei wurden 16 Menschen schwer und 43 leicht verletzt.Die häufigsten Ursachen für die Unfälle waren Fehler beim Fahren, unzulässige Benutzung von Gehwegen und Alkohol. In fast 90 Prozent der Fälle waren die Fahrer der E-Tretroller schuld an dem Unfall. An über einem Drittel der Unfälle in der Hauptstadt war niemand anderes beteiligt, der Rollerfahrer stürzte von selbst. In jedem vierten Fall ermittelt die Polizei wegen Unfallflucht. Die Polizei leitete 87 Ermittlungsverfahren gegen Fahrer ein. In 75 Prozent dieser Verfahren ging es um Trunkenheit im Straßenverkehr. "Der festgestellte Höchstwert lag hier bei rund 2,78 Promille." Besonders bei Kontrollen am Abend und in der Nacht seien die Fahrer "überdurchschnittlich oft alkoholisiert" gewesen.Die Polizei verhängte 233 Bußgelder, vor allem wegen Fahrens auf dem Gehweg, zu zweit oder mit einem Telefon in der Hand. Bei der Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt drohen außerdem Punkte in Flensburg. Die Polizei betonte: "E-Tretroller sind kein Spielzeug, es sind Kraftfahrzeuge." Fahrer sollten zu ihrer eigenen Sicherheit immer einen Schutzhelm tragen, auch wenn das nicht vorgeschrieben sei.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • ZEW-Index legt überraschend zu: Zuversicht der Börsianer steigt etwas
    Dienstag, 17. September 2019
    Die Konjunkturlage bewerteten die Börsianer allerdings so schlecht wie seit Mai 2010 nicht mehr. (Foto: Christian Charisius/dpa) Nicht mehr ganz so pessimistisch blicken Börsianer auf deutschen Konjunkturaussichten. Das Barometer für ihre Erwartungen stiegen im September leicht an. Doch ihr aktueller Blick auf die deutsche Wirtschaft fällt verheerend aus. Börsianer schätzen die deutschen Konjunkturaussichten nicht mehr ganz so pessimistisch ein. Das Barometer für ihre Erwartungen für das nächste halbe Jahr stieg im September um 21,6 auf minus 22,5 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 193 Analysten und Anlegern mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf minus 37,0 Zähler gerechnet. Die Konjunkturlage bewerteten die Börsianer allerdings so schlecht wie seit Mai 2010 nicht mehr. "Die Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen bedeutet keine Entwarnung bezüglich der Entwicklung der deutschen Wirtschaft im kommenden halben Jahr", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die Aussichten bleiben weiterhin negativ."Die starken Befürchtungen vom Vormonat hinsichtlich einer weiteren Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China hätten sich jedoch nicht bewahrheitet. Es bestehe zudem noch Hoffnung, dass sich ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU vermeiden lasse. "Zudem versucht die Europäische Zentralbank, durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik die konjunkturellen Risiken im Eurogebiet zu reduzieren", sagte Wambach.Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal wegen schwächelnder Exporte um 0,1 Prozent geschrumpft. Für das laufende Sommerquartal zeichnet sich ein erneutes Minus ab, womit Deutschland erstmals seit dem Jahreswechsel 2012/13 in eine Rezession rutschen würde. Die Bundesregierung rechnet mit einer anhaltenden Flaute. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Schwächephase", heißt es im aktuellen Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. "Ein stärkerer Abschwung oder gar eine ausgeprägte Rezession sind gegenwärtig nicht zu erwarten."Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Ashley ist wunschlos glücklich: „Derrick“-Regisseur feiert 100. Geburtstag
    Dienstag, 17. September 2019
    In den 60ern begann Helmuth Ashleys Karriere als Regisseur. (Foto: dpa) Ein ganzes Jahrhundert wird "Derrick"-Regisseur Helmuth Ashley alt. Als Kameramann fliegt er im Zweiten Weltkrieg in Kampfflugzeugen mit. Auch mit der DDR beschäftigt er sich filmisch. Bekannt wird er aber für Krimis. Körperlich merkt er sein beachtliches Alter wohl kaum - das will er mit Champagner feiern. Was wünscht man sich zum 100. Geburtstag? Gar nichts, findet der Regisseur, Fotograf und Kameramann Helmuth Ashley. Als wunschlos glücklich beschreibt sich der Münchner, der am 17. September 2019 seinen runden Geburtstag feiert. Das mag auch daran liegen, dass der aus Wien stammende Filmemacher auf ein erfülltes und bewegtes Leben zurückblicken kann. Viele Filme und Fernsehserien hat er inszeniert, darunter bekannte Formate wie "Der Alte" oder "Forsthaus Falkenau". Zwischen 1975 und 1992 inszenierte er rund 40 Folgen der Kultkrimiserie "Derrick". Geboren wurde Ashley in bewegten Zeiten. Die Habsburger Monarchie war seit rund einem Jahr vorbei und im Frieden von Saint-Germain-en-Laye am 10. September 1919 war Österreich verpflichtet worden, alle nicht deutschsprachigen Gebiete abzutreten. Ashley wuchs in Wien auf, ging dort zur Schule. Sein Nachname stammt von den englischen Vorfahren seines Vaters. Er entdeckte seine Begeisterung für die Fotografie und arbeitete nebenbei im Atelier der Wiener Modefotografin Kitty Hoffmann.1939 zog die deutsche Wehrmacht den 20-Jährigen zum Militärdienst ein. Erst wurde er zum Luftfotografen, später zum Kriegsberichterstatter ausgebildet. Als Kameramann flog er bei rund 80 Einsätzen von Kampfflugzeugen mit. Auch an einem Dokumentarfilm über die Luftwaffe war er beteiligt. Reden will er über die Zeit nicht. "Krieg ist was Schreckliches", sagte er mal in einem Interview. Viel nachgedacht habe er während dieser Bombenflüge nicht. "Ich hatte nur einen Gedanken, dass ich heil zurückkomme." 1942 endete seine Karriere abrupt. Nachdem sein Vater aus politischen Gründen von den Nazis verurteilt worden war, wurde der Sohn im November als politisch unzuverlässig aus der Wehrmacht entlassen."Ganz normal gelebt"
    Szene aus "Das schwarze Schaf" mit Heinz Rühmann und Siegfried Lowitz. (Foto: imago images / United Archives) Bald nach dem Krieg fing er an, Filme zu drehen, erst als Kameramann. 1960 debütierte er als Regisseur und inszenierte "Das schwarze Schaf" mit Heinz Rühmann. Der Film wurde ein Erfolg, auch wenn Rühmanns Ehefrau, die Schauspielerin Hertha Feiler, anderer Meinung war. Nach einer Sondervorführung habe sie erklärt, sie hätte gerade den schlechtesten Film ihres Mannes gesehen, erinnert sich Ashley. Von da an lief es rund. Sein Film "Nachtzug D 106" von 1964 über den Fluchtversuch eines DDR-Bürgers brachte ihm beim Internationalen Fernsehpreis Berlin die silberne Plakette ein. Auch Streifen wie den TV-Zweiteiler "Das Millionending" und vor allem Krimis für "Der Alte", "Derrick" oder "Jerry Cotton" inszenierte er, ebenso wie die mehrteilige Jugendbuchverfilmung "Trotzkopf". "Ich habe mein ganzes Leben unglaubliches Glück gehabt", zieht der in München lebende Regisseur Bilanz. Bis heute, trotz der 100 Jahre. "Ich bin total gesund." Nur das Laufen fällt ihm momentan etwas schwer. "Aber sonst geht es mir wunderbar, ich habe keinerlei Probleme." Wie er es geschafft hat, so fit zu bleiben? Keine Ahnung. "Ich habe nie auf was Besonderes geachtet, ganz normal gelebt." Das Alter macht sich auf andere Weise schmerzlich bemerkbar: Seine engen Freunde seien mittlerweile alle gestorben. Alleine ist er aber nicht. "Ich habe eine wunderbare Frau und bin glücklich." Mit ihr will er auch seinen 100. Geburtstag feiern. Ehemalige Mitarbeiter sind eingeladen und es soll Champagner geben. "Leider Gottes werde ich der Sache nicht entgehen können", meint er und lacht.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Todesursache bekannt: Woran Ric Ocasek gestorben ist
    Dienstag, 17. September 2019
    Wurde 75 Jahre alt: Ric Ocasek. (Foto: imago images / MediaPunch) Im Alter von 75 Jahren stirbt The-Cars-Sänger Ric Ocasek am Wochenende plötzlich und unerwartet. Zunächst ist die Todesursache unklar. Jetzt aber ist offenbar das Ergebnis der Obduktion bekannt. Ric Ocasek, Frontmann der Band The Cars, ist am Wochenende in seiner Wohnung in Manhattan von seiner Noch-Ehefrau tot aufgefunden worden. Fremdeinwirkung schloss die Polizei sofort aus. Nun berichtet unter anderem die US-Nachrichtensendung "Fox News", dass Ocaseks Tod auf eine natürliche Ursache zurückzuführen sei. Der 75-Jährige habe eine hypertensive und atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkankung gehabt, heißt es demnach. Außerdem sei bei der Obduktion ein Lungenemphysem entdeckt worden, eine Erweiterung der Bronchiolen und der damit verbundenen Lungenbläschen, die dafür sorgen, dass die Lunge überbläht.Operation kurz vor dem Tod
    Ocasek und seine Frau lernten sich beim Videodreh kennen. (Foto: imago images / MediaPunch) Offenbar war Ocasek kurz vor seinem Tod noch operiert worden. Paulina Porizkova, mit der der Musiker seit 1989 verheiratet und von der er seit dem Frühjahr 2018 getrennt war, schrieb bei Instagram: "Ric hatte sich gut von der Operation erholt. Unsere zwei Söhne, Jonathan und Oliver, und ich taten alles, damit es ihm gut ging. Wir bestellten Essen und sahen gemeinsam fern. Ich fand ihn noch immer schlafend, als ich ihm am Sonntagmorgen einen Kaffee bringen wollte. Ich berührte seine Wange, um ihn zu wecken. Dann realisierte ich, dass er in der Nacht friedlich entschlafen war."Ocasek und das ehemalige Supermodel hatten sich 1984 beim Videodreh zum The-Cars-Hit "Drive" kennengelernt. Ein Song, den Ocasek schrieb, aber sein Bandkollege Benjamin Orr sang. Ocasek war dreimal verheiratet und hinterlässt insgesamt sechs Kinder. Bekannt wurden The Cars, nachdem sie 1978 ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht hatten, dem fünf weitere Longplayer folgten. Ihren größten Erfolg in Deutschland feierten sie 1984 mit dem Album "Heartbeat City" und den Singles "Drive" und "Hello Again". *Datenschutz Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019
  • Kollision vor Millionen Jahren: Kontinent versank unter Europa
    Dienstag, 17. September 2019
    Das Bild zeigt, wie groß der untergegangene Kontinent vor 140 Millionen Jahren gewesen sein muss. (Foto: Universiteit Utrecht) "Vergesst Atlantis", sagen die Forscher, die den verlorenen Kontinent aufgespürt haben, der sich unter Südeuropa befindet. Die versunkene Erdplatte trägt den Namen "Greater Adria" und ist bis heute über 30 Länder verteilt. Vor Millionen Jahren ging ein Kontinent unter, der heute in Teilen unter Südeuropa liegt. Das haben Forscher von der Universität Utrecht herausgefunden. Das Team um Douwe van Hinsbergen sammelte zehn Jahre lang die Daten von insgesamt 2300 Gesteinsproben. Sie werteten deren Alter und Magnetisierung aus und bekamen so heraus, dass es in der Kollisionszone zwischen Afrikanischer und Eurasischer Erdplatte noch eine dritte Erdplatte gegeben haben muss.   *Datenschutz Der als "Greater Adria" bezeichnete Kontinent war so groß wie Grönland. Er kollidierte vor rund 120 Millionen Jahren mit Europa. Der größte Teil der Erdplatte wurde dabei tief in den Erdmantel gedrückt. Die geologischen Analysen zeigen, dass viele Gesteinsproben des versunkenen Kontinents heute über mehr als 30 Länder verstreut sind. "Vergesst Atlantis. Ohne es zu merken, verbringen heute viele Touristen ihren Urlaub auf dem verlorenen Kontinent von Greater Adria", erklärt van Hinsbergen. Der verbliebene Rest dieses Kontinents sei ein Streifen, der sich von Turin durch die Adria bis zur Ferse des italienischen Stiefels zieht, so der Studienleiter in einer Erklärung der Universität. Doch auch in den Apennin-Gebirgszügen, auf dem Balkan, in Griechenland und der Türkei haben die Forscher Sedimentgesteine vom untergegangenen Kontinent gefunden.Geologisches DurcheinanderMithilfe der Daten der weitverstreuten Gesteine rekonstruierten die Forscher erstmals Geburt und Untergang von Greater Adria. Ein schwieriges Unterfangen, denn "der Mittelmeerraum ist ein geologisches Trümmerfeld: Alles ist verbogen, gebrochen und übereinander gestapelt", erklärt Hinsbergen. "Verglichen damit ist der Himalaya ein simples System." Dennoch ist den Geologen die Rekonstruktion gelungen. Ihren Ergebnissen zufolge löste sich Greater Adria von rund 240 Millionen Jahren vom Superkontinent Gondwana ab und wanderte Richtung Norden.100 Millionen Jahre später lag die Erdplatte zwischen Afrika und Eurasien im sogenannten Tethysmeer und war hauptsächlich von einem flachen tropischen Ozean bedeckt. In der Zeit zwischen 120 bis 100 Millionen Jahren kam es schließlich zur vernichtenden Kollision. Teile des Kontinents wurde zu Gebirgen zusammengeschoben, wo Gesteinsreste noch heute nachweisbar sind. Der Rest dieser Landmasse drehte sich gegen den Uhrzeigersinn, wurde nach und nach fragmentiert und schließlich unter den südlichen Rand Europas gedrückt.Die Ergebnisse der Geologen wurden vom Fachmagazin "Science Direct" veröffentlicht.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 17-09-2019