Handelsblatt

  • Autobauer: Volvo ruft 500.000 Autos in Werkstatt zurück – 54.000 in Deutschland
    Volvo-Emblem Bei den betroffenen Autos handelt es sich wohl um Modelle mit vierzylindrigen Dieselmotoren, die in den Jahren 2014 bis 2019 gebaut wurden (Foto:& Reuters) Der schwedische Autobauer Volvo Cars ruft weltweit rund eine halbe Million Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Grund dafür sei eine Komponente im Motorraum, die schmelzen könne, sagte ein Volvo-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Im schlimmsten Fall könne dies dazu führen, dass der Motor zu brennen beginne. Berichte über Personenschäden oder Unfälle habe Volvo Cars aber bislang nicht erhalten. In Deutschland sind dem Sprecher zufolge 54.000 Volvo-Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Dax-Ausblick: Die Börsen stehen im Bann der Zentralbanken
    Europäische Zentralbank in Frankfurt Wegen der Niedrigzinsen der Zentralbanken haben Anleger in den vergangenen Jahren stark in Aktien und Sachwerte investiert. (Foto:& dpa) Knapp einen Monat ist es her, dass Mario Draghi der Welt verkündete, im Zweifel die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter zu lockern. Voraussetzung: Die Inflationserwartungen und die Konjunktur erholen sich nicht. Ein Monat entspricht in Konjunkturzyklen nicht viel Zeit. Doch fragen sich die Beobachter vor dem EZB-Zinsentscheid in der kommenden Woche: Wird Draghi es jetzt schon tun?Bislang gingen Ökonomen Umfragen zufolge allenfalls vom September als ernstzunehmenden Handlungsmonat aus. Dann liegen den Notenbankern neue Prognosen für Inflation und Wachstum vor. Doch das Stimmungsbild hat sich gedreht. Einem Reuters-Bericht zufolge rechnen mittlerweile 60 Prozent der Anleger damit, dass die EZB am Donnerstag ihren Einlagenzinssatz um zehn Basispunkte senkt. Die Commerzbank geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie glaubt, dass die EZB den Zins sogar um 20 Basispunkte senkt. Aktuell liegt die Einlagenfazilität, um die es geht, bei minus 0,4 Prozent. Diesen Prozentsatz müssen Banken bezahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken.Schon heute bleibt die Frage, wie tief die EZB gehen kann, ohne die Märkte zu schocken. Unweigerlich würde dieser Schritt Folgen haben. Aktien könnte die Nachricht Auftrieb verleihen, Anleger weiter in Sachwerte wie Immobilien drängen und den Mahnern vor Blasen an Aktien- und Immobilienmärkten neues Futter geben. Am Devisenmarkt bewegten schon die Spekulationen am Freitag die Kurse: Der Schweizer Franken kletterte am Freitag auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Ein Euro kostete zwischenzeitlich nur noch 1,10 Franken. Nicht nur die EZB, sondern die großen Notenbanken der Welt treiben die mauen Konjunkturaussichten um. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterlässt Spuren. Das chinesische Wirtschaftswachstum ist im zweiten Quartal auf 6,2 Prozent und damit den niedrigsten Wert seit 27 Jahren gefallen. Die Industrieaufträge sind auch in Deutschland zuletzt deutlich zurückgegangen. Wie es um die Stimmung in den Chefetagen Deutschlands bestimmt ist, wird die jüngste Auswertung des Ifo-Geschäftsklimas am Donnerstag verraten. Nicht nur die eingedampften Prognosen besorgen Anleger, vielmehr noch sind es die Gewinnwarnungen großer Konzerne. Zuletzt sorgten der Chemiekonzern BASF, Autobauer Daimler und der weltgrößte Abfüllanlagen-Hersteller Krones für Aufsehen. Wie es tatsächlich um die Bilanzen bestellt ist, werden die Halbjahresbilanzen zeigen, von denen in der kommenden Wochen einige auf der Agenda stehen. Neben den genannten BASF und Daimler legen auch die Deutsche Bank, die Deutsche Börse und der Vermögensverwalter DWS ihre Zahlen offen. Im Ausland stehen die Tech-Konzerne Alphabet und Amazon sowie die Schweizer Großbank UBS im Fokus.In Europa richten sich die Blicke Anfang der kommenden Woche gen Großbritannien. Bis zu diesem Sonntag müssen die Mitglieder der Tories entscheiden, wer nach Theresa May ihren Vorsitz übernimmt. Am 23. Juli steht dann vermutlich das Ergebnis fest. Allem Anschein nach wird Boris Johnson die Nachfolge antreten – sowohl in der Partei als auch als Premierminister. Devisen-Anleger sollten daher das Pfund im Auge behalten. Johnson hatte – ähnlich wie sein Konkurrent Jeremy Hunt – mit einem ungeordneten Austritt der Briten aus der Europäischen Union geliebäugelt. Noch bleibt bis zum 31. Oktober Zeit, um den Brexit in geordnete Bahnen bringen. Sonst scheidet Großbritannien ohne einen Deal aus – vorausgesetzt, die Briten erhalten nicht noch einmal einen Aufschub. Eigentlich lief die Deadline ja bereits Ende März ab. Nach Einschätzung der Commerzbank ist eine weitere Fristverlängerung zumindest nicht ausgeschlossen.Spannungen im Iran treiben ÖlkursePolitische Spannungen bewegen aber nicht nur die Devisen-, sondern auch die Rohstoffmärkte. Die Gangart im Konflikt zwischen den USA und dem Iran am Persischen Golf hat sich verschärft, nachdem der Iran einen Tanker der Vereinigten Arabischen Emirate festgesetzt hat und die Amerikaner eine iranische Drohne abgeschossen haben. Am Freitag hatte der Iran zudem britischen Öltanker in der Straße von Hormus festgesetzt, da es sich nicht an internationale Regeln gehalten haben soll.Es ist unklar, wie es dort weitergeht. Allein die Aussicht aber, dass durch einen Konflikt die wichtige Straße von Hormus eingeschränkt oder gar blockiert werden könnte, lässt die Ölpreise steigen. Durch die Straße von Hormus läuft rund ein Fünftel des globalen Öltransports. Bis zum Freitagnachmittag stieg der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent um knapp ein Prozent auf 62,50 Dollar. „Bei dem momentan ohnehin unterversorgten Ölmarkt dürften die Preise eher steigen als fallen“, kommentiert die Rohstoff-Analystin Barbara Lambrecht von der Commerzbank.Bleibt noch ein Blick in die Türkei und damit einmal mehr auf die Notenbanken: Am Donnerstag wird die türkische Notenbank über ihren Leitzins entscheiden. Das ist in diesem Monat besonders interessant, weil der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 6. Juli überraschend kurzfristig seinen bisherigen Notenbank-Chef Murat Cetinkaya rausgeworfen hatte. Erdogan hatte schon lange Zinssenkungen gefordert, die Cetinkaya aber nicht umgesetzt hat. Nun ist sein Stellvertreter, Murat Uysal, an der Reihe. Nach dem Chefwechsel erwarten von Bloomberg befragte Analysten nun eine Senkung des Leitzinses um 20 Basispunkte. Aktuell liegt der türkische Leitzins bei 24 Prozent, die Inflation bei 15 Prozente. Mehr: Die Börsen hängen am Tropf der Notenbanken. Deren Mittel werden noch eine Weile wirken. Doch sollten Märkte und Politik nicht zu viel verlangen, kommentiert Handelsblatt-Redakteurin Andrea Cünnen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Wohntrend: Mehr Schein als Sein? Co-Living zwischen Hype und Vorwurf
    Wohnung von Homefully Die Zimmer werden möbliert vermietet. Gemeinschaftsflächen sollen Austausch fördern. (Foto:& Homefully) Von den grauen Mauern des Mehrfamilienhauses im Berliner Stadtteil Moabit bröckelt der Putz. Die Fenster der Spielothek im Erdgeschoss sind mit schwarzen Folien verkleidet. Dazwischen fällt die Tür mit der Hausnummer 36 kaum auf. Allein die 18 Klingelschilder lassen erahnen, dass es hier zu den Wohnungen in den oberen Stockwerken geht. Namen findet man an den Klingeln nur fünf. Auf den anderen Schildern stehen Buchstaben-und-Zahlen-Kombinationen wie „ML-01–073“, „ML-01–072“. Der Geruch von Gebratenem strömt durch das Treppenhaus. Jakob S.* öffnet eine der Wohnungstüren. Der Endzwanziger lebt seit knapp zwei Monaten hier. Glücklich ist der Berater damit nicht. Warum? „Guck dich doch mal um“, sagt er. Herd und Hängeschränke in der vergilbten Küche sind voller angetrockneter Fettspritzer. An einigen Stellen der Wohnung ist die Tapete löchrig. Kabel, die eigentlich in die Wände gehören, liegen am Boden herum. „Klar, fürs Putzen sind wir selbst verantwortlich. Aber wie groß ist der Wille, wenn man schon in den Dreck einzieht?“, sagt S. Drei Zimmer, zwischen zehn und 14 Quadratmeter groß, hat die Wohnung insgesamt. Was aussieht wie eine heruntergekommene Studenten-Wohngemeinschaft (WG), lassen sich die drei Bewohner um die 500 Euro monatlich kosten. Jeweils. Ihre Miete zahlen sie nicht an den Wohnungseigentümer, sondern an die „Medici Living Group“, Deutschlands größten Anbieter von Co-Living. Was das ist? „Leere Versprechen, sonst nichts“, murrt S. Begeisterte InvestorenCo-Living heißt der neueste Trend am Wohnungsmarkt. Im Kern ähnelt es einer Gemeinschaftswohnung: Ein Mensch mietet sich ein Zimmer und teilt sich die Gemeinschaftsflächen mit anderen. Der entscheidende Unterschied zu normalen WGs: Anbieter wie Medici versprechen, sich um alle Angelegenheiten rund um die Wohnung zu kümmern. Sie sorgen für die Möblierung, für Reparaturen, Rundfunkgebühren, den Internetzugang, für die Abwicklung jeglicher Modalitäten beim Einzug. Der Dienstleister verlangt dafür von seinen Kunden eine monatliche Pauschalmiete. Laut einer Studie des Immobilienberatungsunternehmens Cushman & Wakefield sparten Co-Living-Bewohner in den USA durch eine sinnvollere Aufteilung der Gemeinschaftsräume sowie die zusätzlichen Dienstleistungen und Vergünstigungen sogar bis zu 20 Prozent an Kosten gegenüber Alleinlebenden. Investoren sind begeistert. Der Immobilienmarkt feiert eine neue Anlageklasse. Doch ist Co-Living wirklich eine neuartige Wohnform, die die Bedürfnisse der jungen Generation erfüllt wie keine andere? Oder werden verzweifelte Wohnungssuchende mit leeren Versprechen ausgenutzt?Für Medici-Living-CEO und -Mitgründer Gunther Schmidt ist die Sache eindeutig: Co-Living ist gefragt. Wer bei Medici einziehen will, muss sich auf eine Warteliste setzen lassen. Medici ist mit 2 000 Zimmern der größte deutsche Anbieter. Dem Unternehmen zufolge sind 96 Prozent davon vermietet.
    Co-Living in Berlin Manche Bewohner klagen über schlechte Bedingungen. (Foto:& Julian Olk) Homefully, der mit 600 Zimmern zweitgrößte Anbieter, kommt auf eine Belegungsquote von 95 Prozent. Gleichgesinnte werden zusammengebracht, indem die Anbieter darauf achten, dass es Übereinstimmungen in Tätigkeitsbereichen und Interessen der Bewohner gibt. Gleichzeitig bleiben die Mieter flexibel. Die Mindestmietdauer liegt bei nur drei Monaten. „Leute müssen flexibler sein als je zuvor. Hier muss ich vielleicht nach New York, einige Zeit später nach London, danach wieder nach Berlin. Und da gab es bisher keine Lösung, wie man das sinnvoll mit einer Wohnform vereinbaren kann“, sagt Schmidt. Kritiker wenden ein, dass die Anbieter die Wohnungsnot in den Städten ausnutzten. „Co-Living verteuert das Wohnen in erheblicher Weise“, bemängelt Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). Ihr fehlten jedoch die Zugriffsmöglichkeiten. Weil möblierte Wohnungen nicht im Mietspiegel erfasst sind, greift für sie die Mietpreisbremse nicht. „Die exorbitante Ausreizung aller rechtlichen Möglichkeiten für den maximalen Ertrag ist in diesem Segment das größte Problem“, poltert Lompscher. Bei der heruntergekommenen Moabiter Wohnung von Jakob S. verweist Medici auf einen Einzelfall. „Wir sagen gar nicht, dass es überall wunderbar ist, aber das sind jeweils einzeln zu betrachtende Situationen“, erklärt ein Sprecher. Es handele sich um eine WG, nicht um ein Hotel, in dem einem jeden Tag hinterhergeräumt würde. Natürlich gebe es auch Begehungen und Kontrollen, um Schwierigkeiten vorzubeugen oder zu beheben. Auch Homefully spricht bei derartigen Problemen von absoluten Ausnahmen.S. aber ist offenbar kein Einzelfall. „Das ist hier maßlos überteuert. Und beim Unternehmen ist nie jemand zu erreichen“, bemängelt in Frankfurt ein Bewohner von Homefully. „Absurde Preise, Zuglärm inklusive, einfach unverschämt“, so einer in Berlin. Ein Medici-Mieter in München sagt: „Da schlafe ich lieber unter der Brücke.“ Warum Leute wie S. trotzdem einziehen? Vielleicht weil sie von den Versprechungen und schönen Bildern im Internet geblendet werden. Besichtigungen sind bei Medici nur in deren neuen Premiumwohnungen namens „Quarters“ möglich. Bei Homefully sind Besichtigungen möglich, doch nicht üblich.
    Aussicht aus einer Co-Living Unterkunft „Co-Living ist das Vokabular, mit dem Mietpreiswucher kaschiert wird“, sagt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds. (Foto:& Homefully) Seinen Ursprung hat Co-Living im Angebotsmangel auf Wohnungsmärkten in amerikanischen Metropolen. Sebastian Würz, Gründer von Homefully, sammelte selbst leidvolle Erfahrungen auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt. Nach fast 50 Besichtigungen stand er noch immer ohne Wohnung da, kam notdürftig auf der Couch seines alten Schulfreunds Bastian Schätzle unter. Als Würz schließlich eine eigene, Schätzle eine neue Wohnung gefunden hatte, entschlossen sie sich, die alte möbliert zu inserieren. Was zunächst als Experiment gedacht war, entpuppte sich schnell als vielversprechende Geschäftsidee. Allein über Nacht hatten die beiden 25 Anfragen erhalten. „Wir haben gesehen: Nachfrage und Angebot für eine Wohnform wie Co-Living ist da“, sagt Würz. Beide kündigten ihre Jobs und starteten Homefully. Das war 2015. Große PläneMittlerweile vermietet Homefully Zimmer in sieben deutschen Städten sowie in Zürich. Medici ist in elf Städten in Deutschland, den USA und den Niederlanden präsent. Die Anbieter haben noch viel vor. Medici Living plant allein in Europa gemeinsam mit dem Immobilien-Investment-Manager Corestate, der Geld von institutionellen Anlegern verwaltet, eine Milliarde Euro zu investieren. 6000 Zimmer sollen in Europa hinzukommen, 1300 in den USA. „Wir wollen in den nächsten Jahren in über hundert Städten vertreten sein und so ‚Wohnen made in Germany‘ in die Welt exportieren“, sagt Medici-CEO Schmidt.Dass sie damit Erfolg haben könnten, zeigen Geschichten
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Parlamentswahl: Wie Präsident Selenski die Ukraine in alte Zeiten zurückführen will
    Wladimir Selenski Seine Tour durch die Ukraine wirkt wie eine Mischung aus Wahlkampfreden und Open-Air-Konzerten. (Foto:& dpa) Bulldozer nehmen Anlauf zum Abriss der riesigen alten Fabrikhallen im Nordwesten Kiews. 1945 wurde hier eine Linie zur Produktion schwerer „Dnjepr“-Motorräder aufgebaut. Direkt neben den Hallen moderne kubische Gebäude aus dunkelbraunem Holz, poliertem Stahl und viel Glas. UNIT.city – die Ukrainische Nationale IT-Fabrik, ein Zentrum für Hightech, Internet, Telekommunikation und Luxuswohnblocks. Nirgends ist der Wandel der Ukraine so hautnah zu sehen wie hier im Nordwesten Kiews.2008 hatten die „Dnjepr“-Arbeiter aufgeben müssen, vier Jahre später wurde das riesige zentrumsnahe Gelände für heute lächerliche 7,5 Millionen Dollar verramscht. Die Produktion sollte wieder anlaufen, doch der Kleinoligarch, der gekauft hatte, dachte nicht daran. Ukrainische Verhältnisse.Wolodimir Selenski will sie beenden, diese ukrainischen Verhältnisse. Mit 41 Jahren ist er der jüngste Präsident des Landes und mit 73,2 Prozent bei den Präsidentschaftswahlen im April mit dem besten jemals erzielten Ergebnis ausgestattet. Jetzt muss er seine Macht etablieren. Am Sonntag will der ehemalige Komiker und Kinostar seine nach seiner Fernsehserie „Diener des Volkes“ benannte Partei bei den Parlamentswahlen zum Wahlsieg treiben.Die Kandidaten hat die neue Partei über das Internet angeworben. Immerhin 40 bis 45 Prozent werden den selbst ernannten „Dienern des Volkes“ in Umfragen eingeräumt. Die Ziele des Millionärs Selenski, der heute als Präsident noch umgerechnet 968,85 Euro brutto im Monat verdient, sind hoch. Er will nicht weniger als „in die Geschichte eingehen“, das Land im umkämpften Osten befrieden und die massive Korruption ausrotten – sagt er zumindest. Erste Zweifel kommen auf. Fast alle, die hier im UNIT.city ins Zentrum für Künstliche Intelligenz gehen oder am Vorlesungssaal für Automatisierung vorbeilaufen, haben bei der Präsidentenwahl Selenski gewählt. Heute, drei Monate später, ist die Zustimmung bei vielen noch immer groß. „Er steht für einen Neuanfang“, lobt der 31 Jahre alte Mathematiker Denis. Er werde jetzt auch seine Partei wählen, damit Selenski seine Ziele durchsetzen kann. Doch Oleh, der für ein IT-Start-up arbeitet, widerspricht: Er habe Selenski als Präsident gewählt, sagt der 29-jährige. Doch er sei nach der kurzen Zeit bereits enttäuscht. „Denn auch ihm geht es nur um die Macht.“Angriff auf KlitschkoIn der Tat hat der Jungpräsident einige umstrittene Entscheidungen getroffen. So regte er ein Gesetz an, das Ministern, Topbeamten und Abgeordneten aus der Amtszeit seines Vorgängers Petro Poroschenko für zehn Jahre die Teilnahme an Wahlen untersagt. Selbst die diplomatisch zurückhaltenden Botschafter der G7-Staaten in Kiew kritisieren deutlich: „Machtwechsel durch Wahlen gehören zur Demokratie, wahlloses Verbannen aller Verantwortlichen in Exekutive und Legislative nicht.“
    Dem zweimal gewählten Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko setzte Selenski einen Verwaltungsratschef für die drei Millionen Einwohner zählende Hauptstadt zur Seite. „Ein Bürgermeister, der nicht mehr die Verwaltung leitet, ist wie die Königin von England: Dekoration“, giftete der frühere Weltklasseboxer in Richtung des Präsidenten. „Das nimmt uns das verfassungsmäßige Recht der Selbstverwaltung und ist ein Rückfall in die Zeit Janukowitschs.“ Mit solchen Schritten hat der junge Präsident Sympathien verspielt. „Selenski übertreibt völlig“, meint IT-Entwickler Oleh. Er will seine Stimme stattdessen der neuen Partei Holos (Stimme) geben, die vom Rockstar Wjatscheslaw Wakartschuk angeführt wird. Der 44 Jahre alte Sänger, der über Supersymmetrie in der Teilchenphysik promoviert hat, tourt seit eineinhalb Monaten durch den größten Flächenstaat Europas mit einer Mischung aus Wahlkampfreden und Open-Air-Konzerten. Er will Veränderung: „Es ist Zeit, dass die Alten, die sich nur noch mit Dreck überschütten, zur Seite treten und Platz machen“, blaffte er einen früheren Verteidigungsminister in einer Talkshow an.Laut Umfragen dürfte seine neue Partei aus dem Stand drittstärkste Kraft werden. „Immer mehr Ukrainer sehen Wakartschuk nicht mehr nur als populären Musiker, sondern als ernst zu nehmenden Politiker“, sagt Inna Woloswitsch, Vizedirektorin der Kiewer Forschungsfirma InfoSapiens. Wakartschuk und seine Partei kritisieren die Schwachstellen Selenskis scharf. „Wir wollen keine Oligarchen mehr in der Politik, lehnen eine Zusammenarbeit mit pro-russischen Parteien ab und sind kategorisch gegen jede Kompensationszahlung für die Enteignung der Privatbank“, sagt Politikdirektor Pawlo Kuchta. Verbandelt mit OligarchenDas größte Geldhaus des Landes, das im Dezember 2016 verstaatlicht wurde, ist zentrales Wahlkampfthema. Der frühere Eigner der Privatbank, Oligarch Ihor Kolomojski, will das Institut zurück oder zwei Milliarden Dollar Entschädigung. Der geflüchtete Kolomojski war im Mai – vier Tage vor Selenskis Amtseinführung – aus Israel in die Ukraine zurückgekehrt. Er kennt den neuen Präsidenten, lief doch Selenskis Show „Diener des Volkes“, in dem er einen über Nacht vom Geschichtslehrer zum Staatschef Mutierten spielt, auf Kolomojskis Fernsehkanal 1+1. Nicht nur das verbindet beide: Selenski hat Kolomojskis Anwalt, einen früheren Beamten aus Zeiten des korrupten, nach Russland geflohenen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, zum Chef seiner Präsidialadministration gemacht. 1+1-Senderchef Oleksandr Tkatschenko steht auf Listenplatz acht der „Diener des Volks“. Der Präsident beschimpft immer wieder vermeintlich korrupte Beamte und fordert deren Entlassung. Er sei zu der Überzeugung gekommen, „dass man absolut niemandem trauen kann außer unserem kleinen Kreis Vertrauter. Sonst nehmen alle Schmiergelder und lächeln dazu brav“, sagt Selenski in einem Video seiner Partei. Doch angesichts der Ungereimtheiten um die Privatbank kommen Zweifel an der Ernsthaftigkeit seines Antikorruptionskampfs auf. Auch international: EU und Internationaler Währungsfonds (IWF), der das Land nach der Revolution mit Milliarden vor dem Bankrott gerettet hatte, haben mit einem Rückzug gedroht, sollte nach einer milliardenschweren Stabilisierung der Privatbank Geld an Kolomojski fließen. Derzeit ist unklar, ob Selenskis Partei die absolute Mehrheit im Parlament holen wird. Denn 199 der 424 Mandate werden direkt vergeben. Braucht er einen Koalitionspartner, müsste er zwischen dem Rocker Wakartschuk oder der Gasprinzessin wählen: Julia Tymoschenko, schon einmal Regierungschefin, gilt auch als Weggefährtin Kolomojskis. Sie will aus den Sparauflagen des IWF ausbrechen. Selenski indes betonte kürzlich das Interesse an einem neuen IWF-Programm für sein Land. Denn die Ukraine hat sich wirtschaftlich stabilisiert. 3,3 Prozent betrug das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr. Das Land ist weltgrößter Getreideexporteur. Die Währungsreserven lägen mit 20,6 Milliarden Dollar viermal so hoch wie zu Zeiten der Revolution 2013/14, sagt Tim Ash von BlueRay Asset-Management, der seit 32 Jahren die Ukraine analysiert. Andererseits bleibt noch viel zu tun,
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Bundeswehr : Merkel kündigt weiter steigende Verteidigungsausgaben an
    Angela Merkel Die Bundeskanzlerin will die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr sicherstellen. (Foto:& dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angekündigt, dass die deutschen Verteidigungsausgaben weiter steigen werden. Die Bundeswehr brauche für die Erfüllung ihrer Aufgaben mehr Unterstützung, Ausrüstung und Ausbildung, sagte Merkel am Samstag beim öffentlichen Gelöbnis für 400 Soldaten in Berlin. „Deshalb haben wir bereits die Verteidigungsausgaben gesteigert und werden das auch weiter tun“, so die Kanzlerin. „Das schulden wir unseren Soldatinnen und Soldaten. Das schulden wir auch unseren Partnern in den Vereinten Nationen, der Nato und der EU.“ Dies müsse Deutschland der Einsatz für Frieden und Sicherheit wert sein. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • NS-Zeit: Vor 75 Jahren: Das Stauffenberg-Attentat misslang, der Diktator überlebte
    Claus Graf Schenk von Stauffenberg Taugen Stauffenberg und die Angehörigen des militärischen Widerstands als Vorbild? (Foto:& dpa) Demokraten im heutigen Sinne findet man nur sehr wenige unter den Männern und Frauen, die im Widerstand gegen Adolf Hitler ihr Leben riskiert haben. Vor allem in bürgerlichen Kreisen, im Adel und unter den Offizieren der Reichswehr gab es viele, die mit den neuen Machthabern zunächst auch Hoffnungen verbanden – etwa mit Blick auf die Überwindung des ungeliebten Vertrags von Versailles.Darüber, ob die Angehörigen des militärischen Widerstandes heute trotzdem zum Vorbild taugen oder nicht, ist jetzt – 75 Jahre nach dem misslungenen Attentat im Führerhauptquartier Wolfsschanze – eine neue Debatte entbrannt. Befeuert wird dieser Streit von mehreren neuen Publikationen, die sich vor allem mit der Motivation von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auseinandersetzen, dem Oberst der am 20. Juli 1944 einen Sprengsatz zündete, um Hitler zu töten. Ging es Stauffenberg darum, eine bedingungslose Kapitulation zu verhindern oder gar um die eigene heroische Tat? Handelte er, der als ranghoher Militär viel wissen musste über die Verbrechen des Regimes, aus religiöser Überzeugung und Verantwortungsgefühl? Das Attentat misslang. Der Diktator überlebte. Stauffenberg und seine Mitverschwörer wurden hingerichtet. Die Gestapo fand bei ihren Ermittlungen heraus, dass die Verschwörer auch Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen außerhalb des Militärs unterhalten hatten. Dennoch setzte sich die von Hitler damals in einer Rundfunkansprache gemachte Behauptung, hinter dem Attentat habe nur eine „kleine Clique“ von Offizieren gesteckt, in vielen Köpfen fest. Die Verschwörer des 20. Juli wurden vielleicht auch deshalb in den ersten zwei Jahrzehnten nach dem verlorenen Weltkrieg von vielen Deutschen immer noch als „Verräter“ angesehen. Das änderte sich erst allmählich.Soldaten sollen nicht blind Befehlen folgenFür das Traditionsverständnis der Bundeswehr hat der militärische Widerstand bis heute große Bedeutung. Denn wie Stauffenberg, Generalmajor Henning von Tresckow und andere Militärs, die dem verbrecherischen NS-Regime den blinden Gehorsam verweigerten, so sollen auch die Soldaten der Bundeswehr als Bürger in Uniform selbst denken und nicht blind Befehlen folgen.Doch wer den Fokus zu stark auf die Verschwörer aus den Reihen der Wehrmacht richtet, verliert leicht die anderen aus dem Blick, deren Schicksale die Berliner Gedenkstätte im Berliner Bezirk Tiergarten auch dokumentiert, Sophie Scholl und die Weiße Rose, das Widerstands-Netzwerk, dem die Nationalsozialisten den Namen „Rote Kapelle“ gaben, der Arbeiter Georg Elser, der schon 1939 eine Bombe gezündet hatte, die Hitler töten sollte, und viele mehr.Knapp zwei Wochen vor dem 75. Jahrestag lud die Berliner Bertelsmann-Repräsentanz den Leiter der Berliner Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Johannes Tuchel, zum Streitgespräch mit Thomas Karlauf ein. Karlaufs Biografie „Stauffenberg. Porträt eines Attentäters“ hatte zuletzt für einigen Wirbel gesorgt. Tuchel hielt Karlauf, der in seinem Buch den großen Einfluss des 1933 verstorbenen Dichters Stefan George auf Stauffenberg betont, entgegen, der spätere Attentäter sei sehr wohl „ein politischer Kopf“ gewesen.Da die Protagonisten des militärischen Widerstandes hingerichtet wurden und auch aus dem mit ihm verbundenden Kreisauer Kreis, der Pläne für eine Nachkriegsordnung erarbeitet hatte, nur wenige überlebten, sind bis heute nicht alle Fragen, die Historiker interessieren, beantwortet. Vor allem die Frage, was die Verschwörer wann über die Vernichtung der Juden in den Konzentrationslagern wussten, und inwieweit sie dieses Wissen bei ihren Überlegungen leitete, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Regelrecht empört zeigte sich Tuchel bei der Diskussion mit Karlauf über die von ihm beobachtete Vereinnahmung Stauffenbergs durch die AfD und die sogenannte Neue Rechte, die in ihrer Fundamentalopposition gegenüber den etablierten Parteien oft von „Widerstand“ spricht. Die Thüringer AfD-Landtagsfraktion hatte vor zwei Jahren das Konterfei Stauffenbergs mit dem Spruch „Der echte Antifaschismus hat keine bunten Haare“ veröffentlicht.Stauffenberg war als Attentäter keine ideale BesetzungTuchel sagte: „Nee, ihr seid nicht im Widerstand. Dies ist etwas anderes als Widerstand in einer totalitären Diktatur.“ Es sei eine Unverschämtheit, dass die von dem christlichen Widerstandskämpfer Josef Wirmer für ein neues Deutschland entworfene Flagge heute auf den Kundgebungen des ausländerfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden geschwenkt werde. „Dieses Symbol, das für Demokratie und für die Wiederherstellung des Rechtsstaates steht“, dürfe nicht vereinnahmt werden von Menschen, die intolerant seien und „die ein anderes autoritäres Gesellschaftsbild haben.“Ähnlich hatte sich zuvor auch Sophie von Bechtolsheim, eine Enkeltochter Stauffenbergs, geäußert. Sie hatte im Juni das Buch „Stauffenberg – Mein Großvater war kein Attentäter“ veröffentlicht. Mit dem Titel will die Autorin ausdrücken, dass es ihrem Vorfahren nicht um die Tat selbst gegangen sei, sondern darum, eine neue Ordnung in Deutschland zu etablieren.Stauffenberg war als Attentäter keine ideale Besetzung. Das Hantieren mit dem Zünder war für ihn aufgrund seiner Kriegsverletzung nicht leicht. Er hatte 1943 in Tunesien ein Auge, eine Hand, sowie mehrere Finger der anderen Hand verloren. Außerdem sollte er auch den Umsturz von Berlin aus vorantreiben. Deshalb flog er am Tag des Attentats, direkt nachdem er den Sprengsatz deponiert hatte, in die Hauptstadt zurück. Dass letztlich er derjenige war, der den Sprengsatz zündete, war auch dem Umstand geschuldet, dass sich unter denen, die Zugang zu Hitler hatten, kein anderer fand, der bereit gewesen wäre, das Attentat auszuführen. Mehr: Rechts- und Linksextreme versuchen verstärkt, ihre Positionen salonfähig zu machen. Dabei sind sie teilweise erfolgreich, warnen der Verfassungsschutzpräsident und der Innenminister. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • US-Außenminister: Pompeo in Mexiko: Wirtschaftliche Sprengkraft statt Freundschaftsbesuch
    Mike Pompeo Bestimmendes Thema beim Treffen zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und dem mexikanischen Außenminister Erbrard wird die Flüchtlingsbewegung aus Zentralamerika sein. (Foto:& AP) Es dürfte kein sonderlich angenehmes Treffen werden am Sonntag zwischen Mike Pompeo und Marcelo Ebrard. Auch wenn der mexikanische Außenminister versucht, den Termin mit seinem US-Kollegen als ein Wiedersehen unter Freunden zu deklarieren. „Wir werden unter anderem über die Themen Migration, Handel und den ‚Integralen Entwicklungsplan für Zentralamerika’ sprechen“, ließ der mexikanische Ressortchef über Twitter wissen. Aber was wie Routine klingen soll, ist ein Gespräch mit einer hohen politischen und vor allem wirtschaftlichen Sprengkraft für Mexiko. Denn noch immer hängen die Strafzölle wie ein Damoklesschwert über dem Land. US-Staatschef Donald Trump hatte Anfang Juni damit gedroht, diese zu verhängen, wenn Mexiko nicht die Zahl der Migranten reduzieren, die Monat für Monat Richtung USA strömen.So sei das Treffen mit Pompeo in Mexiko-Stadt auch so etwas wie „Inventur“, sagt Jésus Seade, der für Nordamerika-Fragen zuständige Vize-Außenminister. Aber nicht etwa darüber, ob Mexiko die Zahl der Migranten tatsächlich reduziert habe, sondern über die „Vertiefung unserer gemeinsamen Idee eines Plans für Zentralamerika“. Überhaupt sei die Beziehung zu den USA „fruchtbar“. Man wolle jetzt weiter in die Zukunft schauen, versichert Seade.Pompeo befindet sich gerade auf einer Lateinamerika-Rundreise. Am Freitag nahm er an einer Anti-Terrorismus-Konferenz in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires teil, anschließend flog er nach Ecuador weiter. Danach folgen Mexiko und El Salvador. Im zweiten Teil seiner Reise stehen die Flüchtlingsbewegungen aus Zentralamerika im Fokus, gegen welche die USA an der Grenze zu Mexiko aggressiv vorgehen. El Salvador und Ecuador hat seit knapp zehn Jahren kein US-Außenminister mehr besucht. Dass Pompeo dort Station macht, belegt, wie vordringlich für Washington eine Lösung der Flüchtlingsproblematik ist.Gerade in Ecuador halten sich Tausende Migranten auf, die vor der politischen und wirtschaftlichen Krise Venezuelas flüchten, auch aus El Salvador machen sich ungezählte Asylsuchende auf den Weg in die USA. Seit Monaten streitet sich Washington mit Mexiko-Stadt um die Flüchtlinge aus Zentralamerika, die über das Transitland Mexiko zu Hunderttausenden an die US-Grenze gelangen. Mexiko meldet Rückgang der Zahl der MigrantenIm Juni gingen die Flüchtlingszahlen zwar zurück, doch noch immer erreichen monatlich über 100.000 Migranten die Südgrenze der USA. „Wir werden alle Möglichkeiten diskutieren, wie wir zusammenarbeiten können, um illegaler Migration entgegenzuwirken”, sagte ein führender Beamter des US-Außenministeriums mit Blick auf das Treffen am Sonntag.Unterdessen meldet das mexikanische Außenamt für Juni einen Rückgang der zentralamerikanischen Migranten an der Südgrenze des Landes um 40 Prozent. Diese Zahl will Ebrard seinem Gegenüber Pompeo detailliert bei ihrer Begegnung erläutern. Trump hatte Mexiko mit hohen Importzöllen bis zu 25 Prozent gedroht, sollte das Land keine Maßnahmen gegen die Migration der Zentralamerikaner ergreifen.Die Frist, bis zu der Mexiko Lösungen vorlegen soll, läuft noch in diesem Monat aus. Pompeo dürfte in Mexiko auch noch mal auf ein Abkommen über sichere Drittstaaten drängen, das Guatemala und vor allem Mexiko ablehnen. Dennoch hatte Trump Anfang der Woche verkünden lassen, die USA würden ab sofort Asylanträge von Migranten an der Grenze zu Mexiko ablehnen, wenn diese auf ihrem Weg nicht zuvor in Mexiko oder einem anderen Land den Flüchtlingsstatus beantragt hätten. Außenminister Ebrard wies die US-Entscheidung zurück. Washington könne eine solche Drittstaatenregelung gar nicht alleine beschließen, sagte der Minister. „Dazu braucht es das Einverständnis von Mexiko“. Die US-Entscheidung bedeute im Ergebnis, dass die US-Asylentscheidung nach Mexiko verlagert werde.Kurz vor Pompeos Abreise nach Argentinien hatte Washington den Druck auf den Nachbarn noch einmal verstärkt. Man könne nicht über ökonomische Zusammenarbeit sprechen, „bevor wir nicht die Migrationskrise in den Griff bekommen haben”, betonte der US-Regierungsbeamte. Die USA strebten an, täglich „viel mehr Menschen nach Mexiko zurückzuschicken”.Die meisten Asylanträge zentralamerikanischer Migranten werden inzwischen abgelehnt. Seit dieser Woche gehen US-Behörden auch verstärkt mit Razzien gegen Einwanderer vor, die sich ohne Papiere im Landesinneren aufhalten. Trump möchte im Jahr vor den US-Präsidentschaftswahlen das Signal setzen, dass er handelt und hart durchgreift.Gespräche über Handelsabkommen USMCAEbrard, der selbst am Freitag nach El Salvador gereist ist, will dort das Programm „Sembrando Vidas” („Leben säen”) ins Leben rufen, das helfen soll, wirtschaftliche Alternativen für die Menschen in dem Armutsdreieck Salvador, Guatemala und Honduras zu schaffen. Mit dem Programm erfüllt Mexiko eine weitere Zusage gegenüber den USA.Für diese Initiative haben nach den Worten von Ebrard die EU-Kommission und verschiedene Organisationen mehr als sieben Millionen Euro beigesteuert. Bilateral haben laut dem Minister fünf weitere Staaten, Deutschland, Spanien, Chile, Bolivien und Uruguay, ebenfalls Hilfe zugesagt. In Mexiko wird Pompeo mit seinem Amtskollegen auch über das nordamerikanische Handelsabkommen USMCA sprechen, dessen Zukunft ungewiss ist. Denn während Mexikos Parlament das Abkommen inzwischen brav ratifiziert hat, hängt es in den USA und Kanada noch in den Parlamenten. Das Abkommen, dass eine Art Nafta 2.0 ist, hatte Trump aufsetzen lassen, weil sein Land bei dem ursprünglichen Abkommen zu schlecht weggekommen sei. Der Wüterich in Washington bezeichnete die Ursprungs-Nafta als den „schlechtesten Deal aller Zeiten“ für sein Land.Mehr: Mexikanische Malaise – Worunter die Wirtschaft des Schwellenlands leidet. Eine unberechenbare Regierung, ein überschuldeter Staatskonzern Pemex und vor allem der Handelskonflikt mit den USA hemmen die Wirtschaftsentwicklung. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Antworten auf wichtige Fragen: Diese Wirtschaftsbücher bereichern Ihren Sommerurlaub
    Bücher sind dem allgemeinen Zeitgeist oft voraus. So spielte die Digitalisierung frühzeitig eine Hauptrolle beim Blick in die Kataloge der Verlage. Zunächst standen die Möglichkeiten der neuen Technologien im Vordergrund, dann konkret die Chancen für deutsche Firmen und die Risiken inklusive Datensicherheit. Nun wenden sich großartige Autoren dem Menschen zu.Unsere Sachbuchtipps für Ihren Sommerurlaub – anhand der wichtigsten Fragen, die sie beantworten.Wie sehr vertrauen wir noch dem Staat und seinen Behörden?Das Bücherjahr 2019 begann mit einem Paukenschlag, nämlich dem neuen Werk von Michael Lewis. In „Erhöhtes Risiko“ (Campus Verlag) stellt der Bestsellerautor die Frage, wie viel Staat wirklich nötig ist – und wie gut oder schlecht die Behörden unter US-Präsident Trump funktionieren. Der Neuigkeitswert ist auch für den deutschen Leser enorm, die Erkenntnisse sind erschreckend. Die 220 Seiten bereichern jede Reisetasche.Was macht Macht mit uns Menschen? Bei wem könnte man sich das besser anschauen als bei William Shakespeare? Und wer könnte Shakespeare gewinnbringender in die heutige Zeit transferieren als der Literaturwissenschaftler und Pulitzer-Preisträger Stephen Greenblatt? Sein Buch „Der Tyrann“ (Siedler Verlag) regt nicht nur Führungskräfte zum Nachdenken an – aber die besonders. Anhand der wichtigsten Figuren aus Shakespeares Dramen hält Greenblatt uns und unserem Umgang mit Macht den Spiegel vor. Droht ein Konflikt Stadtmenschen versus Landmenschen?Wer an Francis Fukuyama denkt, dem kommt unweigerlich die These vom „Ende der Geschichte“ in den Sinn. Mit ihr hat der renommierte Politikwissenschaftler nicht ganz recht behalten – der Siegeszug der liberalen Demokratie ist so nicht eingetreten. Zumindest brauchte es eine Weiterentwicklung, wie er selbst zugibt. Diese steckt in seinem neuen Buch „Identität” (Hoffmann und Campe Verlag).Eine seiner vielen nachdenkenswerten Thesen lautet: „Die Demokratie braucht Tugenden, die nicht an bestimmte Gruppen gebunden sind.“ Der Rechtspopulismus sei vor allem auf dem Land erstarkt, und das weltweit. Je geringer die Bevölkerungsdichte, desto anfälliger seien die Menschen für solches Gedankengut. Die Unzufriedenheit sei auch in reichen Ländern gewachsen, weil es mit der Umverteilung nicht klappe.Fukuyamas Thesen sind so streitbar wie interessant und manchmal ist der Text ein wenig verkopft geschrieben. Unterm Strich ist das Buch dennoch sehr lohnenswert. Büroarbeit Nicht jeder Job trägt auch zum Wohl der Welt bei. Was gibt beruflichen Tätigkeiten eigentlich Wert? (Foto:& dpa) Welche Tätigkeiten erzeugen wirklich Gutes?So mancher denkt an David Graebers Buch „Bullshit Jobs“: In unserem parasitären System gibt es zahlreiche Akteure, die reich werden und die scheinbar Werte erzeugen, aber mit ihren Produkten und Dienstleistungen eigentlich gar nichts zum Wohl der Welt beitragen. Genau diese Thematik analysiert Mariana Mazzucato in ihrem Buch „Wie kommt der Wert in die Welt?“ (Campus Verlag).Das Werk ist keine leichte Bettlektüre. Mazzucato dreht historische Schleifen, die einige Leser überspringen werden. Aber ihre Gedanken sind bestechend. Ein Beispiel: Wir gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Gut auch einen Wert haben müsse, solange es auf dem Markt gekauft wird. „So bestimmt nicht eine Werttheorie den Preis, sondern die Preistheorie den Wert.“ Das klingt theoretischer als es ist und ist nicht nur etwas für Ökonomen. Der Wirtschaftsroman, der in diesem Jahr bislang für das meiste Aufsehen gesorgt hat, ist Marc Elsberg gelungen: In „Gier“ (Blanvalet Verlag) ist der bekannte Science-Thriller-Autor wieder ganz in der Realität angekommen. Die entscheidende Frage des Romans: Wie weit würden Menschen gehen, um noch reicher und mächtiger zu werden?Konkret geht es um einen Ökonomen, der ein geheimnisvolles ökonomisches Konzept vorstellen will und plötzlich verstirbt. Eine Formel, die Wohlstand für alle möglich macht. In den Diskussionen nach Erscheinen des Romans musste Elsberg diesen Gedanken verteidigen, der einigen Ökonomen tatsächlich kam. Zweifel blieben. Lesenswert ist sein Roman aber allemal, denn die Geschichte ist spannend und handwerklich gut inszeniert. Harald Welzer Der Sozialpsychologe entwirft in „Alles könnte anders sein“ eine Gesellschaftsutopie. (Foto:& Dominik Butzmann für Handelsblatt) Was hält unsere Gesellschaft zusammen?Das Wirtschaftsleben findet in Gesellschaften statt. Und wer weiß, wie diese ticken, hat einen strategischen Vorteil. Unzweifelhaft ist „Was uns zusammenhält“ (S. Fischer Verlag) von Mark W. Moffett ein wuchtiges Opus Magnum von knapp 700 Seiten, das nicht jeder Manager mit in den Sommerurlaub nehmen muss. Aber wer an dem Wesen des menschlichen Miteinanders interessiert ist, an unserer Geschichte und den Parallelen sowie Unterschieden zur Tierwelt, der findet hier auf praktisch jeder Seite Spannendes.Einer seiner Kernthesen: „Menschliche Gesellschaften ähneln denen sozialer Insekten stärker als wir glauben möchten.“ Der Autor begründet, warum Gesellschaften keine Erfindung des Menschen sind, aber doch „notwendige Voraussetzung für die Conditio humana“. Und der Leser lernt, warum es ein an Bedeutung kaum zu unterschätzender USP der Menschen ist, dass wir einfach in ein voll besetztes Café gehen können, ohne uns unwohl zu fühlen.Auch Harald Welzer beschäftigt sich in seinem Buch „Alles könnte anders sein“ (S. Fischer Verlag) mit gesellschaftlichen Fragen. Dass er sich bei den Digital Natives einschmeicheln möchte, kann man ihm dabei nicht vorwerfen: Der Sozialpsychologe feuert in seinem Buch reihenweise kritische Thesen ab und zerreißt den Kapitalismus in seiner jetzigen Ausprägung in der Luft. Ein paar Widersprüche finden sich, aber mit vielem hat Welzer unangenehmerweise recht. Auch seine Vorschläge lesen sich logisch. Sehr interessante Thesen zu der Frage, warum moderne Gesellschaften zu scheitern drohen, bietet auch Michael Pauen. In seinem Buch „Macht und soziale Intelligenz“ (S. Fischer Verlag) erklärt der Philosophie-Professor zum Beispiel, dass es eine Art „Wettrüsten“ gibt zwischen den Anforderungen einer immer komplexer werdenden Gesellschaft und unserer sozialen Intelligenz. Wir Menschen legen zwar zu, aber manchmal nicht schnell genug. Aus Sicht von Michael Bohmeyer und Claudia Cornelsen würde das bedingungslose Grundeinkommen die Gesellschaft zusammenhalten. In ihrem Buch „Was würdest du tun” (Econ Verlag) erklären die beiden Aktivisten, was es mit Menschen macht, wenn man ihnen einfach so monatlich Geld überweist. Die Ergebnisse sind spannend, die Schlussfolgerungen bisweilen gewagt. Streitbar hoch 20, aber lesenswert. Smartphone Viele Autoren beschäftigten sich zuletzt mit der Frage, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt und die Gesellschaft verändert. (Foto:& dpa) Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?Weder kann noch muss
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Dekarbonisierung: Die Industrie hat in der Klimaschutzdebatte einen schweren Stand
    Bis 2050 will Deutschland klimaneutral werden. Aber was heißt das genau? Und was bedeutet das für einzelne Branchen? Gerade für die energieintensive Industrie haben Dekarbonisierung und Treibhausgasneutralität, also die Abkehr von fossilen Energieträgern, eine enorme Relevanz. Wie also soll die Dekarbonisierung gestaltet werden? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig? Die Chemische Industrie als größter industrieller Stromverbraucher Deutschlands hat Fragen wie diese in den vergangenen zwei Jahren in einem „Stakeholder-Dialog Dekarbonisierung“ mit Vertretern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft diskutiert. Das Zwischenergebnis: In einigen Fragen kann man sich auf einen gemeinsamen Nenner verständigen, in anderen nicht. Der Dialog-Prozess wird fortgesetzt.Das Teilnehmerspektrum der Dialogrunden ist breit gefächert. Es reicht vom Initiator des Prozesses, dem Verband der Chemischen Industrie (VCI), über Branchenunternehmen wie den Chemiekonzernen BASF, Lanxess und Evonik und Wacker-Chemie, über den Rückversicherer Munich Re und verschiedenen Wirtschaftsverbände bis hin zu Klimaschutzorganisationen wie Germanwatch und WWF. Deutlich wurde dabei, dass der Transformationsprozess mit „disruptiven Veränderungen“ in der Branche verbunden sein wird, heißt es im Dialogbericht „Dekarbonisierung“, der dem Handelsblatt vorliegt. „Bislang fehlen uns die Technologien, um vollständig treibhausgasneutral zu werden“, gibt Utz Tillmann, VCI-Hauptgeschäftsführer, zu bedenken. Von der Bundesregierung fordert er eine schnelle Präzisierung, ob bis zur Mitte des Jahrhunderts 80 oder 95 Prozent der Emissionen im Vergleich zu 1990 einzusparen sind. „Das ist von erheblicher Bedeutung.“ Seit 2015 ist der Begriff der Dekarbonisierung in Politik und Wirtschaft angekommen. So unsicher der genaue Weg dahin ist, so sicher ist der Wille, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Dieses sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius – besser auf 1,5 Grad – im vorindustriellen Vergleich zu begrenzen.Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts nicht mehr klimaschädliche Gase ausgestoßen werden dürfen, als der Atmosphäre durch sogenannte Senken entzogen werden, also durch Wälder oder die bislang extrem umstrittene Speicherung von CO2. Ansonsten bleibt das Ziel unerreichbar. Diese Treibhausgasneutralität wiederum kann nur erreicht werden, wenn die Weltwirtschaft konsequent deutlich weniger Kohlenstoff umsetzt, sich also zunehmend dekarbonisiert.„Dialog statt Schützengraben“„Wenn die Welt bis 2050 treibhausgasneutral sein will, dann muss dringend gehandelt werden“, sagt Ernst Rauch, Klimaexperte von Munich Re, der an den fünf Treffen der Runde ebenfalls teilgenommen hatte. Auch er sieht die Bundesregierung in der Pflicht, in der Klimapolitik klare Ziele vorzugeben: „Unklarheit ist ein Investitionshemmnis. Das können wir uns wirtschaftlich nicht erlauben.“Ob eine Bepreisung von CO2 eine richtige Maßnahmen wäre, will die Runde im Herbst diskutieren. Aus Sicht der Industrie würde die Einführung eines CO2-Preises ohne eine Klärung auf internationaler Ebene eine Verzerrung der Wettbewerbssituation bedeuten, heißt es zurückhaltend. Nationale Zielvorgaben werden eher abgelehnt.Der Verbleib der Chemischen Industrie in Deutschland wurde ebenso wie die notwendige Transformation von keinem der Dialogpartner in Frage gestellt. „Die Erneuerung soll an den deutschen Standorten stattfinden, nicht im Ausland“, sagte Ralf Bartels, Abteilungsleiter bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Deswegen plädiere er für „Dialog statt Schützengraben.“ „Wir hoffen, dass dieser Dialog den Aufbruch in eine fossilfreie Welt verstärken kann“, sagt Oldag Caspar, Teamleiter Deutsche- und Europäische Klimapolitik von Germanwatch. Er plädierte dafür, Vertrauen in die Innovationsfähigkeit der Branche zu haben. Doch Vertrauen allein wird nicht ausreichen. Wer durch den Dialogbericht blättert, sieht zwar Schlussfolgerungen und Ergebnisse, über die unter allen Teilnehmer Konsens besteht. Dazu zählt etwa das Bekenntnis zu den Klimaschutzzielen. Der Kohleausstieg dagegen wurde von den Teilnehmern des Dialogs zum „Dissensfeld“ erklärt. Es habe „keine Annäherung“ gegeben, heißt in dem Bericht. Gleiches gilt für die Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage, kurz CCS). Während die Industrie zumindest über die Möglichkeiten von CCS für nicht anders vermeidbare industrielle Emissionen, die sogenannten Prozessemissionen, diskutieren will, schließt die Naturschutzorganisation BUND dies aus: CCS sei „keine Option, die betrachtet werden sollte“. So bleibt der Dialog anspruchsvoll für beide Seiten. Der Wille, ihn fortzusetzen, ist dennoch bei den Teilnehmern zu spüren.Mehr: Im vergangenen Jahr haben die größten deutschen Börsenkonzerne ihre Emissionen nur leicht senken können. Einige haben sogar kräftig zugelegt.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Wahlkampf: Japanische Oberhauswahlen: Abe aus Mangel an Alternativen
    Shinzo Abe Der Ministerpräsident hat durch mehrere Skandale an Zustimmung verloren – trotzdem gilt Abe als Favorit. (Foto:& AP) Wahlwerbespots im Programm des japanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders NHK sind in der Regel wenig telegen. Da flimmern keine professionell gefilmten politischen Botschaften über die Bildschirme. Stattdessen wird Parteivertretern nur erlaubt, sich vor einer braungrauen Einheitskulisse verbal dem Volk zu präsentieren. Doch im Wahlkampf für Japans Oberhaus am 21. Juli zeigt eine Partei, dass Japaner durchaus Humor besitzen.Die „Partei-die-die-Japaner-vor-NHK-schützt“-Partei nützt diese nüchterne Bühne für ihren Aufruf ans Volk, die Zahlung der Rundfunkgebühren zu boykottieren. Der Parteikandidat für die Präfektur Tochigi erklärt mit übergestülpter Erdbeermaske inklusive gelber Herzchenbrille, warum seine Partei die Gebühren abschaffen will. Ein anderer zählt diverse Verfehlungen und Skandale von NHK-Mitarbeitern auf, darunter sexuelle Eskapaden eines leitenden Angestellten mit einer Mitarbeiterin im Auto. Und der kritisierte Sender kann nichts anderes tun, als die Anti-NHK-Propaganda unzensiert zur besten Sendezeit auszustrahlen.Man könnte diese süffisanten wie süffigen Ergüsse als Ablenkung im Wahlkampf abtun, wie einige der anderen acht Splittergruppen, die sich neben sieben traditionellen Parteien um Mandate bewerben. Aber die Anti-NHK-Partei ist mit immerhin 41 Kandidaten die Gruppierung mit der drittgrößten Wahlliste für die obere Kammer des Parlaments, das die Entscheidungen des politisch maßgeblichen Unterhauses absegnen muss.Nur die regierende liberaldemokratische Partei und die größte Oppositionspartei, die konstitutionelle demokratische Partei, haben mehr Kandidaten aufgestellt. Die Bürgerbewegung übertrifft sogar die Kommunisten, die normalerweise zwischen sechs und zehn Prozent der Stimmen erhalten. Japans Ministerpräsident Abe gilt als FavoritChancen auf einen Sieg werden der Partei allerdings nicht eingeräumt. Als Topfavoriten gelten die bisherigen Koalitionspartner, die LDP von Ministerpräsident Shinzo Abe und der kleineren Neuen Gerechtigkeitspartei, die von einer buddhistischen Sekte unterstützt wird.Zwar verbietet das Wahlgesetz detaillierte Prognosen, aber Meinungsforscher veröffentlichen Bandbreiten. Und nach denen dürfte die Koalition keine Schwierigkeiten haben, eine absolute Mehrheit in der oberen Kammer des Parlaments zu verteidigen. In den Teilwahlen der künftig 245 Oberhausabgeordneten werden 124 Mandate neu vergeben. Wegen der großen Mehrheit aus den vorherigen Teilwahlen im Jahr 2016 benötigt die Koalition nur noch 53 Mandate dafür.Offen ist, ob Abes Koalition allein eine Zweidrittelmehrheit mit mindestens 164 Mandaten erhält, die für das bisher gescheiterte Lieblingsprojekt des Premier notwendig ist: eine Verfassungsrevision, die die das Militär offen anerkennt und dessen strikten Einsatzgrenzen ausweitet.Der Grund für Abes Erfolg ist nicht etwa dessen Beliebtheit. Die Zustimmungsrate zu seinem Kabinett liegt über 40 Prozent. In vielen Schlüsselfragen wie einer Verfassungsänderung und dem Neustart von Atomreaktoren gewinnen in Umfragen seine Gegner. Außerdem hat Abe durch eine Reihe an Skandalen Fans verloren. „Aber die Opposition ist weiterhin extrem schwach“, meint der Politologe Koichi Nakano von der Sophia Universität.Ein Land ohne OppositionDie Demokratische Partei, lange größte Reformhoffnung, hat die große Zahl der unentschlossenen Wähler sechseinhalb Jahre nach Abes Sieg nicht wieder begeistern können. Die LDP regiert Japan seit 1955, nur mit kurzen Unterbrechungen 1993 und zuletzt 2009. Die „konstitutionelle demokratische Partei“ hat es zwar geschafft, sich mit den meisten Oppositionsparteien ein Wahlbündnis in den 32 Ein-Personen-Wahlkreisen zu schließen. Mit der Einheitsfront haben die Parteien immerhin größere Chancen, die Kandidaten der Koalitionsparteien zu besiegen.Aber nur noch rund die Hälfte der Wahlberechtigten geben überhaupt noch ihre Stimme ab. Und die LDP hat dank ihrer langen Herrschaft die größte und stabilste Wählerbasis. Nur eine Wahlmüdigkeit der liberalen Wähler scheint der Opposition daher zu einem Überraschungserfolg verhelfen zu können. „Abe führt aus einem Mangel an Alternativen“, resümiert Nakano.Bleibt ein politischer Papiertiger?Die politische Situation wird daher wahrscheinlich nach der Wahl so aussehen wie vorher, meint Tobias Harris, Japan-Experte vom Sicherheitsberater Teneo Intelligence: ein auf dem Papier starker Ministerpräsident Abe, dem weder aus Reihen seiner Partei noch der Opposition eine Gefahr droht, der allerdings weiterhin außen- wie innenpolitisch keine großen  Erfolge vorweisen kann.Außenpolitisch hat sich Abe durch seine harte Anti-Nordkorea-Politik in den Atomverhandlungen mit der Diktatur isoliert. Eine Annäherung mit China gelingt nicht wirklich. Nun führt er sein Land auch noch in einen eskalierenden Konflikt mit Südkorea, bei dem es sich um japanische Kolonialgeschichte und deren politischer und juristischer Aufarbeitung dreht.Innenpolitisch hat er noch nicht einmal eine ernsthafte Diskussion über seine Verfassungsänderung beginnen können, obwohl die Befürworter einer Revision seit 2016 über eine Zweidrittelmehrheit im Unter- und Oberhaus besitzen. Denn erstens wissen selbst die Unterstützer, dass eine Revision bei den Wählern unbeliebt ist. Zweitens herrscht keine Einigkeit über den Inhalt und das Ausmaß einer Verfassungsänderung. Ein deutlicher Sieg dürfte Abe daher dazu verleiten, sein politisches Projekt wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Aber das bleibt womöglich eine Mission Impossible.Der größte Wahlsieger könnte daher vielleicht die Anti-NHK-Partei werden. Selbst wenn sie keine Sitze erhalten sollte, kann sie in ihrem jahrelangen Kampf gegen NHK immerhin hoffen, dass das Heer der Nichtzahler wieder wächst. 2018 war der Anteil der NHK-Zahlverweigerer unter die 20-Prozentmarke abgerutscht.Mehr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat gute Chancen auf eine Wiederwahl. Seine Partei geht als Favorit in die anstehenden Parlamentswahlen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Parteitag: Meuthen will wieder für AfD-Vorsitz kandidieren
    Jörg Meuthen Der AfD-Chef bleibt optimistisch und kandidiert für den Posten als Parteichef. (Foto:& dpa) AfD-Chef Jörg Meuthen will beim Parteitag im Herbst erneut für den Parteivorsitz kandidieren. „Ich weiß, dass ich sehr viel Rückhalt in der Partei habe“, sagte Meuthen den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Wenn die Unterstützung so bleibt, wie sie ist, kann und will ich mich einer weiteren Kandidatur um den Parteivorsitz nicht verwehren.“Meuthens Kreisverband Ortenau in Baden-Württemberg hatte den Parteichef und Europaabgeordneten unlängst nicht als Delegierten für den Parteitag aufgestellt. Damit darf Meuthen als Co-Vorsitzender der AfD zwar trotzdem am Parteitag teilnehmen und dort auch sprechen. Er darf aber den neuen Bundesvorstand nicht mitwählen. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Niedrigzinsen: Sparkasse Nürnberg kündigt 21.000 Sparverträge
    Sparkasse Die Sparkasse Nürnberg hat Tausenden Kunden ihre Sparverträge gekündigt. (Foto:& dpa) Die Sparkasse Nürnberg prescht mit der Kündigung tausender Sparverträge vor. Sie hat 21.000 Prämiensparverträge per Ende September gekündigt, wie eine Sprecherin der Sparkasse auf Handelsblatt-Anfrage mitteilte. Dabei geht es um Verträge des Typs „Prämiensparen flexibel“. Die Sparkasse begründet ihr Vorgehen mit der „aktuellen Niedrigzinsphase“, so die Sprecherin. Darin sehe man einen sachgerechten Grund für die Kündigung. Zudem verwies sie auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Mai, nach dem die Kündigung langjähriger Sparverträge unter bestimmten Umständen zulässig ist (XI ZR 345/18).Zwar ist bereits von rund einem Dutzend Sparkassen vor allem aus Ostdeutschland bekannt, dass sie Prämiensparverträge gekündigt haben. Doch bis auf die Sparkasse Leipzig waren es kleinere Häuser. Die Zahl von 21.000 ist daher eine neue Dimension. Die Nürnberger Sparkasse zählt mit einer Bilanzsumme von gut elf Milliarden Euro zu den 20. größten Sparkassen in Deutschland. Vor allem aber ist ihr Schritt ein Signal dafür, dass Kunden bundesweit eine Kündigungswelle bei den lange massenhaft vertriebenen Prämiensparverträgen droht. Sie sind angesichts der niedrigen Zinsen aus Kundensicht derzeit besonders attraktiv: Bei diesen Sparverträgen erhalten Kunden neben dem Grundzins auf die insgesamt angesparte Summe eine Prämie auf die jeweils in einem Jahr eingezahlte Summe – und diese Prämie steigt im Zeitverlauf. Eine feste Laufzeit gibt es nicht. Bei den Verträgen der Nürnberger Sparkasse – wie bei vielen anderen Sparkassen – erhalten Kunden ab dem 15. Sparjahr die höchste Prämienstufe und damit 50 Prozent der in dem Jahr eingezahlten Sparbeträge als Bonus. Das Geldhaus hat nun Verträge gekündigt, bei denen Kunden mindestens einmal die höchste Prämie erhalten haben.Hohe Gewinne trotz NiedrigzinsenDer BGH entschied im Mai, dass bei den strittigen Sparverträgen – in dem Fall von der Kreissparkasse Stendal – ein ordentliches Kündigungsrecht bis zum Erreichen der höchsten Prämienstufe ausgeschlossen ist. Danach können Geldhäuser die Verträge per Kündigung loswerden. Die Kreissparkasse Stendal hatte diese Frist bereits berücksichtigt. Die Sparkasse Nürnberg hatte Prämiensparverträge in dieser Form von 1993 bis Mitte 2007 verkauft. Betroffen von der Kündigung sind 16.000 Kunden und somit vier Prozent aller Kunden. Die Sparkasse hat nach eigenen Angaben rund 390.000 private Kunden. Allerdings will sie weitere 4000 Verträge kündigen.Die deutschen Sparkassen haben, ähnlich wie die Volks- und Raiffeisenbanken, in den vergangenen Jahren den Niedrigzinsen in der Euro-Zone getrotzt und hohe Gewinne eingefahren. Der Druck dürfte aber zunehmen, besonders wenn die Europäische Zentralbank den Einlagenzins für Banken auf minus 0,5 Prozent absenkt. Diesen Zins müssen Geschäftsbanken zahlen, wenn sie kurzfristig Geld bei Notenbanken parken. Verbraucherschützer sehen das Vorgehen der Sparkasse Nürnberg skeptisch. „Ob eine Kündigung tatsächlich wirksam ist, lässt sich nicht pauschal beantworten“, sagte Sibylle Miller-Trach, Finanzjuristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Der BGH hat nur über einen Einzelfall entschieden, der sich von den vorliegenden Kündigungsfällen durchaus unterscheiden kann.“ In der Tat ähneln sich zwar die Prämiensparverträge vieler Sparkassen stark, im Detail gibt es aber Unterschiede. Mehr: Europas Banken haben im vergangenen Jahr zusammen 7,5 Milliarden Euro für Negativzinsen aufgewendet. Darunter leiden vor allem kleine und mittlere Institute. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • Neue Motorengeneration: Wie ein Diesel ohne Diesel – das ist der Mazda3 Skyactiv-X
    Zündende Idee Der Mazda3 Skyactiv-X lässt sich mitunter sportlich bewegen. Eigentlich sollte man meinen, dass der vor weit über 100 Jahren erfundene Benzinmotor längst zu Ende entwickelt ist. Wenn da nicht die Tüftler von Mazda wären. Die Japaner bringen jetzt einen Serienmotor, der die Vorteile eines Benziners mit denen eines Dieseltriebwerks kombinieren will - obwohl kein Tropfen Diesel im Tank ist. Dabei geht es um die Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemischs und dessen Zündung. Um die ausgefeilte Technik zu verstehen, sollte man im Physik-Unterricht gut aufgepasst haben. Oder man räumt ehrlich ein, dass einen die technischen Geheimnisse im Motorraum nicht interessieren. Schließlich interessiert ja auch nicht, was im Innenleben eines Computers oder eines Smartphone so vor sich geht. Dennoch wagen wir einen laienhaften Blick in die Untiefen der Physik. Ein normaler Benzinmotor funktioniert immer schon nach dem gleichen Prinzip: Der Motor saugt Luft aus der Umgebung an, die dann mit dem eingespritzten Benzin gemischt wird. Daraus entsteht ein hochexplosives Gemisch. In der Regel besteht dieses Gas auf 14 Teilen Luft und einem Teil Benzin. Um es zu zünden, genügt ein Funke aus der Zündkerze. Die folgende feurige Reaktion liefert so viel Kraft, dass die Kolben im Zylinder bewegt werden. Die Kurbelwelle überträgt dann die Power an die Achsen, das Auto fährt. Das alles läuft in Bruchteilen von Sekunden ab. Anders beim Dieselmotor. Der braucht bekanntlich keine Zündkerze, sein Gemisch wird so zusammengepresst, dass es sich von selbst entzündet. Mazda hat jetzt diese beiden Brennverfahren kombiniert und nutzt zwei verschiedene Gemische im Zylinder. Beschleunigt 8,2 Sekunden dauert mit dem Skyactiv-X-Motor der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100. Eines, das wie gehabt mit den Verhältnis 14 zu 1 (Luft zu Benzin) arbeitet. Der Großteil des gasförmigen Innenlebens jedoch mischt einen Teil Benzin mit 30 Teilen Luft, ist also „magerer“. Durch ein extrem schnell drehendes Verdichterrad wird das Ganze dann so zusammengestaucht, dass es ebenso wie ein Luft-Diesel-Gemisch von alleine zünden kann. Aber: Diese „Selbstzündung“ liefe ohne weitere Maßnahmen so träge und unregelmäßig ab, dass sich die Insassen über Fehlzündungen und ruckelndes Fortkommen beschweren würden. Also greift Mazda zu einem Trick. Die klassische Zündkerze entflammt zunächst den kleinen Teil der Mixtur, der mit dem üblichen Mischungsverhältnis zubereitet wurde. Dessen Flammentod wiederum bringt in einer Art Kettenreaktion den größeren Teil des übrigen Gemischs in die erwünschte Wallung. Da diese Art von Verbrennung weniger Benzin benötigt, reduzieren sich zwangsläufig auch die Schadstoffe. Das gilt vor allem für das nach Dieselskandal und Fahrverboten ins Gerede gekommene NOx (Stickoxid). Und was bekommt der Fahrer von der Technik mit, die natürlich nur dank ausgefeilter Kleinarbeit, Sensoren und Rechenleistung des bordeigenen Elektronik-Gehirns funktioniert? Schlicht gesagt – nichts. Das wird auf einer Tour mit dem Mazda3 klar, der als erstes Serienauto mit dem neuen Motor unterwegs ist. „Skyactiv-X“ steht auf dessen Typenschild, wobei das „X“ eben jene Kreuzung zwischen Benziner und Diesel symbolisieren soll. Schon nach wenigen Kilometern wird klar: Trotz 132 kW/180 PS ist der so angetriebene Golf-Rivale nicht ausgeprägt sportlich, was aber auch nicht das Ziel der Ingenieure war. Sparsamer ohne Bleifuß Wer das Sparpotenzial des Skyactiv-X-Motors heben will, sollte den Mazda3 verhalten bewegen. Er wirkt vielleicht etwas träger als gewohnt, will mit mittleren Drehzahlen bei Laune gehalten werden. Das belegen auch die etwas mehr als acht Sekunden, bevor der Dreier die Tempo-100-Marke erreicht. Nach einigen Kilometern aber hat man den Bogen raus, um dem Neuling einen Hauch von Sportlichkeit zu entlocken. Die Fortbewegung mit schwerem rechten Fuß nämlich lässt die Technik reagieren und auf die bislang übliche Art der Verbrennung zurückkehren. Unterm Strich wird das Gemisch also auf den Stand vor Entdeckung der neuen Technik zurückgefahren. Der Verbrauchsvorteil löst sich im wahrsten Sinne in Luft auf. Da das nicht im Sinne der Erfinden wäre, ist es also ratsam, den Mazda3 mit dem „X“ eher verhalten zu bewegen, Klugheit statt Sportgeist wird an der Tankstelle belohnt. Dann nämlich passen die nach WLTP-Norm geprüften 5,2 Liter auf 100 Kilometer. Für ein 180-PS-Auto ein sehr guter Wert. Verbrennt wie ein Diesel Der Benziner Skyactiv-X kann den Treibstoff in ähnlicher Weise wie bei einem Dieselmotor verbrennen. Ansonsten bietet der Mazda3 alle Annehmlichkeiten der anderen Familienmitglieder der Modellreihe. Auch eine gute Serienausstattung, die sich nach einer Einkaufstour in der Preisliste natürlich noch verbessern lässt. Der Grundpreis für den „Skyactiv-X“ liegt bei 26.790 Euro, 2.000 Euro über dem 90 kW/122 PS Benziner mit herkömmlicher Verbrennungstechnik. Mazda 3 Skyactiv-X 2,0 M-Hybrid – Technische DatenFünftürige, fünfsitzige Limousine, Länge: 4,46 Meter, Breite (mit Außenspiegeln): 2,03 Meter, Höhe: 1,44 Meter, Radstand: 2,73 Meter, Kofferraumvolumen: 358 -1.026 Liter 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Kompressionszündung und 24-Volt-Mildhybrid-System, 132 kW/180 PS, maximales Drehmoment: 224 Nm bei 3.000 U/min, Frontantrieb (Allradantrieb gegen Aufpreis), Sechsgang-Schaltgetriebe (Sechs-Stufen-Automatik gegen Aufpreis), Vmax: 216 km/h, 0-100 km/h: 8,2 s, Durchschnittsverbrauch: 5,2 l/100 km, CO2-Ausstoß: 117 g/km, Abgasnorm: Euro 6d, Effizienzklasse: k. A. Grundpreis: 26.790 Euro Immer im Blick Auf dem Display werden die Funktionsweise des Hybridsystems und der Verbrennungs-Status angezeigt. Mehr Platz Fast 4,50 Meter ist der neue Mazda3 lang Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • EZB: Deutsche Banken zahlten 2018 2,4 Milliarden Euro für Negativzinsen
    Frankfurter Bankenskyline Eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion belegt dass deutsche Banken 2,4 Milliarden Euro an Negativzinsen bezahlt haben. (Foto:& dpa) Deutsche Banken haben einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr Negativzinsen auf ihre bei der Bundesbank gehaltenen Einlagen von rund 2,4 Milliarden Euro bezahlt. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) vorab unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019
  • EZB: Deutsche Banken zahlten 2,4 Milliarden Euro für Negativzinsen 2018
    Frankfurter Bankenskyline Eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion belegt dass deutsche Banken 2,4 Milliarden Euro an Negativzinsen bezahlt haben. (Foto:& dpa) Deutsche Banken haben einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr Negativzinsen auf ihre bei der Bundesbank gehaltenen Einlagen von rund 2,4 Milliarden Euro bezahlt. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) vorab unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Handelsblatt SchlagzeilenPubliziert am 20-07-2019