Familie

  • 3 Thesen von Michael Winterhoff – Kinderpsychiater: Wegen unseres Systems verdummt Deutschland
    3 Thesen von Michael Winterhoff : Kinderpsychiater: Wegen unseres Systems verdummt Deutschland „Deutschland verdummt“, das moniert Michael Winterhoff in seinem gleichnamigen Buch. Denn unser Bildungssystem verbaue seiner Ansicht nach die Zukunft unserer Kinder. FOCUS Online stellt drei seiner Thesen vor. Michael Winterhoff ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Seit 30 Jahren behandelt er die Jüngsten Deutschlands in seiner Bonner Praxis. Über seine Beobachtungen und Ansichten hat er bereits mehrere Bücher geschrieben: „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“, „Lasst Kinder wieder Kinder sein“ und „Die Wiederentdeckung der Kindheit“ sind nur einige seiner Titel.In seinem neuesten Werk rechnet er jetzt mit Deutschlands Bildungssystem ab: „Deutschland verdummt“ heißt es und diskutiert, wie unser Bildungssystem die Zukunft der Menschen bereits im Kindesalter gefährdet. Drei seiner Thesen lesen Sie hier. Spannend, aber gerade keine Zeit? These 1: Kinder sind keine kleinen ErwachsenenEin großer Dorn im Auge ist dem Psychiater der Begriff autonomes, also eigenständiges Lernen. Denn er ist überzeugt, dass das Kindern nicht möglich ist – es habe sogar einen gegenteiligen Effekt: Wenn Kinder keinen Erwachsenen haben, der sie an die Hand nimmt und ihnen den Weg zeigt, dann könne sich laut dem Facharzt ihre Psyche nicht richtig entwickeln. Die Folge: Menschen bleiben ein Leben lang in ihrer Kleinkind-Psyche verhaftet. Das bedeutet, dass sie als Erwachsene beziehungs- und arbeitsunfähig sind und ihnen emotionale wie soziale Kompetenzen fehlen. Ihnen fehlen Fähigkeiten wie Arbeitshaltung, Sinn für Pünktlichkeit und Strukturen und Abläufe erkennen sie ebenfalls nicht – außerdem, so Winterhoff, sei ihnen das Handy wichtiger als der Kunde. Klingelt’s? These 2: Ohne Anleitung keine EntwicklungUm Fortschritte machen zu können, brauche ein Kind die Aufforderung eines Erwachsenen. Jemanden, der ihm sagt: „Komm‘, versuch‘ das mal!“. Das Konzept des offenen Unterrichts, in dem Kinder sich selbst aussuchen sollen, welche Aufgaben sie bearbeiten möchten, verurteilt der Facharzt scharf: „Vor die Wahl gestellt, suchen sich Kinder das aus, was sie schon können“, weiß er – eben genau so, wie Erwachsene auch.Winterhoff ist überzeugt, dass Erwachsene, die Kinder in den offenen Unterricht stecken wollen, ihre eigenen Wünsche und Gefühle auf die Jünglinge projizieren: „In der Psychoanalyse nennt man das Projektion“. Das Kind werde somit zum Avatar des Erwachsenen, den er mit seinen eigenen Bedürfnissen füllt. Deshalb haben die Erwachsenen, die diese Unterrichtsart unterstützen auch das Gefühl, die Kinder damit zu „befreien“. Ein Beispiel, das der Psychiater nennt: Ein Kind muss einen Pullover anziehen, weil die Mutter schnell friert. These 3: Digitale Medien sind okay – aber erst ab zehn JahrenDie frühe Konfrontation mit digitalen Medien fördere laut Winterhoff „narzisstische und egomanische Verhaltensweisen“ bei Kindern. Sie bestätigten sie in ihrem Kleinkinder-Weltbild: „Ich wische, also passiert etwas“. Das sorge für permanente Lustbefriedigung, was wiederum dazu führen könne, dass Kinder den Eindruck verfestigen, jederzeit alles bekommen zu können, was sie wollen – und gleichzeitig alles steuern zu können.Außerdem lenke das Starren auf Handys die Kinder von direkten Erfahrungen und direkter Kommunikation ab. Winterhoff fordert deshalb: „Kindergärten und Grundschulen müssen digitalfreie Oasen sein“. Anstatt Kinder zu Digitalisierung zu ermutigen, müsse man sie laut dem Experten sogar davor schützen.Er erklärt auch, dass sie das in ihrem späteren Leben nicht einschränken wird – im Gegenteil: „Ein Mensch mit entwickelter Psyche kann sich mit jeder Technik auseinandersetzen, für die er sich interessiert“. Viel mehr, fährt er fort, bräuchten wir Erwachsene, die Ideen haben, weitsichtig sind und kreativ denken.Lesen Sie auch:Fazit: Wir lassen unsere Schutzbefohlenen allein: Kinder brauchen Bindung!Von „Verwahrlosung“ spricht Winterhoff, wenn er daran denkt, wie Erwachsene Kinder heute alleine lassen. Wie sie in der Schule immer weniger lernen und über immer weniger soziale und emotionale Intelligenz verfügen, die sie für ein reibungsloses Zusammenleben in der Gesellschaft allerdings dringend benötigen würden.„Es ist eine große Not, in der sich unsere Gesellschaft in zehn, zwanzig Jahren befinden wird“, erklärt Winterhoff: Denn ein soziales Miteinander könne nur eine begrenzte Anzahl Menschen vertragen, die sich wie Autisten, Narzissten oder Egomanen benehmen. Und genau da steuere unser Nachwuchs derzeit hin. Denn aus Kindern mit nicht entwickelter Psyche würden Erwachsene mit nicht entwickelter Psyche. Hier den Newsletter "Gesundheit" abonnieren Berichte, Videos, Hintergründe: Von Montag bis Freitag versorgt Sie FOCUS Online mit den wichtigsten Nachrichten aus dem Gesundheitsressort. Hier können Sie den Newsletter ganz einfach und kostenlos abonnieren. „Wird nicht umgehend die Bildungspolitik wieder auf die Bedürfnisse des Kindes eingestellt und mit der Irrlehre aufgeräumt, dass ein Kind weder Bindung noch Beziehung braucht, ist das gesamte Gefüge unserer Gesellschaft in Gefahr“. Der aktuelle Fachkräftemangel sei dann nur „ein laues Lüftchen vor dem Sturm“, warnt der Mediziner. Wenn Sie diese 2 Regeln beachten, essen Ihre Kinder gesünder Lesen Sie auch Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Focus FamiliePubliziert am 11-11-2019
  • 3 Thesen von Michael Winterhoff – Kinderpsychiater: Wegen unserem System verdummt Deutschland
    3 Thesen von Michael Winterhoff : Kinderpsychiater: Wegen unserem System verdummt Deutschland „Deutschland verdummt“, das moniert Michael Winterhoff in seinem neu erschienenen, gleichnamigen Buch. Denn unser Bildungssystem verbaue seiner Ansicht nach die Zukunft unserer Kinder. FOCUS Online stellt drei seiner Thesen vor. Michael Winterhoff ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Seit 30 Jahren behandelt er die Jüngsten Deutschlands in seiner Bonner Praxis. Über seine Beobachtungen und Ansichten hat er bereits mehrere Bücher geschrieben: „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“, „Lasst Kinder wieder Kinder sein“ und „Die Wiederentdeckung der Kindheit“ sind nur einige seiner Titel.In seinem neuesten Werk rechnet er jetzt mit Deutschlands Bildungssystem ab: „Deutschland verdummt“ heißt es und diskutiert, wie unser Bildungssystem die Zukunft der Menschen bereits im Kindesalter gefährdet. Drei seiner Thesen lesen Sie hier.These 1: Kinder sind keine kleinen ErwachsenenEin großer Dorn im Auge ist dem Psychiater der Begriff autonomes, also eigenständiges Lernen. Denn er ist überzeugt, dass das Kindern nicht möglich ist – es habe sogar einen gegenteiligen Effekt: Wenn Kinder keinen Erwachsenen haben, der sie an die Hand nimmt und ihnen den Weg zeigt, dann könne sich laut dem Facharzt ihre Psyche nicht richtig entwickeln. Spannend, aber gerade keine Zeit? Die Folge: Menschen bleiben ein Leben lang in ihrer Kleinkind-Psyche verhaftet. Das bedeutet, dass sie als Erwachsene beziehungs- und arbeitsunfähig sind und ihnen emotionale wie soziale Kompetenzen fehlen. Ihnen fehlen Fähigkeiten wie Arbeitshaltung, Sinn für Pünktlichkeit und Strukturen und Abläufe erkennen sie ebenfalls nicht – außerdem, so Winterhoff, sei ihnen das Handy wichtiger als der Kunde. Klingelt’s? These 2: Ohne Anleitung keine EntwicklungUm Fortschritte machen zu können, brauche ein Kind die Aufforderung eines Erwachsenen. Jemanden, der ihm sagt: „Komm‘, versuch‘ das mal!“. Das Konzept des offenen Unterrichts, in dem Kinder sich selbst aussuchen sollen, welche Aufgaben sie bearbeiten möchten, verurteilt der Facharzt scharf: „Vor die Wahl gestellt, suchen sich Kinder das aus, was sie schon können“, weiß er – eben genau so, wie Erwachsene auch.Winterhoff ist überzeugt, dass Erwachsene, die Kinder in den offenen Unterricht stecken wollen, ihre eigenen Wünsche und Gefühle auf die Jünglinge projizieren: „In der Psychoanalyse nennt man das Projektion“. Das Kind werde somit zum Avatar des Erwachsenen, den er mit seinen eigenen Bedürfnissen füllt. Deshalb haben die Erwachsenen, die diese Unterrichtsart unterstützen auch das Gefühl, die Kinder damit zu „befreien“. Ein Beispiel, das der Psychiater nennt: Ein Kind muss einen Pullover anziehen, weil die Mutter schnell friert. These 3: Digitale Medien sind okay – aber erst ab zehn JahrenDie frühe Konfrontation mit digitalen Medien fördere laut Winterhoff „narzisstische und egomanische Verhaltensweisen“ bei Kindern. Sie bestätigten sie in ihrem Kleinkinder-Weltbild: „Ich wische, also passiert etwas“. Das sorge für permanente Lustbefriedigung, was wiederum dazu führen könne, dass Kinder den Eindruck verfestigen, jederzeit alles bekommen zu können, was sie wollen – und gleichzeitig alles steuern zu können.Außerdem lenke das Starren auf Handys die Kinder von direkten Erfahrungen und direkter Kommunikation ab. Winterhoff fordert deshalb: „Kindergärten und Grundschulen müssen digitalfreie Oasen sein“. Anstatt Kinder zu Digitalisierung zu ermutigen, müsse man sie laut dem Experten sogar davor schützen.Er erklärt auch, dass sie das in ihrem späteren Leben nicht einschränken wird – im Gegenteil: „Ein Mensch mit entwickelter Psyche kann sich mit jeder Technik auseinandersetzen, für die er sich interessiert“. Viel mehr, fährt er fort, bräuchten wir Erwachsene, die Ideen haben, weitsichtig sind und kreativ denken.Lesen Sie auch:Fazit: Wir lassen unsere Schutzbefohlenen allein: Kinder brauchen Bindung!Von „Verwahrlosung“ spricht Winterhoff, wenn er daran denkt, wie Erwachsene Kinder heute alleine lassen. Wie sie in der Schule immer weniger lernen und über immer weniger soziale und emotionale Intelligenz verfügen, die sie für ein reibungsloses Zusammenleben in der Gesellschaft allerdings dringend benötigen würden.„Es ist eine große Not, in der sich unsere Gesellschaft in zehn, zwanzig Jahren befinden wird“, erklärt Winterhoff: Denn ein soziales Miteinander könne nur eine begrenzte Anzahl Menschen vertragen, die sich wie Autisten, Narzissten oder Egomanen benehmen. Und genau da steuere unser Nachwuchs derzeit hin. Denn aus Kindern mit nicht entwickelter Psyche würden Erwachsene mit nicht entwickelter Psyche. 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    Quelle: Focus FamiliePubliziert am 11-11-2019
  • Verbraucherzentrale: Siegel von Partnerbörsen oft zweifelhaft
    14. November 2019 um 09:45 Uhr Verbraucherzentrale : Siegel von Partnerbörsen oft zweifelhaft <!-- <!-- <!-- Single- und Partnerbörsen versuchen mit Siegeln Nutzer anzulocken. Verbraucherschützer halten diese Auszeichnungen jedoch für wenig glaubwürdig. Foto: dpa. München Auf Siegel bei Online-Partnervermittlungen ist kein Verlass. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Verbraucherzentralen nach einem Check der beliebten Kennenlernbörsen.
    Quelle: Aachener Nachrichten FamiliePubliziert am 14-11-2019
  • Spielen geht vor: Warum Kinder oft nichts von der Kälte merken
    13. November 2019 um 14:22 Uhr Spielen geht vor : Warum Kinder oft nichts von der Kälte merken <!-- <!-- <!-- Dick eingepackt: Eltern machen sich oft Sorgen darum, ob Kinder warm genug angezogen sind - die merken dagegen beim Spielen meist gar nichts von der Kälte. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn. Hamburg Zieh deine Jacke an! Setz deine Mütze auf! Eltern kommen sich wie eine Schallplatte vor, wenn sie Kinder vorm Frieren oder einer Erkältung schützen wollen. Sie fragen sich: Frieren Kids anders?
    Quelle: Aachener Nachrichten FamiliePubliziert am 13-11-2019
  • Österreich: Militärhunde töten Hundeführer in Kaserne
    In einer Kaserne in Österreich ist ein Soldat von Diensthunden angefallen und tödlich verletzt worden. Der Oberwachtmeister soll für die Betreuung und Fütterung der Tiere zuständig gewesen sein.
    In einer Kaserne in Österreich haben Militärhunde einen 31 Jahre alten Hundeführer getötet. Die Hunde hätten den Unteroffizier allem Anschein nach in der Zwingeranlage attackiert, teilte das Verteidigungsministerium in Wien mit. Ein Kamerad fand ihn demnach mit tödlichen Verletzungen in der Nacht auf. Google Street View Zugang zur Flugfeld Kaserne: Hundeführer fand toten Kameraden Der Soldat sei am Mittwoch gegen 16 Uhr zum Zwinger gegangen, um die Hunde zu versorgen. Rund acht Stunden später fielen einem diensthabenden Offizier zwei freilaufende Belgische Schäferhunde auf dem Kasernengelände auf. Ein Hundeführer, der die beiden Tiere wieder einsperren wollte, fand dann den toten Kollegen. Kommission soll Unfall untersuchen Im Österreichischen Bundesheer werden derzeit 70 Militärhunde eingesetzt. Davon sind 41 Rottweiler, 15 Belgische und fünf Deutsche Schäferhunde sowie neun Labradore. Die Erhebungen der Polizei zum aktuellen Angriff seien angelaufen, teilte das Ministerium mit: "Das Bundesheer hat eine Unfallkommission eingerichtet, die unter anderem aus einem Veterinärmediziner, einem Arzt und einem Rechtskundigen besteht." Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Im kleinen Kreis: Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen Weihnachten ohne Queen feiern
    Weihnachten feiert die Queen normalerweise gemeinsam mit ihren engeren Angehörigen. Doch Prinz Harry, Herzogin Meghan und Baby Archie sind dieses Jahr nicht dabei. Stephen Pond/ Getty Images
    Das Verhältnis von Prinz Harry und Herzogin Meghan zum Rest des Königshauses galt zuletzt als angekratzt. Der 35-Jährige hatte jüngst ungewöhnlich offen darüber gesprochen. In einem Interview mit dem Sender ITV sagte er während einer Afrika-Reise über Prinz William etwa, dass es zwischen Brüdern gute wie schlechte Tage gebe. Nun haben Meghan und Harry einen weiteren für das britische Königshaus ungewöhnlichen Schritt unternommen. Die beiden kündigten an, ihr erstes Weihnachtsfest mit Baby Archie nur im kleinen Kreis statt wie sonst mit Queen Elizabeth II. feiern zu wollen. Die junge Familie werde die Festtage im Gegensatz zu den beiden Vorjahren nicht auf dem Landsitz Sandringham, sondern mit Herzogin Meghans Mutter Doria Ragland verbringen, teilte eine Sprecherin der beiden mit. Wo die Familie diese Zeit verbringen will, kommentierte sie nicht und verwies auf Sicherheitsgründe. Britische Medien zitierten zudem aus einer Stellungnahme des Buckingham Palastes. Darin heißt es demnach: "Der Herzog und die Herzogin von Sussex freuen sich auf eine ausgiebige Zeit mit der Familie." Zeit mit der Familie ab Ende November Normalerweise verbringt die Königsfamilie die Festtage mit der Queen in Sandringham. Die Royals besuchen dort stets gemeinsam den Gottesdienst in der Kirche St. Mary Magdalene. Auch Harrys älterer Bruder William und dessen Ehefrau Kate hatten Weihnachten schon einmal bei Kates Eltern anstatt in Sandringham verbracht. Prinz Harrys und Herzogin Meghans Alleingang 2019 ist zumindest aus einem Grund jedoch überraschend: So hatte Meghan Markle bereits 2017, als sie noch nicht mit Prinz Harry verheiratet war, im Kreis der Königsfamilie Weihnachten gefeiert. Vergangenes Jahr gab es jedoch bereits Spekulationen darüber, ob die beiden tatsächlich das gesamte Fest mit der Großfamilie verbringen sollten. Fraglich war Prinz Harrys Teilnahme an der traditionellen Jagd, da sich Meghan für Tierschutz einsetzt. Für den jetzigen Entschluss der beiden äußert Königin Elizabeth II. zumindest bereits Verständnis. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Spiegel Online PanoramaPubliziert am 14-11-2019
  • Anne Wünsche: Zu viele Geschenke für Tochter Juna (4)?
    Home / Buzz / Aktuelles / Anne Wünsche: Zu viele Geschenke für Tochter Juna (4)? © Getty Images Am 11. November ist Anne Wünsches Tochter Juna vier Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat die Influencer-Mama auf YouTube gezeigt, was für Geschenke ihre Tochter so bekommen hat. Einige Zuschauer finden, dass es viel zu viele Geschenke sind. Anne Wünsches (28) Tochter Juna ist am 11. November vier Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat Anne, wie in den Jahren zuvor auch, auf Youtube ihren Zuschauern gezeigt, was für Geschenke sie und ihre Mutter für Juna besorgt haben.Anne möchte damit anderen Eltern helfen, die vielleicht noch nach einer passenden Geschenkidee für ihr Kind suchen. Doch in den Kommentaren unter dem Video wird heftig diskutiert. Nicht über die Geschenke an sich, sondern über die Anzahl der Geschenke für Juna.Anne zeigt in ihrem Video insgesamt zehn Geschenke, die sie und ihre Mutter für Juna besorgt haben. Dazu gehören verschiedene Malbücher, ein Rätselbuch, ein Tagebuch, ein Puzzle, Tierfiguren, Spielfiguren und Prinzessinenschuhe.Sind 10 Geschenke zu viel?Die Geschenke an sich wirken nicht protzig, aber einige Kommentatoren auf YouTube finden, dass es unnötig viele Geschenke für ein Kind sind."Meiner Meinung nach viel zu viele Geschenke für ein vierjähriges Kind, sie weiß doch gar nicht, womit sie spielen soll", schreibt eine Nutzerin. "Mir fehlen die Worte. Wie man Kinder mit so viel Zeug bombardieren kann. Ein Geschenk von Mama und Oma reicht völlig aus."Doch viele andere Zuschauer springen Anne zur Seite. "Finde es echt gut, dass du auch Puzzle, Rätselhefte und andere kreative Sachen geschenkt hast", schreibt ein User. "Verwöhn deine Kleine, solange du die Möglichkeiten dazu hast!", schreibt eine andere Zuschauerin.Wie stehst du zu diesem Thema? von Jutta Eliks Let's block ads! (Why?)
    Quelle: gofeminin.dePubliziert am 14-11-2019
  • Meowy Christmas: Die besten Katzen-Adventskalender 2019
    Seid ihr echte "Crazy Cat Ladys"? Dann darf ein Adventskalender für eure Lieblinge nicht fehlen. Wir zeigen euch die besten Katzen-Adventskalender 2019! Adventskalender sind Tradition. Und das nicht nur bei Kindern, sondern oft noch, wenn wir erwachsen sind. Was aber mindestens genauso viel Freude macht, wie sich jeden Tag über eine Überraschung im Adventskalender zu freuen, ist es, anderen eine Freude zu machen.Ihr habt eine, zwei oder sogar mehrere Katzen? Dann steht es wohl außer Frage, dass ihr Katzen liebt. Und genau deswegen sollten eure pelzigen Mitbewohner zur Adventszeit nicht zu kurz kommen.Die Rede ist natürlich nicht von einem Kalender mit Schokolade, sondern einem Katzen-Adventskalender. Denn zum Glück gibt es mittlerweile jede Menge Kalender, die Leckerchen oder Spielzeugüberraschungen für unsere Katzen beinhalten, um auch ihnen jeden Tag eine kleine Freude zu machen.Wir haben uns für euch umgeschaut und zeigen euch die besten Katzen-Adventskalender 2019. Außerdem verraten wir euch, wie ihr alternativ selbst einen Katzen-Adventskalender basteln und befüllen könnt.1. Katzen-Adventskalender 2019 von Lily's Kitchen: Der HochwertigeDie Adventszeit wird erst so richtig gemütlich, wenn wir uns mit unserer Katze aufs Sofa kuscheln. Denn ein schnurrendes Fellknäuel ist besser als jede Wärmflasche. Der Katzen-Adventskalender 2019 der englischen Marke "Lily's Kitchen" enthält 24 leckere und gesunde Katzensnacks, die das Warten auf Weihnachten auch für eure Katze zu einem spannenden Erlebnis machen. Hier steht vor allem die Qualität der Leckereien im Vordergrund.Preis: 24,99 EuroHier könnt ihr den Katzen-Adventskalender 2019 von Lily's Kitchen bei Amazon kaufen.2. Katzen-Adventskalender 2019 von Trixie: Der GünstigeWenn wir morgens ein Türchen an unserem Adventskalender öffnen, können unsere Vierbeiner genauso gut eine kleine Überraschung bekommen. Das klappt perfekt mit dem Katzen-Adventskalender 2019 von "Trixie", denn hinter den 24 Türchen wartet jeden Tag eine leckere, kleine Knabberei auf euren Liebling. Super, wenn ihr euren Katzen eine kleine Freude machen möchtet, ohne zu viel Geld auszugeben.Preis: 9,99 EuroHier könnt ihr den Katzen-Adventskalender 2019 von Trixie bei Amazon kaufen.3. Adventskalender für Katzen mit SpielzeugGeht ihr eher sparsam mit dem Austeilen von Leckerlis um, weil eure Katzen zum Beispiel gerade auf Diät sind? Kein Problem. Für alle verspielten und aktiven Vierbeiner gibt es einen Katzen-Adventskalender mit Spielzeugüberraschungen. Hinter den 24 Türchen wartet jeden Tag ein neues Spielzeug, sodass es für eure Stubentiger garantiert nicht langweilig im Advent wird.Preis: 21,95 EuroHier könnt ihr den Katzen-Adventskalender 2019 mit Spielzeug bei Amazon kaufen.4. Katzen-Adventskalender 2019 mit viel AbwechslungDieser Katzen-Adventskalender 2019 überzeugt nicht nur mit seinem abwechslungsreichen Inhalt, sondern kommt auch in einem echt süßen Design daher. Besonders toll an diesem Kalender: die 24 Leckerlis sind von vielen unterschiedlichen Marken, sodass sich gut ausprobieren lässt, welche Überraschungen euren Katzen besonders schmecken.Preis: 39,90 EuroHier könnt ihr den Katzen-Adventskalender 2019 bei Amazon bestellen.5. Adventskalender für Katzen selber machenGekaufte Katzen-Adventskalender sind euch zu langweilig? Wenn ihr gerne bastelt, ist ein selbstgemachter Adventskalender vielleicht das Richtige für euch und eure Katze. Das hat den Vorteilt, dass ihr sowohl das Design eurem Geschmack anpassen könnt, als auch die einzelnen Tage so befüllen könnt, wie ihr es wollt. Vor allem, wenn ihr Wert auf hochwertige Snacks legt oder eure Katze bestimmte Bedürfnisse oder Allergien hat, kann das eine gute Alternative sein.Im Video zeigen wir euch, wie ihr einen Adventskalender für Katzen selber machen könnt Dein Browser kann dieses Video nicht abspielen. Befüllen könnt ihr den Katzen-Adventskalender mit leckeren Snacks oder kleinem Spielzeug – eben allen Dingen, über die sich eure Katze so richtig freuen wird. Damit eure Katze sich allerdings nicht schon vorher am Adventskalender zu schaffen macht, solltet ihr ihn außer Reichweite aufhängen.Basteln ist nicht so euer Ding, aber ihr möchtet trotzdem einen Katzen-Adventskalender selbst befüllen? Hier gibt's einen süßen Adventskalender zum Befüllen bei Amazon zu kaufen.Noch mehr Adventskalender gibt's hier:Adventskalender für den Freund: Die Besten von DIY bis gekauftPrickelnde Überraschung: Die besten Erotik-Adventskalender 2019Von Kosmetik bis Parfum: Die besten Beauty-Adventskalender 2019 INFO In diesem Artikel arbeiten wir mit sogenannten Affiliate-Links. Sie ermöglichen es euch, die beschriebenen und beworbenen Produkte nachzushoppen. In diesem Fall bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Shop. Bei der Auswahl der Produkte sind wir ganz frei. Wir zeigen euch nur Produkte, die wir selbst super finden und von denen wir überzeugt sind. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: gofeminin.dePubliziert am 14-11-2019
  • Überraschende Umfrage : Immobilie, Auto, Hund? Was beim Dating die Chancen erhöht – oder vernichtet
    Wer heute Single ist, muss nicht mehr darauf warten, potenzielle Partnerinnen oder Partner im Freundeskreis oder Sportverein kennenzulernen. Dank Onlinedating geht das auch bequem von der heimischen Couch. Aber welche Attribute finden Beziehungswillige besonders anziehend? Eine aktuelle Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt, dass für beide Geschlechter ein Eigenheim die Attraktivität des Gegenübers am deutlichsten erhöht.
    Fullscreen Bei den Männern ist die Begeisterung mit 54 Prozent sogar noch höher als bei den Frauen (45 Prozent). Auch ein eigenes Auto wirkt anziehend. Haustiere wie Hund und Katze sind bei Frauen etwas beliebter als bei Männern. Am schwersten haben es laut der Umfrage Menschen mit Piercings, Kindern oder Tätowierungen, wie die Grafik von Statista zeigt. Ebenfalls ein schwieriges Thema ist der Kinderwunsch: Vor allem für Frauen kann der vorhandene Kinderwunsch eines potenziellen Partners zum Ausschlusskriterium werden.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern FamiliePubliziert am 13-11-2019
  • Der Natur ganz nah: Wildvögel füttern und beobachten: Das müssen Sie über die Winterfütterung wissen
    Die Temperaturen fallen stetig und draußen weicht das Herbstlaub kahlen Bäumen. Wildvögel finden im Winter weniger Nahrung in der Natur und freuen sich daher über Unterstützung. Dabei kommen nicht nur die Wildvögel auf ihre Kosten, sondern auch ihre  Beobachter. So lassen sich Vögel leicht aus nächster Nähe beobachten. Laut dem Naturschutzbund Nabu füttert man Wildvögel typischerweise im Winter von November bis Ende Februar. Wir erklären Ihnen, was Sie bei der Fütterung beachten sollten.Vogelfutterstation statt VogelhausInsbesondere bei Frost und Schnee wird es für Wildvögel schwieriger, auf natürlichem Weg an Nahrung zu kommen. So kommt eine Fütterung durch den Menschen zu dieser Zeit gut gelegen. Die Hygiene der Futterstelle sollte dabei höchste Priorität haben. In herkömmlichen Vogelhäusern können sich Futter und Vogelkot leicht miteinander vermischen. Das kann zu Krankheiten führen. Deswegen empfiehlt der Nabu praktische Futterspender. So können Sie die Übertragung und Ausbreitung von Erregern eindämmen und das Futter bleibt länger haltbar. Sollten Sie dennoch klassische Vogelhäuschen verwenden, dann reinigen Sie diese am besten regelmäßig mit heißem Wasser und legen täglich nur wenig Futter nach.Der richtige OrtFutterspender müssen Wind, Schnee und Regen stand halten können. Achten Sie daher darauf, dass der Spender sicher befestigt ist und das Futter nicht durchnässt werden kann. Andernfalls könnte das Futter vereisen oder sogar verderben. Platzieren Sie Futterspender an einer sicheren Stelle im Garten. Das verhindert, dass Katzen sich unbemerkt anschleichen können und die Vögel stören. Außerdem können Sie die Wildvögel so leichter beobachten. Dennoch sollte die Futterstation nahe gelegene Deckungsmöglichkeiten wie Büsche und Bäume bieten. Dann fühlen sich die Vögel wohler und haben Fluchtmöglichkeiten. Die Nähe zu Glasscheiben sollte allerdings vermieden werden, denn diese können zu tödlichen Fallen für die Vögel werden. Falls es die Gegebenheiten nicht zulassen, bekleben Sie gefährliche Scheiben einfach mit Aufklebern. Auf Balkonen kann die Vogelfutterstation direkt an der Fensterscheibe angebracht werden, da durch kurze Anflugwege eine Kollision ungefährlicher wird.Futter für WildvögelSonnenblumenkerne eignen sich am besten als Basisfutter, da es von vielen Vogelarten gern gefressen wird. Das gilt auch für ungesalzenen Erdnussbruch. Meisen, Finken und Sperlinge sind klassische Körnerfutterfresser. Für sie eignen sich Futtermischungen, die zusätzlich andere Samen unterschiedlicher Größe enthalten. Meisen lieben auch Gemische aus Fett und Samen, die man als Meisenknödel kennt. Achten Sie beim Kauf von Meisenknödeln darauf, dass Sie Meisenknödel ohne Netz verwenden. Vögel könnten sich ansonsten mit ihren Beinen darin verheddern und verletzen.Andere Vögel wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amsel, Wacholderdrossel oder Zaunkönig bevorzugen Weichfutter wie Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie. Dabei ist darauf zu achten, dass dieses Futter nicht verdirbt. Es gibt spezielle Bodenfutterspender, die sich dafür besonders eignen.Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.Quelle: NabuLet's block ads! (Why?)
    Quelle: Stern FamiliePubliziert am 13-11-2019

Nachrichten

Tagesschau

  • Die Inszenierung eines Sieges
    Nach den intensiven israelischen Luftangriffen und dem Raketenbeschuss von Palästinensern gibt es erste Zeichen der Entspannung. Unklar ist, ob tatsächlich eine Waffenruhe vereinbart wurde. Von Benjamin Hammer, ARD-Studio Tel Aviv Am Vormittag, so scheint es, wurde die Waffenruhe wieder gebrochen. Ein Reporter aus den USA postete ein Video auf Twitter. Der Fox-Journalist hält sich gerade im Gazastreifen auf. Im Himmel sind Rauchschwaden zu sehen. In mehreren israelischen Orten am Gazastreifen ertönt Raketenalarm. Dabei hatte sich die Lage nach etwa 48 Stunden voller Gewalt beruhigt. Nach mehr als 450 Raketen, die der Islamische Dschihad auf Israel gefeuert hatte. Nach Luftschlägen der israelischen Armee, die über 20 Mitglieder der militanten Organisation töteten - aber auch Zivilisten. "Wir sind mit ägyptischer Vermittlung zu einer Waffenruhe gelangt", sagte ein Sprecher des Islamischen Dschihad. "Das Abkommen wurde erreicht, nachdem Israel den Bedingungen des palästinensischen Widerstands nachgab." Dschihad will sich als Sieger inszenieren Der Islamische Dschihad will sich mit solchen Aussagen als Sieger inszenieren. Doch Israel kommentiert nicht, ob es angebliche Bedingungen überhaupt erfüllt. Grundsätzlich sprechen Vertreter des Landes nicht gerne über die inoffiziellen Verhandlungen mit Organisationen, die sie als Terrorgruppen einstufen. Nur so viel sagte Außenminister Israel Katz im Armeeradio: "Die israelische Politik ist deutlich: Waffenruhe wird mit Waffenruhe beantwortet. Die Israelis müssen aber weiterhin sehr genau die Anweisungen des Heimatfrontkommandos befolgen." "Schwarzer Gürtel" hat die israelische Armee die Operation gegen den Islamischen Dschihad genannt. Die Armee betont, man habe versucht, zivile Opfer wann immer möglich zu vermeiden. Nach palästinensischen Angaben wurden durch einen Luftangriff in der Nacht jedoch mehrere Zivilisten getötet, darunter Kinder. Der Angriff erfolgte wohl auf das Haus eines Kommandeurs des Islamischen Dschihad. Sorge wegen Zurückhaltung von Hamas "Ich habe noch keine neuen Details zu diesem spezifischen Ziel", sagte Jonathan Conricus, Sprecher der israelischen Armee. "Was ich sagen kann: Anführer des Islamischen Dschihads nutzen ihre Privathäuser als Waffenlager. Das ist ihre Strategie. Sie nutzen ihre Familienmitglieder als menschliche Schutzschilde." Die neuen Angriffe der Palästinenser am Vormittag - trotz ausgehandelter Waffenruhe - könnten eine Reaktion auf jenen Angriff sein, bei dem auch Kinder getötet worden sein sollen. Könnten: Fest steht hingegen, dass sich die Hamas weiterhin zurückhält. Jene Organisation, die Gaza weitgehend kontrolliert. Dass der Islamische Dschihad an der Hamas vorbei agiert, bereitet manchen Israelis weiterhin Sorgen. Komplizierte Lage für Israel Die Forscherin Ksenia Svetlana fuhr bis 2007 in den Gazastreifen und interviewte dort Vertreter der Dschihadisten. "Das war eine völlig esoterische Organisation", sagte sie im israelischen Fernsehen. "Sie hatte kein eigenständiges Existenzrecht. Dass das jetzt anders ist und die Organisation ein Ableger des Irans im Gazastreifen ist, ist eine sehr gefährliche Angelegenheit." Israel hat Konflikte mit vielen Akteuren der Region. Schaut weiterhin auf die Hisbollah im Libanon. Und natürlich auf den Iran. Im Gazastreifen bleibt es für Israel kompliziert. Der Islamische Dschihad hat in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, dass im Küstenstreifen nicht nur die Hamas den Ton angibt. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: TagesschauPubliziert am 14-11-2019
  • Nachhaltigkeit kostet Daimler Jobs
    Mit einer großen Schlankheitskur will der neue Daimler-Chef Ola Källenius den Autobauer fit für die Zukunft machen. Der Elektroschwenk kostet viel Geld. Auf dem Investorentag in London kündigte der Schwede Milliardeneinsparungen beim Personal und in der Produktion an. Mit Spannung hatten Investoren auf diesen Tag gewartet: In London sollte Källenius die Zukunftsstrategie von Daimler verkünden. Und darstellen, wie der Premium-Autobauer wieder langfristig auf die Erfolgsspur zurückfindet. Rendite für Pkw-Sparte bleibt niedrig Doch der große Wurf blieb aus. Källenius kündigte zwar an, die Kosten in den kommenden drei Jahren um mehr als anderthalb Milliarden Euro senken und die Investitionen einfrieren zu wollen. Die Renditeziele für die Pkw-Tochter Mercedes und die Sparte Vans würden aber noch länger auf dem niedrigen Niveau von vier Prozent verharren, warnte er. Erst ab 2022 könnte die Rendite wieder mehr als sechs Prozent betragen. In der Kernsparte mit Pkw - also ohne die Vans - hatte Daimler bisher immer eine Zielrendite von acht bis zehn Prozent angepeilt, lag aber wegen der flauen Autokonjunktur und Kosten für die Dieselaffäre zuletzt schon deutlich darunter. Elektroschwenk kostet Gewinn Die Kostenbelastungen zur Erreichung der CO2-Ziele erforderten "umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung" in allen Unternehmensbereichen, sagte Konzernchef Källenius zur Begründung. Das wachsende Angebot an reinen Elektrowagen und Hybridfahrzeugen führe zu "Kostensteigerungen, die die Umsatzrendite von Mercedes-Benz Cars belasten werden". Nach den Plänen von Daimler-Boss Källenius sollen bis 2039 alle Mercedes-Neuwagen CO2-neutral fahren. Unter der Marke EQ kommen bis Ende 2022 zehn reine Elektromodelle. Vor kurzem zog auch die Lkw- und Bus-Sparte nach. Nutzfahrzeug-Vorstand Martin Daum kündigte an, dass Daimler die Nutzfahrzeugflotte für neue Lastwagen und Busse bis 2039 ebenfalls CO2-neutral machen wolle. Dabei setzen die Schwaben nicht nur auf Elektroantriebe, sondern auch auf Wasserstoff. In zehn Jahren soll die erste Laster-Kleinserie auf Wasserstoffbasis angeboten werden. Die Spar- und Rendite-Ankündigungen kommen an der Börse schlecht an. Die Aktie von Daimler sackte am Vormittag um rund drei Prozent ab und ist größter Verlierer im Dax. Seit Jahresbeginn hat das Papier des Autobauers 13 Prozent zugelegt. Besonders seit Oktober ging es mit den Aktien nach oben. Weitere Kursinformationen zu Daimler Rund zehn Prozent der Top-Manager müssen wohl gehen Bis Ende 2022 sollen bei Mercedes-Benz Cars und Vans mehr als eine Milliarde Euro an Personalkosten eingespart werden. Sowohl im Management als auch außerhalb der Produktion - in der Verwaltung - sollen Stellen abgebaut werden. Um wie viele Jobs es genau geht, ließ Daimler aber offen. Nach Informationen des Betriebsrats sind angeblich zehn Prozent der Führungskräfte, also rund 1.100 Management-Positionen betroffen. Die Investitionen und Entwicklungsausgaben sollten auf dem Niveau von diesem Jahr eingefroren werden. Auch im Lkw-Geschäft in Europa sollen die Kosten bis Ende 2022 um 550 Millionen Euro sinken. Im Geschäft mit Lkws und Bussen peilt Daimler 2020 eine Umsatzrendite von mindestens fünf Prozent an, 2022 soll sie auf mindestens sieben Prozent klettern. Der Daimler-Konzern will zugleich die Nettoliquidität auf mehr als zehn Milliarden Euro erhöhen. nb
    1/5 Die PKW-Marken von Daimler
    Vollbild  Mercedes-BenzMercedes-Benz ist eine eingetragene Marke für Autos der Daimler AG. 2016 wurden 2,08 Millionen Neufahrzeuge der Marke verkauft.
    Quelle: boerse.ard.de Let's block ads! (Why?)
    Quelle: TagesschauPubliziert am 14-11-2019
  • Klimaschutz: SPD-Minister fordern mehr Einsatz der EU
    Außenminister Maas und Umweltministerin Schulze fordern ambitioniertere Ziele der EU beim Klimaschutz. Bei der Klimakonferenz in Madrid Anfang Dezember solle eine zusätzliche Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes beschlossen werden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze will dafür kämpfen, dass sich die Bundesregierung für deutlich ehrgeizigere Klimaziele der Europäischen Union einsetzt. Bundesaußenminister Heiko Maas pflichtete seiner Parteikollegin bei. Schulze sagte, die EU müsse im Kampf gegen die Erderwärmung durch Treibhausgasemissionen "eine Schlüsselrolle einnehmen". Daher solle sich Deutschland auf EU-Ebene für deutlich höhere Zielmarken einsetzen und die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstützen. "Die Bundesregierung muss wieder Vorreiter sein" Außenminister Maaß äußerte sich ähnlich: "Überzeugungskraft haben wir nur, wenn wir als reiche Volkswirtschaften unsere Hausaufgaben selber machen". Mit dem absehbaren Verfehlen seines Klimaziels für 2020 habe Deutschland allerdings an Glaubwürdigkeit eingebüßt, räumte Maas ein. Nun müsse es die Bundesregierung schaffen, "die selbst gesteckten Ziele endlich einzuhalten und wieder Vorreiter zu sein". Bislang bekennt sich die EU dazu, die Emissionen bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern. Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will das Ziel auf 50 oder 55 Prozent anheben. Madrider Klimakonferenz soll Ergebnisse bringen Am 2. Dezember beginnt die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Madrid. Das Klimaabkommen von Paris sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten ihre Klimaschutzpläne kommendes Jahr nachschärfen. Im Vorfeld hatten sich verschiedene Länder, darunter die Niederlande, auf eine Anhebung von 55 Prozent ausgesprochen. Das 40-Prozent-Ziel wird die EU voraussichtlich übererfüllen, wenn bereits beschlossene Gesetze umgesetzt werden. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: TagesschauPubliziert am 14-11-2019
  • Kinder leiden am meisten
    Die "Generation Greta" hat es nun auch schwarz auf weiß: Der Klimawandel hat große Auswirkungen auf die Gesundheit - vor allem bei Kindern. 100 Forscher warnen vor den Folgen in einem umfassenden Bericht. Der Klimawandel schädigt bereits heute die Gesundheit vieler Menschen, insbesondere die von Kindern. Bei einem Weiterwirtschaften wie bisher "wird das Leben jedes heute geborenen Kindes tiefgreifend vom Klimawandel beeinträchtigt werden", berichtet das Konsortium The Lancet Countdown, zu dem rund 100 Experten gehören. Einen halben Monat vor der UN-Klimakonferenz in Madrid bilanzieren die Experten im Fachjournal "The Lancet" die aktuellen und künftigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Gehe der CO2-Ausstoß weiter wie bisher, werde ein derzeit geborenes Kind an seinem 71. Geburtstag im Schnitt in einer um 4 Grad wärmeren Welt leben. Die Forscher kommen aus 35 Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Universitäten. Bleibende Schäden aus der Kindheit Kinder seien von den Auswirkungen des Klimawandels am stärksten betroffen, betonte Nick Watts, der Chef des Lancet-Konsortiums. Ihr Körper und ihr Immunsystem entwickele sich noch und Schäden in der Kindheit könnten bleiben. Auch Ernterückgänge durch den Klimawandel und infolgedessen Unterernährung träfen sie am schlimmsten, schreiben die Wissenschaftler. Sie litten stärker an Durchfall und an von Mücken übertragenen Erkrankungen wie Dengue. Neun von zehn Jahren mit besten Bedingungen für Dengue-Mücken gab es laut Report seit dem Jahr 2000. Auch die Bedingungen für den Cholera-Erreger hätten sich seit Anfang der 1980er-Jahre verbessert. Eine Gruppe von Bakterien, die Vibrionen, werde eine zunehmende Gefahr, auch in der Ostsee, heißt es in dem Lancet-Report weiter. Die Erreger können Magen-Darm- und Wundinfektionen verursachen. Seit den 80er-Jahren habe sich aufgrund höherer Wassertemperaturen die Anzahl der Tage verdoppelt, an denen man sich mit Vibrionen in der Ostsee anstecken kann. 2018 waren es 107 Tage.
    1/6 Ursachen und Folgen des Klimawandels
    Vollbild  Wie sehr weicht die Durchschnittstemperatur vom langjährigen Mittelwert ab? Diese Grafik zeigt die jährlichen Temperaturabweichungen weltweit seit 1900. Die Nulllinie wurde aus den Durchschnittstemperaturen im Zeitraum von 1901 bis 2000 errechnet.
    "Nie dagewesene Herausforderung" Würde die Erderwärmung dagegen auf 1,5 Grad begrenzt - wie im Pariser Klimaabkommen gewünscht - und würden Versprechen der Länder eingehalten, sehe es anders aus, so die Forscher. Ein Kind in England könnte dann mit sechs Jahren den Kohleausstieg erleben, in Frankreich mit 21 Jahren den Abschied von Benzin- und Dieselautos und alle heute Geborenen weltweit könnten mit 31 Jahren erleben, dass nur noch so viel CO2 produziert wird, wie von der Natur oder mit technischen Mitteln aufgenommen werden kann. Zugleich könnte die Luft reiner und die Infrastruktur besser sein. "Eine nie dagewesene Herausforderung verlangt eine nie dagewesene Reaktion und es benötigt die Mitarbeit der 7,5 Milliarden derzeit lebenden Menschen, um sicherzustellen, dass ein heute geborenes Kind nicht durch ein sich wandelndes Klima bestimmt wird", betonen die Autoren. In Deutschland 45.000 Tote durch Feinstaub Im vergangenen Jahr erlebten über 65-Jährige in Deutschland mehr Hitzewellen als im Schnitt der Jahre 1986 bis 2005. Das geht aus einer gesonderten Mitteilung des Lancet-Teams hervor, die Daten für Deutschland zusammenfasst. Im Jahr 2016 trug demnach die Feinstaubbelastung (PM 2,5) zu über 44.800 frühzeitigen Todesfällen in der Bundesrepublik bei, 8000 davon seien auf die Verbrennung von Kohle zurückzuführen. Feinstaub stammt unter anderem aus dem Verkehr und der Industrie. Wirtschaftliche Verluste und Gesundheitskosten durch Feinstaub beliefen sich dem Bericht zufolge auf 20 Milliarden Euro. Die Luftverschmutzung insgesamt habe 2016 weltweit zu 7 Millionen Todesfällen geführt, 2,9 Millionen davon habe Feinstaub verursacht. Vier Kernforderungen der Wissenschaftler Die Autoren der Studie haben vier Kernforderungen: Sie sprechen sich für eine schnelle und komplette Abkehr vom Kohlestrom weltweit aus. Reiche Staaten sollten garantieren, dass sie - wie bereits zugesagt - den ärmeren ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar an Klimaunterstützung geben. Die Wissenschaftler empfehlen, den öffentlichen Verkehr sowie das Gehen und Radfahren zu fördern, etwa mit mehr Radwegen. Und sie fordern, in Gesundheitssysteme zu investieren, um so durch die Erderwärmung geschädigten Menschen helfen zu können. Deutsche Forscher sehen Lücken in der Studie Allergieforscher Torsten Zuberbier von der Charité in Berlin begrüßt den Report grundsätzlich. Es fehle jedoch ein wichtiger Aspekt: Durch den Klimawandel habe sich Pollenflug verstärkt und die Blütezeit verlängert. Zudem breiteten sich allergene Pflanzenarten wie etwa Ambrosia in Europa weiter aus. Daher sei es unverständlich, dass der Report Allergien komplett ignoriere. Sebastian Ulbert vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig sagte, deutsche Ärzte müssten zunehmend von Mücken übertragene Erreger "auf dem Schirm" haben. "So blieben dieses Jahr zum Beispiel die meisten West-Nil-Virus-Infektionen unerkannt, weil bei Grippe-ähnlichen Symptomen niemand an diesen Erreger dachte." Nötig seien Fortbildungen und gute Testsysteme. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: TagesschauPubliziert am 14-11-2019

N24

  • Der deutsche Wald wird Türke
    Armin Laschet hat sich einen 46-Meter-Baum ins Büro pflanzen lassen. Dafür ließ der NRW-Ministerpräsident auf sieben Etagen seiner Staatskanzlei Böden und Decken aufreißen. Wodurch 30 Prozent Düsseldorfs für Tage in einer Feinstaub-Wolke verschwanden. Aber das, beschwichtigt Laschet, müsse man mit dem Sauerstoffausstoß des Baumes verrechnen. Eine positive Ökobilanz sei bereits in 79 Jahren zu erwarten. Angeblich unterhält Laschet sich mit seiner 46-Meter-Pflanze sogar. Er soll ihr „Fatma, meine kleine Wüstenblume“ zuflüstern. Was bedeutet das? Und überhaupt: Seit Wochen redet Laschet ständig über Bäume. Davon will er mehr. Aber warum? Über Jahre zählten für ihn mehr Polizisten, Zuwanderer und Arbeitsplätze in altmodischen Industriezweigen. Und jetzt Bäume? Des Rätsels Lösung: Laschets Wüstenblume ist eine türkische Baumhasel. Und die strotzt vor Zukunft: Experten drängen, den hiesigen Wald mit Bäumen aufzuforsten, die der Klimaerwärmung besser trotzen als traditionelle deutsche Baumarten. Und die klimaresistenteste aller Pflanzen ist – genau – die türkische Baumhasel. Türkisch statt Deutsch? Der deutsche Wald schafft sich ab? Bei den Christdemokraten von der Werteunion, einer ungemein zuwanderungssensiblen Truppe, schellten umgehend alle Alarmglocken. Wie diese Zeitung erfuhr, will die Werteunion ein innerparteiliches Abwahlverfahren gegen Laschet starten. Damit habe „Türken-Armin seine Chance aufs Kanzleramt verspielt“, jubilierte ein beglückter Werteunionist. Beim deutschen Wald verstehe der Wähler keinen Spaß.
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    fio3 Kombo Angebliche Klimaschule Auch den Mannen von der AfD – in Zuwanderungsfragen gleichfalls furchtbar feinfühlig – war sogleich klar, was die Stunde geschlagen hat. Vor allem eins bereitet ihnen Sorge: Heißt die deutsche Eiche bald deutsche Aische? Die Anhänger des Höcke-Flügels arbeiten angeblich an einem Gesetzentwurf „Gegen bäumliche Umvolkungsfantasien und den großen Holz-Austausch“. Allerdings rät der moderatere AfD-Flügel zu Gelassenheit. Zunächst, heißt es bei den abgeklärten AfD-Realos, müsse man mehr über die Konfession türkischen Haseln erfahren. Zwar seien sie islamisch geprägt, andererseits seien Pflanzen religiös oft neutral. Das verschaffe Handlungsspielräume. Andernfalls könne man immer noch eine Kampagne „Birke statt Burka“ starten. Nun schalteten sich die Grünen ein. Sie produzierten – neben jeder Menge Haltung und einem #Aufschrei – einen Arbeitskreis. Er lotet aus, wie man türkischen Haseln unbürokratisch den Doppelpass verleihen kann. Und ob Bäume eigentlich fühlen, wenn um sie herum ein multikulturelles Bürgerfest gefeiert wird. Aber auch im Herkunftsland der Hasel sorgen Laschets Pläne für Unruhe. Vor dem Präsidentenpalast in Ankara marschierten Tausende in einem vaterländischen Flagellantenzug auf. Selbstverbrennungen werden befürchtet. Dahinter stehen die bis dato unbekannten Bewegungen „Heilige Hasel“ und „Erhabene Osmanen-Frucht“, offenbar Ableger der Grün-Grauen Wölfe. Sie beschworen Präsident Erdogan, keine Pflanzen aus den edlen Böden Anadolus an räudige Deutsche zu verscherbeln. Damit besudele er die Ehre der Nation, wie jedes feinfühlige Türken-Herz spüre. Aus dem Präsidentenpalast ist zu hören, Erdogan habe derzeit noch mit einem Blitzkriegchen in Syrien zu tun. Er arbeite aber schon an einer Erwiderung mit dem programmatischen Titel „Mein Kampf: Lebensraum im Westen“.
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    Christian Lindner Christian Lindner Was hierzulande den Verfassungsschutz hellhörig machte. Er gab bekannt, die bereits gepflanzten Haseln würden fortan observiert. V-Leute hätten mit ihren feinen Sensoren Indizien für Anzeichen des Verdachts der Möglichkeit von Bezügen zu verfassungsfeindlichen Tendenzen bei der einen oder anderen Hasel erspürt. Die Observation sei allerdings extrem personalintensiv – wegen der hohen Mobilität der Beobachtungsobjekte. Armin Laschet hat seine 46-Meter-Wüstenblume derweil auf Bonsai-Größe zurückgestutzt, ist zu hören. Angeblich hat er erkannt, dass man bei der Willkommenskultur für türkische Baumhaseln ganz klein anfangen müsse. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 14-11-2019
  • Mehr weniger für alle
    „Mehr für die Mehrheit“ lautete der Slogan eines Wahlplakates der Partei Die Linke zur Landtagswahl in Hessen im vergangenen Jahr. Diese Forderung spiegelt ungewollt den aktuellen gesellschaftlichen Mentalitätszustand wider. Besonders missverständlich erscheint sie, wenn man sie im Kontext der parallel ablaufenden Debatten über den Klimawandel sieht. Freilich muss man nicht gleich die andere Extremposition einnehmen und das Aussterben der Menschheit als das einzige probate Mittel annehmen, um diesen Planeten vor der ökologischen Katastrophe und dem damit einhergehenden Untergang zu retten, wie es in einem Beitrag in der „Zeit“ vom 27.06.2019 referiert wurde. Dennoch kann das Einfordern eines „Mehr für alle“ auch als der Aufruf zum Finale dieser Welt angesehen werden. Natürlich war die Intention dieses Wahlspruches eine andere, ging es doch darum, auf die (Einkommens)ungleichheiten und Ungerechtigkeiten hinzuweisen, die in unserer Gesellschaft präsent sind. Dennoch ist die Forderung nach einem Mehr problematisch, spricht sie doch auf emotionaler Ebene all jene an, die latent immer schon das Gefühl hatten, dass ihnen in allen Belangen mehr zusteht.
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    102569949 Meinung Wachstumsdebatte Man muss fragen: Gebührt dem Menschen eigentlich ein Mehr in einer Zeit, die vom materiellen Überfluss gekennzeichnet ist? Die Wahrheit ist, dass es von den meisten Dingen zu viel gibt und dass uns dieses Zuviel langsam umbringt. Wichtiger und richtiger wäre es, ein „Viel weniger für alle“ zu fordern. Tatsache ist, dass es zu viel von vielem gibt: So gibt es zu viel Plastik in den Meeren, weil wir unser Leben schneller und vordergründig günstiger haben wollten, man kann auch sagen: „to go“ und Einweg. Es gibt zu viel Hitze in der Luft, weil wir uns die gesamte Welt kaufen und uns alles auch nach Hause importieren wollten. Alles, so unser Lebensmotto, muss für jede und jeden schnell erreichbar und erhältlich sein. Man könnte sagen, wir sind so in uns selbst verliebt, dass wir mehr von uns haben wollen: Wir vermehren uns über die Kapazität, die diese Erde fassen kann, und setzen uns gleichzeitig darüber hinweg: So gibt es Regionen, die keinen Platz mehr für weitere Kinder haben, denen es an Nahrung und Bildung mangelt. Wie irre diese Disbalance ist, sieht man an der stark „regionalen“ Perspektive und der Angst mancher, dass zum Beispiel die Deutschen aussterben könnten. Wir scheinen vergessen zu haben, dass wir alle ein Stück dieser Welt sind, unabhängig von Staaten- und Kulturgrenzen. Mittel gegen das „Gen des Mehr“ Das Schlimme dabei ist, dass wir über all diese Fakten so gut informiert sind, wie das in der Geschichte der Menschheit wohl noch nie der Fall gewesen ist. Das ändert dennoch nichts daran, dass wir unsere Welt weiter zerstören, weil wir kein probates Mittel gegen das „Gen des Mehr“ haben. Der Mensch strebte immer schon nach dem Mehr, räumlich, körperlich und auch geistig. Wahrscheinlich bildet sich genau darin der Hunger des Lebens ab, die unstillbare Energie der Existenz. Läge nicht eine Chance darin, dieses „Gen des Mehr“ mit seinen eigenen Waffen zu schlagen? Wenn ja, dann kann dem nur mit dem Aufruf eines „Mehr weniger für alle“ gekontert werden. Gerade weil der Mensch ein Spieler ist, ein Konkurrenz-Junkie, könnte dieser Downsizing-Wettbewerb sich gesamtgesellschaftlich erfolgreich gestalten. Es wird solche „Vorreiter“ geben, die es schaffen, immer mehr Reduzierungen vorzunehmen, die Spitzenreiter des Loslassens werden – und damit mehr gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen. Es dürfte eines der Mittel sein, eine globale Katastrophe abzuwenden: weniger Klamotten, weniger Fleisch, weniger Autofahrten, weniger Flüge, weniger Stromverbrauch und mehr Beschäftigung mit sich selbst als mit Smartphone, Tablet oder Spielkonsole. Der Mensch ist viel weniger wichtig, als die Werbung ihm weiszumachen versucht. Die Botschaft der großen kirchlichen Kathedralen an den Menschen sollte wieder ernst genommen werden: Mensch, du bist klein – erinnere dich daran und sei angesichts der Schöpfung demütig. Wie erreichen wir ein mentales Mehr? Statt der Forderung nach dem pauschalen Mehr braucht es eine Diskussion, die das materielle Weniger und das mentale Mehr einfordert. Es braucht mehr Nächstenliebe auf dieser Welt, mehr sachorientierte Forschung und Wissenschaft, mehr geistige Freiheit und Schulung, die uns die Beschränkung nicht als einschneidend erleben lässt, sondern als Gewinn von Freiheit, als Wiedererlangung der Vernunft.
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    Eine Fridays-for-Future-Demonstration Meinung Im Namen der Vernunft Es braucht mehr inneres Wachstum und Beschäftigung mit seinen Eigenheiten, seinen Ängsten, seiner Herkunft, seiner Art des Denkens, seinen Potenzialen. Es braucht mehr Mut zur erneuten Aufklärung und Vernunft. Sollte es die Digitalisierung tatsächlich schaffen, dem Menschen Lebenszeit zurückzugeben, dann muss dieser zeitliche Gewinn in die Entwicklung von Geist, Bildung und Körper gesteckt werden. Davon ein Mehr – und von allem anderen ein Weniger. Die Rolle moderner Politik kann nur darin liegen, endlich eine gesteuerte Diskussion über das Weniger zu führen – und wie dies für alle sozial gerecht auch umgesetzt werden kann. Es braucht gerade in Politik und Wirtschaft Führungspersönlichkeiten des geordneten Rückzugs. Diese sind dann weder links noch rechts, sondern primär aufklärungsorientiert, vernünftig-pragmatisch-intelligent. Weniger ist heutzutage dann doch mehr! Der Autor ist Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences und BILANZ-Kolumnist. Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 14-11-2019
  • „Ich habe nur ein Kind mit ihr“ – Mann von Jennifer W. verweigert Aussage
    Im Terror-Prozess um ein verdurstetes jesidisches Sklavenmädchen im Irak hat der Mann der Angeklagten die Aussage am Donnerstag verweigert. Der 27 Jahre alte Iraker bezog sich vor dem Oberlandesgericht (OLG) München auf sein Recht, nichts sagen zu müssen, wenn er sich mit der Aussage selbst belasten würde. „Das ist mein gutes Recht, ich habe das mit meinem Anwalt besprochen.“ Auf die Frage, ob er mit der Frau auf der Anklagebank verwandt oder verschwägert sei, sagte er: „Ich habe nur ein Kind von ihr.“ Die Aussage des Mannes, der als Beruf Masseur angab, wurde von einem Dolmetscher übersetzt. Die Angeklagte Jennifer W. und er, die nach islamischem Recht zumindest ein Mal miteinander verheiratet gewesen sein sollen, würdigten sich vor Gericht keines Blickes. Der mutmaßliche Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) soll das fünf Jahre alte Mädchen im Jahr 2015 bei praller Sonne und großer Hitze im Hof seines Hauses in Falludscha angekettet haben. Das Kind soll verdurstet sein.
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    Jennifer W., die Angeklagte, hält sich während des Prozesses in München einen Aktendeckel vors Gesicht IS-Rückkehrerin Jennifer W. Seine damalige Frau Jennifer W., eine heute 28 Jahre alte Deutsche aus Lohne in Niedersachsen, ist wegen Mordes angeklagt, weil sie bei der Tat zugesehen und nichts unternommen haben soll. Den Mann erwartet ein eigenes Strafverfahren. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Menschenhandel vor. Der Tod des Kindes sei eingebettet in den Plan des IS, die Jesiden auszurotten, hieß es von der Behörde. Das mutmaßliche IS-Mitglied war im Mai in Griechenland gefasst und im Oktober nach Deutschland überstellt worden. Ob und wann der 27-Jährige in München vor Gericht aussagen würde, war lange unklar. Nach seinem rund fünfminütigen Auftritt setzte der Vorsitzende Richter weitere Prozesstage für März und April kommenden Jahres an. Ursprünglich sollte der Prozess in diesem Monat zu Ende gehen.
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    Fortsetzung Prozess wegen Mitgliedschaft im IS Prozess gegen IS-Rückkehrerin Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 14-11-2019
  • Altersüberschuldung nimmt weiter deutlich zu
    Die WELT als ePaper: Die vollständige Ausgabe steht Ihnen bereits am Vorabend zur Verfügung – so sind Sie immer hochaktuell informiert. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/203500722 Let's block ads! (Why?)
    Quelle: N24Publiziert am 14-11-2019

NTV

  • Comeback als Schauspieler: Oli.P geht unter „Nachtschwestern“
    Donnerstag, 14. November 2019 GZSZ, "Hand aufs Herz" oder "Rote Rosen" - Oli.P hat schon für so manches TV-Format vor der Kamera gestanden. Zuletzt konzentrierte er sich jedoch vor allem auf seine Musikkarriere. Nun aber kehrt er mit einer Hauptrolle in der Serie "Nachtschwestern" zurück. Doch keine Sorge, eine Schwester spielt er nicht. Oli.P kehrt zurück vor die Kamera. Der ehemalige "Ricky Marquardt"-Darsteller in "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (GZSZ) feiert sein Comeback als Schauspieler in der RTL-Serie "Nachtschwestern", die im Frühjahr 2019 erstmals erfolgreich ausgestrahlt wurde. Wie der Sender bekannt gab, wird der 41-Jährige in einer Hauptrolle als Jonas zu sehen sein. "Ich fand die Szenen und die Rolle sehr, sehr lustig, weil man dazu auch eine gehörige Portion Selbstironie mitbringen muss", verrät Oliver Petszokat, wie Oli.P mit bürgerlichem Namen heißt, im Interview mit RTL.de. "Die habe ich immer im Gepäck und deshalb habe ich mich sehr über das Angebot gefreut", ergänzt er.Seine Rolle sei sehr aktuell, sagt Oli.P. Es gehe um soziale Netzwerke. "Wenn die Zuschauer mich sehen, werden sie sich wahrscheinlich fragen: Hä, ist das nicht der Oli? Man wird schon zweimal hinschauen müssen und es wird sehr komisch werden", versichert er.Ausstrahlung 2020Ein Dreh-Set im Krankenhaus sei ihm keineswegs fremd, erklärt er zudem. "Ulkig ist also tatsächlich, dass ich schon mehrfach in einem Krankenhaus gedreht habe, aber noch nie in einem gelegen habe."Derzeit werden die Folgen für die nun zweite "Nachtschwestern"-Staffel mit Oli.P von UFA Serial Drama in Berlin und Köln produziert. Die Ausstrahlung ist für kommendes Jahr zur Hauptsendezeit bei RTL geplant.Oli.P war als Schauspieler bekannt geworden. Dabei wirkte er nicht nur in GZSZ mit, auch in Serien wie "Hand aufs Herz" oder "Rote Rosen" wirkte er mit. Doch dabei beließ er es nicht. Die Zuschauer kennen ihn auch aus diversen Moderationsjobs, etwa bei "Big Brother".Überdies ist Oli.P seit inzwischen über 20 Jahren als Sänger aktiv. Mit dem Herbert-Grönemeyer-Cover "Flugzeuge im Bauch" gelang ihm einst ein Megahit. Im August 2019 veröffentlichte er das Album "Alles Gute!", das hauptsächlich Neuinterpretationen seiner Lieblingssongs beinhaltet. "Für mich ist es das schönste Album, das ich je gemacht habe", sagte er dazu im Interview mit n-tv.de.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 14-11-2019
  • Ein Toter und drei Verletzte: Russe schießt an Berufsschule um sich
    Donnerstag, 14. November 2019 Im Osten Russlands sterben beim Amoklauf eines jungen Mannes an einer Berufsschule mindestens zwei Menschen. Von den drei Verletzten ist die Lage eines Opfers kritisch. Die Polizei rätselt über das Motiv. Der Angreifer ist tot. Ein Berufsschüler hat im äußersten Osten Russlands einen Mitschüler und sich selbst erschossen. Zuvor hatte der 19-Jährige drei Auszubildende in der Schule für Bauwesen und Kommunalwirtschaft mit Schüssen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Blagoweschtschensk im Amur-Gebiet an der Grenze zu China.Die Verletzten würden im Krankenhaus behandelt, sagte der örtliche Polizeichef Sergej Tschebarjow. Der Zustand eines Schülers wurde als ernst eingestuft. Die Polizei nahm einen Wachmann der Schule fest, weil der Täter das Gebäude mit einer Waffe habe betreten können. Alle Schulen der Stadt sind dem Rathaus zufolge mit Metalldetektoren und Überwachungskameras ausgestattet.Die Hintergründe der Bluttat waren zunächst unklar. Vermutet wurde ein Streit unter den Berufsschülern. Der Täter sei bei der Polizei bislang nicht aufgefallen, teilten die Ermittler weiter mit. Mitschüler beschrieben ihn als ruhigen Menschen. Die Beamten wollen nun ein psychologisches Gutachten erstellen lassen.Erschossener ist 19 Jahre altNach Darstellung von Tschebarjow hatte ein junger Mann eine Polizeistreife auf der Straße über die Schüsse an der Schule informiert. Als die Beamten dort eintrafen, sei es zu einer Schießerei gekommen. Demnach feuerte der Berufsschüler erst auf die Polizisten, die dann zurückschossen und den jungen Mann in einem Klassenzimmer isolieren konnten. Dort soll sich er selbst erschossen haben.Die Polizisten wurden den Angaben nach nicht verletzt. In dem Gebäude fanden sie die Leiche eines 19-Jährigen sowie drei Verletzte im Alter von 17, 19 und 20 Jahren. Den übrigen Schülern und Lehrern gelang es, sich in Sicherheit zu bringen.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 14-11-2019
  • Verbesserungen, neue Funktionen: Windows 10 erhält November-Update
    Donnerstag, 14. November 2019 Ab sofort steht das November-Update für Windows 10 zur Verfügung. Es bringt neben allgemeinen Verbesserungen auch ein paar neue Funktionen auf die Rechner. Die Aktualisierung ist schnell installiert, man sollte sich aber vorher Zeit für eine Sicherung nehmen. Nachdem es immer wieder zu mehr oder weniger schwerwiegenden Pannen bei Windows-10-Updates kam, ist Microsoft im Frühjahr dazu übergegangen, Aktualisierungen vor der Veröffentlichung besser zu prüfen und Nutzern mehr Kontrolle und Transparenz über den Prozess oder neue Funktionen zu geben. Daher wird auch das jetzt veröffentlichte November-Update nicht wie früher auf kompatiblen Rechnern automatisch installiert. Nutzer haben die Wahl, die Aktualisierung sofort manuell zu starten oder für bis zu 35 Tage zu verschieben. Nur bei Computern, die sich dem Support-Ende nähern oder es bereits überschritten haben, werden Updates noch automatisch installiert. Erst ein Backup, dann das UpdateIn Deutschland hat Microsoft die Windows-10-Version 1903 am Mittwochnachmittag freigegeben und bisher sind keine Meldungen über größere Probleme mit der Aktualisierung bekannt. Trotzdem ist es ratsam, vor dem Update ein Backup zu machen, um im Notfall den Rechner wiederherstellen zu können.Dazu benötigt man ein externes Laufwerk, eine ausreichend große Partition auf der Festplatte oder eine Netzwerkadresse. Ist man vorbereitet, geht man in den Einstellungen zu Update und Sicherheit und wählt Sicherung aus. Im Anschluss klickt man auf Laufwerk hinzufügen und fügt das Medium hinzu, auf dem die Sicherung erstellt werden soll. Um das Backup sofort zu starten, klickt man auf Weitere Optionen und dann auf Jetzt sichern. Unter Umständen fügt man hier der Backup-Liste noch weitere Ordner hinzu oder entfernt Bereiche.Ist das Backup erstellt, geht man in den Einstellungen zu Windows Update und klickt auf Updates suchen. Wird Herunterladen und installieren angezeigt, kann man loslegen, die Software herunterladen und dann einen Termin für die Installation und den Neustart bestimmen.Grundsätzlich ist das November-Update für alle Computer mit Windows-10-Version 1803 oder 1809 verfügbar, auf denen auch die Updates vom 21. Mai (oder später) installiert sind. Steht die Aktualisierung trotzdem nicht bereit, hat Microsoft für das System vermutlich einen Konflikt festgestellt, der noch gelöst werden muss.Nützliche Kleinigkeiten
    Über das Datum in der Taskleiste kann man jetzt schnell einen neuen Termin erstellen. (Foto: kwe) Die Neuerungen halten sich in Grenzen, Microsoft beseitigt mit dem Update vor allem Fehler und verbessert die Stabilität von Windows 10. Das sind die neuen Funktionen:- Über die Datumsanzeige rechts unten in der Taskleiste kann man jetzt schnell Termine im Kalender erstellen.- Benachrichtigungen lassen sich nach dem Update besser verwalten. Dazu gehören eine neue Schaltfläche im Action Center und die Möglichkeit, Benachrichtigungen nach Aktualität zu sortieren.- OneDrive-Inhalten lassen sich jetzt über das Suchfeld des Datei-Explorers integrieren.- Wenn man im Startmenü mit dem Mauszeiger auf eines der links angezeigten Symbole geht, wird die Anzeige um die Beschreibung der Funktionen erweitert.- Digitale Assistenten von Drittanbietern lassen sich jetzt über den Sperrbildschirm via Spracheingabe aktivieren.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 14-11-2019
  • Mindestabstand unerwünscht: Schulze will Windkraftgesetz stoppen
    Donnerstag, 14. November 2019 Wirtschaftsminister Altmaier legt einen Gesetzesentwurf vor, der für neue Windräder einen Mindestabstand zu Siedlungen vorsieht. Die Anlagenbauer toben, Umweltministerin Schulze springt ihnen zur Seite. Sie könnte das Vorhaben blockieren. Bundesumweltministerin Svenja Schulze lehnt den Gesetzesplan von CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit neuen Regelungen für den Windenergie-Ausbau ab. "Wir sind mit dem Vorschlag nicht einverstanden", sagte die SPD-Politikerin in Berlin und kündigte damit Widerstand in der laufenden Abstimmung im Kabinett an."Wir können das in dieser Form nicht machen." Die SPD stehe dafür, dass 2030 rund 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien komme. Das sei ohne den Ausbau der Windkraft an Land nicht möglich. Damit ist es unwahrscheinlich, dass das Kabinett den Altmaier-Entwurf wie geplant am Montag im Kabinett beschließt.Altmaier hatte im Rahmen seines Kohle-Ausstiegsgesetzes auch Regeln für den Windkraftausbau in seinem Entwurf festgeschrieben und Koalitionsbeschlüsse erweitert. Grundsätzlich hatten sich Bundesregierung und Koalitionsspitzen darauf geeinigt, dass zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen künftig mindestens 1000 Meter Abstand sein sollen, um die Akzeptanz bei Anwohnern zu vergrößern. In Altmaiers aktuellem Gesetzentwurf ist vorgesehen, dass das schon gelten soll, wenn mehr als fünf Häuser zusammenhängend stehen. Die Abstandsregelung soll auch dann gelten, wenn die Häuser erst noch gebaut werden.Tausende Arbeitsplätze werden gestrichenDies hatte bereits zu einem Brandbrief von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) und Industrieverbänden wie dem BDI an Altmaier geführt, in dem die Pläne kritisiert wurden. Der Ausbau an Land ist wegen des Widerstandes von Bürgerinitiativen ohnehin nahezu vollständig eingebrochen, Tausende Arbeitsplätze werden in der Branche gestrichen. Weitere Gründe für die Flaute im Windkraftgeschäft sind fehlende Flächen und lange Genehmigungsverfahren. Der Windkraftanlagenbauer Enercon hatte angekündigt, "bis zu 3000" Stellen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt abzubauen. Obwohl im Entwurf auch verankert ist, dass Länder und Kommunen vom Mindestabstand abweichen können, erwartet die Branche, dass dies bei einer Grundsatzregel von 1000 Metern vor Ort nicht durchsetzbar sein wird. In Bayern hatte die CSU einen Mindestabstand für neue Windräder bereits 2014 durchgesetzt. Seitdem sinken die Genehmigungszahlen dort beständig.Da die Windenergieregeln im Kohleausstiegsgesetz eingegliedert sind, steht auch der Zeitplan für dieses Vorhaben auf der Kippe. Denn nun regt sich auch gegen die zunächst rein auf Freiwilligkeit basierenden Abschaltungspläne in anderen Ministerien Widerstand.Let's block ads! (Why?)
    Quelle: ntv NewsPubliziert am 14-11-2019

Welt

  • Mehrere Gutachten stufen Klimapaket als verfassungswidrig ein
    Allen juristischen Warnungen zum Trotz will die große Koalition an diesem Freitag die CO2-Bepreisung für Benzin und Heizöl durch den Bundestag bringen. Die Opposition spricht von „Wahnsinn“ und warnt vor „gigantischen Haushaltsrisiken“. Die juristischen Risiken des geplanten Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) werden gleich von mehreren Rechtswissenschaftlern benannt. „Dem Gesetzentwurf begegnen tief greifende verfassungsrechtliche Bedenken“, heißt es etwa in dem Gutachten der Stiftung Umweltenergierecht, das die FDP-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hatte. Ein Gutachten der Fraktion der Linken kommt zu demselben Ergebnis, ebenso eine Analyse des Instituts für Klimaschutz, Energie, Mobilität (IKEM) im Auftrag der Stiftung Neue Energie. „Es ist verantwortungslos, alle verfassungsrechtlichen Bedenken zu ignorieren und ein Gesetz von dieser Tragweite im Eiltempo zu beschließen“, sagte der klimapolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Lukas Köhler. „Die große Koalition droht damit nicht nur die deutsche Klimapolitik ins endgültige Chaos zu stürzen, sondern nimmt auch noch gigantische Haushaltsrisiken in Kauf.“ Die juristischen Zweifel liegen in einer Art Etikettenschwindel begründet: Denn anders als der Name suggeriert, geht es bei der geplanten gesetzlichen Regelung zunächst nicht um einen echten Emissionshandel. Für eine Übergangsphase bis 2026 will die Bundesregierung nämlich die Preisfindung für CO2-Berechtigungen im Verkehr und Wärmemarkt nicht den Marktkräften überlassen. Stattdessen will der Staat selbst den CO2-Preis festlegen. So sollen fossile Brennstoffe ab 1. Januar 2021 mit zehn Euro pro Tonne CO2 belastet werden, ein Jahr später mit 20 Euro pro Tonne. Beim Strompreis sollen die Bürger entlastet werden Durch das Gesetz verpflichtet werden nur die rund 4000 „Inverkehrbringer“ von Kraft- und Brennstoffen, also Importeure, Raffinerien oder Lagergesellschaften. Sie überwälzen die Mehrkosten für den Erwerb der CO2-Berechtigungen auf die Rechnung der Endverbraucher. Schätzungen zufolge könnte der Benzinpreis dadurch zunächst um drei Cent pro Liter steigen. Der Bund erwartet aus dem Verkauf der CO2-Berechtigungen im ersten Jahr Einnahmen von 3,6 Milliarden Euro. Im Folgejahr sollen dem Bundeshaushalt 6,9 Milliarden Euro zufließen, im Jahre 2023 dann rund 8,3 Milliarden Euro. Mit diesen Einnahmen sollen die Bürger beim Strompreis entlastet werden, zudem sind Förderungen zum Beispiel für Berufspendler und Wohngeldbezieher geplant.
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    Der Ersatz alter Ölheizungen durch klimafreundliche Modelle wird mit einer extra „Austauschprämie“ gefördert Gebäudeenergiegesetz Die Kritiker verweisen auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Europäischen Emissionshandel. Dieser sei nur zulässig, weil er die Menge der ausgeteilten CO2-Berechtigungen begrenzt, was die Voraussetzung für Knappheitspreise und Handel ist. Eine solche Mengenbegrenzung sieht das nun geplante BEGH in Deutschland aber bis 2026 gerade nicht vor. Sollten Auto- und Ölheizungsbesitzer mehr CO2-Berechtigungen benötigen, als vom Staat zugeteilt wurden, sollen die fehlenden Zertifikate aus dem Ausland beschafft werden. Die Rede ist hier von sogenannten „Flexibilisierungsmöglichkeiten“ im Rahmen der europäischen Lastenteilung („Burdon Sharing“) im Klimaschutz. Ein Knappheitspreis komme für die Unternehmen so aber nicht zustande, kritisieren die Juristen. Da der Staat CO2-Berechtigungen im Ausland nachkauft, könne jedes Unternehmen seinen Bedarf decken, folgen die Juristen der Stiftung Umweltenergierecht: „Ein darüber hinausgehender Markt entsteht nicht, ein kosteneffizientes Verhalten wird gerade nicht angereizt.“
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    Ökonom Felbermayr Kassiert das Bundesverfassungsgericht die geplante CO2-Abgabe aus diesem Grund wieder ein, droht dem Bundesfinanzminister dasselbe Schicksal wie einst bei der Kernbrennstoffsteuer: Er muss die Milliarden wieder herausrücken. Fatal nur: Das Geld würde nur an die Mineralölkonzerne zurückgezahlt werden müssen, die allein ja vom Gesetz unmittelbar verpflichtet wurden. Der Kunde, der mit seiner Heizölrechnung oder an der Tankstelle zur Kasse gebeten wurde, hätte keinen Anspruch auf Rückzahlung seiner Mehrkosten: Er wäre in diesem Fall auf den guten Willen der Mineralölwirtschaft angewiesen. „Mit der als Emissionshandel getarnten CO2-Steuer kassieren Union und SPD die Verbraucher ohne Nutzen für den Klimaschutz ab“, warnt FDP-Klimapolitiker Köhler. „Union und SPD müssen diesen Wahnsinn stoppen und stattdessen mit der Ausweitung des bewährten EU-Emissionshandels auf den Verkehr und die Gebäude in Deutschland für ein echtes CO2-Limit sorgen.“ Die Sorge des Liberalen ist berechtigt: Der Emissionshandel funktioniert auf europäischer Ebene für Kraftwerke und Industriebetriebe gut und erreicht seine 2020er-Ziele effizient. Doch dieses erfolgreiche Klimaschutz-Instrument droht nun in den Augen der deutschen Verbraucher diskreditiert zu werden, wenn die Bundesregierung an ihrem fragwürdigen Übergangsregime festhält und damit vor Gericht scheitert. FDP kritisiert Irreführung Denn die Bürger hätten an der Tankstelle für ein verfassungswidriges Gesetz gezahlt, die Rückerstattung aber bekämen nur die Mineralölkonzerne. „Sollte sich das Gesetz als verfassungswidrig erweisen, würden nur die Unternehmen von einer Rückzahlung profitieren“, warnt Köhler. „Das wäre der sicherste Weg, die Bürger gegen die CO2-Bepreisung aufzubringen, obwohl diese für den Klimaschutz so wichtig ist.“ Die Bundesregierung hält jedoch an der Meinung der eigenen Hausjuristen fest, wonach der geplante nationale Emissionshandel für fossile Kraft- und Brennstoffe mit der Verfassung kompatibel sei. Schließlich handele es sich ja bei der staatlichen Preissetzung für CO2 nur um eine Zwischenphase, bis nach 2026 ein echter Emissionshandel mit Mengenbegrenzung und freier Preisfindung aufgrund von Angebot und Nachfrage einsetze. Zudem glauben die Bundesjuristen, dass die Menge einsetzbarer CO2-Berechtigungen bereits über den europäischen Flexibilitätsmechanismus begrenzt sei.
    Alles zum Klimapaket
    Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz Regierungsbeschlüsse
    Living in and using benefits of modern smart home Getty ImagesGetty Images CO2-Strafzahlungen
    Die Bewegung Fridays for Future hatte zum globalen Klimastreik aufgerufen. Hier eine Demo in Berlin Meinung Umwelt
    ARCHIV - 29.01.2016, Berlin: Der morgendliche Berufsverkehr fließt am über den Kaiserdamm in  <a target="_blank" rel="nofollow" href=
    Quelle: Welt NewsPubliziert am 14-11-2019
  • Schon am ersten Tag kommt es zu einem Schlüsselereignis
    Was geschieht im amerikanischen Kongress? Der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses hört derzeit Zeugen für ein mögliches Amtsenthebungs-Verfahren („Impeachment“) gegen Präsident Donald Trump an. Insgesamt über 100 Stunden hat der Ausschuss dazu in den vergangenen Wochen hinter verschlossenen Türen getagt. Am Mittwoch kam er erstmals in einer öffentlichen Sitzung zusammen. Die knapp sechsstündige Sitzung wurde live im Fernsehen übertragen, diverse Reporter und Bürger waren im Raum. Die Sitzung wurde geleitet vom Ausschussvorsitzenden Adam Schiff, ehemaliger Staatsanwalt und Demokrat aus Kalifornien. Die Demokraten haben in dem Ausschuss eine Mehrheit, stellen 13 Mitglieder, die Republikaner neun. Worum geht es beim Impeachment? Das demokratisch dominierte Repräsentantenhaus, eine der beiden Kammern des US-Kongresses, prüft, ob ein Impeachment gegen Trump eingeleitet werden soll. Auslöser dieses Prozesses war der Bericht eines anonymen Whistleblowers und ein Telefonat Trumps mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodimir Selenski am 26. Juli, bei dem Trump diesen um einen „Gefallen“ bat – nämlich Korruptionsermittlungen gegen seinen möglichen Herausforderer bei der Wahl 2020, Ex-Vizepräsident Joe Biden, und dessen Sohn Hunter zu ermöglichen. Die Demokraten sprechen von Amtsmissbrauch. Trump nennt das Telefonat „perfekt“.
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    Die demokratischen Präsidentschafsdemokraten Bernie Sanders, Joe Biden und Elizabeth Warren (v.l.n.r.) Warum ist das Telefonat problematisch? Die amerikanische Verfassung verbietet die Inanspruchnahme beziehungsweise die Bitte um ausländische Hilfe für innenpolitische Zwecke. Die USA wählen am 3. November 2020 ihren Präsidenten. Biden bewirbt sich um die demokratische Kandidatur. Sein Sohn Hunter saß einst im Aufsichtsrat des ukrainischen Energiekonzerns Burisma, teilweise auch während der Vizepräsidentschaft seines Vaters. Hinzu kommt: Die Demokraten werfen Trump vor, dass er Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar als Druckmittel einsetzte. Trumps Wunsch war, dass sich Selenski öffentlich zu Ermittlungen gegen die Bidens einlässt.
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    US-Außenminister Mike Pompeo (r.) mit Donald Trump im Weißen Haus US-Außenminister Übrigens: Das Weiße Haus hat zu dem Telefonat nur eine Art Protokoll („Memorandum“) veröffentlicht, mitnichten eine wörtliche Wiedergabe. Was geschah während der Sitzung am Mittwoch? Der Ausschuss lud zwei amerikanische Spitzendiplomaten vor: William Taylor, den geschäftsführenden Botschafter in Kiew, und George Kent, im State Department zuständig für Europa und Eurasien. Beide Männer hatten bereits während der nicht-öffentlichen Anhörungen ausgesagt.
    Top-Diplomat William Taylor
    William Taylor ist seit Jahrzehnten im diplomatischen Dienst, gilt als sehr glaubwürdig
    Quelle: AP/Andrew Harnik Taylor hatte hier bereits im Oktober erklärt, Trump habe die – vom Kongress beschlossene Militärhilfe – gezielt zurückgehalten, um Biden zu schaden. Er glaube nach wie vor, dass es „verrückt“ sei, Militärhilfe zurückzuhalten, um „Hilfe bei einer innenpolitischen Kampagne in den Vereinigten Staaten“ zu bekommen, sagte Taylor am Mittwoch.
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    FILE PHOTO: President Trump calls on Secretary of StatePompeo durig signing ceremony at the White House in Washington Weißes Haus Kent sagte, er sei generell der Überzeugung, dass die USA andere Länder nicht auffordern sollten, sich an Ermittlungen oder Strafverfolgungsmaßnahmen zu beteiligen, die sich gegen Gegner „derjenigen an der Macht“ richteten, „weil solche selektiven Maßnahmen die Rechtsstaatlichkeit untergraben – unabhängig vom Land“. Wie glaubwürdig sind die Zeugen Taylor und Kent? Sehr glaubwürdig. Beide Männer sind seit Jahrzehnten im diplomatischen Dienst tätig. Eine parteipolitische Agenda ist bei ihnen nicht erkennbar. Genau das macht ihre Aussagen für die Republikaner so schmerzhaft. George Kent sagte am Mittwoch, er arbeite seit 27 Jahren im Auswärtigen Dienst, unter fünf Präsidenten, drei Republikaner und zwei Demokraten. William Taylor verwies auf ein halbes Jahrhundert im öffentlichen Dienst. Der Absolvent der Militärakademie Westpoint diente als Soldat in Vietnam, war früher schon Botschafter in der Ukraine, damals nominiert von Präsident George W. Bush.
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    WON kombo clemens wergin In this Tuesday, May 14, 2019, file photo, President Donald Trump speaks to members of the media on the South Lawn of the White House in Washington. The White House has launched an online survey asking people to share their experiences if they think political bias has led to their posts being removed from social media sites like Facebook and Twitter. The White House‚Äôs official Twitter account tweeted a link to the survey, saying that "The Trump Administration is fighting for free speech online." (AP Photo/Andrew Harnik, File) Meinung USA Im Mai fragte Trumps Außenminister Mike Pompeo den Pensionär, ob er abermals die Botschaft in Kiew leiten könne. Taylor sagte, gegen den entschiedenen Widerstand seiner Ehefrau, zu. Was ist die zentrale Aussage Taylors? Im Sommer habe er in Kiew erkannt, dass die Ukraine-Politik der USA auf zwei parallelen Kanälen spiele: auf dem regulären und einem „hochgradig irregulären“, sagte Taylor am Mittwoch. Teil des letzteren seien unter anderem Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani und der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, gewesen. Der irreguläre Kanal habe gegen die langjährigen Ziele der US-Politik gearbeitet. Sowohl Taylor als auch Kent betonten die Notwendigkeit der Militärhilfe für die Ukraine. Was gibt es Neues bei den Ermittlungen? Taylor berichtete, seine Mitarbeiter hätten am 26. Juli mitbekommen, wie der Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, mit Trump telefonierte. Sondland ist ein Großspender Trumps und ist dafür mit dem Botschafterposten belohnt worden. Wiewohl für die EU zuständig, kümmerte er sich immer wieder um die Ukraine.

    Impeachment-Ermittlungen – Trump reagiert mit „I'm too busy“
    Quelle: Welt NewsPubliziert am 14-11-2019

  • So hart schlägt die Armut bei den Alten zu
    Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen in Deutschland ist erstmals seit 2013 wieder rückläufig. 6,92 Millionen Bundesbürger konnten zum Stichtag 1. Oktober ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, meldet die Auskunftei Creditreform. Das sind 0,1 Prozent oder umgerechnet 10.000 Fälle weniger als im Vorjahr. In Summe ist damit aber noch immer jeder zehnte Erwachsene hierzulande überschuldet und weist nachhaltige Zahlungsstörungen auf, wie es im Amtsdeutsch heißt. „Armut und Überschuldung hat viele Facetten und ist in Deutschland stärker verbreitet, als dies vielen bekannt und genehm ist“, kommentiert Michael Bretz, der Leiter Wirtschaftsforschung bei Creditreform. Betroffen sind dabei immer häufiger ältere Verbraucher. „Die Altersüberschuldung nimmt weiter deutlich zu“, sagt Bretz, der in dem Zusammenhang von einer „besorgniserregenden Entwicklung“ spricht. Vor allem in der Altersgruppe ab 70 Jahren: Gut 380.000 Personen aus diesem Kreis gelten mittlerweile als überschuldet, das sind 44,5 Prozent beziehungsweise 118.000 Verbraucher mehr als noch im Vorjahr, wo das Plus ebenfalls schon bei 69.000 Fällen lag.
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    Ehrlicher Kassensturz Und auch bei den 60- bis 69-Jährigen ist die Zahl der Betroffenen in den vergangenen zwölf Monaten sprunghaft gestiegen: um 85.000 Fälle oder umgerechnet 15,3 Prozent auf 640.000 Konsumenten. Zuwachs gibt es zudem noch bei den 50- bis 59-Jährigen. In dieser Altersgruppe gelten mittlerweile 1,23 Millionen Verbraucher als überschuldet, das sind 4,9 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Drastischer Anstieg der Überschuldung in der Altersgruppe Ü-70 Im Mehrjahresvergleich zeigt sich diese Entwicklung zudem noch mal deutlicher, allen voran bei den Ältesten in der Gesellschaft. So ist die Zahl der Fälle in der Altersgruppe Ü-70 zwischen 2013 und 2019 um satte 243 Prozent gestiegen, wenn auch ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Zum Vergleich: Die Gesamtzahl der überschuldeten Personen hat sich in diesen sechs Jahren um lediglich fünf Prozent erhöht. Die Betroffenen müssen sich daher für ihren Lebensunterhalt etwas dazuverdienen und gehen im Rentenalter weiterhin arbeiten, wie es bei Creditreform heißt – häufig im Rahmen sogenannter atypischer oder geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse. Noch dazu zieht es immer mehr ältere Verbraucher für die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln zu den Tafeln. Nach Angaben von Tafel Deutschland jedenfalls ist die Zahl der dort registrierten Senioren mit Rente oder Grundsicherung binnen eines Jahres um 20 Prozent gestiegen.
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    ARCHIV - 23.03.2012, Berlin: Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank vor dem Reichstag und sonnt sich. Nach monatelangem Streit hat sich die große Koalition auf einen Kompromiss bei der Grundrente geeinigt. Foto: Stephan Scheuer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Mehr Geld für Rentner Ursachen für den starken Trend zu Altersarmut und Altersüberschuldung gibt es Experten zufolge gleich mehrere, angefangen beim Anwachsen des Niedriglohnsektors bis hin zu Änderungen in den Erwerbsbiografien. Als Hauptgrund aber hat Creditreform die Rentenreformen der vergangenen 20 Jahre ausgemacht. Die nämlich hätten fast durchweg auf eine Reduktion des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente gezielt, um den Beitragssatz zu stabilisieren. „Nun reicht das Leistungsniveau der Rentenversicherung vielen Verbrauchern offensichtlich nicht mehr aus“, sagt Wirtschaftsforscher Bretz und verweist auf eine Auskunft der Bundesregierung, wonach im vergangenen Jahr schon 51 Prozent der Altersrentner weniger als 900 Euro pro Monat bekommen haben. Und ein Großteil verzichtet auf weitere Sozialleistungen, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung aus Berlin (DIW) zeigt. Danach haben hierzulande mehr als eine Million Rentner Anspruch auf staatliche Unterstützung, aber nur 566.000 Senioren beziehen tatsächlich auch eine Grundsicherung im Alter. Grund dafür sind der Untersuchung zufolge vor allem Scham und Unwissenheit. Dabei sind zusätzlich Einnahmen dringend nötig, allein schon für die Miete. „Wohnen ist zumindest in deutschen Großstädten zum Armutsrisiko, in jedem Fall zum Überschuldungsauslöser geworden“, heißt es im Schuldneratlas von Creditreform. Als bedenklich gilt dabei schon eine Mietbelastung in Höhe von 30 Prozent des Haushaltseinkommens, problematisch wird es dann ab 40 Prozent. Und da sind Rentner ganz besonders betroffen. „Die Schere zwischen Alterseinkommen und Mieten geht immer weiter auseinander“, heißt es zumindest beim DIW. Und mit zunehmendem Alter wird es besonders schwer, die Abwärtsspirale zu verlassen. „Denn mit dem Eintritt in den Ruhestand sinken die Chancen älterer Menschen drastisch, ihre ökonomische Lage zu verbessern“, erklärt Creditreform-Experte Bretz.
    Quelle: Infografik WELT Jüngere Menschen indes haben es zuletzt vielfach geschafft, der Schuldenfalle zu entkommen. „Die Überschuldung bei den jüngeren Personengruppen geht weiter merklich zurück“, meldet Creditreform. Vor allem bei Verbrauchern unter 30 Jahren. Die aktuell noch 1,42 Millionen Fälle bedeuten ein Minus von über zehn Prozent oder umgerechnet 167.000 Fälle gegenüber dem Vorjahr.
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    ARCHIV - Eine junge Lehrerin schreibt am 17.08.2016 an eine Schultafel im Mathematikunterricht einer 8. Klasse an einer Integrierten Gesamtschule in Hannover (Niedersachsen) und blickt dabei auf einen Tablet-Computer. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa "Kultusministerkonferenz befasst sich mit jungen Flüchtlingen" vom 06.10.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit Altersvorsorge „Diese Entwicklung korrespondiert ganz offensichtlich mit der Entwicklung der Jugendarbeitslosenquote in Deutschland, die 2018 auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gefallen ist.“ Aber auch bei den 30- bis 39-Jährigen, der Bevölkerungsgruppe mit der noch immer höchsten Überschuldungsquote, ist die Zahl der Fälle rückläufig: um drei Prozent oder 58.000 Fälle auf 1,85 Millionen Betroffene. Bei den 40- bis 49-Jährigen schließlich beträgt der Rückgang 3,2 Prozent oder 47.000 Fälle auf am Ende noch 1,41 Millionen Personen. In Summe schieben die Betroffenen einen Schuldenberg von 202 Milliarden Euro vor sich her, listet der Schuldneratlas auf. Verantwortlich für das Abrutschen von Privatpersonen in akute Finanznöte sind dabei vornehmlich sechs Gründe, die sogenannten Big Six, wie es in der Branche
    Quelle: Welt NewsPubliziert am 14-11-2019
  • Tesla-Gigafactory – Grünheide stellt sich schon die Grundschul-Frage
    Am Tag nach der überraschenden Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk, das erste europäische Werk des US-Elektroautobauers in Brandenburg zu errichten, betont die Landesregierung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Subventionsversprechen hätten nicht den Ausschlag für die Entscheidung gegeben. Es könne sein, dass Tesla die Investition von mehreren Milliarden Euro allein tragen müsse, hieß es in Potsdam. Mögliche staatliche Unterstützungsleistungen müssten von der EU genehmigt werden. Statt üppiger Subventionen hätten vor allem die Nähe zu Berlin, die günstige Verkehrsanbindung und die Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie die Amerikaner überzeugt. Musk hatte am Dienstagabend bei der Verleihung des Goldenen Lenkrads im Berliner Axel-Springer-Haus verkündet, dass die erste sogenannte Gigafactory in Europa in der Nähe des neuen Berliner Flughafens BER entstehen werde. Das Werk soll der brandenburgischen Landesregierung zufolge auf einem 300 Hektar großen Grundstück in der Gemeinde Grünheide im Landkreis Oder-Spree gebaut werden. Auf dem Gelände stehe derzeit noch ein Kiefernwald, schon im Frühjahr 2020 soll mit den Arbeiten für die deutsche Gigafactory begonnen werden. Die Produktion könne womöglich schon 2021 beginnen. Der Landrat des Kreises Oder-Spree, Rolf Lindemann, sprach von einem „Glücksfall für die gesamte Region“.
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    WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt Tesla in Brandenburg Musk hatte angekündigt, dass in der neuen Fabrik nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Batterien produziert werden sollen. Die ersten Autos aus dem brandenburgischen Werk sollen Exemplare des Model Y sein, einer SUV-Version des Mittelklasseautos Model 3, die bislang noch nicht auf dem Markt ist. Anfangs sollen laut der Landesregierung 3000 Jobs entstehen, später könnten bis zu 8000 Menschen in der Gigafactory arbeiten.
    Brandenburg's Prime Minister Dietmar Woidke, state Minister for Economy and Energy Joerg Steinbach and head of the district Oder-Spree authority Rolf Lindemann address media on Tesla European factory in Potsdam
    Freudig überrascht: Grünheides Bürgermeister Christiani (2.v.r.), Brandenburgs Ministerpräsident Woidke, Wirtschaftsminister Steinbach (l.) und Oder-Spree-Landrat Lindemann auf der... Pressekonferenz
    Quelle: REUTERS Tesla unterzeichnete am Dienstag eine Absichtserklärung über den Bau der Fabrik. Die Verhandlungen im Vorfeld seien allein von Brandenburg geführt worden, betont die dortige Landesregierung. Dennoch macht sich auch Berlin Hoffnung, dass Tesla in der Hauptstadt zusätzlich ein Design- und Entwicklungszentrum aufbauen könnte. Allerdings gibt es dafür bislang keinen Standort und keine verbindlichen Vereinbarungen. „Bei aller Freude gibt es eine ganze Reihe Fragen“ Selbst in Grünheide wurden die Kommunalpolitiker von der Ankündigung überrascht. Er habe aus den Medien von der geplanten Tesla-Fabrik erfahren, sagte Ulrich Kohlmann, Vorsitzender der Fraktion „Bürgerbündnis“ in der Gemeindevertretung, WELT. Das Gremium sei zuvor nicht informiert worden. Das soll nun in einer Sondersitzung am Donnerstag geschehen. „Bei aller Freude gibt es eine ganze Reihe Fragen“, sagte Kohlmann. Vor allem müsse das Land Brandenburg dafür sorgen, dass auch die benötigte Infrastruktur finanziert werde. So müsse womöglich die Grundschule erweitert werden, wenn Tausende Tesla-Mitarbeiter und ihre Familien in die Region ziehen sollten. „Trotzdem überwiegt natürlich die Freude“, sagte Kohlmann.
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    Tesla Fabrik in Shanghai: Das nächste Exemplar entsteht in der Nähe von Berlin Musks Gigafactory Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte die Entscheidung von Tesla. Sie zeige, dass Deutschland für die Fertigung von Elektroautos attraktiv sei. „Für den Automobilstandort Deutschland ist das eine gute Ankündigung“, sagte Präsident Bernhard Mattes. „Wir freuen uns auf den Wettbewerb , er wird das Geschäft beleben“, so Mattes. Wenn Tesla hierzulande eine Produktion eröffne, könne der amerikanische Hersteller auch Mitglied des VDA werden, wenn er das wolle. Sorgen wegen einer möglichen Wettbewerbsverzerrung mache man sich in der deutschen Industrie nicht. Für staatliche Subventionen gebe es europaweit geltende Regeln.

    Tesla-Chef Musk kündigt Bau von Gigafactory bei Berlin an

    Der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla plant den Bau einer Fabrik in Deutschland. Das kündigt Tesla-Chef Elon Musk bei der Verleihung des Goldenen Lenkrads an.

    Quelle: WELT/Jana Wochnik-Sachtleben Let's block ads! (Why?)

    Quelle: Welt NewsPubliziert am 13-11-2019