Rubikon.news / Macht-steuert-Wissen

  • Das falsche Angriffsziel
    Das krampfhafte Festhalten großer Teile des Mainstreams am Feindbild Russland treibt regelmäßig sonderbare Blüten. Russland ist danach „rechts“ — und „rechts“, ja „rechtsextrem“ sind auch all die, welche die Kooperation mit Russland befürworten. Wenn dann die angeblich demokratische Regierung der Ukraine Bündnisse mit Neonazis eingeht, welche ständig den Krieg in der Ostukraine zu forcieren suchen, haben deren Unterstützer schwere Glaubwürdigkeitsprobleme.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Die Propaganda-Maschine
    Das krampfhafte Festhalten großer Teile des Mainstreams am Feindbild Russland treibt regelmäßig sonderbare Blüten. Russland ist danach „rechts“ — und „rechts“, ja „rechtsextrem“ sind auch all die, welche die Kooperation mit Russland befürworten. Wenn dann die angeblich demokratische Regierung der Ukraine Bündnisse mit Neonazis eingeht, welche ständig den Krieg in der Ostukraine zu forcieren suchen, haben deren Unterstützer erhebliche Glaubwürdigkeitsprobleme.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • „Ich möchte nicht auch noch meine neue Heimat verlieren“
    Im Juni letzten Jahres veröffentlichte Majd Abboud, ein Zahnarzt, der Ende 2015 aus Syrien nach Deutschland floh und heute in Saarbrücken lebt, einen Leserbrief in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem Titel „Die deutsche Flüchtlingspolitik aus Sicht eines Betroffenen“. Bei den Lesern der FAZ stieß dieser auf eine positive Resonanz. Knapp einen Monat später erschien der Kommentar gekürzt und mit Bild als Gastbeitrag in der Saarbrücker Zeitung. Diesmal war er mit der Überschrift „Die Undankbarkeit vieler Syrer ist mir peinlich“ versehen. Daraufhin ergoss sich ein heftiger Shitstorm einschließlich persönlicher (vorwiegend arabischer) Beleidigungen und Bedrohungen in den sozialen Medien, die den Autor veranlassten, die Polizei aufzusuchen und den Staatsschutz einzuschalten. Auch heute noch muss er sich in seinem Alltag immer wieder unsachliche Kommentare gefallen lassen. Die Reaktionen der deutschen Leser in Leserbriefen oder Online-Foren bildeten wiederum das gesamte Meinungsspektrum in der Migrationsfrage ab.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Der heimliche Krieg
    Dass sie als eine Form der illegalen Kriegsführung zu bezeichnen sind, bestreitet heute niemand mehr — dass sie jedoch auch in den wenigsten Fällen die gewünschte Wirkung zeitigen, erörtern Medea Benjamin und Nicolas Davies in ihrem Beitrag und berufen sich dabei unter anderem auf zwei stellvertretende Generalsekretäre der UNO, von denen einer aus Protest gegen die Sanktionen zurückgetreten ist.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Leise Mörder
    Wirtschaftssanktionen bringen unvorstellbares Leid über die Bevölkerung des betreffenden Landes. Dass sie als eine Form der illegalen Kriegsführung zu bezeichnen sind, bestreitet heute niemand mehr — dass sie jedoch auch in den wenigsten Fällen die gewünschte Wirkung zeitigen, erörtern Medea Benjamin und Nicolas Davies in ihrem Beitrag und berufen sich dabei unter anderem auf zwei stellvertretende Generalsekretäre der UNO, von denen einer aus Protest gegen die Sanktionen zurückgetreten ist.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Der Krieg um Talente
    Wenn es an Migration geht, denkt man in der Regel zuerst an Menschen aus Afrika oder der muslimischen Welt. Wenig gesehen werden dabei die Probleme der Arbeitsmigration innerhalb Europas. Gerade bei einem Land wie Rumänien sind die Folgen fatal — wenn etwa fast 20 Prozent aller Einwohner „auswärts“ leben und beschäftigt sind. Dies führt zu einem erheblichen Brain-Drain, dem Verlust gut ausgebildeter Kräfte in den Herkunftsländern, was etwa die medizinische Versorgung dort gefährden kann. Die Staatshaushalte dort leiden vor allem unter dem Verlust von Lohnsteuereinnahmen. Unter den wohlhabenden westlichen Ländern hat sich geradezu ein Wettbewerb um diejenigen Migranten herausgebildet, die man für die eigene Volkswirtschaft als besonders nützlich erachtet: ein Kampf um die besten Köpfe.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Die Weißwurst-Klimaschützer
    Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte — das galt bisher als Marotte exzentrischer Extrem-Altruisten. Ein lieb gemeinter, aber nun mal nicht mehrheitsfähiger Farbtupfer innerhalb einer stark diversifizierten Esskultur. Mit der immer stärker ins Bewusstsein kommenden Klima-Debatte ist jedoch klar geworden: Nach den „Altruisten“ müssen nun auch die „Egoisten“ nachziehen, sonst sieht es düster aus für unseren Planeten. Anders gesagt: Ernährungs-Egoismus ist im Ergebnis selbstschädigend. Denn die Produktion tierischer Nahrungsmittel gehört zu den schlimmsten Klima-Killern und spielt auch bei Umweltkatastrophen wie dem Insekten- und Vogelsterben eine fatale Rolle. Die Veganerin Greta Thunberg immerhin hat es gemerkt; die meisten argumentieren dagegen beim Thema Klimaschutz geschickt um Latte und Lammkotelett herum. Fleisch-Scham ist, im Gegensatz zu Flug-Scham, Mangelware. Man kann es aber auch mal so sehen: Wir sind mächtiger, als wir dachten, und können alle sofort etwas für den Klimaschutz tun — jeden Tag.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Der Alptraum
    Stellen Sie sich vor, die Ministerpräsidenten der Bundesländer würden sich in Hinterzimmern treffen und bar jeder demokratischen Kontrolle einen Kanzlerkandidaten aus dem Hut zaubern. Der Bundestag hätte nur noch das Recht, den präsentierten einzigen Kandidaten abzunicken oder abzulehnen. Was sich wie ein schlechter Traum anhört, ist auf EU-Ebene traurige Realität. Die Analyse des Satire-Quickie zeigt: Das eigentlich Skandalöse an der Kür von Flinten-Uschi zur Kommissionspräsidentin ist nicht die Person der Kandidatin, sondern das undemokratische System, das der Kür zugrunde liegt.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Der tote Winkel
    Im politischen Engagement, bei der Informationsbeschaffung oder in politischen Diskussionen neigen wir dazu, uns einseitig auf einen thematischen Schwerpunkt zu fokussieren oder mit einem doppelten Maßstab zu messen. Das führt in Gesprächen häufig zur Reibung bei unterschiedlichen Themengebieten. Manche setzen sich beispielsweise engagiert für die Sozialpolitik und die Verteilungsgerechtigkeit ein und ignorieren dabei gänzlich die ökologischen Aspekte. Statt uns gegenseitig für unser perspektivisches Sehen zu verurteilen, müssen wir anfangen, uns respektvoll auf unsere toten Winkel aufmerksam zu machen.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Mut zur eigenen Wahrheit
    Es wird immer schwieriger, sich in der Flut der oft gegensätzlichen Informationen zurechtzufinden. Was ist wirklich passiert? Wie wird darüber berichtet? Welche Mächte sind im Spiel? Wer hat die Fäden in der Hand? Wer kann schon mit Sicherheit behaupten, dass er weiß, was wirklich stimmt? Je größer die Verwirrung, desto heftiger die Auseinandersetzung. Davon profitieren jene, die für ihre Geschäfte die Dunkelheit brauchen. Dies kann verhindert werden, wenn wir uns auf die Suche nach unserer ganz eigenen, inneren Wahrheit machen.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 20-07-2019
  • Die Nationalisierung der Massen
    Die Renationalisierung der Politik zeigt sich in den USA, in Europa und vielen anderen Ländern der Welt als Großtrend unserer Epoche. Vielfach wird ihre Dynamik noch unterschätzt beziehungsweise wird der Rückgriff auf Heimat und Nation als „Kavaliersdelikt“ im Rahmen allseitiger Toleranz betrachtet. Die Wahrheit ist aber: Nationalismus ist aufgrund der psychologischen Bedingungen seines Entstehens fragwürdig — „die wohlfeilste Art des Stolzes“ nannte ihn Schopenhauer; und er ist gefährlich, wie die Geschichte zeigt. Nicht nur wird der Klassengegensatz durch Konstruktion einer Scheingemeinschaft verschleiert — Patriotismus wird auch häufig von Machthabern angeheizt, um eine Solidarisieriung mit ihrer Politik zu erreichen, die anders nicht möglich gewesen wäre. Kriege und Bürgerrechtseinschränkungen wurden nicht selten unter Bezug auf den Fetisch „Nation“ begründet.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 19-07-2019
  • Der Scheinsieg
    Die Proeuropäer (1) sind zufrieden. Vom Ausgang der Wahlen zum Europäischen Parlament fühlen sie sich voll und ganz bestätigt. Zwar habe es Verschiebungen zwischen den politischen Lagern gegeben, Konservative und Sozialdemokraten hatten verloren, Liberale und Grüne hingegen gewonnen, was aber lediglich einen Austausch zwischen proeuropäischen Lagern darstelle. Viel wichtiger sei der Anstieg der Wahlbeteiligung. Dies sei ein ermutigendes Zeichen für die „Zukunft der europäischen Demokratie“, denn damit sei bewiesen, dass immer mehr Menschen „für Europa“ einträten. Vor allem aber sei der befürchtete Aufstieg nationalistischer und rechtspopulistischer Kräfte ausgeblieben. Diesen „destruktiven Kräften“ sei es nicht gelungen, das Europäische Parlament (EP) zu „erobern“. Doch diese zur Schau gestellte Zufriedenheit der Proeuropäer ist nichts anderes als Schönfärberei und Selbstbetrug. Tatsächlich lief es für sie alles andere als gut.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 19-07-2019
  • Künstliche Aufregung
    Werden Roboter in 10 Jahren die besseren Menschen sein und in 20 Jahren die Macht ergreifen? Wenn alle Vorhersagen dieser Art eingetroffen wären, müssten wir schon seit 50 Jahren mit entwickelter künstlicher Intelligenz leben. Kühne Visionen bringen eben öffentliche Aufmerksamkeit und Forschungsgelder. Und auch mit der Angst der Menschen vor Science-fiction-Szenarios lässt sich trefflich spielen. Nicht vor Robotern und Computern muss man allerdings Angst haben, sondern vor der Art und Weise, wie unreife Menschen sie einsetzen — zum Beispiel für den Krieg. Zu befürchten ist kein „Quantensprung“, sondern die Fortsetzung des alten Wahns mit neuen technischen Mitteln.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 19-07-2019
  • Ein Volk steht auf
    Unter dem Titel „Die Frauen-Revolution“ berichtete die Autorin am 23. Mai bei Rubikon über die Massenproteste im Sudan seit Dezember 2018, die am 6. April dieses Jahres zum Sturz von Langzeitmachthaber Omar al-Bashir durch das Militär führten. Anschließend begannen die Verhandlungen zwischen regierendem Militärrat und Vertretern der Protestbewegung über die Bildung einer Übergangsregierung. Mitte Mai einigten sie sich grundsätzlich, dass während der kommenden drei Jahre eine gemeinsame Übergangsregierung die Geschicke des Landes lenken sollte. Was geschah in den Wochen danach?
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 19-07-2019
  • Die Friedens-Formel
    Menschen suchen zu oft im Außen nach Prinzipien und Idealen. Dabei beginnt die Veränderung in unserem Innern. Bereits Gandhi sagte, man soll die Veränderung sein, die man in der Welt sehen möchte. Missstände in der Friedensbewegung lässt man am besten unbewertet und nimmt sie an, wie sie nun mal sind. Wenn wir aktiv den Frieden, der in uns vorhanden ist, mit anderen Menschen teilen, ist unsere Zeit besser investiert. Vor allem sollten wir hinterfragen, wann der Funke für Frieden überspringen kann.
    Quelle: Rubikon.newsPubliziert am 19-07-2019