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  • STANDPUNKTE • Palästina-Diskussion – Die Macht der Propaganda
    Home » Aktuell » STANDPUNKTE • Palästina-Diskussion – Die Macht der PropagandaDieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar! Download MP3 Nicht der Inhalt der Nachricht, sondern wer den Vertrieb finanziert, ist entscheidend.Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.Ende Juli wird im NIBE Verlag mein Buch erscheinen (1), mit dem die Absurdität der Reden der Bundestagsabgeordneten vom 17. Mai 2017 und ihre Diskriminierung der BDS Bewegung (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) welche gegen die Apartheidpolitik der israelischen Regierung gerichtet ist, nachgewiesen wird. Aber nur wenige werden davon überhaupt erfahren. Gleichzeitig aber erscheint ein Buch, das die Narrative unterstützt, die von der zionistischen Bewegung und Lobbygruppen in Deutschland, sowie der Regierung und den Abgeordneten verbreitet werden. Das Marketing dieses Buches jedoch kennt kaum Budgetbeschränkungen. Hören wir, was ein Artikel der liberalen israelischen Zeitung Haaretz dazu sagt:Die Überschrift des Artikels lautet: »Das Übel, das neue Gespenst, das Deutschland heute heimsucht. Kritik an Israels Politik wurde verboten und wird als Antisemitmus bestraft, und wer die Fäden in Israel zieht«. Wobei mit »Bestrafung« die Bestrafung durch die Gesellschaft, die Organisationen und die Verwaltungen gemeint ist, nicht die Bestrafung durch die Justiz.Der Artikel erklärt, dass ein neues Buch erschien, das den Titel trägt »Der neu-deutsche Antisemit: Gehören Juden heute zu Deutschland?«(2). Der Autor, so erklärt der Artikel, ist Arye Sharuz Shalicar, der auf Promotion Tour durch Deutschland reist. Die deutsche Regierung würde für die Kampagne bezahlen, oder besser gesagt der »Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus«. Die Position war vor ungefähr einem Jahr eingerichtet worden. Und die Autorin des Haaretz-Artikels erklärt:»Und so erhielt ich die Möglichkeit, während meines Besuches in Berlin, ein bisschen von dem Mummenschanz zu schmecken, was heute als »jüdisches Leben« erklärt wird. Dies unter der Aufsicht von offener und verdeckter Intervention der israelischen Regierung und seiner Institutionen. Ich nahm an einem Mittagessen für das Buch teil, das an der Humboldt-Universität von Berlin stattfand.«Ilana Hammermann, die Autorin des Artikels, schreibt, dass Shalicar ein israelischer Bürger sei, der Major der Streitkräfte Israels, und ein ehemaliger Offizier aus dem Büro des Sprechers der IDF (Israel Defense Forces) ist. Auf der Webseite des Ministeriums, die offensichtlich vor noch nicht allzu langer Zeit erstellt wurde, heißt es dem Artikel zufolge, dass das Ministerium ein »aktiver Partner für die geheimdienstliche und strategische Sicherheit des Staates Israel ist … Eine Basis für den Prozess des Abtastens des Horizonts … sein Zweck ist die Früherkennung von ‚Signalen der Weichheit‘ und ‚aufkommende Trends‘ in der Welt und der Region«. Hammermann erklärt, dass der Autor des Buches sich jedoch als Privatperson vorgestellt habe.Shalicar war in Deutschland geboren, wo er auch aufwuchs, und spricht und schreibt daher Deutsch mit einem »modischen Zungenschlag«, wie die Autorin meint. Er hielt eine lange Rede in Deutsch, voller Propaganda und aufrührerischen Formulierungen. Originalaussage Hammerman:»Arrogant, giftig, und voller rassistischer Hetze, zumeist gegen Muslime – aber auch gegen bestimmte Juden – mit oberflächlicher Propaganda und Lobpreisung Israels und seiner Politik.« (2)Offensichtlich waren die Zuhörer angetan von dem was sie hörten, denn sie spendeten Applaus.Laut Einladung, berichtet die Autorin von Haaretz, sei dann eine Diskussion vorgesehen gewesen. Also hob sie nach der Rede ihre Hand und bat darum, ihre jüdisch israelische Meinung vortragen zu dürfen. Sie bat darum, Fehler in der Beschreibung von Dingen, sowohl in Deutschland, als auch in Israel zu korrigieren und protestierte insbesondere dagegen, dass der Buchautor sich als Privatperson ausgab.Daraufhin sei ihr ihr offene Feindschaft entgegen geschlagen. Weder der Sprecher, der Moderator, noch die Zuhörer wären an einer Diskussion interessiert gewesen. Sie sei böse angestarrt worden und aufgefordert den Mund zu halten. Der Buchautor erklärte dann, dass die Autorin des Haaretz eine Störerin wäre, die ihn so verstört hätte, dass er eine Entspannungsmassage benötigen würde.Hammerman beschreibt, wie sie fühlte, dass er, der gegen die Muslime generell, und ihr Land im Besonderen predigte, ganz den Gefühlen der Zuhörerschaft entsprach. Nicht die extreme Rechte in Deutschland war das Ziel, sondern Muslime. Die Autorin des Artikels verließ nach eigener Bekundung die Veranstaltung mit einem tiefen Gefühl der Unbehaglichkeit, wie sie es noch nie bei früheren Besuchen in Deutschland erlebt hatte.Der Artikel geht dann weiter über zu einem Bericht über die Folgen der Entscheidung der Bundestagsabgeordneten vom 17. Mai, und wie Kritik an israelischer Politik nun gnadenlos unterdrückt wird, wie jede Form von Dissens nicht mehr zugelassen wird. Sie stellt dann die Frage, wen denn Deutsche unterstützen, und gibt auch gleich die Antwort:»Die Veranstaltung an der Humboldt-Universität und das Lesen von Shalicars Buch vermittelte mir eine deprimierende Antwort: Sie unterstützen den neuen israelischen Rassismus, den der Autor und sein Buch in seiner ganzen Bösartigkeit verkörpert, und sie bezahlen dafür aus öffentlichen Kassen. Shalicar trägt den Banner des Rassismus in Deutschland nicht nur gegen Araber, Muslime und Immigranten aus muslimischen Ländern, sondern auch gegen Juden, welche die Politik der israelischen Regierung kritisieren, und sogar gegen Deutsche, für die er eine jüdische Identität erfindet.« (2)Hammerman berichtet am Beispiel der Angriffe gegen Dr. Reiner Bernstein über die Versuche in dem Buch, jüdische Kritiker der israelischen Politik zu verleumden. Bernstein war 1939 in Deutschland geboren worden und lebt in München. Seine Doktorarbeit hatte er über Antisemitismus schon in der Weimarer Republik geschrieben. Er war Hochschullehrer und nahm immer schon an Diskussionen über Politik teil. Eine der hauptsächlichen Beschäftigungen, so Hammerman, sei sein tiefes Interesse für die Konflikte zwischen Palästinensern und Israelis. Bernstein vertrat Deutschland bei der Genfer Initiative. Er unterstützte die Zweistaatenlösung und er ging nicht mit der BDS-Bewegung konform. Über Jahre, so erklärt Hammerman, war er bemüht, die Stimmen von israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten in den öffentlichen Diskurs in Deutschland zu bringen. Aber diese Aufgabe sei Jahr für Jahr schwerer zu erfüllen gewesen.Bernstein war auch einer der Treiber, welche die berühmten »Stolpersteine« in Deutschland bekannt gemacht hat. Sechs Jahre lang war er der Chef dieser beeindruckenden Initiative in München. Die Stolpersteine erinnern Deutsche daran, dass das Unrecht sich vor ihren Augen entfaltete. Die Stolpersteine klagen die Untätigkeit der Deutschen an, nichts gegen entstehendes Unrecht unternommen zu haben. Und nun die Verleumdung Bernsteins in dem Buch, das aus
    Quelle: KenFMPubliziert am 20-07-2019
  • STANDPUNKTE • Palästina-Diskussion – Die Macht der Propaganda (Podcast)
    STANDPUNKTE • Palästina-Diskussion - Die Macht der Propaganda (Podcast) | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: KenFMPubliziert am 20-07-2019
  • Tagesdosis 20.7.2019 – Die Lüge, die infame Lüge und Bertelsmann (Podcast)
    Tagesdosis 20.7.2019 - Die Lüge, die infame Lüge und Bertelsmann (Podcast) | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: KenFMPubliziert am 20-07-2019
  • Tagesdosis 20.7.2019 – Die Lüge, die infame Lüge und Bertelsmann
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    Quelle: KenFMPubliziert am 20-07-2019
  • Tagesdosis 19.7.2019 – Von der Russlandpolitik nichts Neues (Podcast)
    Tagesdosis 19.7.2019 - Von der Russlandpolitik nichts Neues (Podcast) | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: KenFMPubliziert am 19-07-2019
  • Tagesdosis 19.7.2019 – Von der Russlandpolitik nichts Neues
    Home » Aktuell » Tagesdosis 19.7.2019 – Von der Russlandpolitik nichts NeuesDieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar! Download MP3 Ein Kommentar von Rainer Rupp.Wenn es um die Beziehungen der westlichen Regierungen zu Russland geht, dann kann Moskau nichts richtig machen, außer sich auf den Rücken werfen und den NATO-Hyänen den Hals anbieten, damit sie das Riesenland nach ihrem Gusto ausschlachten können. Die breite Masse des Volkes, in Deutschland ebenso wie in den meisten anderen Ländern Westeuropas, lehnt den Konfrontationskurs der NATO strikt ab, der jedoch von den meisten Regierungen der EU-Länder mitbeschlossenen wurde.Anlässlich des deutsch-russischen „Petersberger Dialogs“ säuseln derzeit mal wieder verlogene Außenpolitiker der Berliner Koalition der Öffentlichkeit vor, dass man auf jeden Fall mit Russland im Gespräch bleiben will und muss. Das ist ein reines Lippenbekenntnis. Tatsächlich tun sie genau das Gegenteil. Zu Recht sieht daher z.B. der ehemalige CDU-Staatsekretär und Kritiker des Regierungskurses, Willy Wimmer, den „Petersberger Dialog“ als eine der vielen „obskuren Veranstaltungen zur weiteren Vergiftung der Gesprächsatmosphäre zwischen Russland und Deutschland“ (1).Von Deutscher Seite scheinen die „Gespräche“ mit Russland nur noch in der ständigen Wiederholung der hirnrissigen Forderungen nach einem russischen Abzug von der Krim zu bestehen. Solange das nicht geschehe, würden die westlichen Sanktionen weiter bestehen, so unsere Bundesaußenpolitiker. Das ist ein Rezept, um jeden echten Dialog zu unterbinden.Die meisten westlichen Politiker, allen voran Frau Merkel, wissen genau, dass der Kreml diese Forderung nicht erfüllen kann. Das würde nämlich bedeuten, den Willen von 95 Prozent der Krim-Bevölkerung mit Füßen zu treten. Die hatten nach dem Gewaltputsch des von den Faschisten verherrlichten „Maidan“ in einem freien Referendum ihr Votum zur Zugehörigkeit zu Russland abgegeben. Zugleich hatten sie damit der von Nazis beherrschten neuen Regierung in Kiew den Rücken gedreht.Würde Moskau der rigorosen Forderung nach einem Militärabzug von der Krim nachkommen, dann würde die lokale Bevölkerung, die zu etwa 85 Prozent ethnisch russischer Herkunft ist, den Russen hassenden, faschistischen Milizen in die Hände fallen. Die halten in Kiew in den Machtministerien wie Militär, Geheimdienste und Polizei die zentralen Positionen weiterhin besetzt. Sie verfügen sogar über beachtliche, von den Amerikanern kriegsmäßig bestens ausgerüstete, militärisch organisierte, faschistische Kampfgruppen, mit inzwischen jahrelangen Kampferfahrungen gegen die Regimegegner im Donbass.So sicher wie das Amen in der Kirche hätte ein Rückzug der Russen von der Krim zur Folge, dass die hasserfüllten, menschenverachtenden NAZI- Kampftruppen, die Hitler, Göbbels und vor allem die SS öffentlich verherrlichen, auf die Krim nachrücken würden.Der 2014 mit unvorstellbarer Grausamkeit durchgeführte Massenmord an friedlich demonstrierenden Gegner der ukrainischen Faschisten im und vor dem Gewerkschaftshaus in Odessa lässt erahnen, welch schreckliches Blutbad die Bevölkerung der Krim bei einem Rückzug der russischen Truppen erwarten würde. Egal wer in Moskau einen solchen Rückzug befehlen würde, er würde von der empörten russischen Bevölkerung davongejagt werden. Daraus ergibt sich der logische Schluss: Wer auch immer im Kreml an der Macht ist, der westlichen Forderung nach einem Rückzug von der Krim kann er unmöglich nachkommen.Warum aber wird dann vom Westen diese unmögliche Forderung nach einem russischen Abzug immer wieder als unabdingbare Vorbedingung für bessere Beziehungen und ein Ende der Sanktionen gestellt? Wenn man ständig und total unflexibel etwas fordert, das der andere unmöglich erfüllen kann, dann gibt es wiederum nur einen logischen Schluss: Die Falken in Berlin, in Brüssel bei EU und NATO und in Washington sind an einer Besserung der Beziehungen zu Russland oder zwischen der Ukraine und Russland gar nicht interessiert.Wenn es anders wäre, würde man nämlich in den angeblich so vielen, mit Russland geführten Gesprächen, wie jetzt auf dem Petersberg, nach anderen Wegen für einen friedlichen Ausgleich zwischen Russland und der Ukraine suchen. Man könnte z.B. daran denken, dass die Ukraine für den ökonomischen Verlust der Krim angemessen entschädigt würde. Russland hat Energieressourcen im Überfluss und die Ukraine braucht diese dringend.Ein langfristiges, vergünstigtes Handelsabkommen für Öl und Gas wäre dringend benötigte Hilfe für die wirtschaftlich am Boden liegende Ukraine. Das könnte zudem die Weichen für eine neue Annäherung zwischen Kiew und Moskau stellen. Aber genau an einer solchen Entwicklung, bzw. Annäherung zwischen den beiden Nachbarn sind die westlichen Falken überhaupt nicht interessiert. Stur verfolgen sie ihre langfristig angelegte Strategie. Diese lautet: Mit Hilfe der lokalen militärischen und politischen NAZI-Strukturen die Ukraine zum Frontstaat und zum NATO-Rammbock gegen Russland umzubauen, auf Kosten der dort lebenden Bevölkerung.Auch unsere verlogene Bundesregierung ist an einer echten Verbesserung zwischen der Ukraine und Russland nicht interessiert. Das ist jetzt ausgerechnet durch den frisch gewählten Präsidenten der Ukraine, Wladimir Selenski, herausgekommen. Der hat offensichtlich eigene Vorstellungen über bessere Beziehungen mit dem großen Nachbarn Russland und wie man dahin kommt, nämlich durch echten Dialog.In der vergangenen Woche hatte der neue ukrainische Staatschef, ohne westliche Aufpasser und auf eigene Initiative, ein direktes Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin geführt. Laut nicht dementierter Medienberichte hatte Selenski im Anschluss erklärt, dass viele „Partner-Staaten“ der Ukraine ihm von dem Telefonat mit Putin abgeraten hätten (2). Selenski sagte:„Alle, nennen wir sie mal Partner der Ukraine, waren dagegen, dass ich Putin angerufen habe. Ich habe mich dafür entschieden Putin anzurufen, weil es, in erster Linie, ein Anliegen der Ukraine und unserer Bürger ist. … Wir müssen unseren Partnern dankbar sein, aber gleichzeitig auch eine eigene Meinung haben. Deshalb habe ich Putin angerufen. Alle haben versucht mir mit diesem Gespräch Angst zu machen“, fügte er hinzu.Mit seiner Eigenwilligkeit droht Selenski die westliche Strategie der Konfrontation mit Russland zu unterlaufen. Diese zielt nach eigenem Bekunden US-amerikanischer Falken darauf ab:Erstens, die Ukraine als Krisenherd an der russischen Grenze zu erhalten. Denn je nach dem Verhalten Russlands in anderen Weltregionen könnte Washington das schwelende Feuer im Donbass nach Belieben hoch oder runter fahren.Und zweitens ist die US-Strategie langfristig darauf angelegt, für einen eventuellen Konflikt die hoch motivierten, faschistischen Milizen zur Speerspitze gegen Russland auszubilden und zu deren Unterstützung die hundert Tausende Soldaten und Reservisten zählenden, aber schlecht ausgebildeten und ausgerüsteten Soldaten der ukrainischen Armee als Kanonenfutter einzusetzen.Das Schlimme ist, dass die europäischen Falken, vor allem in Berlin, weiter hinter dieser US-Strategie der Konfrontation stehen, die auf dem Rücken des gebeutelten ukrainischen Volkes ausgetragen wird. Wenn
    Quelle: KenFMPubliziert am 19-07-2019
  • The Wolff of Wall Street: Cum-Ex
    Home » Aktuell » The Wolff of Wall Street: Cum-ExDieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar! Download MP3 Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Cum-Ex“.Wer Aktien kauft, beteiligt sich damit am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, kurz AG genannt. Entwickelt sich das Geschäft der AG positiv, dann profitiert der Aktionär doppelt: Zum einen steigt der Kurs der Aktie, sie wird also wertvoller, zum anderen erhält er einen jährlichen Anteil am Reingewinn des Unternehmens – die Dividende.Um die Höhe dieser Dividende festzulegen, kommen die Aktionäre einmal im Jahr zu einer Hauptversammlung zusammen. Am Tag nach der Hauptversammlung, dem Dividenden-Stichtag, erfolgt dann die Ausschüttung.Vor dieser Ausschüttung notiert die Aktie „cum dividende“ (vom lateinischen Wort cum = mit), nach der Ausschüttung „ex dividende“ (vom lateinischen Wort ex = ohne).Bei der Ausschüttung zahlen deutsche AG’s ihren Aktionären aber nicht den Gesamtbetrag aus, sondern – nach geltendem Steuerrecht – nur 75 Prozent davon aus. Die restlichen 25 Prozent gehen als Kapitalertragssteuer direkt an das Finanzamt.Für private Anleger ist die Sache damit erledigt. Bei institutionellen Investoren wie Fonds oder Banken ist das anders. Sie können sich die Kapitalertragsteuer wieder zurückzahlen lassen, weil Dividenden für sie steuerfrei sind. Diese Rückerstattung haben sich einige Investoren in der Vergangenheit aber nicht nur einmal, sondern zweimal, dreimal oder sogar noch häufiger auszahlen lassen, und zwar mit Hilfe des Leerverkauf-Prinzips. Zur Erläuterung: Ein Leerverkäufer verkauft etwas, das er nicht besitzt, um es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis zu kaufen.Bei Cum-Ex hat das folgendermaßen funktioniert:Ein Leerverkäufer verkaufte vor der Hauptversammlung eine Aktie mit Anspruch auf Dividende (also „cum“), beschaffte sich die Aktie aber erst nach der Hauptversammlung (also „ex“), weil sie zu diesem Zeitpunkt günstiger war, und leitete sie erst dann an den Käufer weiter.Da sowohl der Leerverkäufer als auch der ursprüngliche Aktienbesitzer zum Zeitpunkt der Hauptversammlung, also des Wechsels von cum zu ex, juristisch als Eigentümer der Aktie galten, konnten sich beide eine Kapitalertrags-Steuerbescheinigung ausstellen lassen und sie dem Finanzamt vorlegen. Auf diese Weise zahlte das Finanzamt das Doppelte dessen zurück, was es von der AG erhalten hatte.Wurden bei diesem sogenannten Dividenden-Stripping weitere Leerverkäufer am Vorgang beteiligt, stieg der dem Staat entzogene Betrag auf ein Mehrfaches an. Auf diese Weise haben sich professionelle Investoren jahrelang in den Besitz von Steuergeldern gebracht, die ihnen eigentlich nicht zustanden, und das in immensem Ausmaß: Dem deutschen Staat sind dadurch allein von 2001 bis 2016 über 30 Milliarden Euro entgangen.Obwohl die deutschen Behörden dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL zufolge bereits 1992 über diesen Steuerraub informiert waren, beschloss der Bundestag erst 2007 eine Gesetzesänderung, die dem Treiben im Inland ein Ende bereitete. Allerdings nur im Inland.Der Cum-Ex-Handel ging nämlich weiter, und zwar über ausländische Banken – und das in noch größerem Umfang als zuvor. Erst weitere 5 Jahre später – und nachdem europaweit ein Schaden von 55 Milliarden Euro entstanden war, wurde auch dieser Handel unterbunden. Beteiligt an den Geschäften waren übrigens neben zum Teil darauf spezialisierten Kanzleien, mehr als 100 Banken, darunter die vom Staat gerettete Commerzbank, die Deutsche Bank, die Hypo-Vereinsbank und die baden-württembergische Landesbank – um nur ein paar der Großen zu nennen.Wer allerdings 2012 meinte, das Problem sei ausgestanden, der irrte. Nach dem Verbot von Cum-Ex mit dem Ausland haben Finanzfachleute nämlich die Cum-Cum-Variante angewandt, die folgendermaßen funktioniert:Kurz vor der Hauptversammlung leiht sich eine deutsche Bank von einem ausländischen Anleger ein Aktienpaket, lässt sich die Dividende und anschließend die zunächst einbehaltenen 25 Prozent Kapitalertragssteuer vom Staat auszahlen. Dann gibt sie die Aktien zurück, zahlt dem ausländischen Anleger drei Viertel der Dividende plus einen größeren als den ihm zustehenden Teil der restlichen 25 Prozent aus und behält den Rest für sich zurück.Dass auch gegen diese – weniger ertragreiche, aber für den Staat ebenso schädliche – Variante mittlerweile juristisch vorgegangen wird, ist wie in den anderen Fällen übrigens weder auf behördliche Initiative noch auf ein Eingreifen der Politik zurückzuführen. Es liegt ausschließlich daran, dass Journalisten dem Betrug nachgegangen sind und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht haben.Die Zeit ist reif für ein demokratisches Geldsystem!+++KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/+++Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/+++Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZKVeröffentlicht am: 19. Juli 2019Anzahl Kommentare: noch keineLet's block ads! (Why?)
    Quelle: KenFMPubliziert am 19-07-2019
  • The Wolff of Wall Street: Cum-Ex (Podcast)
    Home » Aktuell » The Wolff of Wall Street: Cum-Ex (Podcast)Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Cum-Ex“.Wer Aktien kauft, beteiligt sich damit am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, kurz AG genannt. Entwickelt sich das Geschäft der AG positiv, dann profitiert der Aktionär doppelt: Zum einen steigt der Kurs der Aktie, sie wird also wertvoller, zum anderen erhält er einen jährlichen Anteil am Reingewinn des Unternehmens – die Dividende.Um die Höhe dieser Dividende festzulegen, kommen die Aktionäre einmal im Jahr zu einer Hauptversammlung zusammen. Am Tag nach der Hauptversammlung, dem Dividenden-Stichtag, erfolgt dann die Ausschüttung.Vor dieser Ausschüttung notiert die Aktie „cum dividende“ (vom lateinischen Wort cum = mit), nach der Ausschüttung „ex dividende“ (vom lateinischen Wort ex = ohne).Bei der Ausschüttung zahlen deutsche AG’s ihren Aktionären aber nicht den Gesamtbetrag aus, sondern – nach geltendem Steuerrecht – nur 75 Prozent davon aus. Die restlichen 25 Prozent gehen als Kapitalertragssteuer direkt an das Finanzamt.Für private Anleger ist die Sache damit erledigt. Bei institutionellen Investoren wie Fonds oder Banken ist das anders. Sie können sich die Kapitalertragsteuer wieder zurückzahlen lassen, weil Dividenden für sie steuerfrei sind. Diese Rückerstattung haben sich einige Investoren in der Vergangenheit aber nicht nur einmal, sondern zweimal, dreimal oder sogar noch häufiger auszahlen lassen, und zwar mit Hilfe des Leerverkauf-Prinzips. Zur Erläuterung: Ein Leerverkäufer verkauft etwas, das er nicht besitzt, um es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis zu kaufen.Bei Cum-Ex hat das folgendermaßen funktioniert:Ein Leerverkäufer verkaufte vor der Hauptversammlung eine Aktie mit Anspruch auf Dividende (also „cum“), beschaffte sich die Aktie aber erst nach der Hauptversammlung (also „ex“), weil sie zu diesem Zeitpunkt günstiger war, und leitete sie erst dann an den Käufer weiter.Da sowohl der Leerverkäufer als auch der ursprüngliche Aktienbesitzer zum Zeitpunkt der Hauptversammlung, also des Wechsels von cum zu ex, juristisch als Eigentümer der Aktie galten, konnten sich beide eine Kapitalertrags-Steuerbescheinigung ausstellen lassen und sie dem Finanzamt vorlegen. Auf diese Weise zahlte das Finanzamt das Doppelte dessen zurück, was es von der AG erhalten hatte.Wurden bei diesem sogenannten Dividenden-Stripping weitere Leerverkäufer am Vorgang beteiligt, stieg der dem Staat entzogene Betrag auf ein Mehrfaches an. Auf diese Weise haben sich professionelle Investoren jahrelang in den Besitz von Steuergeldern gebracht, die ihnen eigentlich nicht zustanden, und das in immensem Ausmaß: Dem deutschen Staat sind dadurch allein von 2001 bis 2016 über 30 Milliarden Euro entgangen.Obwohl die deutschen Behörden dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL zufolge bereits 1992 über diesen Steuerraub informiert waren, beschloss der Bundestag erst 2007 eine Gesetzesänderung, die dem Treiben im Inland ein Ende bereitete. Allerdings nur im Inland.Der Cum-Ex-Handel ging nämlich weiter, und zwar über ausländische Banken – und das in noch größerem Umfang als zuvor. Erst weitere 5 Jahre später – und nachdem europaweit ein Schaden von 55 Milliarden Euro entstanden war, wurde auch dieser Handel unterbunden. Beteiligt an den Geschäften waren übrigens neben zum Teil darauf spezialisierten Kanzleien, mehr als 100 Banken, darunter die vom Staat gerettete Commerzbank, die Deutsche Bank, die Hypo-Vereinsbank und die baden-württembergische Landesbank – um nur ein paar der Großen zu nennen.Wer allerdings 2012 meinte, das Problem sei ausgestanden, der irrte. Nach dem Verbot von Cum-Ex mit dem Ausland haben Finanzfachleute nämlich die Cum-Cum-Variante angewandt, die folgendermaßen funktioniert:Kurz vor der Hauptversammlung leiht sich eine deutsche Bank von einem ausländischen Anleger ein Aktienpaket, lässt sich die Dividende und anschließend die zunächst einbehaltenen 25 Prozent Kapitalertragssteuer vom Staat auszahlen. Dann gibt sie die Aktien zurück, zahlt dem ausländischen Anleger drei Viertel der Dividende plus einen größeren als den ihm zustehenden Teil der restlichen 25 Prozent aus und behält den Rest für sich zurück.Dass auch gegen diese – weniger ertragreiche, aber für den Staat ebenso schädliche – Variante mittlerweile juristisch vorgegangen wird, ist wie in den anderen Fällen übrigens weder auf behördliche Initiative noch auf ein Eingreifen der Politik zurückzuführen. Es liegt ausschließlich daran, dass Journalisten dem Betrug nachgegangen sind und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht haben.Die Zeit ist reif für ein demokratisches Geldsystem!+++KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/+++Dir gefällt unser Programm? 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    Quelle: KenFMPubliziert am 19-07-2019
  • „Strategien der Natur“ – Das neue Buch von Erwin Thoma
    Wie die Weisheit der Bäume unser Leben stärktErwin Thoma stellt in seinem neuen Buch die Evolution der Bäume anschaulich und umfassend dar. Er zeigt, wie sie sich aus dem Wurzelreich in den Himmel kämpfen, wie sie über die Jahre an Charakter gewinnen, welche Beziehung sie mit anderen Waldbewohnern eingehen und was Neues aus ihrem Vergehen erwächst. Darüber hinaus führt er uns vor Augen, dass gerade jetzt die Zeit der Bäume gekommen ist: Wir kommen nicht länger umhin, ihre Überlebensweisheiten und ihre Heilkraft für uns zu nutzen, wollen wir die Verwerfungen des Klimawandels stoppen und die Zerstörung der Natur rückgängig machen. Ein außergewöhnliches Bäume-Buch voller faszinierender Geschichten und Mythen, voller spannender Details und Zusammenhänge und einem leidenschaftlichen Appell an uns Menschen.Erscheinungstermin: 25.07.2019Erhältlich unter thoma.at+++KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/+++Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/Let's block ads! (Why?)
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  • Tagesdosis 18.7.2019 – DDR 2.0, alles Stasi oder wer kennt Werner Finck? (Podcast)
    Tagesdosis 18.7.2019 - DDR 2.0, alles Stasi oder wer kennt Werner Finck? (Podcast) | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: KenFMPubliziert am 18-07-2019
  • Tagesdosis 18.7.2019 – DDR 2.0, alles Stasi oder wer kennt Werner Finck?
    Tagesdosis 18.7.2019 - DDR 2.0, alles Stasi oder wer kennt Werner Finck? | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. Let's block ads! (Why?)
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  • Arme Grete Krampf-Knarrenbauer
    Arme Grete Krampf-Knarrenbauer | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. X Ab sofort betreiben wir unsere Homepage, ohne Google-Produkte zu nutzen. Wir brauchen diesen Monopolisten und diese Datenkrake nicht! Let's block ads! (Why?)
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  • STANDPUNKTE • Deformation & Wirklichkeitsverlust deutscher Politiker (Podcast)
    STANDPUNKTE • Deformation & Wirklichkeitsverlust deutscher Politiker (Podcast) | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. X Ab sofort betreiben wir unsere Homepage, ohne Google-Produkte zu nutzen. Wir brauchen diesen Monopolisten und diese Datenkrake nicht! Let's block ads! (Why?)
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  • STANDPUNKTE • Deformation & Wirklichkeitsverlust deutscher Politiker
    STANDPUNKTE • Deformation & Wirklichkeitsverlust deutscher Politiker | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. X Ab sofort betreiben wir unsere Homepage, ohne Google-Produkte zu nutzen. Wir brauchen diesen Monopolisten und diese Datenkrake nicht! Let's block ads! (Why?)
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  • Tagesdosis 17.7.2019 – Das Geständnis
    Tagesdosis 17.7.2019 - Das Geständnis | KenFM.deDiese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. mehr dazuO.K. X Ab sofort betreiben wir unsere Homepage, ohne Google-Produkte zu nutzen. Wir brauchen diesen Monopolisten und diese Datenkrake nicht! Let's block ads! (Why?)
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